Kochbuchsammlung: Natürlich besser kochen.

Über ein/zwei Kochbücher aus meiner stetig wachsenden Sammlung habe ich schon geschrieben. Nun habe ich vorgenommen euch alle zwei Wochen ein neues Koch- oder Backbuch vorstellen, natürlich mit ein/zwei Rezepte die ich nachgekocht habe. Vielleich habt ihr auch das eine oder andere Kochbuch, ich würde mich definitiv sehr über ein Kommentar und eure Meinung dazu freuen.

Heute gibt’s einer meiner neueren Zugänge „Natürlich besser kochen“ von Gabi Schierz und Gabi Vallenthin, herausgegeben von Staatl. Fachingen (Fachingen Heil- und Mineralbrunnen GmbH).

Die ersten zwei Seiten des Rezeptbüchleins (48 Seiten) geben eine kleine Einführung in Säure-Basen Haushalt und Ernährung, sowie hebt die Besonderheiten von Staatl. Fachingen Mineralwasser hervor, die sich bestens in eine Säure-Basen-bewusste Ernährung integriert. Auf der letzten Seite werden zusätzlich Lebensmittel nach ihrer basischen Wirkung von stark bis leicht aufgezählt. Die 22 Rezepte reichen von Salat, über Fisch und Fleisch, bis hin zu Kuchen und sollen dabei helfen den Säurehaushalt (entstanden durch den Verzehr von Kaffee, Zucker, Eier usw.) auszugleichen.

Jedes Rezept kann für sich eine Doppelseite beanspruchen. Links das Rezept und die Mengenangaben, rechts das ansprechend gestylte Food-Foto. Die Fotos sind hell gestaltet und das Essen macht Lust darauf es nachzukochen.  Alle Rezepte sind für 4 Personen ausgelegt, ob man die ohne Probleme halbieren oder vierteln kann, habe ich nicht getestet, aber ich denke es sollte nicht so ein Problem darstellen.

Apropos nachkochen, natürlich habe ich auch ein paar der Rezepte nachgekocht und auch gleich an Freunde getestet. Das Urteil der Test-Esser fließt natürlich auch in die Wertung mit ein 😉

Insgesamt habe ich 3 Rezepte ausprobiert… hier werde ich aber nur zwei vorstellen.

Als erstes wurde „Brathähnchen gefüllt mit Couscous und Sauerkirschen“ getestet.

Hier ist das Original Rezept

  • 50g getrocknete Sauerkirschen
  • etwas Staatl. Fachingen Medium
  • 3 EL Olivenöl
  • 1 Bund Lauchzwiebeln, in Ringe geschnitten
  • 2 Knoblauchzehen, gepresst
  • 1 Stange Zimt
  • 600ml Gemüsebrühe
  • 200g Couscous
  • 1 Bund Petersilie, gehackt
  • abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone
  • Kräutersalz
  • Pfeffer aus der Mühle
  • 1 Küchenfertiges Bio-Hähnchen, ca. 1,5 kg
  • 600g Möhren, geschält, längs halbiert

Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten

Backzeit 1,5 Stunden

Zubereitung

  1. Die Sauerkirschen in etwas Staatl. Fachingen Medium einweichen. Den Backofen auf 200°C vorheizen.
  2. 2 Esslöffel Olivenöl in einem Topf erhitzen und die Lauchzwiebelringe kurz anbraten. Knoblauch unterrühren und die Zimtstange dazugeben, ca. 2 Minuten unter Rühren weiterbraten.
  3. Die Hälfte der Brühe zugeben und aufkochen lassen. Couscous unter Rühren einstreuen, vom Herdnehmen und ca. 5 Minuten quellen lassen.
  4. Sauerkirschen mit dem Wasser, Petersilie und Zitronenschale in den Couscous rühren. Mit Salz und Pfeffer würzen.
  5. Das Hähnchen innen und außen mit Salz und Pfeffer würzen. Ungefähr 1/3 des Couscous füllen und die Öffnung mit zwei Zahnstochern verschließen.
  6. Die Möhren in einen Bräter legen, mit Salz und Pfeffer würzen. Die restliche Brühe angießen. Das Hähnchen auf die Möhren legen, mit dem restlichen Olivenöl beträufeln und für 1 1/2 Stunden im Backofen braten, zwischen durch mehrmals mit etwas Bratensaft begießen.
  7. Das restliche Couscous im Topf erwärmen, die Möhren und das Hähnchen auf einer Platte anrichten und alles zusammen servieren.

Fazit

Bevor ich zum Geschmacksurteil komme, musste ich leider etwas von dem original Rezept abweichen. Ich habe keine getrocknete Sauerkirschen (der große Supermarkt hatte überhaupt keine getrocknete Kirschen im Sortiment) bekommen, also habe ich 50g Sauerkirschen aus dem Glas verwendet und auch das Wasser zum einweichen weg gelassen (Schritt 1). Auf Kräutersalz habe ich auch verzichtet und nur „normales“ Salz verwendet. Das Hähnchen war kein Bio-Huhn, bei fast 20 Euro das Kilo war das Budgettechnisch nicht drinne. Bei Schritt 5 habe ich das Hähnchen mit etwas Olivenöl eingerieben und dann das Salz und Pfeffer einmassiert und das Olivenöl nicht erst hinzugefügt als es im Bräter war. Zahnstocher habe ich auch nicht gehabt, aber kurzer Hand wurde das Hähnchen einfach mit Nadel und Faden zugenäht 😉

Meine Bilder sind leider nicht so schön geworden, da ich nicht in meiner Küche gekocht habe und nur mein Handy dabei hatte, aber es sah fast so gut aus wie das gepimmtes Kochbuchbild.

