Blogger kochen gemeinsam und die Welt schaut zu

Wie vor ein paar Tagen hier und auf Facebook angekündigt war es gestern so weit. Staatl. Fachingen hat zu einem Virtuellen Koch-Event eingeladen und 6 Blogger sind der Einladung gefolgt. Natalie war in Köln mit Matthias Ruta im Kochstudio und Uwe, Helena, Lena, Daniel, Lea und ich waren Live aus unsere Küchen via Webcam zugeschaltet.

Meine Vorbereitungen für das Event begannen bereits letztes Wochenende. Von Laura und Sabine von der Presseagentur für Staatl. Fachingen bekam ich eine E-Mail mit den Rezepten, eine Einkaufsliste und technische Hinweise (Software, Anleitung usw.). Hier erst einmal ein Dank an das ganze Organisations-Team vor und hinter den Kulissen. Es hat alles super geklappt und auch die Technik hat super funktioniert.

Bezüglich Einkaufen der Zutaten machte ich mir keine so großen Sorgen, außer beim Lammkarree. Lamm kaufe ich normalerweise in unserem Türkischen Supermarkt, aber die hatten nur Lammkotletts. Ist zwar eigentlich das gleiche Fleisch, aber nicht so hübsch ;). In meiner Wohngegend und in der Innenstadt haben über die letzten Jahre ziemlich viel Metzger/Fleischereien Ihr Geschäft geschlossen. In Aachen kommt (gefühlt) auf jeden Einwohner dreieinhalb Friseure, aber ein Metzger findet man nur via Google wenn man keinen „StammFleischLieferant“ hat. Ich hab echt überlegt ob ich das Lamm via Internet bestelle, aber ich hab dann doch eine Fleischerei gefunden, bei dem ich das Lammkarree für Donnerstag vorbestellen konnte. Die restlichen Zutaten habe Mittwoch ich in einem Rutsch in dem Supermarkt die Lebensmittel liebt bekommen.

Ich war gestern Tagsüber schon aufgeregt und total gespannt was da wohl alles passieren würde. Also nach der Arbeit schnell noch das Fleisch geholt und ab nach Hause. Beim Auspacken des Fleisches traf es mich. Der Fleischer hatte die Knochen entfernt, obwohl ich ihm am Telefon sagte mit Knochen. Hey ich hab noch nie Lammkarree vorher zubereitet und es sollte dann doch auch so hübsch aussehen. Voll blöd :(. Aber naja, ich bin ja pragmatischer Natur…nein ich habe keine Knochen o.ä. ran geklebt 😉 Ich hab mir einfach gedacht „is‘ halt so, is‘ ja das gleiche Fleisch“. Laptop auf der Fensterbank aufgebaut, NetzKabel quer durch die Küche verlegt, kurzer Technik-Check, die Küche von überflüssiges wie Toaster und zusätzliche Stühle befreit, Rezepte am Schrank geklebt, benötigte Zutaten zur Seite gestellt und die Kochwaffen bereit gelegt, die beste Kochhelferin der Welt rein gelassen ….

kuechelaptop

Punkt 19 Uhr gingen wir dann online. Nach einer kurzen Begrüßung und Vorstellungsrunde ging es dann los. Ich weiß nicht genau wie es den anderen Bloggern ging, aber ich wollte ursprünglich die gleichen Koch-Schritte wie der Matthias machen, sozusagen Nachkochen 😉 Also wie der Matthias gings zuerst ans Lamm. Die HautSeite wie bei der Entenbrust kreuzweise eingeschnitten, gesalzt und gepfeffert. Die Pfanne zum an Braten sollte sehr heiß sein, also erstmal warten bis das alte Ding auf Touren kommt. Mein Herd ist so alt, in der Backofentür ist noch nicht mal ein Fenster. Endlich war die Pfanne heiß und so hüpfte das Lamm rein und legte sich auf die Haut Seite nieder bis diese richtig schon kross und Braun war. Während dessen gings an die Suppenzubereitung. Judith schibbelte fleißig mit und die Zutaten wanderten in den großen Suppentopf. Das Lamm dann von der anderen Seite gebräunt und bei niedrig Temperatur im Bräter zusammen mit Knoblauch, Schalotten und Rosmarin in den Ofen.

