Milchreis Eiscreme

Milch(R)eiscreme – helado de arroz con leche

¡Buenas! Mi amigas y amigos 🙂 Im 107ten Blog-Event von Zorra (1x umrühren bitte aka Kochtopf) geht es in Zorras Walheimat nach Spanien. Mit der Einladung zum Fiesta del arroz werden Paella und/oder ein anderes Reisgericht gesucht. Ein tolles Thema, mit der Chance auch eine Reise zum Cooking Cup Finale in Andalusien zu gewinnen und auch Zorra mal persönlich kennen zu lernen. Also drückt mir die Daumen 😀

Blog-Event CVII – ¡Fiesta del arroz! (Einsendeschluss 15. April 2015)

Zwischen dem „und / oder“ schwanke ich noch währen ich diese Zeilen tippe, denn gekocht und zubereitet habe ich beides eine Paella und ein anderes Reisgericht. Klar kann man üblicherweise zwei Beiträge beitragen, aber heute ist „Einsendeschluss“. Ich mag Paella sehr gerne, aber weil es langsam wieder wärmer wird und wir heute einen warmen sonnigen Tag bekommen hat das Eis die Nase vorn…

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Zitronen Pudding

Pudding der Saison: Zitronenpudding

Wir haben Winter (vielleicht nicht so heftig wie an der Ostküste der USA) und das heißt Zitrus-Saison! In den Supermärkten merkt man das meistens nur am Preis und überangebot von Zitronen, Clementinen und Navel-Orangen, aber die Zitrus Familie hat so vieles mehr zu bieten. Bei meinem Gemüsedealer gibt es beispielsweise Pomeranzen, Minneolas, Kefir-Limetten, Bergamotten und andere Exoten. Auch am Markt gibt es richtig toll schmeckende Mandarinen, nicht diese geschmackslose, kernlose, leicht zu schälende Clementinen. Zitrusfrüchte haben nicht nur eine Menge Vitamine, sondern verkürzen das warten auf den (hoffentlich) bald nahendem Frühling. Außerdem heißt es ja bekanntlich sauer macht lustig 😉

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Ingwer Limo / Ginger Beer

Ingwer-Limo bzw. Ginger-Beer selbst gemacht

Ich muss mich ran halten. Wieso? Weil heute der „Einsendeschluss“ von Simones von der S-Küche Blogevent „Zisch! Erfrisch mich!“ welches gleichzeitig das 100(!) Blogevent welches bei Zorra (Kochtopf) gehostet wird. Puh was für ein Satz, aber ich hab keine Zeit darüber jetzt zu grübeln… In meinem letzten Post habe ich beiläufig die Ingwer-Limo erwähnt, was ich eigentlich schon längst hier verbloggt haben wollte, aber wie es manchmal so ist … man schieb es so lange vor sich her, bis es fast so spät ist 😉

Blog-Event C - Zisch! Erfrisch mich! (Einsendeschluss 15. Juli 2014)

Okay, Ingwer-Limo Rezepte gibt es im Netz viele und mal ehrlich das gekaufte Ginger-Ale ist auch nicht schlecht, also wieso sollte man das selber machen? Weil wegen halt … nee wegen dem Geschmack natürlich! Gekauftes ist oftmals einfach nur süß. Versteht mich nicht falsch ich mag das, aber wenn es dann hier doch mal über 27°C werden sollte, dann brauche ich was richtig Erfrischendes. Selbstgemachte Ingwer-Limo ist genau das! Zitronig, prickelnd, frisch, mit einem leicht scharfen Abgang. Und wenn man dann noch Limetten und Wodka daheim hat, dann kann man sich auch einen richtig guten Moscow Mule mixen…

Ingwer Limo / Ginger Beer

Die nachfolgende Limo wird mit Hefe zugesetzt und braucht min. 12 Stunden (bis zu 48 Std. je nach Wetter) bis sie fertig ist, also nichts für eilige. Die Hefe sorgt für die Blubberblasen (Kohlensäure). Naja, die Bakterien fressen den Zucker und spalten diese in Kohlensäure und Alkohol. Da bei der Limo-Herstellung die Gärzeiten so gering sind, liegt der Alkoholgehalt für gewöhnlich unter 1%. Ungefähr wie ein Alkoholfreies-Bier.

