Schokoladenkuchen!

Es klingelt an der Tür.

„Hallo?“ rauscht es in der Gegensprechanlage.

„Überfallkommando!“

„Äh…okay. Kommt rein.“

So oder so ähnlich haben einige Freunde und ich einen lieben Freund zu einem nachträglichen Geburtstagsbesuch überfallen. Als eine kleine Entschädigung gab es natürlich auch Kuchen. Ich wüsste nicht genau ob das Geburtstagskind einen Lieblingskuchen hat, aber dachte mir mit Schokoladenkuchen liegt man eigentlich nie daneben.

chococake

Der Plan war eigentlich einen Schokokuchen mit Erdbeer-Mascarponecreme-Füllung, aber die Erdbeeren habe ich am Tag zuvor vernascht und die Mascarpone war abgelaufen. Für einen mega aufwendigen Kuchen war die Zeit nach Feierabend auch einfach zu knapp. Auf der Suche nach Inspiration bin ich bei Donna Hay’s Seite gelandet, genauer gesagt bei Ihrem „four tier chocolate layer cake„. Das Rezept für ihren 4-lagigen Kuchen ist für eine (bzw. zwei) 12cm Backform ausgelegt. Ich habe den Kuchen in einem Schwung in eine 18cm Springform gebacken, da ich nur die eine Backform habe. Somit hatte der Kuchen dann „nur“ 2 Lagen. Der fertige Kuchen war oben auch gewölbt, aber den habe ich einfach wech gesäbelt und beim Anrühren der Frischkäsefüllung vernascht.

Beim Transport sollte man auch vorsichtig sein, vor allem wenn der Kuchen nicht nach dem Zusammenbau gut durchgekühlt wurde. Die oberste Lage kann leicht verrutschen, also vorsichtig mit Gas & Bremse 😉

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Schokoladenkuchen mit Schokoladenfrischkäsecreme

Schokoladenkuchen

  • 125ml Wasser
  • 60g Butter
  • 2 EL Kakaopulver (nicht Kaba)
  • 150g Mehl
  • ½ TL Natron
  • 200g Zucker (fein)
  • 1 Ei (L)
  • 60ml Buttermilch
  • ½ TL Vanillepaste

Den Ofen auf 150°C vorheizen.

Wasser, Butter und Kakaopulver in einem Topf geben und auf mittlere Hitze rühren bis die Butter vollständig geschmolzen ist.

Mehl, Natron und Zucker in eine Schüssel verrühren. Die Kakaomasse mit einem Schneebesen unterrühren. Ei, Buttermilch und Vanillepaste dazugeben und alles gut verrühren.

Die Masse in eine leicht gefettete 18cm Springform geben. Bei 150°C ca. 60 Minuten oder bis zur positiven Stäbchenprobe backen. Den Kuchen noch 5 Minuten in der Form ruhen lassen und dann auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Schokoladenfrischkäsecreme

  • 50g weiche Butter
  • 250g Frischkäse (z.B. Philadelphia)
  • 160g Puderzucker (gesiebt)
  • 30g Kakaopulver
  • Prise Salz
  • 1 TL Vanillepaste

Butter mit Frischkäse mit einem Standmixer cremig rühren (ca. 6 Minuten). Puderzucker, Kakaopulver, Salz nach und nach hinzufügen und weitere 6 Minuten rühren lassen. Zum Schluss die Vanillepaste unterrühren.

Zusammenbau

Die Oberfläche vom Kuchen begradigen (gewölbten Deckel vorsichtig abschneiden) und vorsichtig in zwei gleichgroße Scheiben teilen. Die unter Scheibe auf einem Kuchenteller legen und großzügig (ca. 2/3) mit der Schokocreme bestreichen. Die zweite Lage vorsichtig auf die Creme legen, zurechtrücken und leicht andrücken. Die restliche Creme auf die 2. Lage verteilen und mit Schokospäne dekorieren. Mindestens 1 Std. kalt stellen.

Stachelbeeren und Brot

In meiner Kindheit gab es bei meiner Tante oft Stachelbeerenmarmelade. Sie hatte 3-4 große Büsche mit grüne und rote und daraus wurde literweise Kompott, Gelee oder Marmelade gekocht. Dazu gab es dann auch immer frisch gebackene Stuten (süßes Weißbrot) aber für mich dann ohne Rosinen.

Ich weiß nicht warum, aber Stachelbeeren haben nie ihren Weg in meine Küche gefunden. Als ich diese frischen Stachelbeeren bei meinem Gemüsehändler sah, machte es „bling“ und ich wusste, dass ich daraus ein Chutney machen wollte. Eigentlich zum letzten Grillen, aber ich hatte einfach keine Zeit. Ehrlich gesagt kann man sich sicherlich was besseres Vorstellen als bei 30°C sich in die Küche zu stellen und zu kochen. Aber nach einer Woche „kalten Küche“ hat es mich in die Finger so gejuckt, dass ich mich gestern Abend um 9 noch an den Herd gestellt habe. Dabei rausgekommen ist ein feiner süß-saurer aromatischer Chutney. Dieser Chutney passt wunderbar zu Kurzgebratenem oder zu Käse oder auch auf ein Turkey-Sandwich.

gooseberrychutney

Im Kühlschrank hatte ich Roast Turkey Aufschnitt, Chutney auch, aber was fehlte war Brot. Ich wollte schon lange mit dem Brotbacken anfangen, aber habe ich oft einfach keine Geduld dazu. Zu meinem Glück bin ich auf ein tolles Brot-Rezept für Faule wie mich gestoßen: Irish Soda Bread. Gefunden in mein Buchregal in „Bread Revolution“ von Duncan Glendinning & PatrickRyan. Das Rezept ist so einfach und innerhalb von 35-40 komplett fertig, je nachdem wie schnell man die Zutaten abwiegt 😉

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Stachelbeer Chutney (gefunden bei Chef Heidi Fink) Menge ausreichend für ca. ein 250ml Glass

50g (Dark) Muscovado Zucker

100g Zucker

1/4 TL Salz

75ml Mangoessig (oder Weißwein Essig)

75ml Wasser

2 Pimentkörner

4 grüne Kardamom Kapseln

1/4 TL Cassia geschrotet (Gewürzrinde/Zimtkassie)

300g Stachelbeeren (geputzt)

Zucker, Salz, Essig und Wasser in einem mittelgroßen Topf geben und gut verrühren. Die Gewürze grob mörsern, in einen Teebeutel (oder ähnliches) geben und mit in dem Topf geben. Den Topf zum Kochen bringen und 3-5 Minuten kochen lassen.

Die Stachelbeeren hinzufügen erneut aufkochen lassen und dann bei niedrige bis mittlere Hitze 25-30 Minuten köcheln lassen. Zwischen durch die weichen Stachelbeeren zerdrücken und umrühren.

Den Gewürzbeutel vorsichtig ausdrücken und entfernen. Den Chutney in ein sterilisiertes Glass füllen und fest verschließen. Im Kühlschrank aufbewahren. Ob der Chutney sich wirklich 6 Wochen hält, kann ich noch nicht bestätigen 😉

Irish Soda Brot (Menge für 20cm Kastenform)

250g Mehl Type 812

1/2 TL Salz

1 TL Zucker

1 TL Natron

250ml Milch (3,5%)

2,5 TL Rapsöl

2,5 TL Rotwein Essig

In einer Schüssel Mehl, Salz, Zucker und Natron vermischen. Eine Mulde hinein drücken und Milch, Öl und Essig hinzufügen und alles gut verrühren. Der Teig wird flüssiger sein, ähnlich wie Kuchenteig.

Die Backform leicht einfetten und den Teig einfüllen. Bei 200°C ca. 35 Minuten oder bis zur positiven Stäbchenprobe backen. Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen. Die Kruste wird nach dem Abkühlen weicher werden.

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English Version

In my childhood my aunt often made gooseberry jam. She had 3-4 large bushes with green and red gooseberries, and each season made gallons of stewed fruit, jelly or jam. In Addition she always fresh baked sweet white bread and for me extra without raisins. Fresh sweet bread and gooseberry jam… nomnom.

I do not know why, but gooseberries have never found their way into my kitchen until today. When I saw these fresh gooseberries from my greengrocer it went „bling“ and I knew I wanted to make chutney out of it. I intended actually to make it for the last barbecue, but I simply had no time. Honestly, I can imagine something better than to stand in the kitchen at 30 ° C and cook. But after a week of „cold kitchen“ I got the itch so that last night at 9 pm I fired up the stove. Out came a fine aromatic sweet and tart chutney. This chutney fits perfectly with fried meats or cheese or even a turkey sandwich.

I had roast turkey in the fridge, chutney too, but what was missing? Bread! I’ve wanted to start with the bread baking for a long time, but I often just have no patience for it. Luckily, I found a great bread recipe for the lazy like me: Irish Soda Bread. The recipe I found on my book shelf in the cookbook „Bread Revolution“ by Duncan Glendinning and Patrick Ryan. This recipe is so simple and can be completely finished within 35-40 minutes, depending on how fast you weigh the ingredients 😉

Gooseberry chutney (adapted from Chef Heidi Fink) amount sufficient for approx 250ml Glass

  • 50g (dark) muscovado sugar
  • 100g sugar
  • 1/4 tsp salt
  • 75ml mango vinegar (or white wine vinegar)
  • 75ml water
  • 2 allspice berries
  • 4 green cardamom pods
  • 1/4 teaspoon crushed cassia (bark spice / Cassia)
  • 300g gooseberries (cleaned)

Add sugar, salt, vinegar and water in a medium saucepan and mix well. Crush the spices coarsely with a pestle, put in a tea bag (or similar) and add to the pot. Bring to a boil and cook for 3-5 minutes.
Add the gooseberries, again bring to a boil and then let simmer for 25-30 minutes at low to medium heat. Mash and stir the soft gooseberries.