In meiner Küche bzw. beim Kochen habe ich so mein Eigenarten und auch eigenes Tempo. Bei Rezepten überlese ich gerne Schritte und improvisiere dann „nach gut dünken“. Also habe ich den Ruta-Pfad etwas verlassen und kochte einfach darauf los. Zwischendurch mit Judith rumgealbert, noch ein Schlückchen Prosecco und immer wieder ans Laptop schauen was die anderen so machen und auch ins Chat geschrieben. Das Chatten hat Judith zum Teil übernommen, vor allem wenn ich grad nicht von den Töpfen weg konnte. Wir waren ein echt gut eingespieltes Team.

judith

Die Suppe köchelte, die Cranberries bruzzelten in einer Pfanne zu einem leckeren Chutney, die Pilze in einer weiteren Pfanne und schon ging es an die Zubereitung der restlichen Hauptspeise. Die Kartoffeln gingen gewaschen und kleingeschnitten mit Rosmarin bestreut in den Ofen. Die Rezepte wurden nicht nach einander Zubereitet sondern parallel. Ganz fix war dann die Suppe auch fertig und konnte Püriert werden. Da ich nicht so die Geduld hatte mit dem Pürierstab zu hantieren, kam der Mixer zum Einsatz 😉 Der Clou an der Suppe war aber die letzte Zutat: Amaretto. Das muss man mal Probiert haben! Dazu noch den süß-saureren Cranberry-Kompott. Die Suppe war sehr lecker, aber ich bin nicht so der Sellerie-Fan. Es war mir dann doch zu dominant. Suppe mit Amaretto *hicks* gibt es bestimmt wieder, aber ohne Sellerie.

suppe

Das Bild ist jetzt nicht so prall, aber wir hatten Hunger 😀 Wenn Ihr das Rezept für die Suppe möchtet und auch sehen wollt wie schön diese aussehen kann, schaut mal hier bei Uwe vorbei. Wenn ich groß bin möchte ich auch solche Fotos machen können 😉

Nach der kurzen Suppenpause gings dann auch gleich weiter mit den Bohnen und Sauce für das Lamm. Die Bohnen wurden mit Zuckerrübensirup und Thymian in den Lammfond aufgekocht. Das erste kosten war, sagen wir mal ekelig ABER das Endresultat mit dem Rotwein super köstlich. Den Lamm habe ich aus dem Ofen genommen, vom restlichen Knochen befreit und in Alufolie eingewickelt, denn ich musste den Ofen höherdrehen sonst wären die Kartoffeln nie fertig geworden. Kurz bevor die Kartoffeln fertig wurden habe ich das Lamm auch noch mal ca. 5 Min. in den Ofen gegeben. Das Lammkaree habe ich im Endeffekt behandelt wie ein Roastbeef oder Filet behandelt. Und (ich weiß eigen lob stinkt) es ist perfekt geworden! Rosa und saftig durchunddurch. Dazu die Bohnen, Kartoffeln und diese leckeren Sauce…

lammfertig

Auch hier nur schnell ein Foto gemacht. Der Duft war einfach zu betörend und Lamm schmeckt kalt einfach nicht. Hmmmh und wie das schmeckte. Mir läuft jetzt schon wieder das Wasser im Mund zusammen.

Der Abend endete mit einem Dank an die Teilnehmer und mit der Info das Staatl. Fachingen bald ein „Natürlich besser kochen“-Nachfolger herausgibt, welches nächste Woche in Köln dann Fotografiert werden wird. Zu diesem Zeitpunkt befand ich mich schon im himmlischen Fresscoma, aber ich glaube ich darf beim Food-Shoot dabei sein. Mal schauen ob da noch was kommt.

Die zwei Stunden gingen super schnell vorbei und war wie eine Rauschende online Küchenparty… lustig mit lecker essen, viel lachen, nette Menschen und schöne Gespräche rund ums Essen. Fazit: gelungener Abend! Gerne wieder 🙂

Viel zu tun und noch etwas Zucker

Puh… bei mir ist momentan ziemlich viel los, besonders nächste Woche wird es in meiner Küche hoch hergehen.

Nächste Woche heißt es „In der Weihnachtsschickerei“. Post aus meiner Küche geht in die vierte Runde und es werden diesmal Weihnachtliche Leckereien quer durchs Land geschickt. Mein Päckchen-Plan steht und ich hoffe meine liebe Tauschpartnerin Ramona schmecken die Schleckereien. Gekocht, gebacken und gerührt wird allerdings erst am Wochenende, weil ich diesen Freitag auch noch eine Prüfung hinter mir bringen muss *argl*. Zudem wird nächste Woche noch an etwas für meine Mama gearbeitet, aber das verrate ich euch noch nicht, denn sie liest ab und an hier mit.

