Black & White Keks Praline

Bei einem bekannten Diskounter gibt es Back & White Kekse die sehr stark an Oreo Kekse erinnern. Glaubt es oder nicht, ich habe noch nie einen Oreo Keks gegessen. Da habe ich spontan die Packung Black & White in mein Einkaufskörbchen gelegt. Einige Tage später als ich Besuch hatte, fielen mir wieder die Kekse ein. Okay, ausgepackt und rum gereicht. In der Werbung zeigt ja ein Kind seinem Hund wie man diese Oreo Kekse isst. Ich mache das auch immer so, egal ob es Prinzenrolle oder Custard-Creams sind. Also habe ich zuerst den Keks Deckel abgeknabbert und verzog das Gesicht *bäh*. Kein Wunder, dass die Kekse schwarz sind. Er hat auch so geschmeckt und zwar verkohlt. So hatte ich eine große Packung Kekse, die mir nicht schmeckt im Schrank liegen. Liegen lassen für den nächsten Besuch? Nee… ich habe natürlich nach eine Verwertungsmöglichkeit gesucht und bin auf ein Rezept für Cookie Truffels von „Framed Cooks“ gestoßen.

NACHTRAG: Ich habe die original Oreos probiert. Die sind lecker und schmecken überhaupt nicht verbrannt 😀

Man braucht auch nur 3 Zutaten (die Mengen habe ich an meinem Vorrat angepasst):

  • 20 Kekse (Original oder Fake Oreo)
  • 100g Frischkäse (Doppelrahmstufe)
  • 200g Weiße Schokolade
  • Puderzucker

Kekse in der Küchenmaschine oder Mixer pulverisieren und mit dem Frischkäse gut vermengen, bis ein einheitlicher schwarzer Brei entsteht. Aus der Masse kleine Bällchen formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Wenn die Masse zu klebrig zum rollen ist. Kurz in Puderzucker wälzen und dann Bällchen formen. Das Backbleich ca. 10 Minuten in den Froster legen. Währenddessen die Weiße Schoki im Wasserbad schmelzen. Jetzt kommt das Pralinen Set zum Einsatz… wer keins hat, eine Gabel oder Essstäbchen tut’s auch. Die Bällchen aufspießen und in die abgekühlte Schoki tunken. Auf ein Pralinengitter oder Backblech (dann gibt’s Praline mit Fuß) legen. Damit die Schoki schneller härtet, ab mit dem Blech in den Kühlschrank.

Nur ein kleiner Warnhinweis: Diese Pralinen machen Süchtig! Besser man lädt gleich gute Freunden ein, denn bis zum nächsten spontan Besuch oder nächsten Tag werden sie nicht halten 😉

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Nachtrag 15.04.11

Maria von „Ich bin dann mal kurz in der Küche“ ruft in ihrem aktuellen Blogenvent „Maria sucht…Schokoladenrezepte zum Thema Black&White„. Diese leckeren Parlinen passen da doch wunderbar 🙂

Mini Hackbällchen

Ich hatte vor kurzem Geburtstag und bei uns in der Abteilung ist es üblich Kuchen oder ähnliches mit zubringen. Die letzten Jahre hatte ich eigentlich immer selbstgemachten Kuchen mitgebracht, aber dieses Jahr gibt es zusammen mit einem Kollegen morgen „Frühstück zum Mittag“. Normalerweise reicht es etwas Aufschnitt, Käse und Brötchen zu besorgen, aber was Selbstgemachtes find ich gehört doch dazu. Außerdem hat man auch ein größeres Publikum an dem man Rezepte testen kann 😉 .

Das einzige Problem mit dem selbstgemachten ist, dass man es am Tag zuvor zubereiten muss und es muss auch noch am nächsten Tag kalt ess- und genießbar sein. Da sind Hackbällchen eine gute Lösung. Ich bin nicht so der Hack-Fan, aber ab und zu kann man‘s schon mal essen. Lieder habe ich vergessen ein Foto der fertigen Hackbällchen zu machen und die Kollegen haben die ratzfatz alle verputzt 😀

Zutaten:

  • 1kg Hack, gemischt
  • 2 frische Eier
  • 120g Semmelbrösel
  • 10 Oliven, entsteint
  • 2-3 Karotten
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • Paprikapulver (Rosenscharf)
  • Rosmarin
  • Salz & Pfeffer

