Manch mal hat man (bzw. Frau) Gelüste, so mitternachts gelüste auf ein Muffin oder Cupcake. Oder man möchte einfach jemand mit etwas Süßem überraschen, aber kein ganzes Blech voll Muffins zubereiten will. Für all diejenigen die Munchies auf Muffins haben, aber nicht das ganze Blech vertilgen wollten, habe ich genau das richtige für euch… Cupcake4 2. Die Teigmenge reicht für 2 bzw. 3 Muffins/Cupcakes.
Ich muss auch vorweg nehmen, die Cupcakes habe ich nicht als Mitternachtssnack zubereitet (Hallo Mama), sondern weil ich Tiramisú gemacht habe. Macht kein Sinn? Na klar doch, meine Freundin mag kein Tiramisú bzw. „aufgeweichte Krankenhaus-Kekse“. Da ich ihr auch eine kleine Freude machen wollte, habe ich Fix diese kleine Portion Strawberry Cupcakes gezaubert.
Zum Glück, denn das Tiramisú war auch nicht so meins 😉 was nicht am Geschmack bzw. Rezept lag. Das Tiramisú war eigentlich lecker, die Creme war super, aber es war nach mein Geschmack zu matschig (also nass). Die Löffelbiskuits habe ich anscheinend etwas zu lange in den kalten Marsala-Cognac-Kaffee getaucht. Das Nächste Mal (wenn es eines gibt) werde ich die Kekse beträufeln und nicht tauchen und auch darüber hier berichten. Ach so das Rezept habe ich bei einem Chocolate Chili Mango gefunden. Ein schöner (engl.) Food-Blog mit allerlei leckeres Süßkram.
Ofen auf 190°C vorheizen. Muffin-Blech mit 2-3 Muffindingsies (mir fällt grad nicht ein wie die Papierdinger heißen) auslegen.
In einer Schüssel das Eiweiß mit dem Zucker schlagen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Vanille und geschmolzene Butter hinzufügen und gut unter mixen. Mehl, Backpulver und Salz unterrühren bis die Masse glatt ist, dann die Milch unterrühren. Den Teig auf die Muffindingsies verteilen und für ca. 10-12 Minuten backen.
Das Vanille-Extrakt kann man auch mit anderen Geschmacksrichtungen ersetzen, z.B. Zitrone und das Muffin mit Puderzucker-Zitronen-Icing garnieren. Das Rezept soll für 2 Muffins sein, aber da ich die Förmchen nie bis zum Rand fülle, reichts immer für 3 😉
Als Topping habe Ich eine schnelle Erdbeer-Cream-Cheese-Topping gemacht und auch die Muffins etwas ausgehöhlt und mit einem Erdbeer-Rhabarber-Mus gefüllt. Das Topping bestand aus 3 EL Frischkäse, 1 TL Butter, Puderzucker und Erdbeerpüree (ca. 2 TL). Wie viel Puderzucker ich genau verwendet habe, kann ich leider nicht genau sagen (hab‘s nicht gewogen). Ich habe auch kein „fertiges Puderzucker verwendet (ich hatte keins mehr) also habe ich 3-4 EL mit meinem Zauberstab fein gemahlen. Den Zucker in eine Tüte und mit dem Nudelholz zu Staubzucker bearbeiten klappt wohl auch, hab ich gehört.
Ich wünsch euch viel Spaß beim nachkochen bzw. nachbacken.
Endlich Wochenende, endlich Zeit sich ein leckeres Frühstück zuzubereiten. Frühstücken ist ja so ne Sache bei mir. Eigentlich bin ich ein Frühstücksmuffel. Mal davon abgesehen, dass ich morgens kaum Zeit habe zwischen Aufstehen, Duschen und dem Haus verlassen, um mir ein gutes Frühstück zuzubereiten, ich bekomm morgens einfach nur schwer was runter. Meist Frühstücke ich dann auf der Arbeit eine Zeitlang gerne in Flüssiger Form als Smoothie oder einfach ein belegtes Brötchen aus der Mensa. Manchmal vergesse ich es komplett und gegen Mittag hängt mir mein Magen in den Kniekehlen. Am Wochenende sieht das aber ganz anders aus. Ich kann zwar nicht direkt nach dem Aufstehen etwas essen, aber spätestens zum zweiten Kaffee. Da sind Pfannkuchen oder Pancakes perfekt, bis ich alles zusammengerührt und fertig gebraten habe setzt mein Appetit auch ein 😉
Bei unseren Nachbarn in Holland sind Pannekoeken ja fast ein Nationalgericht. Ich wohn zwar direkt an der holländischen Grenze (7 km entfernt), habe aber noch nie echte holländische Pannekoeken gegessen oder war in ein Pannekoekenhaus. Ist ja auch eigentlich auch fast egal, denn ich steh mehr auf diese kleinen fluffigen Pancakes oder die englische Variante Pikelets.