Das zweite Highlight nächste Woche ist die Teilnahme an einem Interaktiven Kochevent. Vor einiger Zeit habe ich euch das Kochbuch „Natürlich besser Kochen“ von Staatl. Fachingen vorgestellt. Die Rote-Linsen-Lasagne ist wirklich saulecker und begeisterte auch überzeugte Fleischfresser. Das kleine Kochbuch gibt es oder gabs als Beigabe zu einer Kiste Staatl. Fachingen oder auch auf diversen Blogs zu gewinnen. Letzte Woche wurde ich wieder von der Marketing Firma angeschrieben, diesmal mit eine Einladung zum Virtuellen Kochen.

Was heißt das im Konkreten und wie soll das funktionieren?

Fernsehkoch Matthias Ruta wird zusammen mit Natalie Simons von „Pastasciutta“ in einer ca. zweistündigen Veranstaltung zwei Gerichte aus dem Kochbuch „Natürlich besser Kochen“ kochen. Einige Blogger und ich sind dann via Webkonferenz zugeschaltet. Es wird zusammen, in Echtzeit am heimischen Herd mitgekocht und sich mit Matthias und Natalie ausgetauscht. Ihr könnt das  ganze dann auch via Live-Stream mit verfolgen.

Schulungen, Support oder Kolloquien via Video- oder Webkonferenz kenne ich von der Arbeit, aber ein Kochkurs via Webkonferenz? Ich bin gespannt. Mehr Infos folgen nächste Woche. Merkt euch schon mal Donnerstag den 29. November 19 Uhr vor. Wenn Ihr dann keine Zeit habt, das Event wird auch aufgezeichnet. Allerdings werde ich nicht zu darin zusehen sein 😉 Vielleicht mach ich mein eigenes „Heim-Video“ *g*.

So siehts aus, aber es kommt jetzt noch besser, zumindest für euch 😉 Obwohl ich mir Küchenverbot auferlegt habe, konnte ich ja ich anders und habe was leckeres zusammengerührt. Schließlich braucht man ja auch mal eine Pause vom lernen.

Ich liebe Fudge oder weiche Caramels. Zucker wird auch sauheiß, daher habe ich mich nie wirklich ans Zuckerkochen getraut. Beim kochen mit Zucker ist Temperatur  und Sicherheit das A & O, also besorgt euch ein Zuckerthermometer. Diese kann man am Topf klemmen und man hat damit beide Hände frei. Da ich jetzt endlich ein Zuckerthermometer habe, konnte ich auch endlich was aus dem Kochbuch „Sugar Baby“ nach kochen. Zumindest mich daran lang hangeln. Das Muscobado Fudge Rezept habe ich ein bisserl gepimmt und zwar mit Bacon. Mit Speck schmeckt doch schließlich alles besser oder? Ich weiß nicht wieso ich soviel angst davor hatte,denn es war doch recht einfach. Ich lebe noch, habe mich nur einmal minimal verbrannt, meine Küche ist ganz (klebt nur leicht) und der Topf ist auch nicht in die Tonne gelandet, also war es ein voller Erfolg.

Auch hier wieder eine Warnung: Fudge ist Zucker pur! Die Zubereitung ist auch nicht etwas für ungeduldige!

Mascobado Fudge mit Bacon

  • 125g Bacon (Frühstücksspeck)
  • 275g Mascobado (Vollrohrzucker)
  • 125g brauner Zucker
  • 200g Zucker
  • 240ml Sahne
  • 2 EL Golden Sirup
  • 1 TL grobes Meer-Salz
  • 28g Butter
  • 1 TL Vanille Extrakt

Den Bacon auf einem Rost dunkelbraun (fast Schwarz) kross backen. Auf Küchenkrepp abtropfen und abkühlen lassen. Klein hacken und zur Seite stellen.

