erdbeereis mit einem hauch minze

Erdbeereis mit einem Hauch Minze

Ich habe es getan! Seit über zwei Jahren liebäugelte ich mit einer richtigen Eis-Maschine, eine mit Kompressor. Jetzt kann ich endlich spontan Eis machen! Nie mehr den Kühl-Akku-Bottich min. 24 Std. vorher in mein kleines Gefrierfach zu stellen! Yeah! Der Sommer kann kommen, denn es gibt jede Menge Eis, Eis, Baby!

Seit die Eis-Liesel eingezogen ist, ist sie auch kaum zu ruhe gekommen. Vanilleeis, Mangosorbet, Melonensorbet, Zitronensorbet und Erdbeereis waren schnell gemacht und von uns fast noch schneller weggeloffelt. Und es stehen noch jede Menge andere Geschmacksrichtungen auf der To-Do-Liste.

Eigentlich ist Vanilleeis mein absoluter Favorit, aber da wir mitten in der Erdbeersaison sind und die Erdbeeren endlich nach Erdbeeren schmecken, gibt es heute Erdbeereis. Und weil ich mal wieder (wie jeden Sommeranfang) meine Frische-Minze-Phase habe, haben sich noch ein paar Minzeblättern zu den Erdbeeren gesellt.

Ich weiß noch nicht genau wo die Eis-Liese ihren festen Platz in meiner kleinen Küche bekommt, aber über den Sommer darf sie erst einmal auf den Küchentisch verweilen 🙂

erdbeereis mit einem hauch minze

Das Erdbeer-Eis basiert auf das Philadelphia-Style Vanille-Eis aus „The Perfect Scoop“ von David Lebovitz. Das Vanille-Eis wird ohne Eier, nur mit Sahne und Milch zubereitet und ist absolut köstlich! Die Erdbeeren habe ich im Ofen geröstet, dadurch werden sie nicht nur weich, sondern durch das Verdünsten des enthaltenen Wassers bekommen sie einen intensiveres Aroma. Ich habe nur ca. 6 große Minzblätter verwendet und er war im Eis geschmacklich nicht sehr dominant, die Minze hat lediglich für einen leichten frische Kick gesorgt.

Erdbeer-Eis mit einem Hauch Minze

  • 500g frische Erdbeeren, möglichst reife und aromatische Früchte
  • 25g Zucker
  • Saft einer 1/2 Limette
  • Minzeblätter (nach Geschmack)
  • 250g Sahne
  • 125ml Vollmilch (3,8%)
  • 1/2 Vanilleshote
  • 75g Zucker
  • Priese Salz
  • 1/2 TL Vanille-Extrakt

Die Erdbeeren waschen, vom Strunk befreien und in ca. 1cm dicke Scheiben schneiden. Mit dem Zucker (25g) mischen und in eine Ofenfeste-Form verteilen. Diese dann bei 200°C vorgeheizten Ofen (Ober-/Unterhitze) ca. 8 Minuten rösten.

Herausnehmen, etwas abkühlen lassen und mit dem Saft einer halben Limette pürieren. Die Minzeblätter waschen und fein hacken und unter die Erdbeeren rühren. Die Erdbeeren vollständig abkühlen lassen und in den Kühlschrank stellen.

125g von der Sahne zusammen mit der ausgekratzten Vanilleshote und Vanillemark, Zucker  und Salz in einem Topf geben und auf mittlere Hitze erwärmen bis der Zucker sich aufgelöst hat. Die Sahne sollte aber nicht zu kochen beginnen.

Die restliche Sahne mit der Milch und Vanilleextrakt mischen und zu der warmen Vanillesahne geben. Die Schüssel mit Frischhaltefolie abdecken und kaltstellten.

Wenn beide Mischungen Kühlschranktemperatur (4-6°C) haben, die Vanilleshote entfernen und gut vermischen. Die Eismasse in der Eis-Maschine nach Herstellerangaben zubereiten. Man kann das Eis auch ohne Eis-Maschine zubereiten, allerdings wird es dann nicht ganz so cremig.