Die entsteinten Oliven klein hacken. Bei Oliven nehme ich lieber Oliven mit Stein. Ist zwar etwas Fummel-Kram die zu entsteinen, aber sie schmecken deutlich besser als die bereits entsteinten Oliven. Die Karotten waschen und raspeln. Ich hatte kleinere Karotten also habe ich 3 verwendet. Die Zwiebel fein hacken. Bei der Menge Hackfleisch kann man sicherlich auch 2 Zwiebeln verwenden. Knoblauchzehe pressen. Den Rosmarin fein hacken, es sollte etwa 2 EL sein. Alles in eine große Rührschüssel geben und gut vermengen. Das Hackfleisch, die Eier zugeben. Mit Paprika, Salz und Pfeffer nach Gusto würzen und kneten. Die Semmelbrösel hinzufügen, bis alles gleichmäßig Vermengt hat. Man kann das vermengen bzw. kneten mit den Händen machen, aber wozu hab ich denn eine Küchenmaschine mit Knethacken 😉 Zum spaßigen Teil: ganz viele kleine Bällchen mit der Hand rollen.

Die Bällchen habe ich auch noch in etwas Semmelbrösel gerollt um ihnen eine Knusperhaut zu geben.

Da es so viele waren habe ich ein Teil im Backofen zubereitet. Auf ein leichtgefettetes Backbleich bei 250°C für 20 Min. Den Rest in der Pfanne ausgebacken.

Die im Ofen gebackene Hackbällchen waren außen knusprig und innen saftig. Aber optisch? Naja, kennt ihr das wenn man ein Schnitzel nicht mit genügend Fett ausbackt? Hat Ähnlichkeit mit grobem Sandpapier. Das nächste Mal werde ich die Bällchen mit etwas Backspray einsprühen, oder die Semmelbrösel einfach weg lassen.

Ein paar von den Hackbällchen habe ich zur Seite gelegt und mir schnell noch Spagetti mit Meatballs zubereitet

Süß… lecker… süß…

Ich habe mich heute eine Herausforderung gestellt und zwar die Macaron Herausforderung. Diese kleinen französischen Köstlichkeiten beherrschen viele Süß-Blog-Posts und vor allem auch Pinterest. Ist ja auch kein Wunder, diese süßen, weich zarten, leicht knusprigen Kekse (?) kommen farbenfroh und in verschiedenen Geschmacksrichtungen daher. Auf Deutsch heißen Macarons ja eigentlich Makronen bzw. Mandelmakronen, aber wenn ich Makronen höre fallen mir eigentlich nur die Kokosmakronen ein die es meist zu Weihnachten gibt.

Persönlich bin ich ehr der salzig, deftiger Esser, aber ich liebe es zu Backen. Zum Glück habe ich eigentlich immer Abnehmer die sich mit Freunden als Versuchskaninchen herhalten.

Vor der Zubereitung von Macarons hatte ich eigentlich etwas muffe. Ich hasse es wenn ein Plan nicht funktioniert. Bei vielen Posts (z.B. hier) oder auch in den Kommentaren wurde oft berichtet, dass die Macarons sich ziemlich launisch verhalten. Mal bleiben sie matschig, mal zerbröseln komplett, der Fuß will sich einfach nicht bilden usw.

Bei meiner Rezept-Suche bin ich auf Aurélie’s Blog „Aux délices d’Aurélie“ und ihr wirklich toller und hilfreicher Post über „was der Macaron-Anfänger alles wissen muss“ gestoßen.

Ihr Rezept ist auch wirklich ausgezeichnet und die Mengen ergeben auch eine kleine feine Portion, denn was soll ich mit 30-50 Macaron-Schalen machen? Von diesen süßen Leckereien kann man sowieso nur ein zwei essen. Und wenn man es falsch macht, hat man nicht gleich eine Packung gem. Mandeln, Puderzucker und ein Paket Eier verschwendet. Aurélie’s Video ist auch zu empfehlen, ein  Video kann mehr sagen als 1000 Worte, außerdem ist ihr deutsch-französischer Akzent wirklich süß.

Gefüllt werden die Meringue-Schalen mit (Shoko)Ganach, Buttercreme oder einfach Marmelade. Meine habe ich mit einer zufälligen Eigenkreation gefüllt.