Den ganzen Zucker, Sahne, Sirup und Salz in einem Topf gut vermischen und auf mittlere Hitze erwärmen bis der Zucker sich aufgelöst hat. Den Zuckerthermometer anklemmen und die Hitze auf mittel-hoch erhöhen. Nicht mehr rühren. Die Zucker Masse wird blubbern und hochsteigen. Weiter köcheln bis die Temperatur 116°C erreicht. Den Topf sofort vom Herd nehmen und die Butter mit einem Holzlöffel einrühren, Stehen lassen bis sich die Zuckermasse auf zwischen 43°C und 60°C abgekühlt hat.

Vanille Extrakt hinzufügen und gut verrühren bis die Masse nicht mehr glänzt. Die Bacon Krümeln unterrühren und in eine gefettete 20x20cm Form gießen. Weiter abkühlen lassen, dann mit Folie bedecken und mehrere Stunden aushärten lassen. Am besten über nacht.

Diese Fudge darf man nicht einfach verschlingen, denn sonst merkt man nicht viel vom Bacon. Erst wenn der Fudge einen herrlichen Zuckerfilm im Mund hinterlässt, entfaltet der Bacon seine Herrlichkeit. NomNom. Um das Bacon-Aroma zu erhöhen werde ich das nächste mal die Sahne über nacht mit gebratenem Bacon ziehen lassen.

Viel Spaß beim Nachkochen

Da diese süß-salzige Sünde auch so schön braun ist, reiche ich das auch mal fix bei Uwes Cookbook of Colors ein.

HighFoodality Blog-Event Cookbook of Colors

Flüssige Sonne

Es ist draußen richtig ungemütlich geworden. Am liebsten kuschele ich mich in eine Decke bewaffnet mit einem leckeren Apfel oder frischen Pfefferminztee und einem guten Buch auf mein Sofa ein. Wenn die Sonne scheint macht mir die Kälte nichts aus, aber dieses nass-kalte Wetter ist echt fies. Umso mehr freut man sich über jeden Sonnenstrahl. Wenn es euch auch so geht, habe ich genau das richtige für euch: Sommer aus der Flasche. Nein keinen Selbst-Bräuner sondern Orangen-Maracuja-Sirup.

Die Inspiration für den Sirup habe ich aus dem neuen Food-Magazin „deli“ von „essen & trinken“ bekommen. Das deli-Rezept war für einen Orangen-Aperitifs „Ingwer-Incident – Prosecco mit Organgen-Ingwer-Rosmarin-Sirup. Frischer Ingwer habe ich zwar immer im Haus, aber ich hatte auch sehr reife Maracujas die ich irgendwie verarbeiten musste. Reife Maracujas sehen so aus als ob sie extreme Cellulite haben 😉

Flüssige Sonne ca. 250ml

  • 400ml frischer Orangensaft (Direktsaft aus dem Kühlregal)
  • 4 reife Maracujas
  • 100g Zucker
  • 2 Zweige Rosmarin

Den Orangensaft durch ein feines Sieb geben um das Fruchtfleisch zu entfernen. Maracuja-Fruchtfleisch aus der Schale höhlen und in einem kleinen Sieb den Saft von den Kernen pressen, die Kerne aber nicht entsorgen. Den Zucker in einem Topf bei mittlere Hitze goldbraun Karamellisieren. Mit dem Orangensaft vorsichtig ablöschen, dabei stetig umrühren. Alles so lange kochen bis der Zucker sich aufgelöst hat. Maracuja-Saft, Maracuja-Kerne und Rosmarin in dem Topf zugeben. Den Sirup auf die Hälfte einkochen. Die Kerne und Rosmarin raussieben und in eine sterilisierte Flasche füllen.

Der Sirup passt wunderbar zu Prosecco. Hierbei den Sirup am besten min. Stunden im Kühlschrank kalt stellen. 2 EL in einem Sekt-Glas geben, mit Prosecco auffüllen und mit den Mädels genießen. Egal ob Warm oder kalt passt der Sirup auch sehr gut zu Eis und besonders gut als Nachtisch zu Schoko-Muffins.

Ich habe mir vor kurzem ein „Riesen-Muffin Blech zugelegt. Die „normal“ großen Muffins sind zwar auch super, vor allem wenn man Cupcakes backen will, aber ich komm mir immer ein bisserl verfressen vor wenn ich mehr als eins verdrücke (grins). Bei einem Riesen-Muffin langt einer allemal (naja meistens). Das folgende Rezept habe ich aus „The complete Magnolia Bakery Cookbook“ umgerechnet und adaptiert. Damit die Muffins wirklich gut gelingen, ist es wichtig dass alle Zutaten Zimmertemperatur haben.

