Tres Baguette

Am Wochenende gab es bei mir Coq au Vin. Natürlich darf zu solch einem Essen Baguette nicht fehlen. Bei Chefkoch habe ich ein tolles Rezept gefunden „Baguette á la Koelkast„. Allerdings hatte ich nicht genug „Standard“ Mehl, also musste ich etwas Experimentieren. Naja nicht wirklich, in mein Salbei-Pesto-Baguette habe ich schon mal Nudelmehl verwendet und es wurde auch ganz gut. Frau Koelkast’s Rezept verlangt nach 1 ganzen Hefewürfel (42g), aber ich finde dann wäre der Hefe Geschmack zu stark, also habe ich es halbiert.

Alles in allem super lecker und viel bleib nicht übrig. Das Schöne an der Zubereitung ist, dass das Baguette aufgerollt und nicht einfach nur geformt wird. Somit kann man es auch z.B. mit Pesto bestreichen.

Ich hab drei Varianten gebacken, 1 ohne alles, 1 mit Salbei & Knoblauch und 1 mit getrockneten Tomaten & Knoblauch.

Tres Baguette

  • 275g Mehl
  • 275g Spätzle/Nudel-Mehl (Typ 550)
  • 1 TL Zucker
  • 21g frische Hefe (1/2 Würfel)
  • 1 ½ TL Salz
  • 350ml warmes Wasser (knapp)
  • Salzwasser

In eine Schüssel Mehl hineingeben, eine Mulde hinein drücken, Hefe hinein bröseln, Zucker darauf geben und mit etwas Wasser und Mehl verrühren. Vorteig ca. 15 Minuten gehen lassen.

Salz in das Mehl streuen. Nach und nach das restliche Wasser hinzugeben und kneten bis der Teig zusammen kommt. Den Teig in der Schüssel abdecken und gehen lassen bis sich das Volumen verdoppelt hat.

Den Teig aus der Schüssel nehmen und auf einer bemehlten Flache durchkneten und in 3 gleich große Stücke teilen. Jedes auf ca. 20x40cm ausrollen, ggf. mit Pesto oder Kräuter usw. bestreichen und von der Längsseite locker aufrollen. Die Rollen auf einem Backblech legen und jedes 4-5-mal schräg einschneiden. Ca. 20-30 Minuten abdecken und gehen lassen.

Jede Rolle mit Salzwasser bepinseln, dabei die Einschnitte auslassen und bei 220°C im vorgeheizten Backofen ca. 25 Minuten backen. Nach 15 Min wieder mit Salzwasser bepinseln.
Viel Spaß beim Nachkochen

Coq au Vin

Wie bei Zwiebel- oder Flammkuchen gibt es bei Coq au Vin auch zig verschiedene Wege es zu zubereiten. Schnell, langsam, mit Speck, ohne Speck, mit Gemüse oder ohne Gemüse und so weiter und so fort. Ich hab mich für die Aufwändige Version mit 24 Std. marinieren, Anbraten und 2 mal schmoren entschieden. Ich hab mich auch nicht für ein ganzes Hähnchen, sondern nur für Keulen und Unterkeulen entschieden – die mag ich einfach lieber und ich hab auch keine richtige Geflügelschere und die Blumenschere stand nicht zur Diskussion.

Nicht nur bei der Art der Zubereitung von Coq au Vin scheiden sich die Geister, sondern auch welchen Wein man nehmen soll. Coq au Vin ist ein Gericht aus Burgund, also wäre ein Burgunder naheliegend. Aber mal ehrlich ein Burgunder ist ja nicht gerade günstig. Ich bin kein wirklicher Wein-Kenner, aber man mit einem fruchtigen rot-Wein wie ein Merlot klappt es auch ganz gut.

Dann kam die Frage was man als Beilage dazu reicht. Kartoffeln, Bandnudeln, gebratene Polenta-Scheiben oder klassisch einfach nur Baguette? Ich hab mich für Rosmarin-Kartoffeln und Baguette entschieden. Das Baguette natürlich um in die herrliche Sauce zu tunken. Gekauft, aufgebacken oder selbstgemacht? Ich war ehrgeizig und habe es selbst gemacht. Wenn ich schon 3 Tage lang Keulen in Rotwein zubereite, dann kann ich ja auch so’n bisschen Baguette auch noch hinbekommen. 😉

Eines vorweg man kann sicherlich ohne 24-36 Std. marinieren ein gutes „Huhn in Rotwein“ servieren, aber die etwas aufwendigere Variante und das lange marinieren wird durch ein unglaublich zartes und aromatisches Fleisch entschädigt. Das Fleisch fällt förmlich von den Knochen und was mich am meisten überrascht hat, die Möhren hatten noch biss. Beim nächstenmal würde ich allerdings die Haut der Keulen vor dem Einlegen entfernen. Das wird nach dem schmoren ziemlich wabblig 😉

Als Coq au Vin Neuling habe ich mir natürlich ein Rezept zur Hilfe genommen. Naja, es waren 2 – 3 Rezepte

Coq au Vin für 4

  • 4 Hähnchenkeulen
  • 4 Hähnchenunterkeulen
  • 200g kleine Zwiebeln (weiß, gelb, rot)
  • 200g Möhren
  • 1 Stange Lauch
  • 1/4 frische Knoblauchknolle
  • 10 Pfefferkörner
  • 2 Lorbeerblätter
  • 1 Stängel Rosmarin
  • 1 Stängel Thymian
  • ca. 1,5 L Merlot (Rotwein)
  • Salz Pfeffer
  • Butterschmalz
  • 4cl Cognac
  • Mehl
  • 200g gewürfelter Speck
  • 250g kleine Champions
  • 100 ml Brühe

Hähnchenkeulen waschen und in einem großen Topf/Gefäß geben. Zwiebeln schälen. Möhren schälen und in ca. 2cm dicke Stücke schneiden. Vom Lauch das weiße bis hellgrüne Ende in ca. 1 cm dicke Ringe schneiden. Alles zusammen mit den Kräutern zu den Keulen geben und mit dem Rotwein bedecken. 24-36 Std. Marinieren.

