Vegetarische Cig Koefte

Çiğ Köfte – A Taste of Turkey

Was verbindest du mit der Türkischen Küche? Döner? Lahmacun? Ayran? Das diese spannende Küche mit einer langen Geschichte und Tradition, mehr bietet als das beliebteste Fast Food wollen Melanie aus der „Kleine Chaos Küche“ und Sibel von „Insane in the Kitchen“ mit ihrem Dauer-Blogevent rund um die türkische Küche „Taste of Turkey“ beweisen. Jeden Monat gibt es ein neues Motto und beginnt diesen Monat mit „Eine Runde Sache: Köfte“.

Taste of Turkey

 

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Udon Nudel Suppe mit Ei, Spinat und Zuckererbsen

Nudelsuppe My Way

Vor ein-zwei Wochen war ich in einem kleinen Restaurant und habe dort zu Mittag eine große Schale sehr köstliche Ramen (Nudelsuppe) mit Ei verspeist. Ein großer (ganz großer) Traum für mich wäre es in das Nr. 1 Land der Nudelsuppen nach Japan zu reisen. Mich fasziniert schon seit Jahren dieses Land. Die Geschichte, die Kultur, die Menschen und natürlich auch die Küche.

Ich steh total auf Nudelsuppen, ja auch diese „schlimmen“ eckigen Fertig-Nudelsuppen. Das ist sozusagen mein „guilty pleasure“. Im Büro zu Mittag überaus praktisch, allerdings mit den ganzen Geschmacksverstärker und sonst wie Zutaten nicht unbedingt optimal. Dabei kann man eine japanisch oder koreanisch inspirierte Nudelsuppe so einfach selbst herstellen, ganz ohne E-Nummern oder Hefeextrakt & Co.

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Vegetarischer Burger aus Bohnen mit Käse, Avocado und Salat

Vegetarischer Bean Burger

Ich mag eigentlich keine Hamburger. Hausgemachte Burger haben allerdings meine Meinung zum Hamburger grundlegend geändert. Diese haben absolute nichts mit den Burgern von diese großen Ketten gemeinsam, die ich immer mit „trocken, fad, mit einem unangenehmen Eigengeschmack“ verband und die an eine Konsistenz zwischen Tofu und Gummiknüppel erinnerten. Hausgemachte Burger sind meistens sehr saftig und schmecken einfach wunderbar. Was nicht nur an der Fleischqualität und der Bratdauer liegt, sondern auch an die frische Zutaten und kreative Zusammenstellung der Burger. Am besten schmecken mir aber immer noch die eigenen Burger 😉

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Volles Glas Gemüsebrühenpaste

Frische Gemüsebrühe auf Vorrat

Hallo mein Name ist Emma und ich bin eine Selbermacherin.

Das war aber nicht immer so. Vielleicht weil ich es nicht besser wusste oder sagen wir mal nicht besser kannte. Viele Jahre habe ich bei dem Wort „Gemüsebrühe“ zum praktischen Glas mit getrocknetem Brühpulver gegriffen. Jetzt nicht mehr 😀

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Kartoffel-Lauch-Suppe

Kartoffel-Lauch-Suppe

Winter is here! Zumindest für einen Tag gab es etwas Schnee. Winter ohne Schnee ist wie Sommer ohne Sonnenschein. Ich verrate Dir jetzt mal ein Geheimniss, so ganz unter uns… ich bin ein verkappter Romantiker und mag Schnee total gerne. Naja, solange er noch schön locker und frisch ist. Grauer, schlonziger Schneematsch ist nicht so mein Ding. Wochenlange Eiszeit ohne Sonnenschein nerven mich auch. Ich mag Schnee im romantischen oder kindlichen Sinn…Schneemänner bauen, Schneeballschlachten, Spaziergänge im Schnee, Schneeflocken mit der Zunge auffangen…also nur die schönen Seiten. Nach einem tollen Schneetag (oder auch nicht so tollen Schneetag) ist eine heiße Suppe genau das richtige.

