Schokoladenkuchen!

Es klingelt an der Tür.

„Hallo?“ rauscht es in der Gegensprechanlage.

„Überfallkommando!“

„Äh…okay. Kommt rein.“

So oder so ähnlich haben einige Freunde und ich einen lieben Freund zu einem nachträglichen Geburtstagsbesuch überfallen. Als eine kleine Entschädigung gab es natürlich auch Kuchen. Ich wüsste nicht genau ob das Geburtstagskind einen Lieblingskuchen hat, aber dachte mir mit Schokoladenkuchen liegt man eigentlich nie daneben.

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Der Plan war eigentlich einen Schokokuchen mit Erdbeer-Mascarponecreme-Füllung, aber die Erdbeeren habe ich am Tag zuvor vernascht und die Mascarpone war abgelaufen. Für einen mega aufwendigen Kuchen war die Zeit nach Feierabend auch einfach zu knapp. Auf der Suche nach Inspiration bin ich bei Donna Hay’s Seite gelandet, genauer gesagt bei Ihrem „four tier chocolate layer cake„. Das Rezept für ihren 4-lagigen Kuchen ist für eine (bzw. zwei) 12cm Backform ausgelegt. Ich habe den Kuchen in einem Schwung in eine 18cm Springform gebacken, da ich nur die eine Backform habe. Somit hatte der Kuchen dann „nur“ 2 Lagen. Der fertige Kuchen war oben auch gewölbt, aber den habe ich einfach wech gesäbelt und beim Anrühren der Frischkäsefüllung vernascht.

Beim Transport sollte man auch vorsichtig sein, vor allem wenn der Kuchen nicht nach dem Zusammenbau gut durchgekühlt wurde. Die oberste Lage kann leicht verrutschen, also vorsichtig mit Gas & Bremse 😉

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Schokoladenkuchen mit Schokoladenfrischkäsecreme

Schokoladenkuchen

  • 125ml Wasser
  • 60g Butter
  • 2 EL Kakaopulver (nicht Kaba)
  • 150g Mehl
  • ½ TL Natron
  • 200g Zucker (fein)
  • 1 Ei (L)
  • 60ml Buttermilch
  • ½ TL Vanillepaste

Den Ofen auf 150°C vorheizen.

Wasser, Butter und Kakaopulver in einem Topf geben und auf mittlere Hitze rühren bis die Butter vollständig geschmolzen ist.

Mehl, Natron und Zucker in eine Schüssel verrühren. Die Kakaomasse mit einem Schneebesen unterrühren. Ei, Buttermilch und Vanillepaste dazugeben und alles gut verrühren.

Die Masse in eine leicht gefettete 18cm Springform geben. Bei 150°C ca. 60 Minuten oder bis zur positiven Stäbchenprobe backen. Den Kuchen noch 5 Minuten in der Form ruhen lassen und dann auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Schokoladenfrischkäsecreme

  • 50g weiche Butter
  • 250g Frischkäse (z.B. Philadelphia)
  • 160g Puderzucker (gesiebt)
  • 30g Kakaopulver
  • Prise Salz
  • 1 TL Vanillepaste

Butter mit Frischkäse mit einem Standmixer cremig rühren (ca. 6 Minuten). Puderzucker, Kakaopulver, Salz nach und nach hinzufügen und weitere 6 Minuten rühren lassen. Zum Schluss die Vanillepaste unterrühren.

Zusammenbau

Die Oberfläche vom Kuchen begradigen (gewölbten Deckel vorsichtig abschneiden) und vorsichtig in zwei gleichgroße Scheiben teilen. Die unter Scheibe auf einem Kuchenteller legen und großzügig (ca. 2/3) mit der Schokocreme bestreichen. Die zweite Lage vorsichtig auf die Creme legen, zurechtrücken und leicht andrücken. Die restliche Creme auf die 2. Lage verteilen und mit Schokospäne dekorieren. Mindestens 1 Std. kalt stellen.

Kaffeeklatsch am Sonntag

Heute zeigt 3sat im Rahmen ihres Thementages „Kaffeehaus G’schichten“ den ganzen Tag Berichte und Sendungen rund ums Kaffee. Eigentlich auch nicht verwunderlich, da Kaffee noch vor Bier das Liebste-Getränk der Deutschen ist.  Schon im 17 Jhd. wurden Damen aus gutem Hause zum Kaffeekränzchen eingeladen, da es sich für Frauen ja auch nicht schickte in den öffentlichen Kaffeehäusern dieses anregendes Heißgetränk zu konsumieren. Sozusagen als Pendant zum Männer Stammtisch. Ich weiß nicht ob heutzutage immer noch das Kaffeekränzchen oder Kaffeeklatsch mit festen Mitgliedern und Termine zelebriert werden, vielleicht noch unter ältere Generationen. Sonntags zum Kaffee & Kuchen einzuladen oder eingeladen zu werden ist aber was Feines. Ich finde es hat nichts mit Spießigkeit zu tun, denn wer isst nicht gerne mal ein schönes Stück Kuchen zum Kaffee in gesellige Runde und die Männer sind dabei natürlich auch herzlich willkommen 😉

Um diesen Sonntag (der heute seinen Namengerecht wird) zu zelebrieren gab es meinen Lieblingskuchen: Erdbeerkuchen natürlich mit Biskuit und Pudding. Normalerweise nehme ich zum Kuchen backen gerne eine kleine 18 cm Backform, aber für Erdbeerkuchen dann doch lieber etwas größer NJAM 😀 Das Rezept habe ich bei „Frag Mutti“ gefunden und habe die Menge für eine 26er Form verwendet, aber der Boden war ganz schon dick. Fast dicker als die Erdbeerschicht. Ich mag’s lieber wenn der Boden etwas dünner ist. Beim nächsten Mal werde ich das Rezept auf 2 Eier „umrechnen“ und evtl. größere Erdbeeren. Ich habe zwar zig verschiedene Backformen, aber keine „Tortenboden-Form“, also habe ich eine Springform verwendet. In den Kommentaren stand, man sollte die Form nicht einfetten und somit sollte sich beim Backen automatisch einen Rand bilden (weil er fest klebt), aber anscheinend ist die Anti-Haftbeschichtung bei meiner Springform noch super in intakt. Mein Boden hatte wohl deswegen auch keinen erhöhten Rand oder Mulde. Wer einen „sauberen“ Erdbeerkuchen will, sollte beim Belegen einen Tortenring verwenden. Ich habs aus Mangel an einem nicht getan, aber ich finde so sieht er noch ein bisserl rustikaler aus 😉

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Biskuitboden für Erdbeerkuchen

  • 3 Eier (L)
  • 90g Zucker
  • 1 TL Vanillezucker
  • 90g Mehl

Die Eier trennen. Eiweiß und Zucker mit dem Handrührer steif schlagen bis sich spitzen bilden. Die Eigelbe verquirlen und auf niedrige Stufe unter das Eiweiß rühren. Das Mehl auf die Masse sieben und mit einem Schneebesen unterheben.