Bevor es losgeht, sollte man bzw. Frau ein paar Sachen beachten. Die Hefe ist auch nach den 12-48 Std. weiter aktiv, also die Ingwer-Limo nicht in Glasflaschen aufbewahren, da diese Platzen könnten. Zum anderen sollte man die Limo im Kühlschrank lagern. Bei niedrigen Temperaturen stellt die Hefe ihre Aktivität ein, sie stirbt nicht und wird weiterhin kleine Mengen an Kohlensäure produzieren, aber nicht so viel dass die (Plastik) Flasche explodiert. Kommt die Limo wieder auf Zimmertemperatur wird wieder kräftig Blubberblasen produziert.

Im Gegensatz zum Heim-Bier-Brauen braucht man für Limo kein Gäreimer oder andere Utensilien, lediglich eine 2 L Plastik-Flasche z.B. von Coca-Cola. Austrinken, gut ausspülen und schon kann es losgehen…

Ingwer-Limo

  • 5cm frischer Ingwer
  • 250ml Wasser + Wasser zum auffüllen
  • 130g Zucker
  • 1/8 TL Salz
  • 75ml Zitronensaft (ca. 2-3 Zitronen)
  • 1/8 TL Trockenhefe* (Champagner-Hefe)

*Bezüglich der Hefe. Ich habe wie im Rezept vorgeschlagen Champagner-Hefe (online erhältlich) verwendet. Es funktioniert wohl auch mit der „normalen“ Trockenhefe die man zum Brotbacken nimmt, kann aber evtl. einen „Hefe-Beigeschmack“ hinterlassen. Wie heißt es so schön kann, muss aber nicht.

Den Ingwer fein reiben. Hierzu habe ich einfach die „feine Seite“ (die mit den kleinen Löchern) von mein Hobel verwendet. Mit einer Ingwerreibe geht’s auch, aber dauert seeehr viel länger.

Wasser und Zucker in einem Topf unter Rühren erhitzen bis der Zucker sich aufgelöst hat. Salz und Ingwer hinzugeben und auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. Die Zitrone hinzufügen und das Ganze in eine 2 L Plastikflasche füllen. Die Flasche bis ca. 3 cm unter dem Flaschenrand mit Wasser auffüllen. Kurz schütteln und kosten. Nach Belieben ggf. etwas Zucker hinzufügen.

Die Hefe in die Flasche geben, fest verschießen und gut schütteln. Die Flasche jetzt min. 12 Std. bis ca. 48 Std. stehen lassen und die Hefe arbeiten lassen. Wenn es warm ist geht’s natürlich schneller, aber nicht die Flasche in die Sonne stellen! Fertig ist die Limo wenn die Flasche sehr fest ist und beim Drücken kaum nachgibt.

Die Flasche zu Sicherheit am besten im Spülbecken (oder draußen) vorsichtig öffnen. Ein Glas mit Eiswürfel füllen, etwas Minze zugeben (optional) und durch ein feinmaschiges Sieb mit der Limo übergießen. Die Flasche im Kühlschrank lagern. Hat die Limo nach der ersten Kostprobe nicht genug Kohlensäure, einfach ein paar Stunden bei Zimmertemperatur stehen lassen. Die Limo ist ca. 2 Wochen im Kühlschrank (!) haltbar. Aber an sehr heißen Tagen hält sie sich wahrscheinlich nicht länger als 2 Tage 😉

Das Rezept stammt aus „Getränke naturrein & hausgemacht“ von Emma Christensen, erschienen im DK-Verlag.

Orangen- und Zitronenbonbons

Süsses oder Saures? Beides!

Nächste Woche ist Halloween. Wie mit Valentinstag, können die meisten nichts damit anfangen und in alter Scrudge-Manier schimpfen „Baaah Humbug“. Nun gut, bei Valentinstag stimme ich mit in den Chor ein, Halloween allerdings ist eine ganz andere Geschichte. Wie ihr vielleicht mitbekommen habt, ich bin halb Engländerin und die feiern u.a. Halloween (dafür kein St. Martin) Als Kind haben wir uns immer auf Halloween gefreut, so mit allem Drum und Dran! Naja, ganz so extreme wie bei dem Klischee-Amerikaner nun auch nicht, aber der Zuch durch die Gemeinde verkleidet als Vampir, Hexe oder Geist o.ä. war Pflicht. Wie bei St. Martin, gibt es zum „Trick-Or-Treating“ auch verschiedene Songs, mal anständig, mal unanständig z.B.

