Flüssige Sonne

Es ist draußen richtig ungemütlich geworden. Am liebsten kuschele ich mich in eine Decke bewaffnet mit einem leckeren Apfel oder frischen Pfefferminztee und einem guten Buch auf mein Sofa ein. Wenn die Sonne scheint macht mir die Kälte nichts aus, aber dieses nass-kalte Wetter ist echt fies. Umso mehr freut man sich über jeden Sonnenstrahl. Wenn es euch auch so geht, habe ich genau das richtige für euch: Sommer aus der Flasche. Nein keinen Selbst-Bräuner sondern Orangen-Maracuja-Sirup.

Die Inspiration für den Sirup habe ich aus dem neuen Food-Magazin „deli“ von „essen & trinken“ bekommen. Das deli-Rezept war für einen Orangen-Aperitifs „Ingwer-Incident – Prosecco mit Organgen-Ingwer-Rosmarin-Sirup. Frischer Ingwer habe ich zwar immer im Haus, aber ich hatte auch sehr reife Maracujas die ich irgendwie verarbeiten musste. Reife Maracujas sehen so aus als ob sie extreme Cellulite haben 😉

Flüssige Sonne ca. 250ml

  • 400ml frischer Orangensaft (Direktsaft aus dem Kühlregal)
  • 4 reife Maracujas
  • 100g Zucker
  • 2 Zweige Rosmarin

Den Orangensaft durch ein feines Sieb geben um das Fruchtfleisch zu entfernen. Maracuja-Fruchtfleisch aus der Schale höhlen und in einem kleinen Sieb den Saft von den Kernen pressen, die Kerne aber nicht entsorgen. Den Zucker in einem Topf bei mittlere Hitze goldbraun Karamellisieren. Mit dem Orangensaft vorsichtig ablöschen, dabei stetig umrühren. Alles so lange kochen bis der Zucker sich aufgelöst hat. Maracuja-Saft, Maracuja-Kerne und Rosmarin in dem Topf zugeben. Den Sirup auf die Hälfte einkochen. Die Kerne und Rosmarin raussieben und in eine sterilisierte Flasche füllen.

Der Sirup passt wunderbar zu Prosecco. Hierbei den Sirup am besten min. Stunden im Kühlschrank kalt stellen. 2 EL in einem Sekt-Glas geben, mit Prosecco auffüllen und mit den Mädels genießen. Egal ob Warm oder kalt passt der Sirup auch sehr gut zu Eis und besonders gut als Nachtisch zu Schoko-Muffins.

Ich habe mir vor kurzem ein „Riesen-Muffin Blech zugelegt. Die „normal“ großen Muffins sind zwar auch super, vor allem wenn man Cupcakes backen will, aber ich komm mir immer ein bisserl verfressen vor wenn ich mehr als eins verdrücke (grins). Bei einem Riesen-Muffin langt einer allemal (naja meistens). Das folgende Rezept habe ich aus „The complete Magnolia Bakery Cookbook“ umgerechnet und adaptiert. Damit die Muffins wirklich gut gelingen, ist es wichtig dass alle Zutaten Zimmertemperatur haben.

Rezept für 12 Schoko-Muffins

  • 170g Schokolade (70% Kakaoanteil)
  • 240g Mehl
  • 1 TL Natron
  • 225g weiche Butter
  • 180g brauner Vollrohrzucker
  • 4 Eier (L)
  • 240ml Milch
  • 1 EL Zitrone
  • 1 TL Vanille Extrakt
  • 12 Stückchen Schokolade

Schokolade in einem Wasserbad schmelzen und ca. 5-10 Minuten abkühlen lassen. Mehl in eine kleine Schüssel sieben mit dem Natron mischen und zur Seite stellen. Butter in einer großen Schüssel (Stand-Rührschüssel) rühren bis es glatt ist. Zucker hinzufügen und ca. 3 Minuten cremig schlagen. Eier nach und nach hinzufügen und weiter schlagen. Schokolade hinzufügen und alles gut verrühren. Milch und Zitrone mischen und 3-5 Minuten stehen lassen (oder Buttermilch verwenden). Abwechselnd Mehl und Milch zu dem Schokogemisch geben und alles gut unterrühren. Den Teig in die vorbereiteten Förmchen ca. zu 3/4 füllen. In jedem Förmchen ein Stückchen Schokolade drücken. Bei 180°C ca. 25 Minuten backen, oder bis zur „Positiven Stäbchenprobe“.