Rezept für 12 Schoko-Muffins

  • 170g Schokolade (70% Kakaoanteil)
  • 240g Mehl
  • 1 TL Natron
  • 225g weiche Butter
  • 180g brauner Vollrohrzucker
  • 4 Eier (L)
  • 240ml Milch
  • 1 EL Zitrone
  • 1 TL Vanille Extrakt
  • 12 Stückchen Schokolade

Schokolade in einem Wasserbad schmelzen und ca. 5-10 Minuten abkühlen lassen. Mehl in eine kleine Schüssel sieben mit dem Natron mischen und zur Seite stellen. Butter in einer großen Schüssel (Stand-Rührschüssel) rühren bis es glatt ist. Zucker hinzufügen und ca. 3 Minuten cremig schlagen. Eier nach und nach hinzufügen und weiter schlagen. Schokolade hinzufügen und alles gut verrühren. Milch und Zitrone mischen und 3-5 Minuten stehen lassen (oder Buttermilch verwenden). Abwechselnd Mehl und Milch zu dem Schokogemisch geben und alles gut unterrühren. Den Teig in die vorbereiteten Förmchen ca. zu 3/4 füllen. In jedem Förmchen ein Stückchen Schokolade drücken. Bei 180°C ca. 25 Minuten backen, oder bis zur „Positiven Stäbchenprobe“.

Abkühlen lassen und mit dem Orangen-Maracuja-Sirup übergießen. Mmmmh lecker. Und weil der Sirup so schön orange ist, habe ich es auch beim „Cookbook of Colours“ Orange eingereicht.
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Viel Spaß beim Nachkochen

Post aus meiner Küche / Mail from my Kitchen

Die „Drei von der Tankstelle Post“ Clara, Jeanny und Rike haben ein super Event ins Leben gerufen: „Post aus meiner Küche“, eine Tauschaktion für selbstgemachte Köstlichkeiten zu einem bestimmten Thema. Die wissen was Foodies mögen.

Wie das genau funktioniert beschreiben die Drei wie folgt:

Das Ganze funktioniert so: Alle zwei Monate geben wir hier auf dem “Post aus meiner Küche”-Blog ein kulinarisches Thema bekannt. Jeder, der Lust hat, meldet sich per Mail an und erhält innerhalb von einer Woche einen Tauschpartner. Dann geht’s ab in die Küche: Kocht, backt, rührt, tranchiert, flambiert und verziert was das Zeug hält, macht ein Foto von den Köstlichkeiten und schickt es hübsch verpackt an euren Tauschpartner. Wer Lust hat, postet das Selbstgemachte auf seinem eigenen Blog. Wer keinen Blog hat, schickt uns einfach das Bild und wir veröffentlichen es auf diesem Blog. Damit jeder die Küchenpost bestaunen kann, sammeln wir am Ende alle Bilder bei Pinterest.

Das Thema für das erste Event ist SCHOKOLADIGES. Da fällt einem natürlich vieles ein, aber nicht alles kann man einfach mit der Post verschicken, Eis zum Beispiel. Eine Schoko-Mokka Torte mit der Post zu verschicken ist sicherlich auch eine Herausforderung.

Gestern habe ich virtuelle Post mit meine Tauschpartnerin erhalten. Somit habe ich den gestrigen Abend damit verbracht meine Kochbücher und Lieblings- Webseiten/Blogs zu wälzen auf der Suche nach Schokoladiges was man gut verschicken kann. Deadline ist der 23. April, denn zwischen dem 23.- 28. April geht die Tauschaktion los.

Also wundert euch nicht, wenn es hier schokoladig wird.

Ich wollte eigentlich schon früher über diese super Aktion schreiben, aber wie es manchmal so ist kommt etwas dazwischen, wie Urlaub, Ostern und Prüfungen. Wenn Ihr bei der nächsten Tauschaktion mitmachen wollt, schaut einfach bei den Drei von der Post vorbei 😉 Die Aktion ist natürlich nicht nur für deutsche Tauschwillige, von den über 300 Anmeldungen waren auch Internationale Anmeldungen dabei, z.B. aus Irland, Spanien und Italien. Damit es mit der Post auch klappt und die Versandgebühren nicht zu hoch werden, wurde versucht ihnen Tauschpartner aus dem gleichen Land zu zuordnen.

