Mein erster Gugl

Da Jahr hat zumindest für mein Bücherregal gut begonnen. Es hat 14 neue Kochbuch Schätzchen zum festhalten bekommen 😉 Einer von diesen Schätzchen war ein kleinesBackbuch, welches sammt Backform geliefert wurde. Die Deutsche Antwort auf Muffins und Co.: der Mini-Gugl. Die Gugl sind wirklich mini und eigenen sich perfekt als Keks-Ersatz für Kaffee oder Tee und sind mit einem Haps vernscht. Momentan ist mir auch mehr nach Backen als nach kochen 🙂

Das erste Rezept welches ich aus dem kleinen Backbuch „Feine Gugl“ getestet habe war der „Gugl Brombeere-Frischkäse“. Naja sagen wir mal ich hatte es vor, ich habe vergessen die im Rezept genannten Zutaten zu kaufen. Außerdem haben Brombeeren ja auch nicht Saison und die Frischen aus Chile importiert kaufe ich aus Prinzip nicht. Sauerrahm hatte ich auch nicht, also habe ich improvisiert. Vielleicht sind die durch meine Improvisation etwas klietschig geworden, oder die sollen so sein? Ich hab die ja noch nie gemacht. Vielleicht sollte ich eine Gegenprobe z.B. mit dem Möhre-Nuss Gugl machen.

gugl

Meine Improvisierte Variante ist ein Schattenmorellen-Marsala Gugl mit Schokolade überzogen. Das Ursprungsrezept soll 18 Gugl ergeben, bei mir hat der Teig nur für 15 Mini-Gugl gereicht, weil ich nicht wusste wie voll ich die Förmchen machen soll. Wie sich nach dem backen rausstellte müssen die noch so voll sein, nur knapp über den ersten Rand reicht aus.

Rezept für Schattenmorellen-Marsala Gugl

  • 200g Schattenmorellen TK
  • 1 EL (15ml) Marsala
  • Butter & Mehl für die Form (wichtig!!!)
  • 55g Doppelrahmfrischkäse
  • 20g Jogurt (Sahnejogurt oder Stichfest)
  • 1 Ei
  • 20g Puderzucker
  • 1g (Priese) Backpulver
  • 5g Speisestärke
  • 35g Mehl
  • 125g Vollmichschokolade (oder Lieblingsschoki)
  1. Die Schattenmorellen mit dem Marsala in ein Topf geben und erwärmen bis die Kirschen schön weich sind. Abkühlen lassen, oder besser noch über Nacht ziehen lassen. Die Kirschen sieben und grob pürieren.
  2. In einer Schüssel Frischkäse, Jogurt, Ei, Puderzucker gesiebt, Backpulver und Stärke cremig schlagen. Nach und nach das Mehl auf die Masse sieben und verrühren. Die Schattenmorellen unterziehen.
  3. Mit Hilfe von einem Spritzbeutel(Gefrierbeutel) in die Förmchen füllen und im 210°C vorgeheizten Backofen 15 Minuten backen. Etwas abkühlen lassen und die noch warmen Gugl auslösen und auf einem Kuchengitter vollständig abkühlen lassen.
  4. Die Schokolade über einem Wasserbad schmelzen und die Gugl damit überziehen. Schokolade festwerden lassen. Nom nom

Petit Fours

Bei meinem Weihnachtsshopping-Streifzug durch Hannover wurde ein kleiner Zwischenstopp in Friedrich Bartels Holländische Kakao-Stube eingelegt. Diese gemütliche Stube gibt es in Hannover schon über 90 Jahre und man hat das Gefühl, dass die Zeit ist stehen geblieben. Leider war das Stübchen sehr voll also haben wir nicht Platz genommen, aber die haben auch ein außer Haus-Verkauf, also wurde ein paar Petit Fours für den Späteren Verzehr eingepackt und mitgenommen. Ich sage nur köstlich.

