Mönchsbart mit Pasta

Mönchsbart (Barba di frate) auch bekannt unter Agretti oder Salzkraut erlebt gerade besonders in England einen absoluten Hype. Eigentlich galt dieses zarte, aber fleischige Gemüse aus dem Norden Italiens als besonderer Geheimtipp unter den Gourmets, aber nach mehrmalige Verwendung in der englischen TV-Show „MasterChef“ drehten die Foodbegeisterten durch und stürmten die Läden. Egel ob auf dem Markt, im Delikatessgeschäft oder beim Großhändler, die Vorräte waren im nu leer gekauft. Selbst die Samen kann man wohl in England kaum noch auftreiben. Zum Engpass haben wohl auch die schlechte Ernte aufgrund von Überflutungen und die geringe Keimfreudigkeit der Samen beigetragen.

In Deutschland ist der Run auf die salzig-zarten stengelartigen Blätter glaube ich noch nicht so stark, zumindest gefühlt dominiert momentan noch der Bärlauch.

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Volles Glas Gemüsebrühenpaste

Frische Gemüsebrühe auf Vorrat

Hallo mein Name ist Emma und ich bin eine Selbermacherin.

Das war aber nicht immer so. Vielleicht weil ich es nicht besser wusste oder sagen wir mal nicht besser kannte. Viele Jahre habe ich bei dem Wort „Gemüsebrühe“ zum praktischen Glas mit getrocknetem Brühpulver gegriffen. Jetzt nicht mehr 😀

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Topinambur Gemüse Chips

Topinambur-Chips

Es ist mal wieder Karneval und heute um 11:11 begann offiziell der Straßenkarneval. Kulinarisch hat die Jecke-Zeit auch einiges zu bieten wie z.B. Berliner(Kreppel, Puffel usw.) im Überfluss, Pudding-Berliner (my favourite), Mutzen-Mandel und Mutzen-Blätter. Eine sehr süße Zeit. Nicht zu vergessen die Kamelle. Die Unmengen an Bonbons, Waffeln, Kekse, Schokoriegel usw. die am kommenden Montag hier in Aachen und in andere Karnevalshochburgen von den Wagen fliegen.

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Safran Fenchel mit Lachs

Fenchel – eine neue Liebe

Hallo und ein frohes neues Jahr 😀 Okay, dafür ist es vielleicht etwas spät aber, hey, besser spät als nie. Nach einer kurzen Winterverschnaufspause geht es hier mit viel Spaß und Köstlichkeiten wieder rund. Ach ja, Nachgekocht ist jetzt seit 3 Jahren online, genauer seit dem 07. Januar 2012. Vielleicht schaffe ich es nächstes Jahr hier mal richtig ordentlich den „Blog-Geburtstag“ zu feiern. Als ersten Beitrag im neuen Jahr gibt es gleich eine Gemüse-Premiere… entweder man liebt ihn oder man hasst ihn.

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My Green Monster

Man sollte eigentlich 5 Portionen Gemüse und 3 Portionen Obst an einem Tag zu sich nehmen. Obst kann man schon schaffen, aber mit dem Gemüse wird’s schwer (zumindest bei mir). Die Lösung? Ab in den Mixer!

Zutaten für ein kleines Glass:

  • 1/2 reife Banane
  • 1-2 große Handvoll kernlose Trauben
  • 1-2 große Handvoll junger frischer Spinat (Küchenfertig)

Wem der Smoothie zu dick ist, kann es mit kaltem Wasser auffüllen. Ein/Zwei Eiswürfel helfen, wenn die Zutaten nicht aus dem Kühlschrank kommen. Durch die reife Banane braucht man auch kein zusätzlichen Zucker. Und nein, den Spinat schmeckt man nicht! Es schmeckt einfach nach Banane mit Trauben 😀

Suppe nach Mama’s Rezept

Diese Woche gibt es Suppe satt. Einer meiner Lieblingssuppen ist die Hochzeits-Suppe. Die gibt es bei uns zu jeder größeren Familien-Treffen oder -Feier. Wenn es die nicht gibt, fehlt richtig was und wehe es gibt kein Maggi dazu 😉 Ich glaub jede (niedersächsische) Region oder auch größere Familienbande hat ihr eigenes Rezept. Bei uns ist die Basis eine gute Brühe und die Einlage besteht mindestens aus Spargel, Eierstich, Suppengemüse, Suppennudeln und Mettbällchen.

