Schokoladenkuchen!

Es klingelt an der Tür.

„Hallo?“ rauscht es in der Gegensprechanlage.

„Überfallkommando!“

„Äh…okay. Kommt rein.“

So oder so ähnlich haben einige Freunde und ich einen lieben Freund zu einem nachträglichen Geburtstagsbesuch überfallen. Als eine kleine Entschädigung gab es natürlich auch Kuchen. Ich wüsste nicht genau ob das Geburtstagskind einen Lieblingskuchen hat, aber dachte mir mit Schokoladenkuchen liegt man eigentlich nie daneben.

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Der Plan war eigentlich einen Schokokuchen mit Erdbeer-Mascarponecreme-Füllung, aber die Erdbeeren habe ich am Tag zuvor vernascht und die Mascarpone war abgelaufen. Für einen mega aufwendigen Kuchen war die Zeit nach Feierabend auch einfach zu knapp. Auf der Suche nach Inspiration bin ich bei Donna Hay’s Seite gelandet, genauer gesagt bei Ihrem „four tier chocolate layer cake„. Das Rezept für ihren 4-lagigen Kuchen ist für eine (bzw. zwei) 12cm Backform ausgelegt. Ich habe den Kuchen in einem Schwung in eine 18cm Springform gebacken, da ich nur die eine Backform habe. Somit hatte der Kuchen dann „nur“ 2 Lagen. Der fertige Kuchen war oben auch gewölbt, aber den habe ich einfach wech gesäbelt und beim Anrühren der Frischkäsefüllung vernascht.

Beim Transport sollte man auch vorsichtig sein, vor allem wenn der Kuchen nicht nach dem Zusammenbau gut durchgekühlt wurde. Die oberste Lage kann leicht verrutschen, also vorsichtig mit Gas & Bremse 😉

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Schokoladenkuchen mit Schokoladenfrischkäsecreme

Schokoladenkuchen

  • 125ml Wasser
  • 60g Butter
  • 2 EL Kakaopulver (nicht Kaba)
  • 150g Mehl
  • ½ TL Natron
  • 200g Zucker (fein)
  • 1 Ei (L)
  • 60ml Buttermilch
  • ½ TL Vanillepaste

Den Ofen auf 150°C vorheizen.

Wasser, Butter und Kakaopulver in einem Topf geben und auf mittlere Hitze rühren bis die Butter vollständig geschmolzen ist.

Mehl, Natron und Zucker in eine Schüssel verrühren. Die Kakaomasse mit einem Schneebesen unterrühren. Ei, Buttermilch und Vanillepaste dazugeben und alles gut verrühren.

Die Masse in eine leicht gefettete 18cm Springform geben. Bei 150°C ca. 60 Minuten oder bis zur positiven Stäbchenprobe backen. Den Kuchen noch 5 Minuten in der Form ruhen lassen und dann auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Schokoladenfrischkäsecreme

  • 50g weiche Butter
  • 250g Frischkäse (z.B. Philadelphia)
  • 160g Puderzucker (gesiebt)
  • 30g Kakaopulver
  • Prise Salz
  • 1 TL Vanillepaste

Butter mit Frischkäse mit einem Standmixer cremig rühren (ca. 6 Minuten). Puderzucker, Kakaopulver, Salz nach und nach hinzufügen und weitere 6 Minuten rühren lassen. Zum Schluss die Vanillepaste unterrühren.

Zusammenbau

Die Oberfläche vom Kuchen begradigen (gewölbten Deckel vorsichtig abschneiden) und vorsichtig in zwei gleichgroße Scheiben teilen. Die unter Scheibe auf einem Kuchenteller legen und großzügig (ca. 2/3) mit der Schokocreme bestreichen. Die zweite Lage vorsichtig auf die Creme legen, zurechtrücken und leicht andrücken. Die restliche Creme auf die 2. Lage verteilen und mit Schokospäne dekorieren. Mindestens 1 Std. kalt stellen.