Die Keulen und das Gemüse aus dem Topf nehmen, abtropfen lassen und trennen. Die Marinade sieben und beiseite stellen. In Die Keulen trocken tupfen, salzen und Pfeffern. In eine Pfanne etwas Butterschmalz schmelzen und die Keulen ggf. nacheinander scharf anbraten, herausnehmen und auf ein Blech legen.

In dem Schmortopf etwas Butterschmalz geben und das Gemüse darin ca. 5 Min. anrösten. Mit 4cl Cognac ablöschen. Die Hähnchenkeulen dazugeben, mit Mehl bestäuben und 4 Minuten anrösten. Mit dem Bratensaft und Marinade auffüllen. Das Fleisch zugedeckt bei mittlerer Hitze 1 Stunde und 30 Minuten schmoren, dann abkühlen lassen und über Nacht kaltstellen.

Am nächsten Tag bei mittlerer Hitze nochmals zugedeckt 1 Stunde und 30 Minuten schmoren. Das Fleisch und Gemüse aus dem Bräter nehmen und auf einem Blech legen und mit angefeuchtetes Küchenkrepp abdecken. Die Kräuter aus dem Sud entfernen ggf. nochmal sieben und mit 100ml Brühe einkochen. Die Hähnchenteile von der Hauf befreien und in der Sauce erwärmen.

In eine Pfanne den Speck knusprig anbraten, auf einem Küchenkrepp abtropfen lassen. Die Pilze dann in der Pfanne anbraten.

Die Hähnchenteile in eine vorgewärmte große Schüssel oder dem Deckel des Bräters geben, den Speck darauf verteilen und mit der Sauce übergießen, etwas für das Gemüse übriglassen. Das Gemüse und die Pilze ein eine Schüssel geben und die restliche Sauce hinzugeben.

Mit Baguette, Rosmarin-Kartoffen, gebratene Polenta-Scheiben oder Nudeln servieren. Auf jeden Fall ein guten Rotwein dazu trinken.

Das Baguette-Rezept gibts dann morgen. Viel Spaß beim Nachkochen

Ei, Ei, Eiersalat

Ich weiß nicht wie es bei euch aussieht, aber ich liebe Eiersalat. Aber wieso ich nicht früher darauf gekommen bin es selber zu machen weiß ich auch nicht. Ist ja super einfach und man kann es variieren wie man will. Ei, Mayo, Gewürze, Kräuter, Essig oder Zitrone mehr brauchts eigentlich nicht. Will man ganz ehrgeizig sein macht man die Mayo auch noch selbst. Hier wirds dann nicht mehr so easy peasy. Mit selbst gemachter Mayo verhält es sich bei mir genauso wie mit der Gelatine, mal klappts mal nicht.

Meine heutige Eiersalat-Variante ist echt exquisit – mit Trüffelmayonaise und Avocado. Eine liebe Freundin hat mir mal ein Glas mitgebracht. „Finger licking good“ sag ich nur. Leider hatte ich keine mehr 😦 Aber dafür Trüffelöl. Das Teubner Handbuch Saucen zur Hand genommen und das Mayo-Rezept gesucht. Die Hälfte der Öl-Menge habe ich einfach mit dem Trüffelöl ersetzt. War schon lecker, kam aber nicht ganz an die original Trüffel-Mayo ran.

Für 1 Portion Eiersalat man nehme: 1 hartgekochtes Ei, 1/4 Avocado, 1 EL Trüffelmayo, Salz, Pfeffer, etwas Paprikapulver und ein paar Blätter Salbei. Ei und Avocado würfeln, Salbei klein schneiden und alles mischen. Abschmecken.

Viel spaß beim nachkochen

Backen mit (Ge)würze

Jede Saison hat für mich seinen Obst oder Gemüse Star auf dem man sich immer wieder freut. Im Frühling ist es der Spargel, im Sommer sind es die Beeren wie Erdbeeren, im Herbst ist es der Kürbis und im Winter der Grünkohl. Ich finde jede Jahreszeit hat auch bestimmte Gewürze oder Geschmacksrichtung zu der man gerne greift.

Zimt, Muskat, Nelken sind Gewürze die ich nicht wirklich mit Frühling oder Sommer verbinde, viel mehr mit stürmischen Herbsttagen, gemütlich am Kaminofen sitzen oder Weihnachten. Diese Gewürze rufen bei mir fast immer ein wohlig warmes Gefühl hervor. Besonders lecker sind diese Gewürze wenn man die z.B. in einem Kuchen verwendet – in einem Gewürzkuchen.

Das Rezept stammt von „cakes ’n‘ bakes“, allerdings mit einigen Änderung aus Mangel an bestimmten Zutaten.