Den Boden der Springform mit Backpapier auslegen und den Teig geleichmäßig einfüllen und glatt streichen.

20-30 Minuten auf unterste Schiene bei 175°C backen. Nach 20 Minuten nachschauen ob er nicht zu dunkel wird, ggf. mit einem Zahnstocher kontrollieren (Stäbchenprobe) ob das Biskuit schon fertig ist.

Wünsche euch einen sonnigen Sontag!

English Version

Today 3sat (German TV station) shows as part of their theme day „Coffee Tales“ the whole day reports and broadcasts about coffee. This is actually not really surprising, since coffee is the favored drink of the Germans even before beer. In the 17th century women from good situated houses were offen invited for tea parties (in Germany called Kaffekraenzchen).  In that time it was frowned upon or not appropriate for a lady to be seen in a public coffee house and to consume this stimulating hot drink. The “Kaffeekranzchen” were sort of like a counterpart to the men`s “Stammtisch”. I’m not sure if the tea party with its fixed members and scheduled dated is still celebrated today, maybe with some older generations. But to invite or get invited on Sundays for coffee & cake is something nice. I don’t think it is old-fashioned… well who doesn’t like to eat a nice piece of cake with coffee in nice company and men of course are also welcome 😉

To celebrate this Sunday (today it’s consistent with its namesake) I baked my favorite cake: strawberry cake with sponge and custard. Normally I like to bake a cake in small 18 cm baking pans, but for strawberry cake I prefer slightly larger pans 😉 MORE CAKE! The recipe for the sponge cake I found at „Frag Mutti“ (ask mom). I used the amount recommended for a 26cm baking pan, but the finished sponge was quite high. Almost thicker than the strawberry layer. I like it better when the ground is slightly thinner. Next time I’ll convert the recipe down to 2 eggs and possibly use larger strawberries. Although I have dozens of different baking pans, I don’t have a „pie crust“ shape, so I used a springform pan. In the comments someone said, you should not grease the mold and there would automatically form an edge (because its stuck to the sides) while baking, but apparently the non-stick coating of my springform pan is obviously still in great shape. That’s probably why my sponge had no raised edges. If you want a „clean“ strawberry cake, you should use a cake ring for assembling the topping. I didn’t have one handy, but I like it when it looks a little bit rustic ;).

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Biscuit base for strawberry cake

  • 3 eggs (L)
  •  90g sugar
  • 1 teaspoon vanilla sugar
  • 90g flour

Separate the eggs. Beat egg whites and sugar with hand mixer until stiff peaks form. Whisk the egg yolks and stir into the egg whites on low setting. Fold in the flour with a whisk.
Line the bottom of the springform pan with baking paper and pour in the batter evenly and smooth.
Bake for 20-30 minutes at 175 ° C on the bottom rack until its light brown. Check after 20 minutes if it is not too dark, possibly with a toothpick to see if the sponge is ready.

Schachbrett zum Geburtstag

Ich weiß schon wieder Kuchen, aber diese Woche hatte mein bester Freund Geburtstag und da muss natürlich ein Geburtstags-Kuchen her. Letztes Jahr gab es die mega Farbbombe – der Rainbow Cake mit 6 verschiedenfarbigen Lagen. Damit war die Messlatte schon hochgelegt und ich wollte es dies Jahr auch unbedingt übertreffen. Wäre ja sonst langweilig, oder? Außerdem habe ich dank dieses Blogs über das letzte Jahr sehr an meine Backfertigkeiten gearbeitet ;). Das Schöne an dem Rainbow Cake war der Überraschungseffekt…von außen war der Kuchen etwas unscheinbar und erst durch das Anschneiden kamen die quietsch bunten Lagen zum Vorschein. Ihr hättet mal das Gesicht des Geburtstagskindes und Gäste sehen sollen. Genau dafür hatte sich die Arbeit gelohnt. Genau diesen Effekt wollte ich dieses Jahr wiederholen. Ich habe in den Wochen vor dem Geburtstag schon angefangen zu überlegen wie ich das anstellen sollte. Viele Inspirationen bei Pinterest, Tastespotting, Foodgawker und Co. angeschaut, aber es letztendlich doch in einem meiner zahlreichen Backbuch gefunden.

Als ich das erste Mal „Bake it like you mean it“ von Gesine Bullock-Prado in den Händen hielt, hatte ich mich direkt Verliebt. Alleine schon das Kuchenkunstwerk auf dem Cover hat mich begeistert. Im englischen Sprachraum sagt man zwar „never judge a book by its cover“, aber alleine schon wegen dem Cover ist das Buch in meinem Einkaufswagen gewandert und es hält was es verspricht. Neben den aufwendig konstruierten Kuchen mit dem WOW-Effekt, findet man auch „einfaches“ wie  Meringue Tarts, Angelcake, verschiedene Cheesecakes oder Bienenstich. Eigentlich wollte ich den Kuchen vom Cover baken, aber diese Challenge hebe ich mir auf für ein Tag an dem ich mehr Zeit als ein paar Stunden nach Feierabend habe und ehrlich gesagt habe ich mich daran nicht getraut ;).

Meine Wahl fiel auf das Checkerboard (Schachbrett Kuchen). In dem Buch kommt es eigentlich als eine Art „Bauanleitung“ daher. Für den Kuchenteig und Buttercreme wird das Rezept auf der vorherige Seite „Interior Hart“ empfohlen und dann wie in dem Tutorial weiter verarbeitet. Leider fehlt in der Bauanleitung ein wesentliches Detail: die Teig-Menge reicht für 2 Schachbrett Kuchen mit je 4 Lagen und 15cm Durchmesser. Ich wollte ja wie auf dem Bild in der Anleitung ein kleinen Kuchen und keine riesen Torte backen. Dies hätte ich auch schon merken sollen als ich die Zutaten-Liste durchgelesen habe. 450g auf 800g Zucker und 10 ganze Eier… mal davon abgesehen, dass mein Standrührer solche Mengen nicht ohne weiteres verarbeiten kann.