Wie schon erwähnt kränkle ich ein bisserl und diese Suppen-Abwandlung (basierend auf unsere Hochzeitssuppe) geht schnell und gibt wieder Kraft. Es ist sozusagen eine „Hochzeitssuppe Light“, nicht wegen der Kalorienmenge, sondern wegen der schnellen Zubereitung, denn die Brühe kommt aus der Boullion-Kapsel, auf Eierstich und Spargel wurde verzichtet, sowie die Klößchen und Nudeln extra zu kochen.

Zutaten (4 Personen)

  • 1,5 L Brühe (Hühner- od. Rinderbrühe)
  • 1 Bund (500g) Suppengemüse (Knollensellerie, Karotte, Lauch & Petersilie)
  • 2 Topinambur insg. ca. 250g (optional)
  • 250g Hackfleisch, gemischt
  • 1 Ei
  • 1 EL Semmelbrösel
  • Petersilie
  • 100g Suppennudeln
  • Salz & Pfeffer

In einem großen Topf die Brühe zum Kochen bringen. Entweder Brühe aus dem Glas, als Brühwürfel oder Bouillon-Kapsel. Ich habe Hühner-Bouillon verwendet. Den Sellerie schälen, in kleine Würfel schneiden und in die Brühe geben. Die Karotten & Topinambur ebenfalls schälen und in Scheiben bzw. Würfel schneiden. 5 Minuten nach dem Sellerie zu Brühe hinzugeben und köcheln lassen. Das Hackfleisch mit dem Ei, Semmelbrösel etwas Salz & Pfeffer und gehackte Petersilie (gefriergetrockneter tut’s zur Not auch) gut mischen und in kleine Klößchen rollen. Jetzt sollte der Sellerie noch sehr bissfest, aber nicht weich sein. Die Klößchen hinzugeben. Wenn die Klößchen köcheln entsteht ein brauner Schaum, diesen abschöpfen (muss aber nicht). Nudeln hinzugeben. Ich habe Sternnudeln (Barilla) verwendet, die brauchen in etwa 7 Minuten. Zum Schluss den in Ringe geschnittenen Lauch hinzugeben. Petersilie hacken und in die Suppe streuen. Fertig.

Durch das „alles in einem Topf“ kochen wird die Suppe trüb. Damit sie klar (bzw. klarer) wird, sollten die Klößchen getrennt gekocht werden. Wenn Sie oben schwimmen sind Sie gar. Auf die Suppenteller verteilen und mit der Suppe übergießen. Wenn man die Suppe am nächsten Tag auch noch essen möchte, sollte man die Nudeln auch extra kochen, denn Übernacht quellen diese sehr stark auf, saugen förmlich die Flüssigkeit auf und man muss die Nudelsuppe mit Wasser wieder auffüllen. Außerdem sind die Nudeln dann auch sehr matschig. Ich hatte noch Topinambur über, also wurde sie auch mit verwertet. Denkbar wären Kartoffeln, Erbsen oder auch Bohnen als Einlagenerweiterung.

Frühlingsrolle a la Judith

Diese Woche habe ich hier nicht viel geschrieben, aber es ist einiges Passiert. Natürlich habe ich gekocht und lecker gegessen wie Gestern Süßkartoffel-Mais-Suppe, aber ich hatte echt keine Lust Fotos zu machen zu schreiben, oder mir zu merken was alles in die Pfanne oder Topf kam, aber ich habe noch was in Petto. Dazu gleich mehr…

Das Highlight der vergangenen Woche war natürlich der Karneval. Als gebürtige Niedersächsin kommt es mir selbst nach Jahren immer noch etwas fremd vor, wenn man morgens zur Arbeit mit Supermario, Kermit der Frosch und die Panzerknacker in den Bus steigt. Die letzten Jahre war Fettdonnerstag eigentlich der einzige Tag an dem wir uns in Kostüm und Schminke geschmissen haben und uns dem Feuchtfröhlichen Treiben hingegeben haben. Aber dieses Jahr nicht. Ich hatte zwar um 11:11 Feierabend (Öffentlicher-Dienst hat so seine Vorteile 😉 ) aber die Anziehungskraft von meinem Bett bzw. Sofa war viel stärker, als jeder Jecke mit seinem Alaf.

Aber ganz davon entziehen ging nun auch nicht und so hieß es am Montag „de Zoch kütt“. Wir trafen uns bei einer guten Freundin in ihrem Laden, natürlich im Kostüm. Es gab Sekt, lecker Buffet und natürlich Karnevals-Musik. Bläck Fööss und Co. sind nicht wirklich mein Geschmack, aber es gehört einfach dazu wie Bützen, Strüßje und Kamelle. So stand ich mit jeder Menge anderen Jacken auf der Straße, tanzte und feierte während der fast endlos scheinende Zug an mir vorbei zog.