Gewürzkuchen

  • 230g Mehl
  • 60g Speisestärke
  • 1 ½ TL Backpulver
  • 1 TL Natron
  • ½ TL Piment
  • ¼ TL Muskat
  • 1 TL Kakaopulver
  • ½ TL Salz
  • 115g Butter
  • 150g brauner Zucker
  • 2 Eier
  • 1 TL Vanille-Extrakt
  • 80g Frischkäse
  • 120ml Buttermilch
  • 60g gehackte Walnüsse

Die trockenen Zutaten (Mehl bis Salz) in eine Schüssel gut vermischen und zur Seite stellen.

In einer zweiten Schüssel Butter und Zucker ca. 2-3 Minuten auf mittlere Geschwindigkeit cremig rühren. Die Eier nach einander ein rühren. Den Vanille-Extrakt hinzugeben.

Die Buttermilch mit dem Frischkäse mischen und abwechselnd mit dem Mehlgemisch zu der Buttermasse geben und nach jeder Beigabe gut mischen. Zum Schluss die Walnüsse untermischen.

Den Teig in eine gebutterte 22er Springform geben und bei 180°C ca. 25 Minuten backen, ggf. die „Zahnstocherprobe“ machen.

Cakes ’n‘ Bakes hat den Teig in zwei Formen geteilt und gebacken, um dazwischen eine leckere Kürbis-Buttercreme zu füllen. Das getrennt backen habe ich mir gespart und den fertigen Kuchen mit einem Kuchenmesser geteilt. Gefüllt habe ich es auch, aber mit einem Kürbiscreme-Experiment. Wie es mit spontanen Küchen-Experimenten so ist, habe ich es nicht dokumentiert, also kann ich euch nicht genau sagen was oder wie viel wovon da drinne war, Butter war’s jedenfalls nicht 😉

Der Kuchen schmeckt auch sehr lecker ohne Füllung, evtl. zur Deko mit etwas Puderzucker bestäubt. Aber wenn Ihr unbedingt eine Füllung machen wollt, schaut bei Cakes ’n‘ Bakes vorbei oder startet einfach ein Küchen-Experimenten 😉

Würde mich freuen wenn du mich wissen lässt wofür du dich entschieden hast. Viel Spaß beim Nachbacken.

HighFoodality Blog-Event Cookbook of Colors
 

Ernte Saison

Der Sommer ist wohl endgültig vorbei. Das merkt man nicht nur an den kühleren Temperaturen oder das sich die Blätter an den Bäumen ihr Herbst Kleid tragen. Man kann an manchen Tagen wenn die Sonne scheint förmlich den Herbst riechen. Eine Mischung aus feuchtem Laub, die knackig frische Luft und Holzofen. Wie ich es liebe wie manche Gerüche Erinnerung ins Gedächtnis ruft oder einfach ein Lächeln auf die Lippen zaubert. Wie z.B. diese Woche als ich morgens aus dem Bus stieg und der Duft von Printen (welche oft mit Lebkuchen verwechselt wird) über der Innenstadt lag. Da geht man auch gleich mit guter Laune in den Tag.

Das schöne am Herbst ist auch die saisonale Ernte. Es gibt Kürbis in verschiedenen Varianten, diverse Kartoffelsorten und auch die Äpfel, Maronen und Walnüsse nicht zu vergessen. Ein weiteres Indiz für den beginnenden Herbst ist der Federweißer. Dieser „Neuer Wein“ aus weißem Traubenmost ist sehr süß. Die Flasche sollte nur Stehend transportiert werden, da die Flaschen nicht fest verschlossen sind. Der Wein gärt noch nach. Also nicht auf Band am Supermarkt hinlegen. Zu einem frischen Federweißen passt etwas deftiges sehr gut z.B. Flammkuchen oder Zwiebelkuchen.

Ein Tipp für den Federweißen hab ich noch: wenn er zu süß ist, einfach bei Zimmertemperatur ein paar Stunden stehen lassen. Der Wein beginnt weiter zu gären. Den Gärprozess kann man stoppen bzw. verlangsamen wenn man Ihn wieder Kalt stellt.

Zum Federweißen habe ich mich diesmal für Zwiebelkuchen entschieden. Das Rezept stammt von tigerlilly63 gefunden auf Kochbar. Eigentlich ist die Menge für ein Blech ausgerichtet, aber ich hab es in eine runde Auflauf/Pie-Form zubereitet. Die Menge an Hefe-Teig war etwas zu viel und 1-2 Zwiebeln weniger wäre auch gut gewesen, aber das macht nichts. Aus dem überschüssigen Teig werde ich schon noch irgendwas anderes Zaubern.

Wenn Ihr hier jetzt das Rezept sucht, schaut mal hier vorbei. Zu der Eiersauerrahm-Masse habe ich noch etwas Peccorino untermischen. Mmh sehr lecker.

Schoko, Erdnuss und Karamel

Soll man eigentlich ein Blog-Post mit einer Entschuldigung beginnen? Und Besserung geloben?Nun ja, ich hab schon länger nichts gepostet und den September einfach ganz ausgelassen, aber hey es ist mein Blog und ich werde dafür ja auch nicht bezahlt, jede Woche oder regelmäßig etwas zu schreiben, oder? Mir hat das Kochen und darüber zu Bloggen seit Januar sehr viel Spaß gemacht, aber in letzter Zeit war mir einfach nicht danach. Es ist ja nicht so, dass man einfach was kocht, knipst und schnell ein paar Wörter dazu nieder schreibt, bloggen ist ein Hobby, welches Zeit und Motivation kostet und vor allem nicht in Arbeit ausarten soll. Zumindest sollte man nicht das Gefühl haben, das es Arbeit ist, oder? Manchmal will man einfach nur lecker kochen und es (noch heiß) genießen. Ehrlich gesagt, weiß ich ja noch nicht mal ob irgendwer hier regelmäßig liest, oder ob die alle nur wegen dem Regenbogen-Kuchen vorbei schauen. Wenn Ihr die Rezepte mögt, oder auch nicht oder oder… „show some love“ 😉 auf englisch klingt das einfach schöner. Genug lamentiert, ich koche wieder und werde auch wieder Bloggen und wenn ich ehrlich bin habe ich es schon etwas vermisst.

