Schweinefilet im Schinkenmantel

Heute schon Schwein gehabt? Ich schon und zwar doppelt. Zum einen ist heute in NRW ein Feiertag (Fronleichnam) zum anderen weil es heute Schweinefilet im Schinkenmantel gab. Den freien Tag hätte ich gut fürs Studium oder Kuchen backen nutzen können, aber ich habe stattdessen meine Bude von oben bis unten geputzt und geschrubbt. Ich glaub von dem Essigreiniger war ich zeitweise auch etwas high 😉

Apropos high… für den ersten High des Tages sorgte eine E-Mail aus dem Hause RTL, genauer gesagt von deren Rezeptseite „Kochbar„. Nachgekocht wurde zum Blog der Woche gekürt. WOOOHUU 😀

Bloggerin Denise, die auch immer mal wieder Emma genannt wird, will nicht das Rad neu erfinden, begeistert aber umso mehr mit Altbekanntem – nämlich dem Nachkochen von kreativen Rezepten.
Lies mehr über Nachgekocht – Kochblog der Woche bei www.kochbar.de

Einen lieben Dank an die Redaktion und auch an die-/denjenigen die/der Nachgekocht vorgeschlagen hat!

Mit so einer schönen Nachricht geht man noch beschwingt ans Werk, oder? Von meinem Koch Club Besuch habe ich euch ja von dem mit Pflaumen gefülltem und mit Schinken umwickeltem Schweinefilet vorgeschwärmt und wollte euch das Rezept mal zeigen. Nun ja, das war eigentlich der Plan. Leider wollte das Schwein nicht so wie ich. Also wurde er aufgeschnitten, satt erstochen 😉 Das süßliche der Pflaumen habe ich dann durch Feigen Senfsauce ersetzt. Einen Hinweis zum Schinkenmantel. Spart euch den Ärger und nehmt nicht den günstigsten oder dünsten Schinken. Es war ein Krampf die Scheiben auseinander zu ziehen, ohne dass sie völlig so zerfleddert sind.

schweinefiletschinkenmantel

Ich weiß nicht ob es euch manchmal auch so geht… man hat sich für einen Teil der Hauptspeise entschieden, aber dann keinen wirklichen Plan was es dazu geben soll. Normalerweise würde es dann Kartoffel und Gemüse (wenn vorhanden) hinauslaufen, aber ich hatte Lust auf Salat. Irgendwie schwebte mir Tabouleh ein arabischer Bulgursalat in den Sinn. Tomaten, Gurke und ein Haufen Kräuter hatte ich, aber kein Bulgur mehr im Haus aber dafür Quinoa (auch Inkareis genannt).

Ich war mir nicht sicher ob die Kombi mit dem süß und salzigem Schweinefilet und dem herben und frischen Salat passen würde, aber es hat super harmonisiert und war wirklich sehr lecker.

quinoatabouleh

Schweinefilet im Schinkenmantel (für 4 Personen)

  • 1 Schweinefilet (ca. 500-600g)
  • 2 TL Tessiner Senfsauce Feige
  • 50g Büffel-Feta (oder Ziegen-Feta)
  • 150-200g Schwarzwälder Schinken (je nach Filet länge)

Das Schweinefilet längs aufschneiden, mit der Feigensenfsauce bestreichen und mit dem zerkrümelten Feta belegen. Zu klappen und fest andrücken.

Den Schinken überlappend auf einem Küchenbrett ausbreiten. Das Filet mit der Schnittfläche nach unten auf dem Schinken legen und fest auf wickeln. Dabei darauf achten, dass im Schinkenmantel keine Löcher sind und auch die Enden vom Filet nicht vergessen.

Auf einem Backblech legen und bei 170°C ca. 20 Minuten oder bis der Bratenthermometer 58°C anzeigt. Vor dem Anschneiden noch ein bisserl ruhen lassen.

Tabouleh Quinoa Salat

  • 150g Quinoa
  • 250g Kirschtomaten
  • 1 Gurke (entkernt)
  • 1 rote Chili (entkernt)
  • 50g ca. 5 kleine Frühlingszwiebeln
  • 30g Petersilie
  • 5g frische Minze Blätter
  • 10g Koriander
  • 2 EL (ca. 30ml) Zitronensaft
  • 2 EL Walnussöl
  • 1 TL Zitronenpfeffer
  • 1 TL Salz

Quinoa nach Packungsangabe zubereiten.

Tomaten und Gurke fein würfeln. Chilishote und Frühlingszwiebeln in feine Streifen schneiden. Kräuter fein hacken und alles zusammen mit dem Quinoa vermengen.

Zitronensaft, Walnussöl, Zitronenpfeffer und Salz mischen und unter den Salat mischen. Den Salat etwas durchziehen lassen und ggf. noch mit Salz & Pfeffer abschmecken.

Viel Spaß beim Nachkochen

English Version

Today is a holiday in NRW and I had the day off. I could of put to good use to it for studying or baking, but instead I cleaned and scrubbed my place from top to bottom. I think because of the vinegar cleaner I was at times a little high ;). Speaking of high … the first high of the day was provided by an e-mail from RTL (a German TV-Station), specifically their recipe page „Kochbar“. Nachgekocht was named blog of the week. WOOOHUU 😀

Blogger Denise, who is also called Emma from time to time does not want to reinvent the wheel, but thrills with well-known – namely, to recreate creative recipes.
The full article in German: Nachgekocht – Kochblog der Woche

A dear thanks to the editors and to the person which recommended Nachgekocht!

With such a beautiful message you can go elated to work, right? In my post about my Cooking Club visit, I raved about the prunes stuffed and with ham wrapped pork filet and wanted to show you the recipe. Well, that was the plan. Unfortunately, the pig did not like me. So he was cut open, instead of stabbed ;). The sweet plums I replaced with fig mustard sauce. Note for the ham wrap: save yourself the trouble and do not buy the cheapest or thinnest ham. It was a pain to pull apart the slices, without shredding them.

I’m not sure if this also happens to you … you’ve chosen a part of the main course, but then you have no idea what to serve with it. Normally it would then be potatoes and vegetables (if available), but today I craved some salad. Somehow Tabouleh an Arab bulgur dish came to my mind. Tomato, cucumber and a bunch of herbs I had, but no bulgur, so I used quinoa instead.  I wasn’t sure if the combination with the sweet and salty pork and herb-rich and fresh salad would work, but it harmonized great and was really delicious.

Pork fillet wrapped in Parma ham (for 4 people)

  • 1 pork tenderloin (about 500-600g)
  • 2 tsp fig mustard sauce
  • 50g buffalo feta (or goat feta)
  • 150-200g Black Forest ham (amount depending on the length of fillet)

Cut the pork tenderloin lengthwise, spread with fig mustard sauce and top with the crumbled feta. Fold and press firmly together.
Spread the ham overlapping on a kitchen board. Place the fillet with the cut side down on the ham and wrap securely. Make sure that there are no holes in the ham wrap and also don’t forget the ends of the fillet.

Place on a baking sheet and bake at 170 ° C for about 20 minutes or until the meat thermometer indicates 58 °C. Let it rest a little before slicing.

Quinoa Tabbouleh Salad

  • 150g quinoa
  • 250g cherry tomatoes
  • 1 cucumber (deseeded)
  • 1 red chili (deseeded)
  • 50g approx. 5 small spring onions
  • 30g parsley
  • 5g fresh mint leaves
  • 10g coriander (cilantro)2 tbs (about 30ml) lemon juice
  • 2 tbs walnut oil
  • 1 tsp lemon pepper
  • 1 tsp salt

Prepare quinoa according to package information.
Finely dice the tomatoes and cucumber. Cut spring onions and chili Shote into fine strips. Chop herbs finely and mix everything together with the quinoa.
Mix lemon juice, walnut oil, lemon pepper and salt and mix with the salad. Let the salad stand and infuse a bit. If necessary add some salt and pepper to taste.

Schachbrett zum Geburtstag

Ich weiß schon wieder Kuchen, aber diese Woche hatte mein bester Freund Geburtstag und da muss natürlich ein Geburtstags-Kuchen her. Letztes Jahr gab es die mega Farbbombe – der Rainbow Cake mit 6 verschiedenfarbigen Lagen. Damit war die Messlatte schon hochgelegt und ich wollte es dies Jahr auch unbedingt übertreffen. Wäre ja sonst langweilig, oder? Außerdem habe ich dank dieses Blogs über das letzte Jahr sehr an meine Backfertigkeiten gearbeitet ;). Das Schöne an dem Rainbow Cake war der Überraschungseffekt…von außen war der Kuchen etwas unscheinbar und erst durch das Anschneiden kamen die quietsch bunten Lagen zum Vorschein. Ihr hättet mal das Gesicht des Geburtstagskindes und Gäste sehen sollen. Genau dafür hatte sich die Arbeit gelohnt. Genau diesen Effekt wollte ich dieses Jahr wiederholen. Ich habe in den Wochen vor dem Geburtstag schon angefangen zu überlegen wie ich das anstellen sollte. Viele Inspirationen bei Pinterest, Tastespotting, Foodgawker und Co. angeschaut, aber es letztendlich doch in einem meiner zahlreichen Backbuch gefunden.