Nun zum Endresultat… das Hähnchen war perfekt gegart, saftig und fiel formlich von den Knochen. Der Couscous mit den Kirschen und Zimt passte wirklich sehr gut dazu und war auch eigentlich sehr lecker, aber … ich weiß nicht, für meinen (empfindlichen) Geschmack hatte es einen ganz leichten undefinierbaren Nachgeschmack. Entweder war es zu viel Zitronenabrieb (1 ganze Zitrone) oder die Zimtstange war zu lange im Couscous,  da nichts angegeben wurde habe ich die Stange erst zum Servieren herausgenommen. Urteil der Testesser: insgesamt sehr lecker! Couscous wird es wohl jetzt auch öfters geben.

Das zweite Rezept gefiel meine Testesser und mir zumindest vom Bild her sofort: Lasagne mit Bolognese von roten Linsen

Hier das original Rezept

  • 2 EL Olivenöl
  • 2 kleine Möhren, klein gewürfelt
  • 2 Stangen Staudenselerie, fein gewürfelt
  • 1 Zwiebel, klein gewürfelt
  • 1 Knoblauchzehe, gepresst
  • 125g rote Tellerlinsen
  • Salz
  • Pfeffer aus der Mühle
  • 800g gestückelte Tomaten, aus der Dose
  • 1 EL Gemüsebrühe, Instant
  • 200ml Wasser
  • 500ml flüssige Sojacreme
  • Muskat, gemahlen
  • 12 Lasagneblätter
  • 200g frischer Spinat, kurz blanchiert
  • 150g Büffel-Mozzarella, in Scheiben geschnitten

Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten

Zubereitung

  1. Das Olivenöl in einem Topf erhitzen und Mähren, Staudensellerie, Zwiebel und Knoblauch unter Rühren ca. 4 Minuten andünsten. Linsen zugeben und weitere 4 Minuten dünsten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Tomaten, Brühe und Wasser hinzufügen, gut verrühren und alles ca. 20 Minuten köcheln lassen.
  2. Inzwischen die Sojacreme in einem Topf erhitzen, mit einer Messerspitze Muskat sowie etwas Salz und Pfeffer würzen.
  3. Den Boden einer Auflaufform mit etwas Linsensauce und Sojacreme bedecken, 4 Lasagneblätter darauflegen, wieder mit Sauce, der Hälfte des Blattspinats und Sojacreme bedecken. Die nächsten 4 Lasagneblätter auflegen und ebenso schichten. Alles mit den letzten 4 Lasagneblättern bedecken, den Rest der Linsensauce und der Sojacreme darauf schichten und die Mozzarellascheiben obendrauf verteilen.
  4. Die Lasagne in vorgeheizten Backofen bei 180°C auf der mittleren Schiene für ca. 35 Minuten backen.

Fazit

Hier habe ich leider auch ein paar Änderungen vornehmen müssen. Frischer Spinat war im Supermarkt und auch bei dem Bio-Händler meines Vertrauens ausverkauft oder nicht zubekommen, also habe ich zu TK Blattspinat zurückgegriffen. Ein anderes Problem war die Sojacreme. Ich habe keine Ahnung was Sojacreme sein soll (habe ja zum Glück kein Problem mit Laktose o.ä.), also habe ich mir gedacht es ist so was wie Sahneersatz und habe zu Alpro Soja Cuisine gegriffen. Da diese selbst nach dem aufkochen ja noch ziemlich flüssig und überhaupt nicht Bechamelartig war, habe ich es mit Speisestärke eingedickt.

Das Foto habe ich mit meiner neuen Canon (*freu*) aufgenommen. Dazu gibt es auch eine kleine Geschichte. Die Kamera hatte ich mit einem Tele und ein 50mm Objektiv bestellt, leider wurde das kleine Objektiv nicht mit geliefert und sollte am nächsten Tag (Freitag) geliefert werden. Also war mein Plan die übrig gebliebene Portion am nächsten Tag zu fotografieren.  Aber das war auch ein Satz mit X.  Das Objektiv wurde erst am Samstag ausgeliefert, aber die bescheidene Packstation war mal wieder voll, also konnte ich das Paket erst Montag von der Hauptpost abholen. Aber das war auch wieder ein Satz mit X. Die gute Dame in der Hauptpost konnte es nicht finden und ich musste bei der DHL ein Nachforschungsantrag stellen. Mal sehen wann und ob es ankommt. Zurück zum Foto, da ich die Cam ja neu hatte musste ich natürlich gleich ausprobieren. Das Foto habe ich in 3 Meter Entfernung aufgenommen und wollte es eigentlich nicht hier verwenden, aber wie gesagt ich habe ja keine andere.

Naja… hier geht es ja um die Lasagne 😉 Auch wenn das Ergebnis nicht so ganz aussah wie das Bild und ich mit der Sauce trixen musste war es super lecker! Da haben mir meine Testesser auch zugestimmt. Der männliche Part konnte auch kaum glauben, dass es kein Fleisch enthielt und hat auch gleich einen Nachschlag genommen (immer ein gutes Zeichen). Ach so, übrig geblieben ist etwas, aber nur weil wir zu dritt waren. Das Rezept kann ich definitiv uneingeschränkt weiter empfehlen, auch mit der „Sojacreme“. Wenn es so was wie milchfreier Käse gibt, ist es bestimmt sogar für Veganer geeignet (glaube ich).