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Die Menge an weiche Butter mit dem Zucker cremig zuschlagen war eine echte Herausforderung für meinen „normalen“ Standmixer und schon gar nicht in den angegebenen 5-10 Minuten zu erreichen. Ich habe mich echt gewundert, dass sie dabei nicht mit qualmend den Geist aufgegeben hat, aber irgendwann nach einer gefühlten Ewigkeit habe ich es geschafft und habe auch noch die 10 Eier nach einander hinzugefügt. Soweit so gut, allerding sollte dazu noch Mehl und Buttermilch kommen und das hätte meine doch recht große Rührschüssel gesprengt. Also Plan B. Ich habe die Eier-Butter-Masse abgewogen, auf zwei Schüssel aufgeteilt und mit der halben Menge an Mehl und Buttermilch fertig gerührt. Die andere Hälfte wollte eigentlich nicht einfach weg kippen, also wurde der auch zu einem Teig verarbeitet. Kuchen kann man schließlich in Frischhaltefolie eingepackt ja gut einfrieren oder man macht daraus Cake Pops oder Rumkugeln.

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Nachdem ich die zwei Teig Portionen fertig gerührt hatte, stellte ich allerdings fest, dass ich doch Beide brauche, denn sonst wäre der Teig auf meinem Standard Backblech bestimmt zu dünn ausgelaufen. Vielleicht auch nicht, aber ich wollte das nicht riskieren. Der Teig sollte sowieso zweigeteilt werden, also habe ich mir zumindest den Schritt schon mal gespart 😉 Nach dieser Erfahrung mit den Teig-Mengen hatte ich vorsorglich nur die halbe Menge an Buttercreme zubereitet. Ich war mir zunächst nicht sicher ob dies für das Füllen, Crumbcoat und Überzug reichen wurde, aber es ging genau auf. Yeay!

Schön verzierte Kuchen und Torten schau ich mir gerne an und bewundere Alle die diese Zuckerkreationen in liebevolle Kleinstarbeit herstellen können, aber in dieser Hinsicht habe ich noch kaum Erfahrung. Also war der die Torte „Hübsch“ machen für mich eine Herausforderung. An Verzierung oder aufwendige Deko war nicht zu denken, schon gar nicht wenn man nicht die richtigen Tools  hat. Meine persönliche Challenge war es einfach eine glatte gleichmäßige Oberfläche hin zu bekommen. Es hat zwar ein bisserl Zeit und ein paar Korrekturen gebraucht, aber ich denke für den ersten Versuch ist es nicht schlecht geworden… wenn man nicht ganz so Kritisch genau hinsieht 😉

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Es heißt ja das Beste kommt zum Schluss und es kam wirklich. Die großen Augen und die Freude im Gesicht vom Geburtstagskind war der ganze Aufwand wirklich wert 😀

Die schwarzen Kuchensteine habe ich mit Kakao „aromatisiert“ und auch noch mit etwas schwarzer Lebensmittel-Farbe eingefärbt. Es schmeckte schon schokoladig, aber denke ein bisserl mehr hätte auch nicht geschadet. In dem hellen Teig habe ich Passionsfruchtpüree verarbeitet. Von dem hat man aber leider kaum was geschmeckt. In dem unten stehendem Rezept habe ich die Menge Passionsfruchtpüree bereits verdoppelt oder man lässt es einfach weg 😉 . Die Menge vom Kakao habe ich allerdings nicht verändert.

Die Buttercreme wird mit Eiweiß hergestellt. Wer also unsicher wegen ungekochtes Eiweiß ist, sollte auf jeden Fall sich ein Zuckerthemometer (oder ähnliches) besorgen und die Eier auf 72°C erhitzen. Das Schöne an dieser Variante der Buttercreme ist, dass sie wirklich weiß wird. Die war schon lecker aber halt wirklich mächtig. Denke für den Kuchen im Froster werde ich allerdings eine Frischkäsevariante verwenden. Mal sehn ob das auch so stabil wird.

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Schachbrett Kuchen (inspiriert von „Bake it like you mean it“)

Das Rezept ist für einen Kuchen mit 15cm Durchmesser und 4 Lagen ausgelegt.

Zubehör:

  • Backblech/-pfanne oder Backrahmen  mit ca. 20x35cm
  • Ausstecher, Teller, Deckel oder Ähnliches mit einem Durchmesser von 15cm, 10cm & 5cm
  • Standmixer
  • Zuckerthermometer
  • Kuchenpalette/-messer und Teigschaber/-spachtel
  • Platz im Gefrierschrank

Teig

  • 228g weiche Butter
  • 400g Zucker
  • 5 Eier L
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 375g Mehl
  • ½ TL Salz
  • 1 EL Backpulver
  • 300ml Buttermilch
  • 60ml Passionsfruchtpüree
  • 30g Kakao
  • Schwarze Lebensmittelfarbe (z.B. Gelfarben von Wilton)

Im Standmixer mit Schneebesenaufsatz Butter und Zucker schlagen bis die Masse hell und cremig wird. Dabei gelegentlich die Seiten runter kratzen. Die Eier nacheinander hinzufügen. Jedes Ei ca. 30 Sekunden mixen bevor man den nächsten hinzu gibt. Vanille Extrakt hinzugeben.

In einer zweiten Schüssel Mehl, Salz und Backpulver mischen. Den Standruhrer auf niedrig stellen und abwechselnd Mehl und Butter milch unter rühren. Dabei gelegentlich die Seiten runter kratzen.

Den Teig abwiegen und auf zwei Schusseln aufteilen. In der einen Schüssel Passionsfruchtpüree unter rühren. In der zweiten Schüssel Kakao unter rühren, dann mit der Lebensmittelfarbe einfärben.

Den Teig auf einem Backblech glat streichen und bei 180°C ca. 30 Minuten backen. Zum Testen ob der Teig fertig ist, in der Mitte leicht eindrucken und wenn er zurück springt ist er fertig.

Mit einem Ausstecher oder Deckel usw. 15cm Kreise ausstechen. Darin wiederholen mit 10cm und 5cm Ausstecher. Die Kreise vorsichtig vom Backblech und voneinander trennen. Abwechselnd wieder zusammensetzten. Die Kuchenreste z.B. zu Cake Pops oder Rumkugeln verarbeiten.

Buttercreme

  • 5 Eiweiß
  • 200g feinster Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 342g weiche Butter

In der Schüssel vom Standmixer Eiweiß und Zucker mischen. Dann über einem Wasserbad mit einem Schneebesen weiter  rühren bis der Zucker sich vollständig aufgelöst hat und die Zuckereimasse handwarm ist. Habt Ihr Bedenken wegen ungekochtes Eiweiß, die Masse auf 72°C erhitzen.

