Schokoladenkuchen!

Es klingelt an der Tür.

„Hallo?“ rauscht es in der Gegensprechanlage.

„Überfallkommando!“

„Äh…okay. Kommt rein.“

So oder so ähnlich haben einige Freunde und ich einen lieben Freund zu einem nachträglichen Geburtstagsbesuch überfallen. Als eine kleine Entschädigung gab es natürlich auch Kuchen. Ich wüsste nicht genau ob das Geburtstagskind einen Lieblingskuchen hat, aber dachte mir mit Schokoladenkuchen liegt man eigentlich nie daneben.

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Der Plan war eigentlich einen Schokokuchen mit Erdbeer-Mascarponecreme-Füllung, aber die Erdbeeren habe ich am Tag zuvor vernascht und die Mascarpone war abgelaufen. Für einen mega aufwendigen Kuchen war die Zeit nach Feierabend auch einfach zu knapp. Auf der Suche nach Inspiration bin ich bei Donna Hay’s Seite gelandet, genauer gesagt bei Ihrem „four tier chocolate layer cake„. Das Rezept für ihren 4-lagigen Kuchen ist für eine (bzw. zwei) 12cm Backform ausgelegt. Ich habe den Kuchen in einem Schwung in eine 18cm Springform gebacken, da ich nur die eine Backform habe. Somit hatte der Kuchen dann „nur“ 2 Lagen. Der fertige Kuchen war oben auch gewölbt, aber den habe ich einfach wech gesäbelt und beim Anrühren der Frischkäsefüllung vernascht.

Beim Transport sollte man auch vorsichtig sein, vor allem wenn der Kuchen nicht nach dem Zusammenbau gut durchgekühlt wurde. Die oberste Lage kann leicht verrutschen, also vorsichtig mit Gas & Bremse 😉

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Schokoladenkuchen mit Schokoladenfrischkäsecreme

Schokoladenkuchen

  • 125ml Wasser
  • 60g Butter
  • 2 EL Kakaopulver (nicht Kaba)
  • 150g Mehl
  • ½ TL Natron
  • 200g Zucker (fein)
  • 1 Ei (L)
  • 60ml Buttermilch
  • ½ TL Vanillepaste

Den Ofen auf 150°C vorheizen.

Wasser, Butter und Kakaopulver in einem Topf geben und auf mittlere Hitze rühren bis die Butter vollständig geschmolzen ist.

Mehl, Natron und Zucker in eine Schüssel verrühren. Die Kakaomasse mit einem Schneebesen unterrühren. Ei, Buttermilch und Vanillepaste dazugeben und alles gut verrühren.

Die Masse in eine leicht gefettete 18cm Springform geben. Bei 150°C ca. 60 Minuten oder bis zur positiven Stäbchenprobe backen. Den Kuchen noch 5 Minuten in der Form ruhen lassen und dann auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Schokoladenfrischkäsecreme

  • 50g weiche Butter
  • 250g Frischkäse (z.B. Philadelphia)
  • 160g Puderzucker (gesiebt)
  • 30g Kakaopulver
  • Prise Salz
  • 1 TL Vanillepaste

Butter mit Frischkäse mit einem Standmixer cremig rühren (ca. 6 Minuten). Puderzucker, Kakaopulver, Salz nach und nach hinzufügen und weitere 6 Minuten rühren lassen. Zum Schluss die Vanillepaste unterrühren.

Zusammenbau

Die Oberfläche vom Kuchen begradigen (gewölbten Deckel vorsichtig abschneiden) und vorsichtig in zwei gleichgroße Scheiben teilen. Die unter Scheibe auf einem Kuchenteller legen und großzügig (ca. 2/3) mit der Schokocreme bestreichen. Die zweite Lage vorsichtig auf die Creme legen, zurechtrücken und leicht andrücken. Die restliche Creme auf die 2. Lage verteilen und mit Schokospäne dekorieren. Mindestens 1 Std. kalt stellen.

Schachbrett zum Geburtstag

Ich weiß schon wieder Kuchen, aber diese Woche hatte mein bester Freund Geburtstag und da muss natürlich ein Geburtstags-Kuchen her. Letztes Jahr gab es die mega Farbbombe – der Rainbow Cake mit 6 verschiedenfarbigen Lagen. Damit war die Messlatte schon hochgelegt und ich wollte es dies Jahr auch unbedingt übertreffen. Wäre ja sonst langweilig, oder? Außerdem habe ich dank dieses Blogs über das letzte Jahr sehr an meine Backfertigkeiten gearbeitet ;). Das Schöne an dem Rainbow Cake war der Überraschungseffekt…von außen war der Kuchen etwas unscheinbar und erst durch das Anschneiden kamen die quietsch bunten Lagen zum Vorschein. Ihr hättet mal das Gesicht des Geburtstagskindes und Gäste sehen sollen. Genau dafür hatte sich die Arbeit gelohnt. Genau diesen Effekt wollte ich dieses Jahr wiederholen. Ich habe in den Wochen vor dem Geburtstag schon angefangen zu überlegen wie ich das anstellen sollte. Viele Inspirationen bei Pinterest, Tastespotting, Foodgawker und Co. angeschaut, aber es letztendlich doch in einem meiner zahlreichen Backbuch gefunden.

Als ich das erste Mal „Bake it like you mean it“ von Gesine Bullock-Prado in den Händen hielt, hatte ich mich direkt Verliebt. Alleine schon das Kuchenkunstwerk auf dem Cover hat mich begeistert. Im englischen Sprachraum sagt man zwar „never judge a book by its cover“, aber alleine schon wegen dem Cover ist das Buch in meinem Einkaufswagen gewandert und es hält was es verspricht. Neben den aufwendig konstruierten Kuchen mit dem WOW-Effekt, findet man auch „einfaches“ wie  Meringue Tarts, Angelcake, verschiedene Cheesecakes oder Bienenstich. Eigentlich wollte ich den Kuchen vom Cover baken, aber diese Challenge hebe ich mir auf für ein Tag an dem ich mehr Zeit als ein paar Stunden nach Feierabend habe und ehrlich gesagt habe ich mich daran nicht getraut ;).