„Besser natürlich kochen“ Fazit

Wer sich nach dem Säure-Basen Prinzip ernährt, findet in dieses Kochbuch einige leckere Rezepte, aber wem so was völlig egal ist (so wie mir) wird auch nicht enttäuscht sein 🙂 Wer sich allerding das erste Mal mit dem Thema Säure-Basen Haushalt auseinander setzen will, sollte sich anderes (umfangreicheres) Buch zum Thema zulegen. Nun ja, dieses Kochbuch kann man ja eigentlich auch nicht kaufen, sondern bekommt (bzw. bekam) es als kostenlose Beigabe beim Kauf einer Kiste Staatl. Fachingen.

Insgesamt ist das Kochbüchlein sehr nett aufbereitet, mit interessanten Rezepten. Ein/zwei weitere Rezepte, in der einen oder anderen Abwandlung werde ich sicherlich noch aus probieren. Einen Kritikpunkt habe ich allerdings schon. Einige Rezepte rufen nach Kräutersalz oder Dosentomaten, oder auch Birnenpüree als Fertigprodukt… nach meiner Definition passt das nicht ganz zum Titel, mit der Betonung auf „Natürlich“. Eine Bolognese oder Tomatensauce kann man auch mit frischen Tomaten zubereiten, aber bevor man die Holland Tomaten nimmt, sind Tomaten aus der Dose vielleicht doch keine so schlechte alternative. Aber Kräutersalz geht gar nicht.

Was meint Ihr?

Gebratener Spargel

Es ist endlich wieder Spargel Saison! Naja, der meiste Spargel den man jetzt im Supermarktregal findet kommt aus Griechenland, Spanien oder Peru, aber ich habe auch schon Deutschen Spargel gesehen. Ich konnte einfach nicht länger wiederstehen und habe gestern ein Bund in meinem Einkaufskorb gelegt. Normalerweise mag ich Spargel klassisch mit Neue Kartoffeln und Butter, aber heute war mir nach etwas anderem.

Momentan locken diverse Koch- und Frauenzeitschriften mit „Die Lieblingsrezepte der Redaktion“ oder „Ganz neue Spargel Rezepte“. Auch in der in Deutschland neu erschienen Martha Stewart Living werden ein paar Seiten dem Kaisergemüse gewidmet. Dort hat mich besonders das Rezept für gebratenen Spargel angesprochen.

Rezept adaptiert von Martha Stuart Living (Für 2 Personen)

  • ½ Bund Frühlingszwiebel
  • 2 Koteletts
  • 500g Spargel (geschält, gewaschen, geputzt)
  • ½ Zwiebel (gewürfelt)
  • 3 Möhren (geschält)
  • 10g Ingwer (geschält, in feine Streifen geschnitten)
  • 1 Knoblauchzehe (gehackt)
  • 1 kleine Chilischote (entkernt, in Streifen geschnitten)
  • Saft 1 großen Orange (ca. 100-150 ml)
  • Wasser (ca. 100 ml)
  • 1 kleine Zucchini
  • 1 EL Butter
  • 4 Blätter Bärlauch

Den Ofen auf 180°C vorheizen. Die Frühlingszwiebeln putzen, der Länge nach halbieren und in eine Feuerfeste Form legen. Die Pfanne erhitzen und die Koteletts in 1 EL ca. anbraten. Aus der Pfanne nehmen, auf die Frühlingszwiebel legen und für ca. 5 Min. in den Ofen garen. Herausnehmen und 5 Min. ruhen lassen.

Den Spargel halbieren und mit der Zwiebel in dem heißen Kotelett-Fett 5 Min. anbraten. Die Möhren mit dem Sparschäler in Scheiben hobeln und zu dem Spargel geben. Ingwer, Knoblauch und Chilishote mit dem Orangensaft und Wasser vermischen und in die Pfanne gießen. Auf die Hälfte einkochen lassen. Die Zucchini ebenfalls mit den Sparschäler hobeln. Die Scheiben halbieren, in Streifen schneiden und in die Pfanne geben. Butter zufügen, mit Salz & Pfeffer abschmecken. Die Bärlauchblätter waschen und in feine Streifen schneiden und unter dem Gemüse mischen. Mit den Frühlingszwiebeln anrichten. Etwas von dem Sud auch über das Kotelett gießen.

EDIT 29. April

Aus gegeben Anlaß hat Peter von Aus Meinem Kochtopf zum „Duell der Köpfe“  aufgerufen. Er sucht DAS beste Spargelrezept 2012, egal ob Grün, Weiß oder Violett, nur frisch muss er sein. Ich war ja so angetan von der Kombination aus Orange, Ingwer, Knoblauch, Chili und Spargel und auch weil es für mich eine Premiere war, habe ich dieses Rezept fix eingereicht. Wer sein Spargelrezept dort vorstellen möchte, oder nach Sparelrezept-Inspirationen sucht, schaut bei „Duell der Köpfe – Duell der Töpfe „. Einsendeschluss ist 25. Mai.