Vor ein/zwei Wochen hatte ich Himbeeren in Wodka eingelegt und gestern die Himbeeren abgeseiht. Der Wodka hatte sich rot gefärbt und roch lecker nach Himbeeren. Die Wodka-Himbeeren wollte ich aber auch nicht einfach weg werfen. So habe ich ca. 100g Himbeeren mit 40g Zucker und 50ml Sahne aufgekocht, püriert und gesiebt. In der noch warmen Masse hatte ich dann 100g weiße Schoki geschmolzen. Das Ganze dann noch kurz aufgekocht und in einem steriles Glas eingefüllt und in den Kühlschrank gestellt. Der Alkohol ist beim Kochen zum größten Teil verdampft und die Himbeeren haben etwas an Aroma durch das Einlegen verloren, aber das Himbeerschokigemisch war super lecker. Das nächste Mal gibt es Himbeeren oder vielleicht Brombeeren ohne Alkohol und dann zum Frühstück auf Toast oder einfach pur direkt aus dem Glass.

Zurück zu den Macaron-Schalen. ICH LIEBE ES WENN EIN PLAN FUNKTIONIERT!

Aurélies Rezept und Anleitungen sind perfekt! So kamen meine Hellblauen-Schalen inkl. Perfekt geformter Fuß aus dem Backofen. Nach dem Abkühlen ließen sich auch 90% ohne zu brechen, leicht von dem Backpapier lösen.

Ich weiß Eigenlob stinkt, aber meine Macarons mit der Füllung waren echt der Hammer! 😀 Genau richtig mit eine Tasse Espresso nach einem wunderbaren deftigen Mahl von Kaninchen mit Knödel und super leckerer Rotweinsauce.

Und da es ja noch Februar ist, wird dies auch fix als mein zweiter Beitrag  zum „Cookbook of Colours“ eingereicht, auch wenn das Hellblau wieder durch Lebensmittelfarber erreicht wurde.
HighFoodality Blog-Event Cookbook of Colors

Frühlingsrolle a la Judith

Diese Woche habe ich hier nicht viel geschrieben, aber es ist einiges Passiert. Natürlich habe ich gekocht und lecker gegessen wie Gestern Süßkartoffel-Mais-Suppe, aber ich hatte echt keine Lust Fotos zu machen zu schreiben, oder mir zu merken was alles in die Pfanne oder Topf kam, aber ich habe noch was in Petto. Dazu gleich mehr…

Das Highlight der vergangenen Woche war natürlich der Karneval. Als gebürtige Niedersächsin kommt es mir selbst nach Jahren immer noch etwas fremd vor, wenn man morgens zur Arbeit mit Supermario, Kermit der Frosch und die Panzerknacker in den Bus steigt. Die letzten Jahre war Fettdonnerstag eigentlich der einzige Tag an dem wir uns in Kostüm und Schminke geschmissen haben und uns dem Feuchtfröhlichen Treiben hingegeben haben. Aber dieses Jahr nicht. Ich hatte zwar um 11:11 Feierabend (Öffentlicher-Dienst hat so seine Vorteile 😉 ) aber die Anziehungskraft von meinem Bett bzw. Sofa war viel stärker, als jeder Jecke mit seinem Alaf.

Aber ganz davon entziehen ging nun auch nicht und so hieß es am Montag „de Zoch kütt“. Wir trafen uns bei einer guten Freundin in ihrem Laden, natürlich im Kostüm. Es gab Sekt, lecker Buffet und natürlich Karnevals-Musik. Bläck Fööss und Co. sind nicht wirklich mein Geschmack, aber es gehört einfach dazu wie Bützen, Strüßje und Kamelle. So stand ich mit jeder Menge anderen Jacken auf der Straße, tanzte und feierte während der fast endlos scheinende Zug an mir vorbei zog.

Die eigentliche Vorbereitung fing bereits schon am Sonntag an, mit der Zubereitung der Frühlingsrollen.

Ich liebe Chinesch, Japanisch, Asiatisch. Yummy! Die Gewürze und Aromen, das Süße und Scharfe, das knackige Gemüse und saftiges Fleisch… Jeden Tag vom Chinesen bestellen ist nicht wirklich gesund und oft auch ziemlich fettig, aber Chinesisch nach einer durchgefeierten Nacht ist grandios! Chinesisch zu einer Feier auch 🙂

In Frühlingsrollen kann man eigentlich alles rein packen. Wir oder besser gesagt Judith hat ein Haufen Paprika, Möhren, Frühlingszwiebeln, Wurzeln und Sojasprossen geputzt, geschält und geschnippelt. Ich hab das Rinderhack angebraten :D.

Das ganze Gemüse wurde im Wok angebraten und mit Sojasauce, Austernsauce, Salz und Pfeffer abgeschmeckt. Das Hack hat eine Standard Behandlung bekommen: Zwiebeln und Knoblauch fein gehackt und glasig gebraten. Das Hack mit in die Pfanne gegeben und krümelig kross angebraten.