Meine Wahl fiel auf das Checkerboard (Schachbrett Kuchen). In dem Buch kommt es eigentlich als eine Art „Bauanleitung“ daher. Für den Kuchenteig und Buttercreme wird das Rezept auf der vorherige Seite „Interior Hart“ empfohlen und dann wie in dem Tutorial weiter verarbeitet. Leider fehlt in der Bauanleitung ein wesentliches Detail: die Teig-Menge reicht für 2 Schachbrett Kuchen mit je 4 Lagen und 15cm Durchmesser. Ich wollte ja wie auf dem Bild in der Anleitung ein kleinen Kuchen und keine riesen Torte backen. Dies hätte ich auch schon merken sollen als ich die Zutaten-Liste durchgelesen habe. 450g auf 800g Zucker und 10 ganze Eier… mal davon abgesehen, dass mein Standrührer solche Mengen nicht ohne weiteres verarbeiten kann.

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Die Menge an weiche Butter mit dem Zucker cremig zuschlagen war eine echte Herausforderung für meinen „normalen“ Standmixer und schon gar nicht in den angegebenen 5-10 Minuten zu erreichen. Ich habe mich echt gewundert, dass sie dabei nicht mit qualmend den Geist aufgegeben hat, aber irgendwann nach einer gefühlten Ewigkeit habe ich es geschafft und habe auch noch die 10 Eier nach einander hinzugefügt. Soweit so gut, allerding sollte dazu noch Mehl und Buttermilch kommen und das hätte meine doch recht große Rührschüssel gesprengt. Also Plan B. Ich habe die Eier-Butter-Masse abgewogen, auf zwei Schüssel aufgeteilt und mit der halben Menge an Mehl und Buttermilch fertig gerührt. Die andere Hälfte wollte eigentlich nicht einfach weg kippen, also wurde der auch zu einem Teig verarbeitet. Kuchen kann man schließlich in Frischhaltefolie eingepackt ja gut einfrieren oder man macht daraus Cake Pops oder Rumkugeln.

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Nachdem ich die zwei Teig Portionen fertig gerührt hatte, stellte ich allerdings fest, dass ich doch Beide brauche, denn sonst wäre der Teig auf meinem Standard Backblech bestimmt zu dünn ausgelaufen. Vielleicht auch nicht, aber ich wollte das nicht riskieren. Der Teig sollte sowieso zweigeteilt werden, also habe ich mir zumindest den Schritt schon mal gespart 😉 Nach dieser Erfahrung mit den Teig-Mengen hatte ich vorsorglich nur die halbe Menge an Buttercreme zubereitet. Ich war mir zunächst nicht sicher ob dies für das Füllen, Crumbcoat und Überzug reichen wurde, aber es ging genau auf. Yeay!

Schön verzierte Kuchen und Torten schau ich mir gerne an und bewundere Alle die diese Zuckerkreationen in liebevolle Kleinstarbeit herstellen können, aber in dieser Hinsicht habe ich noch kaum Erfahrung. Also war der die Torte „Hübsch“ machen für mich eine Herausforderung. An Verzierung oder aufwendige Deko war nicht zu denken, schon gar nicht wenn man nicht die richtigen Tools  hat. Meine persönliche Challenge war es einfach eine glatte gleichmäßige Oberfläche hin zu bekommen. Es hat zwar ein bisserl Zeit und ein paar Korrekturen gebraucht, aber ich denke für den ersten Versuch ist es nicht schlecht geworden… wenn man nicht ganz so Kritisch genau hinsieht 😉

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Es heißt ja das Beste kommt zum Schluss und es kam wirklich. Die großen Augen und die Freude im Gesicht vom Geburtstagskind war der ganze Aufwand wirklich wert 😀

Die schwarzen Kuchensteine habe ich mit Kakao „aromatisiert“ und auch noch mit etwas schwarzer Lebensmittel-Farbe eingefärbt. Es schmeckte schon schokoladig, aber denke ein bisserl mehr hätte auch nicht geschadet. In dem hellen Teig habe ich Passionsfruchtpüree verarbeitet. Von dem hat man aber leider kaum was geschmeckt. In dem unten stehendem Rezept habe ich die Menge Passionsfruchtpüree bereits verdoppelt oder man lässt es einfach weg 😉 . Die Menge vom Kakao habe ich allerdings nicht verändert.

Die Buttercreme wird mit Eiweiß hergestellt. Wer also unsicher wegen ungekochtes Eiweiß ist, sollte auf jeden Fall sich ein Zuckerthemometer (oder ähnliches) besorgen und die Eier auf 72°C erhitzen. Das Schöne an dieser Variante der Buttercreme ist, dass sie wirklich weiß wird. Die war schon lecker aber halt wirklich mächtig. Denke für den Kuchen im Froster werde ich allerdings eine Frischkäsevariante verwenden. Mal sehn ob das auch so stabil wird.

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Schachbrett Kuchen (inspiriert von „Bake it like you mean it“)

Das Rezept ist für einen Kuchen mit 15cm Durchmesser und 4 Lagen ausgelegt.

Zubehör:

  • Backblech/-pfanne oder Backrahmen  mit ca. 20x35cm
  • Ausstecher, Teller, Deckel oder Ähnliches mit einem Durchmesser von 15cm, 10cm & 5cm
  • Standmixer
  • Zuckerthermometer
  • Kuchenpalette/-messer und Teigschaber/-spachtel
  • Platz im Gefrierschrank

Teig

  • 228g weiche Butter
  • 400g Zucker
  • 5 Eier L
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 375g Mehl
  • ½ TL Salz
  • 1 EL Backpulver
  • 300ml Buttermilch
  • 60ml Passionsfruchtpüree
  • 30g Kakao
  • Schwarze Lebensmittelfarbe (z.B. Gelfarben von Wilton)

Im Standmixer mit Schneebesenaufsatz Butter und Zucker schlagen bis die Masse hell und cremig wird. Dabei gelegentlich die Seiten runter kratzen. Die Eier nacheinander hinzufügen. Jedes Ei ca. 30 Sekunden mixen bevor man den nächsten hinzu gibt. Vanille Extrakt hinzugeben.

