Cookies aus dem Glas

Eine liebe Freundin und Kommilitonin hat mir sehr in der Lernphase weiter geholfen. Ehrlich gesagt, ohne ihre Hilfe, wäre ich völlig aufgeschmissen gewesen. Als kleines Dankeschön hatte ich ihr ein „Gruß aus meiner Küche“ mitgebracht und zwar ein (selbst) fertig-gemischter Cookie-Mix. Es wäre ein leichtes gewesen die Cookies auch noch selber zu backen, aber ich fand sie Idee des Cookie Mix im Glas schön und is auch mal was anderes.

Der Aufkleber und die Rezeptkartevorlage stammt von Lecker.de – es gibt dort auch andere schöne Vorlagen. Leider habe ich keinen Farbdrucker, aber es geht auch ohne 🙂

Zutaten im Glas (von unten nach oben):

  • 395g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 1/2 TL Natron
  • 170g Schokolade (Drops oder grob gehackt)
  • 200g Cranberries
  • 75g brauner Zucker
  • 40g Kakao
  • 90g Zucker

Alle Zutaten in das Glas einschichten und gut runterdrücken. Nach dem Mehl und Kakao das Glas leicht auswischen. Das Glas ist von Buttlers umfasst 750ml.

Für die Cookies wird zusätzlich benötigt:

  • 40g Zucker
  • 175 Butter (weich)
  • 1 Ei
  • 1 EL Vanille Extrakt

Zubereitung:

Zutaten im Glas in eine Schüssel geben. Zucker, Butter, Ei und Vanilleextrakt hinzugeben und zu einem Teig verarbeiten.

Aus dem Teig kleine Kugeln formen und in ca. 4 cm Abstand auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Bei 190°C für 13-15 Minuten backen.

Ergibt 30 Stück

Frühstücksflocken als Dessert Snack

Als Kind habe ich Rice Krispies oder Coco-Pops zum Frühstück gern gegessen. Besonders toll war das „Snap-Crackle-Pop“ Geräusch wenn man die Milch über die Krispies gegossen hat und es auch weiter im Mund geknuspert hat. So ähnlich wie dieses MagicGum. Und die Coco Pops die die Milch lecker schokoladig machte…mmmh toll! Somit hatte ich wieder Coco Pops zuhause und habe mich nostalgisch samstagmorgens mit eine Schüssel vorm Fernseher gesetzt und Cartoons geguckt.

Als ich da saß, erinnerte ich mich daran, dass ich irgendwann vor Jahren mal „Rice Krispies Treats“ gemacht habe. Diese leckeren, klebrigen Ecken die eigentlich nur aus Rice Krispies, Butter und Marshmellows bestehen. Marshmellows hatte ich noch im Schrank, also fehlten noch die Rice Krispies. Diese zu bekommen hat sich als ziemlich schwierig herausgestellt. Coco Pops bekommt man dagegen an fast jeder Ecke. Man kann Rice Krispies Treats auch mit Coco Pops machen, aber ich wollte die ohne Schoki machen. Kennt Ihr das wenn man sich irgendwas in den Kopf gesetzt hat und es muss genau dass sein. Kompromisse werden dann nicht akzeptiert.

Einige Zeit später in einem größeren Supermarkt sind mir die original Rice Krispies über den Weg gelaufen. Mit einem innerlichen Freudentanz wanderte die Schachtel in meinen Einkaufswagen. Nun hatte ich endlich die Zutaten zu Hause, bloß wie ging das noch mal? Also Laptop hochgefahren, gesucht, gefunden, aufgeschrieben und in die Küche gehüpft.

Zutaten

  • 115g Butter
  • 280g Marshmellows (kleine)
  • 1/4 TL Salz
  • 170g Rice Krispies

Eine Backform (ca. 20cm) ausbuttern, bzw. mit Backpapier auskleiden. Das Backpapier sollte länger sein, als die Form hoch ist. Dann bekommt man die Treats besser aus der Form raus.

In einem Topf die Butter auf mittlere Hitze schmelzen, bis sie Braun wird. Dauert ca. 5 Minuten. Dabei immer gut umrühren. Den Topf vom Herd nehmen und die Marshmellows hinzugeben. Die Wärme der Butter sollte ausreichen, falls nicht, den Topf zurück auf den Herd bei niedriger Hitze schmelzen lassen bis die Masse glatt ist. Die Rice Krispies und das Salz hinzugeben, vorsichtig aber schnell unterheben. Sofort in die Form geben und glatt streichen. Ein Stück gefettetes Backpapier kann helfen, dann einfach mit den Händen in die Form drücken. Kalt stellen, bis die Massen fest ist. Aus der Form nehmen und in Quadrate schneiden.