Abkühlen lassen und mit dem Orangen-Maracuja-Sirup übergießen. Mmmmh lecker. Und weil der Sirup so schön orange ist, habe ich es auch beim „Cookbook of Colours“ Orange eingereicht.
HighFoodality Blog-Event Cookbook of Colors

Viel Spaß beim Nachkochen

Käsekuchen auf amerikanisch

Ich liebe Käsekuchen! Da bin ich glaub ich nicht ganz alleine. Auf fast jeder Feier ist der Käsekuchen immer als erstes aufgefuttert. Am liebsten mag ich den Käsekuchen von meiner Mama, der ist ähnlich wie der von Chaosqueen. Nur Käsekuchen mit Mandarinen (besonders Dosen Mandarinen) find ich ekelig. Aber es gibt so viele köstliche Arten und Variationen von Käsekuchen, wie das Blogevent – Der perfekte Käsekuchen von Alice im kulinarischen Wunderland vergangenen Juni zeigt. Dort findet ihr 94(!) Käsekuchen zur Auswahl, mit oder ohne Boden, mit Schokolade, mit Früchte, vom Blech, als Cupcake oder die amerikanische Variante Cheesecake. Die sehen alle super lecker aus. Wenn man jedes Wochenende ein Rezept nachbackt, würde man für alle Rezepte fast 2 Jahre brauchen!

Das einzige Problem ist, ein Kuchen für eine kleine Kaffeerunde von 4 Personen oder als Nachtisch ist einfach zu viel. Nun gut den Rest könnte man am nächsten Tag oder als Mitternachtssnack verspeisen, aber der nächste Sommer kommt bestimmt ;). In einem der unzählichen Food & Life-Style Magazine (vielleicht war es Living at Home, ich weiß es nicht mehr)  hab ich den perfekten Nachtisch Cheesecake gefunden. Im Gegensatz zum Käsekuchen meiner Mama, enthält der Cheesecake wirklich Käse und zwar Frischkäse 😉

Der Cheesecake-To-Go. Der Clou: er wird in Weck-Gläser gebacken. Wenn man diese verschließt hat man auch einen tollen Nachtisch für z.B. ein Picknick. Ich habe diesen leckeren Nachtisch als Teil eines kleines „Willkommen Zuhause-Menu“ (Ofenkäse, Baguette zum aufbacken) bei meine besten Freunde im Kühlschrank gelegt. Eins habe ich allerdings selbser verputzt. Gekühlt ist der Cheesecake im Glass 3 Tage haltbar.

Cheesecake-To-Go fur 4 (WECK-Sturzglas 290 ml, Rundrand 80)

  • 150g Magerquark
  • 300g Frischkäse
  • ½ TL Vanilleextrakt
  • 30g Zucker
  • 20g Mehl
  • 1 Ei (L)
  • 8 (Hafer)Kekse
  • 40g Butter, flüssig
  • 1 EL Zucker
  • 200ml Marsala
  • 300g Himbeeren (TK)
  • 1 gestr. TL Speisestärke

Magerquark, Frischkäse, Vanille-Extrakt, Zucker und Mehl gut mischen. Das Ei unterrühren und gleichmäßig auf die Gläser verteilen. Im auf 160°C (Umluft 140°C) vorgeheizten Ofen auf der mittleren Schiene ca. 20 Minuten backen. Abkühlen lassen.

Die Kekse zerkrümeln, aber nicht zu Staub verarbeiten, mit der Butter vermischen und auf einem mit Backpapier ausgelegtes Backblech verteilen und 10 Minuten bei 160°C (Umluft 140°C) backen. Abkühlen lassen.

1 EL Zucker in einem Topf schmelzen, den Marsala zugeben und auf die Hälfte einkochen. Die tiefgefrorenen Himbeeren dazugeben und 10 Min. köcheln lassen. Die Speise Stärke mit etwas Wasser verrühren und zu den Marsala-Himbeeren dazugeben, kurz aufkochen und komplett abkühlen lassen. Ggf. durch ein Sieb passieren um die Körner zu entfernen.

Die Marsala-Himbeer-Sauce auf die Gläser verteilen und mit den Kekskrümeln bedecken. Die Gläser verschließen oder gleich verspeisen.

Die Himbeeren kann man auch mit Kirschen oder anderes Obst ersetzen.