In einer zweiten Schüssel Mehl, Salz und Backpulver mischen. Den Standruhrer auf niedrig stellen und abwechselnd Mehl und Butter milch unter rühren. Dabei gelegentlich die Seiten runter kratzen.

Den Teig abwiegen und auf zwei Schusseln aufteilen. In der einen Schüssel Passionsfruchtpüree unter rühren. In der zweiten Schüssel Kakao unter rühren, dann mit der Lebensmittelfarbe einfärben.

Den Teig auf einem Backblech glat streichen und bei 180°C ca. 30 Minuten backen. Zum Testen ob der Teig fertig ist, in der Mitte leicht eindrucken und wenn er zurück springt ist er fertig.

Mit einem Ausstecher oder Deckel usw. 15cm Kreise ausstechen. Darin wiederholen mit 10cm und 5cm Ausstecher. Die Kreise vorsichtig vom Backblech und voneinander trennen. Abwechselnd wieder zusammensetzten. Die Kuchenreste z.B. zu Cake Pops oder Rumkugeln verarbeiten.

Buttercreme

  • 5 Eiweiß
  • 200g feinster Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 342g weiche Butter

In der Schüssel vom Standmixer Eiweiß und Zucker mischen. Dann über einem Wasserbad mit einem Schneebesen weiter  rühren bis der Zucker sich vollständig aufgelöst hat und die Zuckereimasse handwarm ist. Habt Ihr Bedenken wegen ungekochtes Eiweiß, die Masse auf 72°C erhitzen.

Die Zuckereimasse mit dem Standmixer (Schneebesenaufsatz) so lange auf hoher Geschwindigkeit schlagen, bis sich das Volumen vervierfacht hat und die Masse sich abgekühlt hat. Die weiche Butter Esslöffelweise hinzufügen. Sieht es aus als wenn die Buttercreme sich trennt, einfach weiterschlagen, die kommt dann nach ein paar Minuten wieder zusammen.

Zusammenbau

Notiz: Aus einem Stück Pappe mit Frischhaltefolie bezogen habe ich einen Kuchenuntersetzer (Tortenuntersetzter) gebastelt, weil meine Tortenplatte nicht in den Gefrierschrank passt.

Die unterste Kuchenlage auf einen flachen Teller oder Kuchenuntersetzer stellen, darauf gleichmäßig 1-3 EL Buttercreme verteilen. Die zweite Lage darauf legen und leicht andrücken. Die Ringe in einer Kuchenlage waren bei mir leicht Unebenheiten und habe dies einfach mit der Buttercreme ausgleichen. Wiederholen bis zur letzten Lage.

Damit die äußere Schicht nicht voller Krümel ist, verpasst man den Küchen einen sogenannten „crumb coat“. Die Seiten und oberste Lage der Buttercreme bestreichen. Sie muss jetzt nicht 100%ig glatt sein. Etwas Buttercreme für das Finish zur Seite stellen. Den Kuchen dann für ca. 10 Minuten in den Gefrierschrank stellen oder etwas länger in den Kühlschrank stellen bis die Buttercreme sich gesetzt hat und sich fest anfühlt. Dann in einer zweiten Lage die restliche Buttercreme mit einem Teigspachtel /Kuchenpalette usw. glatt auf den Kuchen verteilen und glatt streichen. Hierbei kann es hilfreich sein das Werkzeug kurz in heißes Wasser zu tauchen. Wichtig gut abtrocken.

Puhh… das Ganze hört sich kompliziert an, oder? Aber das war es nicht wirklich. Aufwendig schon aber nicht kompliziert. Man braucht eigentlich nur Zeit und Geduld. Die Buttercreme muss man auch nicht glatt streichen, der „Rustig Look“ ist auch ganz schön. Das war übrigens auch mein Plan B 😉

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende. Im nächsten Post gibt es kein Kuchen, versprochen 😉

Schokolade und Passionsfrucht

Auf meiner Küchen To-Do-Liste steht schon länger Passionsfrucht Curd. Lemon Curd mag ich wirklich sehr, Erdbeer Curd ohne Ei auch, da kann wohl eine Passionsfrucht Variante doch nur super schmecken, oder? Gestern habe ich endlich Zeit gefunden den Curd zusammenzurühren. Da ich voller Tatendrang war und bei der Curd Produktion auch eine Menge Eiweiß übrig bleibt, hatte ich überlegt endlich meine Macaron-Backunterlage auszuprobieren. Die Zutaten hatte ich alle da, aber mir war irgendwie nicht nach Gebäck. Vielmehr hatte ich richtig Lust auf Kuchen und zwar auf Schokoladenkuchen. Außerdem für die Macaron Produktion schadet es nicht wenn das Eiweiß einen Tag „altert“.

Auf der Suche nach einem superduper Schokokuchenrezept bin ich bei Home&Woman auf einen Schokoladen-Guinness-Kuchen gestoßen. Ich hatte zwar kein Guinness, aber dafür Schwarzbier im Kühlschank. Kennt Ihr die Serie „2 Broke Girls“? Worum geht’s? Kurz gesagt: Max & Caroline sind total pleite, aber wollen ihr eigenes Cupcake Geschäft aufbauen. In einer Folge möchten die beiden Martha Stewart von ihr Vorhaben mit Max’s Spezial Cupcake überzeugen: dem „Beer Batter Maple Bacon Spring Break Cupcake“. Seit ich diese Folge gesehen hatte, wollte ich auch Bier in Cupcakes oder Kuchen ausprobieren. Allerdings verlangte das Home&Woman Rezept nach Griechischen Joghurt, welches ich nicht im Hause hatte, also Tante Google nach einem anderen Rezept gefragt. Freundlicherweise stellte Nigella Lawson ihr „Chocolate Guinness Cake“ zur Verfügung.