Nomm, crunsh, nomm

 

Tod durch Schokolade

Ich habe momentan nicht viel Zeit um zu Bloggen. Kochen tu ich schon, aber das ist nur die halbe Arbeit. Die andere Hälfte besteht aus Fotos machen, diese bearbeiten und auch Texte schreiben natürlich. Ach ja und während des Kochens oder Backens die Zutaten vor allem mengen aufschreiben. Meist scheitert ein Beitrag an genau dies. Aber ich habe doch etwas in Petto und möchte es euch nicht vorenthalten: Warme Schokoladen Fondants mit Orangenkompot im Glas

Die Amerikaner oder Engländer würde es „death by chocolate“ nennen, und was für ein schokoladiger süßer Tod es war! Warmer Schokokuchen mit flüssigem Kern…himmlisch! Eine Portion reicht um jeden Chocoholic sein fix für den ganzen Abend zugeben. Man kann sicherlich auf den Orangenkompot verzichten, aber es rundet das ganze hervorragend ab. Außerdem ist Schoki und Orange einer meiner Lieblings Combos.

Bei folgendem Rezept ist es wichtig gute Schokolade mit 70% Kakaoanteil (z.B. von Lindt) zunehmen. Die ist zwar etwas teurer aber es lohnt sich. Die Fondants kann man auch einen Tag vorher zubereiten und gekühlt lagern bis man sie vernaschen will. Das folgende Rezept wurde für 4 Personen in 250ml große Weckgläser zubereitet. Die Menge reicht aber bestimmt auch für 6 Personen in kleinere Backformen (z.B. Dariolform). Ich habe die Weckgläser verwendet, weil ich die hatte und auch weil ich den Orangensalat direkt auf die Fondants im Glas serviert hatte. Perfekt um auf dem Sofa beim Film gucken zu servieren und spart auch Abwasch. Dekorativer ist es sicherlich die Fondants aus der Form zu lösen und auf einem Teller mit dem Orangenkompot drapieren.

Orangenkompot

  • 5 Orangen (Bio)
  • 200ml Orangensaft (abgetropft)
  • 1 kl. Chilischote (optional)
  • 50ml Apfelsaft
  • Stärke zum Binden

Orangen mit einem Messer von der Schale und weiße Haut befreien. Ein Sieb auf eine Schüssel legen und über dem Sieb die Filets (vorsichtig) aus den Orangen schneiden und abtropfen lassen. Der austretende Saft soll dabei aufgefangen werden. Die Reste, also die Orangentrennhäute über die Schüssel bzw. Sieb gut ausdrücken. Wenn in dem Saft etwas weiße Haut verirrt hat, noch mal sieben, die Filets vorher aber raus nehmen oder ein anderes Sieb verwenden. Insgesamt soll der abgetropften Saft 200ml ergeben, ggf mit etwas 100% Orangen(Direkt)saft auffüllen. Den Saft mit der längs aufgeschnittenen Chilischote in einem Topf geben und aufkochen, vom Herd nehmen und 5 Minuten bei geschlossenem Deckel ziehen lassen. Erneut sieben und aufkochen. Etwas (Mais)Stärke ca. ½ TL in etwas kaltem Wasser anrühren. Ein Stamperl bzw. Schnapsglas eignet sich dazu gut. Unter Rühren dem Orangensaft hinzugeben, bis die Sauce sich leicht bindet. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen. Apfelsaft hinzugeben und verrühren. Die Orangenfilets vorsichtig unterheben. Bis zum Servieren kühl stellen. Wer eine feste Orangenmasse möchte kann auch etwas gemahlene Gelatine verwenden. Ein viertle bis halbes Tütchen sollte reichen.

Schokoladen Fondants

  • 125g Butter + Butter zum Einfetten
  • 1 EL Kakaopulver (echter zum Backen, kein Trinkkakao) + Extra zum Bestäuben
  • 125g Edelbitter Schokolade (70%)
  • 60g Zucker
  • 3 Eier (M)
  • 2 Eigelb (M)
  • 100g Mehl (gesiebt)

Ofen auf 200°C vorheizen. 4 Weckgläser ausbuttern und leicht mit Kakaopulver abstäuben.