Dies war auch meine Inspiration für meinen Beitrag zur „Küchenplausch Cocktailparty“. Küchenplausch ist eine neue Community mit dem Motto „Bei uns werden Köche Freunde“ und zum Auftakt ist doch eine Party ein muss, oder? Bei der Küchenplausch Cocktailparty werden Fingerfood und Cocktailrezepte gesucht. Petit Fours werden eigentlich zum Kaffeeplausch gereicht, aber wieso nicht auch zu einer Cocktailparty 😉


Diese Petit Fours sind süß und lecker, aber sind nicht so toll wie die von Bartels. Aber für meinen ersten Versuch ganz gut 😀

petitfour

Orangen Petit Fours (ca. 21 Stk.) Adaptiert von Küchengötter

Biskuitteig

  • 60g Mehl
  • 30g Speisestärke
  • 1 Prise Salz
  • 80g Zucker
  • 1½ TL Vanillezucker
  • 3 Eier (M)

Füllung

  • Orangen-Maracuja-Gelee* oder Orangenmarmelade
  • ca. 100g Rollmarizpan oder Marzipanrohmasse mit 20g Puderzucker verknetet

Deko

  • 200g Puderzucker
  • 3 EL Orangenlikör
  • 2 EL Wasser
  • Gelbe Lebensmittelfarbe
  • Zuckersterne
  1. Mehl und Speisestärke mischen. Zucker, Vanillezucker und Salz in einer zweiten Schüssel ebenfalls mischen. Die Eier trennen und das Eiweiß mit einem Handmixer schlagen, wenn die Masse beginnt steif zu werden, langsam das gemischte Zucker reinrieseln lassen. Die Eigelbe verrühren und langsam mit dem Eiweiß-Zucker verrühren. Das Mehlgemisch auf die Ei-Masse sieben und vorsichtig unterheben.
  2. Den Teig auf einem mit Backpapier ausgelegtes Backblech geleichmäßig verteilen und glatt streichen. Bei 180°C vorgeheizten Backofen ca. 10-15 Min. goldgelb backen.
  3. Ein weiteres Stück Backpapier auf den Teig legen, auf ein Kuchengitter stürzen und abkühlen lassen. Den Teig in 3 gleichgroße Streifen teilen.
  4. Gelee und auf 2 Streifen streichen, diese aufeinanderlegen, sodass die bestrichenen Seiten nach oben zeigen. Den dritten Streifen darauflegen. Mit einem Brett beschweren und 2 Std. kalt stellen.
  5. Das Marzipan dünn ausrollen. Noch etwas Gelee auf der Obersten Biskuitplatte dünn streichen und darauf das Marzipan legen. Überlappendes Marzipan abschneiden und die äußeren Kanten säubern. In 21 kleine Törtchen schneiden.
  6. Puderzucker in eine Schüssel sieben und mit dem Orangenlikör und Wasser zu einer dickflüssigen Masse verrühren. Ggf. etwas extra  Puderzucker oder Wasser hinzugeben wenn es zu flüssig bzw. fest ist. Den Zuckerguss mit der Lebensmittelfarbe einfärben und die Petit Fours damit rundherum bestreichen bzw. glasieren. Trocknen lassen.
  7. Noch bevor die Glasur trocken ist, die Petit Fours mit Zuckersterne verzieren und komplett trocknen lassen. Wenn vorhanden, in eckige Papiermaschetten stellen und auf einer Etagere arrangieren.

Viel Spaß beim Nachkochen

*Ach so ja, das Rezept für den Orangen-Maracuja-Gelee

  • 400ml Orangensaft
  • 4 Maracujas
  • 200g Gelierzucker (2:1)

Orangensaft mit dem Fruchtfleisch der Maracujas aufkochen. Gelierzucker hinzufügen und 1 Minute sprudelnd kochen lassen. Sofort durch ein Sieb in sterilisierte Gläser füllen und fest verschließen.

Schoko und Cranberries

Es ist Sonntag und das Wetter ist mies. Am besten kuschelt man sich auf dem Sofa ein oder man geht in die Küche und backt. Ich war heute bei meiner Küchen-Sidekick Judith und hatte dort noch frische Cranberries gelassen, außerdem gelüstetes mir nach Muffins. Kennt ihr vielleicht, die „hässliche Schwester“ der Cupcakes 😉 Ich finde Muffins haben was Ehrliches. Die kann man zu jeder Tages- und Nachtzeit ohne viel Aufwand backen und natürlich vernaschen. Cupcakes sind da schon ein bisserl versnobter. Versteht mich nicht falsch ich mag Cupcakes sehr, aber manchmal ist mir das ganze Gedöns um Topping und Deko zu viel.

schokocranbmuffin2

Einfache Cranberry-Muffins waren aber auch nicht das richtige, Schoki musste her. Also ein bisserl an den Zutaten geschraubt und raus kamen Schoko-Cranberry-Muffins. Das Rezept ist für 6 Muffins, kann aber problemlos verdoppelt werden. Die Muffins sind nicht übermäßig süß, also wer es etwas Süßer mag kann die Zuckermenge ruhig erhöhen.