Viel Spaß beim Nachkochen.

Tres Baguette

Am Wochenende gab es bei mir Coq au Vin. Natürlich darf zu solch einem Essen Baguette nicht fehlen. Bei Chefkoch habe ich ein tolles Rezept gefunden „Baguette á la Koelkast„. Allerdings hatte ich nicht genug „Standard“ Mehl, also musste ich etwas Experimentieren. Naja nicht wirklich, in mein Salbei-Pesto-Baguette habe ich schon mal Nudelmehl verwendet und es wurde auch ganz gut. Frau Koelkast’s Rezept verlangt nach 1 ganzen Hefewürfel (42g), aber ich finde dann wäre der Hefe Geschmack zu stark, also habe ich es halbiert.

Alles in allem super lecker und viel bleib nicht übrig. Das Schöne an der Zubereitung ist, dass das Baguette aufgerollt und nicht einfach nur geformt wird. Somit kann man es auch z.B. mit Pesto bestreichen.

Ich hab drei Varianten gebacken, 1 ohne alles, 1 mit Salbei & Knoblauch und 1 mit getrockneten Tomaten & Knoblauch.

Tres Baguette

  • 275g Mehl
  • 275g Spätzle/Nudel-Mehl (Typ 550)
  • 1 TL Zucker
  • 21g frische Hefe (1/2 Würfel)
  • 1 ½ TL Salz
  • 350ml warmes Wasser (knapp)
  • Salzwasser

In eine Schüssel Mehl hineingeben, eine Mulde hinein drücken, Hefe hinein bröseln, Zucker darauf geben und mit etwas Wasser und Mehl verrühren. Vorteig ca. 15 Minuten gehen lassen.

Salz in das Mehl streuen. Nach und nach das restliche Wasser hinzugeben und kneten bis der Teig zusammen kommt. Den Teig in der Schüssel abdecken und gehen lassen bis sich das Volumen verdoppelt hat.

Den Teig aus der Schüssel nehmen und auf einer bemehlten Flache durchkneten und in 3 gleich große Stücke teilen. Jedes auf ca. 20x40cm ausrollen, ggf. mit Pesto oder Kräuter usw. bestreichen und von der Längsseite locker aufrollen. Die Rollen auf einem Backblech legen und jedes 4-5-mal schräg einschneiden. Ca. 20-30 Minuten abdecken und gehen lassen.

Jede Rolle mit Salzwasser bepinseln, dabei die Einschnitte auslassen und bei 220°C im vorgeheizten Backofen ca. 25 Minuten backen. Nach 15 Min wieder mit Salzwasser bepinseln.
Viel Spaß beim Nachkochen

Coq au Vin

Wie bei Zwiebel- oder Flammkuchen gibt es bei Coq au Vin auch zig verschiedene Wege es zu zubereiten. Schnell, langsam, mit Speck, ohne Speck, mit Gemüse oder ohne Gemüse und so weiter und so fort. Ich hab mich für die Aufwändige Version mit 24 Std. marinieren, Anbraten und 2 mal schmoren entschieden. Ich hab mich auch nicht für ein ganzes Hähnchen, sondern nur für Keulen und Unterkeulen entschieden – die mag ich einfach lieber und ich hab auch keine richtige Geflügelschere und die Blumenschere stand nicht zur Diskussion.

Nicht nur bei der Art der Zubereitung von Coq au Vin scheiden sich die Geister, sondern auch welchen Wein man nehmen soll. Coq au Vin ist ein Gericht aus Burgund, also wäre ein Burgunder naheliegend. Aber mal ehrlich ein Burgunder ist ja nicht gerade günstig. Ich bin kein wirklicher Wein-Kenner, aber man mit einem fruchtigen rot-Wein wie ein Merlot klappt es auch ganz gut.