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Herbstliche Käse-Spätzle

Wenn ich an Käsespätzle denke, denke ich automatisch an Almhütten, Schnee, Jagertee und Skifahren. Nun ja ich weiß ein bisserl stereotypisch, aber in jedem Ski-Urlaub wurde mindestens einmal Käse-Spätzle gefuttert. Wir haben zwar (zum Glück) noch keinen Schnee und die Sonne scheint fleißig (zumindest die letzten Tagen), aber die Temperaturen sinken schon zum Teil unter dem zweistelligen Bereich. Also erwachte meine Lust nach Käse-Spätzle. Habt ihr auch solche Gerichte, auf die ihr nur Saisonal Lust habt?

Jahrelang gab es bei mir immer nur Spätzle aus der Tüte. Hauptsächlich aus Faulheit. Die wenigen Male die ich versucht habe Spätzle von einem Brett zu schaben, habe ich immer die Küche und mich dermaßen eingesaut und aus dem Topf war nur noch ein Klumpen gekochten Teig herauszufischen. Also wieder zurück zu den Fertig-Spätzle. Irgendwann hatte ich mir eine Kartoffelpresse zugelegt und dachte man könnte damit doch bestimmt auch Spätzle „pressen“. Klappt auch, aber wieder waren ich und die Küche eingesaut. Die Kartoffelpresse hatte nicht nur unten, sondern auch seitlich Löcher. Anfang des Jahres habe ich auf Empfehlung eines Kollegen mir einen Spätzle-Shaker zugelegt. SUPER Ding! und das schöne ist die Küche bleibt auch sauber, sofern man vorm Schütteln nicht den Deckel vergisst 😉

Kuerbis-Kaese-Spaetzle

Für Käse-Spätzle nehme ich gerne einen Bergkäse, aber der war leider aus, also musste ich auf Parmesan und Old Amsterdam ausweichen. Mir persönlich hat es geschmeckt, besonders mit dem frischen Basilikum, anderen wird die Käsesorte bzw. Käseanteil evtl. zu dominant sein.

Kürbis-Käsespätzle

  • 50ml Wasser
  • 3 Eier (L)
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Rapsöl
  • 200g Mehl
  • 3-4 Frühlingszwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 250g Hokkaido (entkernt)
  • Salz & Pfeffer
  • 60g Parmesan
  • 40g Old Amsterdam
  • Semmelbrösel
  • Basilikum

Aus Wasser, Eier, Salz, Öl und Mehl den Spätzle-Teig zubereiten. In kochendes Wasser schaben/pressen/streichen.

Sobald die Spätzle oben schwimmen, mit einer Schaumkelle abschöpfen, gut abtropfen lassen und zur Seite stellen. Wiederholen bis der Teig aufgebraucht ist.

Die Frühlingszwiebel und Knoblauch in Scheiben schneiden. Den Hokkaido mit einer Küchenmaschine grob raspeln.

Zwiebeln und Knoblauch in einer Pfanne mit etwas Butterschmalz anbraten. Die Hokkaido-Raspeln dazu geben, alles gut verrühren und kurz mit anbraten.

Den Käse fein raspeln und zusammen mit den Spätzle in die Pfanne geben. Alles gut vermengen und mit Salz und Pfeffer würzen.

Die Käsespätzle in eine Auflaufform geben, mit etwas Semmelbrösel bestreuen und ca. 10 Minuten im Ofen bei 200°C gratinieren, bis der Käse geschmolzen ist.

Mit frischem Basilikum bestreuen und servieren.