Minzsirup

Minzsirup

In einem meiner letzten Posts habe ich euch von meinem Zitronen-Minz-Limo erzählt. Die ganze Woche wollte ich Minze-Nachschub besorgen, aber alle Supermärkte, Bioläden usw. in meinem Umkreis haben einfach einen Minzengpass und somit musste ich bis zum Wochenende warten um auf dem Markt frische Minze zu kaufen. Vorsorglich habe ich dann 2 Bund Minze eingepackt. Statt den Eistee nochmal zu machen, hatte ich mich für Minzsirup entscheiden, in der Hoffnung er würde länger ausreichen. Naja, er hielt ganze 24 Stunden länger 😉

Die intensive Farbe kommt daher weil die Minze nicht ausgekocht wird, sondern komplett in dem Sirup landet.

minzsirup

Minzsirup (Adaptiert von Martha Stewart)

Ergibt ca. 300ml Sirup

  • 40 g Minzblätter
  • 250g Zucker
  • 250ml Wasser

Eiswasserbad

  1. Minze waschen, trocken schleudern, die Blätter abzupfen und in eine Schüssel geben.
  2. Zucker und Wasser in einem Topf auf kochen, bis sich der Zucker aufgelöst hat und etwas abkühlen lassen
  3. Die Minzblätter in sprudelndes Wasser kurz blanchieren und dann sofort ins Eiswasser geben.
  4. Die Minzblätter gut ausdrücken und zusammen mit den Zuckerwasser in ein Mixer geben und fein pürieren. Je feiner desto besser.
  5. Den Sirup in eine sterilisierte Flasche füllen und vollständig abkühlen lassen.

Man kann den Sirup sofort verwenden oder eine Nacht im Kühlschrank ziehen lassen für ein intensiveres Aroma. Wer möchte kann die Minzblättchen mit einen feinen Sieb oder Kaffeefilter entfernen.

Der Sirup wurde auch wieder für Zitronen-Minze-Limo verwendet: 1 Liter Wasser mit 250ml Zitronensaftkonzentrat mischen. 2cl Minzsirup in einem Glas geben und mit dem Zitronenwasser auffüllen, ein paar Eiswürfel dazu und die Erfrischung genießen 😉

Minz-Zitronen-Limo

Bei so schönen (manchmal fast unerträglichen) warmen Temperaturen ist viel trinken angesagt. Bei über 30°C im Büro schaffe ich tatsächlich bis Feierabend auf meine 2 Liter Wasser zu kommen. Daheim geht das Wassersaufen auch weiter, allerdings ist Wasser pur auf die Dauer auch etwas langweilig. Daher pimp ich mein Wasser gerne mit einem Schuss Zitronensaft. Sauer macht lustig, aber zu viel kann man davon auch nicht trinken. Also war die logische Konsequenz Zitronensirup. Das bringt Geschmack ins Wasser und man verzieht auch nicht so das Gesicht beim Trinken. Letzten Winter habe ich meine Liebe zu frischen Pefferminztee mit Zitrone entdeckt. Im Sommer ist der auch sehr erfrischend, aber auf warme Getränke hat man nicht immer so die Lust. Außerdem welkt bzw. trocknet frische Minze bei diesem Temperaturen sehr schnell. Also musste eine Verwertungsmöglichkeit her wie z.B.  eine große Kanne Eisteekonzentrat 😉

zitronenminzlimo

Der Eistee oder Zitronen-Minz-Limo (wie auch immer man es nennen möchte), kam sehr gut an. Leider zu gut, so dass es ziemlich schnell wech gesüffelt wurde. Also ein Ideales Rezept wenn man Gäste z.B. zum Grillen eingeladen oder einen großen Getränke Spender hat. Leider weiß ich nicht mehr wo ich das original Rezept gefunden habe 😦 Die Menge reicht für ca. 2-3L Eistee/Limo aus.

Minz-Zitronen-Eistee/Limo

  • 40g frische Minzblätter (ca. 2/3 Bund)
  • 1 unbehandelte Zitrone (Bio)
  • 500ml Wasser
  • 100g Zucker
  • Zitronensaftkonzentrat (z.B. Hitchcock)
  • Wasser/Mineralwasser zum Aufgießen
  • Frische Minzzweige und Zitronenscheiben zum Dekorieren.

Die Minze waschen, trocken schleudern und die Blätter abzupfen. Die Stängel sollten man nicht verwenden, da dies sonst Bitter werden kann. Die Schale von der Zitrone mit einem Sparschäler dünn abschälen, möglichst ohne die weiße, bittere Haut. Minze, Zitronenschale zusammen mit ca. 100ml Wasser leicht zerstoßen um die Öle und Aromen freizusetzen.