Als ich das erste Mal „Bake it like you mean it“ von Gesine Bullock-Prado in den Händen hielt, hatte ich mich direkt Verliebt. Alleine schon das Kuchenkunstwerk auf dem Cover hat mich begeistert. Im englischen Sprachraum sagt man zwar „never judge a book by its cover“, aber alleine schon wegen dem Cover ist das Buch in meinem Einkaufswagen gewandert und es hält was es verspricht. Neben den aufwendig konstruierten Kuchen mit dem WOW-Effekt, findet man auch „einfaches“ wie  Meringue Tarts, Angelcake, verschiedene Cheesecakes oder Bienenstich. Eigentlich wollte ich den Kuchen vom Cover baken, aber diese Challenge hebe ich mir auf für ein Tag an dem ich mehr Zeit als ein paar Stunden nach Feierabend habe und ehrlich gesagt habe ich mich daran nicht getraut ;).

Meine Wahl fiel auf das Checkerboard (Schachbrett Kuchen). In dem Buch kommt es eigentlich als eine Art „Bauanleitung“ daher. Für den Kuchenteig und Buttercreme wird das Rezept auf der vorherige Seite „Interior Hart“ empfohlen und dann wie in dem Tutorial weiter verarbeitet. Leider fehlt in der Bauanleitung ein wesentliches Detail: die Teig-Menge reicht für 2 Schachbrett Kuchen mit je 4 Lagen und 15cm Durchmesser. Ich wollte ja wie auf dem Bild in der Anleitung ein kleinen Kuchen und keine riesen Torte backen. Dies hätte ich auch schon merken sollen als ich die Zutaten-Liste durchgelesen habe. 450g auf 800g Zucker und 10 ganze Eier… mal davon abgesehen, dass mein Standrührer solche Mengen nicht ohne weiteres verarbeiten kann.

kuchen

Die Menge an weiche Butter mit dem Zucker cremig zuschlagen war eine echte Herausforderung für meinen „normalen“ Standmixer und schon gar nicht in den angegebenen 5-10 Minuten zu erreichen. Ich habe mich echt gewundert, dass sie dabei nicht mit qualmend den Geist aufgegeben hat, aber irgendwann nach einer gefühlten Ewigkeit habe ich es geschafft und habe auch noch die 10 Eier nach einander hinzugefügt. Soweit so gut, allerding sollte dazu noch Mehl und Buttermilch kommen und das hätte meine doch recht große Rührschüssel gesprengt. Also Plan B. Ich habe die Eier-Butter-Masse abgewogen, auf zwei Schüssel aufgeteilt und mit der halben Menge an Mehl und Buttermilch fertig gerührt. Die andere Hälfte wollte eigentlich nicht einfach weg kippen, also wurde der auch zu einem Teig verarbeitet. Kuchen kann man schließlich in Frischhaltefolie eingepackt ja gut einfrieren oder man macht daraus Cake Pops oder Rumkugeln.

kerzen

Nachdem ich die zwei Teig Portionen fertig gerührt hatte, stellte ich allerdings fest, dass ich doch Beide brauche, denn sonst wäre der Teig auf meinem Standard Backblech bestimmt zu dünn ausgelaufen. Vielleicht auch nicht, aber ich wollte das nicht riskieren. Der Teig sollte sowieso zweigeteilt werden, also habe ich mir zumindest den Schritt schon mal gespart 😉 Nach dieser Erfahrung mit den Teig-Mengen hatte ich vorsorglich nur die halbe Menge an Buttercreme zubereitet. Ich war mir zunächst nicht sicher ob dies für das Füllen, Crumbcoat und Überzug reichen wurde, aber es ging genau auf. Yeay!

Schön verzierte Kuchen und Torten schau ich mir gerne an und bewundere Alle die diese Zuckerkreationen in liebevolle Kleinstarbeit herstellen können, aber in dieser Hinsicht habe ich noch kaum Erfahrung. Also war der die Torte „Hübsch“ machen für mich eine Herausforderung. An Verzierung oder aufwendige Deko war nicht zu denken, schon gar nicht wenn man nicht die richtigen Tools  hat. Meine persönliche Challenge war es einfach eine glatte gleichmäßige Oberfläche hin zu bekommen. Es hat zwar ein bisserl Zeit und ein paar Korrekturen gebraucht, aber ich denke für den ersten Versuch ist es nicht schlecht geworden… wenn man nicht ganz so Kritisch genau hinsieht 😉

kuchen2

Es heißt ja das Beste kommt zum Schluss und es kam wirklich. Die großen Augen und die Freude im Gesicht vom Geburtstagskind war der ganze Aufwand wirklich wert 😀

Die schwarzen Kuchensteine habe ich mit Kakao „aromatisiert“ und auch noch mit etwas schwarzer Lebensmittel-Farbe eingefärbt. Es schmeckte schon schokoladig, aber denke ein bisserl mehr hätte auch nicht geschadet. In dem hellen Teig habe ich Passionsfruchtpüree verarbeitet. Von dem hat man aber leider kaum was geschmeckt. In dem unten stehendem Rezept habe ich die Menge Passionsfruchtpüree bereits verdoppelt oder man lässt es einfach weg 😉 . Die Menge vom Kakao habe ich allerdings nicht verändert.

Die Buttercreme wird mit Eiweiß hergestellt. Wer also unsicher wegen ungekochtes Eiweiß ist, sollte auf jeden Fall sich ein Zuckerthemometer (oder ähnliches) besorgen und die Eier auf 72°C erhitzen. Das Schöne an dieser Variante der Buttercreme ist, dass sie wirklich weiß wird. Die war schon lecker aber halt wirklich mächtig. Denke für den Kuchen im Froster werde ich allerdings eine Frischkäsevariante verwenden. Mal sehn ob das auch so stabil wird.

kuchen3

Schachbrett Kuchen (inspiriert von „Bake it like you mean it“)

Das Rezept ist für einen Kuchen mit 15cm Durchmesser und 4 Lagen ausgelegt.

Zubehör:

  • Backblech/-pfanne oder Backrahmen  mit ca. 20x35cm
  • Ausstecher, Teller, Deckel oder Ähnliches mit einem Durchmesser von 15cm, 10cm & 5cm
  • Standmixer
  • Zuckerthermometer
  • Kuchenpalette/-messer und Teigschaber/-spachtel
  • Platz im Gefrierschrank

Teig

  • 228g weiche Butter
  • 400g Zucker
  • 5 Eier L
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 375g Mehl
  • ½ TL Salz
  • 1 EL Backpulver
  • 300ml Buttermilch
  • 60ml Passionsfruchtpüree
  • 30g Kakao
  • Schwarze Lebensmittelfarbe (z.B. Gelfarben von Wilton)

Im Standmixer mit Schneebesenaufsatz Butter und Zucker schlagen bis die Masse hell und cremig wird. Dabei gelegentlich die Seiten runter kratzen. Die Eier nacheinander hinzufügen. Jedes Ei ca. 30 Sekunden mixen bevor man den nächsten hinzu gibt. Vanille Extrakt hinzugeben.

In einer zweiten Schüssel Mehl, Salz und Backpulver mischen. Den Standruhrer auf niedrig stellen und abwechselnd Mehl und Butter milch unter rühren. Dabei gelegentlich die Seiten runter kratzen.

Den Teig abwiegen und auf zwei Schusseln aufteilen. In der einen Schüssel Passionsfruchtpüree unter rühren. In der zweiten Schüssel Kakao unter rühren, dann mit der Lebensmittelfarbe einfärben.

Den Teig auf einem Backblech glat streichen und bei 180°C ca. 30 Minuten backen. Zum Testen ob der Teig fertig ist, in der Mitte leicht eindrucken und wenn er zurück springt ist er fertig.

Mit einem Ausstecher oder Deckel usw. 15cm Kreise ausstechen. Darin wiederholen mit 10cm und 5cm Ausstecher. Die Kreise vorsichtig vom Backblech und voneinander trennen. Abwechselnd wieder zusammensetzten. Die Kuchenreste z.B. zu Cake Pops oder Rumkugeln verarbeiten.

Buttercreme

  • 5 Eiweiß
  • 200g feinster Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 342g weiche Butter

In der Schüssel vom Standmixer Eiweiß und Zucker mischen. Dann über einem Wasserbad mit einem Schneebesen weiter  rühren bis der Zucker sich vollständig aufgelöst hat und die Zuckereimasse handwarm ist. Habt Ihr Bedenken wegen ungekochtes Eiweiß, die Masse auf 72°C erhitzen.

Die Zuckereimasse mit dem Standmixer (Schneebesenaufsatz) so lange auf hoher Geschwindigkeit schlagen, bis sich das Volumen vervierfacht hat und die Masse sich abgekühlt hat. Die weiche Butter Esslöffelweise hinzufügen. Sieht es aus als wenn die Buttercreme sich trennt, einfach weiterschlagen, die kommt dann nach ein paar Minuten wieder zusammen.