Das schwierigste ist das eigentliche Rollen und Verpacken. Wir hatten vorgefertigte Reisteigplatten gekauft. Man kann auch den Teig bestimmt selber machen, aber man muss es auch nicht übertreiben.

Eigentlich wollten wir mini Frühlingsrollen machen, aber mit runde Reisteigplatten geht das nicht so einfach, darum haben wir es nach dem ersten rollversuch auch sein lassen und „normal“ große Frühlingsrollen gerollt. Die Reisteigplatten werden kurz in Wasser eingeweicht. Optimal zum Rollen sind sie wenn man den Teig knickt und nichts knackt. Wenn man die Platten aber zu lange ziehen lässt, reißen sie beim Wickeln. Also nacheinander und nicht alle gleichzeitig einweichen.

Nach dem einweichen, zwei Platten übereinander auf ein Schneidebrett legen und etwas Füllung auf die untere Hälfte verteilen. Siehe Bild. Die Ränder mit Eiklar bestreichen. Die Teigplatten sind anfänglich sehr nass und durchsichtig, aber nach kurzer Zeit wird er trockener und fühlt sich gummiartig an.

Die Seiten einklappen, ggf. noch etwas Eiklar auf die Flügel streichen und wickeln.

Wiederholen bis alle Teigplatten und/oder Füllung aufgebraucht ist.

Nun zu dem unangenehmen Teil. Das Frittieren und zwar ohne Fritteuse. Ich hab einen Heidenrespekt vor einem Topf gefüllt mit heißem Öl. Vor meinem geistigen Auge sehe ich immer die Küche in Flammen stehen oder das heiße Öl in meinem Gesicht. Darum hab ich diese höchst gefährliche Aufgabe dankbar Judith gegeben. Wichtig ist mit einem gelangweilten Geschichtsausdruck das Öl in einem hohen und schweren Topf zu füllen und auf mittel-hohe Hitze erwärmen. Naja, der richtige Topf ist eigentlich das Wichtigste.

Die richtige Temperatur kann man mit einem Thermometer messen (wir hatten keins) oder mit dem (Holz)Essstäbchen testen. Wenn sich kleine Bläschen am Boden also an der Spitze des Essstäbchens bilden, könnte es Heiß genug sein. Am besten ist aber eine Frittier-Probe. Ein Stück vom dem Übriggebliebenes Gemüse ins Öl geben, wenn’s zischt und Bläschen schlägt ist es heiß genug. Wenn es sofort verbrennt oder der Topf in Flammen steht, war es wohl zu heiß.

Wenn man die richtige Temperatur hat die Frühlingsrolle auf einem Schaumlöffel und vom Körper / Gesicht weg ins Öl geben. Den Topf auf jeden Fall nicht überbelegen. Nach ca. 10 Minuten sind die Rollen knusprig und goldbraun. Auf Küchenkrepp etwas abkühlen lassen. Fertig. Die Rolle in Sojasauce tunken und verputzen. Auch am nächsten Tag schmecken sie kalt wunderbar und bilden eine gute Grundlage fürs Karneval-Feiern.

Frittierfazit: Im Topf geht’s auch ohne die Bude in Brand zu setzen. Auf jeden Fall für eine gute Lüftung/Belüftung sorgen, Türen geschlossen halten und Wechsel-Klamotten bereithalten. Am besten danach gleich duschen gehen. Alles, wirklich Alles riecht nach so einer Frittieraktion nach Frittenbude. Danke Judith, dass Du es auf Dich genommen hast. 😀

Battenberg goes Bavaria

Wenn der Kopf nicht zu Ruhe kommen will, backe ich gerne. Wiegen, messen, mischen und kneten hat für mich was meditatives, besonders Teig mit der Hand kneten. Die Küche sieht meist danach aus wie ein Schlachtfeld, aber während man wartet und bevor man ungeduldig vor der Ofentür lauert, kann man auch einfach alles in den Geschirrspüler schmeißen und ein Lappen (oder manchmal auch ein Putzeimer) zur Hand nehmen.

Das wichtigste und meist auch gute am Backen ist, man muss sich an die Zugaben bzw. Anweisungen des Rezeptes halten und schon Klappt es mit dem Brot oder Käsekuchen. Wenn man nichts vergisst oder überließt, was mir leider öfters passiert 😉 Wenn ich Glück habe ist es nicht so schlimm, oder ich hab die Zutaten doppelt und kann nochmal von vorne beginnen.