Die Butter zusammen mit der Schokolade in einem Wasserbad schmelzen. Währenddessen in eine Schüssel die Eier mit dem Zucker auf schlagen bis die Masse heller und luftig wird. Die geschmolzene Butterschokomasse hinzugeben (ggf. etwas abkühlen lassen, damit die Eier nicht stocken) und vorsichtig das Mehl und den gesiebten Kakao unterheben.

Die Masse auf die vier Weck-Gläser verteilen, die werden ca. halb voll. Auf einem Backblech stellen und für ca. 20 Minuten in den Ofen. Wenn man andere Formen wie Dariolform oder ein Muffin-Blech verwendet verkürzt sich die Backzeit. Wenn die Oberfläche fest bzw. knusprig anfühlt sollten sie fertig sein. Zur Sicherheit kann man auch einen „Test-Fondant“ zubereiten. Wenn der Kern nicht mehr flüssig ist, ist der Fondant dann ein kleiner Schokokuchen …auch sehr lecker 🙂

Die Fondants werden noch warm, aber nicht direkt aus dem Ofen serviert, also etwas abkühlen lassen. Man will man ja auch nicht, dass die Gäste sich an den Gläsern oder an den flüssigen Schokokern verbrennen. In die Gläser, auf die Fondants das Orangenkompot verteilen.

Die Gläser gute Freunde in die Hand drücken, genießen und über den Aktion reichen Sonntagsfilm lästern.

Black & White Keks Praline

Bei einem bekannten Diskounter gibt es Back & White Kekse die sehr stark an Oreo Kekse erinnern. Glaubt es oder nicht, ich habe noch nie einen Oreo Keks gegessen. Da habe ich spontan die Packung Black & White in mein Einkaufskörbchen gelegt. Einige Tage später als ich Besuch hatte, fielen mir wieder die Kekse ein. Okay, ausgepackt und rum gereicht. In der Werbung zeigt ja ein Kind seinem Hund wie man diese Oreo Kekse isst. Ich mache das auch immer so, egal ob es Prinzenrolle oder Custard-Creams sind. Also habe ich zuerst den Keks Deckel abgeknabbert und verzog das Gesicht *bäh*. Kein Wunder, dass die Kekse schwarz sind. Er hat auch so geschmeckt und zwar verkohlt. So hatte ich eine große Packung Kekse, die mir nicht schmeckt im Schrank liegen. Liegen lassen für den nächsten Besuch? Nee… ich habe natürlich nach eine Verwertungsmöglichkeit gesucht und bin auf ein Rezept für Cookie Truffels von „Framed Cooks“ gestoßen.

NACHTRAG: Ich habe die original Oreos probiert. Die sind lecker und schmecken überhaupt nicht verbrannt 😀

Man braucht auch nur 3 Zutaten (die Mengen habe ich an meinem Vorrat angepasst):

  • 20 Kekse (Original oder Fake Oreo)
  • 100g Frischkäse (Doppelrahmstufe)
  • 200g Weiße Schokolade
  • Puderzucker

Kekse in der Küchenmaschine oder Mixer pulverisieren und mit dem Frischkäse gut vermengen, bis ein einheitlicher schwarzer Brei entsteht. Aus der Masse kleine Bällchen formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Wenn die Masse zu klebrig zum rollen ist. Kurz in Puderzucker wälzen und dann Bällchen formen. Das Backbleich ca. 10 Minuten in den Froster legen. Währenddessen die Weiße Schoki im Wasserbad schmelzen. Jetzt kommt das Pralinen Set zum Einsatz… wer keins hat, eine Gabel oder Essstäbchen tut’s auch. Die Bällchen aufspießen und in die abgekühlte Schoki tunken. Auf ein Pralinengitter oder Backblech (dann gibt’s Praline mit Fuß) legen. Damit die Schoki schneller härtet, ab mit dem Blech in den Kühlschrank.

Nur ein kleiner Warnhinweis: Diese Pralinen machen Süchtig! Besser man lädt gleich gute Freunden ein, denn bis zum nächsten spontan Besuch oder nächsten Tag werden sie nicht halten 😉

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Nachtrag 15.04.11

Maria von „Ich bin dann mal kurz in der Küche“ ruft in ihrem aktuellen Blogenvent „Maria sucht…Schokoladenrezepte zum Thema Black&White„. Diese leckeren Parlinen passen da doch wunderbar 🙂

Süß… lecker… süß…

Ich habe mich heute eine Herausforderung gestellt und zwar die Macaron Herausforderung. Diese kleinen französischen Köstlichkeiten beherrschen viele Süß-Blog-Posts und vor allem auch Pinterest. Ist ja auch kein Wunder, diese süßen, weich zarten, leicht knusprigen Kekse (?) kommen farbenfroh und in verschiedenen Geschmacksrichtungen daher. Auf Deutsch heißen Macarons ja eigentlich Makronen bzw. Mandelmakronen, aber wenn ich Makronen höre fallen mir eigentlich nur die Kokosmakronen ein die es meist zu Weihnachten gibt.