Blogevent Duell der Köpfe

Entenbrust mit Burgundy-Püree und Erdbeer-Balsamico Sauce

Seit einiger Zeit schwebt mir ein Gericht ganz in Rosa vor. Auslöser war natürlich Uwe’s Blog-Event „Cookbook of Colors“ bei HighFoodality.com. Für diesen Rosa-Monat habe ich bereits eine Post (Rhabarber-Schorle) eingereicht, aber man darf ja zwei einreichen :).  Der April hat noch einige Tage, aber es sind bereits viele Phantastische Rosa-Gerichte eingereicht und es werden sicherlich noch einige folgen. Also wenn ihr wissen wollt welche rosa Gerichte die Küche hergibt, oder vielleicht eine Prinzessinnen-Party schmeißen wollt, schaut einfach mal bei HighFoodality vorbei.
HighFoodality Blog-Event Cookbook of Colors

Zurück zu meinem rosa Gericht… Rosa gebratene Entenbrust mit Kartoffelpüree aus Highland Burgundy Red Kartoffeln und Erdbeer-Balsamico-Sauce.

Kartoffelpüree (oder Kartoffelstampf wie es bei uns heißt) zuzubereiten ist nicht schwer: Kartoffeln schälen, kochen, stampfen (nicht mit dem Mixer), etwas Milch, ein Klacks Butter einrühren. Fertig. Entenbrust ist im Grunde genommen auch nicht schwer, außer vielleicht das Timing hinzubekommen, aber da schafft ein Braten-thermometer Abhilfe. Das einzig wirklich neue für mich an diesem Gericht war die Erdbeer-Balsamico-Sauce. Süß aber zugleich Sauer, aromatisch mit einer eindeutigen Erdbeer-Note, abgerundet durch ein Hauch Rosmarin.

Erdbeer-Balsamico-Sauce Zutaten:

  • 140g Erdbeeren (gewürfelt)
  • 20g Vollrohrzucker (z.B. Muscavado)
  • 2 EL Balsamico Essig (keine Creme)
  • 1/2 TL Rosmarin (getrocknet)
  • Prise Salz & Pfeffer

Alles zusammen in ein Topf geben und bei mittlere Hitze unter gelegentliches Rühren für ca. 10 Minuten köcheln. Grob lassen oder durch ein Sieb passieren, weitere 5 min auf niedrige Hitze eindicken lassen.

Die Sauce in Kombination mit einem ordentlich gepfeffertes stück Entenbrust war (für mich)geschmacklich  außergewöhnlich und hat mir sehr gut gefallen.

Highland Burgundy Red ist eine mehlig- kochende Sorte, also perfekt geeignet für Kartoffelstampf. Diese alte Sorte ist innen Rosa marmoriert, die Farbe bleibt auch nach dem kochen erhalten. Wer diese farblich außergewöhnlichen Kartoffeln mal kosten möchten, kann die z.B. wie ich bei Kartoffel-Express bestellen. Aber erst ab Herbst wieder.

Pasta fix ohne fix

In meiner Studentenzeit war Spagetti einer meiner das Grundnahrungsmittel. Es ist billig und einfach in der Zubereitung. Selbst die Sauce muss nicht aufwendig sein, Ketchup tut’s in der Not auch. Trotz allem war ich nie wirklich ein Freund von Fix-Saucen. Ich sage ja nicht, dass ich sie nie benutzt habe. Ist ja auch sehr bequem. Tüte auf, mit Wasser mischen, auf kochen, fertig. Jedoch habe ich meistens eine einfache Tomatensauce aus passierten Tomaten, getrocknete Gewürze, etwas Tomatenmark, Paprikapulver, ein Schuss Öl und zum Schluss manchmal ein Schuss Sahne gemacht. Auf der Menge gesehen war es meist günstiger, auch nicht wirklich aufwendiger als eine Fix-Tüte und geschmeckt hat’s auch.

Heute sieht es ein bisschen anders aus. Nun ja, Pasta hat immer noch einen hohen Stellenwert auf meinem Speiseplan, aber mein Saucen Repertoire hat sich um einiges erweitert. Bolognese, Fisch, Fleisch, Gemüse, Pesto und auch die klassische Tomatensauce.

Nach einem langen Tag im Büro oder wenn es einfach schnell gehen muss mag ich am liebsten Spagetti mit Olivenöl, Knoblauch und Kräuter in verschiedene Abwandlungen. Mal mit Gemüse, mal mit Garnelen oder pur als Spaghetti aglio e olio.

Momentan ist meine Lieblingsvariante mit Zucchini- und Möhrenstreifen.

Zutaten:

  • 100g Spaghetti
  • 1 Knoblauchzehe
  • Olivenöl
  • Chilliflocken (nach Gusto)
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1 Schuss Rotwein
  • Pasta Wasser
  • Salbei, gehackt (oder andere frische Kräuter wie Basilikum, Oregano usw.)
  • 3 Möhren
  • 1 Zucchini (klein-mittlere Größe)
  • Salz, Pfeffer

Spaghetti nach Packungsangabe zubereiten. Möhren schälen und mit dem Sparschäler der Länge nach in Scheiben hobeln. Die Zucchini ebenfalls in Scheiben hobeln. Knoblauch mit dem Rücken eines Messers platt drücken und die Schale entfernen. In einer Pfanne das Olivenöl erwärmen und den Knoblauch (ganz oder in Scheiben) hinzufügen. Kurz anbraten, aber nicht braun werden lassen. Zuerst die Karotten hinzufügen und nach ein paar Minuten die Zucchini. Mit einem guten Schuss Rotwein ablöschen, ein paar Löffel Pasta Wasser hinzugeben und den Tomatenmark einrühren, kurz aufkochen. Chilliflocken und Salbei hinzugeben. Abschmecken. Die abgetropfte Pasta in die Pfanne schwenken und auf einem Teller anrichten. Mit etwas Schnittlauch und/oder Parmesan toppen.