Schoko-Cranberry-Muffins

  • 30g Mandelstifte
  • 100g Mehl
  • 1 gest. TL Backpulver
  • 1/2 TL Natron
  • 25g Kakao
  • Prise Salz
  • 50g Zucker
  • 1 TL Vanillezucker
  • 65g Butter (weich)
  • 2 Eier
  • 30ml Milch
  • 100g Cranberries (frisch)

Mandelstifte in eine Pfanne ohne Fett anrösten. Zur Seite stellen und abkühlen lassen. Mehl, Backpulver, Natron, Kakao und Salz vermischen. Zucker und Vanillezucker mischen. Butter mit einem Handrührgerät schaumig schlagen, dabei den Zucker reinrieseln lassen und rühren bis der Zucker gut vermischt ist. Die Eier nach und nach zugeben und solange schlagen bis die Masse heller wird und etwas an Volumen zunimmt. Das kann bis zu 5 Minuten dauern.

Das Mehlgemisch und die Milch abwechselnd zugeben und rühren bis alles vermischt ist. Nicht zu lange sonst kann der fertige Muffin  zäh werden. Die Mandelstifte und Cranberries unterheben.

Die Mischung in Muffin(Papier)Förmchen füllen und bei 160°C ca. 20 Minuten backen. 5 Minuten in der Form stehen lassen und auf einem Kuchengitter vollständig abkühlen lassen. Evtl. mit etwas Puderzucker bestäuben und genießen.

Viel Spaß beim Nachbacken und einen schönen zweiten Advent.

Weil ich es Donnerstag nicht geschafft habe einen Kuchen zu backen, gab’s ein Muffin mit Kerze. Drück dich süße!

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PAMK – In der Weihnachtsschickerei

Post aus meiner Küche kurz PAMK geht mittlerweile in die vierte Runde. Diesmal passend zur Jahreszeit heißt es „In der Weihnachtsschickerrei“. Bei der ersten Tauschaktion zum Thema Schokoladiges habe ich Teilgenommen und durfte der lieben Priscilla beschenken. Schaut mal hier und hier. Bei den letzten zwei PAMK-Aktionen „Very Berry“ und „Laß uns Picknicken“ hatte ich leider keine Zeit.  Diesmal ging mein Packte in den Süden nach Heidelberg zu der lieben Ramona.

Gleich nach der Anmeldung habe ich (bestimmt wie viele andere Teilnehmer auch) angefangen zu Überlegen was ich meiner Tauschpartnerin oder Tauschpartner (ja es haben sich auch Männer angemeldet, wieso auch eigentlich nicht 😉 ) gutes tun kann. Obwohl ich nicht wusste ob meine Tauschpartnerin Abneigung oder Allergien hatte wälzte ich schon mal meine Back- und Kochbücher, stöberte bei Pinterest oder kaufte Food-Zeitschiften. Wie sich raus stellte hat Ramona zum Glück nur eine sehr starke Abneigung gegen Kokos. Eine Gluten Allergie/-unverträglichkeit wäre echt schwieriger geworden, aber bestimmt auch machbar 🙂 Also alles was mit Koks zu tun hatte fiel raus, was ich persönlich auch nicht so schlimm finde.

Zuerst hatte ich überlegt eine kleine Kostprobe meiner Lieblingskekse wie Baisers mit Schoki und Nuss, aber die hätten den Transport, geschweige denn mich bestimmt nicht überlebt ;). Irgendwie war mir auch nicht so nach Kekse. Bei uns wird eigentlich erst ab dem ersten Advent mit der Keksbackerei angefangen. Vielleicht wissen das ja einige von euch, ich bin halbe Engländerin und da fiel mir was ein…

Packet-Inhalt: Mini Christmas Puddings, Fruitcake, (Cranberry) Mincemeat und Mascobado-Milchlikör.

Mini Christmas Puddings

In England wird zu Weihnachten „Christmas Pudding“ am ersten Weihnachtsfeiertag serviert und auch gerne mal verschenkt. Der gekaufte ist Jahrhunderte haltbar und selbst die home made Version hält sich ca. 1 Jahr oder länger. Traditionell wird mit der Chrismas Pudding Zubereitung am Sonntag vor dem ersten begonnen. Dieser Tag wird auch „Stir-up Sunday“ genannt. Der Pudding muss dann bis Weihnachten reifen. Christmas Day wird er im Dampfbad erwärmt, mit Brandy übergossen und angezündet *yeah*. Ich habe es echt überlegt einen Original Christmas Pudding zu machen, aber ich wollte das Ramona dann nun nicht antun bis Weihnachten mit dem Verzehr zu warten. Stattdessen gab es Mini Christmas Puddings. Die sind eigentlich keine echten Christmas Puddings, sondern Trüffel aus Früchtekuchen mit Schokolade überzogen. Die fand ich auch viel niedlicher 😉