Vor einiger Zeit habe ich euch von eine liebe Kommilitonin erzählt, die geheiratet hatte. Ich habe für die Braut ein kleines Päckchen mit Homemade Snickers und Schoko-Likör geschnürt und geschickt. Was ich nicht wüsste, das das Brautpaar eine ganz besondere Beziehung zu Snickers hatte und sich tierisch über die hausgemachten Riegel gefreut haben. Die liebe Kommilitonin heißt Nina und die habe ich sehr ins Herz geschlossen nicht nur weil Sie mir im Studium zuseiten steht, sondern auch für die langen und kurzen ICQ-Chats. Danke Nina :).   Vergangenes Wochenende haben wir uns in Duisburg zur Präsentation unserer Projekte wieder gesehen, und ich konnte es mir nicht nehmen Ihr auch ein kleines (gebackenes) Dankeschön mitzubringen. Bei Pinterest (wo auch sonst) habe ich ein tolles Bild gesehen, von einem Schickers Cupcake. Perfekt dachte ich.

Das Rezept von „Homemade by Holman“ ist super, nun bis auf die Tatsache, dass es in Cups gemessen wird, für ca. 30 Cupcakes ausreicht und viel zu viel Zucker enthält, als der deutsche Gaumen gewöhnt ist.Bei amerikanischen Kuchen oder Cupcake Rezepte reduziere ich immer den Zuckergehalt. Ich habe mich schon immer gefragt, wieso die Amis immer viel Zucker verwenden. Irgendwo habe ich mal gelesen, das die Amerikaner wenn Sie Kuchen essen eigentlich immer nur 1 Stück essen und nicht wie wir gern 1, 2 oder mehr Stücke uns gönnen. Ist eigentlich eine gute Erklärung für den hohen Zuckergehalt, oder?

Zurück zum Cupcake-Rezept. Der Kuchenteil ist eine Schoko-Kuchen und das Topping (also die Creme oben drauf) ist eine Karamell-Buttercreme. Mir fehlten bei dieser Komposition etwas wesentliches – die Erdnüsse. Also suchte ich mir ein Rezept für ein Topping mit Erdnussbutter. Gefunden hatte ich es bei Allreciepies.com. Eine Mischung aus Butter, Erdnussbutter und Puderzucker. Die Menge im Rezept reicht locker für 1 großen Kuchen, oder 30-50 Cupcakes, also habe ich den Rest eingefroren.

Der Kuchenteig ist wirklich toll, schokoladig, fluffig aber nicht trocken… mmh lecker. Leider habe ich keine Eier mehr sonst würde ich jetzt noch ein Batzen in der Küche anrühren. Das Rezept ist definitiv Merkenswert.

Leider habe ich meine Speicherkarte für meine gute Cam verlegt, also d.h. gibt es leider nicht so gute Fotos 😉 Außerdem hab ich die sündigen Kleinteile schnell verpackt, damit ich nicht über alle herfalle 😉

Schoko-Basis für 12 Snickers Cupcakes

  • 150g Zucker
  • 100g Mehl
  • 45g Kakao
  • 3/4 TL Backpulver
  • 3/4 TL Natron
  • 1/4 TL Salz
  • 1 Ei
  • 110ml Milch
  • 55ml Öl
  • 1 TL Vanille Extrakt
  • 110ml kochendes Wasser

Zucker, Mehl, Kakao, Backpulver, Natron und Salz in eine Schüssel mischen. Das Ei, Milch, Öl und Vanille Extrakt hinzugeben  und mischen, dann auf höchster stufe und ca. 2-3 Minuten weiter rühren. Das Wasser unterrühren. Der Teig wird sehr flüssig sein. Die Muffinförmchen ca. 3/4 füllen. Bei 180°C ca. 22 Minuten backen. Mit der Zahnstocherprobe nachschauen ob der Teig „durch“ ist. Vollkommen abkühlen lassen, bevor man das Topping darauf verteilt.

Erdnussbutter-Topping (Achtung: sehr große Menge)

  • 115g Butter (Zimmertemperatur)
  • 250g Erdnussbutter
  • 250g Puderzucker
  • 3-4 EL lauwarme Milch

Die weiche Butter mit der Erdnussbutter mischen. Nach und nach den Puderzucker unter arbeiten. Die Erdnussbutterkrümmel werden durch die Beigabe der Milch schön cremig. Im Zusammenspiel mit dem Kuchen und Karamell ist es wirklich super, aber es ist nicht das Beste, da muss ich noch mal etwas experimentieren.

Die Masse in eine Spritztüte füllen und die Küchlein dekorieren. Zum Schluss etwas Karamellsauce auf das Topping geben und evtl. mit klein geschnittene Snickers dekorieren.