Diese Angaben sind vielleicht nicht 100%genau. So was koche ich meistens nach Gefühl und natürlich mit Hilfe von Abschmecken und ggf. Nachwürzen.

Bayrische Gnocchi / Baverian Gnocchi

Ich koche gerne (wieso sollte ich auch übers Essen bloggen), aber am liebsten koche ich mit Freunden und gerne auch in deren Küche ;). Auf dem Menü stand Bärlauch, dies gab‘s diesen Freitag in der Bioliese-Kiste

Auf der Suche nach einer Verwertungsmöglichkeit, sind wir auf ein Rezept für bayrische Gnocchi, also Schupfnudeln oder Findernudeln mit Bärlauch gestoßen. Also schnell mal zu mir rüber geflitzt die Kartoffelpresse und Spätzlemehl eingepackt und wieder zurück geflitzt. Zum Glück wohne ich gegenüber.

Zutaten:

  • 500 g Kartoffeln
  • 1 Bund Bärlauch (ca. 75g)
  • 150 g Mehl (Hartweizenmehl / Nudelmehl / Spätzlemehl)
  • 2 EL Öl
  • 1 TL Salz
  • 2  Eier

Die Kartoffeln schälen und weich kochen. Am besten sind mehlig-kochende Kartoffeln geeignet aber mit den anderen Sorten geht’s auch. Wichtig ist allerdings die Kartoffeln durch eine Presse zudrücken, damit der Teig schön fluffig wird. Nimmt man stattdessen den Mixer/Handrührgerät werden die Schupfnudeln ziemlich zäh und gummiartig.

Die gepressten Kartoffeln abkühlen lassen. Währenddessen den Bärlauch waschen, welke Blätter aussortieren und fein hacken.

Kartoffeln mit dem Bärlauch und die restlichen Zutaten schnell(!) zu einem Teig kneten, aber nicht zu viel kneten, sonst wird das Ergebnis zäh. Die Hände vorher gut einmehlen. Den Teig zu einer Rolle formen und in Scheiben schneiden. Aus den Scheiben fingerdicke Zigarren formen.

Die Fingernudeln in einen Topf mit simmerndem Salzwasser geben und kochen bis die Nudeln zur Oberfläche steigen, ähnlich wie bei Gnocchi. Abschöpfen und zur Seite stellen bis alle Nudeln gekocht sind.

In einer Pfanne auf mittlere Hitze Butter schmelzen und darin die Schupfnudeln goldbraun anrösten. Servieren. Die Menge reicht als Beilage für 4 Personen, als Hauptgericht für 2 Personen.

Die Bärlauch-Schupfnudeln waren sehr lecker, auch kalt. Die haben einen leicht süßlichen Geschmack mit Knoblauch-Aroma, außen kross und innen fluffig weich. Da war aber nicht mein Verdienst, ich habe nur die Kartoffeln gepresst 😉

Zu den Schupfnudeln gab es Schweinefilet auf einem Spinatbett mit Bärlauch-Butter.

Bärlauch-Butter zubereiten ist auch sehr einfach und geht schnell. 125g weiche aber nicht flüssige Butter, mit etwas Salz und 4 Blätter Bärlauch fein gehackt vermischen und kalt stellen. Wer es später in Scheiben schneiden will, einfach die Bärlauch-Butter auf Frischhaltefolie geben und zu eine Rolle formen. Wenn’s schnell gehen muss, in den Froster geben bis die Butter schnittfest ist.

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Baerlauch is in English known as wood garlic, ramson, or leaf garlic. This recipe is for Schupfnudeln or “fingernoodels”, these are a specialty in the south of Germany and in Austria. They are very similar to gnocchi, hence the name Bavarian gnocchi ;). These gnocchi are shaped like think short fingers, cooked similar to gnocchi’s but finished in a pan, roasted with butter.

Ingredients:

  • 500 g potatoes
  • 1 bunch leaf garlic (approx. 75g)
  • 150 g pasta flour
  • 2 tbsp. oil
  • 1 tsp. salt
  • 2  eggs

Peel & cook the potatoes. High starch potatoes work best, but other will do. Mash the potatoes with a potatoes press. This is important. Don’t use a hand mixer to mash the potatoes, otherwise the finished fingernoodels/gnocchi will not be fluffy but more like a rubber tire. Let the mash cool down. Meanwhile wash the leaf garlic, sort out the limp leaves and finely chop.

Combine the mash, leaf garlic and other ingredients quickly (!) to dough. Don’t overdo it, or you’ll get tires ;). Flour your hands and roll out the dough to a log. Cut slices and form finger thick little cigars.

Cook the fingernoodles in simmering saltwater until they float to the top. Scoop out and put on a plate until all are finished.

Melt butter in a frying pan on medium heat. Roast the fingernoodles on all sides until they are golden brown.

This can be served as a main course for two, with some Parmesan sprinkled on top, sided with a salad. Or as a side dish for four with (like we did) fillet of pork on a bed of spinach and leaf garlic butter.

Fisch aus dem Ofen

Ich bin ein Fleisch(fr)esser! Bei dem Gedanken an ein perfekt rosa gebratenes Steak mit Kräuterbutter läuft mir jetzt schon wieder das Wasser im Mund zusammen, obwohl ich eigentlich statt bin. Rind mag ich sowieso am liebsten als Steak (egal ob gebraten oder vom Grill) oder als Braten aus dem Ofen. Bei uns ist Sauerbraten eine regionale Spezialität, aber da bleib ich Banause und sage „wie kann man das dem Fleisch nur antun“. Ich gestehe, ich habe es bisher noch nicht probiert und werde vielleicht meine Meinung ändern, vielleicht auch nicht. Aber ich schweife ab…es geht in diesem Post um Fisch.