Dieses Wochenende bin ich wieder auf ein Rezept der Englischen Cuisine gestoßen. Und ja, die Englische Küche kann mehr als Minzsauce zur Lamm hervorbringen. Schon mal von Battenberg Cake gehört? Dieses Küchlein ist einer der Leckereien die oft zu nachmittags Tea serviert wird. In Kaffee und Kuchen stehen die Deutschen da auch nichts nach. Der Kuchen ist ein Biskuitkuchen mit Schachbrettmuster eingewickelt in Marzipan. Er wurde angeblich anlässlich der Hochzeit von Queen Victorias Enkelin mit Prince Louis of Battenberg kreiert.

Wenn man nicht glaubt, dass Engländer kochen kann, sollte einfach mal bei BBC-Food vorbei schauen. Dort habe ich auch ein bzw. mehrere Battenberg Cake varianten gefunden. Besonders angetan hat mich der Union Jack Battenberg angetan und hat mein Ehrgeiz geweckt. Nach stundenlanges muckeln (schneiden, streichen, kühlen und kleben) hatte ich ein Kuchen, der das Referenzmodel (fast) ähnlich aussah. Und der Geschmack? Keine Ahnung es war einfach nur pappsüß. Als Krönung hatte ich auch total klebrige Küche. Ich sagte ja beim Backen bin ich eine Sau in der Küche.  Tja, jetzt fristet mein hart erarbeitetes Kunstwerk sein Dasein im Mülleimer.

Naja gut, beim zusammenkleben der Einzelteile hatte ich schon eine Ahnung das das schief gehen wird, also habe ich das Union Jack Grundrezept doppelt angesetzt und habe einen (fast) klassischen Battenberg gebaut. Bei dem original Battenberg Cake wird die eine Hälfte des Teiges Pink eingefärbt, der fertige Kuchen dann mit Aprikosenmarmelade zusammen geklebt und mit weißem Marzipan umhüllt. Mein Battenberg habe ich anlässlich des Cookbook of Colours Event etwas abgewandelt und in den Bayrischen Farben hellblau eingefärbt. Den Marzipan habe ich auch kurzerhand mit weißer Schoko-Kuvertüre ersetzt, zum einen hatte ich kein weißes Marzipan und zum anderen mag ich Marzipan einfach nicht.

Das Rezept verlangt nach blaue Lebensmittelfarbe und bei Uwe’s Bloge-Event sollte man möglichst keine verwenden, aber in ein Battenberg gehört nu mal Lebensmittelfarbe, sonst wäre es ja kein Battenberg, sondern nur ein Sponge Cake mit Hülle 😀

Bavaria Battenberg Zutaten:

  • 175g weiche Butter
  • 175g Zucker
  • 3 Eier (L)
  • 175g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 1/2 TL Vanille Extrakt (Oetker Backaroma)
  • Blaue Lebensmittelfarbe.
  • Lemoncurd (zum kleben)
  • 200g weiße Schokolade

Den Ofen auf 190°C vorheizen und eine rechteckige Backform (ca. 20cm) mit Back-Alufolie in zwei gleichgroße  Segmente teilen (siehe Bild) und ggf. mit etwas Butter ausfetten.

Die Butter zusammen mit dem Zucker weich schlagen, bis es fluffig ist. Die Eier nach einander hinzufügen, also jedes Ei einzeln und nacheinander gut einrühren. Das hinzugeben, am besten auch nicht alles auf einmal. Den Vanille-Extrakt nicht vergessen. Wenn der Teig schön cremig aussieht, abwiegen und die Hälfte in eine neue Schussel geben.

Jetzt zum schwierigen Teil: das Einfärben. Hier gilt weniger ist mehr, also Tröpfchenweise hinzugeben, bis zur gewünschten Farbe. Wenn man zu wenig oder zu viel hinzugibt, kann der Teig grün werden. Ich habe die Gel-Farben von Milton verwendet. Zu dem „Royal-Blau“ habe ich auch etwas Lila verwendet, damit der Teig nicht so einen Grünstich bekommt.

Den gefärbten und ungefärbten Teig in die vorbereitete Backform geben und für 35-40 Minuten backen, bzw. bis die Oberfläche golden-braun ist und die Zahnstockerprobe sauber aussieht. Den Kuchen aus dem Ofen raus nehmen und 5 Minuten in der Form abkühlen lassen, dann auf ein Kuchengitter vollständig abkühlen lassen.

