Fertig Paella de Marisco

Ich bin ja schon ein neugieriger Mensch und probiere gerne was Neues aus. Bei einem Einkaufsbummel in der Lebensmittelabteilung bei Kaufhof hat mich eine Fertig-Paella angelacht. Ich habe wirklich hin und her überlegt, ob ich es mitnehmen sollte. Fertig Futter ist ja eigentlich nicht mein Ding, aber es gab dazu eine typisch spanische Tonschale dazu und meine letzte war mir grad kaputt gegangen. Ich kann nicht genau sagen, ob die Schale ausschlaggebend war oder die Verpackung die Versprach „Gesund, Natürlich und Frisch. Ohne Konservierungsstoffe“ zu sein.

Ehrlich gesagt kam mit dieses Fertiggericht grade recht, denn große Lust selbst zu kochen hatte ich nicht. Ein paarmal in die Plastikabdeckung stechen und ab in die Mikro. Selbst auch nicht Ikea-Anleitungsexperten können bei der Anleitung nichts falsch machen.

Was die Appetitelichkeit betrifft, hält sich das in Grenzen was nach dem Öffnen der Schale zum Vorschein kommt.

Bei diesem Anblick habe ich schon böses geahnt. Aber was soll‘s, die gelbe Reismasse dann in die (heiß ausgespülte) Tonschüssel gestülpt und

mit der Gabel nach den anderen Zutaten gesucht.

Gefunden hatte ich ein paar Brocken Hähnchen (glaub ich zumindest) ein Scampi und ein anderes Schalengetier. Auch ein paar Muscheln hatten sich in der gelben Masse versteckt. Erbsen hatte ich allerdings nicht gefunden. Vielleicht hatten die nur ihre sonst übliche grüne Farbe verloren. Wer weiß.

Zuerst hatte ich den Reis probiert, an die anderen Brocken und Meeresgetier hab ich mich nicht getraut. Aber so weit kam es nicht. Auf halben weg zu meinem Mund biss mir ein chemischer Gestank in die Nase. Ich weiß nicht ob es die Schale war oder der Inhalt. Es war mir zu dem Zeitpunkt auch egal, denn Essen wollte ich das nicht mehr. Somit landete die Paella de Marisco ungekostet in den Mülleimer.

Ich sollte eigentlich auf mehr auf mein Bauchgefühl hören 🙂 So was kommt mir jedenfalls nicht wieder in die Tüte!

Kühlschrankspruch

Neulich bei „Desparte Housewives“ (ja ich gucke es regelmäßig) musste ich ziemlich lachen, vor allem da ich neben bei mit Photoshop ein paar Bilder bearbeitet habe.

Die Situation: Lynette saß auf der Couch und tröstete sich mit einem riesen Becher Eiscreme (Tom trifft sich mit einer Anderen). Renee versuchte sie mit ihrer verschrobenen Art aufzumuntern.

Der Spruch:

Vitelotte in die Pfanne gehauen

Uwe’s Highfoodality Jahres-Blog-Event „Cookbook of Colors“ ruft im Februar „Hellblaue Gerichte“ auf den Plan. Im Vorfeld habe ich mir schon den Kopf zerbrochen welche Lebensmittel es gibt, die natürlich blau sind. Und es gibt nicht viele. Ist ja auch kein Wunder, wenn man sich mal in der Natur umschaut ist Blau (außer vielleicht bei Blumen) keine natürliche Farbe für Lebensmittel.

Wie mit jeder Regel, gibt es auch ein paar Ausnahmen, wie blauer Mais oder Schimmel-Käse (igitt – was schimmelt gehört in die Tonne ist mein Motto). Und Kartoffeln nicht zu vergessen. Zufällig hab ich ja zwei blaue Kartoffel-Sorten zuhause. Naja, nicht ganz zufällig ;-). Auf der Suche nach einem Blauen bzw. Hellblauen Gericht, habe ich bzw. werde ich mit den Kartoffeln und Zubereitungsformen mal experimentieren und berichten.

Die Kartoffeln werden zwar unter Blaue-Sorten geführt, aber die sind nicht wirklich Blau und schon gar nicht Hellblau, zumindest nicht im Rohzustand. Die „Salad Blue“ ist vielmehr Dunkelblau bis Royal Blau mit Tendenz zu Lilia und die Vitelotte (auch Trüffelkartoffel genannt) ist violett.

Der erste Versuch war ja der Blaue Mini Gratin mit der Salad Blue. Heute mal ein Versuch mit der Vitelotte als Puffer:

Zutaten (1 Pers.):

  • 1 Kartoffel, festkochend (Vitelotte)
  • 1 Eigelb
  • Frühlingszwiebel
  • Salz & Pfeffer

 

Zubereitung:

Kartoffel schälen (Handschuhe verwenden!!) und raspeln. Die Raspelmasse gut ausdrücken. Würzen. Mit dem Ei vermengen. Das weiße der Frühlingszwiebel in feine Röllchen schneiden und zu den Raspeln geben und vermengen. In einer Pfanne Öl oder Butterschmalz erhitzen und Raspelmasse hinein geben und platt drücken. Man kann die auch als große oder 3 kleinere Puffer braten. Wenn die Unterseite kross ist wenden. Auf Küchenkrepp das überschüssige Fett weg saugen lassen. Vor dem Servieren noch mit etwas von dem Grün der Frühlingszwiebel garnieren. Fertig.

Wie man auf den Bildern unschwer erkennen kann, wurde es nicht Blau. Die rohe Vitelotte farblich erinnert eher an Rotkohl/Blaukraut. Die fertigen Puffer werden dann noch dunkler. Zumindest fallen die verbrannten Stellen dann nicht mehr so auf 😉

Und wie hat es geschmeckt? Nach knusprige Kartoffel-Puffer 😉