Trick or treat, smell my feet, give me something good to eat! If you don’t, I don’t care. I’ll pull down your underwear!

Natürlich gab es auch Unmengen von Süßigkeiten! Meine Schwester und ich haben davon Wochen gezehrt, zumindest bis St. Martin. Es hat halt auch Vorteile wenn man zweisprachig aufwächst 😉 Somit komme ohne weitere Umschweife zu den eigentlichen Inhalt des Posts: Süßigkeiten! Genauer gesagt zum Süßigkeiten-Blog-Event von Annas „Himmlische Süßigkeiten„.

Blog-Event

Die XXL-Lollies wären dafür perfekt, aber die sind ja schon an Wolfgang gegangen. Zuerst wollte ich auch in die Richtung Lollies weiter experimentieren z.B. ein Zitronen-Lolly, aber ich hatte keine Lolly-Stengel mehr. Außerdem habe ich die letzten Lollies immer noch nicht vernascht. Dann viel mir das Rezept aus „Field Guide to Candy“ wieder ein: Lemon Drops.

Vor kochen mit Zucker braucht man keine Angst haben, wenn man ein bisserl vorsichtig ist und ein paar Dinge beachtet. Also nicht den Finger in den Topf stecken oder den Kochlöffel abschlecken bis der Zucker sich abgekühlt hat. Bevor es los geht räum ich alle Arbeitsflächen frei (ich hab eine ziemlich kleine Küche) und lege alle Gerätschaften bereit. Ich wiege alle Zutaten ab und stell sie mir bereit (Mise en place), bevor ich den Herd überhaupt an mache. Ganz wichtig ist ein Zuckerthermometer. Man kann zwar ähnlich wie bei der Gelierprobe mit einer Wasserprobe den Härtegrad vom Zucker testen, aber ein Thermometer ist genauer und zwischen lecker Bonbons und verbrannter Zucker braucht es nur Sekunden. Für Verarbeitung der Zuckermasse wird eine Marmorplatte empfohlen, aber es geht auch ohne, z.B. mit einem gefetteten Backblech.

drops

Bevor es los geht ein Warnhinweis vorweg: auf 149°C erhitzter Zucker ist verdammt heiß! Also erklärt die Küche als Gefahrenzone und verbannt alle Körperklause oder tobende Kinder (zumindest aus der Küche).

Die Gerätschaften:

  • Herd
  • Kleiner Topf mit schwerem Boden
  • Thermometer
  • Holzlöffel
  • Backpinsel & ein Becher mit Wasser
  • Mamorplatte oder Backblech
  • Schere
  • Teigspachtel oder Palette
  • Backtrennspray oder Öl
  • Waage und Esslöffel
  • Tiefer oder flacher Teller mit Puderzucker

Zitronen- und Orangen-Bonbons (Adaptiert von Field Guide to Candy by Anita Chu)

  • 200g Zucker
  • 1/2 TL Cream of tartar
  • 125ml Wasser
  • 1 PK. (5g) Zitronensäure
  • Ca. 5-10 Tropfen Zitronen- oder Orangenaroma
  • Gelbe Lebensmittelfarbpaste (z.b. Wilton)
  • Puderzucker

Schere, Marmorplatte oder Backblech mit Backpapier und Spachtel mit Backspray einfetten.

Zucker, Cream of Tartar und Wasser in einem Topf geben und auf niedrige Hitze unter Rühren den Zucker auflösen. Thermometer in den Topf klemmen, Hitze erhöhen und kochen lassen bis das Thermometer 149°C (Hard Crack) erreicht. Nicht rühren!

Topf sofort vom Herd nehmen, Thermometer entfernen und Zuckermasse auf das Backblech gießen. Vorsicht heiß!!! Zügig Lebensmittelfarbe, Zitronensäure und Zitronen- oder Orangenaroma darüber verteilen und mit einem Spachtel vermischen. Mit dem Spachtel die Zuckermasse weiter bearbeiten, bis der leicht abkühlt.