Nigella`s Rezept ist ausgelegt für eine 23er Springform, aber ich hab die Menge für meine 18er Springform halbiert. Den Kuchen habe ich auch nicht als Ganzes gebacken und dann geschnitten, sondern in drei Portionen. Ich war mir auch nicht wirklich sicher ob Passionsfrucht Curd und Dunkelbier-Schokokuchen zusammen passt, aber es war eine Wucht. Meine Test-Esser waren auch von der Kombination, wie auch den Curd allein begeistert. Der Curd erinnert geschmacklich an den Überzug vom Solero-Eis und somit auch an Sommer. Durch den Curd bekommt der schwere Kuchen eine gewisse exotische sommerliche Leichtigkeit. Genau das richtige für alle die den Sommer herbei sehnen.

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Passionsfrucht Curd (adaptiert von Drizzel & Drip) Ergibt ca. 500ml

  • 10 Passionsfrüchte (ausgekratzt ca. 240g)
  • 150g Zucker
  • 6 Eigelb (L)
  • 1/2 Vanilleschote (ausgekratzt)
  • 120g kalte Butter (gewürfelt)

Passionsfruchtfleisch mit dem Zucker in einem Topf erhitzen, bis der Zucker sich aufgelöst hat und es kurz vor dem Kochen ist. Durch ein Sieb streichen, ggf. mehrmals um die Kerne zu entfernen.

In einer Metall Schüssel die Eigelb schaumig schlagen. Passionsfrucht in einem dünnen Strahl schnell unterrühren. Die Vanille unterrühren. Die Schüssel auf einem Topf mit köchelndem Wasser (Wasserbad) stellen und unter Rühren erwärmen. Nach und nach die kalte Butter hinzugeben. So lange erwärmen und rühren, bis die Masse eindickt. Beachte: der Curd dickt beim Abkühlen noch weiter nach. Für den Kuchen sollte der Curd eine festere Konsistenz haben.

Dunkelbier Schokoladen Kuchen

  • 125ml Schwarzbier
  • 125g Butter
  • 35g Kakao (kein Kaba)
  • 200g Zucker
  • 70g Saure Sahne
  • 1 Ei
  • 1/2 EL Vanille Extrakt
  • 140g Mehl
  • 1 1/4 TL Natron

Schwarzbier und Butter in einem weiten Topf erwärmen bis die Butter schmilzt. Den Topf vom Herd nehmen. Kakao und Zucker hinzugeben und gut verrühren.

In einer Schüssel die Saure Sahne, das Ei und Vanille Extrakt verrühren und unter Kakao-Butter-Bier-Masse rühren. Zum Schluss das Mehl mit dem Natron mischen und zu (flüssigen) Teig verrühren.

Den Teig abwiegen und die Menge durch 3 teilen. Einen Drittel in eine gefettete 18er Springform und 20 Minuten bei 180°C backen. 5 Minuten in der Form stehen lassen und dann vollständig auf einem Kuchengitter abkühlen lassen. Mit den 2 weiteren Portionen wiederholen.

Zusammenbau: den Boden auf einer Kuchenplatte o.ä. legen und mit dem Curd bestreichen zum Rand hin etwas dicker, da der Kuchen leicht gewölbt ist. Mit der zweiten Lage wiederholen. Deckel drauf und fertig. Ich finde der Kuchen kommt ganz gut ohne Deko aus, aber wer will kann noch etwas Puderzucker obendrauf sieben. Vom Curd wird auch etwas übrig bleiben, aber ich empfehle ihn einfach so weg zu löffeln oder zum Frühstück auf Toast zu genießen, statt die oberste Lage damit zu dekorieren.

Viel Spaß beim Nachbacken

Achso… wenn Ihr jetzt auch noch vom „Beer Batter Maple Bacon Spring Break Cupcake“ träumt schaut mal bei „Just Putzing Around the Kitchen“ vorbei.

Ohhh ein Schokohase

Frohe Ostern! Aus gegeben Anlaß gibt es heute einen Schoko(kuchen)hasen für euch :). Der ist zwar nicht so hübsch und von vorne ähnelt es eher einen Huhn, aber mein kleiner Neffe (2) hat es zumindest sofort als Hase erkannt und staunte mit einem leichten lispeln „Ohhh ein Schokohase“. Für Kuchenglasur und -deko habe ich einfach kein Händchen, da ist meine Schwester definitiv talentierter.

Eigentlich wollte ich für Ostersonntag einen Hefezopf oder Brioche backen, aber ich hatte nicht genügend Mehl oder Zeit zwischen Baggerschlüssel suchen, Einkaufen (Mehl vergessen), Gartenarbeit, Spielplatz, Rumtoben mit meinem Neffen, mit der Ritterburg spielen und Osterfeuer. Wieso Zeit so wichtig ist, könnt Ihr bei MissBoulette nachlesen. Also werde ich mir das Brioche-Abenteuer für ein rühigeren Tag aufheben.

Wenn Ihr jetzt schon keine Hasen & Co. mehr sehen könnt, den Rührteig kann man auch gut in jede andere Backform zubereiten. Das Rezept ist ausgelegt für einen Halb-Liter-Hase, für normale Backformgrößen sollte man die Menge entsprechend verdoppeln oder verdreifachen.

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Schoko(kuchen)hase  – Form mit 0,5L Fassungsvermögen

  • 60g weiche Butter
  • 60g Zucker
  • 1 TL Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Ei
  • 2 TL Eierlikör
  • 40g gemahlene Kürbiskerne
  • 40g Mehl
  • 40g Speisestärke
  • 1 TL Backpulver (leicht gehäuft)

Die Zutenten sollten Zimmertemperatur haben. Alles der Reihe nach zu einem Rührteig verarbeiten.

Die Form einfetten, mit Mehl bestäuben, zusammenbauen und mit dem Teig befüllen. Ggf. noch mit einem Löffelstiel sichergehen, dass die Ohren auch ausgefüllt sind. Auf einem Backblech stellen und auf der unteren Schiene bei 160°C (Umluft) ca. 35 Minuten backen.