Persönlich bin ich ehr der salzig, deftiger Esser, aber ich liebe es zu Backen. Zum Glück habe ich eigentlich immer Abnehmer die sich mit Freunden als Versuchskaninchen herhalten.

Vor der Zubereitung von Macarons hatte ich eigentlich etwas muffe. Ich hasse es wenn ein Plan nicht funktioniert. Bei vielen Posts (z.B. hier) oder auch in den Kommentaren wurde oft berichtet, dass die Macarons sich ziemlich launisch verhalten. Mal bleiben sie matschig, mal zerbröseln komplett, der Fuß will sich einfach nicht bilden usw.

Bei meiner Rezept-Suche bin ich auf Aurélie’s Blog „Aux délices d’Aurélie“ und ihr wirklich toller und hilfreicher Post über „was der Macaron-Anfänger alles wissen muss“ gestoßen.

Ihr Rezept ist auch wirklich ausgezeichnet und die Mengen ergeben auch eine kleine feine Portion, denn was soll ich mit 30-50 Macaron-Schalen machen? Von diesen süßen Leckereien kann man sowieso nur ein zwei essen. Und wenn man es falsch macht, hat man nicht gleich eine Packung gem. Mandeln, Puderzucker und ein Paket Eier verschwendet. Aurélie’s Video ist auch zu empfehlen, ein  Video kann mehr sagen als 1000 Worte, außerdem ist ihr deutsch-französischer Akzent wirklich süß.

Gefüllt werden die Meringue-Schalen mit (Shoko)Ganach, Buttercreme oder einfach Marmelade. Meine habe ich mit einer zufälligen Eigenkreation gefüllt.

Vor ein/zwei Wochen hatte ich Himbeeren in Wodka eingelegt und gestern die Himbeeren abgeseiht. Der Wodka hatte sich rot gefärbt und roch lecker nach Himbeeren. Die Wodka-Himbeeren wollte ich aber auch nicht einfach weg werfen. So habe ich ca. 100g Himbeeren mit 40g Zucker und 50ml Sahne aufgekocht, püriert und gesiebt. In der noch warmen Masse hatte ich dann 100g weiße Schoki geschmolzen. Das Ganze dann noch kurz aufgekocht und in einem steriles Glas eingefüllt und in den Kühlschrank gestellt. Der Alkohol ist beim Kochen zum größten Teil verdampft und die Himbeeren haben etwas an Aroma durch das Einlegen verloren, aber das Himbeerschokigemisch war super lecker. Das nächste Mal gibt es Himbeeren oder vielleicht Brombeeren ohne Alkohol und dann zum Frühstück auf Toast oder einfach pur direkt aus dem Glass.

Zurück zu den Macaron-Schalen. ICH LIEBE ES WENN EIN PLAN FUNKTIONIERT!

Aurélies Rezept und Anleitungen sind perfekt! So kamen meine Hellblauen-Schalen inkl. Perfekt geformter Fuß aus dem Backofen. Nach dem Abkühlen ließen sich auch 90% ohne zu brechen, leicht von dem Backpapier lösen.

Ich weiß Eigenlob stinkt, aber meine Macarons mit der Füllung waren echt der Hammer! 😀 Genau richtig mit eine Tasse Espresso nach einem wunderbaren deftigen Mahl von Kaninchen mit Knödel und super leckerer Rotweinsauce.

Und da es ja noch Februar ist, wird dies auch fix als mein zweiter Beitrag  zum „Cookbook of Colours“ eingereicht, auch wenn das Hellblau wieder durch Lebensmittelfarber erreicht wurde.
HighFoodality Blog-Event Cookbook of Colors

Battenberg goes Bavaria

Wenn der Kopf nicht zu Ruhe kommen will, backe ich gerne. Wiegen, messen, mischen und kneten hat für mich was meditatives, besonders Teig mit der Hand kneten. Die Küche sieht meist danach aus wie ein Schlachtfeld, aber während man wartet und bevor man ungeduldig vor der Ofentür lauert, kann man auch einfach alles in den Geschirrspüler schmeißen und ein Lappen (oder manchmal auch ein Putzeimer) zur Hand nehmen.

