Granatapfel

Obst ist gesund, das weiß jedes Kind. Ob der Granatapfel wirklich so eine Wunderwaffe ist, welche vor Krebs oder Herzkreislaufprobleme schützen soll, sei mal dahin gestellt. Zumindest gibt es noch keine belegbaren Studien zu diesen Aussagen. Ist ja auch egal, wenn es einem Schmeckt, oder? Die größte Herausforderung ist neben „Woran erkennt man eine reife Granatapfel?“, ist an die Samen ranzukommen, ohne sich, die Klamotten oder die Küche einzusauen. Hierzu gibt es verschiedene Techniken, aber erst einmal zu dem Grundwissen 😉

Granatäpfel beheimatet in wärmeren Gefilden, werden von September bis Dezember geerntet. Da die Granatäpfel nicht nach reifen, sollte man beim Kauf auf die Farbe der Schale achten. Gelblich-Rot bis Tief-Rot sollte diese sein, dann haben die Kerne auch eine wunderbare süß-säuerlichen Note.

Nun gut. Und wie kommt man an die Kerne ran?

  1. Aufschneiden und rausklopfen?
  2. Einritzen und aufbrechen, Körner vorsichtig mit einem Löffel auskratzen?
  3. Aufschneiden & auspressen?
  4. Frucht mit der Handfläche (etwas drück) über die Arbeitsplatte hin- und her rollen?
  5. ?

1. Ergibt eine Sauerei und dauert ewig. Vorsicht vor herumfliegenden Kernen. Die 2. Variante verhält sich fast genauso. Bei 3. wird das Aufschneiden schon zur Sauerei und dann noch in der Saft oder Zitruspresse? 4 klappt eigentlich ganz gut. Genug rollen und man hat auch gleich den Saft. Aber nicht zu viel Druck! Sonst platzt die Haut und die Wände oder Küchenzeile sehen aus wie nach einem Massaker. Bei allen oben genannten Methoden, würde ich vorsichtshalber die Küche und sich Selbst (altes Shirt, Schürze, Einmal-Handschuhe) spritzgeschützt einpacken 😉

Die meiner Meinung nach beste Methode ist die „Wasser-Methode“:

  1. Deckel und Boden abschneiden
  2. Die Haut einschneiden, aber nicht zu tief!
  3. Eine große Schüssel mit Wasser füllen und den Granatapfel unter Wasser auseinanderbrechen.
  4. Vorsichtig die Samen lösen. Diese sinken dann zum Boden und die ungenießbaren, bitteren weißen Teile treiben zur Oberfläche.
  5. Die weiße Fruchthaut abschöpfen
  6. Kerne sieben. Fertig

Eine schöne Bilderanleitung findet Ihr bei Steamykitchen.com

Das werde ich zumindest morgen mit den beiden Granatäpfeln auf dem Foto machen. Die Kleine ist eine „Standard-Große“ aus dem Supermarkt, die Größe ist vom türkischen Gemüsehändler. Mal sehen welche besser schmeckt. Was ich aus den Kernen mache, ob Saft, als Zutat zu Obst-Jogurt Salat oder zu etwas Orientalisches, weiß ich noch nicht – werde aber berichten.

Leckerei aus dem Ofen

Ich liebe Kartoffeln, egal ob Folienkartoffel, Wedges, Ballonkartoffel, Rosmarinkartoffel oder Pommes. Aber nicht aus der Fritteuse (so was kommt mir nicht ins Haus!) sondern aus dem Ofen. Die Kartoffeln muss man noch nicht mal schälen und meist auch nicht vorkochen. Besonders einfach gehen Pommes:

Kartoffel waschen (oder schälen), in gleich große Stücke (wichtig!) schneiden. Stärke kurz abspülen und trocken tupfen (können die Faulen unter uns das auch weg lassen). Auf ein Backblech legen und mit etwas Öl beträufeln & Salzen. Das Blech in den Ofen (oberste Schiene) schieben und ca. 20-30 bei 200°C backen bis die Pommes schön knusprig werden. Nach der Hälfte der Zeit Pommes wenden. Fertig.