Dann kam die Frage was man als Beilage dazu reicht. Kartoffeln, Bandnudeln, gebratene Polenta-Scheiben oder klassisch einfach nur Baguette? Ich hab mich für Rosmarin-Kartoffeln und Baguette entschieden. Das Baguette natürlich um in die herrliche Sauce zu tunken. Gekauft, aufgebacken oder selbstgemacht? Ich war ehrgeizig und habe es selbst gemacht. Wenn ich schon 3 Tage lang Keulen in Rotwein zubereite, dann kann ich ja auch so’n bisschen Baguette auch noch hinbekommen. 😉

Eines vorweg man kann sicherlich ohne 24-36 Std. marinieren ein gutes „Huhn in Rotwein“ servieren, aber die etwas aufwendigere Variante und das lange marinieren wird durch ein unglaublich zartes und aromatisches Fleisch entschädigt. Das Fleisch fällt förmlich von den Knochen und was mich am meisten überrascht hat, die Möhren hatten noch biss. Beim nächstenmal würde ich allerdings die Haut der Keulen vor dem Einlegen entfernen. Das wird nach dem schmoren ziemlich wabblig 😉

Als Coq au Vin Neuling habe ich mir natürlich ein Rezept zur Hilfe genommen. Naja, es waren 2 – 3 Rezepte

Coq au Vin für 4

  • 4 Hähnchenkeulen
  • 4 Hähnchenunterkeulen
  • 200g kleine Zwiebeln (weiß, gelb, rot)
  • 200g Möhren
  • 1 Stange Lauch
  • 1/4 frische Knoblauchknolle
  • 10 Pfefferkörner
  • 2 Lorbeerblätter
  • 1 Stängel Rosmarin
  • 1 Stängel Thymian
  • ca. 1,5 L Merlot (Rotwein)
  • Salz Pfeffer
  • Butterschmalz
  • 4cl Cognac
  • Mehl
  • 200g gewürfelter Speck
  • 250g kleine Champions
  • 100 ml Brühe

Hähnchenkeulen waschen und in einem großen Topf/Gefäß geben. Zwiebeln schälen. Möhren schälen und in ca. 2cm dicke Stücke schneiden. Vom Lauch das weiße bis hellgrüne Ende in ca. 1 cm dicke Ringe schneiden. Alles zusammen mit den Kräutern zu den Keulen geben und mit dem Rotwein bedecken. 24-36 Std. Marinieren.

Die Keulen und das Gemüse aus dem Topf nehmen, abtropfen lassen und trennen. Die Marinade sieben und beiseite stellen. In Die Keulen trocken tupfen, salzen und Pfeffern. In eine Pfanne etwas Butterschmalz schmelzen und die Keulen ggf. nacheinander scharf anbraten, herausnehmen und auf ein Blech legen.

In dem Schmortopf etwas Butterschmalz geben und das Gemüse darin ca. 5 Min. anrösten. Mit 4cl Cognac ablöschen. Die Hähnchenkeulen dazugeben, mit Mehl bestäuben und 4 Minuten anrösten. Mit dem Bratensaft und Marinade auffüllen. Das Fleisch zugedeckt bei mittlerer Hitze 1 Stunde und 30 Minuten schmoren, dann abkühlen lassen und über Nacht kaltstellen.

Am nächsten Tag bei mittlerer Hitze nochmals zugedeckt 1 Stunde und 30 Minuten schmoren. Das Fleisch und Gemüse aus dem Bräter nehmen und auf einem Blech legen und mit angefeuchtetes Küchenkrepp abdecken. Die Kräuter aus dem Sud entfernen ggf. nochmal sieben und mit 100ml Brühe einkochen. Die Hähnchenteile von der Hauf befreien und in der Sauce erwärmen.

In eine Pfanne den Speck knusprig anbraten, auf einem Küchenkrepp abtropfen lassen. Die Pilze dann in der Pfanne anbraten.

Die Hähnchenteile in eine vorgewärmte große Schüssel oder dem Deckel des Bräters geben, den Speck darauf verteilen und mit der Sauce übergießen, etwas für das Gemüse übriglassen. Das Gemüse und die Pilze ein eine Schüssel geben und die restliche Sauce hinzugeben.

Mit Baguette, Rosmarin-Kartoffen, gebratene Polenta-Scheiben oder Nudeln servieren. Auf jeden Fall ein guten Rotwein dazu trinken.

Das Baguette-Rezept gibts dann morgen. Viel Spaß beim Nachkochen

Ei, Ei, Eiersalat

Ich weiß nicht wie es bei euch aussieht, aber ich liebe Eiersalat. Aber wieso ich nicht früher darauf gekommen bin es selber zu machen weiß ich auch nicht. Ist ja super einfach und man kann es variieren wie man will. Ei, Mayo, Gewürze, Kräuter, Essig oder Zitrone mehr brauchts eigentlich nicht. Will man ganz ehrgeizig sein macht man die Mayo auch noch selbst. Hier wirds dann nicht mehr so easy peasy. Mit selbst gemachter Mayo verhält es sich bei mir genauso wie mit der Gelatine, mal klappts mal nicht.