Wie viele andere habe ich als Kind eigentlich nur Fisch in Form von Fischstäbchen gesessen. Mittlerweile finden diese nicht mehr ihren Weg auf meinem Teller, sondern vielmehr richtiger Fisch, meist in Form von Filets. An ganze Fische, also mit Kopf und Schuppen habe ich mich bisher nicht ran getraut. Außerdem ist mir das zu viel Arbeit und von der Menge her meistens auch zu viel. Scampi, Garnelen etc. habe ich immer im Tiefkühler und auch das eine oder andere Pangasius- oder Seelachsfilet, ansonsten kommt der frische Fisch aus der Edeka-Kühltheke, was gerade im Angebot ist oder mich neugierig macht. Ich versuche auch darauf zu achten, dass es aus nachhaltiger Fischerei kommt, sofern es geht. FollowFisch ist z.B. eine solche Marke. Eine Sorte Fisch wird sich aber nie auf meinem Teller bzw. in meinem Einkaufwagen wieder finden: Viktoria See Barsch! Diese Abneigung gilt nicht dem Fisch an sich z.B. Geschmack oder Konsistenz, sondern entstand nach einem Studienprojekt um den Dokumentarfilm „Darwin’s Nightmare„.

„DARWIN’S NIGHTMARE ist eine Geschichte  über Menschen zwischen dem Norden und dem Süden, über Globalisierung und über Fische.“ Quelle

Der Dokumentar-Film geht ganz schön unter die Haut. Wenn Ihr die Möglichkeit hab schaut euch das mal an… so zurück zum Thema…

Wie beim Fleisch kann man Fisch(Filets) in der Pfanne (Natur oder paniert) oder in dem Ofen zubereiten. Mein Favorit ist momentan die Alufolie/Backofen Methode. Ich glaub das habe ich aus „Genial kochen mit Jamie Oliver““ (kann mich aber auch irren): In einer feuerfesten Schüssel Alufolie legen, das Filet rein, Wein, Butter, Zitrone (Saft & Scheiben), Kräuter, Gewürze usw. darauf und zu einem Päckchen schließen. Dann für ca. 20-25 Minuten bei max. 180°C im Ofen garen. Der Fisch wird eigentlich immer super, wird nicht trocken und saugt die Aromen der Beigaben förmlich auf. Den entstandenen Sud fange ich meistens auf, füge noch einen guten Schuss Wein dazu und Konblauch dazu und lass es etwas reduzieren.

Ein Rezept gibt es heute nicht, nur Anregungen 🙂

 

I am a meat eater! Alone thinking about a perfect medium pink fried steak with herb butter, my mouth starts watering, although I’m full. Most of all I like my beef as steak (fried or grilled) or as a roast. One of our regional specialties is marinated beef, but all I can say to that: “how can you do that to the meat?!”. I admit I’ve never tried it and maybe I will change my mind, maybe not. But I’m zoning out a bit here…this post is about fish.

Like many others, as a child the only form of fish I ate was fish fingers. In the meantime they don’t find their way onto my plate anymore, but “real” fish (as fish filets) does. Whole fish, with heads and scales I haven’t dared yet, besides it’s a whole lot more work and mostly too much fish for me alone. I’ve nearly always got some sort of scampi, shrimp or prawns etc. as well as the odd pangasius (basa) / catfish or Alaska Pollack in my freezer. Other that I get my fresh fish from a local supermarket’s fish counter, either what’s on offer or what catches my eye.

I try to buy fish from sustainable fishery, if it is possible. “Followfish” is such a (German) brand. But one type of fish will never land on my plate or rather shopping cart: Lake Victoria Perch!!!  This antipathy is not for the fish itself like taste or texture, but because of a study project I did about the documentary “Darwin’s Nightmare”.

„Darwin’s Nightmare is a tale about humans between the North and the South, about globalization, and about fish.“ Source

The documentation really gets under your skin. If you have the possibility, take some time and watch it…. Okay back to the subject…

Like meat fish can be prepared in the frying pan (either pure or breaded) or in the oven. My favorite at the moment is the foil and oven method. I think I got it from Jamie Oliver’s “Happy Days with the Naked Chef“ (but I’m not quite sure): Line ovenware with aluminum foil, put the filet in it, add wine, butter, lemon (juice & slices), herbs, and spices on to the fish and close to a package. Then put it into the oven for 20-25 minutes at 180°C. The fish will nearly always be perfect, tender and juicy and absorbed with the aromas from the herbs and spices. For a sauce I pour the stock into a pot with a good douse of wine and some garlic and let it reduce.

Today I’ve got no recipe for you, just some inspiration.

 

Mangold-Spinat-Quiche mit Kürbispüree

Trotz meteorologischen Frühlingsanfangs gibt es heute eine Kombination aus Herbst-/Wintergemüse.

Kürbispüree (für 2 Pers.):

  • 1 kl. Hokkaido (ca.400g)
  • 1/2 Kartoffel (ca. 50g, geschält)
  • 1 Tomate (aus der Dose, enthäutet)
  • Salz & Pfeffer
  • Paprikapulver
  • ein Schuss Milch
  • ein kleines Stückchen Butter
  • Salbei-Olivenöl

Wie bei der Zubereitung meiner Kürbissuppe wird der Kürbis hier gebacken und nicht gekocht.