Das wichtigste und meist auch gute am Backen ist, man muss sich an die Zugaben bzw. Anweisungen des Rezeptes halten und schon Klappt es mit dem Brot oder Käsekuchen. Wenn man nichts vergisst oder überließt, was mir leider öfters passiert 😉 Wenn ich Glück habe ist es nicht so schlimm, oder ich hab die Zutaten doppelt und kann nochmal von vorne beginnen.

Dieses Wochenende bin ich wieder auf ein Rezept der Englischen Cuisine gestoßen. Und ja, die Englische Küche kann mehr als Minzsauce zur Lamm hervorbringen. Schon mal von Battenberg Cake gehört? Dieses Küchlein ist einer der Leckereien die oft zu nachmittags Tea serviert wird. In Kaffee und Kuchen stehen die Deutschen da auch nichts nach. Der Kuchen ist ein Biskuitkuchen mit Schachbrettmuster eingewickelt in Marzipan. Er wurde angeblich anlässlich der Hochzeit von Queen Victorias Enkelin mit Prince Louis of Battenberg kreiert.

Wenn man nicht glaubt, dass Engländer kochen kann, sollte einfach mal bei BBC-Food vorbei schauen. Dort habe ich auch ein bzw. mehrere Battenberg Cake varianten gefunden. Besonders angetan hat mich der Union Jack Battenberg angetan und hat mein Ehrgeiz geweckt. Nach stundenlanges muckeln (schneiden, streichen, kühlen und kleben) hatte ich ein Kuchen, der das Referenzmodel (fast) ähnlich aussah. Und der Geschmack? Keine Ahnung es war einfach nur pappsüß. Als Krönung hatte ich auch total klebrige Küche. Ich sagte ja beim Backen bin ich eine Sau in der Küche.  Tja, jetzt fristet mein hart erarbeitetes Kunstwerk sein Dasein im Mülleimer.

Naja gut, beim zusammenkleben der Einzelteile hatte ich schon eine Ahnung das das schief gehen wird, also habe ich das Union Jack Grundrezept doppelt angesetzt und habe einen (fast) klassischen Battenberg gebaut. Bei dem original Battenberg Cake wird die eine Hälfte des Teiges Pink eingefärbt, der fertige Kuchen dann mit Aprikosenmarmelade zusammen geklebt und mit weißem Marzipan umhüllt. Mein Battenberg habe ich anlässlich des Cookbook of Colours Event etwas abgewandelt und in den Bayrischen Farben hellblau eingefärbt. Den Marzipan habe ich auch kurzerhand mit weißer Schoko-Kuvertüre ersetzt, zum einen hatte ich kein weißes Marzipan und zum anderen mag ich Marzipan einfach nicht.

Das Rezept verlangt nach blaue Lebensmittelfarbe und bei Uwe’s Bloge-Event sollte man möglichst keine verwenden, aber in ein Battenberg gehört nu mal Lebensmittelfarbe, sonst wäre es ja kein Battenberg, sondern nur ein Sponge Cake mit Hülle 😀

Bavaria Battenberg Zutaten:

  • 175g weiche Butter
  • 175g Zucker
  • 3 Eier (L)
  • 175g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 1/2 TL Vanille Extrakt (Oetker Backaroma)
  • Blaue Lebensmittelfarbe.
  • Lemoncurd (zum kleben)
  • 200g weiße Schokolade

Den Ofen auf 190°C vorheizen und eine rechteckige Backform (ca. 20cm) mit Back-Alufolie in zwei gleichgroße  Segmente teilen (siehe Bild) und ggf. mit etwas Butter ausfetten.

Die Butter zusammen mit dem Zucker weich schlagen, bis es fluffig ist. Die Eier nach einander hinzufügen, also jedes Ei einzeln und nacheinander gut einrühren. Das hinzugeben, am besten auch nicht alles auf einmal. Den Vanille-Extrakt nicht vergessen. Wenn der Teig schön cremig aussieht, abwiegen und die Hälfte in eine neue Schussel geben.

Jetzt zum schwierigen Teil: das Einfärben. Hier gilt weniger ist mehr, also Tröpfchenweise hinzugeben, bis zur gewünschten Farbe. Wenn man zu wenig oder zu viel hinzugibt, kann der Teig grün werden. Ich habe die Gel-Farben von Milton verwendet. Zu dem „Royal-Blau“ habe ich auch etwas Lila verwendet, damit der Teig nicht so einen Grünstich bekommt.