Zusammenbau

Notiz: Aus einem Stück Pappe mit Frischhaltefolie bezogen habe ich einen Kuchenuntersetzer (Tortenuntersetzter) gebastelt, weil meine Tortenplatte nicht in den Gefrierschrank passt.

Die unterste Kuchenlage auf einen flachen Teller oder Kuchenuntersetzer stellen, darauf gleichmäßig 1-3 EL Buttercreme verteilen. Die zweite Lage darauf legen und leicht andrücken. Die Ringe in einer Kuchenlage waren bei mir leicht Unebenheiten und habe dies einfach mit der Buttercreme ausgleichen. Wiederholen bis zur letzten Lage.

Damit die äußere Schicht nicht voller Krümel ist, verpasst man den Küchen einen sogenannten „crumb coat“. Die Seiten und oberste Lage der Buttercreme bestreichen. Sie muss jetzt nicht 100%ig glatt sein. Etwas Buttercreme für das Finish zur Seite stellen. Den Kuchen dann für ca. 10 Minuten in den Gefrierschrank stellen oder etwas länger in den Kühlschrank stellen bis die Buttercreme sich gesetzt hat und sich fest anfühlt. Dann in einer zweiten Lage die restliche Buttercreme mit einem Teigspachtel /Kuchenpalette usw. glatt auf den Kuchen verteilen und glatt streichen. Hierbei kann es hilfreich sein das Werkzeug kurz in heißes Wasser zu tauchen. Wichtig gut abtrocken.

Puhh… das Ganze hört sich kompliziert an, oder? Aber das war es nicht wirklich. Aufwendig schon aber nicht kompliziert. Man braucht eigentlich nur Zeit und Geduld. Die Buttercreme muss man auch nicht glatt streichen, der „Rustig Look“ ist auch ganz schön. Das war übrigens auch mein Plan B 😉

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende. Im nächsten Post gibt es kein Kuchen, versprochen 😉

Happy World Baking Day!

Heute ist World Baking Day und ich stelle mich der Bake Brave Challenge und habe etwas gebacken, was ich noch nie gebacken habe. Im Sinne von meiner Kindheitslieblingsserie „to boldly go where no (wo)man has gone before“. Die Challenge wurde aufgerufen von Worldbakingday.com. 100 internationale Blogger haben Kuchen und Gebäck Rezepte eingereicht, die nach Schwierigkeit von Level 1 bis 100 eingeteilt wurden. Ich wusste wirklich nicht wofür ich mich entscheiden sollte, die Einreichung von Backbube Markus „Knackige Erdbeer-Schokoladen-Torte mit gestreiftem Biskuit & Glanzguss“ (Level 99) oder Vickie de Beer’s „Erdnussbutter/Schokolade-Kuchen“ (Level 78) haben mich sehr gereizt. Entscheiden habe ich mich allerdings für Gosia’s Cheese Cake ohne Milchprodukte.

cover-85

Cheese Cake ist eigentlich keine so große Herausforderung, aber Cheese Cake ohne Milchprodukte habe ich noch nie gebacken und ich war sehr gespannt wie dieser schmeckt. Alle Zutaten wie Mandelmilch, Hirse und Sahne Ersatz habe ich dann im Bio-Supermarkt gekauft, nicht weil es unbedingt Bio sein sollte, sondern weil ich dort auf einem Schlag alles bekomme. Im „normalen“ Supermarkt findet man zwar schon einige Milchersatz-Produkte, aber leider nicht überall.

Ich weiß nicht ob ich einfach nur einen schlechten Tag hatte, aber einige der Rezeptteile haben nicht so geklappt wie es ich mir dachte, oder ich habe die „Anweisungen“ falsch verstanden.

Ausgelegt ist das Rezept für eine 18cm Springform, aber der Boden wäre besser in eine größere Form aufgehoben. Denke min. eine 20er oder evtl. 22er. Er brauchte auch erheblich länger als die angegebene Zeit um gold-braun zu werden. Ich habe ihn dann auch noch im Ofen fast vergessen, so dass er sehr braun wurde. Vorm Backen würde ich den Teig allerdings noch ca. 1 Std im Kühlschrank ruhen lassen, dann ist er auch leichter auszurollen.

Für mich war die schwierigste Zutat in dem Rezept die Hirse. Ich habe noch nie Hirse gekocht oder überhaupt verwendet. An dieser Stelle ist das Rezept für mich etwas zu ungenau. Was ist trockene Hirse, gibt es auch feuchte Hirse? Also habe ich ganze Hirse genommen, die sah zumindest sehr trocken aus. Bei der Verarbeitung hätte ich gerne mehr Infos gehabt als „Hirse in der Mandelmilch kochen. Durch ein Sieb geben oder bis zum Erhalt einer glatten, geschmeidigen Konsistenz mixen“. Wie lange sollte die Hirse kochen? Sollte der weich werden? Oder kocht man ihn nur kurz auf und siebt die Kerne raus? Ich entschied mich für das weich kochen, allerdings bis diese Kerne weich kochten hatte ich Porridge. Wie sollte ich das dann noch durch ein Sieb streichen? Außerdem hatte es so einen bitteren Nachgeschmack. Zum Glück hatte ich so eine Vorahnung und habe auch Hirseflocken gekauft. Damit klappte es deutlich besser… nur kurz auf gekocht, bis es etwas eindickt und dann durch ein Sieb gestrichen.

Den Erdbeerspiegel habe ich durch eine Himbeersauce ersetzt. Denn ich hatte keine Gelatine mehr oder Tortenguss.

mockcheesecake

Ich war mir echt nicht sicher, ob der Kuchen schmecken würde, denn das Naschen beim Zubereiten hat mich nicht wirklich Überzeugt. Von der Konsistenz ähnelt es schon ein Cheese Cake, aber geschmacklich hat es rein gar nichts mit Cheese Cake zu tun. Meine Testesser waren aber ganz angetan und meinten es schmeckt wie Müsli. Durch die Kokoscreme hat es eine leichte Kokosnote, die anscheinend nur ich raus geschmeckt habe, denn die Anderen haben es nicht gemerkt. Die Himbeersauce hat den Kuchen richtig gut abgerundet. Nicht destotrotz war der Kuchen nicht mein fall. Zum einen wegen der Kokosnote, zum anderen fand ich das ganze hatte noch diesen komisch bitteren Beigeschmack. Denke wenn man Reis genommen hätte, also so in etwa püriertes Milchreis hätte es mir besser geschmeckt.

mockcheesecake1

Fazit: Geschmäcker sind verschieden. Meine Testesser fanden den Fake Cheese Cake lecker, ich ganz ok. Für Laktoseintolerante oder Allergiker ist es bestimmt eine super Sache. Wenn man die Gelatine dann noch durch Agar-Agar ersetzt ist er sogar Vegan.

Cheese Cake Mock-Up

  • 90 g Margarine
  • 50g feiner Zucker
  • 1 EL Walnussöl
  • 150 g Mehl
  • 100g Hirseflocken
  • 500ml Mandelmilch
  • 1 Vanilleschote
  • 125g ReisCuisine
  • 20g Margarine
  • 80g Zucker
  • 100g Kokoscreme
  • 1 TL abgeriebene Zitronenschale
  • 1 Pk. (9g) gem. Gelatine
  • 5 EL Wasser
  • 60g Erdbeeren (TK)
  • 60g Himbeeren (TK)
  • 1 EL Zucker
  • 2 EL Marsala
  • 90g Himbeeren (TK)

Margarine, Zucker, Walnussöl und Mehl gründlich verkneten, in etwas Frischhaltefolie ca. 1 Std. im Kühlschrank ruhen lassen.

In eine 18cm Springform geben und gut herunterdrücken. Ca. 20 Minuten bei 200 °C goldbraun backen. In der Form völlig abkühlen lassen.

Die Vanilleschoten auskratzen und mit den Hirseflocken in der Mandelmilch kochen, bis diese eindickt. Die Masse durch ein Sieb streichen. Die übriggebliebenen Hirseflocken entsorgen. ReisCuisne, Margarine, Zucker, Kokoscreme und Zitronenschale hinzufügen und zu einer glatten Masse rühren.

Die Gelatine im Wasser quellen lassen. In einem mittelgroßen Topf unterrühren auflösen. Nach und nach die „Käse“-Masse hinzufügen und alles gut mischen. Die Masse auf den Kuchenboden gießen und in den Kühlschrank stellen bis er fest ist. Am besten über Nacht.

Erdbeeren, Himbeeren, Zucker und Marsala köcheln bis die Früchte ganz weich sind. Die Sauce durch ein Sieb streichen um die Kerne zu entfernen. Unter der noch warmen Sauce die restlichen Himbeeren verrühren. Zur Seite stellen, bis die Himbeeren aufgetaut sind und die Sauce kalt ist.

Den Käse-Kuchen vorsichtig aus der Form lösen. Die Himbeersauce auf der Oberseite verteilen. Sofort servieren.