Die eigentliche Vorbereitung fing bereits schon am Sonntag an, mit der Zubereitung der Frühlingsrollen.

Ich liebe Chinesch, Japanisch, Asiatisch. Yummy! Die Gewürze und Aromen, das Süße und Scharfe, das knackige Gemüse und saftiges Fleisch… Jeden Tag vom Chinesen bestellen ist nicht wirklich gesund und oft auch ziemlich fettig, aber Chinesisch nach einer durchgefeierten Nacht ist grandios! Chinesisch zu einer Feier auch 🙂

In Frühlingsrollen kann man eigentlich alles rein packen. Wir oder besser gesagt Judith hat ein Haufen Paprika, Möhren, Frühlingszwiebeln, Wurzeln und Sojasprossen geputzt, geschält und geschnippelt. Ich hab das Rinderhack angebraten :D.

Das ganze Gemüse wurde im Wok angebraten und mit Sojasauce, Austernsauce, Salz und Pfeffer abgeschmeckt. Das Hack hat eine Standard Behandlung bekommen: Zwiebeln und Knoblauch fein gehackt und glasig gebraten. Das Hack mit in die Pfanne gegeben und krümelig kross angebraten.

Das schwierigste ist das eigentliche Rollen und Verpacken. Wir hatten vorgefertigte Reisteigplatten gekauft. Man kann auch den Teig bestimmt selber machen, aber man muss es auch nicht übertreiben.

Eigentlich wollten wir mini Frühlingsrollen machen, aber mit runde Reisteigplatten geht das nicht so einfach, darum haben wir es nach dem ersten rollversuch auch sein lassen und „normal“ große Frühlingsrollen gerollt. Die Reisteigplatten werden kurz in Wasser eingeweicht. Optimal zum Rollen sind sie wenn man den Teig knickt und nichts knackt. Wenn man die Platten aber zu lange ziehen lässt, reißen sie beim Wickeln. Also nacheinander und nicht alle gleichzeitig einweichen.

Nach dem einweichen, zwei Platten übereinander auf ein Schneidebrett legen und etwas Füllung auf die untere Hälfte verteilen. Siehe Bild. Die Ränder mit Eiklar bestreichen. Die Teigplatten sind anfänglich sehr nass und durchsichtig, aber nach kurzer Zeit wird er trockener und fühlt sich gummiartig an.

Die Seiten einklappen, ggf. noch etwas Eiklar auf die Flügel streichen und wickeln.

Wiederholen bis alle Teigplatten und/oder Füllung aufgebraucht ist.

Nun zu dem unangenehmen Teil. Das Frittieren und zwar ohne Fritteuse. Ich hab einen Heidenrespekt vor einem Topf gefüllt mit heißem Öl. Vor meinem geistigen Auge sehe ich immer die Küche in Flammen stehen oder das heiße Öl in meinem Gesicht. Darum hab ich diese höchst gefährliche Aufgabe dankbar Judith gegeben. Wichtig ist mit einem gelangweilten Geschichtsausdruck das Öl in einem hohen und schweren Topf zu füllen und auf mittel-hohe Hitze erwärmen. Naja, der richtige Topf ist eigentlich das Wichtigste.

Die richtige Temperatur kann man mit einem Thermometer messen (wir hatten keins) oder mit dem (Holz)Essstäbchen testen. Wenn sich kleine Bläschen am Boden also an der Spitze des Essstäbchens bilden, könnte es Heiß genug sein. Am besten ist aber eine Frittier-Probe. Ein Stück vom dem Übriggebliebenes Gemüse ins Öl geben, wenn’s zischt und Bläschen schlägt ist es heiß genug. Wenn es sofort verbrennt oder der Topf in Flammen steht, war es wohl zu heiß.

Wenn man die richtige Temperatur hat die Frühlingsrolle auf einem Schaumlöffel und vom Körper / Gesicht weg ins Öl geben. Den Topf auf jeden Fall nicht überbelegen. Nach ca. 10 Minuten sind die Rollen knusprig und goldbraun. Auf Küchenkrepp etwas abkühlen lassen. Fertig. Die Rolle in Sojasauce tunken und verputzen. Auch am nächsten Tag schmecken sie kalt wunderbar und bilden eine gute Grundlage fürs Karneval-Feiern.

Frittierfazit: Im Topf geht’s auch ohne die Bude in Brand zu setzen. Auf jeden Fall für eine gute Lüftung/Belüftung sorgen, Türen geschlossen halten und Wechsel-Klamotten bereithalten. Am besten danach gleich duschen gehen. Alles, wirklich Alles riecht nach so einer Frittieraktion nach Frittenbude. Danke Judith, dass Du es auf Dich genommen hast. 😀