Die Amerikaner verwenden statt Öl auch gerne etwas (Öl)Backspray. Dies lässt sich leichter und gleichmäßig auf die Pommes sprühen. Dies habe ich noch nicht ausprobiert. Ich nehme am liebsten mein Knoblauch- oder Rosmarinöl. Die Pelle lasse ich auch noch dran, das gibt noch einen knusprigen Twist 😉

Trink-Joghurt der eigentlich ein Smoothie sein wollte

Kennst Ihr eigentlich noch diese Trinkjoghurts? Jogho Jogho oder so ähnlich hieß das Zeug, in so eine längliche Plastik-Flasche. Nein? Auch egal…

Heute wollte ich mal wieder einen anderen „Flüssig-Obst-Frühstück“ zubereiten und es ist eher ein Trinkjoghurt geworden. Hat aber trotzdem geschmeckt und nostalgische Erinnerungen geweckt 😉

Zutaten:

  • 1/2 Banane
  • 3 Pflaumen (entkernt)
  • 1/2 Birne
  • 3 EL Joghurt (gehäuft)

Und alles in den Mixer 🙂

Mit ein bisserl Wasser oder Saft und Eiswürfel gestreckt wird sicherlich auch ein Smoothie draus. Ich bin ja bei manchen Sachen etwas wählerisch. Ich mag auch nicht so gerne die Pelle der Pflaumen, also hab ich sie abgepult. Eine sehr unsaubere und klebrige Sache, aber na gut, wat mut dat mut… Morgens vor der Arbeit würde ich es nicht machen, habe dann für sowas keine Zeit oder Nerven 😉

Pearltrees

Soziale Lesezeichen, oder Social Bookmarking kennt der versierte Internet-Nutzer. Jeder Browser hat zwar eine Lesezeichen-Funktion, aber wenn man unterwegs ist und kann man nicht darauf zurückgreifen. Dafür gibt es Dienste wie Delicious, StumbleUpon oder Mister Wong. Wikipedia beschreibt die Funktionen ganz gut:

Nutzer können eigene Lesezeichen hinzufügen, löschen, bewerten, kommentieren beziehungsweise mit Kategorien oder Schlagwörtern (engl. Tags) versehen. Ebenso haben sie Einblick in die Lesezeichen anderer Nutzer, die in die eigene Sammlung übernommen werden können.

Ich habe Peartrees für mich entdeckt. Mittels sog. Perlen werden Bäume erstellt, die eigenen gesammelten Bookmarks werden optisch dargestellt. Das ganze sieht dann ausgeklappt aus wie eine Pusteblume. Besonders die Firefox Toolbar finde ich eine gute Sache. Man sollte jedoch nicht mit der Verschachtelung und auch Menge der Bookmarks übertreiben, sonst wirds sehr unübersichtlich.

Meine „Food-Pearls“:

Eier-Hase & Eier-Bär

Die Japaner sind schon verrückt, nicht nur hinsichtlich deren Tech-Gadgets, sondern auch in Sachen essen – nein, ich meine nicht Affenhirn auf Eis oder solche Grüseligkeiten, sondern der Bento-Kult. Bento heißt so was wie „unterwegs Mahlzeit“ und die Bento-Box ist die japanische Lunch-Box. Manche Bento Zusammenstellungen sehen so gut aus, dass es fast zu schade wäre diese zu Essen. Jedenfalls bin ich auf der Suche nach Bentos auf Justbento.com und Makiko Itohs dazugehörige Buch „The Just Bento Cookbook“ gestoßen. Genau das richtige für Bento-Einsteiger.