Den Kuchen in der Form etwas abkühlen lassen, vorsichtig aus der Form lösen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

Den „Boden“ abschneiden damit er sicher stehen kann und mit Schokolade glasieren oder mit Puderzucker betäuben.

Cupcakes mit Hütchen

Wie so of habe ich Etwas gesehen und dachte cool DAS will ich auch. Und dann hab ich es vergessen. Heute erinnerte ich mich wieder daran „Hey, da war doch was… wo hatte ich es nochmal gesehen?“. Wahrscheinlich bei Pinterest oder doch irgendwo im World Wide Web? Gesucht & gefunden. Diesmal hatte ich die richtigen Suchbegriffe und binnen ein paar Minuten hatte ich es gefunden. Das ist nicht immer der Fall, ich sag nur „Lost in Space“ 😉 Was habe ich nochmal gesucht…? Ach ja „dipped Cupcakes“. Dies sind Cupcakes mit einem Schokoüberzug – genannt Hi-Hat Cupcakes und erinnern mich an etwas aus meiner Kindheit.

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Bei uns kam im Sommer regelmäßig ein Eiswagen vorbei. Gibt es die eigentlich noch? Neben leckere Slushies war das Softeis mit Erdbeer oder Schokoüberzüg mein Favorite. Diese Hi-Hat Cupcakes mit der in Schoko getauchtes Topping sehen dem so ähnlich, das musste ich unbedingt ausprobieren.

Gefunden habe ich die Idee (natürlich) bei Pinterest. Aber wie so oft musste ich erst einmal einige Seiten durch klicken um an die Quelle zu kommen, aber manch mal ist der Weg das Ziel 😉 Ursprünglich stammt die Idee (zumindest in dieser Geschichte) wohl aus „Cupcakes!“ von Elinor Klivans, die wiederum von Martha Stewart in ihrer „Martha Stewart Show“ gebacken wurden, die wiederum von der Cake-Pop-Erfinderin Bakerella mit einem schönen Bilder-How-To ergänzt würde, die wiederum bei Pinterest fleißig gepinnt wurden. Und jetzt hier…

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Ich hab mich nur der Idee und dem How-To bedient, denn die amerikanischen Rezepte sind mir oft zu süß. Das Topping habe ich zuerst mit einer Lochtülle aufdressiert, aber ein Schokobrauner-Überzug würde doch sehr an etwas anderes ähneln 😉 Also habe ich dann nach 3 Cupcakes zu einer Sterntülle gewechselt. Das Schöne an Überzogene Cupcakes ist, das man beim Transport keine sehr großen Sorgen um das Topping machen muss.

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Die Cupcake-Basis ist angelehnt an Schwarzwälder-Kirsch Cupcakes, also eine Schoko-Basis mit Schattenmorellen.

Schoko-Kirsch-Muffin für ca. 12 Stück (adaptiert von Sweet Cupcake)

  • 30g Sucant (Voll-Rohrzucker)
  • 45g Zucker
  • 50g Butter
  • 1 Ei
  • 100g Apfelmus
  • 200g Mehl
  • 30g Kakao (nicht Kaba)
  • 2TL Backpulver
  • 1Prise Salz
  • 8 EL (120ml) Milch
  • 12 Kirschen (TK, angetaut)

Butter mit dem Zucker schaumig schlagen.Das Ei hinzufügen und weiter schlagen bis alles gut vermischt ist. Anschließend das Apfelmus einrühren.

Mehl, Kakao, Backpulver und Salz vermischen und die Hälfte nach und nach hinzugeben. Die Milch unterrühren und dann das restliche Mehlgemisch. Nach Bedarf etwas mehr Milch oder Mehl hinzufügen.

Den Teig in die vorbereiteten Muffinförmchen füllen. Je eine Kirsche auf die Förmchen verteilen und leicht eindrücken, nicht versenken. Bei 180°C (Ober-/Unterhitze 15-20 Minuten backen.

5 Min. in der Form lassen und dann auf einem Kuchengitter vollständig abkühlen lassen.

Ital. Meringue Topping

Das Rezept habe ich aus 130 Gramm Liebe (sehr zu empfehlen!) Allerdings reicht die angegebene Menge für mehr als 12 Cupcakes. Ich würde schätzen Mindestens 30. Also seit gewarnt 😉 Oder sucht im Netz nach einer alternative. Auch ein Standrührgeräht ist sehr zu empfehlen, außer man hat sehr gute Oberarme. Wichtig hierbei ist auch ein Zuckerthermometer.

  • 405g feinster Zucker
  • 200g Eiweiß (ca. 6 L Eier)
  • 110ml Wasser

75g Zucker mit dem Eiweiß in einem Standrührgerät zu festem Ei-Schnee schlagen.

330g Zucker mit dem Wasser zum Kochen bringen. Wenn die Temperatur exact 118°C hat, vom Herd nehmen und in einem dünnen Strahl unter rühren (hohe Geschwindigkeit) zum Ei-Schnee hinzugeben.

Die Maschine ca. 30-40 Minuten bei mittlerer Geschwindigkeit weiter laufen lassen, bis die Meringue abgekühlt ist.

In einem Spritzbeutel mit Stern- oder Lochtülle geben und die Muffins aufdressieren. Ca. 15 Minuten in den Gefrierschrank geben.

Schoko-Überzug

  • 200g Zartbitter Schokolade (70%)
  • ca. 10g Palmin (festes Pflanzenfett)

Schokolade mit dem Fett schmelzen. In einem kleinem aber Hohem Gefäß gießen.

Die Cupcakes einzeln aus dem Froster nehmen, in die Schokoglasur tauchen, abtropfen lassen und kurz wieder in den Froster stellen. Wenn die Schokolade hart ist aus dem Froster nehmen und genießen. Vermutlich bleibt der Überzug etwas glänzend wenn man es bei Zimmertemperatur hart werden lässt. Aber ich war nicht so geduldig.