Die Zuckereimasse mit dem Standmixer (Schneebesenaufsatz) so lange auf hoher Geschwindigkeit schlagen, bis sich das Volumen vervierfacht hat und die Masse sich abgekühlt hat. Die weiche Butter Esslöffelweise hinzufügen. Sieht es aus als wenn die Buttercreme sich trennt, einfach weiterschlagen, die kommt dann nach ein paar Minuten wieder zusammen.

Zusammenbau

Notiz: Aus einem Stück Pappe mit Frischhaltefolie bezogen habe ich einen Kuchenuntersetzer (Tortenuntersetzter) gebastelt, weil meine Tortenplatte nicht in den Gefrierschrank passt.

Die unterste Kuchenlage auf einen flachen Teller oder Kuchenuntersetzer stellen, darauf gleichmäßig 1-3 EL Buttercreme verteilen. Die zweite Lage darauf legen und leicht andrücken. Die Ringe in einer Kuchenlage waren bei mir leicht Unebenheiten und habe dies einfach mit der Buttercreme ausgleichen. Wiederholen bis zur letzten Lage.

Damit die äußere Schicht nicht voller Krümel ist, verpasst man den Küchen einen sogenannten „crumb coat“. Die Seiten und oberste Lage der Buttercreme bestreichen. Sie muss jetzt nicht 100%ig glatt sein. Etwas Buttercreme für das Finish zur Seite stellen. Den Kuchen dann für ca. 10 Minuten in den Gefrierschrank stellen oder etwas länger in den Kühlschrank stellen bis die Buttercreme sich gesetzt hat und sich fest anfühlt. Dann in einer zweiten Lage die restliche Buttercreme mit einem Teigspachtel /Kuchenpalette usw. glatt auf den Kuchen verteilen und glatt streichen. Hierbei kann es hilfreich sein das Werkzeug kurz in heißes Wasser zu tauchen. Wichtig gut abtrocken.

Puhh… das Ganze hört sich kompliziert an, oder? Aber das war es nicht wirklich. Aufwendig schon aber nicht kompliziert. Man braucht eigentlich nur Zeit und Geduld. Die Buttercreme muss man auch nicht glatt streichen, der „Rustig Look“ ist auch ganz schön. Das war übrigens auch mein Plan B 😉

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende. Im nächsten Post gibt es kein Kuchen, versprochen 😉

Bananenkuchen oder Bananenbrot?

Bananen habe ich zwecks Frühstücks-Smoothies eigentlich immer im Haus. Ich lasse die auch so lange liegen bis sie schöne schwarze Flecken haben, denn dann sind sie am süßesten und der Geschmack  ist am intensivsten. Bevor die Bananen allerding zu schwarz werden, friere ich sie entweder im ganzen oder in Scheiben ein. Leider manchmal mit dem Effekt „aus den Augen aus den Sinn“. Vergangenes Wochenende wollte ich wieder Bananen einfrieren, allerdings stellte ich fest, dass ich schon min. 10 Bananen schon im Froster hatte. Also musste ein Verwertungsrezept her.

Bananenkuchen oder Bananenbrot war die Antwort. Worin hier der Unterschied liegt? Mal abgesehen von der Backform, wurde ich mal behaupten die Zuckermenge.  Ich habe recht wenig Zucker verwendet. Meine Testesser fanden die Menge genau richtig. Ich allerdings fand es hätte etwas süßer sein können. Mir war mehr nach Kuchen 😉 Leider hat das Bananenbrot so lecker geschmeckt und wurde restlos verputzt, so dass ich leider kein schönes Foto für euch habe. Das nächste Mal werde ich noch ein bisserl gehackte Nüsse untermischen, oder vielleicht auch Schokolade. Was meint Ihr?

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Bananenbrot

  • 115g Butter(zimmerwarm)
  • 50g Muscovado Light (heller Muscovado)
  • 25g Zucker
  • 2 Eier
  • 1 TL Natron
  • 230g Mehl
  • 40g gem. Mandeln
  • 4 sehr reife Bananen

Butter und Zucker cremig rühren. Nach einander die Eier hinzufügen und alles gut verrühren. Die Bananen mit einer Gabel zerdrücken, zur Butter-Masse geben und gut einarbeiten.

Natron, Mehl und gem. Mandeln mischen und mit der Buttermasse verrühren.

Den Teig in eine vorbereitete 25cm Kastenform (gefettet & bemehlt) geben und bei 200°C ca. 60 Min backen, bzw. bis zur „positiven Stäbchenprobe“.

In der Form 5-10 Minuten abkühlen lassen, dann auf einem Kuchengitter vollständig abkühlen, bevor man es anschneidet.

Viel Spaß beim Nachbacken

English Version

I always have a stash of bananas for my breakfast smoothies at home. Normally I leave them until they have nice black spots, because they then taste the sweetest. Before the bananas turn totally black, I freeze them either in whole or in slices. Unfortunately sometimes with the effect of „out of sight out of mind“. Last weekend I wanted to freeze bananas, but I realized that I already at least 10 bananas in the freezer. So I needed a recipe.

Banana cake or banana bread was the answer. What’s the difference? Aside from the baking dish, I would claim the amount of sugar. In the following recipe I used very little sugar. My food testers found it was just the right amount. However, I thought it could have been a bit sweeter. I was craving cake 😉 Unfortunately, the banana bread tasted so delicious and was completely devoured, so I unfortunately do not have a nice picture for you. Maybe next time. And maybe I’m going to mix in a little bit of chopped nuts, or maybe even chocolate. What do you think?

Banana Bread

  •     115g butter (room temperature)
  •     50g Light Muscovado
  •     25g sugar
  •     2 eggs
  •     1 tsp. baking soda
  •     230g flour
  •     40g ground almonds
  •     4 very ripe bananas

Cream the sugar and butter until light and fluffy. Add the eggs one at a time, beating well after each addition. Mash the bananas with a fork and add to the butter and mix well.

Add dry ingredients, mixing just until flour disappears. Pour batter into prepared pan and bake 60 minutes at 200°C, until a toothpick inserted in the center comes out clean.

Let cool in the pan for about 5-10 Minutes, then remove from the pan, invert onto rack and cool completely before slicing.