Risotto für Faule

Ich bin wieder da 🙂 Naja, ich war eigentlich nicht wirklich weg. Nachdem ich die fiese Erkältung überstanden hatte, kehrte auch langsam mein Geschmacks- und Geruchssinn wieder. Endlich! Kochen ohne wirklich was zu schmecken macht auch echt kein Spaß.

Nun ja, in den letzten Wochen habe ich gekocht, die Küche verwüstet und natürlich geknipst, aber für das Bloggen hatte ich keine Zeit und eigentlich auch keine Lust. Die nicht vorhandene Lust bezog sich nicht auf das Bloggen selbst, sondern weil ich nach 8 Std. Arbeit zu Hause weitere 3-4 Std. am Laptop für mein Studium saß. Dieses mal stand nicht das pauken für die Prüfungen an, sondern ein Medienprojekt, besser gesagt ein 25 Seitiges Konzeptpapier für ein eLearning Lernmodul „Sicherheit am Arbeitsplatz“.

Falls ich es nicht erwähnt habe… ich mache nebenberuflich meinen Master im Bereich eLearning an der Uni Duisburg.

Ich werde euch nicht mit den Details zum Inhalt langweilen, das einzig spaßige an dem ganzen war sich mal wieder „Gabelstaplerfahrer Klaus“ anzugucken ;D

Damit ich das Paper endlich fertig bekomme habe ich mir die letzten Tage freigenommen und mich tagsüber bei meiner Aachener Familie (die grad auf Bali ist – NEID!!!) einquartiert und deren Tomaten auf der Dachterrasse Gesellschaft geleistet.

Ist der umfunktionierter Sonnen-Schirm nicht süß?

Die Rühe und Ablenkungsfreiezone hat mir echt geholfen. Denn mal ehrlich gesagt hätte ich Zuhause bestimmt anfangen zu putzen, Aussortieren oder irgendwelche Kochexperimente zu veranstalten um mich von meiner Aufgabe abzuhalten. Und alle singen lauthals mit: PROCRAS-TIN-A-TION (zur Melodie Fascination von Alphabeat) Wenn ich mal Zeit finde, texte ich das ganze Lied um…morgen oder übermorgen oder so ;).

In der Sonne zu sitzen und zu Arbeiten ist schon toll. Der Sonnenbrand in meinem Gesicht allerdings nicht. Meine Kollegen werden Montag bestimmt denken ich hab ein kurz Urlaub gemacht und nicht den ganzen Tag trockene Theorien gelesen und versucht mir was Schlaues aus dem Hirn zu pressen.

Da ich die letzten Tage so fleißig war und auch mal eine Abwechslung brauch, gibt es jetzt und nicht erst wenn ich mit dem Paper durch bin einen neuen Blog-Beitrag. JUHU! Und eine prämiere gibt’s auch….schlonziges Reis – auch Risotto genannt 🙂

Risotto zuzubereiten hat mich nie wirklich gereizt – am Herd stehen, immer wieder rühren und dann hat man am Ende eine Reis-Matschepampe. Ich mag mein Reis lieber locker und luftig oder als Milchreis. Aber hey, man muss auch mal offen für was neues sein, oder?

Kennt ihr eigentlich Donna Hey? Bis vor kurzen hatte ich sie auch nicht aufm Schirm, bis sie vor mir erschien und zwar auf meinem Bildschirm in ihre Kochsendung „Donna Hay – fast, fresh, simple“.

Die Australierin wird jedenfalls von der Vogue (nicht das ich die lesen würde) als die Erfinderin des neuen Fast-Food genannt. Ihre Rezepte sind wirklich einfach und perfekt für die schnelle Küche. In einer Folge zeigt sie eine andere Zubereitungsart für Risotto – Risotto aus dem Ofen. Die gezeigte Variante war mit Butternut-Kürbis und gebratenem Salbei.

Das Rezept habe ich aus Mangel an Salbei abgewandelt und auch gepimmt – denn alles schmeckt besser mit Speck 😉

Gebackener Kürbis-Risotto mit Bacon für 1 Person oder als Beilage für 2

  • 2 Scheiben Bacon (Frühstücksspeck)
  • Olivenöl
  • 1/4 rote Zwiebel (oder 1/2 kleine „normale“ Zwiebel), gewürfelt
  • 75g Risotto Reis
  • 130 g Butternut-Kürbis, gewürfelt
  • 260ml Gemüsebrühe (1 TL Instantpulver)
  • Salz, Pfeffer
  • ca. 10g Peccorino, gerieben
  • Basilikum, frisch, in Streifen geschnitten
  • Rucola

Die Bacon-Scheiben knusprig braten (in der Pfanne oder Ofen), auf einem Krepp-Papier das überschüssige Fett aufsaugen und abkühlen lassen.

In einem Topf etwas Olivenöl erwärmen und darin die Zwiebel glasig anschwitzen. Den Reis und Kürbis hinzugeben und kurz mit braten. Mit der Brühe ablöschen. Das Ganze in eine Ofenfesteform geben und mit Alufolie fest abdecken. Bei 200°C für ca. 40 Minuten in den Ofen geben.

Der fertig gebackenen Risotto sollte wenig Flüssigkeit haben und aldente sein. Mit Salz und Pfeffer würzen. Pecorino, Basilikum, Rucola und den klein geschnittenen Bacon hinzugeben und vorsichtig unterrühren.

