Brownies für Chocoholics

Manch mal hat man so richtig Lust auf Schoki und ein Stücken (oder eine Tafel) der Lieblings-Schokolade bringt nicht den richtigen Kick. Gegen diese Schoko-Cravings habe ich was für euch: Chocoholic Brownies. In diesen Brownies wird fast 3 Tafeln Schoki verarbeitet. Nur zum Spaß habe ich noch getrocknete Schwarzkirschen dazugegeben, aber diese kann man auch durch frische oder wahlweise gehackte Walnüsse oder sonstige Nüsse ersetzten oder ganz weg lassen.

Zu Brownies habe ich eine ganz nostalgische Beziehung. Das war mein erster „Kuchen“, ich war 11 oder 12 glaub ich. Das Rezept stammte aus mein erstes Kochbuch, welches ich immer noch habe. Meine Schwester würde sagen, dass es Ihr gehörte, aber wer hats denn nun im Regal ;). Das kleine Büchlein hat 31 Kinder gerechte Rezepte mit süße Illustrationen.

Nun ja, diese Brownies stammt allerdings nicht aus mein Kinderkochbuch. Wenn Ihr diese super schokoladige Brownies backen wollte, bitte beachtet folgende Warnung. Und sagt nicht ich hätte euch nicht vorgewarnt!

WARNUNG: diese Brownies sind suuuper schokoladig und süß! Beim nächsten mal würde ich die Zuckermenge reduzieren. Er ist nach dem Backen innen noch sehr matschig. Also komplett auskühlen lassen, in Quadrate schneiden und noch etwas stehen lassen! Wer das absolut nicht mag, sollte die Backzeit etwas erhöhen.

Chocoholic Brownies (adaptiert von Eric Lanlard „Home Bake“)

  • 185g Butter
  • 185g dunkel Schokolade (70%)
  • 85g Mehl
  • 40g Kakao
  • Prise Salz
  • 50g weiße Schokolade
  • 50g Milch-Schokolade
  • 3 Eier
  • 150g weißer Zucker
  • 75g Vollrohrzucher (Muscobado)
  • 100g getrocknete Schwarzkirschen (optional)

Ofen auf 170°C vorheizen. 22x22cm Brownie-Blech (o.ä.) einfetten und mit einem Streifen Backpapier auslegen. Hiermit kann man dann die Brownies nach dem Backen leichter aus der Form bekommen, also an den Seiten etwas Papier überstehen lassen.

Die Butter würfeln und zusammen mit der in Stückchen gebrochenen Schokolade in einer Schüssel über ein Wasserbad schmelzen. Gelegentlich umrühren. Schüssel vom Topf nehmen und etwas abkühlen lassen.

Mehl und Kakaopulver in eine weitere Schüssel sieben. Eine Prise Salz dazugeben und zur Seite stellen. Die restliche Schokolade in Stückchen hacken, zur Seite stellen.

Eier mit dem Zucker schaumig schlagen. Die Ei-Masse ist fertig wenn sie eine hell karamellige Farbe und das doppelte Volumen hat. Vorsichtig die lauwarme Schokolade unterrühren. Am besten mit einem Teigspachtel. Das Mehlgemisch vorsichtig unterheben. Zum Schluss die gehackte Schokolade und Kirschen unterrühren. Den Teig in die Backform geben und glatt streichen.

Bei 170°C ca. 30 Minuten backen. Fertig sind die Brownies wenn die Kruste etwas aufgebrochen ist und innen noch etwas matschig. In der Backform komplett abkühlen lassen, dann erst entfernen und in Quadrate schneiden. Mit Sahne oder Eis oder pur vernaschen. Die schmecken auch sehr gut mit mein Orangen-Maracuja-Sirup.

Viel Spaß beim Nachkochen

Ich mache Blau

Wüsstet ihr, das sich Blaubeeren ziemlich lange halten? Ich war auch erstaunt, dass die kleinen Blauen Scheißerchen nach eine Woche im Kühlschrank noch keine Plüschfrisur hatten. Als ich sie am Wochenmarkt (neben viele Zitronen und Erdbeeren) gekauft hatte, wollte ich die eigentlich mit den Erdbeeren zu Smoothies und Curd verarbeiten, aber irgendwie ist die Schale in die hinterste Ecke vom Kühlschrank gewandert und wurde fast vergessen. Zum Glück habe ich sie rechtzeitig entdeckt, aber auf Smoothies hatte ich dann doch keine Lust. Man kann Sie zwar auch super einfrieren, aber es war Sonntag und ich hatte meine Freude Kuchen zum Kaffee versprochen.