Squeeze the spice bag carefully and discard. Pour the chutney into a sterilized glass and seal it. Store up to 6 weeks in the fridge. If the chutney can really be stored six weeks, I cannot confirm yet 😉

Irish soda bread (20cm loaf tin)

  • 250g flour type 812
  • 1/2 tsp salt
  • 1 tsp sugar
  • 1 tsp bicarbonate of soda
  • 250ml milk (3.5%)
  • 2.5 tsp canola oil
  • 2.5 tsp red wine vinegar

In a bowl, combine flour, salt, sugar and baking soda. Make a well in the dry mix and add milk, oil and vinegar. Mix well. The batter will be liquid, like cake batter.

Lightly grease the loaf tin and pour in the batter. Bake at 200 ° C for about 35 minutes or until the toothpick comes out clean. Cool on a wire rack. The crust will be soft after cooling.

Kaffeeklatsch am Sonntag

Heute zeigt 3sat im Rahmen ihres Thementages „Kaffeehaus G’schichten“ den ganzen Tag Berichte und Sendungen rund ums Kaffee. Eigentlich auch nicht verwunderlich, da Kaffee noch vor Bier das Liebste-Getränk der Deutschen ist.  Schon im 17 Jhd. wurden Damen aus gutem Hause zum Kaffeekränzchen eingeladen, da es sich für Frauen ja auch nicht schickte in den öffentlichen Kaffeehäusern dieses anregendes Heißgetränk zu konsumieren. Sozusagen als Pendant zum Männer Stammtisch. Ich weiß nicht ob heutzutage immer noch das Kaffeekränzchen oder Kaffeeklatsch mit festen Mitgliedern und Termine zelebriert werden, vielleicht noch unter ältere Generationen. Sonntags zum Kaffee & Kuchen einzuladen oder eingeladen zu werden ist aber was Feines. Ich finde es hat nichts mit Spießigkeit zu tun, denn wer isst nicht gerne mal ein schönes Stück Kuchen zum Kaffee in gesellige Runde und die Männer sind dabei natürlich auch herzlich willkommen 😉

Um diesen Sonntag (der heute seinen Namengerecht wird) zu zelebrieren gab es meinen Lieblingskuchen: Erdbeerkuchen natürlich mit Biskuit und Pudding. Normalerweise nehme ich zum Kuchen backen gerne eine kleine 18 cm Backform, aber für Erdbeerkuchen dann doch lieber etwas größer NJAM 😀 Das Rezept habe ich bei „Frag Mutti“ gefunden und habe die Menge für eine 26er Form verwendet, aber der Boden war ganz schon dick. Fast dicker als die Erdbeerschicht. Ich mag’s lieber wenn der Boden etwas dünner ist. Beim nächsten Mal werde ich das Rezept auf 2 Eier „umrechnen“ und evtl. größere Erdbeeren. Ich habe zwar zig verschiedene Backformen, aber keine „Tortenboden-Form“, also habe ich eine Springform verwendet. In den Kommentaren stand, man sollte die Form nicht einfetten und somit sollte sich beim Backen automatisch einen Rand bilden (weil er fest klebt), aber anscheinend ist die Anti-Haftbeschichtung bei meiner Springform noch super in intakt. Mein Boden hatte wohl deswegen auch keinen erhöhten Rand oder Mulde. Wer einen „sauberen“ Erdbeerkuchen will, sollte beim Belegen einen Tortenring verwenden. Ich habs aus Mangel an einem nicht getan, aber ich finde so sieht er noch ein bisserl rustikaler aus 😉

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Biskuitboden für Erdbeerkuchen

  • 3 Eier (L)
  • 90g Zucker
  • 1 TL Vanillezucker
  • 90g Mehl

Die Eier trennen. Eiweiß und Zucker mit dem Handrührer steif schlagen bis sich spitzen bilden. Die Eigelbe verquirlen und auf niedrige Stufe unter das Eiweiß rühren. Das Mehl auf die Masse sieben und mit einem Schneebesen unterheben.

Den Boden der Springform mit Backpapier auslegen und den Teig geleichmäßig einfüllen und glatt streichen.

20-30 Minuten auf unterste Schiene bei 175°C backen. Nach 20 Minuten nachschauen ob er nicht zu dunkel wird, ggf. mit einem Zahnstocher kontrollieren (Stäbchenprobe) ob das Biskuit schon fertig ist.

Wünsche euch einen sonnigen Sontag!

English Version

Today 3sat (German TV station) shows as part of their theme day „Coffee Tales“ the whole day reports and broadcasts about coffee. This is actually not really surprising, since coffee is the favored drink of the Germans even before beer. In the 17th century women from good situated houses were offen invited for tea parties (in Germany called Kaffekraenzchen).  In that time it was frowned upon or not appropriate for a lady to be seen in a public coffee house and to consume this stimulating hot drink. The “Kaffeekranzchen” were sort of like a counterpart to the men`s “Stammtisch”. I’m not sure if the tea party with its fixed members and scheduled dated is still celebrated today, maybe with some older generations. But to invite or get invited on Sundays for coffee & cake is something nice. I don’t think it is old-fashioned… well who doesn’t like to eat a nice piece of cake with coffee in nice company and men of course are also welcome 😉

To celebrate this Sunday (today it’s consistent with its namesake) I baked my favorite cake: strawberry cake with sponge and custard. Normally I like to bake a cake in small 18 cm baking pans, but for strawberry cake I prefer slightly larger pans 😉 MORE CAKE! The recipe for the sponge cake I found at „Frag Mutti“ (ask mom). I used the amount recommended for a 26cm baking pan, but the finished sponge was quite high. Almost thicker than the strawberry layer. I like it better when the ground is slightly thinner. Next time I’ll convert the recipe down to 2 eggs and possibly use larger strawberries. Although I have dozens of different baking pans, I don’t have a „pie crust“ shape, so I used a springform pan. In the comments someone said, you should not grease the mold and there would automatically form an edge (because its stuck to the sides) while baking, but apparently the non-stick coating of my springform pan is obviously still in great shape. That’s probably why my sponge had no raised edges. If you want a „clean“ strawberry cake, you should use a cake ring for assembling the topping. I didn’t have one handy, but I like it when it looks a little bit rustic ;).

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Biscuit base for strawberry cake

  • 3 eggs (L)
  •  90g sugar
  • 1 teaspoon vanilla sugar
  • 90g flour

Separate the eggs. Beat egg whites and sugar with hand mixer until stiff peaks form. Whisk the egg yolks and stir into the egg whites on low setting. Fold in the flour with a whisk.
Line the bottom of the springform pan with baking paper and pour in the batter evenly and smooth.
Bake for 20-30 minutes at 175 ° C on the bottom rack until its light brown. Check after 20 minutes if it is not too dark, possibly with a toothpick to see if the sponge is ready.

Schachbrett zum Geburtstag

Ich weiß schon wieder Kuchen, aber diese Woche hatte mein bester Freund Geburtstag und da muss natürlich ein Geburtstags-Kuchen her. Letztes Jahr gab es die mega Farbbombe – der Rainbow Cake mit 6 verschiedenfarbigen Lagen. Damit war die Messlatte schon hochgelegt und ich wollte es dies Jahr auch unbedingt übertreffen. Wäre ja sonst langweilig, oder? Außerdem habe ich dank dieses Blogs über das letzte Jahr sehr an meine Backfertigkeiten gearbeitet ;). Das Schöne an dem Rainbow Cake war der Überraschungseffekt…von außen war der Kuchen etwas unscheinbar und erst durch das Anschneiden kamen die quietsch bunten Lagen zum Vorschein. Ihr hättet mal das Gesicht des Geburtstagskindes und Gäste sehen sollen. Genau dafür hatte sich die Arbeit gelohnt. Genau diesen Effekt wollte ich dieses Jahr wiederholen. Ich habe in den Wochen vor dem Geburtstag schon angefangen zu überlegen wie ich das anstellen sollte. Viele Inspirationen bei Pinterest, Tastespotting, Foodgawker und Co. angeschaut, aber es letztendlich doch in einem meiner zahlreichen Backbuch gefunden.

Als ich das erste Mal „Bake it like you mean it“ von Gesine Bullock-Prado in den Händen hielt, hatte ich mich direkt Verliebt. Alleine schon das Kuchenkunstwerk auf dem Cover hat mich begeistert. Im englischen Sprachraum sagt man zwar „never judge a book by its cover“, aber alleine schon wegen dem Cover ist das Buch in meinem Einkaufswagen gewandert und es hält was es verspricht. Neben den aufwendig konstruierten Kuchen mit dem WOW-Effekt, findet man auch „einfaches“ wie  Meringue Tarts, Angelcake, verschiedene Cheesecakes oder Bienenstich. Eigentlich wollte ich den Kuchen vom Cover baken, aber diese Challenge hebe ich mir auf für ein Tag an dem ich mehr Zeit als ein paar Stunden nach Feierabend habe und ehrlich gesagt habe ich mich daran nicht getraut ;).