Ich habe schon einige Pancake Rezepte ausprobiert. Die haben zwar alle geschmeckt, aber die waren nie ganz so perfekt. Keine Ahnung ob es an die Zutaten, Zubereitung oder an der verwendeten Pfanne lag, aber heute Morgen wurden die richtig gut, ja fast perfekt. Auch der Probe-Pancake (also der erste) wurde sofort was und landete auf meinem Teller, statt wie so oft in der Mülltonne.
Wie ihr an den Bildern schon gesehen, habt gibt’s bei mir Pancakes meist nur solo mit Sirup, oder Fruchtiges wie Obst oder Marmelade. Ein full amerikan Breakfast wie so oft in Filmen gesehen, also mit Rührei, Speck und Pancakes ist mir genauso wie ein „English Breakfast“ viel zu üppig. Meine Pancakes mag ich zwar lieber süß, aber da die Teigmasse kein Zucker enthält, kann man die genauso Herzhaft essen bzw. zubereiten z.B. mit Käse.
Viele schwören auf Ahorn-Sirup, aber es ist nicht so mein Ding, ich mag’s lieber wie mit meinen Pfannkuchen oder Crêpe mit Zucker und ggf. etwas Fruchtsauce oder Marmelade. Heute gab’s eine Erdbeer-Rhabarber-Rotwein-Sauce (oder ist es doch ehr ein Püree?) Alkohol zum Frühstück? Naja, der wurde ja rausgekocht 😉 Die Sauce war ein Experiment und wie so oft habe ich leider nicht die genauen Mengen aufgeschrieben, sorry. Ich kann euch aber die Zutaten nennen: Erdbeeren, Rhabarber mit Zucker, Grantatapfelsaft und Rotwein aufkochen, pürieren, fertig.
Das Geheimnis des Teiges ist der Eischnee und dieser Extra-Schritt lohnt. Das Rezept habe ich übrigens bei Kochbar gefunden.
Die Eier trennen. Das Eigelb zusammen mit dem Mehl, Backpulver und der Milch zu einem glatten, dicken Teig rühren. Das Eiweiß mit dem Salz steif schlagen und unter den Teig heben. Die Pfanne erhitzen und mit etwas Öl bestreichen. Einfach ein Schuss Öl in die (nicht zu) heiße Pfanne geben und mit einem Küchenkrepp auswischen. Den Teig in kleine Portionen z.B. mit einem Esslöffel in die Pfanne geben. Wenn sich große Poren auf der Oberseite bilden, die Pancakes wenden. Die Pancakes sollten dann schön goldbraun sein. Auf einen Teller geben und warm stellen, bis alle fertig sind. Nach Gusto mit Sirup, Mus, Butter usw. servieren.
Wie gesagt, weiß ich nicht genau ob es an den Zutaten oder an der Pfanne lag, aber ich glaube durch das aufschlagen des Eiweißes werden die Pancakes super fluffig. Auch das wenige Öl (also kaum vorhanden) in der Pfanne hat sicherlich auch zum gelingen bei getragen.
Ich wünsch euch ein schönes Wochenende und viel Spaß beim nachkochen.