Machst Du auch mit beim World Baking Day? Wenn ja was hast du so alles gebacken bekommen 😉 Liebe Grüße und einen schönen Sonntag

English Version

Today is World Baking Day and I steped up to the plate and have baked something I’ve never baked before. In terms of my childhood favorite series „to boldly go where no (wo)man has gone before“. The Bake Brave Challenge was called by Worldbakingday.com. 100 international bloggers submitted cake and pastry recipes, which were classified according to difficulty from Level 1 through 100. The first challenge was choosing a recipe. The submissions from Backbube Markus „Crunchy Strawberry Chocolate Cake with Striped Biscuit and Icing“ (level 99) or Vickie de Beer’s „Peanut Butter & Chocolate Cake“ (level 78) caught my eye. I have however decided to make Gosia’s “Cheese Cake with no dairy products”. (Click for recipe)

Cheese cake is actually not such a big challenge, but I have never baked a cheese cake without dairy products and I was very curious how this tastes. All ingredients such as almond milk, millet and cream substitute I bought my organic supermarket. Not because it necessarily should be organic, but because I could get everything in one shop. The „normal“ supermarket also carries some milk replacement products, but unfortunately not all of them.

I’m not sure if I just had a bad day, but some parts of the recipe didn’t work out as I thought, or I misunderstood the „instructions“.

The recipe for a 18cm springform pan, but the cake base would have fit better in a larger form. I think at least a 20cm or a 22cm pan. It also took longer to turn golden brown than in the recipe specified. I then almost forgot it in the oven, so it was very brown. Before baking I would let the dough rest for about 1 hour in the refrigerator, then it is also easier to roll out.

The hardest ingredient for me was the millet. I’ve never cooked millet or ever used it at all. At this point, the recipe for me is a little too vague. What is dry millet, is there also wet millet? So I bought whole millet, which looked at least very dry. I would have also liked to have had more information than „cook millet seed in almond milk. Grate through a sieve or blend until a smooth.“ How long should the millet cook? Should be soft? Or you can cook it only briefly and sieve out the seeds? I opted to cook the millet soft, but until the millet turned soft I had a thick Porridge. How should I then pass that through a sieve? It also had a weird bitter aftertaste. Luckily I had a premonition and also bought some millet flakes. It worked significantly better … only briefly cooked until it thickens slightly and then pressed through a sieve. Done.

The strawberry topping I replaced with a raspberry sauce, because I had no more gelatin or some sort of thickener.

mockcheesecake2

I was not really sure if the cake would taste good, because the taste while cooking didn’t really convince me. The consistency reminded me of a cheese cake, but the taste had nothing to do with cheese cake. But my foodtesters were very impressed and thought it tasted like cereal. Because of the coconut cream it had a light coconut note, which apparently only I tasted out because the others didn’t notice it. The raspberry sauce complemented the cake really well. In Germany we would say “make it round”. Nevertheless, the cake was not my cup of tea. Firstly, because of the coconut note, on the other hand I found the whole thing had this subtle weird bitter aftertaste. I think if I had used rice, as in some pureed rice pudding it would have tasted better.

Conclusion: tastes are very different. My foodtesters thought it way yummy, for me it was ok. For lactose intolerant or allergic, it is definitely a great thing. If you replace the gelatin with agar-agar it could even be vegan.

Cheese Cake Mock-Up

  • 90g margarine
  •  50g caster sugar
  • 1 tbsp walnut oil
  • 150g flour
  • 100g millet flakes
  • 500ml almond milk
  • 1 vanilla pod
  • 125g RiceCuisine (cream alternative)
  • 20g margarine
  • 80g sugar
  • 100g coconut cream
  • 1 teaspoon grated lemon rind
  • 1 Pk. (9g) ground gelatin
  • 5 tablespoons water
  • 60g strawberries (frozen)
  •  60g raspberries (frozen)
  • 1 tablespoon sugar
  •  2 tablespoons Marsala (or grape juice)
  • 90g raspberries (frozen)

Mix the Margarine, sugar, walnut oil and flour and knead thoroughly. Cover with some plastic wrap and the rest about 1 hour in the fridge.

Rollout the dough and place in a 18cm springform tin and press down the sides well. Bake until golden-brown at 200 ° C for about 20 minutes. Allow to cool in the tin completely.

Scrape out the vanilla beans and cook with the millet flakes and almond milk until it thickens. Pass the mixture through a strainer or sieve. Discard the leftover (nearly dry) millet flakes. Add the ReisCuisne, margarine, sugar, coconut cream and lemon zest and stir until smooth.

Soak the gelatin in the water. Place a medium-large saucepan on the stove (medium heat). Add the gelatin and dissolve while stirring. Gradually add the „cheese“ and mix well. Pour the mass into the cake pan on the base and place in the refrigerator until firm. Preferably overnight.

Add the strawberries, raspberries, sugar and Marsala to small saucepan and simmer until the fruit is very soft. Press the sauce through a sieve to remove the seeds. Stir the remaining raspberries under the still warm sauce. Set aside until the raspberries are thawed and the sauce is cold.

Carefully remove the cheesecake from the mold. Spread the raspberry sauce on top. Serve immediately.

Are you taking part in the World Baking Day challenge? If so, what did you choose to bake? Best wishes and have a nice Sunday

Grüner Risotto

Deutschland ist wettertechnisch zweigeteilt. Die Berliner freuen sich über Sonnenschein und sommerliche Temperaturen über 25°C und in Aachen ist der Himmel grau und das Quecksilber im Thermometer verharrt um die 10°C. Ich habe echt schon überlegt wieder die Heizung an zu machen, aber ich weigere mich schließlich haben wir Mitte Mai! Also dann muss was frisches Frühlinghaftes auf den Teller um die Laune zu heben, aber es sollte auch von innen wärmen. Etwas mit Spargel und auch Bärlauch dachte ich mir. Inspiration habe ich bei Mary Miso gefunden: Bärlauchrisotto mit Spargel. Mariannes Blog kommt zwar Wortkarg daher, aber dafür tolle Bildern und schmackhaften Rezepte. Zum Glück ist die Bärlauch Saison noch nicht ganz vorbei, sie hat ja auch wetterbedingt recht spät angefangen, also habe ich bei meinem Gemüsehändler ordentlich eingedeckt. Die im Rezept verlangten Erbsen habe ich durch Edamame (Sojabohnen) ersetzt.

spargelrisotto

Grüner Risotto mit Spargel und Edamame (für 4. Personen)

  • 15g Bärlauch + etwas zum garnieren
  • 15g Pistazien (ungesalzen)
  • 1 EL Walnussöl
  • 250g Edamame (TK)
  • 2 Bund grüner Spargel (1 kg)
  • 1-2 EL Rapsöl (oder Olivenöl)
  • 1 Schalotte (feingewürfelt)
  • 250g Risottoreis
  • 100ml Weiß Wein (z.B. Grau Burgunder)
  • 700ml Gemüsebrühe (ca. 2-2,5 TL Pulver)
  • 4 EL Parmesan (frisch gerieben ca. 15g)
  • Spritzer Zitronensaft und Pfeffer

Bärlauch, Pistazien und Walnussöl zu einem Pesto verarbeiten und zur Seite stellen. Die Edamame auf tauen und von ihren Hülsen befreien, ebenfalls zur Seite stellen.

Den Spargel in ca. 2cm große Stücke schneiden und in salz Wasser gar kochen und mit kaltes Wasser abschrecken. Der Spargel sollte allerdings noch etwas biss haben. Ebenfalls zur Seite stellen

Die Pfanne erhitzen und im Öl die Schalotte mit Risottoreis unter Rühren glasig dünsten. Mit Weißwein ablöschen und kurz köcheln lassen. Die Brühe nach und nach hinzugeben, dabei gelegentlich rühren und köcheln bis der Reis gar ist.

Pesto, Spargel und Edamame unter dem Reis rühren. Mit Zitronensaft und Pfeffer abschmecken und etwas gehacktes Bärlauch garnieren.

Ich wünsche Euch ein schönes Pfingst-Wochenende und viel Spaß beim Nachkochen

English Version

Germany is divided into two weather fronts. The Berliners are pleased with sunshine and summer temperatures above 25 ° C and in Aachen the sky is gray and the mercury in the thermometer remains around 10 ° C. I’ve really been thinking about turning the heating back on, but I refuse to do so since we have middle of May! So, I wanted something fresh and springlike at least on my plate, but it should also warm up from the inside. Something with asparagus and wild garlic I thought. At Mary Miso I found some inspiration: wild garlic risotto with asparagus. Fortunately, the wild garlic season is not over yet, it has also started quite late due to the weather, so I’ve stocked up properly from my trusted greengrocer. The recipe required peas but I replaced them by Edamame (soybeans).

Green Risotto with asparagus and edamame (for 4 people)

  •      15g wild garlic + extra for garnish
  •      15g pistachios (unsalted)
  •      1 tablespoon walnut oil
  •      250g edamame (frozen)
  •      2 bunches of green asparagus (1 kg)
  •      1-2 tablespoons canola oil (or olive oil)
  •      1 shallot (finely diced)
  •      250g risotto rice
  •      100ml white wine (Pinot Gris example)
  •      700ml vegetable stock (about 2-2.5 tsp powder)
  •      4 tablespoons Parmesan cheese (about 15g freshly grated)
  •      Splash of lemon juice and pepper

Process wild garlic, pistachio and walnut oil to a pesto and set aside. Thaw the edamame and to free them from their pods, also set aside.