Mit Hilfe des Spachtels kleine Quadrate abstechen und mit Puderzucker bestäubte Händen zu Kugeln rollen. Alternativ: Zucker in Streifen schneiden zu einer Zigarre rolen und Stücken mit der Schere abschneiden. Zügig arbeiten. Wenn die warmen Zucker-Kugeln abflachen bzw. die Form nicht erhalten bevor sie komplett abkühlen, nochmal kräftig zwischen den Händen rollen. Die Bonbons in Puderzucker wälzen, damit sie nicht zusammen kleben.

Komplett aushärten lassen, bevor man sie in einem Bonbon-Glas oder sonstiges Gefäß gibt, da man sonst am nächsten Tag nur noch ein riesen Klumpen Zucker im Glas hat. Das da wieder raus zu bekommen ist nicht so einfach, sag ich euch. 😉

Minz-Zitronen-Limo

Bei so schönen (manchmal fast unerträglichen) warmen Temperaturen ist viel trinken angesagt. Bei über 30°C im Büro schaffe ich tatsächlich bis Feierabend auf meine 2 Liter Wasser zu kommen. Daheim geht das Wassersaufen auch weiter, allerdings ist Wasser pur auf die Dauer auch etwas langweilig. Daher pimp ich mein Wasser gerne mit einem Schuss Zitronensaft. Sauer macht lustig, aber zu viel kann man davon auch nicht trinken. Also war die logische Konsequenz Zitronensirup. Das bringt Geschmack ins Wasser und man verzieht auch nicht so das Gesicht beim Trinken. Letzten Winter habe ich meine Liebe zu frischen Pefferminztee mit Zitrone entdeckt. Im Sommer ist der auch sehr erfrischend, aber auf warme Getränke hat man nicht immer so die Lust. Außerdem welkt bzw. trocknet frische Minze bei diesem Temperaturen sehr schnell. Also musste eine Verwertungsmöglichkeit her wie z.B.  eine große Kanne Eisteekonzentrat 😉

zitronenminzlimo

Der Eistee oder Zitronen-Minz-Limo (wie auch immer man es nennen möchte), kam sehr gut an. Leider zu gut, so dass es ziemlich schnell wech gesüffelt wurde. Also ein Ideales Rezept wenn man Gäste z.B. zum Grillen eingeladen oder einen großen Getränke Spender hat. Leider weiß ich nicht mehr wo ich das original Rezept gefunden habe 😦 Die Menge reicht für ca. 2-3L Eistee/Limo aus.

Minz-Zitronen-Eistee/Limo

  • 40g frische Minzblätter (ca. 2/3 Bund)
  • 1 unbehandelte Zitrone (Bio)
  • 500ml Wasser
  • 100g Zucker
  • Zitronensaftkonzentrat (z.B. Hitchcock)
  • Wasser/Mineralwasser zum Aufgießen
  • Frische Minzzweige und Zitronenscheiben zum Dekorieren.

Die Minze waschen, trocken schleudern und die Blätter abzupfen. Die Stängel sollten man nicht verwenden, da dies sonst Bitter werden kann. Die Schale von der Zitrone mit einem Sparschäler dünn abschälen, möglichst ohne die weiße, bittere Haut. Minze, Zitronenschale zusammen mit ca. 100ml Wasser leicht zerstoßen um die Öle und Aromen freizusetzen.

In einem Topf das restliche Wasser mit dem Zucker auf Kochen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Vom Herd nehmen und die Minze, incl. Zitronenschale und Wasser unterrühren. Ziehen lassen bis sich das Ganze abgekühlt hat. Für einen intensiveren Minzaroma kann man es auch über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen. Die Minzeblätter und Zitronenschalen aus sieben.

Ein Minzweig zwischen den Händen zusammen klatschen und in eine Karaffe geben. Die Karaffe zur Hälfte mit dem Eistee füllen, Zitronen Scheiben hinzugeben, mit ca. 50ml Zitronensaftkonzentrat abschmecken und mit Wasser oder Sprudel auffüllen.