Viel Spaß beim Nachbacken.

Schokoladen-Orangen-Kuchenbällchen

Bei „No Kitchen For Old Men“ gab es letzte Woche „The Most Bestest Soft Baked Chocolate Cookies EVER!„. Oh Mann! Als ich die gesehen hatte, hatte ich auf einmal richtig Bock auf schokolishous soft Cookies. Also stand ich abends um 9 in der Küche und rührte Teig. Leider ging der Versuch völlig in die Hose. Zuerst dachte ich es liegt wohl an der späten Uhrzeit und meine Matschebirne, aber beim zweiten Anrühren musste ich feststellen, dass der Vollrohrzucker SUCANAT von Naturata zusammen mit geschmolzener Butter nicht funktioniert. Die Masse im Topf wurde nach dem Zufügen von der Schoki nicht wirklich cremig. Auch meine selbstgemachte Apfelsauce hat nicht wirklich zum Endresultat beigetragen. Das Ergebnis war eine etwas fettige, krümelige Schokoteigmasse. Irgendwie habe ich es geschafft daraus Kugeln zu formen und die zu Backen. Ausgesehen haben die Dinger super, allerdings hätte man mit den Cookies Nägel in die Wand hauen können. Nach einem halben Liter eiskalter Milch und eine Scheibe Schinken um den Schokogeschmack zu neutralisieren, ging ich gefrustet ins Bett.

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Neuer Tag neues Glück, diesmal mit braunen Zucker und gekaufter Apfelmuss. Und es hat alles super funktioniert! Die Cookies waren soft, schokoladig und „fingerlickinggood“. Selbst der ungebackene Teig war schon so saugeil, dass ich mir dachte „wieso backen?“. Noch etwas frischen Orangenabrieb dazu, fix Kugeln geformt und mit Milchschokolade überzogen … ich war im Himmel 😀 Schoko und Orange ist einfach eine göttliche Kombi! Zusätzlich verleiht der nicht geschmolzene Zucker diese Kuchenbällchen auch einen angenehmen Crunch.

Also wenn Ihr auch Bock auf super schokolishous Cookies habt, schaut mal bei Jim & George vorbei! Und auch wenn nicht, ein Blick oder zwei lohnen sich trotzdem.

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Schokoladen-Orangen-Kuchenbällchen (Ergibt. ca. 12 Stück)

  • 50g Butter
  • 150g Brauner Zucker
  • 25g Kakaopulver
  • 50g gehackte Zartbitterschokolade
  • 2 EL Apfelmus
  • 130g Mehl
  • 1/4 TL Salz
  • Abrieb 1 Bio-Orange
  • Milchschokolade

Die Butter in einem Topf langsam zum Schmelzen bringen. Zucker hinzugeben und alles gut verrühren. Kakaopulver und Schokolade dazu geben. Wenn die Schoki geschmolzen ist, das Apfelmuss einrühren und den Topf vom Herd nehmen.

In einer Schüssel das Mehl mit dem Salz mischen und die Schokozuckermasse und Orangenabrieb dazugeben. Alles zu einem Teig kneten und 1/2 – 1 Std. in dem Kühlschrank stellen.

Aus dem Teig Kugeln formen und mit geschmolzene Milchschokolade überzeihen. Fest werden lassen und schnell verschenken, bevor man alle selber vernascht.

Wer will kann die Kugeln auch auf Stile aufspießen und Cake-Pops nennen 😉

Viel Spaß beim Nachkochen

Ein Knochen für Verliebte

Morgen ist Valentins-Tag. Persönlich finde ich diesen Tag um es mal salopp zu sagen voll blöd. Nicht weil ich Single bin und mir dieses ganze kommerzielle Herzchengedöns auf dem Keks geht, sondern weil das Jahr 364 andere Tage hat an dem man Blumen oder Aufmerksamkeiten verschenken kann. Ist ein bisserl sowie mit Muttertag, eine sinnfreie Erfindung der Floristen. Nichtdestotrotz ergebe ich mich dem Gruppenzwang und werfe den Verliebten ein Knochen hin. Nicht irgendein Kochen, sondern ein Liebesknochen 🙂

Ich mag Liebesknochen oder wie die Franzosen sie nennen Eclairs! Die sind fast genauso toll wie Creme-Berliner, die es leider immer nur zur Karnevalszeit gibt. Traditionell sind Eclairs ein längliches Brandteig-Gebäck mit Pudding oder Vanillecreme gefüllt und mit einer dunklen Schokoglasur überzogen. In meine Abwandlung wird noch Erdbeercurd und weiße Schokiglasur verwendet. Diese Teilchen schmecken nicht nur zu Valentinstag, sondern auch an einem sonnigen Frühlingstag 😉

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Die Basis ist der Brandteig. Brandteig ist auch irgendwie eine Klasse für sich, ähnlich wie Macarons, mal klappt’s, mal nicht. Ich muss auch gestehen, bei meinem ersten Brandteigversuch vergangenen Sommer hat es eindeutig besser geklappt. Ob es an dem Rezept, an die Backtechnik, an dem Wetter oder an der Spritztechnik lag, kann ich euch leider nicht sagen. Die Hälfte sind nicht wirklich aufgegangen und wurden nicht so schön luftig und hohl und diese Dinger zu befüllen war zum Teil ein echter Krampf. Diesmal hatte ich das Brandteig und Crème Pâtissière-Rezept aus „LAROUSSE Schokolade: 380 Rezepte von Pierre Hermé“. Die vermeintliche Crème Pâtissière ähnelte auch mehr eine Vanillesauce, aber ich glaub ich hab die einfach nicht lang genug gekocht. Ein zweites aufkochen mit Einsatz von mehr Speisestärke hat die Crème dann auch fester werden lassen, mehr so richtung Puddingkonsistenz.

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Wenn ihr auch eure liebsten ein Erdbeer-Liebesknochen backen wollt, sucht euer lieblings Brandteig und Crème Pâtissière-Rezept  raus und nimmt noch folgendes Erdbeercurd-Rezept und die Bauanleitung mit.

