Risotto für Faule

Ich bin wieder da 🙂 Naja, ich war eigentlich nicht wirklich weg. Nachdem ich die fiese Erkältung überstanden hatte, kehrte auch langsam mein Geschmacks- und Geruchssinn wieder. Endlich! Kochen ohne wirklich was zu schmecken macht auch echt kein Spaß.

Nun ja, in den letzten Wochen habe ich gekocht, die Küche verwüstet und natürlich geknipst, aber für das Bloggen hatte ich keine Zeit und eigentlich auch keine Lust. Die nicht vorhandene Lust bezog sich nicht auf das Bloggen selbst, sondern weil ich nach 8 Std. Arbeit zu Hause weitere 3-4 Std. am Laptop für mein Studium saß. Dieses mal stand nicht das pauken für die Prüfungen an, sondern ein Medienprojekt, besser gesagt ein 25 Seitiges Konzeptpapier für ein eLearning Lernmodul „Sicherheit am Arbeitsplatz“.

Falls ich es nicht erwähnt habe… ich mache nebenberuflich meinen Master im Bereich eLearning an der Uni Duisburg.

Ich werde euch nicht mit den Details zum Inhalt langweilen, das einzig spaßige an dem ganzen war sich mal wieder „Gabelstaplerfahrer Klaus“ anzugucken ;D

Damit ich das Paper endlich fertig bekomme habe ich mir die letzten Tage freigenommen und mich tagsüber bei meiner Aachener Familie (die grad auf Bali ist – NEID!!!) einquartiert und deren Tomaten auf der Dachterrasse Gesellschaft geleistet.

Ist der umfunktionierter Sonnen-Schirm nicht süß?

Die Rühe und Ablenkungsfreiezone hat mir echt geholfen. Denn mal ehrlich gesagt hätte ich Zuhause bestimmt anfangen zu putzen, Aussortieren oder irgendwelche Kochexperimente zu veranstalten um mich von meiner Aufgabe abzuhalten. Und alle singen lauthals mit: PROCRAS-TIN-A-TION (zur Melodie Fascination von Alphabeat) Wenn ich mal Zeit finde, texte ich das ganze Lied um…morgen oder übermorgen oder so ;).

In der Sonne zu sitzen und zu Arbeiten ist schon toll. Der Sonnenbrand in meinem Gesicht allerdings nicht. Meine Kollegen werden Montag bestimmt denken ich hab ein kurz Urlaub gemacht und nicht den ganzen Tag trockene Theorien gelesen und versucht mir was Schlaues aus dem Hirn zu pressen.

Da ich die letzten Tage so fleißig war und auch mal eine Abwechslung brauch, gibt es jetzt und nicht erst wenn ich mit dem Paper durch bin einen neuen Blog-Beitrag. JUHU! Und eine prämiere gibt’s auch….schlonziges Reis – auch Risotto genannt 🙂

Risotto zuzubereiten hat mich nie wirklich gereizt – am Herd stehen, immer wieder rühren und dann hat man am Ende eine Reis-Matschepampe. Ich mag mein Reis lieber locker und luftig oder als Milchreis. Aber hey, man muss auch mal offen für was neues sein, oder?

Kennt ihr eigentlich Donna Hey? Bis vor kurzen hatte ich sie auch nicht aufm Schirm, bis sie vor mir erschien und zwar auf meinem Bildschirm in ihre Kochsendung „Donna Hay – fast, fresh, simple“.

Die Australierin wird jedenfalls von der Vogue (nicht das ich die lesen würde) als die Erfinderin des neuen Fast-Food genannt. Ihre Rezepte sind wirklich einfach und perfekt für die schnelle Küche. In einer Folge zeigt sie eine andere Zubereitungsart für Risotto – Risotto aus dem Ofen. Die gezeigte Variante war mit Butternut-Kürbis und gebratenem Salbei.

Das Rezept habe ich aus Mangel an Salbei abgewandelt und auch gepimmt – denn alles schmeckt besser mit Speck 😉

Gebackener Kürbis-Risotto mit Bacon für 1 Person oder als Beilage für 2

  • 2 Scheiben Bacon (Frühstücksspeck)
  • Olivenöl
  • 1/4 rote Zwiebel (oder 1/2 kleine „normale“ Zwiebel), gewürfelt
  • 75g Risotto Reis
  • 130 g Butternut-Kürbis, gewürfelt
  • 260ml Gemüsebrühe (1 TL Instantpulver)
  • Salz, Pfeffer
  • ca. 10g Peccorino, gerieben
  • Basilikum, frisch, in Streifen geschnitten
  • Rucola

Die Bacon-Scheiben knusprig braten (in der Pfanne oder Ofen), auf einem Krepp-Papier das überschüssige Fett aufsaugen und abkühlen lassen.

In einem Topf etwas Olivenöl erwärmen und darin die Zwiebel glasig anschwitzen. Den Reis und Kürbis hinzugeben und kurz mit braten. Mit der Brühe ablöschen. Das Ganze in eine Ofenfesteform geben und mit Alufolie fest abdecken. Bei 200°C für ca. 40 Minuten in den Ofen geben.

Der fertig gebackenen Risotto sollte wenig Flüssigkeit haben und aldente sein. Mit Salz und Pfeffer würzen. Pecorino, Basilikum, Rucola und den klein geschnittenen Bacon hinzugeben und vorsichtig unterrühren.

Und? Wie hats mir geschmeckt? Interessant, nicht schlecht… ich fand die Kombination von dem salzigem Bacon, würzigen Reis(Schlonz) und süßlichen Kürbis, abgerundet mit dem nussigem Rucola und frischen Basilikum wirklich lecker 😀 Das nächste Mal werde ich Risotto vielleicht mal auf die „traditionelle“ Weise zubereiten und den Kürbis backen, mal sehn was mir dann besser gefällt. Und lässt man den Speck weg, dann hat man auch Vegetarisches-Gericht 😀

Nachtrag:

Was ich ganz vergessen habe… es ist ja ein Single Gericht, aber Kürbise gibt es meist nicht in so kleine 130g Ausführungen. Der restliche Kürbis lässt sich auch wunderbar zu eine Suppe verarbeiten. Und wenn ihr nicht wisst, was ihr mit dem restlichen Bacon machen sollt, versucht doch mal diese Eier-Speck-Toast-Variante aus der Muffinform.

Viel Spaß beim Nachkochen!

Ein Gedanke zu “Risotto für Faule

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