Hüftgold

Der Schnee diesen Winter lässt ja auf sich warten, zumindest hier im „Flachland“. Der Schneeregen von vorgestern zählt nicht. Zumindest habe ich bei diesen fast schon Frühlingstemperaturen die Möglichkeit mir Schnee auf meinen Dessert-Teller zu zaubern. Schnee weiße (Schoko) Creme mit Erdbeersauce. Schneeweiß und Rosenrot. Hätte jetzt eigentlich richtig Lust auf dem Sofa zu lümmeln und alte Märchen zu gucken. Wieso zeigen sie so was eigentlich nur zu Weihnachten? Naja, Ostern ist ja auch bald und da holen die TV-Sender hoffentlich nicht nur diese schrecklichen Jesus-Dramen, sondern auch die guten alten Märchen wieder aus der Mottenkiste.

Dieses Schoko-Dessert ist bei meiner Familie der Renner und gibt es meist auf jeder Familienfeier. Das super einfache Rezept stammt von meiner Tante. Wo sie es her hat? Keine Ahnung. Auf jeden Fall ist es nicht etwas was man jeden Tag oder jede Woche essen sollte, weil es wie der Titel sagt Hüftgold ist. Am besten man macht es nur wenn man Gäste hat, sonst könnte es passieren, dass die Schlüssel plötzlich leer ist und man mit einem leichten Zuckerschock durch die Bude spring. Aber man gönnt sich ja sonst nichts 😉

Das Rezept ist ein 1:1 Rezept. Die Zutaten werden zu gleichen Teilen verwendet. Daher ist es seh einfach das Dessert für 1 oder für 10 zuzubereiten.

Zutaten für 4 Personen:

  • 200g weiße Schokolade
  • 200g Quark
  • 200g Sahne (kalt!)

Für die Sauce

  • 500g Erdbeeren
  • Wasser
  • Erdbeersirup

Die weiße Schokolade klein hacken und im Wasserbad schmelzen. Am besten eine Metallschüssel verwenden.

Die aufgelöste Schokolade etwas abkühlen lassen. Den Quark hinzufügen und gut durchmischen, bis eine homogene Masse entsteht 😉 Meine Tante nimmt eigentlich Schmand, aber ich hatte keins im Haus

Die Sahne aufschlagen und unter der Masse heben. Min. 1 Std, besser länger kalt stellen.

Ich hab heute bei der Sahne gepatzt und es ist mal wieder Butter entstanden. Die Sahne war zum Aufschlagen nicht kalt genug und ich hab eine zu hohe Geschwindigkeit beim Handmixer verwendet. Statt Sahne kann man vielleicht auch Eischnee verwenden, ca. 6 Eier würde ich schätzen. Vorsichtig unterheben und am besten über Nacht in den Kühlschrank stellen. Dann wirds sicherlich mehr wie eine Mousse statt Creme. Werde es das nächste Mal ausprobieren.

Noch einfacher geht die Erdbeersauce. Erdbeeren mit etwas Wasser in den Mixer pürieren. So viel Wasser hinzufügen bis zur gewünschten Konsistenz. Die sollte aber nicht zu flüssig werden. Wenn man TK Erdbeeren verwendet sollte man am besten die Erdbeeren vorher auftauen oder zumindest antauen lassen, sonst hat man eher Sorbet. Wenn die Sauce zu sauer ist ein Schuss Erdbeersirup hinzufügen. Aber nicht zu viel da die Creme schon sehr süß ist. Bis zum Servieren in den Kühlschrank stellen.

Die Erdbeersauce neutralisiert etwas von der Süße der Creme und erinnert geschmacklich an Spagetti Eis. Ich mags am liebsten mit viel Sauce :). Kiwi- oder Mango-Sauce passt auch sehr gut.

Bei Highfoodality gibt es ja den Blog-Event „Cookbook of Colors“. Meine erste Einreichung „Maiscremesüppchen“ war eher Cremeweiß, aber dies ist wirklich fast Reinweiß. Somit fix dieses Rezept für den Monat Januar eingereicht.
HighFoodality Blog-Event Cookbook of Colors

Maiscrèmesüppchen

Gestern hab ich das HighFoodality Blog-Event als Anlass für meinen ersten Blog-Eintrag genommen. Auf der Suche nach einem neuen Kochbuch bin ich auf ein Rezept von André Jaeger gestoßen: Maissüppchen. Auf dem dazugehörigen Bild sah das Süppchen ziemlich weiß aus, also dachte ich das wäre doch was für den Monat Januar (Weiß).

Das Rezept ist eigentlich sehr einfach. Original Rezept von André Jaeger „Fischerzunft“:

  • 100 ml Hühnerbrühe
  • 100 ml Milch
  • 200 g Mais (Dose)
  • 100 ml Sahne
  • Salz & Pfeffer (gemahlen)
  • 30 g Butter

Hühnerbrühe und Milch mit abgetropften Mais in einem Topf aufkochen. Hitze dann reduzieren und ca. 5 Min. köcheln lassen. Topf vom Herd nehmen & Masse pürieren. Sahne hinzufügen, weitere 5 Min. köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und die Butter hinzufügen. Vor dem servieren nochmal kurz mit dem Pürierstab aufschäumen.

Soweit so gut… mal davon abgesehen, dass die Mengen Angaben mir doch etwas abwegig vor kamen (es sollte eigentlich 5 L Suppe dabei heraus kommen) hab ich mir die Zutaten und Anleitung kurz notiert und mich in die Küche aufgemacht. Wie sich jetzt im Nachhinein rausgestellt habe habe ich nicht alles richtig notiert:

Die Hühnerbrühe und Milch habe ich mit den Mais Körnern aufgekocht und die angegebenen 5 Min. köcheln lassen. Dann habe ich gemerkt da muss ja noch Sahne rein, also 100 ml Sahne reingekippt und das Ganze dann püriert. Achja und die Butter rein – die ganzen 30g. Entweder hatten die Körner nicht lang genug gekocht, oder mein (Zauber-)Pürierstab hat nicht genug Saft – aber es war noch störende Maiskörnchenhaut in der Suppe. Also ab ins Sieb und passieren. Das ganze nochmal kur aufgekocht und in eine Schüssel gefüllt. Und so sah das Ergebnis aus:

Vielleicht wäre ich mit dem Ergebnis zufriedener, wenn ich mich an die „Arbeitsanweisung“ gehalten hätte. Jedenfalls ist für die Menge die 30g Butter definitiv zu viel, denke 5-10g reichen völlig aus. Das Süppchen hatte einen intensiven sahnigen Maisgeschmack und hat trotz Sahne erstaunlich leicht geschmeckt. Mmmh. Ich weiß nicht was mich genau an dem Ergebnis gestört hat, vielleicht war es die m.E. zu flüssige Konsistenz oder mein schlechtes Gewissen bezüglich der Sahne. Jedenfalls hatte ich nun Hunger und das Süppchen war nicht nach meinem Gusto, aber zu wegkippen zu schade….

Kurzerhand habe ich 500g Süßkartoffel geschält, in Würfel geschnitten und weichgekocht. Als die Kartoffel schön weich waren, das Wasser abgegossen und die Hälfte der Suppe hinzu und das ganze püriert. Sehr lecker! Dazu gab es Pengasius Spießchen mit Frühlingszwibeln gebraten und Blattspinat.

HighFoodality Blog-Event Cookbook of Colors