Schokolade und Passionsfrucht

Auf meiner Küchen To-Do-Liste steht schon länger Passionsfrucht Curd. Lemon Curd mag ich wirklich sehr, Erdbeer Curd ohne Ei auch, da kann wohl eine Passionsfrucht Variante doch nur super schmecken, oder? Gestern habe ich endlich Zeit gefunden den Curd zusammenzurühren. Da ich voller Tatendrang war und bei der Curd Produktion auch eine Menge Eiweiß übrig bleibt, hatte ich überlegt endlich meine Macaron-Backunterlage auszuprobieren. Die Zutaten hatte ich alle da, aber mir war irgendwie nicht nach Gebäck. Vielmehr hatte ich richtig Lust auf Kuchen und zwar auf Schokoladenkuchen. Außerdem für die Macaron Produktion schadet es nicht wenn das Eiweiß einen Tag „altert“.

Auf der Suche nach einem superduper Schokokuchenrezept bin ich bei Home&Woman auf einen Schokoladen-Guinness-Kuchen gestoßen. Ich hatte zwar kein Guinness, aber dafür Schwarzbier im Kühlschank. Kennt Ihr die Serie „2 Broke Girls“? Worum geht’s? Kurz gesagt: Max & Caroline sind total pleite, aber wollen ihr eigenes Cupcake Geschäft aufbauen. In einer Folge möchten die beiden Martha Stewart von ihr Vorhaben mit Max’s Spezial Cupcake überzeugen: dem „Beer Batter Maple Bacon Spring Break Cupcake“. Seit ich diese Folge gesehen hatte, wollte ich auch Bier in Cupcakes oder Kuchen ausprobieren. Allerdings verlangte das Home&Woman Rezept nach Griechischen Joghurt, welches ich nicht im Hause hatte, also Tante Google nach einem anderen Rezept gefragt. Freundlicherweise stellte Nigella Lawson ihr „Chocolate Guinness Cake“ zur Verfügung.

Nigella`s Rezept ist ausgelegt für eine 23er Springform, aber ich hab die Menge für meine 18er Springform halbiert. Den Kuchen habe ich auch nicht als Ganzes gebacken und dann geschnitten, sondern in drei Portionen. Ich war mir auch nicht wirklich sicher ob Passionsfrucht Curd und Dunkelbier-Schokokuchen zusammen passt, aber es war eine Wucht. Meine Test-Esser waren auch von der Kombination, wie auch den Curd allein begeistert. Der Curd erinnert geschmacklich an den Überzug vom Solero-Eis und somit auch an Sommer. Durch den Curd bekommt der schwere Kuchen eine gewisse exotische sommerliche Leichtigkeit. Genau das richtige für alle die den Sommer herbei sehnen.

schokoladepassionsfrucht

Passionsfrucht Curd (adaptiert von Drizzel & Drip) Ergibt ca. 500ml

  • 10 Passionsfrüchte (ausgekratzt ca. 240g)
  • 150g Zucker
  • 6 Eigelb (L)
  • 1/2 Vanilleschote (ausgekratzt)
  • 120g kalte Butter (gewürfelt)

Passionsfruchtfleisch mit dem Zucker in einem Topf erhitzen, bis der Zucker sich aufgelöst hat und es kurz vor dem Kochen ist. Durch ein Sieb streichen, ggf. mehrmals um die Kerne zu entfernen.

In einer Metall Schüssel die Eigelb schaumig schlagen. Passionsfrucht in einem dünnen Strahl schnell unterrühren. Die Vanille unterrühren. Die Schüssel auf einem Topf mit köchelndem Wasser (Wasserbad) stellen und unter Rühren erwärmen. Nach und nach die kalte Butter hinzugeben. So lange erwärmen und rühren, bis die Masse eindickt. Beachte: der Curd dickt beim Abkühlen noch weiter nach. Für den Kuchen sollte der Curd eine festere Konsistenz haben.

Dunkelbier Schokoladen Kuchen

  • 125ml Schwarzbier
  • 125g Butter
  • 35g Kakao (kein Kaba)
  • 200g Zucker
  • 70g Saure Sahne
  • 1 Ei
  • 1/2 EL Vanille Extrakt
  • 140g Mehl
  • 1 1/4 TL Natron

Schwarzbier und Butter in einem weiten Topf erwärmen bis die Butter schmilzt. Den Topf vom Herd nehmen. Kakao und Zucker hinzugeben und gut verrühren.

In einer Schüssel die Saure Sahne, das Ei und Vanille Extrakt verrühren und unter Kakao-Butter-Bier-Masse rühren. Zum Schluss das Mehl mit dem Natron mischen und zu (flüssigen) Teig verrühren.

Den Teig abwiegen und die Menge durch 3 teilen. Einen Drittel in eine gefettete 18er Springform und 20 Minuten bei 180°C backen. 5 Minuten in der Form stehen lassen und dann vollständig auf einem Kuchengitter abkühlen lassen. Mit den 2 weiteren Portionen wiederholen.

Zusammenbau: den Boden auf einer Kuchenplatte o.ä. legen und mit dem Curd bestreichen zum Rand hin etwas dicker, da der Kuchen leicht gewölbt ist. Mit der zweiten Lage wiederholen. Deckel drauf und fertig. Ich finde der Kuchen kommt ganz gut ohne Deko aus, aber wer will kann noch etwas Puderzucker obendrauf sieben. Vom Curd wird auch etwas übrig bleiben, aber ich empfehle ihn einfach so weg zu löffeln oder zum Frühstück auf Toast zu genießen, statt die oberste Lage damit zu dekorieren.

Viel Spaß beim Nachbacken

Achso… wenn Ihr jetzt auch noch vom „Beer Batter Maple Bacon Spring Break Cupcake“ träumt schaut mal bei „Just Putzing Around the Kitchen“ vorbei.

Ohhh ein Schokohase

Frohe Ostern! Aus gegeben Anlaß gibt es heute einen Schoko(kuchen)hasen für euch :). Der ist zwar nicht so hübsch und von vorne ähnelt es eher einen Huhn, aber mein kleiner Neffe (2) hat es zumindest sofort als Hase erkannt und staunte mit einem leichten lispeln „Ohhh ein Schokohase“. Für Kuchenglasur und -deko habe ich einfach kein Händchen, da ist meine Schwester definitiv talentierter.

Eigentlich wollte ich für Ostersonntag einen Hefezopf oder Brioche backen, aber ich hatte nicht genügend Mehl oder Zeit zwischen Baggerschlüssel suchen, Einkaufen (Mehl vergessen), Gartenarbeit, Spielplatz, Rumtoben mit meinem Neffen, mit der Ritterburg spielen und Osterfeuer. Wieso Zeit so wichtig ist, könnt Ihr bei MissBoulette nachlesen. Also werde ich mir das Brioche-Abenteuer für ein rühigeren Tag aufheben.