Ich steh ja auf Kitsch und Lustiges und bei den Eierformer konnte ich nicht wieder stehen:

Die Handhabung ist ganz einfach: Eier hart kochen, pellen und das noch heiße Ei in die Form geben. Form schließen und in kaltes Wasser legen. Nach 10 Min. hat man einen Eier-Hase oder Eier-Bär. Wichtig: am besten passen S oder M Eier 😉 L geht zur not auch, wird aber nur etwas unsauber und man bekommt die Eier vielleicht nicht wieder raus.

Komm mit mir nach Papaya…

Papaya, papaya, coconut, banana…

Naja mein heutiger Smoothie besteht zwar nicht aus den Zutaten besungen von Alexander Markus, aber Papaya ist drinne 🙂

Zutaten:

  • 1/2 Papaya (geschält, entkernt, gewürfelt)
  • 150 ml O-Saft
  • 1-2 Pflaumen
  • 50g Blaubeeren (TK)

Papaya mit O-Saft Pürieren. Pflaumen & Blaubeeren dazu geben & pürieren bis zur gewünschten Konsistenz. Servieren. Ergibt 1 gr. Becher-Glas bzw. 2 kl. Gläser

Eine andere etwas säurerliche Variante:

  • 1/2 Papaya (geschält, entkernt, gewürfelt)
  • 100 ml Apfelsaft (natur, 100%)
  • 100g Naturjogurt, mild
  • 100 50g Himbeeren (TK)
  • Minze

Alles in den Mixer und pürieren. Die Minze gibt das Ganze eine besondere frische Note. Die Himbeeren sind ziemlich dominant und der süße Geschmack der Papaya kann leicht unter gehen. Wem die Himbeerkörener stören, kann die Masse noch durch ein Sieb kippen, aber mir wäre das zu viel Arbeit. Leider war mir diese Variante zu säuerlich (vertrage es nicht so). Vielleicht wäre auch eine andere Saftvariante besser… vielleicht schmecks euch oder ich probiere eine andere variante wenn ich wieder Paypayas im Haus habe. Das Bild zieht zu mindest lecker aus 😉

Gibt Dir das Leben Äpfel…

Mach Apfelsauce!

Ich hab momentan eine Menge Äpfel zuhause, die mir zum Roh verzehr nicht wirklich schmecken. Aber was tun? Zum Weg schmeißen zu schade. Apfelkuchen oder doch lieber Applecrumble? Vielleicht am Wochenende, sonst esse ich 1-2 Stück und der Rest landet im Müll. Auf meiner Suche nach alternativen bin ich auch auf Applebutter oder Apfelkompot Rezepte gestoßen. Besonders gut gefallen hat mir das Russet Apple Compote Rezept von The Britisch Larder gefallen. Auch die anderen Rezepte sehen Super aus, werde sicherlich noch einige ausprobieren.

Der Anreiz dieses Rezept heute um halb 9 auszuprobieren, war meine spontanen gelüste nach Milchreis. Ich hatte kein Apfelmus oder eingelegten Kirschen, aber eine Menge Äpfel.

Zutaten:

  • 500g Äpfel (geschält, entkernt, gewürfelt)
  • Zitronensaft
  • 50g Butter
  • 75g Honig
  • 50 ml Apfelsaft (100%) oder Wasser
  • 1 Vanilleschote (ausgekratzt)

Äpfel schälen, entkernen und Würfeln. Den Zitronensaft zu den Äpfel-Stücken geben, damit diese nicht Braun werden. In einem Topf die hälfe der Butter schmelzen. Wenn sich leichte Blasen bilden die Äpfel, Honig und Vanille hinzufügen, umrühren und aufkochen. Nach ca. 2-3 Minuten den Apfelsaft hinzufügen und die Hitze runterdrehen, Deckel drauf und 10 Minuten köcheln lassen. Topf dann vom Herd nehmen und die Butter (gewürfelt) unterrühren bis die geschmolzen hist. Die Masse in den Mixer (oder Küchenmaschine) füllen. Vorsicht Heiß! Pürieren bis sich eine cremige Sauce ergibt. Ergibt ca. 500 ml. Die Sauce in sterilisierte Gläser füllen, verschließen und kalt aufbewahren.  Oder gleich heiß z.B. auf Milchreis genießen 😉