Den gefärbten und ungefärbten Teig in die vorbereitete Backform geben und für 35-40 Minuten backen, bzw. bis die Oberfläche golden-braun ist und die Zahnstockerprobe sauber aussieht. Den Kuchen aus dem Ofen raus nehmen und 5 Minuten in der Form abkühlen lassen, dann auf ein Kuchengitter vollständig abkühlen lassen.

Jetzt zum Zusammenbau. Wenn nötig den Deckel abschneiden, damit man eine gerade Oberfläche bekommt. Beide Kuchen sollten gleich hoch sein. Da der blaue Teig nicht wirklich goldbraun wird, sondern eher grünbraun, empfiehlt es sich die äußere „Haut abzuziehen“. Die Kuchenteile mit der Innenseite aufeinander legen und die Seiten abschneiden. Die Breite sollte dann der Höhe entsprechen, damit das Schachbrettmuster passt. Nach dem trimmen den Kuchen der Länge nach halbieren und in das Muster sortieren.

In einem Topf ein paar EL Lemoncurd erwärmen. Soviel um den ganzen Kuchen zu bestreiben. Die Innenseiten (nicht Außenseiten) der Kuchen teile mit dem warmen Curd bestreichen und zusammen kleben. Ich habe das Ganze dann in etwas Alufolie gewickelt und in den Kühlschrank gestellt. In einem Wasserbad die Weiße-Schoki schmelzen.

Den gekühlten Kuchen auf ein mit Backpapier oder Alufolie aus gelegter Teller (Brett) legen und mit der abgekühlten Schokolade bestreichen. Festwerden lassen. Tea aufsetzen und die Gesichter der Gäste beobachten wenn man den Battenberg anschneidet. Ach ja, Kaffee passt dazu natürlich auch 😉 Der Kuchen ist (nicht nur durch die ganze Schoki) süßlich (typisch englisch), aber der Lemoncurd verleiht das ganze eine zitronige Note.

Bei diesen beiden Kuchen ist auch einiges an Kuchenresten angefallen. Was tun damit? Wech schmeißen? Nein, Rumkugeln machen!

So, lieber Uwe, das wäre meine Einreichung für Februar: Hellblau. Ich fühle mich richtig befreit und muss mich nicht mehr verrückt machen, ob ich was passendes finde. Aber warte… nächsten Monat ist Blau angesagt *neeeeiiiin*. Na, dann gibts halt die Fotos vom Rosenmontag 😉

HighFoodality Blog-Event Cookbook of Colors

Blaubeeren sind nicht Blau

Uwe`s Hellblauer Monat lässt mir ja keine Ruhe. Vor allem wenn man am besten ohne Lebesnmittelfarbe etwas hell-blaues kreieren soll. Blaue Kartoffel werden beim kochen auch nicht blau, genau so wenig wie besagte Blaubeeren. Was auch immer damit verarbeitet wird, wenn man die Zutat auch noch schmecken soll, wird lila. Aber nicht so schlimm, dann habe ich wenigstens mal wieder was gelernt und vor allem etwas neues ausprobiert.

Besonders mit meine neu erworbene Eismaschine. Es ist zwar nur eine die man min 12 Std. in den Tiefkühler stellen muss, bevor man Eis machen kann, aber die mit Kompressor sind mir zu groß und einfach zu teurer. Vielleicht war es auch eine Schnaps-Idee (es war aber kein Alkohol im Spiel 😉 ) mir eine Eismaschine anzuschaffen, die vielleicht nach 1-2 mal benutzen in die Sammlung unnötige Haushaltsgeräte über gehen wird. Aber mein Mixer gehörte bis vor ein paar Wochen auch dazu und erlebt jetzt nach einem Jahr ein Revival. Okay, jeden Tag werde ich kein Eis machen, meine Hüften haben schon genug Polster, aber ich kann Eis machen wann ich will (naja fast) und der wird auch noch wirklich wie Eis. Eiszubereitung ohne Maschine ist mir zu mühselig (immer wieder rühren und so) und dann Bilden sich ein Haufen Eiskristalle und das ganze ist dann nicht Cremig, außerdem bin ich nicht gerade Geduldig. Ein momentaner Nachteil ist auch, dass die Eis-Schüssel 1/4 vom Platz in meinem kleinen Gefrierschrank (wohl eher Fach) einnimmt, aber ich liebäugle schon mit einem neuen Kühlschrank-Kombi-Gerät 😀

Dass das Netz eine wahre Fundgrube ist, wissen wir ja bereits und so bin ich auch auf ein Rezept für „Frozen Yogurt“ gestoßen. Welches glaub ich auch das Zünglein auf der Wage bezüglich Eismaschine war.