Kotelett mit Apfelsauce

kotelett

Manchmal muss man mal was Neues ausprobierten.Wie zum Beispiel Äpfel zum Kotelett.

Apfelsauce zum Kotelette für 4 Personen

  • 4 EL Zucker
  • Abrieb 1 kleinen Bio-Zitrone
  • 1 EL Zitronen Saft
  • 2 EL Wasser
  • 450g Boskop-Äpfel (geschählt, entkernt & gewürfelt)
  • 1 Schuss brauner Rum (z.B. Pott)
  • 1 kleiner Zweig Rosmarin
  • 1 klecks Butter
  1. Zucker, Abrieb, Zitronensaft und Wasser in einem Topf mit schwerem Boden mischen. Die gewürfelten Äpfel darin gut vermengen und zum Kochen bringen. Den Rum hinzufügen und kurz weiter köcheln lassen.
  2. Die Hitze reduzieren, Rosmarin in den Topf geben  und ca. 10-15 Min. bei geschlossenem Topf simmern lassen. Gelegentlich testen wie weich die Äpfelstückchen sind.
  3. Wenn die Äpfel nach Geschmack weich genug sind, den Rosmarin-Zweig entfernen, Butter hinzufügen und alles gut verrühren. Abschmecken und ggf. etwas mehr Zucker oder Zitronensaft hinzufügen.
  4. Warm zum Kotelette servieren.

Wer kein Alkohol in seinem Essen mag, kann den Rum auch weg lassen, aber gerade der hat die Sauce das gewisse Etwas verliehen. Dazu gab es Ofenkartoffel mit Kräuterquark (Mager-Quark, mit TK Kräutern, Salz & Pfeffer, etwas Zitronensaft gemischt) und ein frischer Salat.oder TK

Viel Spaß beim Nachkochen

Ich mache Blau

Wüsstet ihr, das sich Blaubeeren ziemlich lange halten? Ich war auch erstaunt, dass die kleinen Blauen Scheißerchen nach eine Woche im Kühlschrank noch keine Plüschfrisur hatten. Als ich sie am Wochenmarkt (neben viele Zitronen und Erdbeeren) gekauft hatte, wollte ich die eigentlich mit den Erdbeeren zu Smoothies und Curd verarbeiten, aber irgendwie ist die Schale in die hinterste Ecke vom Kühlschrank gewandert und wurde fast vergessen. Zum Glück habe ich sie rechtzeitig entdeckt, aber auf Smoothies hatte ich dann doch keine Lust. Man kann Sie zwar auch super einfrieren, aber es war Sonntag und ich hatte meine Freude Kuchen zum Kaffee versprochen.

Was nun tun? Es gibt ja auch so viele schöne Verwertungsmöglichkeiten z.B. eine Blaubeer-Biskuit-Rolle (war glaub ich in der letzten Lecker Ausgabe). Aber das war nicht das richtige. Ich hatte ja schließlich 1 Pfund Blaubeeren zu verarbeiten. Nach etwas suchen auf meine üblichen Plattformen (tastspotting, foodgawker, pinterest) bin ich fündig geworden. Laura hat auf ihren Blog „a healty jalapeno“ eine „gesunde“ fresh Bluebeery Pie die genau in meine vorstellung passte und das schöne daran, ich hatte alle Zutaten zuhause. Außer eine fertige Pie Crust, also Tartboden, aber kein Problem für „little ol me“, ich hab ja ein neues tolles Back-Buch „The Great British Book of Baking„. Die Briten sind Pie Experten :), also konnte ja nichts schief gehen.

Eines hatte ich aber bei meinem Vorhaben nicht bedacht, die Pie bzw. Tartform. Ich habe eine schöne große aus Keramik, aber die Tart oder Pie heile in einem Stuck daraus zu bekommen ist fast unmöglich. Mmmh, da saß ich grübelnd vor dieser Form. Dann hatte ich einen dieser Momente… „Bling“ die Küche erhellte sich und mir fiel was ein. Voreiniger Zeit hatte ich ja bei einem Kaffeeverkaufskette 4 kleine Tart-Formen (nicht zu verwechseln mit Tortelett) mit herausnehmbaren Boden erstanden. Supi, passt.