Es ist wieder soweit, die Essens-Lieferanten haben Hochkonjunktur! Wieso? Na, wegen der Fußball EM! Die nächsten Wochen werden Chips und Bier und nicht zu Vernachlässigungen PIZZA die abendliche Speisepläne dominieren. Wenn Ihr allerdings keine Lust habt 2 Stunden auf dem Lieferservice zu warten, oder er nichts das nach eurem Gusto im Angebot hat, mal ganz zu schweigen von der Frische der Zutaten, habe ich was für euch! Besser als jede lauwarme und fettige Pizza die euch der Lieferservice ins Haus bringen kann:
Diese Pizza ist super lecker! Wäre ich nicht zum platzen voll gewesen, hatte ich sicherlich noch ein weiteres Stück gegessen! Der Boden schlägt die fertig-Pizza und auch Liefer-Pizza um Längen! Das Topping, also Belag ist jedem selbst überlassen. In unserem Fall gab es als Basis eine fruchtige Tomatensauce, gefolgt von Rucola, Paprikastreifen, gebratene Putenstreifen, kross gebratener Bacon in Stückchen geschnitten, Peperoni und eine Mischung aus Gouda und Buffel-Mozzarella.
Genug Selbstbeweihräucherung hier das Rezept:
Rezept Pizza-Teig
400g mehl
2 TL Salz
1 TL Zucker
1 Pck. Trockenhefe
4 EL Öl
200ml Wasser (lauwarm)
Alles zusammen zu einem Teigkneten und 30 Min an einem warmen Ort aufgehen lassen. Ausrollen und belegen.
Eine Anleitung für den Belag braucht man eigentlich nicht, aber hier kommt es dennoch. Sonst wäre der Post ja nicht vollständig 😉
½ Dose Pizza Tomaten in einem Topf geben, mit Paprikapulver, Salz, Pfeffer, Balsamico und Zucker würzen. Noch ein Schuss Olivenöl und getrocknete Kräuter dazugeben und auf kochen lassen. Alternativ: passierte Tomaten mit Salz und Pfeffer abschmecken. Schmeckt nicht so gut, aber geht auch ;). Wichtig ist nur nicht zu viel Soße oder nasse Zutaten zu verwenden, sonst wird die Pizza am Rand kross und innen suppig.
Putenschnitzel in feine Streifen schneiden und anbraten, mit Salz und Pfeffer würzen. Baconstreifen anbraten bis es schön dunkel ist und auf einen Küchenkrepp abtropfen und abkühlen lassen. Durch das „entfetten“ nach dem Braten wird der Bacon schön kross. Wer will kann den Bacon auch im Backofen zubereiten. Salat waschen und trocken. Paprika in Streifen schneiden, den Gouda reiben und Mozzarella klein krümeln.
Ich wünsche allen Fußballfans viel Spaß beim Leichenschmaus Public Viewing 😉 Falls ihr nicht wisst wer heute Spielt um 18 Uhr die Holländer gegen Dänemark und Anpfiff um 20 Uhr Deutschland gegen Portugal.
Wie ihr vielleicht wisst, feiert die Queen diese Woche Diamanten-Thon Jubiläum. Ein Grund mehr mal wieder die englischen Rezeptklassiker raus zu holen. Die englische Küche besteht nicht nur aus Lamm mit Minzsauce, sondern es gibt wunderbare Pie’s (klein und groß), einfache und tolle Pub-Gerichte wie „Bangers & Mash“, aber vor allem finde ich die englischen Kuchen und Süßspeisen toll. Einer meiner Lieblings Sachen sind Jam-Tarts – Torteletts mit Konfitüre. Diese kleinen Törtchen sind eine Mischung aus Kuchen und Keks, schmecken wunderbar noch warm oder auch kalt, egal ob zum Kaffee oder Tee oder zum Picknick. Die Geschmacksrichtung ist nur von der Phantasie und evtl. auch Konfitüren Vorrat abhängig.
Ich mag keine Marmelade! Naja, das ist vielleicht etwas zu hart formuliert, sagen wir mal es ist nicht mein Ding, zumindest nicht auf Brot oder Toast. Was ziemlich blöd ist wenn man Konfitüre oder Marmelade zum Kochen braucht. Ich habe nie welches im Haus und wenn sich doch ein Gläschen im Kühlschrank verirrt hat, dann trägst meist eine Frisur bis ich das Glas gebrauchen kann. Ein Glück, das ich Marmeladen-Freunde habe ;). So hatte ich fix den Teig und die Backform eingepackt und habe die Törtchen vor Ort zubereitet.