Rezept hier entlang

Die Puddings kann man auch als Cake-Pops zubereiten, sehen süß & lustig aus, aber ich bin kein Cake-Pop-Girl. Ich mag es meine schokoverschmierten Finger abzuschlecken 😉 Außerdem sind die völlig unpraktisch wenn man die Dinger verschenken oder transportieren möchte. Das waren meine ersten Cake-Pops, mal sehen ob es die letzten bleiben… OK, check, next please…

Fruitcake

Fruitcake ist auch ein traditioneller Weihnachtskuchen. Das ist sozusagen die englische Antwort auf Stollen. Es gibt die in hell oder dunkel je nachdem ob man weißen oder braunen Zucker verwendet hat. Das Rezept und die Zubereitung kann je nach Region oder Familie unterschiedlich sein, aber alle verwenden kandierte Früchte und natürlich den einen oder anderen Tropfen Brandy. Die Basis der Mini Christmas Puddings Trüffel ist Fruitcake. Hier einen guten Früchtekuchen zu bekommen hat sich als äußerst schwierig gestaltet. Also habe ich ihn selbst zubereitet. Bei dem lesen des Rezeptes habe ich leider nicht ganz aufgepasst. Benötigt habe ich einen (!) Früchtekuchen, die Menge reichte aber für 3 (!) Kasten-Kuchen (oder 9 Mini-Kasten), also habe ich der Ramona auch noch ein bisserl Kuchen eingepackt. Der Kuchen ist echt lecker, feucht, fluffig, würzig und schmeckt tausendmal besser als gekaufter. Mir schmeckt auch besser als Stollen.

Rezept hier entlang

Cranberry Mincemeat

Eigentlich wollte ich Mince Pies machen, aber ich war mir nicht so sicher wie diese den Versand überstehen würden. Also habe ich Ramona zu dem Glas Mincemeat einzwei Mince  Pie Rezepte beigelegt. Entgegen dem Namen ist da kein Fleisch drin 🙂 Diese kleinen Küchlein mit Früchtefüllung haben wie Christmas Pudding und Fruitcake eine ähnlich lange Geschichte und Tradition in England.

Rezept hier entlang

Mascobado Milch-Likör

Da man und vor allem die Engländer zu Weihnachten gerne mit einem Likörchen anstoßen, gab es noch ein Fläschen Milch-Likör. Das Rezept ist wunderbar einfach und lässt sich vielfältig abwandeln. Durch die Milch wird der verwendete Wodka ganz weich und geschmeidig.

Rezept hier entlang

Da dieser Post schon Überlänge hat, hat jedes Rezept einen eigenen Post bekommen.

PAMK – Fruitcake

Fruitcake ist auch ein traditioneller englischer Weihnachtskuchen. Das ist sozusagen die englische Antwort auf Stollen. Es gibt die in hell oder dunkel je nachdem ob man weißen oder braunen Zucker verwendet hat. Der Kuchen ist echt lecker, feucht, fluffig, würzig und schmeckt tausendmal besser als gekaufter. Mir schmeckt auch besser als Stollen.

Warnhinweis: Die angegebene Menge reicht  für 3 (!) Kasten-Kuchen (oder 9 Mini-Kasten). Die Menge lässt sich auch sehr gut halbieren.

Adaptiert von Sharon Holmes via Hairy Bikers‘ Meals on Wheels (BBC). Auch hier habe ich den Brandy mit Cognac ersetzt. Ersatzweise würde Brandwein auch gehen. Lasst euch nicht von der Menge der Zutaten abschrecken, die Zubereitung ist sehr einfach. Die Menge der Früchte und Nüsse kann man variieren, solang die (ersten 7 Zutaten) 900g ergeben.

Boiled Fruitcake

  • 150g Korinthen
  • 150g Sultaninen
  • 200g Haselnüsse, gehackt
  • 140g Pecan-Nüsse, gehackt
  • 60g Para-Nüsse, gehackt
  • 100g Orangeat
  • 100g Zitronat (Sukkade)
  • 350g Sucanat (Voll-Rohrzucker)
  • 350g Butter
  • 1 TL Natron
  • 250ml kaltes Wasser
  • 250ml Cognac
  • 480g Mehl
  • 4 Eier, verquirlt
  • 1 Pk. Backpulver
  • 1 TL Lebkuchen-Gewürz
  • 200g Beleg-Kirschen

Früchte, Nüsse, Zucker, Butter, Natron, Wasser und Cognac in einem (sehr) großen Topf  gut vermischen und aufkochen. Die Masse wird dabei hoch Schäumen, also sollte der Topf groß genug sein. Den Topf vom Herd nehmen und abkühlen lassen. Wenn die Masse abgekühlt ist die restlichen Zutaten hinzufügen und gut durchmischen. In gefettete Kastenformen oder mini Kastenform füllen und bei 150°C ca. 1,5 bis 2 Std. backen. Stäbchenprobe machen.