Wenn Ihr jetzt schon keine Hasen & Co. mehr sehen könnt, den Rührteig kann man auch gut in jede andere Backform zubereiten. Das Rezept ist ausgelegt für einen Halb-Liter-Hase, für normale Backformgrößen sollte man die Menge entsprechend verdoppeln oder verdreifachen.

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Schoko(kuchen)hase  – Form mit 0,5L Fassungsvermögen

  • 60g weiche Butter
  • 60g Zucker
  • 1 TL Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Ei
  • 2 TL Eierlikör
  • 40g gemahlene Kürbiskerne
  • 40g Mehl
  • 40g Speisestärke
  • 1 TL Backpulver (leicht gehäuft)

Die Zutenten sollten Zimmertemperatur haben. Alles der Reihe nach zu einem Rührteig verarbeiten.

Die Form einfetten, mit Mehl bestäuben, zusammenbauen und mit dem Teig befüllen. Ggf. noch mit einem Löffelstiel sichergehen, dass die Ohren auch ausgefüllt sind. Auf einem Backblech stellen und auf der unteren Schiene bei 160°C (Umluft) ca. 35 Minuten backen.

Den Kuchen in der Form etwas abkühlen lassen, vorsichtig aus der Form lösen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

Den „Boden“ abschneiden damit er sicher stehen kann und mit Schokolade glasieren oder mit Puderzucker betäuben.

Rhabarber Toertchen mit Himbeersauce

Zweierlei aus Rhabarber

Jedes Frühjahr gibt es Sachen auf die ich mich besonders freue. Mal von wärmeren Teperaturen abgesehen, freue ich mich besonders auf saisonales Obst und Gemüse wie  Spargel, Neue Kartoffeln, Bärlauch, Erdbeeren und Rhabarber. Für Erdbeeren und Spargel aus Deutschland ist es noch zu früh, aber den ersten Rhabarber bekommt man bereits.

Rhabarber habe ich erst letztes Jahr für mich so richtig entdeckt. Zwar erstmal nur in süßer Form als Kuchen, Mus oder Sirup, aber vielleicht erweitert sich mein Repertoire diese Saison. Für ein bisserl Frühling im Glas habe ich den Rhabarber erst einmal wieder zu Sirup verarbeitet, diesmal jedoch mit etwas Minze. Das übriggebliebene Fruchtmus habe ich auch weiterverarbeitet, diesmal als Mousse für ein Törtchen, denn zum weg schmeißen fand ich es einfach zu schade. Ich liebe es wenn ein Plan funktioniert 😉

Rhabarber-Minz-Sirup

rhabarbersirup

  • 700g Rhabarber
  • 700ml Wasser
  • 12 g frische Minze (1 Pk)
  • 300g Zucker
  • 1 Zitrone, Saft
  • Sterilisierte Flasche

Den in Stücke geschnittenen Rhabarber mit dem Wasser in einen großen Topf geben. Ca. 20 Min. auf mittlere Hitze weich kochen. Nach 10-15 Minuten die Minze hinzugeben und  weiter köcheln lassen. Den Rhabarbermuss in ein feinmaschiges Sieb oder Passiertuch abgießen und ausdrücken, den Saft auffangen und zurück in den (ausgespülten) Topf geben. Das Mus nicht weg werfen!.

Den Zucker und Zitronensaft in den Saft rein rühren und 5-10 Minuten weiter köcheln lassen (Lässt man es länger einkochen sollte es theoretisch dicker werden.). Den Sirup in eine sterilisierte Flasche abfüllen.

 

Der Sirup kommt auch zum Einsatz bei den Törtchen. Diese bestehen aus einem Mandel Joconde Boden, Rharbarber-Mousse, getoppt mit einer Himbeersoße. Da ich manchmal Imperfektion auch ganz schön finde, habe ich etwas von der Soße die Seiten vom Törtchen runterlaufen lassen, anstatt eines sauberen Spiegels.

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Rhababer-Himbeer-Moussetörtchen (6 Portionen)

Boden: Mandel Joconde von Berry Lovely
Die Menge reicht für 1 Backblech. Den restlichen Boden lässt sich auch Prima einfrieren.

  • 75g Marzipan
  • 25g Gemahlene Mandeln
  • 100g Zucker
  • 2 Ei-gelb
  • 1 Ei
  • 4 Eiweiß
  • 65g Mehl

Den Backofen auf 200°C vorheizen und das Backblech mit Backpapier auslegen.

Marzipan, Mandeln und die Hälfte des Zuckers mit den Händen verkneten. In einer kleinen Schüssel die Eigelb und Das Ei verquirlen. Die Eier nach und nach langsam mit dem Mandel-Marzipan verkneten. Mit einem Handmixer die Masse cremig rühren.

In einer weiteren Schüssel das Eiweiß steif schlagen. Wenn es schäumig wird, langsam den restlichen Zucker hinzufügen bis das Eiweiß steif ist. Vorsichtig unter der Marzipanmasse unterheben. Das Mehl darüber sieben und ebenfalls vorsichtig unterheben.

Den Teig gleichmäßig auf das Backblech verteilen und glatt streichen. Ca. 8 Min goldbraun backen. Auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

Mit einem Dessert-Ring Böden ausstechen. Die nicht benötigten Böden einzeln einwickeln und einfrieren.

Die Dessert-Ringe auf einem Blech oder Teller geben und in jedem Dessert-Ring ein Boden rein legen.

Rhababer-Himbeer-Mousse (adaptiert von Lisa Kochen&Backen)

  • 200g RhababerMinz-Muss (Stengel entfernt)
  • 6 EL Rhababer-Sirup
  • 100g Himbeeren(TK)
  • 6 Bl. Gelatine
  • 100g weiße Schokolade
  • 3 Eiweiß
  • 105g  Zucker
  • 250g Sahne

Das vom Sirup übriggebliebene Rhabarbermuss von den Minzstengel befreien und mit dem Sirup und Himbeeren pürieren.

Die Gelatine in kaltes Wasser einweichen.

Die Schokolade klein hacken und über dem heißen Wasserbad schmelzen.

Das Fruchtpüree erwärmen (nicht kochen) und die ausgedrückte Gelatine darin auflösen. Die geschmolzene Schokolade untermengen. Etwas abkühlen lassen.

Währenddessen das Eiweiß steif schlagen, dabei den Zucker langsam einrieseln lassen. Das steife Eischnee unter das Schoko-Fruchtpüree heben. Die Sahne steif schlagen und unterheben.

Die Mousse auf in die Dessert-Ringe füllen und min. 2 Std., besser Übernacht in den Kühlschrank stellen.