Cup Cake 4 2

Manch mal hat man (bzw. Frau) Gelüste, so mitternachts gelüste auf ein Muffin oder Cupcake. Oder man möchte einfach jemand mit etwas Süßem überraschen, aber kein ganzes Blech voll Muffins zubereiten will. Für all diejenigen die Munchies auf Muffins haben, aber nicht das ganze Blech vertilgen wollten, habe ich genau das richtige für euch… Cupcake4 2. Die Teigmenge reicht für 2 bzw. 3 Muffins/Cupcakes.

Ich muss auch vorweg nehmen, die Cupcakes habe ich nicht als Mitternachtssnack zubereitet (Hallo Mama), sondern weil ich Tiramisú gemacht habe. Macht kein Sinn? Na klar doch, meine Freundin mag kein Tiramisú bzw. „aufgeweichte Krankenhaus-Kekse“. Da ich ihr auch eine kleine Freude machen wollte, habe ich Fix diese kleine Portion Strawberry Cupcakes gezaubert.

Zum Glück, denn das Tiramisú war auch nicht so meins 😉 was nicht am Geschmack bzw. Rezept lag. Das Tiramisú war eigentlich lecker, die Creme war super, aber es war nach mein Geschmack zu matschig (also nass). Die Löffelbiskuits habe ich anscheinend etwas zu lange in den kalten Marsala-Cognac-Kaffee getaucht. Das Nächste Mal (wenn es eines gibt) werde ich die Kekse beträufeln und nicht tauchen und auch darüber hier berichten. Ach so das Rezept habe ich bei einem  Chocolate Chili Mango gefunden. Ein schöner (engl.) Food-Blog mit allerlei leckeres Süßkram.

Muffin-Teig-Rezept (original von „how sweet it is„)

  • 1 Eiweiß
  • 2 EL Zucker
  • 2 EL Butter, geschmolzen
  • 1 TL Vanille-Extrakt
  • 30g Mehl (1/4 cup)
  • ¼ TL Backpulver (leicht gehäuft)
  • 1 Prise Salz
  • 1 ½ EL Milch

Ofen auf 190°C vorheizen. Muffin-Blech mit 2-3  Muffindingsies (mir fällt grad nicht ein wie die Papierdinger heißen) auslegen.

In einer Schüssel das Eiweiß mit dem Zucker schlagen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Vanille und geschmolzene Butter hinzufügen und gut unter mixen. Mehl, Backpulver und Salz unterrühren bis die Masse glatt ist, dann die Milch unterrühren. Den Teig auf die Muffindingsies verteilen und für ca. 10-12 Minuten backen.

Das Vanille-Extrakt kann man auch mit anderen Geschmacksrichtungen ersetzen, z.B. Zitrone und das Muffin mit Puderzucker-Zitronen-Icing garnieren. Das Rezept soll für 2 Muffins sein, aber da ich die Förmchen nie bis zum Rand fülle, reichts immer für 3 😉

Als Topping habe Ich eine schnelle Erdbeer-Cream-Cheese-Topping gemacht und auch die Muffins etwas ausgehöhlt und mit einem Erdbeer-Rhabarber-Mus gefüllt. Das Topping bestand aus 3 EL Frischkäse, 1 TL Butter, Puderzucker und Erdbeerpüree (ca. 2 TL). Wie viel Puderzucker ich genau verwendet habe, kann ich leider nicht genau sagen (hab‘s nicht gewogen). Ich habe auch kein „fertiges Puderzucker verwendet (ich hatte keins mehr) also habe ich 3-4 EL mit meinem Zauberstab fein gemahlen. Den Zucker in eine Tüte und mit dem Nudelholz zu Staubzucker bearbeiten klappt wohl auch, hab ich gehört.

Ich wünsch euch viel Spaß beim nachkochen bzw. nachbacken.