Cut the asparagus into 2cm large pieces, boil in salt water and rinse with cold water. However, the asparagus should still have some bite. Also set aside.

Heat the pan and sauté the shallot and risotto rice while stirring until glazed. Deglaze with white wine and simmer briefly. Gradually add the broth, while stirring occasionally and simmer until the rice is cooked.

Stir pesto, asparagus and edamame into the rice. Season with lemon juice and pepper and garnish with some minced wild garlic.

Der Koch Club

Kochen in einem Koch Club ist doch eine witzige Idee, oder? Ich habe schon länger mit dem Gedanken gespielt einen Kochkurs oder Koch Club zu besuchen. Wieso? Ich koche zwar viel und gerne, aber lernen kann ich sicherlich noch einiges. Außerdem einen Abend mit Kochwilligen und/oder Kochbegeisterten ist doch mal eine schöne Abwechslung.

Minkis Kochschule bietet genau dieses an. Zum einen Kochkurze zu speziellen Themen, zum anderen regelmäßig statt findende Koch Club Treffen. Also nachgeschaut bei welchen Koch Club noch Plätze frei sind und spontan gebucht. Am Mittwoch war es dann endlich soweit. Ich war ein bisserl früh dran, da ich nicht genau wüsste wie lange ich mit dem Bus brauchen würde. Nach der herzlichen Begrüßung von Küchenchef Thomas „Minki“ Minklai, konnte ich mir die Kochschule in Ruhe anschauen. Oh man, für so eine Küche würde ich… naja nicht gerade töten, aber sagen wir mal so, meine keine Kombüse würde da min. 6-8 mal rein passen. Auf insgesamt 155qm bietet die Kochschule 9 vollausgestattete Kochplätze, eine wunder schöne lange Tafel zum verspreisen der Kreationen und auch eine großzügige Dachterrasse auf die man im Sommer bestimmt gut die Abende verbringen kann.

minki

Ich hatte mir schon ein bissel Gedanken gemacht, ob ich alleine hingehen soll und ob die Gruppe schon zu einer festen „Koch-Klicke“ verwachsen ist, aber das war völlig unnötig. Die anderen Teilnehmer egal ob das erste Mal oder schon zum 4. Mal dabei, waren alle sehr herzlich und aufgeschlossen. Was mich angenehm überrascht hat, war der bunte Alters-Mix der insgesamt (mit mir) 14 Teilnehmer. Von Anfang 20 bis geschätzte 60(?) waren verschiedene Altersklassen vertreten.

minki2

Hände gewaschen, Kochschürze umgebunden und schon konnte es losgehen. Das zu kochende Menü passte auch wunderbar in die aktuelle Saison: Spargel-Creme-Suppe, Spargel auf gefülltes und eingewickeltes Schweine Filet mit selbstgemachte Hollandaise und als Nachtisch Schokoladen Fondants auch bekannt als Lava Cakes. Gekocht wurde in 2er Teams. Die meisten Teilnehmer waren schon als Paare gekommen, aber neben mir war auch Uwe ohne Begleitung, also hatten wir uns zusammen getan. Unter Thomas Anleitung ging es zunächst an das Spargel schälen für den Hauptgang. Okay, nichts wirklich Außergewöhnliches denkt ihr vielleicht, aber da irrt ihr euch. Thomas hat uns gezeigt wie die Profis das so machen. Mit seinem Spargelschäler für Fortgeschrittene mit verstellbarer Klinge und seiner jahrelangen Übung der perfekten Technik kann er eine Kiste Spargel in 8 Minuten schälen. Dies hat er zwar nicht unter Beweis gestellt, aber er gab und eine Demonstration. Es spritze, die Späne erm Schalen flogen und ratzfatz war die Stange geschält. Normalerweise schäle ich den Spargel eigentlich nur in eine Richtung, also von Oben nach Unten. Aber der Pendelschähler hat nicht ohne Grund zwei Klingen. Wenn man den Spargel in schnelle Bewegung von Oben nach Unten und zurück schält, geht’s wirklich schneller und ansehnlicher. Die Gefahr, dass man den Spargel „eckig“ schält wird deutlich geringer 😉

spargeltopf

Die  Schalen wurden für die Suppe eingesammelt und zusammen mit zusätzlichen klein geschnittenem Spargel und Zwiebeln mit etwas Öl in einem Topf angeröstet. Habe ich so auch noch nie gemacht, aber nach kurzer Zeit duftete es schon herrlich. Zu dem Spargel gesellten sich noch Gewürze, Orangensaft und natürlich Sahne. Während die Suppe köchelte wendeten wir und dem Hauptgang zu. Zunächst wurde das Schweinefilet von den sehnen befreit und dann auf beiden Enden eine Tasche eingeschnitten, sozusagen war das Resultat ein Fleisch-Schlauch. Dieser wurde mit Pflaumen gefüllt und Schinken umhüllt. Dies wanderte bei niedriger Temperatur in den Ofen bis die Kerntemperatur von 63°C erreicht wurde.

Währen dessen wurde die Suppe püriert und dann an der Tangen Tafel verspeist. Sie war eigentlich ganz lecker, aber ich fand es etwas zu süß. Das lag für mich nicht am O-Saft, sondern an der Zweibelmenge. Einige fanden sie ebenfalls zu süß, andere genau richtig. Das zeigt doch, dass Geschmäcker eben verschieden sind ;). Nach einer kurzen Verdauungspause kümmerten wir uns um die Hollandaise für den Hauptgang. Eigentlich war es eine schummel Hollandaise, denn er wurde mit Sahne zubereitet. Thomas hat uns auch genannt wie die Abwandlung heißt, ich glaube es war Sauce Mousselin, aber es schmeckte sehr ähnlich und war dafür geling sicher. Abgeschmeckt hat jedes Koch-Team für sich mit der tollen Gewürzmischung aus Thomas Eigenproduktion.

spargel

Das Schweinefilet war das Highlight des Menüs. Saftig, süß und salzig, einfach köstlich. Das wird am Wochenende definitv nochmal nachgekocht. Der Ofen Spargel war auch gut, aber ich fand’s auch wieder etwas zu süß. Die Kombination Spargel mit Orange (siehe hier „click“) ist super, aber zusammen mit Hollandaise und dem Schweinefilet hätte ich auf den Zucker verzichtet.

Zum Abschluss des Abends gab es herrliche Fondants au Chocolat auf Deutsch Muffins mit flüssigem Kern (siehe hier „click“). Der Teig wurde fix gerührt, aber zuvor gab es von Thomas eine kleine Unterrichtseinheit wie man Eier einhändig aufschlagen kann. Ei auf der Arbeitsplatte anschlagen, die Enden zwischen Daumen und Zeigefinger einklemmen und mit Daumen und Mittelfinger aufmachen. Als Grobmotoriker muss ich das allerdings noch etwas üben, am Wochenende gibt es sicherlich genügend Gelegenheit dafür. Die Fondants waren nach 10 Minuten bei 230°C fertig, dachten wir zumindest. Uwe und meine Fondants waren sehr flüssig, vielmehr warmer Schokopudding mit eine kleine knusper Panade. Aber bei 14 Förmchen in einem Ofen … aber es war nicht so schlimm, denn die sehr flüssigen Küchlein waren köstlich.

fondant

Obwohl mir manches nicht 100% geschmeckt hat und die Fondants nicht ganz fertig waren, habe ich einen tollen Abend mit kochen und sehr nette Menschen verbracht. An dieser Stelle einen lieben Dank und Grüß an Thomas und die Teilnehmer des „4. Koch Clubs“. Zum nächsten Koch Club habe ich mich übrigens schon angemeldet 😀

Bananenkuchen oder Bananenbrot?

Bananen habe ich zwecks Frühstücks-Smoothies eigentlich immer im Haus. Ich lasse die auch so lange liegen bis sie schöne schwarze Flecken haben, denn dann sind sie am süßesten und der Geschmack  ist am intensivsten. Bevor die Bananen allerding zu schwarz werden, friere ich sie entweder im ganzen oder in Scheiben ein. Leider manchmal mit dem Effekt „aus den Augen aus den Sinn“. Vergangenes Wochenende wollte ich wieder Bananen einfrieren, allerdings stellte ich fest, dass ich schon min. 10 Bananen schon im Froster hatte. Also musste ein Verwertungsrezept her.