Mehl, Puderzucker, Butter und Salz zu Streuseln verarbeiten. Entweder mit den Händen oder in der Küchenmaschine. Ei und Orangen- bzw. Zitronenabrieb hinzufügen und zu einem glatten Teig kneten, ggf. etwas Milch hinzufügen. Den Teig in Frischhaltefolie gewickelt für min. 30 Minuten in den Kühlschrank legen.
Backofen auf 180°C Vorheizen.
Die Arbeitsfläche und das Nudelholz bemehlen und den Teig ca. 0,5 cm dünn ausrollen. Je nach verwendetet Form Kreise ausstechen und die vorbereitete Förmchen damit auskleiden, überstehenden Teig abschneiden. Die Törtchen mit Marmelade füllen (1 TL bzw. EL je nach Größe reicht) und für 10-15 Minuten backen, bis die schön gold-braun sind. Vorsicht beim Herausnehmen aus dem Ofen. Die Marmelade wird sehr heiß! Abkühlen lassen und vorsichtig aus der Form lösen und auskühlen lassen vor dem servieren.
Notiz zur Backform: In dem Rezept wird von Tortelett-Formen gesprochen. In Deutschland werden diese kleinen Böden Förmchen (z.B. für mini Fruchttörtchen) als Tortelett-Form bezeichnet. Für Tarts (egal ob groß oder klein) braucht man aber Förmchen mit einem flachen Boden. Ich habe von dem letzten Tchibo Back-Angebot mir mini Tartförmchen gekauft, diese sind aber etwas zu groß für Jam Tarts. Ideal wäre auch ein flaches Muffin Blech (also mit flache Mulden), in England bekommt man solche z.B. für Yorkshire Puddings oder auch Buns. Solche Bleche findet man hier leider nicht so einfach, kleine (einzel) Förmchen bekommt man aber gut online. Da aber dieses Rezept ca. 30 Jam Tarts ergibt, dauert das ganz schön lange wenn man nur 4 Förmchen hat.
Was auch gut klappt ist ein Muffin-Blech, wenn man die Formen nur halb so hoch auskleidet. Die Törtchen werden zwar nicht so flach wie die Originale, aber das tut dem Geschmack keinen Abbruch :).
Ich wollte aber „bite-sized“ Mini Jam Tarts haben, also habe ich meine Mini-Muffin-Form verwendet. Das Ausrollen und aus stechen habe ich mir auch gespart. Ich habe einfach kleine Teig-Häppchen zu Kugeln geformt und mit den Fingern zu kleine, flache Cups geformt und in die Muffin-Mulden gelegt. Das Blech habe ich vorher mit etwas Öl eingefettet und mit Mehl bestäubt. Die Backdauer verkürzt sich auch etwas, auf ca. 7 – 10 Min. Die Teigmenge ergibt dann 48 mini Jam Tarts, also 2 Backrunden 😉
Gefüllt habe ich die Törtchen mit Erdbeerkonfitüre, selbstgemachtes Lemon Curd und mit Kiwi-Fruchtaufstrich. Persönlich hat mir die Kiwi-Variante am besten geschmeckt. Jamies Tart-Teig ist schon sehr süß (250g Puderzucker!) und die süß-saure Kiwi-Konfitüre balanciert es wunderbar aus. Den Kiwi-Aufstrich habe ich selbst gemacht, also kann ich nicht sagen ob es sich mit einer gekauften Variante (Marmelade, Konfitüre oder Gelee) genauso verhält. Ich glaube beim nächsten Mal mache ich eine weniger süße Teig-Variante (z.B. diesen), da kommt bestimmt die fruchtige Süße der verwendetet Marmelade (usw.) besser zur Geltung.
Schneller Kiwi-Fruchtaufstrich für 12 Mini Jam Tarts:
1 Kiwi (geschält, ca. 100g)
65g Diamant Gelierzauber
Kiwi mit dem Gelierzauber pürieren und etwas „ziehen“ lassen. Vor dem verwenden nochmal kurz umrühren.
Phew, das ist heute aber ein ziemlich langer Post für solch ein einfaches Rezept geworden 😀 Ich wünsch euch viel Spaß beim Nachkochen und für diejenigen die morgen auch frei haben, einen schönen Feiertag!