Erdbeercurd

300g TK Erdbeeren (frische schmecken um diese Jahreszeit noch nicht)

2cl Marsala

1 EL Zucker

2 EL Speisestärke

Die gefrorenen Erdbeeren zusammen mit dem Marsala in einem Topfgeben und auf niedrige Hitze erwärmen bis die Erdbeeren aufgetaut sind. Zucker hinzufügen, pürieren und aufkochen lassen. Die Speisestärke mit etwas kaltes Wasser glattrühren und zu den Erdbeeren geben. Sobald die Masse andickt in eine Schüssel füllen und abkühlen lassen.

Kein Marsala im Haus? Saft oder Wasser geht auch 🙂

Tipps:

Wenn die Crème Pâtissière sehr fest ist 100g weiße Schoki schmelzen und in die Crème reinrühren. Ist die immer noch zu fest, noch ein Schuss Sahne unterrühren. Ist Sie zu Flüssig, wieder aufkochen und evtl. noch Speisestärke reinrühren.

Haben die Erdbeermasse und Crème Pâtissière die gleiche Konsistenz haben, umso besser 😀 Dann füllt man beide zusammen (nebeneinander nicht nacheinander) in den Spritzbeutel. Das geht am besten wenn man den Beutel hinlegt und mit einem Löffel füllt (VORSICHT Schweinerei-Alarm)

Die Crème und den Erdbeercurd kann man auch nach einander in die Hohlkörper spritzen, aber dann kann es passieren, dass sich alles im Éclair vermischt (schmeckt aber auch gut)

Bauanleitung:

Man nehme ein Spritzbeutel mit länglicher Tülle und füllt diese mit der Crème und dem Curd. Die Enden der Eclair-Hohlkörper mit dem Spritzbeutel einstechen und befüllen. Ggf. in der Mitte (seitlich oder oben) nochmal einstechen und füllen. 200g Weißeschoki schmelzen, mit 50ml Sahne gut verrühren und die Eclairs damit bestreichen. Die Glasur trockenen lassen und schnell verschenken, bevor man alle alleine vernascht.

Viel Spaß beim Nachkochen und einen schönen verliebten Valentinstag 😉

Mein erster Gugl

Da Jahr hat zumindest für mein Bücherregal gut begonnen. Es hat 14 neue Kochbuch Schätzchen zum festhalten bekommen 😉 Einer von diesen Schätzchen war ein kleinesBackbuch, welches sammt Backform geliefert wurde. Die Deutsche Antwort auf Muffins und Co.: der Mini-Gugl. Die Gugl sind wirklich mini und eigenen sich perfekt als Keks-Ersatz für Kaffee oder Tee und sind mit einem Haps vernscht. Momentan ist mir auch mehr nach Backen als nach kochen 🙂

Das erste Rezept welches ich aus dem kleinen Backbuch „Feine Gugl“ getestet habe war der „Gugl Brombeere-Frischkäse“. Naja sagen wir mal ich hatte es vor, ich habe vergessen die im Rezept genannten Zutaten zu kaufen. Außerdem haben Brombeeren ja auch nicht Saison und die Frischen aus Chile importiert kaufe ich aus Prinzip nicht. Sauerrahm hatte ich auch nicht, also habe ich improvisiert. Vielleicht sind die durch meine Improvisation etwas klietschig geworden, oder die sollen so sein? Ich hab die ja noch nie gemacht. Vielleicht sollte ich eine Gegenprobe z.B. mit dem Möhre-Nuss Gugl machen.

gugl

Meine Improvisierte Variante ist ein Schattenmorellen-Marsala Gugl mit Schokolade überzogen. Das Ursprungsrezept soll 18 Gugl ergeben, bei mir hat der Teig nur für 15 Mini-Gugl gereicht, weil ich nicht wusste wie voll ich die Förmchen machen soll. Wie sich nach dem backen rausstellte müssen die noch so voll sein, nur knapp über den ersten Rand reicht aus.

Rezept für Schattenmorellen-Marsala Gugl

  • 200g Schattenmorellen TK
  • 1 EL (15ml) Marsala
  • Butter & Mehl für die Form (wichtig!!!)
  • 55g Doppelrahmfrischkäse
  • 20g Jogurt (Sahnejogurt oder Stichfest)
  • 1 Ei
  • 20g Puderzucker
  • 1g (Priese) Backpulver
  • 5g Speisestärke
  • 35g Mehl
  • 125g Vollmichschokolade (oder Lieblingsschoki)
  1. Die Schattenmorellen mit dem Marsala in ein Topf geben und erwärmen bis die Kirschen schön weich sind. Abkühlen lassen, oder besser noch über Nacht ziehen lassen. Die Kirschen sieben und grob pürieren.
  2. In einer Schüssel Frischkäse, Jogurt, Ei, Puderzucker gesiebt, Backpulver und Stärke cremig schlagen. Nach und nach das Mehl auf die Masse sieben und verrühren. Die Schattenmorellen unterziehen.
  3. Mit Hilfe von einem Spritzbeutel(Gefrierbeutel) in die Förmchen füllen und im 210°C vorgeheizten Backofen 15 Minuten backen. Etwas abkühlen lassen und die noch warmen Gugl auslösen und auf einem Kuchengitter vollständig abkühlen lassen.
  4. Die Schokolade über einem Wasserbad schmelzen und die Gugl damit überziehen. Schokolade festwerden lassen. Nom nom

Schoko und Cranberries

Es ist Sonntag und das Wetter ist mies. Am besten kuschelt man sich auf dem Sofa ein oder man geht in die Küche und backt. Ich war heute bei meiner Küchen-Sidekick Judith und hatte dort noch frische Cranberries gelassen, außerdem gelüstetes mir nach Muffins. Kennt ihr vielleicht, die „hässliche Schwester“ der Cupcakes 😉 Ich finde Muffins haben was Ehrliches. Die kann man zu jeder Tages- und Nachtzeit ohne viel Aufwand backen und natürlich vernaschen. Cupcakes sind da schon ein bisserl versnobter. Versteht mich nicht falsch ich mag Cupcakes sehr, aber manchmal ist mir das ganze Gedöns um Topping und Deko zu viel.