Gemüse Schnitzel

Das Schöne an Gemüse ist, es gibt immer wieder neue Arten oder Sorten, oder auch Zubereitungsmethoden zu entdecken. Mein Wochenende beginnt mittlerweile nicht erst völlig verschlafen Samstagsmittags, sondern zwischen 9 und 10 Uhr mit einem Besuch auf dem Wochenmarkt. Ich liebe es über dem Markt zu schlendern und dabei zu schauen, schnuppern und kosten. Manchmal entdecke ich auch den einen oder anderen Exoten. Mit Exoten meine ich keine Südländischen-Früchte, sondern alte oder unbekannte Sorten die man in einem Supermarkt fast nie in den Regalen finden wird. Aber mein „Exoten-Geheimtipp“ ist der türkische Supermarkt. Dort entdecke ich fast jedes Mal etwas mir unbekanntes, wie z.B. Grüne Mandeln oder getrocknete Aubergine. So wie auch bei diesem Besuch: Okra. Von Okra hab ich in diversen Blogs schon öfters gelesen, aber mir sind die Schoten irgendwie vorher nie über den Weg gelaufen.

Nun hatte ich Okra gekauft und kein Plan was ich damit machen sollte oder wie man es zubereitet. Also kurz im Netz gesucht. Man kann das Gemüse grillen, frittieren oder braten. Auf einer Seite hab ich gelesen, dass Okra schleimig werden kann, aber irgendwie konnte ich mir nicht vorstellen wie das aussehen sollte. Keiner der gefunden Rezepte hatte mich gepackt, also hab ich den Okra wieder in den Kühlschrank getan und mich dem Kohlrabi gewidmet.

Kohlrabi-Schnitzel

Von panierte Kohlrabi-Scheiben hab ich mal von einem Kollegen gehört, oder evtl. auch irgendwo gesehen/gelesen. Heute hatte ich genau darauf Lust. Im Schrank hatte ich noch Vollkorn-Semmelbrösel gefunden, also ran ans Werk. Während ich die Kohlrabi Scheiben vorkochte überlegte ich mir was ich dazu machen sollte. Ich hatte noch einige Tomaten zum verwerten… also wieso nicht auch gleich den Okra mit verarbeiten z.B. zu einer Salsa? Beim Rühren habe ich dann gemerkt was es mit dem „schleimig“ auf sich hat. Es zogen sich von Löffel Schleimfäden. Nach der Beigabe von etwas Essig hatte sich dann auch etwas verbessert. Im Nachhinein ist man schlauer, oder man liest sich die Tipps von erfahrene Okrasten durch. Um den Schleim vorzubeugen, die Schoten kurz in etwas Essigwasser blanchieren. Geschmacklich würde ich Okra zwischen Erbsen und Bohnen eintüten. Erinnern tun sie mich auch etwas an die grünen Mandeln.

Kohlrabi-Schnitzel mit Okra-Salsa

Paniert Kohlrabi-Scheiben mit Okra-Salsa (für 2 Personen)

  • 1 Kohlrabi
  • Mehl
  • 1 Ei (verquirlt)
  • Vollkorn Semmelbrösel
  • Parmesan
  • Salz & Pfeffer
  1. Kohlrabi schälen und in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden. In einem Topf mit kochendem Salzwasser ca. 10 Minuten vorkochen. Die Scheiben sollten nicht völlig durchgegart oder zu weich sein.
  2. Die Scheiben abschrecken und auf einem Küchenkrepp trocken tupfen.
  3. In drei flache Schüssel Mehl, Ei und Semmelbrösel verteilen. Den Parmesan, Salz und Pfeffer mit den Semmelbröseln vermischen.
  4. Die Kohlrabi Scheiben nacheinander in Mehl, Ei und Semmelbrösel wälzen. Dabei gut andrücken.
  5. In eine Pfanne Öl erhitzen und die Kohlrabi-Scheiben goldgelb ausbacken. Auf einem Küchenkrepp überschüssiges Fett aufsaugen lassen.