Vom Kürbis vorsichtig den Deckel abschneiden (nicht weg werfen) und die Samen auskratzen. Falls man beim ersten Schnitt den Kürbis nicht „geöffnet“ hat, nicht schlimm. Einfach ein Kreis in der Fläche bis zu den Samen einschneiden. Was man rausgeschnitten hat, klein schneiden und wieder in den Kürbis geben. Kartoffel grob würfeln und mit der Tomate in den Kürbis geben. Deckel drauf, in eine ofenfeste Form geben und für ca. 40 min im Ofen bei 200°C ausbacken.

Das Kürbisfleisch von der Schale lösen bzw. auskratzen, in eine Schüssel/hohes Gefäß geben und alles mit dem Pürierstab bis zum gewünschten Grad pürieren. Mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver abschmecken. Ein Klacks Butter und evtl. ein Schuss Milch unterrühren.

Das Salbei-Olivenöl ist eigentlich nur Salbei ganz fein gehackt (z.B. in einem Kräuterhäcksler) und mit Olivenöl vermischt. Ein klecks auf dem Kürbispüree geben. Wenn man das Püree als Beilage zum Quiche serviert, kann die Menge (je nach Portionsgröße) auch für 4 Portionen reichen.

Mangold-Spinat-Quiche (für 4-6 Personen)

  • 300g Mangold
  • Olivenöl
  • 1 Knoblauchzehe
  • 230g Spinat (frisch, küchenfertig)
  • 70g Feta (Ziegenkäse)
  • 50g Parmesan (frisch gerieben) + Extra zum Überbacken
  • 3 Eier
  • 1 Msp. Muskat
  • Salz & Pfeffer
  • Blätterteig, frisch (Ø 23cm)
  • Butter/Fett für die Form

Mangold waschen und putzen. Die weißen Stile in Streifen schneiden, bissfest blanchieren und abtropfen lassen. Rest des Mangolds ebenfalls in Streifen schneiden. Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und die plattgedrückte Knoblauchzehe kurz anbraten, Spinat in die Pfanne geben bis er leicht zusammenfällt. Den Spinat mit den Mangoldstielen in eine Schüssel geben, die Knoblauchzehe heraus fischen und dazu pressen. Die Mangoldstreifen ein paar Minuten in der gleichen Pfanne dünsten und zum Spinat geben.

Den Feta zerbröckeln und mit dem grob geriebenem Parmesan zum Gemüse geben, mit Muskat, Salz und Pfeffer würzen und alles gut durchmischen. Die Eier hinzugeben und nochmals gut vermengen.

Tartform ausbuttern und mit dem Blätterteig auskleiden. Die Mangold-Spinat-Masse auf den Teig geben und für 30 Minuten bei 200°C in den Ofen geben. Nach 20 Min zusätzlich etwas Parmesan über die Quiche geben.

Quiche aus der Form nehmen und vierteln, ggf. achteln für den Großen und kleinen Hunger.

Wenn man keine Tartform mit herauslösbaren Boden hat, kann man die Quiche auf ein Teller stürzen … Teller drauf legen, umdrehen, Teller auf dem Quiche Boden legen und wieder umdrehen 🙂

Spinat Filou

Ich bin ein bekennender Jamie Oliver Fan. Ich finde den Kerl einfach super sympathisch und seine Rezepte und koch Tipps sind toll. Auf Sixx laufen seine Food-Shows rauf und runter: Jamie at Home, Jamie Unterwegs und Jamies 30 Minute Meals. Leider ist die Sendungen immer voll oder teil synchronisiert. Leider? Weil ich halb Engländerin bin und es mal wieder schön ist solch ein Akzent und Slang zu hören. Die Sendungen laufen zwar wenn ich nicht zu Hause bin, aber dank des „Pinken Riesen“, kann ich TV gucken zu einer Zeit die mir passt 😉

Ich habe 3 oder 4 von Jamie’s Kochbüchern und nach einigen Sendungen habe ich mir doch noch seine „30 Minute Meals“ gekauft. Nur ein Tipp am Rande: die englische Ausgabe kostet ca. ein 10er weniger als die Deutsche. Mein Spinat Filou ist das erste Rezept was ich daraus nachkoche. Ich habe die Mengen reduziert, entweder als Hauptgang für 2 Hungrige (ohne alles) oder als Beilage zu Salat für 4 Personen. (Bei 4 sind’s ca. 11pp/pp)

Zutaten:

  • Frischer Filo/Strudel-Teig (8 Blätter)
  • 200-300g frischer Spinat
  • 1 Knoblauchzehe
  • 3 Eier
  • 150g Feta (aus Ziegenmilch)
  • 20 g Pinienkerne
  • Olivenöl
  • Kräuter, Salz & Peffer, Muskat
  • Paprika (rosenscharf)

Die Pinienkerne in eine Pfanne goldbraun anrösten. In einer Schale die Eier mit Feta, ein Schuss Olivenöl, Salz und Pfeffer, ordentlich Kräuter z.B. getrocknete italienischer Mix oder was euch gefällt und eine Prise Muskat vermengen. Wenn die Pinienkerne goldbraun sind auch untermengen. Spinat Waschen (oder küchenfertigen nehmen) und in einer Pfanne mit Olivenöl und dem Knoblauch „welken“ lassen. Vom Herdnehmen.