Meine Wahl fiel auf das Checkerboard (Schachbrett Kuchen). In dem Buch kommt es eigentlich als eine Art „Bauanleitung“ daher. Für den Kuchenteig und Buttercreme wird das Rezept auf der vorherige Seite „Interior Hart“ empfohlen und dann wie in dem Tutorial weiter verarbeitet. Leider fehlt in der Bauanleitung ein wesentliches Detail: die Teig-Menge reicht für 2 Schachbrett Kuchen mit je 4 Lagen und 15cm Durchmesser. Ich wollte ja wie auf dem Bild in der Anleitung ein kleinen Kuchen und keine riesen Torte backen. Dies hätte ich auch schon merken sollen als ich die Zutaten-Liste durchgelesen habe. 450g auf 800g Zucker und 10 ganze Eier… mal davon abgesehen, dass mein Standrührer solche Mengen nicht ohne weiteres verarbeiten kann.

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Die Menge an weiche Butter mit dem Zucker cremig zuschlagen war eine echte Herausforderung für meinen „normalen“ Standmixer und schon gar nicht in den angegebenen 5-10 Minuten zu erreichen. Ich habe mich echt gewundert, dass sie dabei nicht mit qualmend den Geist aufgegeben hat, aber irgendwann nach einer gefühlten Ewigkeit habe ich es geschafft und habe auch noch die 10 Eier nach einander hinzugefügt. Soweit so gut, allerding sollte dazu noch Mehl und Buttermilch kommen und das hätte meine doch recht große Rührschüssel gesprengt. Also Plan B. Ich habe die Eier-Butter-Masse abgewogen, auf zwei Schüssel aufgeteilt und mit der halben Menge an Mehl und Buttermilch fertig gerührt. Die andere Hälfte wollte eigentlich nicht einfach weg kippen, also wurde der auch zu einem Teig verarbeitet. Kuchen kann man schließlich in Frischhaltefolie eingepackt ja gut einfrieren oder man macht daraus Cake Pops oder Rumkugeln.

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Nachdem ich die zwei Teig Portionen fertig gerührt hatte, stellte ich allerdings fest, dass ich doch Beide brauche, denn sonst wäre der Teig auf meinem Standard Backblech bestimmt zu dünn ausgelaufen. Vielleicht auch nicht, aber ich wollte das nicht riskieren. Der Teig sollte sowieso zweigeteilt werden, also habe ich mir zumindest den Schritt schon mal gespart 😉 Nach dieser Erfahrung mit den Teig-Mengen hatte ich vorsorglich nur die halbe Menge an Buttercreme zubereitet. Ich war mir zunächst nicht sicher ob dies für das Füllen, Crumbcoat und Überzug reichen wurde, aber es ging genau auf. Yeay!

Schön verzierte Kuchen und Torten schau ich mir gerne an und bewundere Alle die diese Zuckerkreationen in liebevolle Kleinstarbeit herstellen können, aber in dieser Hinsicht habe ich noch kaum Erfahrung. Also war der die Torte „Hübsch“ machen für mich eine Herausforderung. An Verzierung oder aufwendige Deko war nicht zu denken, schon gar nicht wenn man nicht die richtigen Tools  hat. Meine persönliche Challenge war es einfach eine glatte gleichmäßige Oberfläche hin zu bekommen. Es hat zwar ein bisserl Zeit und ein paar Korrekturen gebraucht, aber ich denke für den ersten Versuch ist es nicht schlecht geworden… wenn man nicht ganz so Kritisch genau hinsieht 😉

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Es heißt ja das Beste kommt zum Schluss und es kam wirklich. Die großen Augen und die Freude im Gesicht vom Geburtstagskind war der ganze Aufwand wirklich wert 😀

Die schwarzen Kuchensteine habe ich mit Kakao „aromatisiert“ und auch noch mit etwas schwarzer Lebensmittel-Farbe eingefärbt. Es schmeckte schon schokoladig, aber denke ein bisserl mehr hätte auch nicht geschadet. In dem hellen Teig habe ich Passionsfruchtpüree verarbeitet. Von dem hat man aber leider kaum was geschmeckt. In dem unten stehendem Rezept habe ich die Menge Passionsfruchtpüree bereits verdoppelt oder man lässt es einfach weg 😉 . Die Menge vom Kakao habe ich allerdings nicht verändert.

Die Buttercreme wird mit Eiweiß hergestellt. Wer also unsicher wegen ungekochtes Eiweiß ist, sollte auf jeden Fall sich ein Zuckerthemometer (oder ähnliches) besorgen und die Eier auf 72°C erhitzen. Das Schöne an dieser Variante der Buttercreme ist, dass sie wirklich weiß wird. Die war schon lecker aber halt wirklich mächtig. Denke für den Kuchen im Froster werde ich allerdings eine Frischkäsevariante verwenden. Mal sehn ob das auch so stabil wird.

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Schachbrett Kuchen (inspiriert von „Bake it like you mean it“)

Das Rezept ist für einen Kuchen mit 15cm Durchmesser und 4 Lagen ausgelegt.

Zubehör:

  • Backblech/-pfanne oder Backrahmen  mit ca. 20x35cm
  • Ausstecher, Teller, Deckel oder Ähnliches mit einem Durchmesser von 15cm, 10cm & 5cm
  • Standmixer
  • Zuckerthermometer
  • Kuchenpalette/-messer und Teigschaber/-spachtel
  • Platz im Gefrierschrank

Teig

  • 228g weiche Butter
  • 400g Zucker
  • 5 Eier L
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 375g Mehl
  • ½ TL Salz
  • 1 EL Backpulver
  • 300ml Buttermilch
  • 60ml Passionsfruchtpüree
  • 30g Kakao
  • Schwarze Lebensmittelfarbe (z.B. Gelfarben von Wilton)

Im Standmixer mit Schneebesenaufsatz Butter und Zucker schlagen bis die Masse hell und cremig wird. Dabei gelegentlich die Seiten runter kratzen. Die Eier nacheinander hinzufügen. Jedes Ei ca. 30 Sekunden mixen bevor man den nächsten hinzu gibt. Vanille Extrakt hinzugeben.

In einer zweiten Schüssel Mehl, Salz und Backpulver mischen. Den Standruhrer auf niedrig stellen und abwechselnd Mehl und Butter milch unter rühren. Dabei gelegentlich die Seiten runter kratzen.

Den Teig abwiegen und auf zwei Schusseln aufteilen. In der einen Schüssel Passionsfruchtpüree unter rühren. In der zweiten Schüssel Kakao unter rühren, dann mit der Lebensmittelfarbe einfärben.

Den Teig auf einem Backblech glat streichen und bei 180°C ca. 30 Minuten backen. Zum Testen ob der Teig fertig ist, in der Mitte leicht eindrucken und wenn er zurück springt ist er fertig.

Mit einem Ausstecher oder Deckel usw. 15cm Kreise ausstechen. Darin wiederholen mit 10cm und 5cm Ausstecher. Die Kreise vorsichtig vom Backblech und voneinander trennen. Abwechselnd wieder zusammensetzten. Die Kuchenreste z.B. zu Cake Pops oder Rumkugeln verarbeiten.

Buttercreme

  • 5 Eiweiß
  • 200g feinster Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 342g weiche Butter

In der Schüssel vom Standmixer Eiweiß und Zucker mischen. Dann über einem Wasserbad mit einem Schneebesen weiter  rühren bis der Zucker sich vollständig aufgelöst hat und die Zuckereimasse handwarm ist. Habt Ihr Bedenken wegen ungekochtes Eiweiß, die Masse auf 72°C erhitzen.

Die Zuckereimasse mit dem Standmixer (Schneebesenaufsatz) so lange auf hoher Geschwindigkeit schlagen, bis sich das Volumen vervierfacht hat und die Masse sich abgekühlt hat. Die weiche Butter Esslöffelweise hinzufügen. Sieht es aus als wenn die Buttercreme sich trennt, einfach weiterschlagen, die kommt dann nach ein paar Minuten wieder zusammen.

Zusammenbau

Notiz: Aus einem Stück Pappe mit Frischhaltefolie bezogen habe ich einen Kuchenuntersetzer (Tortenuntersetzter) gebastelt, weil meine Tortenplatte nicht in den Gefrierschrank passt.

Die unterste Kuchenlage auf einen flachen Teller oder Kuchenuntersetzer stellen, darauf gleichmäßig 1-3 EL Buttercreme verteilen. Die zweite Lage darauf legen und leicht andrücken. Die Ringe in einer Kuchenlage waren bei mir leicht Unebenheiten und habe dies einfach mit der Buttercreme ausgleichen. Wiederholen bis zur letzten Lage.

Damit die äußere Schicht nicht voller Krümel ist, verpasst man den Küchen einen sogenannten „crumb coat“. Die Seiten und oberste Lage der Buttercreme bestreichen. Sie muss jetzt nicht 100%ig glatt sein. Etwas Buttercreme für das Finish zur Seite stellen. Den Kuchen dann für ca. 10 Minuten in den Gefrierschrank stellen oder etwas länger in den Kühlschrank stellen bis die Buttercreme sich gesetzt hat und sich fest anfühlt. Dann in einer zweiten Lage die restliche Buttercreme mit einem Teigspachtel /Kuchenpalette usw. glatt auf den Kuchen verteilen und glatt streichen. Hierbei kann es hilfreich sein das Werkzeug kurz in heißes Wasser zu tauchen. Wichtig gut abtrocken.

Puhh… das Ganze hört sich kompliziert an, oder? Aber das war es nicht wirklich. Aufwendig schon aber nicht kompliziert. Man braucht eigentlich nur Zeit und Geduld. Die Buttercreme muss man auch nicht glatt streichen, der „Rustig Look“ ist auch ganz schön. Das war übrigens auch mein Plan B 😉

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende. Im nächsten Post gibt es kein Kuchen, versprochen 😉

Happy World Baking Day!