Meine heutige Eiersalat-Variante ist echt exquisit – mit Trüffelmayonaise und Avocado. Eine liebe Freundin hat mir mal ein Glas mitgebracht. „Finger licking good“ sag ich nur. Leider hatte ich keine mehr 😦 Aber dafür Trüffelöl. Das Teubner Handbuch Saucen zur Hand genommen und das Mayo-Rezept gesucht. Die Hälfte der Öl-Menge habe ich einfach mit dem Trüffelöl ersetzt. War schon lecker, kam aber nicht ganz an die original Trüffel-Mayo ran.

Für 1 Portion Eiersalat man nehme: 1 hartgekochtes Ei, 1/4 Avocado, 1 EL Trüffelmayo, Salz, Pfeffer, etwas Paprikapulver und ein paar Blätter Salbei. Ei und Avocado würfeln, Salbei klein schneiden und alles mischen. Abschmecken.

Viel spaß beim nachkochen

Backen mit (Ge)würze

Jede Saison hat für mich seinen Obst oder Gemüse Star auf dem man sich immer wieder freut. Im Frühling ist es der Spargel, im Sommer sind es die Beeren wie Erdbeeren, im Herbst ist es der Kürbis und im Winter der Grünkohl. Ich finde jede Jahreszeit hat auch bestimmte Gewürze oder Geschmacksrichtung zu der man gerne greift.

Zimt, Muskat, Nelken sind Gewürze die ich nicht wirklich mit Frühling oder Sommer verbinde, viel mehr mit stürmischen Herbsttagen, gemütlich am Kaminofen sitzen oder Weihnachten. Diese Gewürze rufen bei mir fast immer ein wohlig warmes Gefühl hervor. Besonders lecker sind diese Gewürze wenn man die z.B. in einem Kuchen verwendet – in einem Gewürzkuchen.

Das Rezept stammt von „cakes ’n‘ bakes“, allerdings mit einigen Änderung aus Mangel an bestimmten Zutaten.

Gewürzkuchen

  • 230g Mehl
  • 60g Speisestärke
  • 1 ½ TL Backpulver
  • 1 TL Natron
  • ½ TL Piment
  • ¼ TL Muskat
  • 1 TL Kakaopulver
  • ½ TL Salz
  • 115g Butter
  • 150g brauner Zucker
  • 2 Eier
  • 1 TL Vanille-Extrakt
  • 80g Frischkäse
  • 120ml Buttermilch
  • 60g gehackte Walnüsse

Die trockenen Zutaten (Mehl bis Salz) in eine Schüssel gut vermischen und zur Seite stellen.

In einer zweiten Schüssel Butter und Zucker ca. 2-3 Minuten auf mittlere Geschwindigkeit cremig rühren. Die Eier nach einander ein rühren. Den Vanille-Extrakt hinzugeben.

Die Buttermilch mit dem Frischkäse mischen und abwechselnd mit dem Mehlgemisch zu der Buttermasse geben und nach jeder Beigabe gut mischen. Zum Schluss die Walnüsse untermischen.

Den Teig in eine gebutterte 22er Springform geben und bei 180°C ca. 25 Minuten backen, ggf. die „Zahnstocherprobe“ machen.

Cakes ’n‘ Bakes hat den Teig in zwei Formen geteilt und gebacken, um dazwischen eine leckere Kürbis-Buttercreme zu füllen. Das getrennt backen habe ich mir gespart und den fertigen Kuchen mit einem Kuchenmesser geteilt. Gefüllt habe ich es auch, aber mit einem Kürbiscreme-Experiment. Wie es mit spontanen Küchen-Experimenten so ist, habe ich es nicht dokumentiert, also kann ich euch nicht genau sagen was oder wie viel wovon da drinne war, Butter war’s jedenfalls nicht 😉

Der Kuchen schmeckt auch sehr lecker ohne Füllung, evtl. zur Deko mit etwas Puderzucker bestäubt. Aber wenn Ihr unbedingt eine Füllung machen wollt, schaut bei Cakes ’n‘ Bakes vorbei oder startet einfach ein Küchen-Experimenten 😉

Würde mich freuen wenn du mich wissen lässt wofür du dich entschieden hast. Viel Spaß beim Nachbacken.