Ich hab das original Rezept halbiert und etwas modifiziert:

Zutaten:

  • 220g Blaubeeren
  • 200g Griechischer Joghurt 200g
  • 100g Crème Fraich
  • Süße Kondensmilch (Milchmädchen) ca. 20g
  • 1 TL Vanille-Extrakt

 

Blaubeeren pürieren, alle Zutaten in eine Schüssel geben und ordentlich vermengen. Ich hab nur einen guten Schuss ca. 20g Milchmädchen hinzugefügt, am besten die Masse vor dem zugeben abschmecken und ggf. mehr hinzugeben oder auch ganz weg lassen. Damit die Maschine schneller arbeiten kann, evtl. die Masse vorher in den Kühlschrank kühlen. Masse in die Eis-Maschine geben und Anleitung der Maschine befolgen. Wenn die Masse noch nicht fest genug ist, in eine gefrier-geeignete Dose geben und für eine 1/2 – 1 Std. in den Froster geben. Im Nachhinein würde ich auch ein Schuss Zitrone und etwas Zitronen Abrieb dazugeben, damit der Geschmack etwas runder wird.

Wenn man nicht weiß was man mit den übriggebliebenen Blaubeeren machen soll, aufheben für die Garnierung oder einen Blaubeer-Bananen-Shake machen:

Edit 10. Mäz: Wenn ich es mir recht überlege ist das Eis doch recht blau, so violett-blau 😉
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Hüftgold

Der Schnee diesen Winter lässt ja auf sich warten, zumindest hier im „Flachland“. Der Schneeregen von vorgestern zählt nicht. Zumindest habe ich bei diesen fast schon Frühlingstemperaturen die Möglichkeit mir Schnee auf meinen Dessert-Teller zu zaubern. Schnee weiße (Schoko) Creme mit Erdbeersauce. Schneeweiß und Rosenrot. Hätte jetzt eigentlich richtig Lust auf dem Sofa zu lümmeln und alte Märchen zu gucken. Wieso zeigen sie so was eigentlich nur zu Weihnachten? Naja, Ostern ist ja auch bald und da holen die TV-Sender hoffentlich nicht nur diese schrecklichen Jesus-Dramen, sondern auch die guten alten Märchen wieder aus der Mottenkiste.

Dieses Schoko-Dessert ist bei meiner Familie der Renner und gibt es meist auf jeder Familienfeier. Das super einfache Rezept stammt von meiner Tante. Wo sie es her hat? Keine Ahnung. Auf jeden Fall ist es nicht etwas was man jeden Tag oder jede Woche essen sollte, weil es wie der Titel sagt Hüftgold ist. Am besten man macht es nur wenn man Gäste hat, sonst könnte es passieren, dass die Schlüssel plötzlich leer ist und man mit einem leichten Zuckerschock durch die Bude spring. Aber man gönnt sich ja sonst nichts 😉

Das Rezept ist ein 1:1 Rezept. Die Zutaten werden zu gleichen Teilen verwendet. Daher ist es seh einfach das Dessert für 1 oder für 10 zuzubereiten.

Zutaten für 4 Personen:

  • 200g weiße Schokolade
  • 200g Quark
  • 200g Sahne (kalt!)

Für die Sauce

  • 500g Erdbeeren
  • Wasser
  • Erdbeersirup

Die weiße Schokolade klein hacken und im Wasserbad schmelzen. Am besten eine Metallschüssel verwenden.

Die aufgelöste Schokolade etwas abkühlen lassen. Den Quark hinzufügen und gut durchmischen, bis eine homogene Masse entsteht 😉 Meine Tante nimmt eigentlich Schmand, aber ich hatte keins im Haus

Die Sahne aufschlagen und unter der Masse heben. Min. 1 Std, besser länger kalt stellen.

Ich hab heute bei der Sahne gepatzt und es ist mal wieder Butter entstanden. Die Sahne war zum Aufschlagen nicht kalt genug und ich hab eine zu hohe Geschwindigkeit beim Handmixer verwendet. Statt Sahne kann man vielleicht auch Eischnee verwenden, ca. 6 Eier würde ich schätzen. Vorsichtig unterheben und am besten über Nacht in den Kühlschrank stellen. Dann wirds sicherlich mehr wie eine Mousse statt Creme. Werde es das nächste Mal ausprobieren.