Und? Wie hats mir geschmeckt? Interessant, nicht schlecht… ich fand die Kombination von dem salzigem Bacon, würzigen Reis(Schlonz) und süßlichen Kürbis, abgerundet mit dem nussigem Rucola und frischen Basilikum wirklich lecker 😀 Das nächste Mal werde ich Risotto vielleicht mal auf die „traditionelle“ Weise zubereiten und den Kürbis backen, mal sehn was mir dann besser gefällt. Und lässt man den Speck weg, dann hat man auch Vegetarisches-Gericht 😀

Nachtrag:

Was ich ganz vergessen habe… es ist ja ein Single Gericht, aber Kürbise gibt es meist nicht in so kleine 130g Ausführungen. Der restliche Kürbis lässt sich auch wunderbar zu eine Suppe verarbeiten. Und wenn ihr nicht wisst, was ihr mit dem restlichen Bacon machen sollt, versucht doch mal diese Eier-Speck-Toast-Variante aus der Muffinform.

Viel Spaß beim Nachkochen!

Foto Fragen Freitag

Ohne viel Worte und gleich zur Sache…

1.) Dein Bild der Woche?

Dieses Kerlchen versteckte sich heute Morgen hinter meine Gardine.
2.) Was wünschst du dir manchmal?

Einen eigenen Garten.
3.) Was hast du endlich mal wieder gemacht?

Erdbeer Daiquiriqs!!!
4.) Wen magst du gerade besonders gern?

Mr Kellogs – für die Erfindung der Pop Tarts (Toaster Kekse)
5.) Was hast du gekauft, um es zu verschenken?

Ein gutes Messer – jeder sollte min. eins haben … vorallem wenn ich bei denen koche 😉

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Für mehr Foto Fragen Freitag und für alle die mitmachen wollen, schaut bei Steffi (www.ohhhmhhh.de) vorbei

 

Kochen ohne Geschmack

Der Titel bezieht sich nicht auf ekelige Kochexperimente und wilde Geschmackskompositionen, sondern darauf dass ich momentan zeitweise nichts schmecken kann. Echt blöd wenn man gerne kocht, oder? Der Grund dafür ist ganz banal und zwar eine richtig „schöne“ dicke Erkältung. Und ich verrate euch noch was, bei fast 30°C macht es auch kein spaß schniefend und keuchend tot auf dem Sofa zu liegen. Ich wäre lieber in mein bestimmt mollig-warmes Büro und könnte dafür nach Feierabend ein leckeres Radler oder Alster im Biergarten genießen. Zwischen Schlafen, viel Tee und das „bisschen Haushalt“, muss ich ja auch ab und zu was essen. Am besten was Gesundes mit viel Vitamine und ohne viel Aufwand. Aber was heißt Aufwand für eine kochbegeisterte? Das definiert wohl jeder für sich. Ich glaube ich meine hier vielmehr ohne viel Stress. Denn ein aufwändiges 4-Gänge Menü mit vielen Zutaten wäre sicherlich nicht drinne, überhaupt mehr als 1 Topf gleichzeitig auf dem Herd würde sich ja fast schon in stress ausarten ;).

Was ist das Erkältungselixier schleicht hin? Eine Kraftbrühe natürlich! Die einfachste Variante ist etwas Wasser aufkochen, darin etwas Hühner-Kraftbouillon-Pulver aus dem Glas hinzugeben und z.B. als Einlage ein Hühner-Ei. Kredenzt mit eine Scheibe Toast. Einfach, lecker, schnell und effektiv… zumindest Magenfüllend. Nur hat das ganze leider nicht viele Vitamine.

Die Königsdisziplin ist wohl eine echte Hühnersuppe, also eine Brühe ausgekocht mit Suppenhuhn und Gemüse. Vom Stress-Level würde ich das nicht so hoch einstufen, ist aber deutlich Aufwändiger als die schnelle Boullion mit Ei, zumindest was die Zubereitungszeit betrifft. Das gewaschene Huhn mit ein Bund Suppengrün (Karotte, Knollensellerie, Lauch) ca. 2 Std auskochen. Das Huhn raus nehmen, abkühlen lassen und das Fleisch von den Knochen pulen. Jetzt weiß ich zumindest woher der Begriff „gummi-Adler“ kommt. Die Haut des Suppenhuhns kann man nicht einfach abziehen, sondern muss schon den mit einem Messer zu Leibe rücken. Die Brühe durch ein Sieb gießen und das Aufgefangene Gemüse wech schmeißen. Der Erste Teil wäre somit fertig. Die Brühe wieder in einem Topf geben und frisches Suppengemüse nach Wahl hinzugeben gar kochen und zum Schluss noch etwas von dem Hühnerfleisch, evtl. Suppennudeln und Eierstich hinzugeben. Jetzt hat man auch eine gehaltvolle Suppe. Wie hat es geschmeckt? Keine Ahnung. Meine geschmacksnerven haben zu dem Zeitpunkt gestreikt, aber mit ne Menge Maggi konnte ich dann wenigstens etwas schmecken ;), aber gesund und kraftgebend war es alle Mal. Und wie sah es aus? Gut, gesund, lecker. Nur leider frei nach dem GNTM-Motto „ich habe leider kein Foto für dich“. Das wäre dann auch zu viel des guten. Nach dem sättigenden und geschmacklosen Mahl habe ich mich wieder auf dem Sofa eingefunden und genoss das nachmittägliche TV Spektakel.