Heute ist World Baking Day und ich stelle mich der Bake Brave Challenge und habe etwas gebacken, was ich noch nie gebacken habe. Im Sinne von meiner Kindheitslieblingsserie „to boldly go where no (wo)man has gone before“. Die Challenge wurde aufgerufen von Worldbakingday.com. 100 internationale Blogger haben Kuchen und Gebäck Rezepte eingereicht, die nach Schwierigkeit von Level 1 bis 100 eingeteilt wurden. Ich wusste wirklich nicht wofür ich mich entscheiden sollte, die Einreichung von Backbube Markus „Knackige Erdbeer-Schokoladen-Torte mit gestreiftem Biskuit & Glanzguss“ (Level 99) oder Vickie de Beer’s „Erdnussbutter/Schokolade-Kuchen“ (Level 78) haben mich sehr gereizt. Entscheiden habe ich mich allerdings für Gosia’s Cheese Cake ohne Milchprodukte.

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Cheese Cake ist eigentlich keine so große Herausforderung, aber Cheese Cake ohne Milchprodukte habe ich noch nie gebacken und ich war sehr gespannt wie dieser schmeckt. Alle Zutaten wie Mandelmilch, Hirse und Sahne Ersatz habe ich dann im Bio-Supermarkt gekauft, nicht weil es unbedingt Bio sein sollte, sondern weil ich dort auf einem Schlag alles bekomme. Im „normalen“ Supermarkt findet man zwar schon einige Milchersatz-Produkte, aber leider nicht überall.

Ich weiß nicht ob ich einfach nur einen schlechten Tag hatte, aber einige der Rezeptteile haben nicht so geklappt wie es ich mir dachte, oder ich habe die „Anweisungen“ falsch verstanden.

Ausgelegt ist das Rezept für eine 18cm Springform, aber der Boden wäre besser in eine größere Form aufgehoben. Denke min. eine 20er oder evtl. 22er. Er brauchte auch erheblich länger als die angegebene Zeit um gold-braun zu werden. Ich habe ihn dann auch noch im Ofen fast vergessen, so dass er sehr braun wurde. Vorm Backen würde ich den Teig allerdings noch ca. 1 Std im Kühlschrank ruhen lassen, dann ist er auch leichter auszurollen.

Für mich war die schwierigste Zutat in dem Rezept die Hirse. Ich habe noch nie Hirse gekocht oder überhaupt verwendet. An dieser Stelle ist das Rezept für mich etwas zu ungenau. Was ist trockene Hirse, gibt es auch feuchte Hirse? Also habe ich ganze Hirse genommen, die sah zumindest sehr trocken aus. Bei der Verarbeitung hätte ich gerne mehr Infos gehabt als „Hirse in der Mandelmilch kochen. Durch ein Sieb geben oder bis zum Erhalt einer glatten, geschmeidigen Konsistenz mixen“. Wie lange sollte die Hirse kochen? Sollte der weich werden? Oder kocht man ihn nur kurz auf und siebt die Kerne raus? Ich entschied mich für das weich kochen, allerdings bis diese Kerne weich kochten hatte ich Porridge. Wie sollte ich das dann noch durch ein Sieb streichen? Außerdem hatte es so einen bitteren Nachgeschmack. Zum Glück hatte ich so eine Vorahnung und habe auch Hirseflocken gekauft. Damit klappte es deutlich besser… nur kurz auf gekocht, bis es etwas eindickt und dann durch ein Sieb gestrichen.

Den Erdbeerspiegel habe ich durch eine Himbeersauce ersetzt. Denn ich hatte keine Gelatine mehr oder Tortenguss.

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Ich war mir echt nicht sicher, ob der Kuchen schmecken würde, denn das Naschen beim Zubereiten hat mich nicht wirklich Überzeugt. Von der Konsistenz ähnelt es schon ein Cheese Cake, aber geschmacklich hat es rein gar nichts mit Cheese Cake zu tun. Meine Testesser waren aber ganz angetan und meinten es schmeckt wie Müsli. Durch die Kokoscreme hat es eine leichte Kokosnote, die anscheinend nur ich raus geschmeckt habe, denn die Anderen haben es nicht gemerkt. Die Himbeersauce hat den Kuchen richtig gut abgerundet. Nicht destotrotz war der Kuchen nicht mein fall. Zum einen wegen der Kokosnote, zum anderen fand ich das ganze hatte noch diesen komisch bitteren Beigeschmack. Denke wenn man Reis genommen hätte, also so in etwa püriertes Milchreis hätte es mir besser geschmeckt.

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Fazit: Geschmäcker sind verschieden. Meine Testesser fanden den Fake Cheese Cake lecker, ich ganz ok. Für Laktoseintolerante oder Allergiker ist es bestimmt eine super Sache. Wenn man die Gelatine dann noch durch Agar-Agar ersetzt ist er sogar Vegan.

Cheese Cake Mock-Up

  • 90 g Margarine
  • 50g feiner Zucker
  • 1 EL Walnussöl
  • 150 g Mehl
  • 100g Hirseflocken
  • 500ml Mandelmilch
  • 1 Vanilleschote
  • 125g ReisCuisine
  • 20g Margarine
  • 80g Zucker
  • 100g Kokoscreme
  • 1 TL abgeriebene Zitronenschale
  • 1 Pk. (9g) gem. Gelatine
  • 5 EL Wasser
  • 60g Erdbeeren (TK)
  • 60g Himbeeren (TK)
  • 1 EL Zucker
  • 2 EL Marsala
  • 90g Himbeeren (TK)

Margarine, Zucker, Walnussöl und Mehl gründlich verkneten, in etwas Frischhaltefolie ca. 1 Std. im Kühlschrank ruhen lassen.

In eine 18cm Springform geben und gut herunterdrücken. Ca. 20 Minuten bei 200 °C goldbraun backen. In der Form völlig abkühlen lassen.

Die Vanilleschoten auskratzen und mit den Hirseflocken in der Mandelmilch kochen, bis diese eindickt. Die Masse durch ein Sieb streichen. Die übriggebliebenen Hirseflocken entsorgen. ReisCuisne, Margarine, Zucker, Kokoscreme und Zitronenschale hinzufügen und zu einer glatten Masse rühren.

Die Gelatine im Wasser quellen lassen. In einem mittelgroßen Topf unterrühren auflösen. Nach und nach die „Käse“-Masse hinzufügen und alles gut mischen. Die Masse auf den Kuchenboden gießen und in den Kühlschrank stellen bis er fest ist. Am besten über Nacht.

Erdbeeren, Himbeeren, Zucker und Marsala köcheln bis die Früchte ganz weich sind. Die Sauce durch ein Sieb streichen um die Kerne zu entfernen. Unter der noch warmen Sauce die restlichen Himbeeren verrühren. Zur Seite stellen, bis die Himbeeren aufgetaut sind und die Sauce kalt ist.

Den Käse-Kuchen vorsichtig aus der Form lösen. Die Himbeersauce auf der Oberseite verteilen. Sofort servieren.

Machst Du auch mit beim World Baking Day? Wenn ja was hast du so alles gebacken bekommen 😉 Liebe Grüße und einen schönen Sonntag

English Version

Today is World Baking Day and I steped up to the plate and have baked something I’ve never baked before. In terms of my childhood favorite series „to boldly go where no (wo)man has gone before“. The Bake Brave Challenge was called by Worldbakingday.com. 100 international bloggers submitted cake and pastry recipes, which were classified according to difficulty from Level 1 through 100. The first challenge was choosing a recipe. The submissions from Backbube Markus „Crunchy Strawberry Chocolate Cake with Striped Biscuit and Icing“ (level 99) or Vickie de Beer’s „Peanut Butter & Chocolate Cake“ (level 78) caught my eye. I have however decided to make Gosia’s “Cheese Cake with no dairy products”. (Click for recipe)

Cheese cake is actually not such a big challenge, but I have never baked a cheese cake without dairy products and I was very curious how this tastes. All ingredients such as almond milk, millet and cream substitute I bought my organic supermarket. Not because it necessarily should be organic, but because I could get everything in one shop. The „normal“ supermarket also carries some milk replacement products, but unfortunately not all of them.

I’m not sure if I just had a bad day, but some parts of the recipe didn’t work out as I thought, or I misunderstood the „instructions“.

The recipe for a 18cm springform pan, but the cake base would have fit better in a larger form. I think at least a 20cm or a 22cm pan. It also took longer to turn golden brown than in the recipe specified. I then almost forgot it in the oven, so it was very brown. Before baking I would let the dough rest for about 1 hour in the refrigerator, then it is also easier to roll out.

The hardest ingredient for me was the millet. I’ve never cooked millet or ever used it at all. At this point, the recipe for me is a little too vague. What is dry millet, is there also wet millet? So I bought whole millet, which looked at least very dry. I would have also liked to have had more information than „cook millet seed in almond milk. Grate through a sieve or blend until a smooth.“ How long should the millet cook? Should be soft? Or you can cook it only briefly and sieve out the seeds? I opted to cook the millet soft, but until the millet turned soft I had a thick Porridge. How should I then pass that through a sieve? It also had a weird bitter aftertaste. Luckily I had a premonition and also bought some millet flakes. It worked significantly better … only briefly cooked until it thickens slightly and then pressed through a sieve. Done.

The strawberry topping I replaced with a raspberry sauce, because I had no more gelatin or some sort of thickener.