Jetzt zum Zusammenbau. Wenn nötig den Deckel abschneiden, damit man eine gerade Oberfläche bekommt. Beide Kuchen sollten gleich hoch sein. Da der blaue Teig nicht wirklich goldbraun wird, sondern eher grünbraun, empfiehlt es sich die äußere „Haut abzuziehen“. Die Kuchenteile mit der Innenseite aufeinander legen und die Seiten abschneiden. Die Breite sollte dann der Höhe entsprechen, damit das Schachbrettmuster passt. Nach dem trimmen den Kuchen der Länge nach halbieren und in das Muster sortieren.

In einem Topf ein paar EL Lemoncurd erwärmen. Soviel um den ganzen Kuchen zu bestreiben. Die Innenseiten (nicht Außenseiten) der Kuchen teile mit dem warmen Curd bestreichen und zusammen kleben. Ich habe das Ganze dann in etwas Alufolie gewickelt und in den Kühlschrank gestellt. In einem Wasserbad die Weiße-Schoki schmelzen.

Den gekühlten Kuchen auf ein mit Backpapier oder Alufolie aus gelegter Teller (Brett) legen und mit der abgekühlten Schokolade bestreichen. Festwerden lassen. Tea aufsetzen und die Gesichter der Gäste beobachten wenn man den Battenberg anschneidet. Ach ja, Kaffee passt dazu natürlich auch 😉 Der Kuchen ist (nicht nur durch die ganze Schoki) süßlich (typisch englisch), aber der Lemoncurd verleiht das ganze eine zitronige Note.

Bei diesen beiden Kuchen ist auch einiges an Kuchenresten angefallen. Was tun damit? Wech schmeißen? Nein, Rumkugeln machen!

So, lieber Uwe, das wäre meine Einreichung für Februar: Hellblau. Ich fühle mich richtig befreit und muss mich nicht mehr verrückt machen, ob ich was passendes finde. Aber warte… nächsten Monat ist Blau angesagt *neeeeiiiin*. Na, dann gibts halt die Fotos vom Rosenmontag 😉

HighFoodality Blog-Event Cookbook of Colors

mmmh das riecht lecker

Freitag ist mein Lieblings Tag der Woche. Nicht nur weil die Arbeitswoche vorbei ist (besonders nach dieser Woche) und ich nicht früh ins Bett muss, weil ich am Samstag ja wieder ausschlafen kann, sondern weil Freitag mein Tag ist. Ich komme nach Hause trink erst mal einen leckeren Cappuccino mit aufgeschäumter Milch, atme durch und mache wonach mir ist. Wenn ich keine Lust auf telefonieren habe, höre ich das Telefon nicht. Wenn ich keine Lust auf Besuch habe, höre ich die Klingel nicht. Wenn ich keine Lust habe das morgendliche Chaos wegzuräumen, mache ich es auch nicht. Es gibt solche und solche Freitage. Es kommt auch vor, dass ich anfange meine Möbel zu rücken oder mich (wenn auch selten) der Putzwahn befällt. Auf jeden Fall gibt es auch was zu essen 😉 Je nach Laune, was einfaches wie Spagetti mit Tomatensauce oder ich probiere mal was Neues aus. Heute gab es eine Mischung aus bekannt und schnell, wie auch was Neues.

Orangen Sesam Soba mit Spinat und Garnelen:

In einer kleinen Schüssel 1 TL Sojasauce mit 1 TL Sesamöl und etwa 1 TL geriebenen Ingwer mischen. Den Saft einer halben Orange und etwas frische oder getrocknete Chili dazugeben. Die Soba Reisnudeln (oder andere Nudeln) nach Packungsangabe zubereiten.

In einer Pfanne Sesamöl erhitzen. Eine Knoblauchzehe mit dem Messerrücken zerdrücken und mit den Garnelen in die Pfanne geben. Eine Karotte schälen, stiften und zu den Garnelen geben. Wenn die Garnelen angebräunt sind, aus der Pfanne nehmen und zur Seite stellen. Ein paar Esslöffel des Nudel Wassers und die Sojaorangen-Mischung in der Panne aufkochen und den jungen (küchenfertigen) Spinat darauf geben. Nudeln abgießen und kurz in die Panne schwenken. Mit den Garnelen und evtl. Sesamkörner anrichten und servieren. Wohl bekommst.

Wenn man die Soja-Orangen-Mischung in die Pfanne gibt verbreitet sich ein herrlicher Orangenduft in der Küche. Es hat mich an die Sprengel Orangen-Schokolade erinnert, die ich früher sehr gerne gegessen habe. Gibt es die eigentlich überhaupt noch?