  • 300g Himbeeren (TK)
  • 100ml Rhabarber-Sirup
  • 6 Blatt Gelatine

Die Himbeeren mit dem Sirup weich kochen und durch ein Sieb passieren um die Kerne zu entfernen. Die Gelatine in kaltes Wasser einweichen, auspressen und in den warmen Himbeeren auflösen.

Die Törtchen aus den Dessert-Ringe auslösen und die Himbeersauce auf die Törtchen Löffelweise geben. Ca. 1/2-1 Stunde in den Kühlschrank geben bis der Spiegel fest ist.

Alles Käse

Gestern gab es die zweite New York Cheesecake Variante. Bei BBC Goodfood habe ich eine Version mit Soured Cream (Saure Sahne) Topping gefunden. Mit Topping meine ich eher wie Spiegel oben auf den Cheesecake. Leider kann ich nicht sagen, ob mich dieses Rezept überzeugt hat. Geschmacklich war es mit der Saueren Sahne und den hauch von Zitrone wirklich sehr gut und der Boden war besser als der von letztes Wochenende, obwohl die gleichen Zutaten verwendet wurden. Nun zum Aber… der Käseteil würde nicht richtig fest. Das lag vermutlich nicht an dem Rezept, sondern an meine (unsere) Ungeduld. 4 Std. Kühlung haben einfach nicht ausgereicht.

Das BBC Rezept ist ausgelegt für eine 23cm Springform und der Cheesecake sollte min. 8 Std. in den Kühlschrank. Nun gut, ich hab die Menge wieder auf eine 18er Springform umgerechnet, allerdings die original Backzeiten eingehalten, daher dachte ich 4 Std. könnten ausreichen. Pustekuchen… an den Seiten war er einigermaßen Fest aber die Mitte floss fast davon.

 

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Ich werde das Rezept noch ein zweiten Versuch geben. Es diesmal aber Übernacht in den Kühlschrank stehen lassen. Und vielleicht damit es nicht zu langweilig wird mit einem Früchtespiegel 😉

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Cheesecake für 18er Springform +2 Weckgläser – es blieb wieder etwas Cheesecakemasse über

  • 90g Digestive Kekse (McVitie’s) ca. 7-8 Stk.
  • 50g Butter (geschmolzen)
  • 600g Frischkäse
  • 160g Zucker
  • Priese Salz
  • 2 EL Mehl
  • 1/2 TL Vanille-Extrakt
  • Abrieb einer 1/2 Zitrone
  • 1/2 TL Zitronensaft
  • 2 Eier (L)
  • 200g (1 Becher) Saure Sahne
  • 1 EL Buttermilch

Saure Sahne Spiegel/Topping

  • 95g Saure Sahne
  • 1/2 TL Zucker
  • 1 TL Zitronensaft

18er Springform mit Backpapier auslegen. Den Backofen auf 180°C  (160°C Umluft) vorheitzen. Die Kekse zu feine Krümel verarbeiten und mit der geschmolzenen Butter gut mischen. Die Butterkrümmel in die Springform verteilen und gut fest drücken. 10 Minuten backen und abkühlen lassen.

Frischkäse auf niedrigster Stufe glatt rühren. Wenn ein Standrührgerät verwendet wird, dann hier denFlachrührer verwenden. Den Zucker nach und nach hinzufügen. Salz und Mehl hinzufügen. Alles gut verrühren, ggf. die Seiten mit einem Teigschaber bearbeiten.

Flachrührer mit dem Schneebesenaufsatz tauschen und Vanille-Extrakt, Zitronenabrieb und Zitronensatz verrühren. Die Eier nacheinander vollständig unter rühren.

In einer kleinen Schüssel die Saure Sahne mit der Buttermilch glatt rühren. 65g davon abnehmen und dies zur Seite stellen. Die restliche Saure Sahne bei niedrigster Stufe zu mit Frischkäsemasse verrühren, bis alles gerade vermengt ist. Nicht über mischen.

Den Backofen auf 240°C (Umluft 200°C) vorheizten. Die Seiten der Springform mit flüssiger Butter bestreichen und die Käsemasse eingießen. Auf Backblech auf der Mittleren Schiene 10 Min. Backen. Die Temperatur auf 110°C (90°C) verringern und 25 Minuten weiter backen. Der Cheesecake sollte in der Mitte noch leicht wabbeln. Nach Ablauf der Zeit den Ofen ausschalten und den Cheesecake 2 Std. bei geschlossener Backofentür abkühlen lassen.

Für das Topping, die zur Seite gestellte Saure Sahne mit der zusätzlichen Saure Sahne, Zucker und Zitronensaft glatt rühren. Über den Cheesecake gießen und gleichmäßig bis zum Rand verteilen. Die Springform locker mit etwas Alufolie abdecken und min. 8 Std. besser Übernacht im Kühlschrank stellen.

Den Cheesecake vorsichtig mit einem Messer vom Rand lösen und anrichten. Wenn euer Cheesecake auch noch zu flüssig ist, einfrieren „FrozenCheesecake“ist auch sehr lecker.

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Schokoladen-Orangen-Kuchenbällchen

Bei „No Kitchen For Old Men“ gab es letzte Woche „The Most Bestest Soft Baked Chocolate Cookies EVER!„. Oh Mann! Als ich die gesehen hatte, hatte ich auf einmal richtig Bock auf schokolishous soft Cookies. Also stand ich abends um 9 in der Küche und rührte Teig. Leider ging der Versuch völlig in die Hose. Zuerst dachte ich es liegt wohl an der späten Uhrzeit und meine Matschebirne, aber beim zweiten Anrühren musste ich feststellen, dass der Vollrohrzucker SUCANAT von Naturata zusammen mit geschmolzener Butter nicht funktioniert. Die Masse im Topf wurde nach dem Zufügen von der Schoki nicht wirklich cremig. Auch meine selbstgemachte Apfelsauce hat nicht wirklich zum Endresultat beigetragen. Das Ergebnis war eine etwas fettige, krümelige Schokoteigmasse. Irgendwie habe ich es geschafft daraus Kugeln zu formen und die zu Backen. Ausgesehen haben die Dinger super, allerdings hätte man mit den Cookies Nägel in die Wand hauen können. Nach einem halben Liter eiskalter Milch und eine Scheibe Schinken um den Schokogeschmack zu neutralisieren, ging ich gefrustet ins Bett.