HighFoodality Blog-Event Cookbook of Colors
 

Ernte Saison

Der Sommer ist wohl endgültig vorbei. Das merkt man nicht nur an den kühleren Temperaturen oder das sich die Blätter an den Bäumen ihr Herbst Kleid tragen. Man kann an manchen Tagen wenn die Sonne scheint förmlich den Herbst riechen. Eine Mischung aus feuchtem Laub, die knackig frische Luft und Holzofen. Wie ich es liebe wie manche Gerüche Erinnerung ins Gedächtnis ruft oder einfach ein Lächeln auf die Lippen zaubert. Wie z.B. diese Woche als ich morgens aus dem Bus stieg und der Duft von Printen (welche oft mit Lebkuchen verwechselt wird) über der Innenstadt lag. Da geht man auch gleich mit guter Laune in den Tag.

Das schöne am Herbst ist auch die saisonale Ernte. Es gibt Kürbis in verschiedenen Varianten, diverse Kartoffelsorten und auch die Äpfel, Maronen und Walnüsse nicht zu vergessen. Ein weiteres Indiz für den beginnenden Herbst ist der Federweißer. Dieser „Neuer Wein“ aus weißem Traubenmost ist sehr süß. Die Flasche sollte nur Stehend transportiert werden, da die Flaschen nicht fest verschlossen sind. Der Wein gärt noch nach. Also nicht auf Band am Supermarkt hinlegen. Zu einem frischen Federweißen passt etwas deftiges sehr gut z.B. Flammkuchen oder Zwiebelkuchen.

Ein Tipp für den Federweißen hab ich noch: wenn er zu süß ist, einfach bei Zimmertemperatur ein paar Stunden stehen lassen. Der Wein beginnt weiter zu gären. Den Gärprozess kann man stoppen bzw. verlangsamen wenn man Ihn wieder Kalt stellt.

Zum Federweißen habe ich mich diesmal für Zwiebelkuchen entschieden. Das Rezept stammt von tigerlilly63 gefunden auf Kochbar. Eigentlich ist die Menge für ein Blech ausgerichtet, aber ich hab es in eine runde Auflauf/Pie-Form zubereitet. Die Menge an Hefe-Teig war etwas zu viel und 1-2 Zwiebeln weniger wäre auch gut gewesen, aber das macht nichts. Aus dem überschüssigen Teig werde ich schon noch irgendwas anderes Zaubern.

Wenn Ihr hier jetzt das Rezept sucht, schaut mal hier vorbei. Zu der Eiersauerrahm-Masse habe ich noch etwas Peccorino untermischen. Mmh sehr lecker.

Schoko, Erdnuss und Karamel

Soll man eigentlich ein Blog-Post mit einer Entschuldigung beginnen? Und Besserung geloben?Nun ja, ich hab schon länger nichts gepostet und den September einfach ganz ausgelassen, aber hey es ist mein Blog und ich werde dafür ja auch nicht bezahlt, jede Woche oder regelmäßig etwas zu schreiben, oder? Mir hat das Kochen und darüber zu Bloggen seit Januar sehr viel Spaß gemacht, aber in letzter Zeit war mir einfach nicht danach. Es ist ja nicht so, dass man einfach was kocht, knipst und schnell ein paar Wörter dazu nieder schreibt, bloggen ist ein Hobby, welches Zeit und Motivation kostet und vor allem nicht in Arbeit ausarten soll. Zumindest sollte man nicht das Gefühl haben, das es Arbeit ist, oder? Manchmal will man einfach nur lecker kochen und es (noch heiß) genießen. Ehrlich gesagt, weiß ich ja noch nicht mal ob irgendwer hier regelmäßig liest, oder ob die alle nur wegen dem Regenbogen-Kuchen vorbei schauen. Wenn Ihr die Rezepte mögt, oder auch nicht oder oder… „show some love“ 😉 auf englisch klingt das einfach schöner. Genug lamentiert, ich koche wieder und werde auch wieder Bloggen und wenn ich ehrlich bin habe ich es schon etwas vermisst.