In einem Topf das restliche Wasser mit dem Zucker auf Kochen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Vom Herd nehmen und die Minze, incl. Zitronenschale und Wasser unterrühren. Ziehen lassen bis sich das Ganze abgekühlt hat. Für einen intensiveren Minzaroma kann man es auch über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen. Die Minzeblätter und Zitronenschalen aus sieben.

Ein Minzweig zwischen den Händen zusammen klatschen und in eine Karaffe geben. Die Karaffe zur Hälfte mit dem Eistee füllen, Zitronen Scheiben hinzugeben, mit ca. 50ml Zitronensaftkonzentrat abschmecken und mit Wasser oder Sprudel auffüllen.

Rhabarber Toertchen mit Himbeersauce

Zweierlei aus Rhabarber

Jedes Frühjahr gibt es Sachen auf die ich mich besonders freue. Mal von wärmeren Teperaturen abgesehen, freue ich mich besonders auf saisonales Obst und Gemüse wie  Spargel, Neue Kartoffeln, Bärlauch, Erdbeeren und Rhabarber. Für Erdbeeren und Spargel aus Deutschland ist es noch zu früh, aber den ersten Rhabarber bekommt man bereits.

Rhabarber habe ich erst letztes Jahr für mich so richtig entdeckt. Zwar erstmal nur in süßer Form als Kuchen, Mus oder Sirup, aber vielleicht erweitert sich mein Repertoire diese Saison. Für ein bisserl Frühling im Glas habe ich den Rhabarber erst einmal wieder zu Sirup verarbeitet, diesmal jedoch mit etwas Minze. Das übriggebliebene Fruchtmus habe ich auch weiterverarbeitet, diesmal als Mousse für ein Törtchen, denn zum weg schmeißen fand ich es einfach zu schade. Ich liebe es wenn ein Plan funktioniert 😉

Rhabarber-Minz-Sirup

rhabarbersirup

  • 700g Rhabarber
  • 700ml Wasser
  • 12 g frische Minze (1 Pk)
  • 300g Zucker
  • 1 Zitrone, Saft
  • Sterilisierte Flasche

Den in Stücke geschnittenen Rhabarber mit dem Wasser in einen großen Topf geben. Ca. 20 Min. auf mittlere Hitze weich kochen. Nach 10-15 Minuten die Minze hinzugeben und  weiter köcheln lassen. Den Rhabarbermuss in ein feinmaschiges Sieb oder Passiertuch abgießen und ausdrücken, den Saft auffangen und zurück in den (ausgespülten) Topf geben. Das Mus nicht weg werfen!.

Den Zucker und Zitronensaft in den Saft rein rühren und 5-10 Minuten weiter köcheln lassen (Lässt man es länger einkochen sollte es theoretisch dicker werden.). Den Sirup in eine sterilisierte Flasche abfüllen.

 

Der Sirup kommt auch zum Einsatz bei den Törtchen. Diese bestehen aus einem Mandel Joconde Boden, Rharbarber-Mousse, getoppt mit einer Himbeersoße. Da ich manchmal Imperfektion auch ganz schön finde, habe ich etwas von der Soße die Seiten vom Törtchen runterlaufen lassen, anstatt eines sauberen Spiegels.

rhabarbertoertchen1

Rhababer-Himbeer-Moussetörtchen (6 Portionen)

Boden: Mandel Joconde von Berry Lovely
Die Menge reicht für 1 Backblech. Den restlichen Boden lässt sich auch Prima einfrieren.

  • 75g Marzipan
  • 25g Gemahlene Mandeln
  • 100g Zucker
  • 2 Ei-gelb
  • 1 Ei
  • 4 Eiweiß
  • 65g Mehl

Den Backofen auf 200°C vorheizen und das Backblech mit Backpapier auslegen.

Marzipan, Mandeln und die Hälfte des Zuckers mit den Händen verkneten. In einer kleinen Schüssel die Eigelb und Das Ei verquirlen. Die Eier nach und nach langsam mit dem Mandel-Marzipan verkneten. Mit einem Handmixer die Masse cremig rühren.