Bananenkuchen oder Bananenbrot war die Antwort. Worin hier der Unterschied liegt? Mal abgesehen von der Backform, wurde ich mal behaupten die Zuckermenge.  Ich habe recht wenig Zucker verwendet. Meine Testesser fanden die Menge genau richtig. Ich allerdings fand es hätte etwas süßer sein können. Mir war mehr nach Kuchen 😉 Leider hat das Bananenbrot so lecker geschmeckt und wurde restlos verputzt, so dass ich leider kein schönes Foto für euch habe. Das nächste Mal werde ich noch ein bisserl gehackte Nüsse untermischen, oder vielleicht auch Schokolade. Was meint Ihr?

bananenbrot

Bananenbrot

  • 115g Butter(zimmerwarm)
  • 50g Muscovado Light (heller Muscovado)
  • 25g Zucker
  • 2 Eier
  • 1 TL Natron
  • 230g Mehl
  • 40g gem. Mandeln
  • 4 sehr reife Bananen

Butter und Zucker cremig rühren. Nach einander die Eier hinzufügen und alles gut verrühren. Die Bananen mit einer Gabel zerdrücken, zur Butter-Masse geben und gut einarbeiten.

Natron, Mehl und gem. Mandeln mischen und mit der Buttermasse verrühren.

Den Teig in eine vorbereitete 25cm Kastenform (gefettet & bemehlt) geben und bei 200°C ca. 60 Min backen, bzw. bis zur „positiven Stäbchenprobe“.

In der Form 5-10 Minuten abkühlen lassen, dann auf einem Kuchengitter vollständig abkühlen, bevor man es anschneidet.

Viel Spaß beim Nachbacken

English Version

I always have a stash of bananas for my breakfast smoothies at home. Normally I leave them until they have nice black spots, because they then taste the sweetest. Before the bananas turn totally black, I freeze them either in whole or in slices. Unfortunately sometimes with the effect of „out of sight out of mind“. Last weekend I wanted to freeze bananas, but I realized that I already at least 10 bananas in the freezer. So I needed a recipe.

Banana cake or banana bread was the answer. What’s the difference? Aside from the baking dish, I would claim the amount of sugar. In the following recipe I used very little sugar. My food testers found it was just the right amount. However, I thought it could have been a bit sweeter. I was craving cake 😉 Unfortunately, the banana bread tasted so delicious and was completely devoured, so I unfortunately do not have a nice picture for you. Maybe next time. And maybe I’m going to mix in a little bit of chopped nuts, or maybe even chocolate. What do you think?

Banana Bread

  •     115g butter (room temperature)
  •     50g Light Muscovado
  •     25g sugar
  •     2 eggs
  •     1 tsp. baking soda
  •     230g flour
  •     40g ground almonds
  •     4 very ripe bananas

Cream the sugar and butter until light and fluffy. Add the eggs one at a time, beating well after each addition. Mash the bananas with a fork and add to the butter and mix well.

Add dry ingredients, mixing just until flour disappears. Pour batter into prepared pan and bake 60 minutes at 200°C, until a toothpick inserted in the center comes out clean.

Let cool in the pan for about 5-10 Minutes, then remove from the pan, invert onto rack and cool completely before slicing.

Apfelkuchen auf Französisch

Wahrscheinlich hat jeder einen Lieblingskuchen. Neben Käsekuchen und Erdbeerkuchen ist Apfelkuchen mein dritt‘ liebster Kuchen. Genauso wie es zig verschiede Sorten von Äpfeln gibt, gibt es sehr viele verschiedene Arten von Apfelkuchen. In dem großen pinken Backbuch (Die hohe Schule der Patisserie) hat mich die „Tarte Tatin Pomme-Rhubarbe“ so angelacht. Zum einen weil ich einige Äpfel zum verarbeiten hatte, zum anderen weil ich die Kombination von Apfel, Rhabarber und Karamell interessant fand. Im Original Rezept sollten die karamellisierte Äpfel dann noch mit Mandarinenscheiben und Aprikosenglasur bedeckt werden, aber ich fand ich Zuviel des Guten und habe es weg gelassen. Also mit dem pinken Ungetüm bewaffnet machte ich mich ans Werk.

Normalerweise wird eine Tarte Tatin auf dem Kopf gebacken, also mit dem Boden auf die Äpfel gebacken und dann auf einem Kuchenteller gestürzt. Felders Tarte Tatin wird aber schichtweise getrennt gebacken und dann zusammen geführt. Zunächst wird der Shortbread-Boden gebacken. Empfohlen wird ein 24cm „Pastry Ring“ oder Tartform mit herausnehmbarem Boden, aber ich habe eine 24er Springform verwendet. Vom Teig blieb auch so viel übrig, dass es noch 2 kleine Tartformen (je  12cm) ausreichte. Der fertig gebackene Boden schmeckt wirklich super als Kekse. Die mini Tarts haben kein Belag gesehen und wurden einfach so verdrückt ;).

tartetatinpommerhubarbe2

Bis zu diesem Zeitpunkt war alles gut. Der nächste Schritt war das karamellisieren und backen der Äpfel, welches sich allerdings ein Problem herausstellte. In dem Rezept soll man zunächst das Karamell zubereiten, auf einem Backblech gießen und abkühlen lassen, dann in Stückchen auf die vorbereiteten Äpfel in einer Ofenfesteform verteilen. Das Ganze mit Alufolie abdecken und für ca. 20 Minuten in den Ofen schieben. Dabei sollten die Äpfel gebacken werden und von dem Zucker karamellisiert werden. Nach 20 Minuten, waren meine Äpfel halb gar und von einer Karamellschicht war nichts zu sehen. Stattdessen waren die gebrochenen Zuckerstückchen noch recht intakt. Also habe ich die Äpfel wieder in den Ofen geschoben. Der Zucker war dann geschmolzen, allerdings die Äpfel auch. Die waren so weich, dass ich daraus nur noch Apfelmuss machen konnte. Während die Äpfel im Ofen waren, habe ich das Rhabarbermus zubereitet. Nun stand ich da hatte einen Boden, Rhabarber Mus und keine Äpfel mehr, also musste ich nochmal los und Äpfel besorgen.

Beim zweiten Versuch habe ich mir das karamellisieren der Äpfel gespart. Den Kuchen habe ich dann zusammengebaut und die noch warmen Äpfel mit einer spontan zusammengerührten Karamellsauce übergossen. Die Kombination vom Shortbread-Boden, Rhabarber, Apfel und Karamellsauce war sehr, sehr lecker und zu viert wurde der Kuchen fast gänzlich verdrückt. Trotz Karamell war der Kuchen auch nicht übermäßig süß.

tartetatinpommerhubarbe3

Tarte Tatin Pomme-Rhubarbe (Adaptiert von Patisserie: Mastering the Fundamentals of French Pastry)

Boden

  • 3 Eigelb
  • 130g Zucker
  • 150g weiche Butter
  • 200g Mehl
  • 1 Prise Salz
  • 2,5 TL (11g) Backpulver

Belag

  • 3 Braeburn Äpfel (ca. 700g)
  • 1 EL Butter
  • Saft 1 Zitrone
  • 50g Zucker
  • 2 EL Wasser
  • 200g Rhabarber (geschält)
  • 80g weiße Schokolade
  • Karamellsauce

Shortbread-Boden:

Eigelb mit dem Zucker schaumig schlagen bis dick wird und eine helle Farbe hat. Die Butter hinzufügen und mit einem Holzlöffel glatt rühren. Die Trockenen Zutaten mischen und über die Buttermasse sieben. Das Ganze zu einem glatten Teig verarbeiten.

Den Teig flachdrücken und mit Frischhaltefolie umwickelt, mindestens 2 Stunden im Kühlschrank kühlen.

Die Backform ausbuttern und bemehlen. Den Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche ca. 1/2cm dick ausrollen. Ein Kreis in der Große der Springform schneiden, den Teig in die Form legen und bei 180°C ca. 15-20 Minuten backen. In der Form abkühlen lassen.

Äpfel:

Die Äpfel schälen, entkernen und im Zitronensaft schwenken. Die Äpfel mit der Schnittseite nach unten in eine ofenfeste Form (z.B. geschlossene Tartform) geben. Butter und Zitronensaft auf die Äpfel verteilen. Die Form mit Alufolie fest abdecken und bei 180°C 20-25 Minuten backen, bzw. bis die Äpfel gar sind.

Rhabarber:

Den geschälten Rhabarber in dünne Scheiben schneiden und zusammen mit dem Zucker und Wasser in einem Topf auf mittlerer Hitze köcheln, bis der Rhabarber sehr weich ist. Dabei gelegentlich umrühren.
Gut abkühlen lassen.

Zusammenbau:

Die weiße Schokolade über ein Wasserbad schmelzen und in eine dünne Schicht auf den Shortbread-Boden verteilen. Kurz in den Kühlschrank geben bis die Schokolade wieder hart ist. Die Schokoladenschicht soll den Keksboden vor dem Durchweichen schützen.

Den Rhabarberkompott auf die Schokolade verstreichen. Darauf die Äpfel mit der Schnittseite nach unten legen. Auf die Äpfel die Karamellsauce verteilen. Ggf. nochmal in den Kühlschrank geben, bis der Karamell sich setzt.

Viel Spaß beim Nachbacken.

English Version

Everyone probably has a favourite cake. In addition to cheese cake and strawberry pie apple pie/cake is my third favourite cake. Just as there are dozens of different varieties of apples, there are many different kinds of apple pie/cake. In the large pink baking book (Patisserie: Mastering the Fundamentals of French Pastry) the „Tarte Tatin Pomme-Rhubarbe“ caught my eye. Firstly, because I had to handle some apples to spare, partly because I found the combination of apple, rhubarb and caramel interesting. In the original recipe the caramelized apples should be topped with slices of mandarin and an apricot glaze, but I was too much of a good thing and I left it off. So armed with the pink monster I set to work.