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I was not really sure if the cake would taste good, because the taste while cooking didn’t really convince me. The consistency reminded me of a cheese cake, but the taste had nothing to do with cheese cake. But my foodtesters were very impressed and thought it tasted like cereal. Because of the coconut cream it had a light coconut note, which apparently only I tasted out because the others didn’t notice it. The raspberry sauce complemented the cake really well. In Germany we would say “make it round”. Nevertheless, the cake was not my cup of tea. Firstly, because of the coconut note, on the other hand I found the whole thing had this subtle weird bitter aftertaste. I think if I had used rice, as in some pureed rice pudding it would have tasted better.

Conclusion: tastes are very different. My foodtesters thought it way yummy, for me it was ok. For lactose intolerant or allergic, it is definitely a great thing. If you replace the gelatin with agar-agar it could even be vegan.

Cheese Cake Mock-Up

  • 90g margarine
  •  50g caster sugar
  • 1 tbsp walnut oil
  • 150g flour
  • 100g millet flakes
  • 500ml almond milk
  • 1 vanilla pod
  • 125g RiceCuisine (cream alternative)
  • 20g margarine
  • 80g sugar
  • 100g coconut cream
  • 1 teaspoon grated lemon rind
  • 1 Pk. (9g) ground gelatin
  • 5 tablespoons water
  • 60g strawberries (frozen)
  •  60g raspberries (frozen)
  • 1 tablespoon sugar
  •  2 tablespoons Marsala (or grape juice)
  • 90g raspberries (frozen)

Mix the Margarine, sugar, walnut oil and flour and knead thoroughly. Cover with some plastic wrap and the rest about 1 hour in the fridge.

Rollout the dough and place in a 18cm springform tin and press down the sides well. Bake until golden-brown at 200 ° C for about 20 minutes. Allow to cool in the tin completely.

Scrape out the vanilla beans and cook with the millet flakes and almond milk until it thickens. Pass the mixture through a strainer or sieve. Discard the leftover (nearly dry) millet flakes. Add the ReisCuisne, margarine, sugar, coconut cream and lemon zest and stir until smooth.

Soak the gelatin in the water. Place a medium-large saucepan on the stove (medium heat). Add the gelatin and dissolve while stirring. Gradually add the „cheese“ and mix well. Pour the mass into the cake pan on the base and place in the refrigerator until firm. Preferably overnight.

Add the strawberries, raspberries, sugar and Marsala to small saucepan and simmer until the fruit is very soft. Press the sauce through a sieve to remove the seeds. Stir the remaining raspberries under the still warm sauce. Set aside until the raspberries are thawed and the sauce is cold.

Carefully remove the cheesecake from the mold. Spread the raspberry sauce on top. Serve immediately.

Are you taking part in the World Baking Day challenge? If so, what did you choose to bake? Best wishes and have a nice Sunday

Bananenkuchen oder Bananenbrot?

Bananen habe ich zwecks Frühstücks-Smoothies eigentlich immer im Haus. Ich lasse die auch so lange liegen bis sie schöne schwarze Flecken haben, denn dann sind sie am süßesten und der Geschmack  ist am intensivsten. Bevor die Bananen allerding zu schwarz werden, friere ich sie entweder im ganzen oder in Scheiben ein. Leider manchmal mit dem Effekt „aus den Augen aus den Sinn“. Vergangenes Wochenende wollte ich wieder Bananen einfrieren, allerdings stellte ich fest, dass ich schon min. 10 Bananen schon im Froster hatte. Also musste ein Verwertungsrezept her.

Bananenkuchen oder Bananenbrot war die Antwort. Worin hier der Unterschied liegt? Mal abgesehen von der Backform, wurde ich mal behaupten die Zuckermenge.  Ich habe recht wenig Zucker verwendet. Meine Testesser fanden die Menge genau richtig. Ich allerdings fand es hätte etwas süßer sein können. Mir war mehr nach Kuchen 😉 Leider hat das Bananenbrot so lecker geschmeckt und wurde restlos verputzt, so dass ich leider kein schönes Foto für euch habe. Das nächste Mal werde ich noch ein bisserl gehackte Nüsse untermischen, oder vielleicht auch Schokolade. Was meint Ihr?

bananenbrot

Bananenbrot

  • 115g Butter(zimmerwarm)
  • 50g Muscovado Light (heller Muscovado)
  • 25g Zucker
  • 2 Eier
  • 1 TL Natron
  • 230g Mehl
  • 40g gem. Mandeln
  • 4 sehr reife Bananen

Butter und Zucker cremig rühren. Nach einander die Eier hinzufügen und alles gut verrühren. Die Bananen mit einer Gabel zerdrücken, zur Butter-Masse geben und gut einarbeiten.

Natron, Mehl und gem. Mandeln mischen und mit der Buttermasse verrühren.

Den Teig in eine vorbereitete 25cm Kastenform (gefettet & bemehlt) geben und bei 200°C ca. 60 Min backen, bzw. bis zur „positiven Stäbchenprobe“.

In der Form 5-10 Minuten abkühlen lassen, dann auf einem Kuchengitter vollständig abkühlen, bevor man es anschneidet.

Viel Spaß beim Nachbacken

English Version

I always have a stash of bananas for my breakfast smoothies at home. Normally I leave them until they have nice black spots, because they then taste the sweetest. Before the bananas turn totally black, I freeze them either in whole or in slices. Unfortunately sometimes with the effect of „out of sight out of mind“. Last weekend I wanted to freeze bananas, but I realized that I already at least 10 bananas in the freezer. So I needed a recipe.

Banana cake or banana bread was the answer. What’s the difference? Aside from the baking dish, I would claim the amount of sugar. In the following recipe I used very little sugar. My food testers found it was just the right amount. However, I thought it could have been a bit sweeter. I was craving cake 😉 Unfortunately, the banana bread tasted so delicious and was completely devoured, so I unfortunately do not have a nice picture for you. Maybe next time. And maybe I’m going to mix in a little bit of chopped nuts, or maybe even chocolate. What do you think?

Banana Bread

  •     115g butter (room temperature)
  •     50g Light Muscovado
  •     25g sugar
  •     2 eggs
  •     1 tsp. baking soda
  •     230g flour
  •     40g ground almonds
  •     4 very ripe bananas

Cream the sugar and butter until light and fluffy. Add the eggs one at a time, beating well after each addition. Mash the bananas with a fork and add to the butter and mix well.

Add dry ingredients, mixing just until flour disappears. Pour batter into prepared pan and bake 60 minutes at 200°C, until a toothpick inserted in the center comes out clean.

Let cool in the pan for about 5-10 Minutes, then remove from the pan, invert onto rack and cool completely before slicing.

Apfelkuchen auf Französisch

Wahrscheinlich hat jeder einen Lieblingskuchen. Neben Käsekuchen und Erdbeerkuchen ist Apfelkuchen mein dritt‘ liebster Kuchen. Genauso wie es zig verschiede Sorten von Äpfeln gibt, gibt es sehr viele verschiedene Arten von Apfelkuchen. In dem großen pinken Backbuch (Die hohe Schule der Patisserie) hat mich die „Tarte Tatin Pomme-Rhubarbe“ so angelacht. Zum einen weil ich einige Äpfel zum verarbeiten hatte, zum anderen weil ich die Kombination von Apfel, Rhabarber und Karamell interessant fand. Im Original Rezept sollten die karamellisierte Äpfel dann noch mit Mandarinenscheiben und Aprikosenglasur bedeckt werden, aber ich fand ich Zuviel des Guten und habe es weg gelassen. Also mit dem pinken Ungetüm bewaffnet machte ich mich ans Werk.

Normalerweise wird eine Tarte Tatin auf dem Kopf gebacken, also mit dem Boden auf die Äpfel gebacken und dann auf einem Kuchenteller gestürzt. Felders Tarte Tatin wird aber schichtweise getrennt gebacken und dann zusammen geführt. Zunächst wird der Shortbread-Boden gebacken. Empfohlen wird ein 24cm „Pastry Ring“ oder Tartform mit herausnehmbarem Boden, aber ich habe eine 24er Springform verwendet. Vom Teig blieb auch so viel übrig, dass es noch 2 kleine Tartformen (je  12cm) ausreichte. Der fertig gebackene Boden schmeckt wirklich super als Kekse. Die mini Tarts haben kein Belag gesehen und wurden einfach so verdrückt ;).

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Bis zu diesem Zeitpunkt war alles gut. Der nächste Schritt war das karamellisieren und backen der Äpfel, welches sich allerdings ein Problem herausstellte. In dem Rezept soll man zunächst das Karamell zubereiten, auf einem Backblech gießen und abkühlen lassen, dann in Stückchen auf die vorbereiteten Äpfel in einer Ofenfesteform verteilen. Das Ganze mit Alufolie abdecken und für ca. 20 Minuten in den Ofen schieben. Dabei sollten die Äpfel gebacken werden und von dem Zucker karamellisiert werden. Nach 20 Minuten, waren meine Äpfel halb gar und von einer Karamellschicht war nichts zu sehen. Stattdessen waren die gebrochenen Zuckerstückchen noch recht intakt. Also habe ich die Äpfel wieder in den Ofen geschoben. Der Zucker war dann geschmolzen, allerdings die Äpfel auch. Die waren so weich, dass ich daraus nur noch Apfelmuss machen konnte. Während die Äpfel im Ofen waren, habe ich das Rhabarbermus zubereitet. Nun stand ich da hatte einen Boden, Rhabarber Mus und keine Äpfel mehr, also musste ich nochmal los und Äpfel besorgen.

Beim zweiten Versuch habe ich mir das karamellisieren der Äpfel gespart. Den Kuchen habe ich dann zusammengebaut und die noch warmen Äpfel mit einer spontan zusammengerührten Karamellsauce übergossen. Die Kombination vom Shortbread-Boden, Rhabarber, Apfel und Karamellsauce war sehr, sehr lecker und zu viert wurde der Kuchen fast gänzlich verdrückt. Trotz Karamell war der Kuchen auch nicht übermäßig süß.