In einer weiteren Schüssel das Eiweiß steif schlagen. Wenn es schäumig wird, langsam den restlichen Zucker hinzufügen bis das Eiweiß steif ist. Vorsichtig unter der Marzipanmasse unterheben. Das Mehl darüber sieben und ebenfalls vorsichtig unterheben.

Den Teig gleichmäßig auf das Backblech verteilen und glatt streichen. Ca. 8 Min goldbraun backen. Auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

Mit einem Dessert-Ring Böden ausstechen. Die nicht benötigten Böden einzeln einwickeln und einfrieren.

Die Dessert-Ringe auf einem Blech oder Teller geben und in jedem Dessert-Ring ein Boden rein legen.

Rhababer-Himbeer-Mousse (adaptiert von Lisa Kochen&Backen)

  • 200g RhababerMinz-Muss (Stengel entfernt)
  • 6 EL Rhababer-Sirup
  • 100g Himbeeren(TK)
  • 6 Bl. Gelatine
  • 100g weiße Schokolade
  • 3 Eiweiß
  • 105g  Zucker
  • 250g Sahne

Das vom Sirup übriggebliebene Rhabarbermuss von den Minzstengel befreien und mit dem Sirup und Himbeeren pürieren.

Die Gelatine in kaltes Wasser einweichen.

Die Schokolade klein hacken und über dem heißen Wasserbad schmelzen.

Das Fruchtpüree erwärmen (nicht kochen) und die ausgedrückte Gelatine darin auflösen. Die geschmolzene Schokolade untermengen. Etwas abkühlen lassen.

Währenddessen das Eiweiß steif schlagen, dabei den Zucker langsam einrieseln lassen. Das steife Eischnee unter das Schoko-Fruchtpüree heben. Die Sahne steif schlagen und unterheben.

Die Mousse auf in die Dessert-Ringe füllen und min. 2 Std., besser Übernacht in den Kühlschrank stellen.

  • 300g Himbeeren (TK)
  • 100ml Rhabarber-Sirup
  • 6 Blatt Gelatine

Die Himbeeren mit dem Sirup weich kochen und durch ein Sieb passieren um die Kerne zu entfernen. Die Gelatine in kaltes Wasser einweichen, auspressen und in den warmen Himbeeren auflösen.

Die Törtchen aus den Dessert-Ringe auslösen und die Himbeersauce auf die Törtchen Löffelweise geben. Ca. 1/2-1 Stunde in den Kühlschrank geben bis der Spiegel fest ist.

Frischer Pfefferminztee

Langsam wird’s draußen ja echt kalt. Da wärmt man sich ja gerne mal mit einem heißen Tee. Ich mag gerne Pfefferminztee. Wenn ich nur den Beutel-Tee habe, dann auch gerne mit einem Schuss Milch und ein Löffelchen Honig. Aber um Welten besser schmeckt frischer Pfefferminztee. Minze lässt sich auch super auf der Fensterbank oder in Kübeln auf dem Balkon züchten. Mit der Auspflanzung im Garten wäre ich vorsichtig. Viele Minzsorten verbreiten sich über Rhizomen aus und können schnell zur Plage werden.

Minze ist nicht gleich Minze. Es gibt sehr viele Sorten. Für Tee nehme ich gerne Marokkanische Minze oder Spearmint. Aber Zitronen oder Orangenminze schmecken auch sehr gut. Bei Rühlemann’s gibt es eine sehr große Auswahl. Einfach vorbeischauen und die eigene Lieblingssorte entdecken.

Frischer Minztee geht schnell und einfach:

Pro Glas eine Handvoll Minzblätter (gewaschen), eine Scheibe Ingwer (die Pelle kann dran bleiben), ein kleiner Zweig Rosmarin, etwas Zitrone und nach Belieben Honig. Das Ganze mit kochendem Wasser übergießen und ziehen lassen. Wenn man sich gleich eine Kanne davon machen will, sollte man den Rosmarin nicht zulange mit ziehen lassen, sonst wird’s zu dominant. Lässt man den Tee länger stehen, bekommt er durch den Ingwer eine leicht scharfe Note. Bei einer Kanne verwende ich dann doch lieber ein Teeei oder Teebeutel. Gewürze rein, 5-7 Min. ziehen lassen und raus nehmen und auf einem Stövchen warm halten.