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Neuer Tag neues Glück, diesmal mit braunen Zucker und gekaufter Apfelmuss. Und es hat alles super funktioniert! Die Cookies waren soft, schokoladig und „fingerlickinggood“. Selbst der ungebackene Teig war schon so saugeil, dass ich mir dachte „wieso backen?“. Noch etwas frischen Orangenabrieb dazu, fix Kugeln geformt und mit Milchschokolade überzogen … ich war im Himmel 😀 Schoko und Orange ist einfach eine göttliche Kombi! Zusätzlich verleiht der nicht geschmolzene Zucker diese Kuchenbällchen auch einen angenehmen Crunch.

Also wenn Ihr auch Bock auf super schokolishous Cookies habt, schaut mal bei Jim & George vorbei! Und auch wenn nicht, ein Blick oder zwei lohnen sich trotzdem.

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Schokoladen-Orangen-Kuchenbällchen (Ergibt. ca. 12 Stück)

  • 50g Butter
  • 150g Brauner Zucker
  • 25g Kakaopulver
  • 50g gehackte Zartbitterschokolade
  • 2 EL Apfelmus
  • 130g Mehl
  • 1/4 TL Salz
  • Abrieb 1 Bio-Orange
  • Milchschokolade

Die Butter in einem Topf langsam zum Schmelzen bringen. Zucker hinzugeben und alles gut verrühren. Kakaopulver und Schokolade dazu geben. Wenn die Schoki geschmolzen ist, das Apfelmuss einrühren und den Topf vom Herd nehmen.

In einer Schüssel das Mehl mit dem Salz mischen und die Schokozuckermasse und Orangenabrieb dazugeben. Alles zu einem Teig kneten und 1/2 – 1 Std. in dem Kühlschrank stellen.

Aus dem Teig Kugeln formen und mit geschmolzene Milchschokolade überzeihen. Fest werden lassen und schnell verschenken, bevor man alle selber vernascht.

Wer will kann die Kugeln auch auf Stile aufspießen und Cake-Pops nennen 😉

Viel Spaß beim Nachkochen

Ein Knochen für Verliebte

Morgen ist Valentins-Tag. Persönlich finde ich diesen Tag um es mal salopp zu sagen voll blöd. Nicht weil ich Single bin und mir dieses ganze kommerzielle Herzchengedöns auf dem Keks geht, sondern weil das Jahr 364 andere Tage hat an dem man Blumen oder Aufmerksamkeiten verschenken kann. Ist ein bisserl sowie mit Muttertag, eine sinnfreie Erfindung der Floristen. Nichtdestotrotz ergebe ich mich dem Gruppenzwang und werfe den Verliebten ein Knochen hin. Nicht irgendein Kochen, sondern ein Liebesknochen 🙂

Ich mag Liebesknochen oder wie die Franzosen sie nennen Eclairs! Die sind fast genauso toll wie Creme-Berliner, die es leider immer nur zur Karnevalszeit gibt. Traditionell sind Eclairs ein längliches Brandteig-Gebäck mit Pudding oder Vanillecreme gefüllt und mit einer dunklen Schokoglasur überzogen. In meine Abwandlung wird noch Erdbeercurd und weiße Schokiglasur verwendet. Diese Teilchen schmecken nicht nur zu Valentinstag, sondern auch an einem sonnigen Frühlingstag 😉

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Die Basis ist der Brandteig. Brandteig ist auch irgendwie eine Klasse für sich, ähnlich wie Macarons, mal klappt’s, mal nicht. Ich muss auch gestehen, bei meinem ersten Brandteigversuch vergangenen Sommer hat es eindeutig besser geklappt. Ob es an dem Rezept, an die Backtechnik, an dem Wetter oder an der Spritztechnik lag, kann ich euch leider nicht sagen. Die Hälfte sind nicht wirklich aufgegangen und wurden nicht so schön luftig und hohl und diese Dinger zu befüllen war zum Teil ein echter Krampf. Diesmal hatte ich das Brandteig und Crème Pâtissière-Rezept aus „LAROUSSE Schokolade: 380 Rezepte von Pierre Hermé“. Die vermeintliche Crème Pâtissière ähnelte auch mehr eine Vanillesauce, aber ich glaub ich hab die einfach nicht lang genug gekocht. Ein zweites aufkochen mit Einsatz von mehr Speisestärke hat die Crème dann auch fester werden lassen, mehr so richtung Puddingkonsistenz.

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Wenn ihr auch eure liebsten ein Erdbeer-Liebesknochen backen wollt, sucht euer lieblings Brandteig und Crème Pâtissière-Rezept  raus und nimmt noch folgendes Erdbeercurd-Rezept und die Bauanleitung mit.

Erdbeercurd

300g TK Erdbeeren (frische schmecken um diese Jahreszeit noch nicht)

2cl Marsala

1 EL Zucker

2 EL Speisestärke

Die gefrorenen Erdbeeren zusammen mit dem Marsala in einem Topfgeben und auf niedrige Hitze erwärmen bis die Erdbeeren aufgetaut sind. Zucker hinzufügen, pürieren und aufkochen lassen. Die Speisestärke mit etwas kaltes Wasser glattrühren und zu den Erdbeeren geben. Sobald die Masse andickt in eine Schüssel füllen und abkühlen lassen.

Kein Marsala im Haus? Saft oder Wasser geht auch 🙂

Tipps:

Wenn die Crème Pâtissière sehr fest ist 100g weiße Schoki schmelzen und in die Crème reinrühren. Ist die immer noch zu fest, noch ein Schuss Sahne unterrühren. Ist Sie zu Flüssig, wieder aufkochen und evtl. noch Speisestärke reinrühren.

Haben die Erdbeermasse und Crème Pâtissière die gleiche Konsistenz haben, umso besser 😀 Dann füllt man beide zusammen (nebeneinander nicht nacheinander) in den Spritzbeutel. Das geht am besten wenn man den Beutel hinlegt und mit einem Löffel füllt (VORSICHT Schweinerei-Alarm)

Die Crème und den Erdbeercurd kann man auch nach einander in die Hohlkörper spritzen, aber dann kann es passieren, dass sich alles im Éclair vermischt (schmeckt aber auch gut)

Bauanleitung:

Man nehme ein Spritzbeutel mit länglicher Tülle und füllt diese mit der Crème und dem Curd. Die Enden der Eclair-Hohlkörper mit dem Spritzbeutel einstechen und befüllen. Ggf. in der Mitte (seitlich oder oben) nochmal einstechen und füllen. 200g Weißeschoki schmelzen, mit 50ml Sahne gut verrühren und die Eclairs damit bestreichen. Die Glasur trockenen lassen und schnell verschenken, bevor man alle alleine vernascht.

Viel Spaß beim Nachkochen und einen schönen verliebten Valentinstag 😉