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Tarte Tatin Pomme-Rhubarbe (Adaptiert von Patisserie: Mastering the Fundamentals of French Pastry)

Boden

  • 3 Eigelb
  • 130g Zucker
  • 150g weiche Butter
  • 200g Mehl
  • 1 Prise Salz
  • 2,5 TL (11g) Backpulver

Belag

  • 3 Braeburn Äpfel (ca. 700g)
  • 1 EL Butter
  • Saft 1 Zitrone
  • 50g Zucker
  • 2 EL Wasser
  • 200g Rhabarber (geschält)
  • 80g weiße Schokolade
  • Karamellsauce

Shortbread-Boden:

Eigelb mit dem Zucker schaumig schlagen bis dick wird und eine helle Farbe hat. Die Butter hinzufügen und mit einem Holzlöffel glatt rühren. Die Trockenen Zutaten mischen und über die Buttermasse sieben. Das Ganze zu einem glatten Teig verarbeiten.

Den Teig flachdrücken und mit Frischhaltefolie umwickelt, mindestens 2 Stunden im Kühlschrank kühlen.

Die Backform ausbuttern und bemehlen. Den Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche ca. 1/2cm dick ausrollen. Ein Kreis in der Große der Springform schneiden, den Teig in die Form legen und bei 180°C ca. 15-20 Minuten backen. In der Form abkühlen lassen.

Äpfel:

Die Äpfel schälen, entkernen und im Zitronensaft schwenken. Die Äpfel mit der Schnittseite nach unten in eine ofenfeste Form (z.B. geschlossene Tartform) geben. Butter und Zitronensaft auf die Äpfel verteilen. Die Form mit Alufolie fest abdecken und bei 180°C 20-25 Minuten backen, bzw. bis die Äpfel gar sind.

Rhabarber:

Den geschälten Rhabarber in dünne Scheiben schneiden und zusammen mit dem Zucker und Wasser in einem Topf auf mittlerer Hitze köcheln, bis der Rhabarber sehr weich ist. Dabei gelegentlich umrühren.
Gut abkühlen lassen.

Zusammenbau:

Die weiße Schokolade über ein Wasserbad schmelzen und in eine dünne Schicht auf den Shortbread-Boden verteilen. Kurz in den Kühlschrank geben bis die Schokolade wieder hart ist. Die Schokoladenschicht soll den Keksboden vor dem Durchweichen schützen.

Den Rhabarberkompott auf die Schokolade verstreichen. Darauf die Äpfel mit der Schnittseite nach unten legen. Auf die Äpfel die Karamellsauce verteilen. Ggf. nochmal in den Kühlschrank geben, bis der Karamell sich setzt.

Viel Spaß beim Nachbacken.

English Version

Everyone probably has a favourite cake. In addition to cheese cake and strawberry pie apple pie/cake is my third favourite cake. Just as there are dozens of different varieties of apples, there are many different kinds of apple pie/cake. In the large pink baking book (Patisserie: Mastering the Fundamentals of French Pastry) the „Tarte Tatin Pomme-Rhubarbe“ caught my eye. Firstly, because I had to handle some apples to spare, partly because I found the combination of apple, rhubarb and caramel interesting. In the original recipe the caramelized apples should be topped with slices of mandarin and an apricot glaze, but I was too much of a good thing and I left it off. So armed with the pink monster I set to work.

Normally, a tarte tatin is baked upside-down, baked with the cake base on top of the apples and then flipped on a cake plate. But Felder’s tarte tatin is baked in separate layers and then built together. First, the shortbread base is baked. The recipe recommends a 24cm „Pastry Ring“ or Tartform with removable bottom, but I used a 24cm springform pan. The was so much excess dough, that it was enough for another 2 small tartforms (each 12cm diameter). The baked Shortbread was really tasty, much like the known biscuits. The mini tarts didn’t see any kind of topping and were simply scoffed ;).

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Up to this point everything was good. The next step was to caramelize and bake the apples, which turned out to be a big problem. In the recipe you should first prepare the caramel, pour it onto a baking tray and leave to cool, then break it into pieces and place on the prepared apples in an ovenproof dish. Cover the whole thing with aluminium foil and put it for about 20 minutes in the oven. The apples should be tender and caramelized from the sugar. After 20 minutes, I had half-cooked apples and a caramel layer was no where in sight. Instead, the broken sugar pieces were still quite intact. So I put the apples back in the oven for a couple of minutes. The sugar then was melted, but unfortunately the apples too. They were so soft that I could only make apple sauce from them. While the apples were in the oven, I prepared the accompanying rhubarb compote. There I stood with a shortbread base, rhubarb compote and no more apples, so I had to go out again and get some more apples.

On the second try I omitted caramelizing the apples. I simply assembled the cake and poured some caramel sauce over the still warm apples, which I spontaneously stirred together. The combination of the shortbread base, rhubarb, apple and caramel sauce was so delicious and the cake was devoured between four of us almost entirely. Despite the caramel cake was not overly sweet.

Tarte Tatin Pomme-Rhubarbe (Adapted from Patisserie: Mastering the Fundamentals of French Pastry)

Shortbread Base

  • 3 egg yolks
  • 130g sugar
  • 150g soft butter
  • 200g flour
  • 1 pinch salt
  • 2,5 tps (11g) baking powder

Topping

  • 3 Braeburn appels (approx. 700g)
  • 1 tbs. butter
  • Juice of 1 lemon
  • 50g sugar
  • 2 tbs. water
  • 200g rhubarb (peeled)
  • 80g white chocolate
  • caramel sauce

Shortbread base

Whisk the egg yolks with the sugar in a large bowl until pale and thick. Add the butter and beat with a wooden spoon until smooth.

Mix the flour with baking powder and salt. Shift the dry ingredients into the bowl and beat until the dough is smooth.

Flatten the dough into a disc and wrap with plastic wrap (clingfilm). Chill for at least 2 hours.

Butter and flour the springform. Remove the dough from the fridge and roll it out on a floured surface about 5mm thick. Cut a circle in the size of the springform and carefully place the dough into it. Bake the base for 15-20 Minutes, untill golden. Remove from the oven and let cool befor removing the ring.

Apples

Peel and core the apples and lemon juice in the pan. Add the apples with the cut side down in an ovenproof dish (eg closed Tartform). Distribute butter and lemon juice on the apples. Cover the dish with aluminium foil securely and bake 20-25 minutes at 180 ° C, or until the apples are tender.

Rhubarb

Slice the peeled rhubarb into thin slices and simmer with the sugar and water in a saucepan on medium heat until the rhubarb is very soft. Stirring occasionally. Leave to cool.

Assembling the cake

Melt the white chocolate over a water bath and spread in a thin layer on the shortbread base. Put briefly in the refrigerator until the chocolate hardens. The chocolate layer protects the biscuit base from soaking up the fruit juices and getting mushy.

Spread the rhubarb on the chocolate. Arrange the apples with the cut side down on top. Spread the caramel sauce on the apples. If necessary, place the cake in the refrigerator until the caramel is set.

Weiße Schokolade Erdbeer Macarons

Like Eis in the Sunshine

I’m meltin‘ away on this sunny day…  Wieso gerade dieses Lied in meinem Kopf rumspukt hat eigentlich nichts mit Eiscreme zu tun, sondern mit feines französisches Gebäck: Macarons.

Gestern habe ich ein neues Macaron Grund-Rezept ausprobiert und zwar aus dem pinken Riesen „Die hohe Schule der Patisserie“ von Christophe Felder. Ich habe mir allerdings die englische Ausgabe (Patisserie: Mastering the Fundamentals of French Pastry) gegönnt, da diese nur halb so viel kostet wie die Deutsche. Etwas daraus nach zu backen, stand schon länger auf meiner Nach-Back-Liste. Eigentlich hatte ich mir auch vorgenommen erst einmal keine neuen Koch-/Backbücher zu kaufen, bis ich min. 1 Rezept aus jedem Buch meiner wachsende Sammlung nach gekocht/backen habe, aber wie es halt manchmal so ist … wie ein Kind mit neuem Spielzeug 😉

Die Kochpoetin Eva hat mit Ihren Blätterteigesskapaden mich wieder an das Buch erinnert (obwohl es im Regal eigentlich nicht übersehbar ist) und mich ermutigt doch mal was daraus etwas nach zu backen.

In dem Buch gibt es zwei Macaron Grundrezepte einmal die klassisch französische Variante und die Ital. Meringue Variante. Mit der franz. Variante (Rezept von Aurelie) hatte ich schon mal Erfolg, aber beim letzten Mal hat es einfach nicht klappen wollen. Die Küche war eingesaut und ich hatte noch nicht mal was Leckeres um mich zum Aufräumen zu animieren 😦 Also versuchte ich mein Glück mit dem Italiener. Ich hatte zwar auch ein bisserl schiss, dass es wieder nicht klappt und ich vor einer flüssigen Klebemasse (meine Küche) stehe, aber es klappe alles wie am Schnürchen.