Gegessen wird der Früchtekuchen pur, mit Vanillesoße (Custard) oder Brandy Butter (süße Butter mit Brandy). Dieser Kuchen ist auch die Basis für die Mini Christmas Pudding Trüffel oder Cake-Pops

Weitere PAMK – In der Weihnachsschickerei Rezepte:

PAMK Runde 4 – Zusammenfassung

Mincemeat

Mini Christmas Puddings

Mascobado Milchlikör

PAMK – Cranberry Mincemeat

Mincemeat ist die Füllung für Mince Pies. Hat nichts mit Fleisch zu tun 😉

Rezept stammt von Nigella Lawson, hier mit einer leichten Abwandlung meinerseits. Ursprünglich verwenden die Engländer Brandy, aber ich hatte keins und habe Cognac verwendet. Weinbrand würde auch funktionieren, denk ich.

Cranberry Mincemeat

  • 75g Sucanat (Voll-Rohrzucker)
  • 60ml Portwein
  • 300g frische Cranberries
  • 1 TL Zimt (gemahlen)
  • 1 TL Ingwer (gemahlen)
  • ½ TL Nelken (gemahlen)
  • 75g Korinthen
  • 75g Sultaninen
  • 30g getrocknete Cranberries
  • Abrieb ½ Orange
  • Saft 1 Orange
  • 25ml Cognac
  • einige Tropfen Mandelaroma
  • ½ TL Vanille Extrakt
  • 2 EL Honig

In einem großen Topf den Zucker und Portwein mischen und auf niedrige Hitze den Zucker auflösen. Die Cranberries hinzufügen und umrühren. Dann Zimt, Ingwer, Nelken, Korinthen, Sultaninen, Abrieb und Saft der Orange hinzugeben und alles gut verrühren. Die Masse ca. 20 Minuten köcheln lassen, bis die Cranberries zusammen gefallen sind und das Meiste der Flüssigkeit aufgesaugt ist. Ggf. mit einem Holzlöffel die Früchte zerdrücken.

Den Topf vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen. Cognac, Vanille Extrakt und Honig hinzufügen und alles gut umrühren. In einem Glas mit festschließendem Deckel löffeln.

Das Mincemeat ist ca. 2 Wochen im Kühlschrank haltbar.

Weitere PAMK – In der Weihnachsschickerei Rezepte:

PAMK Runde 4 – Zusammenfassung

Fruitcake

Mini Christmas Puddings

Mascobado Milchlikör

Brownies für Chocoholics

Manch mal hat man so richtig Lust auf Schoki und ein Stücken (oder eine Tafel) der Lieblings-Schokolade bringt nicht den richtigen Kick. Gegen diese Schoko-Cravings habe ich was für euch: Chocoholic Brownies. In diesen Brownies wird fast 3 Tafeln Schoki verarbeitet. Nur zum Spaß habe ich noch getrocknete Schwarzkirschen dazugegeben, aber diese kann man auch durch frische oder wahlweise gehackte Walnüsse oder sonstige Nüsse ersetzten oder ganz weg lassen.

Zu Brownies habe ich eine ganz nostalgische Beziehung. Das war mein erster „Kuchen“, ich war 11 oder 12 glaub ich. Das Rezept stammte aus mein erstes Kochbuch, welches ich immer noch habe. Meine Schwester würde sagen, dass es Ihr gehörte, aber wer hats denn nun im Regal ;). Das kleine Büchlein hat 31 Kinder gerechte Rezepte mit süße Illustrationen.

Nun ja, diese Brownies stammt allerdings nicht aus mein Kinderkochbuch. Wenn Ihr diese super schokoladige Brownies backen wollte, bitte beachtet folgende Warnung. Und sagt nicht ich hätte euch nicht vorgewarnt!

WARNUNG: diese Brownies sind suuuper schokoladig und süß! Beim nächsten mal würde ich die Zuckermenge reduzieren. Er ist nach dem Backen innen noch sehr matschig. Also komplett auskühlen lassen, in Quadrate schneiden und noch etwas stehen lassen! Wer das absolut nicht mag, sollte die Backzeit etwas erhöhen.