*hust*

Gestern ging es mit meinem Geschmacksnerven schon wieder etwas bergauf, die sind zwar immer noch nicht auf voller hohe, aber eine Avocado konnte ich geschmacklich von einer Banane unterscheiden. Ein echter Fortschritt, wenn man bedenkt, dass  am Vortag die Karotten genauso wie das Sellerie oder Hähnchen geschmeckt hat. Ich weiß nicht wie es bei euch ist, aber wenn’s mir nicht gut geht, habe ich so gewisse Komfort-Food Gerichte, oder auch Soul-Food genannt, wie z.B. Schokoladen-Pudding. Auch gerne schnell gemacht aus dem Hause des Dr’s. Gestern bin ich aber online auf eine andere Variante gestoßen: Schokoladen-Avocado-Pudding. Mmmh? Klang interessant und wie der Zufall nu war, hatte ich eine reife Avocado auf dem Küchentisch liegen. Ein Schokopudding mit Avocado ist für mich schon was außergewöhnliches, aber ein Schokopudding ohne Milch und Sahne habe ich noch nie Gemacht. Das wirklich besondere an diesem Rezept, ist aber die Beigabe von rohe, also ungeröstete Kakaobohnen. Diese bekommt man online oder in Feinkost- und gutsortierte Bio-Läden. Ich werde euch nicht von den tollen Vorteilen vollquatschen, aber diese Kakaosplitter geben dem Ganzen das gewisse etwas. Sie schmecken schon schokoähnlich, sind aber überhaupt nicht süß. Erst in der Kombination mit Zucker oder mit Milch erwärmt kommt (m.E.) das volle Aroma raus. Wenn Ihr mehr über rohe oder Kakaobohnen allgemein wissen wollt, schaut einfach bei Google oder div. Vegane Seiten vorbei.

Vegane Schokoladen-Avocado-Pudding (Rezept Quelle)

1 Avocado

1 reife Banane

2 EL Kakao-Pulver (das Gute!)

Zucker/Honig/Agaven Nektar (Optional)

5 (rohe) Kakaobohnen oder 1 EL Kakaosplitter

Avocado mit der Banane pürieren. Kakaopulver hinzufügen und gut vermischen. Süßmittel nach Wahl bis zur gewünschten Menge hinzufügen. Kakaobohnen mit einem Mörser oder Messerrücken zerstoßen und unter der Masse mischen. Ergibt 1 größere bzw. 2 kleine Portionen.

Ich gebzu Optisch (Bild oben) hätte ich das bestimmt besser anrichten können ;). Geschmacklich? Interessant. Die Kakaosplitter sind tol,l aber dies wird nicht mein neuer Lieblings-Pudding werden. Da ich guter Laune war habe ich mit der Masse weiter experimentiert. Avocados wandern schon  mal in den einen oder anderen Smoothie, also die Hälfe der Masse in den Mixer und noch ein Glass Milch und ein TL (selbstgemachte) Vanillezucker dazu. Schon lecker, hätte ich noch Eiswürfelgehab wäre es noch besser gewesen. Die andere Hälfte des Puddings ist dann auch in den Mixer gewandert und so wurde aus der Vegane variante ein Milch-Avocado-Schokopudding. Die Konsistenz war zwar nicht so „fest“, aber geschmacklich hat es mir besser gefallen.

Noch besserer (das ist doch kein Wort, oder?) gefiel es mir, als ich die Masse aufkochte. Das Schokoaroma wurde intensiver und hatte einen leicht nussigen Geschmack. Es war zwar dann nicht mehr so seidig glatt, aber das war dann auch nicht so schlimm.

Wieder was Neues kennengelernt und experimentieren in der Küche macht ja auch spaß. Ich wünsch euch viel Spaß beim Nachkochen oder auch experimentieren.

 

Curry Premiere

Vorherrschendes Thema ist ja momentan unser Wetter. Besonders bei Facebook. Ich habe das Gefühl, dass jeder dritter Post irgendetwas mit dem nicht-existenten deutschen Sommer zu tun hat. Es wird gemotzt und gemeckert oder freudig ja fast schon hämisch gepostet, dass der eine oder andere bald gen Sonne fliegen… mit dem meckern bin ich eigentlich keine Ausnahme. JA, das Wetter ist Schei**! Aber ich habe wenigstens 1 Woche etwas Sommer mit Sonne und Wärme genießen können. Jeah! Zumindest muss ich nicht bei 30°C und Sonnenschein 8 Std. im Büro verbringen 🙂 Also alles (noch) halb so schlimm.

Aber was mich an diesem Sommer wirklich ankotzt, ist das mein Obst und Gemüse leidet. Heute musste ich 2 Schalen Erdbeeren, die ich vorgestern gekauft habe, wegen Plüschfrisur in die Tonne befördern. Echt ärgerlich. Auch meine Pflanzen auf meiner Dachterrasse leiden und ich mit ihnen. Da macht man sich die Mühe Pflanzen zu ziehen und pflegen und dann kann man es noch nicht mal wirklich genießen, weil es dauernd regnet. Schade.
Dennoch gibt es auch was positives von meiner Terrasse zu Berichten… ich konnte die ersten Möhren ernten. Diese gelben, weißen und die eine orange Möhre habe ich vor Monaten in Mauerer-Kübel ausgesät und nun waren die endlich groß genug um aus der Erde zu rupfen. Ich mag es selbst Obst und Gemüse zu ziehen, besonders Sorten die man nicht so in dem Supermarkt bekommt, wie diese Möhren.