Was nun tun? Es gibt ja auch so viele schöne Verwertungsmöglichkeiten z.B. eine Blaubeer-Biskuit-Rolle (war glaub ich in der letzten Lecker Ausgabe). Aber das war nicht das richtige. Ich hatte ja schließlich 1 Pfund Blaubeeren zu verarbeiten. Nach etwas suchen auf meine üblichen Plattformen (tastspotting, foodgawker, pinterest) bin ich fündig geworden. Laura hat auf ihren Blog „a healty jalapeno“ eine „gesunde“ fresh Bluebeery Pie die genau in meine vorstellung passte und das schöne daran, ich hatte alle Zutaten zuhause. Außer eine fertige Pie Crust, also Tartboden, aber kein Problem für „little ol me“, ich hab ja ein neues tolles Back-Buch „The Great British Book of Baking„. Die Briten sind Pie Experten :), also konnte ja nichts schief gehen.

Eines hatte ich aber bei meinem Vorhaben nicht bedacht, die Pie bzw. Tartform. Ich habe eine schöne große aus Keramik, aber die Tart oder Pie heile in einem Stuck daraus zu bekommen ist fast unmöglich. Mmmh, da saß ich grübelnd vor dieser Form. Dann hatte ich einen dieser Momente… „Bling“ die Küche erhellte sich und mir fiel was ein. Voreiniger Zeit hatte ich ja bei einem Kaffeeverkaufskette 4 kleine Tart-Formen (nicht zu verwechseln mit Tortelett) mit herausnehmbaren Boden erstanden. Supi, passt.

Nur eines vorweg, dieses Rezept ist nicht für den Heißhunger nach Pie oder Tarts geeignet. Mit Ruhe-Zeit dauert es fast 3 Std. bis man in den Genuss dieser sättigenden Törtchen kommt. Sättigend? Ja, sättigend. Die kleine Törtchen haben ca. 10cm Durchmesser und in einer Sitzung schafft man vielleicht die Hälfte auf zu mümmeln. Es sind insgesamt 4 Törtchen, aber satt werden sicherlich 6-8 Personen.

Pie-Crust-Rezept

  • 220g Mehl
  • Prise Salz
  • 1 TL Zucker
  • 160g kalte Butter, gewürfelt.
  • 2-3 EL kaltes Wasser

Das Mehl in eine Schüssel sieben und mit dem Salz und Zucker vermischen. Die gewürfelte Butter hinzufügen und mit einem Spachtelmesser (oder stumpfes Messer) mit dem Mehl weiter zerkleinern. Die restlichen Butterstückchen mit de4n Findern zerbröseln. Das Wasser hinzufügen und mit dem Spachtelmesser rühren. Man sollte möglichst nicht zu viel mit den Händen kneten, damit die Butter nicht zu sehr schmilzt. Wenn Ihr unter „Eiskaltes-Händchen“ leidet, kann man auf das Spachtelmesser verzichten 😉

Den fertigen Teig in Frischhalte Folie einwickeln und für 20 Minuten in den Kühlschrank kalt stellen.

Den Backofen auf 190°C vorheizen und den Teig aus dem Kühlschrank nehmen. ist er zu hart zum ausrollen noch etwas liegenlassen. Die Formen ausbuttern.

Den Teig in 4 Portionen teilen und etwas größer als die Form ausrollen, auf das Nudelholz (oder Ersatzwalze wie Rotwein Flasche) aufrollen und vorsichtig in die gefettete Form auskleiden. Den Boden mit einer Gabel anpieksen.

Nun werden die Pie-Crusts „Blind gebacken“, das bedeutet für jedes Pie etwas Backpapier passend zuschneiden, auf den Teig legen und die Form mit Erbsen oder Bohnen oder Reis (alles getrocknet natürlich) füllen, damit der Teig auch schon in Form bleibt.

Die Förmchen für ca. 20 Min. bzw. bis der Teig gold-braun ist backen. Vollständig auskühlen lassen bevor man sie füllt.

Dieser Pie-Crust ist  knusprig und leicht krümelig und wahrscheinlich verantwortlich für das sättigende Gefühl, denn die Füllung besteht nur aus Blaubeeren, Zucker, etwas Speisestärke und Zitrone. Aber ich vermute die Blaubeeren haben da auch ihre Finger im Spiel. Der Teig kommt auch sehr gut ohne Zucker aus, es gibt auch süße Versionen, aber in der Füllung ist genügen Zucker.