Nur eines vorweg, dieses Rezept ist nicht für den Heißhunger nach Pie oder Tarts geeignet. Mit Ruhe-Zeit dauert es fast 3 Std. bis man in den Genuss dieser sättigenden Törtchen kommt. Sättigend? Ja, sättigend. Die kleine Törtchen haben ca. 10cm Durchmesser und in einer Sitzung schafft man vielleicht die Hälfte auf zu mümmeln. Es sind insgesamt 4 Törtchen, aber satt werden sicherlich 6-8 Personen.

Pie-Crust-Rezept

  • 220g Mehl
  • Prise Salz
  • 1 TL Zucker
  • 160g kalte Butter, gewürfelt.
  • 2-3 EL kaltes Wasser

Das Mehl in eine Schüssel sieben und mit dem Salz und Zucker vermischen. Die gewürfelte Butter hinzufügen und mit einem Spachtelmesser (oder stumpfes Messer) mit dem Mehl weiter zerkleinern. Die restlichen Butterstückchen mit de4n Findern zerbröseln. Das Wasser hinzufügen und mit dem Spachtelmesser rühren. Man sollte möglichst nicht zu viel mit den Händen kneten, damit die Butter nicht zu sehr schmilzt. Wenn Ihr unter „Eiskaltes-Händchen“ leidet, kann man auf das Spachtelmesser verzichten 😉

Den fertigen Teig in Frischhalte Folie einwickeln und für 20 Minuten in den Kühlschrank kalt stellen.

Den Backofen auf 190°C vorheizen und den Teig aus dem Kühlschrank nehmen. ist er zu hart zum ausrollen noch etwas liegenlassen. Die Formen ausbuttern.

Den Teig in 4 Portionen teilen und etwas größer als die Form ausrollen, auf das Nudelholz (oder Ersatzwalze wie Rotwein Flasche) aufrollen und vorsichtig in die gefettete Form auskleiden. Den Boden mit einer Gabel anpieksen.

Nun werden die Pie-Crusts „Blind gebacken“, das bedeutet für jedes Pie etwas Backpapier passend zuschneiden, auf den Teig legen und die Form mit Erbsen oder Bohnen oder Reis (alles getrocknet natürlich) füllen, damit der Teig auch schon in Form bleibt.

Die Förmchen für ca. 20 Min. bzw. bis der Teig gold-braun ist backen. Vollständig auskühlen lassen bevor man sie füllt.

Dieser Pie-Crust ist  knusprig und leicht krümelig und wahrscheinlich verantwortlich für das sättigende Gefühl, denn die Füllung besteht nur aus Blaubeeren, Zucker, etwas Speisestärke und Zitrone. Aber ich vermute die Blaubeeren haben da auch ihre Finger im Spiel. Der Teig kommt auch sehr gut ohne Zucker aus, es gibt auch süße Versionen, aber in der Füllung ist genügen Zucker.

Bei Amerikanischen Rezepten reduziere ich fast immer die Zucker Menge aber in diesem Fall habe ich mich ziemlich an die Original Menge gehalten. Die Süße wird nicht nur wegen dem Boden ausbalanciert, sondern vor allem wegen den Blaubeeren. Die waren ja nicht so süß wie z.B. die Erdbeeren.

Blaubeer Pie Füllung

  • 170g Zucker
  • 2,5 EL Speisestärke (Kartoffel oder Mais)
  • 1/4 TL Salz
  • 1/4 TL Zimt
  • 160ml Wasser
  • 500g Blaubeeren
  • 1 TL Vanille Extrakt
  • 2 EL Butter
  • 3 TL Zitronensaft
  • 1 TL Zitronenabrieb

In einem Topf den Zucker, Stärke, Salt, Zimt und Wasser vermischen. Ca. 70g der Blaubeeren hinzugeben und unterrühren aufkochen. Die Heidelbeeren dabei ggf. mit einem Kartoffelstampfer zerdrücken. Weiter kochen bis die Masse eindickt. Den Topf vom Herd nehmen und Vanille, Butter, Zitronensaft und -abrieb unterrühren. Abkühlen lassen.

Schneller geht’s wenn man dem Topf ein Eisbad geht und dabei ab und zu rührt.

Ca. 200g von den Blaubeeren zur Seite stellen. Die restlichen Blaubeeren unter die kalte Masse heben, bis alle bedeckt sind.