Dieses Wochenende feiert die Queen ihr 60. Thronjubiläm. Aus diesem Anlass habe ich für euch ein Paar „KEEP CALM“ Poster erstellt. Zum Download einfach auf das Bild clicken.
Wer wissen will woher die Idee der vielen „KEEP CALM“ spinoffs kommt, schaut euch mal diesen Kurzfilm (in Englisch) zu dem Hintergrund der „KEEP CALM AND CARRY ON“ Plakate an:
Mädels Abend besteht oft aus was Leckeres zu essen, viel Lachen und auch typische Weiberthemen wie z.B. auch Schuhe. Ist zwar etwas Klischeehaft, aber schließlich hab ich an die 50 Paar, dank Judith. Als ich zum Studium hierher zog hatte ich vielleicht 5 Paar, davon 1 Paar Stiefel, 3 Paar Turnschuhe und noch ein Paar Ballerinas und Flipflops. Apropos Schuhe, passend zum Frühling habe ich mal wieder mir ein neues Paar gegönnt. Gut, auf den 13 cm kann ich zwar nicht wirklich lange laufen, aber egal die sind sooo süß. Es sind halt sitz Schuhe… ins Taxi trippeln, hinsetzen und wieder zurück ins Taxi trippeln 😉
Was auch bei einem Mädels Abend nicht fehlen darf, ist der richtige Drink. Und zwar der Mädels Abend Drink schlecht hin… Cosmopolitan
Rezept:
4 cl Wodka (z.B. Graskowskaya)
4 cl Granatapfelsaft
2 cl Limettensaft
2 cl Tripple Sec
Eiswürfel in ein Shaker geben, Zutaten hinzufügen und in ein Martini Glas abseihen.
Wie die Engländer zu sagen pflegen „Bottoms-Up“, oder wie wir sagen „Plöck“
Beim stöbern in der Blogosphäre bin ich auf Chantelle’s Blog „Fat Mum Slim“ gestoßen. Anfang des Jahres hat sie ihr „photo a day challenge“ gestartet. Ähnlich wie beim Foto-Fragen-Freitag von „Ohhh…Mhhh“ gibt es jeden Monat eine neue „Challenge-Liste“ mit einem Wort für jeden Tag des monats, welches mittels Foto dargestellt und via Pinterest, Twitter, Instagram, Facebook und/oder Blog geteilt werden soll.
Super Idee, also die Liste habe ich gespeichert und lege gleich los… mal sehen ob ich es durchhalte.
Es ist wieder Freitag, das heißt Foto-Fragen-Freitag. Es werden 5 Fragen gestellt, die mit Fotos beantwortet werden sollen. Wie es Funktioniert, das sagt euch Steffi (Ohhh…Mhhh…), also shaut mal dort vorbei es lohn sich!
Gestern hatte ich richtig Japp auf was Süßes und Leckeres. Ein Blick in den Froster – kein Eis, ein Blick ins Schoki-Regal auch nuscht, im Kühlschrank das gleiche Ergebnis und der Nusspli-Becher war auch schon leer. *Arrrgh*. Zum Büdchen (auch Kiosk genannt) gehen? Keine Lust. Wieder Kühlschrank auf (vielleicht hatte ich was übersehen), ein Schluck Milch aus der Tüte genommen, fast in den Ausguss gek****, die Milch war sauer und ich auch, Kühlschrank wieder zu. Schnell Wasser hinterher geschüttet und den Mund ausgespült, um den Geschmack los zu werden. Dann doch überlegt, einfach ein Toast mit Butter & Salz zu essen. Butter aus dem Kühlschrank geholt, Brot aus dem Schrank. Brot in die Tonne geschmissen. Es hatte schon eine sehr schöne Frisur und winkte mir zu, obwohl ich es erst am Wochenende gekauft hatte. Frustriert in Küche umgeschaut und was entdeckt… SCHOKOSIRUP!
Nein, ich habe nicht die Flasche geext, aber mir kam eine Idee, besser gesagt ein Geschmack in den Sinn. Schwarzwälder Kirschtorte… mmmh. In den Froster wieder geschaut. Juhu! Kirschen! Banane war auch noch da, also ab in den Mixer!