Das Rezept war gut zu folgen, wiedersprach sich nicht, die Angaben stimmten, alles perfekt… Bis ich diese orangene Backmatte von der großen Kaffeekette einsetzte. Die erste Ladung habe ich auf ein Backblech mit Backpapier 10 Min. gebacken, die waren zwar nicht alle gleich groß oder gleichmäßig rund (Spritzbeuteldeletant), aber dafür ließen die sich super vom Backpapier lösen, sind besser aufgegangen und waren auch nicht zu weich. Die Backmattenmacarons waren jetzt per se nicht schlecht, hatten sogar den typischen Fuß, aber das Ding ist einfach unnütz. Die Backmatte werde ich entsorgen und das nächste Mal die Orientierungs-Kreise direkt auf das Backpapier zeichnen. Faulheit siegt nicht immer 😉

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Das Pinke Buch bietet zwar auch eine Menge an Füllung, aber ich wollte eine mit Erdbeeren und weiße Schoki haben. Also zusammen gemanscht, geschmolzen und gerührt fertig war die Füllung. Und zwar sehr viel Füllung. Das Macaron Rezept von Felder hatte ich halbiert, aber die Füllung würde locker für die doppelte original Menge vom Rezept reichen. Da werde ich wohl dieses Wochenende noch mal Macaron backen… Oh wie schade, denken sich die Testesser, denn die kamen sehr gut an, sogar bei Süßverschmäher (ja so was gibt es)

Um den Kreis zu schließen und zurück zum Lied zu kommen, die Macarons schmecken wie Erdbeereis 😀

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Mit Karamell gefüllt schmecken die auch ganz köstlich 😉

Notiz am Rande: da meine Erdbeeren noch nicht das volle tolle Aroma hatten, habe die ich die Creme noch mit ein/zwei Tropfen Erdbeerextrakt (beim Asia-Laden gekauft) gepimt. Das hat die Masse auch noch ein bisserl mehr Farbe gegeben. Etwas davon hatte ich auch in die Macaron Masse getan, aber es war nicht genug um die Schalen pink einzufärben, die wurden ehr beige und geschmeckt hat man es eigentlich auch nicht. Mehr vom Extrakt zu nehmen, habe ich mich nicht getraut, da ich mir nicht sicher war ob der Teig dann zu flüssig wird. Die nächste Ladung werde ich einfach weiß lassen.

Weiße Schoki Erdbeer Füllung

  • 200g weiße Schokolade
  • 100g Sahne
  • 200g Erdbeeren (geputzt und geviertelt)
  • Optional Erdbeerextrakt
  • 3 Blatt Gelatine

Die Schokolade klein hacken und zusammen mit der Sahne in einem Topf geben. Bei niedrige-mittlere Hitze schmelzen und gut umrühren. Die Erdbeeren pürieren und zu der Schoki geben, alles kurz aufkochen lassen. Die Gelatine in kaltes Wasser einweichen, gut ausdrücken und in der Schoki-Erdbeer-Masse auflösen. Den Topf zur Seite stellen bis sich die Masse fest wird. Ggf. etwas Frischhaltefolie direkt drauf legen, damit sich keine Haut bildet.

Vor der Verwendung nochmal kurz mit einem Stabmixer pürieren oder kräftig durchrühren. In einem Spritzbeutel füllen und die Macarons füllen.

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Ital. Meringue Macarons (Quelle “Patisserie: Mastering the Fundamentals of French Pastry”)

Da ich keine gemahlenen Mandeln hatte, habe ich Mandelblättchen in meinem Kräuterhäcksler in kleine Portionen pulverisiert. Wer fertig gem. Mandeln nehmen will, sollte versuchen welche ohne Haut zu bekommen, dann werden die Macarons noch weißer und feiner (habe ich gehört).

Benötigtes Equipment:

Sieb

Puderzucker und gem. Mandeln muss man durch ein (Metall)Sieb „pressen“, wer keine Arni-Oberarme hat, sollte ein nicht zu feines Sieb nehmen. Ich hatte zuerst das feinere Sieb genommen, habe aber zum Glück noch ein zweites nicht ganz so engmaschiges, sonst wäre ich wahrscheinlich immer noch am sieben.

Waage

Ebenfalls wichtig ist das präzise Abwiegen des Eiweißes! Entweder gleich zwei Portionen abwiegen, oder das gesamte Eiweiß wiegen, kurz (vorsichtig) verrühren und dann in 2 gleichgroße Portionen teilen(wiegen). Das Verrühren erleichtert das Teilen der Masse.

Standmixer

Mit einem Standmixer oder zu zweit arbeiten, aber vorzugsweise den Standmixer verwenden.

Thermometer

Ein Thermometer ist unerlässlich! Entweder ein digitales Küchen-Thermometer, besser ein Zuckerthermometer verwenden.

Das ganze hört sich unheimlich kompliziert an, aber lasst euch nicht abschrecken, haltet die Anweisungen ein und nach (gefüllter) kurzer Zeit, könnt ihr leckere Macarons naschen. Die Macarons kann man auch am nächsten Tag füllen, einfach in einem luftdichten Behälter aufbewahren. Einfärben müsste natürlich auch gehen, einfach etwas Lebensmittelfarbe (besser Gel-Farben) in der fertigen Meringue-Masse einrühren.

Macaron-Masse (1/2 Menge)

  • 100g Puderzucker
  • 100g gemahlene Mandeln (z.B. selbst gemahlen)
  • 25ml Wasser (1 EL + 2 TL)
  • 100 g feiner Kristallzucker
  • 75g Eiweiß (2 x 37,5g – entspricht etwa 2 Eiweiß)

Mandeln mit dem Puderzucker mischen, in einem Zerkleinerer/Mixer geben und ca. 30 Sek. auf Max. bearbeiten. Dieses dann in eine Schüssel sieben. Wenn sich das Ganze nicht so leicht sieben lässt, noch mal kurz in den Zerkleinerer/Mixer geben.

In einem Topf Wasser und Zucker vermischen und auf mittlere-hitze unter Rühren erwärmen bis sich der Zuckeraufgelöst hat. Den Sirup dann ohne rühren kochen bis das Thermometer 118-119°C anzeigt.

Währenddessen der Sirup kocht, die Hälfte vom Eiweiß (37,5g) in den Standmixer auf höchste Geschwindigkeit schaumig schlagen, bis sich weiche Spitzen bilden. Sobald der Sirup 118°C erreicht, langsam in einem dünnen Strahl über die Seiten der Rührschüssel zum Eischnee dazu geben. Die Geschwindigkeit nicht reduzieren und weiter schlagen bis die Masse sich abkühlt.

Das Restliche Eiweiß mit einem Holzlöffel mit Puderzucker-Mandeln zu einer festen Masse verrühren. Ein Drittel der Meringue-Masse ebenfalls kräftig unterrühren. Die restliche Meringue-Masse vorsichtig unterheben.

Die Masse dann in einem Spritbeutel mit Lochtülle füllen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech ca. 3-4 cm große Kreise aufspritzen. Vorgezeichnete Kreise helfen bei der Dosierung.

Die Macaron Schalen dann im vorgeheizten Ofen bei 170°C ca. 10 bis 12 Minuten backen bzw. trocknen.

Immer nur ein(!) Backblech pro Backvorgang in den Ofen geben. Die Macarons auf dem Backblech abkühlen lassen, wenn man sie zu früh vom Backblech nimmt könnte die Hälfte auf dem Backpapier kleben bleiben.

Crumble-Challenge und Etwas zu gewinnen

Letztes Jahr November durfte ich beim Staatl. Fachingen Virtuelles-Koch-Event teilnehmen. Zusammen mit Natalie (Pastasciutta), Uwe (Highfoodality) , Helena (Hypnotized), Lena (Leonie Loewenherz), Daniel (Gaumenthrill), Lea (Buntleben) wurde online gemeinsam mit Matthias Ruta zwei Gerichte aus dem Kochbuchlein „Natürlich besser Kochen“ gekocht. Das Event war super witzig und hat sehr viel Spaß gemacht (siehe hier). Das Highlight dieses Events fand allerdings knapp eine Woche später in Köln statt. Ich durfte beim Food-Shoot bei Klaus Arras zu dem zweiten Kochbuchlein zuschauen. Knapp 4 Monate später zu Ostern lag dann das fertige Exemplar „Natürlich besser Kochen Band 2“ in meinem Briefkasten. Und das schöne ist für euch habe ich auch ein Paar Exemplare gesichert 😉 Mehr dazu gleich.

Die zweite Ausgabe eröffnet auch wieder mit einer kleinen Einführung zu Säure-Basen-bewusste Ernährung und zeigt 22 Rezepte (von Salat, Suppe, Fisch, Fleisch bis zu Süßem) die dabei helfen sollen den Säurehaushalt auszugleichen. Beim Durchblättern kamen wieder die Erinnerungen an dem Besuch bei Klaus Arras zurück. Besonders in Erinnerung blieb mir der Crumble mit Äpfeln und Brombeeren. Das Rezept ist recht einfach, aber solch ein Gericht lecker und Ansprechend zu fotografieren ist wahrlich nicht leicht, selbst für einen Profi. Damit auf dem Foto nicht nur Obstmatch zu sehen ist und man die Brombeeren und Äpfel noch erkennen kann wurde der Crumble in der Foodstyling-Küche nicht fertig gebacken und auf dem Fototisch noch etwas gestylt, also zu matschiges Obst ausgetauscht.

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Ich mag Crumble sehr, im Herbst oder Winter gerne eine Apfel-Marzipan-Variante, im Frühling und Sommer mit Saisonalen Obst wie z.B. Rhabarber oder Erdbeeren. Nicht nur das Obst kann man variieren, es gibt auch sicherlich zig verschiedene Rezepte für das Crumble also die Streuseldecke. Da mein Crumble-Repertoire doch recht begrenzt ist, rufe ich zu einer Crumble-Challenge auf.