Bei Amerikanischen Rezepten reduziere ich fast immer die Zucker Menge aber in diesem Fall habe ich mich ziemlich an die Original Menge gehalten. Die Süße wird nicht nur wegen dem Boden ausbalanciert, sondern vor allem wegen den Blaubeeren. Die waren ja nicht so süß wie z.B. die Erdbeeren.

Blaubeer Pie Füllung

  • 170g Zucker
  • 2,5 EL Speisestärke (Kartoffel oder Mais)
  • 1/4 TL Salz
  • 1/4 TL Zimt
  • 160ml Wasser
  • 500g Blaubeeren
  • 1 TL Vanille Extrakt
  • 2 EL Butter
  • 3 TL Zitronensaft
  • 1 TL Zitronenabrieb

In einem Topf den Zucker, Stärke, Salt, Zimt und Wasser vermischen. Ca. 70g der Blaubeeren hinzugeben und unterrühren aufkochen. Die Heidelbeeren dabei ggf. mit einem Kartoffelstampfer zerdrücken. Weiter kochen bis die Masse eindickt. Den Topf vom Herd nehmen und Vanille, Butter, Zitronensaft und -abrieb unterrühren. Abkühlen lassen.

Schneller geht’s wenn man dem Topf ein Eisbad geht und dabei ab und zu rührt.

Ca. 200g von den Blaubeeren zur Seite stellen. Die restlichen Blaubeeren unter die kalte Masse heben, bis alle bedeckt sind.

Nun die Heidelbeermasse gleichmäßig auf die Törtchen aufteilen. Nicht überfüllen. Die Törtchen nun mit der zur Seite gestellten Blaubeeren zu bedecke und für ca. 2 Std. in den Kühlschrank geben.

Wenn was von der Füllung übrig bleibt, einen Löffel nehmen und beim wech naschen sich auf die Törtchen freuen.

Viel Spaß beim Nachbacken.

Nachtrag

Simone von Ofenlieblinge sucht „Leckere Früchtchen“…einfach aufs Bild klicken und nachschauen was es dort noch leckeres gibt.

Viele kleine Törtchen

Wie ihr vielleicht wisst, feiert die Queen diese Woche Diamanten-Thon Jubiläum. Ein Grund mehr mal wieder die englischen Rezeptklassiker  raus zu holen. Die englische Küche besteht nicht nur aus Lamm mit Minzsauce, sondern es gibt wunderbare Pie’s (klein und groß), einfache und tolle Pub-Gerichte wie „Bangers & Mash“, aber vor allem finde ich die englischen Kuchen und Süßspeisen toll. Einer meiner Lieblings Sachen sind Jam-Tarts – Torteletts mit Konfitüre. Diese kleinen Törtchen sind eine Mischung aus Kuchen und Keks, schmecken wunderbar noch warm oder auch kalt, egal ob zum Kaffee oder Tee oder zum Picknick. Die Geschmacksrichtung ist nur von der Phantasie und evtl. auch Konfitüren Vorrat abhängig.

Ich mag keine Marmelade! Naja, das ist vielleicht etwas zu hart formuliert, sagen wir mal es ist nicht mein Ding, zumindest nicht auf Brot oder Toast.  Was ziemlich blöd ist wenn man Konfitüre oder Marmelade zum Kochen braucht. Ich habe nie welches im Haus und wenn sich doch ein Gläschen im Kühlschrank verirrt hat, dann trägst meist eine Frisur bis ich das Glas gebrauchen kann. Ein Glück, das ich Marmeladen-Freunde habe ;). So hatte ich fix den Teig und die Backform eingepackt und habe die Törtchen vor Ort zubereitet.

Das Rezept für diese Jam Tarts stammt aus Jamie Oliver’s „Zu Gast bei Jamie: Die besten Rezepte aus dem Königreich„. Ergibt ca. 30 Stück.

  • 250g Mehl
  • 250g Puderzucker
  • 125g weiche Butter
  • 1 Prise Meersalz
  • 1 Ei (L, Bio)
  • Abrieb 1 Orange oder Zitrone (Bio)
  • evtl. Milch

Mehl, Puderzucker, Butter und Salz zu Streuseln verarbeiten. Entweder mit den Händen oder in der Küchenmaschine. Ei und Orangen- bzw. Zitronenabrieb hinzufügen und zu einem glatten Teig kneten, ggf. etwas Milch hinzufügen. Den Teig in Frischhaltefolie gewickelt für min. 30 Minuten in den Kühlschrank legen.