Mmmmh es schmeckte fast wie ein Stück Torte in den Mixer gehauen und püriert…das wär’s doch… nee lieber doch nicht. Leider hatte ich keine Milch mehr und da Sahne reinzukippen bin ich nicht darauf gekommen (meine Hüften danken mir) somit war es leider nicht so schön „sahnetortencremig“, aber es hatte dafür ein toller Schoko-Sauerkirsch-Geschmack! Lecker, lecker, lecker.
Also nicht das Ihr jetzt denkt, dass ich immer wie ne Irre durch meine Küche hüpfe und Schränke aufreiße auf der Suche nach dem nächsten Süß-Fix bin, das passiert nur zu bestimmten Zeiten (im Monat) ;).
Mein bester Freund hatte diese Woche Geburtstag. Vor einiger Zeit hatte ich ihn ein Geburtstagskuchen versprochen, nicht irgendeinen, sondern DEN Rainbow Cake. Dieser Kuchen ist auf Pinterest immer wieder der Renner und stand schon lange auf meiner „Nachback-Liste“. Seit dieses Wochenende kann ich sagen „Mission accomplished“ :). Eine Warnung vorweg…dieser Kuchen ist definitiv nichts für die „Schlanke Linie“, es enthält viieeeel, sehr viel Butter!!! und es braucht etwas Zeit. Also wenn Ihr euch der Rainbow-Challenge stellen wollt, dann nimmt euch min 4 (besser 5) Std. Zeit, vor allem wenn man wie ich nur eine Spring- bzw. Backform hat. Oder fragt in euren Freundes-/Bekanntenkreis nach Backformen.
Das Rezept für den „Super Epic Rainbow Cake“ stammt von Whisk Kid, auch einer der Foodblogs die ich regelmäßig lese. Als Kaitlin (aka Whisk Kid) 2009 über ihr Rainbowcake bloggte war sie ein Blogger Newbe und hätte sich nicht träumen lassen wie der Kuchen einschlug, geschweigen denn dass es fast ein halbes Jahr später eine Einladung in die Sendung von Martha Stewart nach sich ziehen würde. Da kann man nur sagen: Respekt!
Der Kuchen an sich ist nicht besonders schwer und mit den richtigen Lebensmittelfarben (z.B. Gelfarben von Milton) bekommt man auch super Farbergebnisse. Wie gesagt braucht der Teig part viel Zeit wenn man nur 1 Backform hat, denn die einzelnen Farben müssen auch separat (je 15 Min.) gebacken werden und in der Form (ca. 10 Min.) abkühlen. Das macht summa summarum 2,5 Std nur fürs Backen & Abkühlen.
Die Füllung & Frosting von Whisk Kid ist eine Swiss Meringue Buttercreme hierzulande auch Italienische Buttercreme genannt. Mit dieser „gekochten Buttercreme“ hatte ich so meine Probleme, sie wurde nach der Zugabe der Butter einfach nicht fest. Nach einer halben Stunde im Kühlschrank und unter der Zugabe von noch mehr Butter, sowie Puderzucker wurde sie endlich streichfest. Nach dieser Modifikation reichte die Menge auch aus für die Füllung und Guss.