Sag mir bis einschl. Sonntag den 05. Mai was Dein Lieblings-Crumble ist. Mitmachen kann jede(r), egal mit oder ohne Blog, einfach hier ein Kommentar hinterlassen. Unter allen Kommentaren werden drei Ausgaben „Natürlich besser Kochen Band 2“ verlost. Über Rezepte bzw. Links zu Deinem Lieblingscrumble-Rezept würde ich mich auch sehr freuen. Das Versenden der Bücher übernimmt die Firma Ketchum Pleon GmbH. Also bitte nur mitmachen, wenn Du einverstanden bist, dass Deine Adresse zu diesem Zwecke weitergereicht wird.

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Das Brombeer-Apfel-Crumble

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Als kleine Inspiration gibt es mein heutiger Nachtisch: Rhabarber-Erdbeer-Crumble. Als Deutsch-Engländerin gehört für mich der Obst-Streusel-Auflauf auch zur traditionellen deutsch/englischen Küche 😉 Daher reiche ich es mit einem Augenzwinkern bei Ofenliebling’s April Blog Event: Lieblingsrezepte aus der deutschen Küche ein.

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Rezept für 4 (ovale Auflaufform 24 x 17 cm)

  • 250g Erdbeeren (geputzt & geviertelt)
  • 240g Rhabarber (geschält & gewürfelt)
  • 3 EL Speisestärke
  • 30g Zucker
  • 90g Mehl
  • 1/2 TL Backpulver
  • 50g kernige Haferflocken
  • 2 EL dunkler Mascobado (Vollrohr-Zucker)
  • 80g Butter (Zimmerwarm)

Die Erdbeeren waschen, vom Strunk befreien und vierteln. Den Rhabarber waschen & putzen und in 2-3 cm große Stücke schneiden. Erdbeeren und Rhabarber mit der Speisestärke und Zucker vermischen. Wer es gerne süß hat, sollte die Zuckermenge z.B. auf 40-50g erhöhen. Alles in eine Auflaufform geben.

In einer Schüssel das Mehl, Backpulver, Haferflocken und Mascobado mischen. Die Butter dazugeben und mit den Fingerspitzen zu Streusel verarbeiten. Wenn die Streusel eher ein Teig ähnelt etwas mehr Mehl hinzugeben, ist die Masse zu trocken etwas mehr Butter.

Die Streusel auf die Erdbeeren und Rhabarber verteilen. Bei 200°C ca. 40-45 Min bzw. bis die Streusel schön braun sind im Ofen backen.

Pur oder mit Vanillesauce oder Vanilleeis servieren. Der Crumble schmeckt auch kalt 😉

 Ich wünsche euch viel Spaß beim Crumble naschen

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English Version

Last year November, I participated in Staatlich. Fachingen’s virtual cooking event. With 6 other bloggers we cooked online together with Matthias Ruta (German cook) two dishes from the cookbook Naturally better cooking. The event was streamed live out of our kitchens to the web. It was a great evening with lots of fun (see here). However, the highlight of this event took place less than a week later in Cologne. I was allowed to take a look over Klaus Arras (Foodphotographer) shoulders at the foodshoot for the 2nd. edition. Almost 4 months later around Easter I found the finished copy of „Naturally better cooking volume 2“ in my mailbox.

The second edition also opens with a small introduction to a acid-base balance diet, and shows 22 recipes (of salad, soup, fish, meat to sweets) which help balance your acid and base intake. Looking at the photos the memories of the visit by Klaus Arras came back again. Particularly memorable was the photo of the crumble with apples and blackberries. The recipe is quite simple and tasty but taking an appealing photo is not easy, even for a professional. The key to get a appealing crumble photo, is not to cook it till its done, otherwise the fruit will get too mushy and you couldn’t distinguish the fruit components.

I like crumble very much – in fall or winter apple and marzipan variations, in spring and summer with seasonal fruits such as rhubarb or strawberries. Not only can the fruit vary, there are certainly dozens of different recipes for the crumble itself. Since my crumble repertoire is still quite limited, I call for a crumble Challenge.

What’s your favorite crumble? Here is my Spring fav.: Strawberry-Rhubarb-Crumble

Serves 4 (oval baking dish 24 x 17 cm)

  • 250g strawberries (cleaned and quartered)
  • 240g rhubarb (peeled & diced)
  • 3 tablespoons cornstarch
  • 30g sugar
  • 90g flour
  • 1/2 tsp baking powder
  • 50g rolled oats
  • 2 tbls dark Mascobado (whole cane sugar)
  • 80g butter (at room temperature)

Wash the strawberries, free from the stalk and cut into quarters. Wash and peel the rhubarb, and cut in 2-3 cm pieces. Mix strawberries and rhubarb with the cornstarch and sugar. For those with a sweet tooth – increase the amount of sugar to 40/50 g. Put it all into a casserole dish.

In a bowl, mix the flour, baking powder, rolled oats and Mascobado. Add the butter and process with your fingertips to a crumble. If the crumble is more like a dough add a little more flour, if the mixture is too dry a little more butter.

Spread the streusel on the strawberries and rhubarb. Place in the oven and backe for about 40-45 Minutes or until the crumbs are golden brown at 200°C.

Serve plain or with vanilla sauce or vanilla ice cream. The crumble also tastes great cold.

Madeleines zum Frühstück

Vor Ewigkeiten habe ich mir ein Madelines Backblech zugelegt. Seitdem lag es in der Schublade unter meinem Herd neben den anderen vergessenen Backformen. Irgendwie hatte ich nicht den Anreiz oder vielleicht auch das richtige Rezept gehabt um mich zum Madelines backen zu bringen, bis jetzt.

Vor einiger Zeit habe ich mir (mal wieder) ein neues Kochbuch bzw. Backbucht zugelegt: das „Bouchon Bakery„. Ich habe schon einige Bucher aus Berühmte Kuchen- oder Backmanufakturen wie z.B. Magnolias Bakery oder Hummingbird Bakery, aber keines hat mich so begeistert wie das Bouchon. Es ist einer der wenigsten Koch-/Backbücher bei dem ich auch das Vorwort komplett gelesen habe. Ich habe auch das Gefühl, dass es wirklich authentisch ist und nicht nur als weitere Marketingmaßnahme Publiziert wurde. Obwohl es ein amerikanisches Backbuch ist, wird ganz großer Wert auf das Abwiegen der Zutaten gelegt wird, selbst die Eier werden abgewogen. Dies fand ich zunächst etwas befremdlich, aber die Erklärung ist eigentlich ganz logisch. Die Rezepte werden wirklich in der Bäckerei verwendet und wurden auf „Home-Maß“ reduziert. Neben den Grammangaben sind auch Cup und Löffel angegeben, welches besonders bei Kleinstmengen wie Backpulver hilfreich ist, besonders wenn man keine Feinwaage hat.

Das Buch hat mit 28x28cm ein nicht übliches Format und ragt auch ein bisserl aus meinem Billy raus, aber auf dem Wohnzimmertisch macht es auch eine gute Figur. Die Rezepte umfassen Cookies, Scones & Muffins, Tarts, Pate á Choux (Brandteig), Brioche & Doughnuts, Blätterteig & Croissants, Brot, Gebäck und Basics. Jedes Rezept ist gut erklärt, hat ein sehr ansprechendes Foto vom Endprodukt, enthält oft noch zusätzliche Tipps oder auch bebilderte Schritt für Schritt Anleitung. Viel habe ich noch nicht daraus nachgebacken, da einige der Rezepte einfach Zeit brauchen, selbst der Muffin-Teig soll über Nacht ruhen damit der Geschmack und Aroma sich vollends entfalten kann. Bei den Madelines kann ich das nur bestätigen. Außerdem schmecken die zum Frühstück frisch gebacken einfach nur genial.

madeleines

12 Madeleines

  • 68g Mehl
  • 1/2 TL (2.2g) Backpulver
  • 1/4 TL (0.6g) Salz
  • 83g Eier
  • 55g Zucker
  • 66g Butter (Zimmertemperatur)
  • 9g dunkle brauner Zucker (Mascobado)
  • 9g Honig
  • Optional: ein paar Tropfen Zitronenextrakt(öl)

Mehl mit dem Backpulver sieben und mit dem Salz vermischen.

Die Eier gut verquirlen, abwiegen und mit dem Zucker im Standmixer auf mittel-hoher Geschwindigkeit ca. 1 Minute aufschlagen. Die Geschwindigkeit erhöhen und ca. 4 Minuten weiterschlagen bis die Farbe deutlich heller wird und sich das Volumen sich verdoppelt hat.

Währenddessen die Butter mit Braunen Zucker und Honig in einem Top auf mittel-hoher Hitze unter Rühren erwärmen bis der Zucker sich aufgelöst hat. Den Topf vom Herd nehmen,

Zunächst die eine Hälfte vom Mehl in das Eier-Gemisch unterheben, dann die andere Hälfte bis alles gerade eben zusammen kommt. Die Butter und ggf. Zitronenextrakt unter heben bis alles gut vermischt ist und ein glatter Teig entsteht. Die Schüssel mit Frischhaltefolie abdecken und über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Den Ofen auf 175°C (ober-unter Hitze) vorheizen. Die Madeleine-Form ausbuttern, kurz in den Kühlschrank oder Froster stellen, damit die Butter hart wird.

Den Teig auf die Mulden (ca. 1 EL/Mulde) verteilen. Hier ist weniger mehr, sonst bekommen die Madeleines Ränder. Die Form leicht auf die Arbeitsfläche schlagen um die Oberfläche zu glätten. Die Madeleines für 8-9 Minuten backen, bis die Oberseite leicht braun ist. Die Unterseiten werden schneller Braun. Sofort auf ein Kuchengitter geben und abkühlen lassen.

Viel Spaß beim Nachbacken