Die Sauce ist Göttlich! Cremige Äpfel mit Vanillenote. Wer eine dickere Konsistenz wünscht, einfach mehr Äpfel nehmen. Kann mir das auch gut mit „Stückchen“ vorstellen…ein oder zwei Äpfel mehr mit kochen und diese nicht mit Pürieren und unter der fertigen Masse unterrühren. Wer es weniger süß mag kann die Honigmenge reduzieren. Im Original Rezept wird 50g verwendet, aber da ich noch Zitronensaft unter den Äpfeln gemischt habe und es ein bisserl süßer mag, habe ich die Honigmenge etwas aufgestockt. In sterilisierten Gläsern hält das ganze ca. 2 Wochen im Kühlschrank.

Bezüglich Apfelsorte: ich habe Fuji verwendet. Es empfiehlt sich eine Süße-Sorte wie Fuji oder Gala zu verwenden. Wenn man eine Säuerliche-Sorte verwendet, vielleicht etwas mehr Honig verwenden. Ein sehr schöner Nebeneffekt: die Wohnung duftet herrlich nach warmen Äpfeln.

Bon Appetit.

Will haben!

Ich war heute noch in der örtlichen „Groß-Buchhandlung“ ein bisschen schmökern. Ja, ich habe mich zusammen gerissen und nur ein Buch gekauft, aber ich hätte gut ein Paar 100 Euros in der Kochbuchabteilung lassen können 😀

Um gehauen hat mich das Kochbuch von Sven Elverfeld. Mal von der Größe (400 S., 30 x 26 x 4,4 cm) abgesehen, habe ich noch nie so ein Kochbuch in den Händen gehabt! Die Bilder der Kreationen (hier kann man nicht einfach von Essen reden) sind grandios und man würde am liebsten gleich ins Buch beißen! Das Buch ist nicht wirklich Etwas für den einfachen Hobbykoch, es erfordert viel Handwerks Kunst um auf diesem Niveau zu kochen. Ausführliche Rezepte gibt es nur zu den Menüs, wer sich an die kreative Herausforderung ran machen will. Zu den restlichen Kreationen werden lediglich die Komponenten aufgezählt, aber bieten dennoch eine wunderbare Quelle der Inspiration und laden zum Träumen ein. Wer in den Genuss dieser Kreationen kommen will und in der Nähe von Wolfsburg ist, sollte dem „Aqua“ im „The Ritz-Carlton Hotel“ ein Besuch abstatten. Über die „Aqua-Boutique“ kann man auch eine signierte Ausgabe bestellen.

Beim weiteren Stöbern bin ich auf ein weiteres „Will-Haben“ Buch gestoßen. Das große Buch der Desserts ist mehr als ein Buch mit einer Sammlung von Backrezepten, sondern bietet ausführliche, bebilderte Information zu Warenkunde und Küchenpraxis in einem sehr ansprechenden Layout. Das Buch ist eine Sinnvolle Ergänzung für das Kochbuchregal jedes Hobbykoches. Alle 6 Bücher der „Das große Buch…“ Teubner-Reihe auf einmal zu kaufen würde definitiv meine Geldbörse sprengen, aber wozu gibt es Geburtstage und Weihnachten 😉

Schlaftrunk

Jetzt noch eine Tasse Zanjabel (heisse Milch mit Ingwer) gepimpt mit etwas Vanille und ab ins Bett. Dies wird im Arabischenraum auch gerne als Erkältungstrunk gereicht.

5cm Ingwer in ca. 1 cm dicke streifen geschnitten mit 1/2 Tasse Wasser aufkochen und köcheln bis Wasser sich gelblich färbt. Ingwer raus sieben, Flüssigkeit auffangen. Ca. 2 Tassen Milch aufkochen. Ingwersud zur heissen Milch geben, umrühren und nach bedarf mit Honig süßen & mit Gewürze nach Gusto pimpen.