Nun die Heidelbeermasse gleichmäßig auf die Törtchen aufteilen. Nicht überfüllen. Die Törtchen nun mit der zur Seite gestellten Blaubeeren zu bedecke und für ca. 2 Std. in den Kühlschrank geben.

Wenn was von der Füllung übrig bleibt, einen Löffel nehmen und beim wech naschen sich auf die Törtchen freuen.

Viel Spaß beim Nachbacken.

Nachtrag

Simone von Ofenlieblinge sucht „Leckere Früchtchen“…einfach aufs Bild klicken und nachschauen was es dort noch leckeres gibt.

Erdbeer Curd ohne Ei

Vielleicht wisst ihr das schon aber ich bin nicht so der Marmeladen-Typ, wenn ich die nicht „verbacke“ wird sie bei mir doch schon mal schimmelig. Außer Lemon Curd, dieser lecker sämiger Aufstrich hats mir angetan und kann man kann es auch gut selber machen.

Meine erste Curd variante war Apple Lemon Curd, super lecker, aber es ist (noch) Erdbeerzeit und bei der „Post aus meiner Küche“- Aktion unter dem Motto „Verry Berry“ bin ich auf Tamara von StudentenKüche Beitrag gestoßen: Macarons mit Strawberry Curd. Erdbeer Curd klingt lecker.

Aber wie so oft wenn ich spontan etwas Zubereiten will, fehlen mir wesentliche Zutaten, diesmal hatte ich nicht genügend Eier im Haus. Naja was solls dachte ich mir, aber ich wollte unbedingt Erdbeer Curd essen, also suchte ich nach einer anderen Möglichkeit. Das Zauberwort ist Vegan! Im Gegensatz zu Vegetarier essen die ja keine Eier 🙂 Bei Pinterest bin ich auch fündig geworden, die Suche nach Strawberry Curd führte mich zu „Buttercream & Chantilly Factory„. Laure bloggt dort auf Englisch und Französisch über ihre Reise in die Welt der Patisserie. Die schönen Bilder lassen einem schon das Wasser im Mund zusammenlaufen, also sehr zu empfehlen, nicht nur für alle die ein „Sweet-Tooth“ haben.

Der Erdbeer Curd oder heißt es das Erdbeer Curd, egal es schmeckt super lecker fruchtig und sämig, auch ohne Ei. Natürlich beeinflusst der Süßungsgrad der Erdbeeren den Geschmack. Meine waren aromatisch aber auf der leicht säuerlichen Seite, trotzdem habe ich nicht so viel Süßungsmittel im Rezept verwendet, ich mag’s lieber leicht säuerlich. Also probiert besser die Masse vor dem aufkochen und süßt ggf. etwas nach.

Erdbeer Curd

  • 250g Erdbeeren (frisch, entstielt)
  • 60g Honig
  • 20g Agaven-Dicksaft
  • 20g Speisestärke
  • 30g Zitronensaft (ca. 1/2 große Zitrone)
  • 28g Butter

Erdbeeren fein pürieren und durch ein Sieb geben um die Kerne zu entfernen. Möglichst viel von dem Saft auffangen.

In eine kleine Schussel die Speisestärke mit dem Zitronensaft gut vermischen.

In einem Kochtopf das Erdbeerpüree, Honig, Agaven-Dicksaft, Zitronen/Stärke Gemisch mischen und bei mittlere Hitze unter Rühren erwärmen bis sich die Masse eindickt, ca. 10 Min.

Den Topf vom Herd nehmen und zügig die Butter einrühren bis die Masse schön geschmeidig ist. In sterilisierte Gläser füllen und abkühlen lassen. Beim Abkühlen dickt der Curd nach.

In dem Kühlschrank aufbewahren und binnen eine Woche aufbrauchen.

Für eine „Voll-Vegane“ Version den Honig durch Agaven-Dicksaft und die Butter mit Margarine ersetzen. Habt ihr kein Agaven-Dicksaft (erhältlich im Bio-Laden) könnt Ihr ruhig 80g Honig nehmen. Ich steh nur nicht auf den Honiggeschmack.

Viel Spaß beim Nachkochen.