Backofen auf 180°C Vorheizen.

Die Arbeitsfläche und das Nudelholz bemehlen und den Teig ca. 0,5 cm dünn ausrollen. Je nach verwendetet Form Kreise ausstechen und die vorbereitete Förmchen damit auskleiden, überstehenden Teig abschneiden. Die Törtchen mit Marmelade füllen (1 TL bzw. EL je nach Größe reicht) und für 10-15 Minuten backen, bis die schön gold-braun sind. Vorsicht beim Herausnehmen aus dem Ofen. Die Marmelade wird sehr heiß! Abkühlen lassen und vorsichtig aus der Form lösen und auskühlen lassen vor dem servieren.

Notiz zur Backform: In dem Rezept wird von Tortelett-Formen gesprochen. In Deutschland werden diese kleinen Böden Förmchen (z.B. für mini Fruchttörtchen) als Tortelett-Form bezeichnet. Für Tarts (egal ob groß oder klein) braucht man aber Förmchen mit einem flachen Boden. Ich habe von dem letzten Tchibo Back-Angebot mir mini Tartförmchen gekauft, diese sind aber etwas zu groß für Jam Tarts. Ideal wäre auch ein flaches Muffin Blech (also mit flache Mulden), in England bekommt man solche z.B. für Yorkshire Puddings oder auch Buns. Solche Bleche findet man hier leider nicht so einfach, kleine (einzel) Förmchen bekommt man aber gut online. Da aber dieses Rezept ca. 30 Jam Tarts ergibt, dauert das ganz schön lange wenn man nur 4 Förmchen hat.

Was auch gut klappt ist ein Muffin-Blech, wenn man die Formen nur halb so hoch auskleidet. Die Törtchen werden zwar nicht so flach wie die Originale, aber das tut dem Geschmack keinen Abbruch :).

Ich wollte aber „bite-sized“ Mini Jam Tarts haben, also habe ich meine Mini-Muffin-Form verwendet. Das Ausrollen und aus stechen habe ich mir auch gespart. Ich habe einfach kleine Teig-Häppchen zu Kugeln geformt und mit den Fingern zu kleine, flache Cups geformt und in die Muffin-Mulden gelegt. Das Blech habe ich vorher mit etwas Öl eingefettet und mit Mehl bestäubt. Die Backdauer verkürzt sich auch etwas, auf ca. 7 – 10 Min. Die Teigmenge ergibt dann 48 mini Jam Tarts, also 2 Backrunden 😉

Gefüllt habe ich die Törtchen mit Erdbeerkonfitüre, selbstgemachtes Lemon Curd und mit Kiwi-Fruchtaufstrich. Persönlich hat mir die Kiwi-Variante am besten geschmeckt. Jamies Tart-Teig ist schon sehr süß (250g Puderzucker!) und die süß-saure Kiwi-Konfitüre balanciert es wunderbar aus. Den Kiwi-Aufstrich habe ich selbst gemacht, also kann ich nicht sagen ob es sich mit einer gekauften Variante (Marmelade, Konfitüre oder Gelee) genauso verhält. Ich glaube beim nächsten Mal mache ich eine weniger süße Teig-Variante (z.B. diesen), da kommt bestimmt die fruchtige Süße der verwendetet Marmelade (usw.) besser zur Geltung.

Schneller Kiwi-Fruchtaufstrich für 12 Mini Jam Tarts:

  • 1 Kiwi (geschält, ca. 100g)
  • 65g Diamant Gelierzauber

Kiwi mit dem Gelierzauber pürieren und etwas „ziehen“ lassen. Vor dem verwenden nochmal kurz umrühren.

Phew, das ist heute aber ein ziemlich langer Post für solch ein einfaches Rezept geworden 😀 Ich wünsch euch viel Spaß beim Nachkochen und für diejenigen die morgen auch frei haben, einen schönen Feiertag!

Cookies aus dem Glas

Eine liebe Freundin und Kommilitonin hat mir sehr in der Lernphase weiter geholfen. Ehrlich gesagt, ohne ihre Hilfe, wäre ich völlig aufgeschmissen gewesen. Als kleines Dankeschön hatte ich ihr ein „Gruß aus meiner Küche“ mitgebracht und zwar ein (selbst) fertig-gemischter Cookie-Mix. Es wäre ein leichtes gewesen die Cookies auch noch selber zu backen, aber ich fand sie Idee des Cookie Mix im Glas schön und is auch mal was anderes.

