Backen mit (Ge)würze

Jede Saison hat für mich seinen Obst oder Gemüse Star auf dem man sich immer wieder freut. Im Frühling ist es der Spargel, im Sommer sind es die Beeren wie Erdbeeren, im Herbst ist es der Kürbis und im Winter der Grünkohl. Ich finde jede Jahreszeit hat auch bestimmte Gewürze oder Geschmacksrichtung zu der man gerne greift.

Zimt, Muskat, Nelken sind Gewürze die ich nicht wirklich mit Frühling oder Sommer verbinde, viel mehr mit stürmischen Herbsttagen, gemütlich am Kaminofen sitzen oder Weihnachten. Diese Gewürze rufen bei mir fast immer ein wohlig warmes Gefühl hervor. Besonders lecker sind diese Gewürze wenn man die z.B. in einem Kuchen verwendet – in einem Gewürzkuchen.

Das Rezept stammt von „cakes ’n‘ bakes“, allerdings mit einigen Änderung aus Mangel an bestimmten Zutaten.

Gewürzkuchen

  • 230g Mehl
  • 60g Speisestärke
  • 1 ½ TL Backpulver
  • 1 TL Natron
  • ½ TL Piment
  • ¼ TL Muskat
  • 1 TL Kakaopulver
  • ½ TL Salz
  • 115g Butter
  • 150g brauner Zucker
  • 2 Eier
  • 1 TL Vanille-Extrakt
  • 80g Frischkäse
  • 120ml Buttermilch
  • 60g gehackte Walnüsse

Die trockenen Zutaten (Mehl bis Salz) in eine Schüssel gut vermischen und zur Seite stellen.

In einer zweiten Schüssel Butter und Zucker ca. 2-3 Minuten auf mittlere Geschwindigkeit cremig rühren. Die Eier nach einander ein rühren. Den Vanille-Extrakt hinzugeben.

Die Buttermilch mit dem Frischkäse mischen und abwechselnd mit dem Mehlgemisch zu der Buttermasse geben und nach jeder Beigabe gut mischen. Zum Schluss die Walnüsse untermischen.

Den Teig in eine gebutterte 22er Springform geben und bei 180°C ca. 25 Minuten backen, ggf. die „Zahnstocherprobe“ machen.

Cakes ’n‘ Bakes hat den Teig in zwei Formen geteilt und gebacken, um dazwischen eine leckere Kürbis-Buttercreme zu füllen. Das getrennt backen habe ich mir gespart und den fertigen Kuchen mit einem Kuchenmesser geteilt. Gefüllt habe ich es auch, aber mit einem Kürbiscreme-Experiment. Wie es mit spontanen Küchen-Experimenten so ist, habe ich es nicht dokumentiert, also kann ich euch nicht genau sagen was oder wie viel wovon da drinne war, Butter war’s jedenfalls nicht 😉

Der Kuchen schmeckt auch sehr lecker ohne Füllung, evtl. zur Deko mit etwas Puderzucker bestäubt. Aber wenn Ihr unbedingt eine Füllung machen wollt, schaut bei Cakes ’n‘ Bakes vorbei oder startet einfach ein Küchen-Experimenten 😉

Würde mich freuen wenn du mich wissen lässt wofür du dich entschieden hast. Viel Spaß beim Nachbacken.

HighFoodality Blog-Event Cookbook of Colors
 

Ernte Saison

Der Sommer ist wohl endgültig vorbei. Das merkt man nicht nur an den kühleren Temperaturen oder das sich die Blätter an den Bäumen ihr Herbst Kleid tragen. Man kann an manchen Tagen wenn die Sonne scheint förmlich den Herbst riechen. Eine Mischung aus feuchtem Laub, die knackig frische Luft und Holzofen. Wie ich es liebe wie manche Gerüche Erinnerung ins Gedächtnis ruft oder einfach ein Lächeln auf die Lippen zaubert. Wie z.B. diese Woche als ich morgens aus dem Bus stieg und der Duft von Printen (welche oft mit Lebkuchen verwechselt wird) über der Innenstadt lag. Da geht man auch gleich mit guter Laune in den Tag.

Das schöne am Herbst ist auch die saisonale Ernte. Es gibt Kürbis in verschiedenen Varianten, diverse Kartoffelsorten und auch die Äpfel, Maronen und Walnüsse nicht zu vergessen. Ein weiteres Indiz für den beginnenden Herbst ist der Federweißer. Dieser „Neuer Wein“ aus weißem Traubenmost ist sehr süß. Die Flasche sollte nur Stehend transportiert werden, da die Flaschen nicht fest verschlossen sind. Der Wein gärt noch nach. Also nicht auf Band am Supermarkt hinlegen. Zu einem frischen Federweißen passt etwas deftiges sehr gut z.B. Flammkuchen oder Zwiebelkuchen.

Ein Tipp für den Federweißen hab ich noch: wenn er zu süß ist, einfach bei Zimmertemperatur ein paar Stunden stehen lassen. Der Wein beginnt weiter zu gären. Den Gärprozess kann man stoppen bzw. verlangsamen wenn man Ihn wieder Kalt stellt.

Zum Federweißen habe ich mich diesmal für Zwiebelkuchen entschieden. Das Rezept stammt von tigerlilly63 gefunden auf Kochbar. Eigentlich ist die Menge für ein Blech ausgerichtet, aber ich hab es in eine runde Auflauf/Pie-Form zubereitet. Die Menge an Hefe-Teig war etwas zu viel und 1-2 Zwiebeln weniger wäre auch gut gewesen, aber das macht nichts. Aus dem überschüssigen Teig werde ich schon noch irgendwas anderes Zaubern.

Wenn Ihr hier jetzt das Rezept sucht, schaut mal hier vorbei. Zu der Eiersauerrahm-Masse habe ich noch etwas Peccorino untermischen. Mmh sehr lecker.