Okra-Salsa*

  • 1 kleine Zwiebel
  • 1/2 rote Chilischote
  • 2 kleine Tomaten
  • 6 Okra Schoten
  • Nolly Prat
  • 1 TL Himbeer-Essig
  • 1 EL Tomatenmark
  • Salz & Pfeffer
  • Basilikumblätter
  1. Zwiebel schälen und fein würfeln. Chili und Tomaten entkernen und fein würfeln. Stilenden vom Okra entfernen und in Scheiben schneiden*.
  2. Zwiebeln und Chili in einem Topf mit etwas Olivenöl anschwitzen. Tomaten und Okra hinzufügen, umrühren und mit einem Schuss Nolly Prat und Himbeeressig ablöschen.
  3. Tomatenmark unterrühren und kurz einköcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  4. Basilikumblätter in Streifen schneiden unter der Salsa rühren.

*Um den Schleimfaktor zu verhindern: die Okra-Schoten in Essigwasser blanchieren, oder 30 Minuten in Essig legen. Beides habe ich aber hier nicht gemacht, also „ohne Gewähr“.

Grüner Risotto

Deutschland ist wettertechnisch zweigeteilt. Die Berliner freuen sich über Sonnenschein und sommerliche Temperaturen über 25°C und in Aachen ist der Himmel grau und das Quecksilber im Thermometer verharrt um die 10°C. Ich habe echt schon überlegt wieder die Heizung an zu machen, aber ich weigere mich schließlich haben wir Mitte Mai! Also dann muss was frisches Frühlinghaftes auf den Teller um die Laune zu heben, aber es sollte auch von innen wärmen. Etwas mit Spargel und auch Bärlauch dachte ich mir. Inspiration habe ich bei Mary Miso gefunden: Bärlauchrisotto mit Spargel. Mariannes Blog kommt zwar Wortkarg daher, aber dafür tolle Bildern und schmackhaften Rezepte. Zum Glück ist die Bärlauch Saison noch nicht ganz vorbei, sie hat ja auch wetterbedingt recht spät angefangen, also habe ich bei meinem Gemüsehändler ordentlich eingedeckt. Die im Rezept verlangten Erbsen habe ich durch Edamame (Sojabohnen) ersetzt.

spargelrisotto

Grüner Risotto mit Spargel und Edamame (für 4. Personen)

  • 15g Bärlauch + etwas zum garnieren
  • 15g Pistazien (ungesalzen)
  • 1 EL Walnussöl
  • 250g Edamame (TK)
  • 2 Bund grüner Spargel (1 kg)
  • 1-2 EL Rapsöl (oder Olivenöl)
  • 1 Schalotte (feingewürfelt)
  • 250g Risottoreis
  • 100ml Weiß Wein (z.B. Grau Burgunder)
  • 700ml Gemüsebrühe (ca. 2-2,5 TL Pulver)
  • 4 EL Parmesan (frisch gerieben ca. 15g)
  • Spritzer Zitronensaft und Pfeffer

Bärlauch, Pistazien und Walnussöl zu einem Pesto verarbeiten und zur Seite stellen. Die Edamame auf tauen und von ihren Hülsen befreien, ebenfalls zur Seite stellen.

Den Spargel in ca. 2cm große Stücke schneiden und in salz Wasser gar kochen und mit kaltes Wasser abschrecken. Der Spargel sollte allerdings noch etwas biss haben. Ebenfalls zur Seite stellen

Die Pfanne erhitzen und im Öl die Schalotte mit Risottoreis unter Rühren glasig dünsten. Mit Weißwein ablöschen und kurz köcheln lassen. Die Brühe nach und nach hinzugeben, dabei gelegentlich rühren und köcheln bis der Reis gar ist.

Pesto, Spargel und Edamame unter dem Reis rühren. Mit Zitronensaft und Pfeffer abschmecken und etwas gehacktes Bärlauch garnieren.

Ich wünsche Euch ein schönes Pfingst-Wochenende und viel Spaß beim Nachkochen

English Version

Germany is divided into two weather fronts. The Berliners are pleased with sunshine and summer temperatures above 25 ° C and in Aachen the sky is gray and the mercury in the thermometer remains around 10 ° C. I’ve really been thinking about turning the heating back on, but I refuse to do so since we have middle of May! So, I wanted something fresh and springlike at least on my plate, but it should also warm up from the inside. Something with asparagus and wild garlic I thought. At Mary Miso I found some inspiration: wild garlic risotto with asparagus. Fortunately, the wild garlic season is not over yet, it has also started quite late due to the weather, so I’ve stocked up properly from my trusted greengrocer. The recipe required peas but I replaced them by Edamame (soybeans).