Der Aufkleber und die Rezeptkartevorlage stammt von Lecker.de – es gibt dort auch andere schöne Vorlagen. Leider habe ich keinen Farbdrucker, aber es geht auch ohne 🙂

Zutaten im Glas (von unten nach oben):

  • 395g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 1/2 TL Natron
  • 170g Schokolade (Drops oder grob gehackt)
  • 200g Cranberries
  • 75g brauner Zucker
  • 40g Kakao
  • 90g Zucker

Alle Zutaten in das Glas einschichten und gut runterdrücken. Nach dem Mehl und Kakao das Glas leicht auswischen. Das Glas ist von Buttlers umfasst 750ml.

Für die Cookies wird zusätzlich benötigt:

  • 40g Zucker
  • 175 Butter (weich)
  • 1 Ei
  • 1 EL Vanille Extrakt

Zubereitung:

Zutaten im Glas in eine Schüssel geben. Zucker, Butter, Ei und Vanilleextrakt hinzugeben und zu einem Teig verarbeiten.

Aus dem Teig kleine Kugeln formen und in ca. 4 cm Abstand auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Bei 190°C für 13-15 Minuten backen.

Ergibt 30 Stück

Suppe…schon wieder Suppe

Anscheinend bin ich so richtig in Suppenlaune. Ist ja auch wieder etwas frischer draußen, da wärmt einem eine leckere Suppe auch von innen. Am Wochenende war ich einfach zu schlapp einzukaufen, also musste ich das heute erledigen. In unserem Bio-Supermarkt gab es Hokkaido Kürbisse, besonders schöne kleine Dinger. Da hab ich gleich zwei eingepackt, denn Kürbissaison ist ja fast schon vorbei. Meine Lieblingssorten sind Butternnut und Hokkaido. Von beiden kann man auch die Schalen mitverwenden und das lästige schälen und / oder aushöhlen bleibt einem erspart.

Kürbis war bis vor ein/zwei Jahren überhaupt nicht Bestandteil meines bescheidenen Koch-Repertoires. Eigentlich kannte ich nur eingelegten Kürbis und das ist (wie Schimmelkäse) auch nicht so mein Ding. Kürbis in Form von Suppe ist allerdings eine ganz feine Sache. Wie auch folgende Variante: sehr cremig, aromatisch und lecker.

Zutaten (1 Pers)

  • 1 Hokkaido-Kürbis ca. 500g
  • 100ml Sahne
  • 1 kl. Knoblauchzehe
  • 30g Käse (gerieben)
  • Salz & Pfeffer
  • Kräuter nach wahl
  • Brotcroutons

Wenn man keine Croutons zuhause hat: etwas Butter schmelzen, fein gehackte Kräuter wie z.B. Rosmarin, etwas Knoblauch Granulat und Salz hinzugeben und gut durchmischen. Eine Scheibe Brot in Würfel schneiden und in der Butterlösung ordentlich wälzen. Bei 200°C im Backofen ca. 15-20 min kross Backen. Ab und zu die Würfel wenden, damit sie gleichmäßig knusprig werden.

Vom Kürbis vorsichtig den Deckel abschneiden (nicht weg werfen) und die Samen auskratzen. Falls man beim ersten Schnitt den Kürbis nicht „geöffnet“ hat, nicht schlimm. Einfach ein Kreis in der Fläche bis zu den Samen einschneiden. Was man Rausgeschnitten hat, klein schneiden und wieder in den Kürbis geben. Die Sahne mit der Knoblauchzehe aufkochen, vom Herd nehmen und ca. 20 Minuten abgedeckt mit dem Knoblauch ziehen lassen.

Die Croutons und Käse in den Kürbis schichten, Kräuter, Salz und Pfeffer hinzugeben und mit der Sahne übergießen. Vorher den Knoblauch entfernen. Deckel drauf, in eine ofenfeste Form geben und für ca. 45 min im Ofen bei 200°C ausbacken.

Die Suppe im Kürbis servieren. Das Kürbisfleisch mit einem Löffel von der Schale lösen und mit der Käse-Sahne mischen. Genießen.

Man kann das Rezept auch in einem größen Kürbis zubereiten. Einfach die Menge der Zutaten an das Gewicht des Kürbis anpassen. Wer nicht so viel Sahne verwenden möchte, die Hälfte mit Milch oder vielleicht Brühe ersetzen.