 

Backe, backe…Brot

Es war Sonntag und ich hatte mal wieder kein Brot im Haus. Wieso nicht einfach selber machen? Weil es ewig dauert … egal es ist Sonntag und ich habe nicht viel vor… dachte ich mir und machte mich ans Werk. Naja so war es nicht ganz, ich war mal wieder bei Pinterest hängen geblieben. Nach einigem Stöbern bin ich dann auf ein Brot Rezept mit richtig schönen Bildern gestoßen. Mir ist richtig das Wasser im Mund zusammen gelaufen. Schnell ein Blick auf die Zutaten geworfen: check, check, check…alles da 🙂 Das besondere an diesem Brot ist, neben den frischen Rosmarin, das verwendete Mehl: ein Teil wird durch „Pasta-Mehl“ ersetzt. Ich hatte zufällig am Tag zuvor eine Packung im Biomarkt gekauft.

Das Rezept ist von Bon Appétit auf Epicurious und die tollen Bildern sind von Alexandra’s Kitchen (meins ist leider nicht so schön geworden, hatte es wohl ein Tick zu lange im Ofen)

Aber mal ehrlich, das Brot war sehr lecker, aber öfters mache ich es wohl nicht oder nur zu besonderen Anlässen, es dauert wirklich ewig. Mit allem Drum und Dran dauert es ein paar Stunden bis man in den Genuss von diesem italienischen Brot kommt.

Das Rezept werde ich dann bei Zeiten hier auch noch rein schreiben 😉

 

Blaubeeren sind nicht Blau

Uwe`s Hellblauer Monat lässt mir ja keine Ruhe. Vor allem wenn man am besten ohne Lebesnmittelfarbe etwas hell-blaues kreieren soll. Blaue Kartoffel werden beim kochen auch nicht blau, genau so wenig wie besagte Blaubeeren. Was auch immer damit verarbeitet wird, wenn man die Zutat auch noch schmecken soll, wird lila. Aber nicht so schlimm, dann habe ich wenigstens mal wieder was gelernt und vor allem etwas neues ausprobiert.

Besonders mit meine neu erworbene Eismaschine. Es ist zwar nur eine die man min 12 Std. in den Tiefkühler stellen muss, bevor man Eis machen kann, aber die mit Kompressor sind mir zu groß und einfach zu teurer. Vielleicht war es auch eine Schnaps-Idee (es war aber kein Alkohol im Spiel 😉 ) mir eine Eismaschine anzuschaffen, die vielleicht nach 1-2 mal benutzen in die Sammlung unnötige Haushaltsgeräte über gehen wird. Aber mein Mixer gehörte bis vor ein paar Wochen auch dazu und erlebt jetzt nach einem Jahr ein Revival. Okay, jeden Tag werde ich kein Eis machen, meine Hüften haben schon genug Polster, aber ich kann Eis machen wann ich will (naja fast) und der wird auch noch wirklich wie Eis. Eiszubereitung ohne Maschine ist mir zu mühselig (immer wieder rühren und so) und dann Bilden sich ein Haufen Eiskristalle und das ganze ist dann nicht Cremig, außerdem bin ich nicht gerade Geduldig. Ein momentaner Nachteil ist auch, dass die Eis-Schüssel 1/4 vom Platz in meinem kleinen Gefrierschrank (wohl eher Fach) einnimmt, aber ich liebäugle schon mit einem neuen Kühlschrank-Kombi-Gerät 😀

Dass das Netz eine wahre Fundgrube ist, wissen wir ja bereits und so bin ich auch auf ein Rezept für „Frozen Yogurt“ gestoßen. Welches glaub ich auch das Zünglein auf der Wage bezüglich Eismaschine war.

Ich hab das original Rezept halbiert und etwas modifiziert:

Zutaten:

  • 220g Blaubeeren
  • 200g Griechischer Joghurt 200g
  • 100g Crème Fraich
  • Süße Kondensmilch (Milchmädchen) ca. 20g
  • 1 TL Vanille-Extrakt

 

Blaubeeren pürieren, alle Zutaten in eine Schüssel geben und ordentlich vermengen. Ich hab nur einen guten Schuss ca. 20g Milchmädchen hinzugefügt, am besten die Masse vor dem zugeben abschmecken und ggf. mehr hinzugeben oder auch ganz weg lassen. Damit die Maschine schneller arbeiten kann, evtl. die Masse vorher in den Kühlschrank kühlen. Masse in die Eis-Maschine geben und Anleitung der Maschine befolgen. Wenn die Masse noch nicht fest genug ist, in eine gefrier-geeignete Dose geben und für eine 1/2 – 1 Std. in den Froster geben. Im Nachhinein würde ich auch ein Schuss Zitrone und etwas Zitronen Abrieb dazugeben, damit der Geschmack etwas runder wird.