Noch einfacher geht die Erdbeersauce. Erdbeeren mit etwas Wasser in den Mixer pürieren. So viel Wasser hinzufügen bis zur gewünschten Konsistenz. Die sollte aber nicht zu flüssig werden. Wenn man TK Erdbeeren verwendet sollte man am besten die Erdbeeren vorher auftauen oder zumindest antauen lassen, sonst hat man eher Sorbet. Wenn die Sauce zu sauer ist ein Schuss Erdbeersirup hinzufügen. Aber nicht zu viel da die Creme schon sehr süß ist. Bis zum Servieren in den Kühlschrank stellen.

Die Erdbeersauce neutralisiert etwas von der Süße der Creme und erinnert geschmacklich an Spagetti Eis. Ich mags am liebsten mit viel Sauce :). Kiwi- oder Mango-Sauce passt auch sehr gut.

Bei Highfoodality gibt es ja den Blog-Event „Cookbook of Colors“. Meine erste Einreichung „Maiscremesüppchen“ war eher Cremeweiß, aber dies ist wirklich fast Reinweiß. Somit fix dieses Rezept für den Monat Januar eingereicht.
HighFoodality Blog-Event Cookbook of Colors

Gibt Dir das Leben Äpfel…

Mach Apfelsauce!

Ich hab momentan eine Menge Äpfel zuhause, die mir zum Roh verzehr nicht wirklich schmecken. Aber was tun? Zum Weg schmeißen zu schade. Apfelkuchen oder doch lieber Applecrumble? Vielleicht am Wochenende, sonst esse ich 1-2 Stück und der Rest landet im Müll. Auf meiner Suche nach alternativen bin ich auch auf Applebutter oder Apfelkompot Rezepte gestoßen. Besonders gut gefallen hat mir das Russet Apple Compote Rezept von The Britisch Larder gefallen. Auch die anderen Rezepte sehen Super aus, werde sicherlich noch einige ausprobieren.

Der Anreiz dieses Rezept heute um halb 9 auszuprobieren, war meine spontanen gelüste nach Milchreis. Ich hatte kein Apfelmus oder eingelegten Kirschen, aber eine Menge Äpfel.

Zutaten:

  • 500g Äpfel (geschält, entkernt, gewürfelt)
  • Zitronensaft
  • 50g Butter
  • 75g Honig
  • 50 ml Apfelsaft (100%) oder Wasser
  • 1 Vanilleschote (ausgekratzt)

Äpfel schälen, entkernen und Würfeln. Den Zitronensaft zu den Äpfel-Stücken geben, damit diese nicht Braun werden. In einem Topf die hälfe der Butter schmelzen. Wenn sich leichte Blasen bilden die Äpfel, Honig und Vanille hinzufügen, umrühren und aufkochen. Nach ca. 2-3 Minuten den Apfelsaft hinzufügen und die Hitze runterdrehen, Deckel drauf und 10 Minuten köcheln lassen. Topf dann vom Herd nehmen und die Butter (gewürfelt) unterrühren bis die geschmolzen hist. Die Masse in den Mixer (oder Küchenmaschine) füllen. Vorsicht Heiß! Pürieren bis sich eine cremige Sauce ergibt. Ergibt ca. 500 ml. Die Sauce in sterilisierte Gläser füllen, verschließen und kalt aufbewahren.  Oder gleich heiß z.B. auf Milchreis genießen 😉

Die Sauce ist Göttlich! Cremige Äpfel mit Vanillenote. Wer eine dickere Konsistenz wünscht, einfach mehr Äpfel nehmen. Kann mir das auch gut mit „Stückchen“ vorstellen…ein oder zwei Äpfel mehr mit kochen und diese nicht mit Pürieren und unter der fertigen Masse unterrühren. Wer es weniger süß mag kann die Honigmenge reduzieren. Im Original Rezept wird 50g verwendet, aber da ich noch Zitronensaft unter den Äpfeln gemischt habe und es ein bisserl süßer mag, habe ich die Honigmenge etwas aufgestockt. In sterilisierten Gläsern hält das ganze ca. 2 Wochen im Kühlschrank.

Bezüglich Apfelsorte: ich habe Fuji verwendet. Es empfiehlt sich eine Süße-Sorte wie Fuji oder Gala zu verwenden. Wenn man eine Säuerliche-Sorte verwendet, vielleicht etwas mehr Honig verwenden. Ein sehr schöner Nebeneffekt: die Wohnung duftet herrlich nach warmen Äpfeln.

Bon Appetit.