Green Risotto with asparagus and edamame (for 4 people)

  •      15g wild garlic + extra for garnish
  •      15g pistachios (unsalted)
  •      1 tablespoon walnut oil
  •      250g edamame (frozen)
  •      2 bunches of green asparagus (1 kg)
  •      1-2 tablespoons canola oil (or olive oil)
  •      1 shallot (finely diced)
  •      250g risotto rice
  •      100ml white wine (Pinot Gris example)
  •      700ml vegetable stock (about 2-2.5 tsp powder)
  •      4 tablespoons Parmesan cheese (about 15g freshly grated)
  •      Splash of lemon juice and pepper

Process wild garlic, pistachio and walnut oil to a pesto and set aside. Thaw the edamame and to free them from their pods, also set aside.

Cut the asparagus into 2cm large pieces, boil in salt water and rinse with cold water. However, the asparagus should still have some bite. Also set aside.

Heat the pan and sauté the shallot and risotto rice while stirring until glazed. Deglaze with white wine and simmer briefly. Gradually add the broth, while stirring occasionally and simmer until the rice is cooked.

Stir pesto, asparagus and edamame into the rice. Season with lemon juice and pepper and garnish with some minced wild garlic.

Risotto für Faule

Ich bin wieder da 🙂 Naja, ich war eigentlich nicht wirklich weg. Nachdem ich die fiese Erkältung überstanden hatte, kehrte auch langsam mein Geschmacks- und Geruchssinn wieder. Endlich! Kochen ohne wirklich was zu schmecken macht auch echt kein Spaß.

Nun ja, in den letzten Wochen habe ich gekocht, die Küche verwüstet und natürlich geknipst, aber für das Bloggen hatte ich keine Zeit und eigentlich auch keine Lust. Die nicht vorhandene Lust bezog sich nicht auf das Bloggen selbst, sondern weil ich nach 8 Std. Arbeit zu Hause weitere 3-4 Std. am Laptop für mein Studium saß. Dieses mal stand nicht das pauken für die Prüfungen an, sondern ein Medienprojekt, besser gesagt ein 25 Seitiges Konzeptpapier für ein eLearning Lernmodul „Sicherheit am Arbeitsplatz“.

Falls ich es nicht erwähnt habe… ich mache nebenberuflich meinen Master im Bereich eLearning an der Uni Duisburg.

Ich werde euch nicht mit den Details zum Inhalt langweilen, das einzig spaßige an dem ganzen war sich mal wieder „Gabelstaplerfahrer Klaus“ anzugucken ;D

Damit ich das Paper endlich fertig bekomme habe ich mir die letzten Tage freigenommen und mich tagsüber bei meiner Aachener Familie (die grad auf Bali ist – NEID!!!) einquartiert und deren Tomaten auf der Dachterrasse Gesellschaft geleistet.

Ist der umfunktionierter Sonnen-Schirm nicht süß?

Die Rühe und Ablenkungsfreiezone hat mir echt geholfen. Denn mal ehrlich gesagt hätte ich Zuhause bestimmt anfangen zu putzen, Aussortieren oder irgendwelche Kochexperimente zu veranstalten um mich von meiner Aufgabe abzuhalten. Und alle singen lauthals mit: PROCRAS-TIN-A-TION (zur Melodie Fascination von Alphabeat) Wenn ich mal Zeit finde, texte ich das ganze Lied um…morgen oder übermorgen oder so ;).

In der Sonne zu sitzen und zu Arbeiten ist schon toll. Der Sonnenbrand in meinem Gesicht allerdings nicht. Meine Kollegen werden Montag bestimmt denken ich hab ein kurz Urlaub gemacht und nicht den ganzen Tag trockene Theorien gelesen und versucht mir was Schlaues aus dem Hirn zu pressen.