Ein Stück Backpapier (in Backblech Größe – ich hab immer die schon fertig geschnittene) mit etwas Olivenöl einfetten, zusammen knüllen und wieder einigermaßen glatt streichen. Darauf zunächst 4 Filo-Blätter legen, so dass die Blätter überlappen und das ganze Backpapier bedecken. Auf die Filo Blätter Olivenöl, Salz und etwas Pfeffer und Paprikapulver verteilen. Darauf 2 Filo Blätter legen, würzen und wieder 2 Blätter darauf legen.

Den Teig samt Backpapier in eine kleine ca. 20-23 cm gr0ße (runde) Backform legen, vorsichtig rein drücken. Den Spinat unter den EierKäse mischen und in die Mulde gießen. Den überlappenden Filo-Teig nach innen auf die Masse falten. Überstehendes Backpapier  stutzen. Den Spinat Filou für ca. 20 bei 200°C backen.

Dazu passt auch ein einfacher Gurkensalat: Gurke waschen & vierteln, in grobe Scheiben schneiden. Das Grün einer Frühlingszwiebel fein schneiden. Beides in eine Schüssel vermengen. Mit Salz, Pfeffer, Olivenöl, Balsamico und Schnittlauch abrunden.

mmmh das riecht lecker

Freitag ist mein Lieblings Tag der Woche. Nicht nur weil die Arbeitswoche vorbei ist (besonders nach dieser Woche) und ich nicht früh ins Bett muss, weil ich am Samstag ja wieder ausschlafen kann, sondern weil Freitag mein Tag ist. Ich komme nach Hause trink erst mal einen leckeren Cappuccino mit aufgeschäumter Milch, atme durch und mache wonach mir ist. Wenn ich keine Lust auf telefonieren habe, höre ich das Telefon nicht. Wenn ich keine Lust auf Besuch habe, höre ich die Klingel nicht. Wenn ich keine Lust habe das morgendliche Chaos wegzuräumen, mache ich es auch nicht. Es gibt solche und solche Freitage. Es kommt auch vor, dass ich anfange meine Möbel zu rücken oder mich (wenn auch selten) der Putzwahn befällt. Auf jeden Fall gibt es auch was zu essen 😉 Je nach Laune, was einfaches wie Spagetti mit Tomatensauce oder ich probiere mal was Neues aus. Heute gab es eine Mischung aus bekannt und schnell, wie auch was Neues.

Orangen Sesam Soba mit Spinat und Garnelen:

In einer kleinen Schüssel 1 TL Sojasauce mit 1 TL Sesamöl und etwa 1 TL geriebenen Ingwer mischen. Den Saft einer halben Orange und etwas frische oder getrocknete Chili dazugeben. Die Soba Reisnudeln (oder andere Nudeln) nach Packungsangabe zubereiten.

In einer Pfanne Sesamöl erhitzen. Eine Knoblauchzehe mit dem Messerrücken zerdrücken und mit den Garnelen in die Pfanne geben. Eine Karotte schälen, stiften und zu den Garnelen geben. Wenn die Garnelen angebräunt sind, aus der Pfanne nehmen und zur Seite stellen. Ein paar Esslöffel des Nudel Wassers und die Sojaorangen-Mischung in der Panne aufkochen und den jungen (küchenfertigen) Spinat darauf geben. Nudeln abgießen und kurz in die Panne schwenken. Mit den Garnelen und evtl. Sesamkörner anrichten und servieren. Wohl bekommst.

Wenn man die Soja-Orangen-Mischung in die Pfanne gibt verbreitet sich ein herrlicher Orangenduft in der Küche. Es hat mich an die Sprengel Orangen-Schokolade erinnert, die ich früher sehr gerne gegessen habe. Gibt es die eigentlich überhaupt noch?

 

Schwedische Kartoffeln

Kartoffeln sind toll! Und man kann die auf verschiedenste Weise zubereiten. Als Suppe, mit Stückchen und Würstchen oder püriert mit Sahne und Speck. Fritiert oder gebacken im ganzen oder halbiert oder in spalten, mit Pelle, ohne Pelle. Oder als Püree, mit oder ohne Zusatz wie Röstzwiebeln und Kräuter. Auf Pinterest habe ich eine neue Art der Zubereitung gesehen, die auch noch was fürs Auge ist: Kartoffeln nach Schwedische Art, auch Hasselback Kartoffeln genannt.

Die Zubereitung ist einfach, aber erfordert eine ruhige Hand. Die (vorw. festkochende) Kartoffeln waschen und mit der flachen Seite auf ein Scheidebrett legen. Mit einem scharfen Messer ca..2-3 mm Scheiben schneiden, aber nicht komplett durchschneiden. Man kann auch einen Holzlöffel zur Hilfe nehmen. Kartoffel darauf legen und schneiden. Der Holzlöffel wird verhindern, dass man zu tief schneidet.

In eine kleine Schüssel etwas Öl mit Salz und eine gepresste Knoblauchzehe vermengen

Die ganze Kartoffel und zwischen den Scheiben mit dem Öl bestreichen, dabei die Scheiben vorsichtig von einander lösen. Noch etwas Meersalz oben auf die Kartoffel geben

Die Kartoffeln auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und für 45 Min. in den auf 220°C vorgeheizten Ofen geben.

Wenn die Schale schön braun und knusprig ist und die Scheiben gar gebacken sind, servieren.

Die Kartoffel passt wunderbar zu Entenbrust mit Balsamico auf Spinat.