Das Wetter hat auch ein gewisser Einfluss auf mein Kochverhalten. Diese Woche habe ich keine Lust zu kochen gehabt. Montag und Dienstag war es so kalt, dass ich echt überlegt habe die Heizung wieder an zu machen. Ich hab‘s sein lassen und stattdessen die Fenster geschlossen und mich in eine Decke gehüllt auf dem Sofa gemütlich gemacht. Zum Kochen konnte ich mich auch nicht aufraffen, es dann gab Sandwiches. Mittwoch hatte ich so richtig Lust auf Hühnersuppe oder Curry, aber der Tag wurde ja so richtig schön warm, also blieb die Küche wieder kalt. Gut, nach 3 Tagen Sandwiches oder Brote, wollte ich dann doch mal was Warmes zu essen haben, egal wie das Wetter wird. Das Rennen hat dann das Curry gemacht.

Ein gutes Curry ist was feines, aber ich bestelle es fast nie weil ich es nicht so einschätzen kann wie scharf es ist, oder auch weil da sich oft Obst wie Ananas oder Mango darin versteckt *bääääh*. Obst im Salat ist okay, aber im warmes, herzhaftes Essen… nicht meins.

Ein „richtiges“ Curry, also ohne fix und fertige Gewürzmischungen habe ich noch nie gemacht. Ich glaub ich muss da noch weiter gehen, ich glaub habe noch nie Curry zubereitet.

Google hat mir bei der suche nach „world best curry“ das Rezept „Indian Chicken Curry (Murgh Kari)“ bei allrecipes.com ausgespuckt. Die genannten Gewürze hatte ich, also fehlten noch die frischen Zutaten. Zuhause angekommen, stellte ich fest, dass ich doch kein Curry-Pulver hatte, aber ich wollte nicht nochmal los gehen. Diese kleinen Dosen Curry-Pulver sind ja nicht gemahlene Curry-Blätter, sondern eine Gewürzmischung. Grob erinnerte ich mich an die Inhalte, zumindest an die ein oder andere, also improvisierte ich. Da ich auch noch die schönen Möhren hatte, wurden die auch gleich mit verarbeitet.

Ein wichtiger Tipp vorweg: die jeweiligen Zutaten vorbereiten, also waschen, schneiden, würfeln, mörsern oder hacken, bevor man mit der „Kochanweisung“ anfängt!

Hähnchen Curry mit ganzen Hähnchenbrustfilets

  • 4 Hähnchenbrustfilets
  • Salz
  • 120 ml Öl
  • 4-5 Zwiebeln, gewürfelt (ca. 250g)
  • 2 Knoblauchzehen, gepresst (ca. 1 TL)
  • 1 ½ TL Ingwer, frisch gerieben (ca. 2 cm Stück)
  • 1 EL Curcuma
  • 1 ½ TL Kreuzkümmel (Cumin), gemahlen
  • ½ TL Nelken, gemahlen
  • 1 TL Cayenne Pfeffer
  • ¼ TL Chili-Flocken
  • ½ TL Fenchel Samen
  • 1 ½ TL Koriander Samen (oder 1 TL gemahlenen Koriander)
  • 4 Kardamom Kapseln
  • 1 EL Wasser
  • 300g gelbe/weiße Möhren, in Scheiben
  • 1 Dose gestückelte Tomaten (400g)
  • 250 g Joghurt
  • 1 EL frischer Koriander, gehackt
  • 1 TL Salz
  • 120 ml Wasser
  • 1 TL Garam Masala
  • 1 Zitrone

Hähnchenbrüste von beiden Seiten gut salzen. In eine große, hohe Pfanne das Öl erhitzen und die Hähnchenbrüste gold-braun anbraten. Aus der Pfanne nehmen und auf einem Teller zur Seite stellen.

Die Hitze auf mittel-hoch reduzieren. Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer in die Pfanne geben und braten bis die Zwiebeln glasig sind (ca. 8 min).

Curcuma, gemahlener Kreuzkümmel, gemahlene Nelken, Cayenne Pfeffer, Chili Flocken, Fenchel Samen, Koriander Samen und Kardamom Kapseln in einem Mörser geben und fein zerstoßen. Die Gewürze über die Zwiebeln streuen, 1 EL Wasser hinzugeben und verrühren. Die Möhrenscheiben hinzufügen und ca. 1 Min. weiter braten.

Tomaten, Joghurt, Koriander und 1 TL Salz hinzugeben und rühren. Die Hähnchenbrüste, mit evtl. austretenden Saft zurück in die Pfanne geben. Das Wasser hinzufügen und auf kochen lassen. Die Hähnchenfilets sollten bedeckt sein, ggf. in der Soße wenden.

Garam Masala über die Pfanne streuen und abgedeckt ca. 20 Min. köcheln lassen oder bis die Hähnchenbrüste gar sind.

Mit einem viertel Zitrone, Basmatireis und Naan-Brot servieren.

Viel Spaß beim Nachkochen

Nachtrag

Bei Foodina gibt es ein Blogevent zum Thema “Thai-Wo(ch)ken“. Das hier ist zwar ein Indisches Gericht (danke Tina 😉 ), aber wer gerne exotisches wie Thai-Essen mag, egal ob warm, kalt, süß oder feurig, sollte da mal vorbeischauen und sich die leckeren Einreichungen mal anschauen.

Thai-Wo(ch)ken
Da dieses gold-gelbe Curry so eine schöne Farbe hat, habe ich es auch bei Uwe’s Jahres-Blogevent „Cookbook of Colors“ eingereicht. Passend zur endlich lachende Sonne werden noch bis zum 31.07. gelbe Gerichte gesucht.

HighFoodality Blog-Event Cookbook of Colors