Wenn man nicht weiß was man mit den übriggebliebenen Blaubeeren machen soll, aufheben für die Garnierung oder einen Blaubeer-Bananen-Shake machen:

Edit 10. Mäz: Wenn ich es mir recht überlege ist das Eis doch recht blau, so violett-blau 😉
HighFoodality Blog-Event Cookbook of Colors

Schwedische Kartoffeln

Kartoffeln sind toll! Und man kann die auf verschiedenste Weise zubereiten. Als Suppe, mit Stückchen und Würstchen oder püriert mit Sahne und Speck. Fritiert oder gebacken im ganzen oder halbiert oder in spalten, mit Pelle, ohne Pelle. Oder als Püree, mit oder ohne Zusatz wie Röstzwiebeln und Kräuter. Auf Pinterest habe ich eine neue Art der Zubereitung gesehen, die auch noch was fürs Auge ist: Kartoffeln nach Schwedische Art, auch Hasselback Kartoffeln genannt.

Die Zubereitung ist einfach, aber erfordert eine ruhige Hand. Die (vorw. festkochende) Kartoffeln waschen und mit der flachen Seite auf ein Scheidebrett legen. Mit einem scharfen Messer ca..2-3 mm Scheiben schneiden, aber nicht komplett durchschneiden. Man kann auch einen Holzlöffel zur Hilfe nehmen. Kartoffel darauf legen und schneiden. Der Holzlöffel wird verhindern, dass man zu tief schneidet.

In eine kleine Schüssel etwas Öl mit Salz und eine gepresste Knoblauchzehe vermengen

Die ganze Kartoffel und zwischen den Scheiben mit dem Öl bestreichen, dabei die Scheiben vorsichtig von einander lösen. Noch etwas Meersalz oben auf die Kartoffel geben

Die Kartoffeln auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und für 45 Min. in den auf 220°C vorgeheizten Ofen geben.

Wenn die Schale schön braun und knusprig ist und die Scheiben gar gebacken sind, servieren.

Die Kartoffel passt wunderbar zu Entenbrust mit Balsamico auf Spinat.

Der Office Drink

Okay, dass ich Smoothies mag ist vielleicht bekannt. Es ist ja auch super einfach die Dinger selbst herzustellen. Auch ohne Rezept. Meine Begeisterung ist anscheinend auch ansteckend. Mein bester Freund fand es so toll, dass er mich regelrecht gelöchert hat wie das geht, was gibt’s für Rezepte usw. Wie ich findet er es schwer morgens was Festes runter zu bekommen, da kommen gesunde Frucht-Shakes, Smoothies o.ä. genau richtig. Daher brummt seit zwei/drei Wochen jeden Morgen mein Standmixer (zumindest wenn ich nicht vergessen habe das Ding abzuwaschen) und mein Gefrierfach ist voll mit TK-Obst und im Kühlschrank ist immer Jogurt und/oder Buttermilch.

Momentan habe ich Unmengen frisches Obst (zumindest für meine Verhältnisse) zu hause. Meine Kollegen denken schon ich bin Bananen süchtig, wenn ich in der Mittagspause wieder mit einem Pack unterm Arm ins Büro zurückkomme. Also was tun mit dem ganzen Obst und vor allem Bananen? In den MIXXXXEER, natürlich.

Da ich morgens immer unter chronischem Zeitmangel leide fülle ich mein Fruchtdrink in eine kleine (500ml) Flasche ab und genieß im Büro den Vitamin-Cocktail während der Rechner hochfährt.

 

Die Zutaten für diesen grünen Smoothie:

  • 1 große Handvoll (besser 2) Weintrauben (Kernlose)
  • 1/2 Honigmelone
  • 1 Banane (in Scheiben gefroren)

Zuerst die Trauben mixen, dann die in Stücke geschnittene Melone dazu geben und mixen. Zum Schluss die gefrorene Banane dazugeben und mixen bis die Masse smooth ist 🙂

Durch die Trauben und Melone braucht man kein Wasser oder Saft und die gefrorene Banane ersetzt die Eiswürfel die man sonst zu kühlen braucht.