Ich bin ja nicht so der Kuchenstreich Weltmeister, um die Glasur bzw. die Äußereschicht so glatt hinzubekommen habe ich nicht die Geduld. Also noch ein gute Portion Zuckerkonfetti auf den Kuchen drauf, um auch von den Bunten Kuchenkrümeln ab zu lenken und fertig ist die Geburtstagstorte 😀 Ich weiß eine vernünftige Crumbcoat und eine frische Portion Guss hätte das verhindert, aber nach gefühlten Stunden in der Küche war ich zu ungeduldig den Küchen noch so lange zu Kühlen (Gefrierfach war auch voll) bis es fest ist und auf eine erneute Runde quirlen und mischen hatte ich ebenso wenig Lust. Schließlich wollte der Kuchen ja auch noch gegessen werden und zwar nicht als Mitternachtssnack. Dem Geburtstagskind und Mit-Kuchen-Esser sind die bunten Krümel im Guss nicht aufgefallen und werden es auch nie erfahren, außer die lesen jetzt das hier 😉
Amerikanische Kuchen und Torten Rezepte tendieren für den europäischen Geschmack doch sehr süß zu sein, also habe ich bei dem Teig die Zuckermenge reduziert zwar nur minimal (ca. 60g weniger) aber es war dann genau richtig. Die Buttercreme andererseits war schon sehr süß, aber da ich Unmengen von Zitronenkonzentrat (aus der Gelben Flasche) reingegeben habe, hat das die Süße etwas ausgeglichen. Ich würde Lügen wenn ich sagen würde der Kuchen ist nicht Süß, aber er war nicht zu süß, genau richtig. Allerdings durch die ganze Creme und besonders Butter ist die Torte sehr mächtig. Mein Kuchenstück habe ich in 2 Etappen gegessen. Diese kleine Torte (22 cm ø) reicht min. für 12 Portionen, wenn nicht sogar für 14. Also nicht so große Stücke abschneiden
Rezept von Whisk Kid
226 g Butter, Zimmertemp.
400g Zucker
5 Eiweiß, Zimmertemp.
2 TL Vanille-Extrakt
375 g Mehl
4 TL Backpulver
½TL Salz
350 ml Milch, Zimmertemp.
6 versch. Lebensmittelfarben (z.B. Gelfarben von Wilton) Flüssig Farbe wird nicht knallig genug!
Ofen auf 180°C vorheizen und die Backform(en) fetten und auskleiden.
Mehl, Backpulver und Salz gut vermengen und zur Seite stellen. Butter mit dem Zucker cremig rühren und die Eiweiße nach und nach hinzufügen. Den Vanilleextrakt hinzugeben und rühren bis eine einheitliche Masse entsteht. Milch und Mehl abwechseln in zwei Teile hinzufügen. Alles gut verrühren. Wenn man keine Oberarme wie Conan der Barbar hat (oder bekommen will), würde ich ein Standmixer empfehlen, aber der elek. Handrührer tut es auch.
Den Teig gelichmäßig auf 6 Schüsseln aufteilen. Hierfür am besten den Teig wiegen und durch 6 Teilen, nicht zu vergessen das Gewicht der Schüssel vorher abzuziehen. Nun den Teig einfärben. Der gebackene Teig wird genauso Farbintensiv wie der ungebackene Teig sein, also am besten etwas Farbgel nach und nach bis zur gewünschten Farbintensität hinzufügen.
Den Teig in die Spring-/Backform (22 cm ø) geben und für 15 Min backen. Nach dem Backen die Teigplatten für ca. 10 Min in der Form auf einem Kuchengitter auskühlen lassen. Dann aus der Form entfernen, umdrehen und im Kühlschrank zum Abkühlen deponieren, bis man sich an den Zusammenbau macht.
Die Swiss Meringue Buttercreme habe ich auch nach dem Rezept von Whisk Kid gemacht, aber bei mir wollte es nicht ganz so funktionieren. Da ich auch eine etwas wilde Rettungsaktion gestartet hatte, habe ich natürlich nicht die Menge Puderzucker, Butter und Zitronenkonzentrat abgewogen. Jetzt fällt mir auch auf, dass es bei den Grammangaben kleine Unterschiede zwischen „Webseite“ und „Druckversion“ gibt. Wenn Ihr Amerikanische Cupmessbescher habt, verwendet diese und vielleicht klappt es besser als bei mir. Oder verwendet doch gleich eine ganz andere Füllung 😀
Wer sich jetzt an den Super Epic Rainbow Cake ran wagen will, HIER gibt es das Rezept und HIER auch eine schöne Bebildere Anleitung für die „gekochte“ Buttercreme.
Ich wünsch euch einen schönen Feierabend…
EDIT NACHTRAG 01.06.
Miss Blueberrymuffin sucht Rezepte unter dem Motto „Süß, lecker und ein bisschen zu bunt!„. Da ist diese Torte doch prädestiniert um dort mitzumachen, oder?
Wenn Ihr auch auf Süßes und Buntes seht, schaut bei Miss Blueberrymuffin’s Kitchen vorbei