Normally, a tarte tatin is baked upside-down, baked with the cake base on top of the apples and then flipped on a cake plate. But Felder’s tarte tatin is baked in separate layers and then built together. First, the shortbread base is baked. The recipe recommends a 24cm „Pastry Ring“ or Tartform with removable bottom, but I used a 24cm springform pan. The was so much excess dough, that it was enough for another 2 small tartforms (each 12cm diameter). The baked Shortbread was really tasty, much like the known biscuits. The mini tarts didn’t see any kind of topping and were simply scoffed ;).

tartetatinpommerhubarbe

Up to this point everything was good. The next step was to caramelize and bake the apples, which turned out to be a big problem. In the recipe you should first prepare the caramel, pour it onto a baking tray and leave to cool, then break it into pieces and place on the prepared apples in an ovenproof dish. Cover the whole thing with aluminium foil and put it for about 20 minutes in the oven. The apples should be tender and caramelized from the sugar. After 20 minutes, I had half-cooked apples and a caramel layer was no where in sight. Instead, the broken sugar pieces were still quite intact. So I put the apples back in the oven for a couple of minutes. The sugar then was melted, but unfortunately the apples too. They were so soft that I could only make apple sauce from them. While the apples were in the oven, I prepared the accompanying rhubarb compote. There I stood with a shortbread base, rhubarb compote and no more apples, so I had to go out again and get some more apples.

On the second try I omitted caramelizing the apples. I simply assembled the cake and poured some caramel sauce over the still warm apples, which I spontaneously stirred together. The combination of the shortbread base, rhubarb, apple and caramel sauce was so delicious and the cake was devoured between four of us almost entirely. Despite the caramel cake was not overly sweet.

Tarte Tatin Pomme-Rhubarbe (Adapted from Patisserie: Mastering the Fundamentals of French Pastry)

Shortbread Base

  • 3 egg yolks
  • 130g sugar
  • 150g soft butter
  • 200g flour
  • 1 pinch salt
  • 2,5 tps (11g) baking powder

Topping

  • 3 Braeburn appels (approx. 700g)
  • 1 tbs. butter
  • Juice of 1 lemon
  • 50g sugar
  • 2 tbs. water
  • 200g rhubarb (peeled)
  • 80g white chocolate
  • caramel sauce

Shortbread base

Whisk the egg yolks with the sugar in a large bowl until pale and thick. Add the butter and beat with a wooden spoon until smooth.

Mix the flour with baking powder and salt. Shift the dry ingredients into the bowl and beat until the dough is smooth.

Flatten the dough into a disc and wrap with plastic wrap (clingfilm). Chill for at least 2 hours.

Butter and flour the springform. Remove the dough from the fridge and roll it out on a floured surface about 5mm thick. Cut a circle in the size of the springform and carefully place the dough into it. Bake the base for 15-20 Minutes, untill golden. Remove from the oven and let cool befor removing the ring.

Apples

Peel and core the apples and lemon juice in the pan. Add the apples with the cut side down in an ovenproof dish (eg closed Tartform). Distribute butter and lemon juice on the apples. Cover the dish with aluminium foil securely and bake 20-25 minutes at 180 ° C, or until the apples are tender.

Rhubarb

Slice the peeled rhubarb into thin slices and simmer with the sugar and water in a saucepan on medium heat until the rhubarb is very soft. Stirring occasionally. Leave to cool.

Assembling the cake

Melt the white chocolate over a water bath and spread in a thin layer on the shortbread base. Put briefly in the refrigerator until the chocolate hardens. The chocolate layer protects the biscuit base from soaking up the fruit juices and getting mushy.

Spread the rhubarb on the chocolate. Arrange the apples with the cut side down on top. Spread the caramel sauce on the apples. If necessary, place the cake in the refrigerator until the caramel is set.

Green Smoothie mit Matcha

Ich bin ein Frühstücksmuffel. Mein Magen ist morgens einfach noch nicht wach und Toast, Cornflakes und Co. (also feste Nahrung) bekomme ich vor dem 2.ten Kaffee einfach nicht runter. Aber ohne was im Magen den Tag zu starten ist suboptimal. Meine Frühstücksmuffelalternative sind Smoothies. Eine Handvoll dies, eine Handvoll jenes, etwas Flüssigkeit in den Mixer und fertig ist der Smoothie. Das Schöne daran ist, man hat unendlich viele Geschmackskombinationen und es ist eine prima Form der Obst und Gemüseverwertung.

Claudia von „Food with a view“ ist gerade auf einen Matcha-Trip. Das erinnerte mich daran, dass ich noch eine Dose Matcha im Schrank hatte. Dieser traditionelle pulverisierter (Tencha) Grüntee wird in Japan hochgeschätzt und eignet sich nicht nur zur Zubereitung von Tee, sondern passt auch wunderbar in ein Smoothie. Ich bin zwar ein Tee-Trinker aber ich bin kein Tee-Experte, geschweige denn Matcha-Kenner. Ich habe ihn letztes Jahr das erste Mal gekauft um eigentlich Matcha-Eis zu machen, was ich bisher immer noch nicht gemacht habe. Pur getrunken habe ich ihn zwar schon mal, aber ich bin ein „Tee mit Milch Trinker“ und Matcha pur war nicht so meins. Matcha-Latte gefällt mir allerdings sehr. Die Milch „neutralisiert“ die leichte bitternote und diesen süßlichen „grasigen“ Geschmack kommt gut zur Geltung. Dieser Geschmack passt auch wunderbar zu Banane

matchasmoothie

Green Matcha Smoothie

  • 1 sehr reife Banane (gefroren)
  • 1 Handvoll junger Spinat
  • 1/2 Apfel (Braeburn)
  • Wasser (ca. 1/2 Glass/100ml)
  • Milch (ca. 50ml)
  • 1/2 bis 1 TL Matcha

Alle Zutaten bis auf den Macha in den Mixer geben und pürieren. Mit der Flüssigkeitsmenge müsst ihr experimentieren, je nachdem wie dick oder flüssig ihr euer Smoothie mögt. Zum Schluss den Matcha hinzugeben und kurz durch mixen.

Ich wünsche euch einen schönen Start in den Tag.

English Version

I am not a breakfast person. In the morning my stomach is just not awake enough for toast, cornflakes and co. (ie solid foods) befor my 2nd coffee. But starting the day on an empty stomach is suboptimal.  Smoothies are a grate alternative. A handful of this, a handful of that, a little liquid in the blender and the smoothie is ready. The nice thing is, you have an infinite number of flavor combinations and it is a great form to use up fruit and vegetables.

Claudia from „Food with a view“ is on a Matcha-trip. It reminded me that I had a small tin of Matcha in the kitchen cupboard. This traditional pulverized (Tencha) green tea is highly prized in Japan and is not only suitable for tea, but also fits perfectly into a smoothie. Although I am a tea drinker but I’m no tea expert, let alone Matcha connoisseurs. The first time I bought Matcha was actually to make Matcha ice cream, which I still not have done. I’ve drunk it pure before, but I am a „tea with milk drinker“ and pure Matcha was not to my taste. But I really like Matcha latte. The milk „neutralizes“ the slight bitter note and the sweet „grassy taste“ comes out really well. This taste also fits nicely with banana flavo

Green Matcha Smoothie

  • 1 very ripe Banana (frozen)
  • 1 handful young spinach leaves
  • ½ Apple (Braeburn)
  • Water (approx. ½ Glass/100ml)
  • Milk (1/4 Glass/ 50ml)
  • ½ – 1 tsp. Matcha

Process all ingredients except the Matcha in a blender. You have to experiment with the amount of fluid, depending if you like your smoothies thick or liquid. Add the Matcha and give it a short blend.

 

Gewonnen hat…

In der Crumble Challenge habe ich euch nach euren Lieblingscrumble gefragt. Zu gewinnen gab es das schöne kleine Kochbuch „Natürlich Besser Kochen Band 2“ von Staatl. Fachingen, welches u.a. auch ein sehr leckeres Rezept für Apfel-Brombeer-Crumble enthält.

natuerlichbesserkochen2

Heute wurden unter den wachsamen Augen der anwesenden Zeugen die Lose gezogen. Vorab ein lieben Dank an alle die mitgemacht haben! So, jetzt ohne viel schnacken…die Gewinner sind:

IMG_0307

Glückwunsch an euch drei 🙂

Ich wünsche euch allen einen schönen, sonnigen Start in die Woche!

Weiße Schokolade Erdbeer Macarons

Like Eis in the Sunshine

I’m meltin‘ away on this sunny day…  Wieso gerade dieses Lied in meinem Kopf rumspukt hat eigentlich nichts mit Eiscreme zu tun, sondern mit feines französisches Gebäck: Macarons.