Vor einiger Zeit habe ich euch von eine liebe Kommilitonin erzählt, die geheiratet hatte. Ich habe für die Braut ein kleines Päckchen mit Homemade Snickers und Schoko-Likör geschnürt und geschickt. Was ich nicht wüsste, das das Brautpaar eine ganz besondere Beziehung zu Snickers hatte und sich tierisch über die hausgemachten Riegel gefreut haben. Die liebe Kommilitonin heißt Nina und die habe ich sehr ins Herz geschlossen nicht nur weil Sie mir im Studium zuseiten steht, sondern auch für die langen und kurzen ICQ-Chats. Danke Nina :).   Vergangenes Wochenende haben wir uns in Duisburg zur Präsentation unserer Projekte wieder gesehen, und ich konnte es mir nicht nehmen Ihr auch ein kleines (gebackenes) Dankeschön mitzubringen. Bei Pinterest (wo auch sonst) habe ich ein tolles Bild gesehen, von einem Schickers Cupcake. Perfekt dachte ich.

Das Rezept von „Homemade by Holman“ ist super, nun bis auf die Tatsache, dass es in Cups gemessen wird, für ca. 30 Cupcakes ausreicht und viel zu viel Zucker enthält, als der deutsche Gaumen gewöhnt ist.Bei amerikanischen Kuchen oder Cupcake Rezepte reduziere ich immer den Zuckergehalt. Ich habe mich schon immer gefragt, wieso die Amis immer viel Zucker verwenden. Irgendwo habe ich mal gelesen, das die Amerikaner wenn Sie Kuchen essen eigentlich immer nur 1 Stück essen und nicht wie wir gern 1, 2 oder mehr Stücke uns gönnen. Ist eigentlich eine gute Erklärung für den hohen Zuckergehalt, oder?

Zurück zum Cupcake-Rezept. Der Kuchenteil ist eine Schoko-Kuchen und das Topping (also die Creme oben drauf) ist eine Karamell-Buttercreme. Mir fehlten bei dieser Komposition etwas wesentliches – die Erdnüsse. Also suchte ich mir ein Rezept für ein Topping mit Erdnussbutter. Gefunden hatte ich es bei Allreciepies.com. Eine Mischung aus Butter, Erdnussbutter und Puderzucker. Die Menge im Rezept reicht locker für 1 großen Kuchen, oder 30-50 Cupcakes, also habe ich den Rest eingefroren.

Der Kuchenteig ist wirklich toll, schokoladig, fluffig aber nicht trocken… mmh lecker. Leider habe ich keine Eier mehr sonst würde ich jetzt noch ein Batzen in der Küche anrühren. Das Rezept ist definitiv Merkenswert.

Leider habe ich meine Speicherkarte für meine gute Cam verlegt, also d.h. gibt es leider nicht so gute Fotos 😉 Außerdem hab ich die sündigen Kleinteile schnell verpackt, damit ich nicht über alle herfalle 😉

Schoko-Basis für 12 Snickers Cupcakes

  • 150g Zucker
  • 100g Mehl
  • 45g Kakao
  • 3/4 TL Backpulver
  • 3/4 TL Natron
  • 1/4 TL Salz
  • 1 Ei
  • 110ml Milch
  • 55ml Öl
  • 1 TL Vanille Extrakt
  • 110ml kochendes Wasser

Zucker, Mehl, Kakao, Backpulver, Natron und Salz in eine Schüssel mischen. Das Ei, Milch, Öl und Vanille Extrakt hinzugeben  und mischen, dann auf höchster stufe und ca. 2-3 Minuten weiter rühren. Das Wasser unterrühren. Der Teig wird sehr flüssig sein. Die Muffinförmchen ca. 3/4 füllen. Bei 180°C ca. 22 Minuten backen. Mit der Zahnstocherprobe nachschauen ob der Teig „durch“ ist. Vollkommen abkühlen lassen, bevor man das Topping darauf verteilt.

Erdnussbutter-Topping (Achtung: sehr große Menge)

  • 115g Butter (Zimmertemperatur)
  • 250g Erdnussbutter
  • 250g Puderzucker
  • 3-4 EL lauwarme Milch

Die weiche Butter mit der Erdnussbutter mischen. Nach und nach den Puderzucker unter arbeiten. Die Erdnussbutterkrümmel werden durch die Beigabe der Milch schön cremig. Im Zusammenspiel mit dem Kuchen und Karamell ist es wirklich super, aber es ist nicht das Beste, da muss ich noch mal etwas experimentieren.

Die Masse in eine Spritztüte füllen und die Küchlein dekorieren. Zum Schluss etwas Karamellsauce auf das Topping geben und evtl. mit klein geschnittene Snickers dekorieren.