Da ich die letzten Tage so fleißig war und auch mal eine Abwechslung brauch, gibt es jetzt und nicht erst wenn ich mit dem Paper durch bin einen neuen Blog-Beitrag. JUHU! Und eine prämiere gibt’s auch….schlonziges Reis – auch Risotto genannt 🙂

Risotto zuzubereiten hat mich nie wirklich gereizt – am Herd stehen, immer wieder rühren und dann hat man am Ende eine Reis-Matschepampe. Ich mag mein Reis lieber locker und luftig oder als Milchreis. Aber hey, man muss auch mal offen für was neues sein, oder?

Kennt ihr eigentlich Donna Hey? Bis vor kurzen hatte ich sie auch nicht aufm Schirm, bis sie vor mir erschien und zwar auf meinem Bildschirm in ihre Kochsendung „Donna Hay – fast, fresh, simple“.

Die Australierin wird jedenfalls von der Vogue (nicht das ich die lesen würde) als die Erfinderin des neuen Fast-Food genannt. Ihre Rezepte sind wirklich einfach und perfekt für die schnelle Küche. In einer Folge zeigt sie eine andere Zubereitungsart für Risotto – Risotto aus dem Ofen. Die gezeigte Variante war mit Butternut-Kürbis und gebratenem Salbei.

Das Rezept habe ich aus Mangel an Salbei abgewandelt und auch gepimmt – denn alles schmeckt besser mit Speck 😉

Gebackener Kürbis-Risotto mit Bacon für 1 Person oder als Beilage für 2

  • 2 Scheiben Bacon (Frühstücksspeck)
  • Olivenöl
  • 1/4 rote Zwiebel (oder 1/2 kleine „normale“ Zwiebel), gewürfelt
  • 75g Risotto Reis
  • 130 g Butternut-Kürbis, gewürfelt
  • 260ml Gemüsebrühe (1 TL Instantpulver)
  • Salz, Pfeffer
  • ca. 10g Peccorino, gerieben
  • Basilikum, frisch, in Streifen geschnitten
  • Rucola

Die Bacon-Scheiben knusprig braten (in der Pfanne oder Ofen), auf einem Krepp-Papier das überschüssige Fett aufsaugen und abkühlen lassen.

In einem Topf etwas Olivenöl erwärmen und darin die Zwiebel glasig anschwitzen. Den Reis und Kürbis hinzugeben und kurz mit braten. Mit der Brühe ablöschen. Das Ganze in eine Ofenfesteform geben und mit Alufolie fest abdecken. Bei 200°C für ca. 40 Minuten in den Ofen geben.

Der fertig gebackenen Risotto sollte wenig Flüssigkeit haben und aldente sein. Mit Salz und Pfeffer würzen. Pecorino, Basilikum, Rucola und den klein geschnittenen Bacon hinzugeben und vorsichtig unterrühren.

Und? Wie hats mir geschmeckt? Interessant, nicht schlecht… ich fand die Kombination von dem salzigem Bacon, würzigen Reis(Schlonz) und süßlichen Kürbis, abgerundet mit dem nussigem Rucola und frischen Basilikum wirklich lecker 😀 Das nächste Mal werde ich Risotto vielleicht mal auf die „traditionelle“ Weise zubereiten und den Kürbis backen, mal sehn was mir dann besser gefällt. Und lässt man den Speck weg, dann hat man auch Vegetarisches-Gericht 😀

Nachtrag:

Was ich ganz vergessen habe… es ist ja ein Single Gericht, aber Kürbise gibt es meist nicht in so kleine 130g Ausführungen. Der restliche Kürbis lässt sich auch wunderbar zu eine Suppe verarbeiten. Und wenn ihr nicht wisst, was ihr mit dem restlichen Bacon machen sollt, versucht doch mal diese Eier-Speck-Toast-Variante aus der Muffinform.

Viel Spaß beim Nachkochen!