Chocoholic Brownies (adaptiert von Eric Lanlard „Home Bake“)

  • 185g Butter
  • 185g dunkel Schokolade (70%)
  • 85g Mehl
  • 40g Kakao
  • Prise Salz
  • 50g weiße Schokolade
  • 50g Milch-Schokolade
  • 3 Eier
  • 150g weißer Zucker
  • 75g Vollrohrzucher (Muscobado)
  • 100g getrocknete Schwarzkirschen (optional)

Ofen auf 170°C vorheizen. 22x22cm Brownie-Blech (o.ä.) einfetten und mit einem Streifen Backpapier auslegen. Hiermit kann man dann die Brownies nach dem Backen leichter aus der Form bekommen, also an den Seiten etwas Papier überstehen lassen.

Die Butter würfeln und zusammen mit der in Stückchen gebrochenen Schokolade in einer Schüssel über ein Wasserbad schmelzen. Gelegentlich umrühren. Schüssel vom Topf nehmen und etwas abkühlen lassen.

Mehl und Kakaopulver in eine weitere Schüssel sieben. Eine Prise Salz dazugeben und zur Seite stellen. Die restliche Schokolade in Stückchen hacken, zur Seite stellen.

Eier mit dem Zucker schaumig schlagen. Die Ei-Masse ist fertig wenn sie eine hell karamellige Farbe und das doppelte Volumen hat. Vorsichtig die lauwarme Schokolade unterrühren. Am besten mit einem Teigspachtel. Das Mehlgemisch vorsichtig unterheben. Zum Schluss die gehackte Schokolade und Kirschen unterrühren. Den Teig in die Backform geben und glatt streichen.

Bei 170°C ca. 30 Minuten backen. Fertig sind die Brownies wenn die Kruste etwas aufgebrochen ist und innen noch etwas matschig. In der Backform komplett abkühlen lassen, dann erst entfernen und in Quadrate schneiden. Mit Sahne oder Eis oder pur vernaschen. Die schmecken auch sehr gut mit mein Orangen-Maracuja-Sirup.

Viel Spaß beim Nachkochen

Flüssige Sonne

Es ist draußen richtig ungemütlich geworden. Am liebsten kuschele ich mich in eine Decke bewaffnet mit einem leckeren Apfel oder frischen Pfefferminztee und einem guten Buch auf mein Sofa ein. Wenn die Sonne scheint macht mir die Kälte nichts aus, aber dieses nass-kalte Wetter ist echt fies. Umso mehr freut man sich über jeden Sonnenstrahl. Wenn es euch auch so geht, habe ich genau das richtige für euch: Sommer aus der Flasche. Nein keinen Selbst-Bräuner sondern Orangen-Maracuja-Sirup.

Die Inspiration für den Sirup habe ich aus dem neuen Food-Magazin „deli“ von „essen & trinken“ bekommen. Das deli-Rezept war für einen Orangen-Aperitifs „Ingwer-Incident – Prosecco mit Organgen-Ingwer-Rosmarin-Sirup. Frischer Ingwer habe ich zwar immer im Haus, aber ich hatte auch sehr reife Maracujas die ich irgendwie verarbeiten musste. Reife Maracujas sehen so aus als ob sie extreme Cellulite haben 😉

Flüssige Sonne ca. 250ml

  • 400ml frischer Orangensaft (Direktsaft aus dem Kühlregal)
  • 4 reife Maracujas
  • 100g Zucker
  • 2 Zweige Rosmarin

Den Orangensaft durch ein feines Sieb geben um das Fruchtfleisch zu entfernen. Maracuja-Fruchtfleisch aus der Schale höhlen und in einem kleinen Sieb den Saft von den Kernen pressen, die Kerne aber nicht entsorgen. Den Zucker in einem Topf bei mittlere Hitze goldbraun Karamellisieren. Mit dem Orangensaft vorsichtig ablöschen, dabei stetig umrühren. Alles so lange kochen bis der Zucker sich aufgelöst hat. Maracuja-Saft, Maracuja-Kerne und Rosmarin in dem Topf zugeben. Den Sirup auf die Hälfte einkochen. Die Kerne und Rosmarin raussieben und in eine sterilisierte Flasche füllen.