Gestern habe ich ein neues Macaron Grund-Rezept ausprobiert und zwar aus dem pinken Riesen „Die hohe Schule der Patisserie“ von Christophe Felder. Ich habe mir allerdings die englische Ausgabe (Patisserie: Mastering the Fundamentals of French Pastry) gegönnt, da diese nur halb so viel kostet wie die Deutsche. Etwas daraus nach zu backen, stand schon länger auf meiner Nach-Back-Liste. Eigentlich hatte ich mir auch vorgenommen erst einmal keine neuen Koch-/Backbücher zu kaufen, bis ich min. 1 Rezept aus jedem Buch meiner wachsende Sammlung nach gekocht/backen habe, aber wie es halt manchmal so ist … wie ein Kind mit neuem Spielzeug 😉

Die Kochpoetin Eva hat mit Ihren Blätterteigesskapaden mich wieder an das Buch erinnert (obwohl es im Regal eigentlich nicht übersehbar ist) und mich ermutigt doch mal was daraus etwas nach zu backen.

In dem Buch gibt es zwei Macaron Grundrezepte einmal die klassisch französische Variante und die Ital. Meringue Variante. Mit der franz. Variante (Rezept von Aurelie) hatte ich schon mal Erfolg, aber beim letzten Mal hat es einfach nicht klappen wollen. Die Küche war eingesaut und ich hatte noch nicht mal was Leckeres um mich zum Aufräumen zu animieren 😦 Also versuchte ich mein Glück mit dem Italiener. Ich hatte zwar auch ein bisserl schiss, dass es wieder nicht klappt und ich vor einer flüssigen Klebemasse (meine Küche) stehe, aber es klappe alles wie am Schnürchen.

Das Rezept war gut zu folgen, wiedersprach sich nicht, die Angaben stimmten, alles perfekt… Bis ich diese orangene Backmatte von der großen Kaffeekette einsetzte. Die erste Ladung habe ich auf ein Backblech mit Backpapier 10 Min. gebacken, die waren zwar nicht alle gleich groß oder gleichmäßig rund (Spritzbeuteldeletant), aber dafür ließen die sich super vom Backpapier lösen, sind besser aufgegangen und waren auch nicht zu weich. Die Backmattenmacarons waren jetzt per se nicht schlecht, hatten sogar den typischen Fuß, aber das Ding ist einfach unnütz. Die Backmatte werde ich entsorgen und das nächste Mal die Orientierungs-Kreise direkt auf das Backpapier zeichnen. Faulheit siegt nicht immer 😉

macarons

Das Pinke Buch bietet zwar auch eine Menge an Füllung, aber ich wollte eine mit Erdbeeren und weiße Schoki haben. Also zusammen gemanscht, geschmolzen und gerührt fertig war die Füllung. Und zwar sehr viel Füllung. Das Macaron Rezept von Felder hatte ich halbiert, aber die Füllung würde locker für die doppelte original Menge vom Rezept reichen. Da werde ich wohl dieses Wochenende noch mal Macaron backen… Oh wie schade, denken sich die Testesser, denn die kamen sehr gut an, sogar bei Süßverschmäher (ja so was gibt es)

Um den Kreis zu schließen und zurück zum Lied zu kommen, die Macarons schmecken wie Erdbeereis 😀

macarons3

Mit Karamell gefüllt schmecken die auch ganz köstlich 😉

Notiz am Rande: da meine Erdbeeren noch nicht das volle tolle Aroma hatten, habe die ich die Creme noch mit ein/zwei Tropfen Erdbeerextrakt (beim Asia-Laden gekauft) gepimt. Das hat die Masse auch noch ein bisserl mehr Farbe gegeben. Etwas davon hatte ich auch in die Macaron Masse getan, aber es war nicht genug um die Schalen pink einzufärben, die wurden ehr beige und geschmeckt hat man es eigentlich auch nicht. Mehr vom Extrakt zu nehmen, habe ich mich nicht getraut, da ich mir nicht sicher war ob der Teig dann zu flüssig wird. Die nächste Ladung werde ich einfach weiß lassen.

Weiße Schoki Erdbeer Füllung

  • 200g weiße Schokolade
  • 100g Sahne
  • 200g Erdbeeren (geputzt und geviertelt)
  • Optional Erdbeerextrakt
  • 3 Blatt Gelatine

Die Schokolade klein hacken und zusammen mit der Sahne in einem Topf geben. Bei niedrige-mittlere Hitze schmelzen und gut umrühren. Die Erdbeeren pürieren und zu der Schoki geben, alles kurz aufkochen lassen. Die Gelatine in kaltes Wasser einweichen, gut ausdrücken und in der Schoki-Erdbeer-Masse auflösen. Den Topf zur Seite stellen bis sich die Masse fest wird. Ggf. etwas Frischhaltefolie direkt drauf legen, damit sich keine Haut bildet.

Vor der Verwendung nochmal kurz mit einem Stabmixer pürieren oder kräftig durchrühren. In einem Spritzbeutel füllen und die Macarons füllen.

macarons2

Ital. Meringue Macarons (Quelle “Patisserie: Mastering the Fundamentals of French Pastry”)

Da ich keine gemahlenen Mandeln hatte, habe ich Mandelblättchen in meinem Kräuterhäcksler in kleine Portionen pulverisiert. Wer fertig gem. Mandeln nehmen will, sollte versuchen welche ohne Haut zu bekommen, dann werden die Macarons noch weißer und feiner (habe ich gehört).

Benötigtes Equipment:

Sieb

Puderzucker und gem. Mandeln muss man durch ein (Metall)Sieb „pressen“, wer keine Arni-Oberarme hat, sollte ein nicht zu feines Sieb nehmen. Ich hatte zuerst das feinere Sieb genommen, habe aber zum Glück noch ein zweites nicht ganz so engmaschiges, sonst wäre ich wahrscheinlich immer noch am sieben.

Waage

Ebenfalls wichtig ist das präzise Abwiegen des Eiweißes! Entweder gleich zwei Portionen abwiegen, oder das gesamte Eiweiß wiegen, kurz (vorsichtig) verrühren und dann in 2 gleichgroße Portionen teilen(wiegen). Das Verrühren erleichtert das Teilen der Masse.

Standmixer

Mit einem Standmixer oder zu zweit arbeiten, aber vorzugsweise den Standmixer verwenden.

Thermometer

Ein Thermometer ist unerlässlich! Entweder ein digitales Küchen-Thermometer, besser ein Zuckerthermometer verwenden.

Das ganze hört sich unheimlich kompliziert an, aber lasst euch nicht abschrecken, haltet die Anweisungen ein und nach (gefüllter) kurzer Zeit, könnt ihr leckere Macarons naschen. Die Macarons kann man auch am nächsten Tag füllen, einfach in einem luftdichten Behälter aufbewahren. Einfärben müsste natürlich auch gehen, einfach etwas Lebensmittelfarbe (besser Gel-Farben) in der fertigen Meringue-Masse einrühren.

Macaron-Masse (1/2 Menge)

  • 100g Puderzucker
  • 100g gemahlene Mandeln (z.B. selbst gemahlen)
  • 25ml Wasser (1 EL + 2 TL)
  • 100 g feiner Kristallzucker
  • 75g Eiweiß (2 x 37,5g – entspricht etwa 2 Eiweiß)

Mandeln mit dem Puderzucker mischen, in einem Zerkleinerer/Mixer geben und ca. 30 Sek. auf Max. bearbeiten. Dieses dann in eine Schüssel sieben. Wenn sich das Ganze nicht so leicht sieben lässt, noch mal kurz in den Zerkleinerer/Mixer geben.

In einem Topf Wasser und Zucker vermischen und auf mittlere-hitze unter Rühren erwärmen bis sich der Zuckeraufgelöst hat. Den Sirup dann ohne rühren kochen bis das Thermometer 118-119°C anzeigt.

Währenddessen der Sirup kocht, die Hälfte vom Eiweiß (37,5g) in den Standmixer auf höchste Geschwindigkeit schaumig schlagen, bis sich weiche Spitzen bilden. Sobald der Sirup 118°C erreicht, langsam in einem dünnen Strahl über die Seiten der Rührschüssel zum Eischnee dazu geben. Die Geschwindigkeit nicht reduzieren und weiter schlagen bis die Masse sich abkühlt.

Das Restliche Eiweiß mit einem Holzlöffel mit Puderzucker-Mandeln zu einer festen Masse verrühren. Ein Drittel der Meringue-Masse ebenfalls kräftig unterrühren. Die restliche Meringue-Masse vorsichtig unterheben.

Die Masse dann in einem Spritbeutel mit Lochtülle füllen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech ca. 3-4 cm große Kreise aufspritzen. Vorgezeichnete Kreise helfen bei der Dosierung.

Die Macaron Schalen dann im vorgeheizten Ofen bei 170°C ca. 10 bis 12 Minuten backen bzw. trocknen.

Immer nur ein(!) Backblech pro Backvorgang in den Ofen geben. Die Macarons auf dem Backblech abkühlen lassen, wenn man sie zu früh vom Backblech nimmt könnte die Hälfte auf dem Backpapier kleben bleiben.