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Einfache Cranberry-Muffins waren aber auch nicht das richtige, Schoki musste her. Also ein bisserl an den Zutaten geschraubt und raus kamen Schoko-Cranberry-Muffins. Das Rezept ist für 6 Muffins, kann aber problemlos verdoppelt werden. Die Muffins sind nicht übermäßig süß, also wer es etwas Süßer mag kann die Zuckermenge ruhig erhöhen.

Schoko-Cranberry-Muffins

  • 30g Mandelstifte
  • 100g Mehl
  • 1 gest. TL Backpulver
  • 1/2 TL Natron
  • 25g Kakao
  • Prise Salz
  • 50g Zucker
  • 1 TL Vanillezucker
  • 65g Butter (weich)
  • 2 Eier
  • 30ml Milch
  • 100g Cranberries (frisch)

Mandelstifte in eine Pfanne ohne Fett anrösten. Zur Seite stellen und abkühlen lassen. Mehl, Backpulver, Natron, Kakao und Salz vermischen. Zucker und Vanillezucker mischen. Butter mit einem Handrührgerät schaumig schlagen, dabei den Zucker reinrieseln lassen und rühren bis der Zucker gut vermischt ist. Die Eier nach und nach zugeben und solange schlagen bis die Masse heller wird und etwas an Volumen zunimmt. Das kann bis zu 5 Minuten dauern.

Das Mehlgemisch und die Milch abwechselnd zugeben und rühren bis alles vermischt ist. Nicht zu lange sonst kann der fertige Muffin  zäh werden. Die Mandelstifte und Cranberries unterheben.

Die Mischung in Muffin(Papier)Förmchen füllen und bei 160°C ca. 20 Minuten backen. 5 Minuten in der Form stehen lassen und auf einem Kuchengitter vollständig abkühlen lassen. Evtl. mit etwas Puderzucker bestäuben und genießen.

Viel Spaß beim Nachbacken und einen schönen zweiten Advent.

Weil ich es Donnerstag nicht geschafft habe einen Kuchen zu backen, gab’s ein Muffin mit Kerze. Drück dich süße!

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Brownies für Chocoholics

Manch mal hat man so richtig Lust auf Schoki und ein Stücken (oder eine Tafel) der Lieblings-Schokolade bringt nicht den richtigen Kick. Gegen diese Schoko-Cravings habe ich was für euch: Chocoholic Brownies. In diesen Brownies wird fast 3 Tafeln Schoki verarbeitet. Nur zum Spaß habe ich noch getrocknete Schwarzkirschen dazugegeben, aber diese kann man auch durch frische oder wahlweise gehackte Walnüsse oder sonstige Nüsse ersetzten oder ganz weg lassen.

Zu Brownies habe ich eine ganz nostalgische Beziehung. Das war mein erster „Kuchen“, ich war 11 oder 12 glaub ich. Das Rezept stammte aus mein erstes Kochbuch, welches ich immer noch habe. Meine Schwester würde sagen, dass es Ihr gehörte, aber wer hats denn nun im Regal ;). Das kleine Büchlein hat 31 Kinder gerechte Rezepte mit süße Illustrationen.

Nun ja, diese Brownies stammt allerdings nicht aus mein Kinderkochbuch. Wenn Ihr diese super schokoladige Brownies backen wollte, bitte beachtet folgende Warnung. Und sagt nicht ich hätte euch nicht vorgewarnt!

WARNUNG: diese Brownies sind suuuper schokoladig und süß! Beim nächsten mal würde ich die Zuckermenge reduzieren. Er ist nach dem Backen innen noch sehr matschig. Also komplett auskühlen lassen, in Quadrate schneiden und noch etwas stehen lassen! Wer das absolut nicht mag, sollte die Backzeit etwas erhöhen.

Chocoholic Brownies (adaptiert von Eric Lanlard „Home Bake“)

  • 185g Butter
  • 185g dunkel Schokolade (70%)
  • 85g Mehl
  • 40g Kakao
  • Prise Salz
  • 50g weiße Schokolade
  • 50g Milch-Schokolade
  • 3 Eier
  • 150g weißer Zucker
  • 75g Vollrohrzucher (Muscobado)
  • 100g getrocknete Schwarzkirschen (optional)

Ofen auf 170°C vorheizen. 22x22cm Brownie-Blech (o.ä.) einfetten und mit einem Streifen Backpapier auslegen. Hiermit kann man dann die Brownies nach dem Backen leichter aus der Form bekommen, also an den Seiten etwas Papier überstehen lassen.

Die Butter würfeln und zusammen mit der in Stückchen gebrochenen Schokolade in einer Schüssel über ein Wasserbad schmelzen. Gelegentlich umrühren. Schüssel vom Topf nehmen und etwas abkühlen lassen.

Mehl und Kakaopulver in eine weitere Schüssel sieben. Eine Prise Salz dazugeben und zur Seite stellen. Die restliche Schokolade in Stückchen hacken, zur Seite stellen.

Eier mit dem Zucker schaumig schlagen. Die Ei-Masse ist fertig wenn sie eine hell karamellige Farbe und das doppelte Volumen hat. Vorsichtig die lauwarme Schokolade unterrühren. Am besten mit einem Teigspachtel. Das Mehlgemisch vorsichtig unterheben. Zum Schluss die gehackte Schokolade und Kirschen unterrühren. Den Teig in die Backform geben und glatt streichen.

Bei 170°C ca. 30 Minuten backen. Fertig sind die Brownies wenn die Kruste etwas aufgebrochen ist und innen noch etwas matschig. In der Backform komplett abkühlen lassen, dann erst entfernen und in Quadrate schneiden. Mit Sahne oder Eis oder pur vernaschen. Die schmecken auch sehr gut mit mein Orangen-Maracuja-Sirup.

Viel Spaß beim Nachkochen