Der Sirup passt wunderbar zu Prosecco. Hierbei den Sirup am besten min. Stunden im Kühlschrank kalt stellen. 2 EL in einem Sekt-Glas geben, mit Prosecco auffüllen und mit den Mädels genießen. Egal ob Warm oder kalt passt der Sirup auch sehr gut zu Eis und besonders gut als Nachtisch zu Schoko-Muffins.

Ich habe mir vor kurzem ein „Riesen-Muffin Blech zugelegt. Die „normal“ großen Muffins sind zwar auch super, vor allem wenn man Cupcakes backen will, aber ich komm mir immer ein bisserl verfressen vor wenn ich mehr als eins verdrücke (grins). Bei einem Riesen-Muffin langt einer allemal (naja meistens). Das folgende Rezept habe ich aus „The complete Magnolia Bakery Cookbook“ umgerechnet und adaptiert. Damit die Muffins wirklich gut gelingen, ist es wichtig dass alle Zutaten Zimmertemperatur haben.

Rezept für 12 Schoko-Muffins

  • 170g Schokolade (70% Kakaoanteil)
  • 240g Mehl
  • 1 TL Natron
  • 225g weiche Butter
  • 180g brauner Vollrohrzucker
  • 4 Eier (L)
  • 240ml Milch
  • 1 EL Zitrone
  • 1 TL Vanille Extrakt
  • 12 Stückchen Schokolade

Schokolade in einem Wasserbad schmelzen und ca. 5-10 Minuten abkühlen lassen. Mehl in eine kleine Schüssel sieben mit dem Natron mischen und zur Seite stellen. Butter in einer großen Schüssel (Stand-Rührschüssel) rühren bis es glatt ist. Zucker hinzufügen und ca. 3 Minuten cremig schlagen. Eier nach und nach hinzufügen und weiter schlagen. Schokolade hinzufügen und alles gut verrühren. Milch und Zitrone mischen und 3-5 Minuten stehen lassen (oder Buttermilch verwenden). Abwechselnd Mehl und Milch zu dem Schokogemisch geben und alles gut unterrühren. Den Teig in die vorbereiteten Förmchen ca. zu 3/4 füllen. In jedem Förmchen ein Stückchen Schokolade drücken. Bei 180°C ca. 25 Minuten backen, oder bis zur „Positiven Stäbchenprobe“.

Abkühlen lassen und mit dem Orangen-Maracuja-Sirup übergießen. Mmmmh lecker. Und weil der Sirup so schön orange ist, habe ich es auch beim „Cookbook of Colours“ Orange eingereicht.
HighFoodality Blog-Event Cookbook of Colors

Viel Spaß beim Nachkochen

Käsekuchen auf amerikanisch

Ich liebe Käsekuchen! Da bin ich glaub ich nicht ganz alleine. Auf fast jeder Feier ist der Käsekuchen immer als erstes aufgefuttert. Am liebsten mag ich den Käsekuchen von meiner Mama, der ist ähnlich wie der von Chaosqueen. Nur Käsekuchen mit Mandarinen (besonders Dosen Mandarinen) find ich ekelig. Aber es gibt so viele köstliche Arten und Variationen von Käsekuchen, wie das Blogevent – Der perfekte Käsekuchen von Alice im kulinarischen Wunderland vergangenen Juni zeigt. Dort findet ihr 94(!) Käsekuchen zur Auswahl, mit oder ohne Boden, mit Schokolade, mit Früchte, vom Blech, als Cupcake oder die amerikanische Variante Cheesecake. Die sehen alle super lecker aus. Wenn man jedes Wochenende ein Rezept nachbackt, würde man für alle Rezepte fast 2 Jahre brauchen!

Das einzige Problem ist, ein Kuchen für eine kleine Kaffeerunde von 4 Personen oder als Nachtisch ist einfach zu viel. Nun gut den Rest könnte man am nächsten Tag oder als Mitternachtssnack verspeisen, aber der nächste Sommer kommt bestimmt ;). In einem der unzählichen Food & Life-Style Magazine (vielleicht war es Living at Home, ich weiß es nicht mehr)  hab ich den perfekten Nachtisch Cheesecake gefunden. Im Gegensatz zum Käsekuchen meiner Mama, enthält der Cheesecake wirklich Käse und zwar Frischkäse 😉

Der Cheesecake-To-Go. Der Clou: er wird in Weck-Gläser gebacken. Wenn man diese verschließt hat man auch einen tollen Nachtisch für z.B. ein Picknick. Ich habe diesen leckeren Nachtisch als Teil eines kleines „Willkommen Zuhause-Menu“ (Ofenkäse, Baguette zum aufbacken) bei meine besten Freunde im Kühlschrank gelegt. Eins habe ich allerdings selbser verputzt. Gekühlt ist der Cheesecake im Glass 3 Tage haltbar.

Cheesecake-To-Go fur 4 (WECK-Sturzglas 290 ml, Rundrand 80)

  • 150g Magerquark
  • 300g Frischkäse
  • ½ TL Vanilleextrakt
  • 30g Zucker
  • 20g Mehl
  • 1 Ei (L)
  • 8 (Hafer)Kekse
  • 40g Butter, flüssig
  • 1 EL Zucker
  • 200ml Marsala
  • 300g Himbeeren (TK)
  • 1 gestr. TL Speisestärke

Magerquark, Frischkäse, Vanille-Extrakt, Zucker und Mehl gut mischen. Das Ei unterrühren und gleichmäßig auf die Gläser verteilen. Im auf 160°C (Umluft 140°C) vorgeheizten Ofen auf der mittleren Schiene ca. 20 Minuten backen. Abkühlen lassen.

Die Kekse zerkrümeln, aber nicht zu Staub verarbeiten, mit der Butter vermischen und auf einem mit Backpapier ausgelegtes Backblech verteilen und 10 Minuten bei 160°C (Umluft 140°C) backen. Abkühlen lassen.

1 EL Zucker in einem Topf schmelzen, den Marsala zugeben und auf die Hälfte einkochen. Die tiefgefrorenen Himbeeren dazugeben und 10 Min. köcheln lassen. Die Speise Stärke mit etwas Wasser verrühren und zu den Marsala-Himbeeren dazugeben, kurz aufkochen und komplett abkühlen lassen. Ggf. durch ein Sieb passieren um die Körner zu entfernen.

Die Marsala-Himbeer-Sauce auf die Gläser verteilen und mit den Kekskrümeln bedecken. Die Gläser verschließen oder gleich verspeisen.

Die Himbeeren kann man auch mit Kirschen oder anderes Obst ersetzen.

Viel Spaß beim Nachkochen.

Tres Baguette

Am Wochenende gab es bei mir Coq au Vin. Natürlich darf zu solch einem Essen Baguette nicht fehlen. Bei Chefkoch habe ich ein tolles Rezept gefunden „Baguette á la Koelkast„. Allerdings hatte ich nicht genug „Standard“ Mehl, also musste ich etwas Experimentieren. Naja nicht wirklich, in mein Salbei-Pesto-Baguette habe ich schon mal Nudelmehl verwendet und es wurde auch ganz gut. Frau Koelkast’s Rezept verlangt nach 1 ganzen Hefewürfel (42g), aber ich finde dann wäre der Hefe Geschmack zu stark, also habe ich es halbiert.

Alles in allem super lecker und viel bleib nicht übrig. Das Schöne an der Zubereitung ist, dass das Baguette aufgerollt und nicht einfach nur geformt wird. Somit kann man es auch z.B. mit Pesto bestreichen.

Ich hab drei Varianten gebacken, 1 ohne alles, 1 mit Salbei & Knoblauch und 1 mit getrockneten Tomaten & Knoblauch.

Tres Baguette

  • 275g Mehl
  • 275g Spätzle/Nudel-Mehl (Typ 550)
  • 1 TL Zucker
  • 21g frische Hefe (1/2 Würfel)
  • 1 ½ TL Salz
  • 350ml warmes Wasser (knapp)
  • Salzwasser

In eine Schüssel Mehl hineingeben, eine Mulde hinein drücken, Hefe hinein bröseln, Zucker darauf geben und mit etwas Wasser und Mehl verrühren. Vorteig ca. 15 Minuten gehen lassen.

Salz in das Mehl streuen. Nach und nach das restliche Wasser hinzugeben und kneten bis der Teig zusammen kommt. Den Teig in der Schüssel abdecken und gehen lassen bis sich das Volumen verdoppelt hat.

Den Teig aus der Schüssel nehmen und auf einer bemehlten Flache durchkneten und in 3 gleich große Stücke teilen. Jedes auf ca. 20x40cm ausrollen, ggf. mit Pesto oder Kräuter usw. bestreichen und von der Längsseite locker aufrollen. Die Rollen auf einem Backblech legen und jedes 4-5-mal schräg einschneiden. Ca. 20-30 Minuten abdecken und gehen lassen.

Jede Rolle mit Salzwasser bepinseln, dabei die Einschnitte auslassen und bei 220°C im vorgeheizten Backofen ca. 25 Minuten backen. Nach 15 Min wieder mit Salzwasser bepinseln.
Viel Spaß beim Nachkochen