So ich gehe mal meine Schoki-Vorräte prüfen…

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The „Three from the Post-Office“ Clara, Jeanny and Rike have initiated a brilliant event: “Mail from my kitchen”, a tradeoff with homemade delicacies with a specific theme. They know what foodies like.

The three describe „How it works” as follows:

Every two months we announce here on the “Post aus meiner Küche”-blog the culinary theme. Everyone which wants to participate registers via email and receives within a week a “swap-buddy”. Then off into the kitchen: cook, bake, stir, carve, flame and decorate for all ones worth, take a picture of your delicacies and send it pretty packed to your “swap-buddy”.  If you want write a blog-post about it. If you don’t have a blog, send us your picture and we will put a post on our blog. So everyone can marvel at the “kitchen-mail” we’ll collect the pictures on Pinterest.

The theme for the first event is CHOCOLATEY. Of course there comes a lot of things to mind, but you can’t send everything easily with the mail, ice-cream for example. A chocolate-mocha-torte is also surely a challenge.

Yesterday I received a virtual letter with info’s about my swap-buddy. So I spent the evening poring over my cookbooks and favorite websites/blogs searching for chocolaty things which can easily be sent with the mail. Deadline is the 23rd. of April, between 23.-28. April the tradeoff takes place. So don’t be surprised if it’s going to be very chocolaty here.

I wanted to write about this event a bit earlier, but sometimes things get in the way, like holidays, Easter and exams. If you want to participate in the next tradeoff, keep your eye on the “Drei von der Post“ for the next dates and themes. The tradeoff is not only open for German swappers, of the 300 applicants there were also international participators, e.g. from Ireland, Spain and Italy. In order to keep problems and costs with the post-office at a minimum, they will try to find other swappers from the same country.

Right, I’m off to check my chocolate stock…

Süß… lecker… süß…

Ich habe mich heute eine Herausforderung gestellt und zwar die Macaron Herausforderung. Diese kleinen französischen Köstlichkeiten beherrschen viele Süß-Blog-Posts und vor allem auch Pinterest. Ist ja auch kein Wunder, diese süßen, weich zarten, leicht knusprigen Kekse (?) kommen farbenfroh und in verschiedenen Geschmacksrichtungen daher. Auf Deutsch heißen Macarons ja eigentlich Makronen bzw. Mandelmakronen, aber wenn ich Makronen höre fallen mir eigentlich nur die Kokosmakronen ein die es meist zu Weihnachten gibt.

Persönlich bin ich ehr der salzig, deftiger Esser, aber ich liebe es zu Backen. Zum Glück habe ich eigentlich immer Abnehmer die sich mit Freunden als Versuchskaninchen herhalten.

Vor der Zubereitung von Macarons hatte ich eigentlich etwas muffe. Ich hasse es wenn ein Plan nicht funktioniert. Bei vielen Posts (z.B. hier) oder auch in den Kommentaren wurde oft berichtet, dass die Macarons sich ziemlich launisch verhalten. Mal bleiben sie matschig, mal zerbröseln komplett, der Fuß will sich einfach nicht bilden usw.

Bei meiner Rezept-Suche bin ich auf Aurélie’s Blog „Aux délices d’Aurélie“ und ihr wirklich toller und hilfreicher Post über „was der Macaron-Anfänger alles wissen muss“ gestoßen.

Ihr Rezept ist auch wirklich ausgezeichnet und die Mengen ergeben auch eine kleine feine Portion, denn was soll ich mit 30-50 Macaron-Schalen machen? Von diesen süßen Leckereien kann man sowieso nur ein zwei essen. Und wenn man es falsch macht, hat man nicht gleich eine Packung gem. Mandeln, Puderzucker und ein Paket Eier verschwendet. Aurélie’s Video ist auch zu empfehlen, ein  Video kann mehr sagen als 1000 Worte, außerdem ist ihr deutsch-französischer Akzent wirklich süß.

Gefüllt werden die Meringue-Schalen mit (Shoko)Ganach, Buttercreme oder einfach Marmelade. Meine habe ich mit einer zufälligen Eigenkreation gefüllt.

Vor ein/zwei Wochen hatte ich Himbeeren in Wodka eingelegt und gestern die Himbeeren abgeseiht. Der Wodka hatte sich rot gefärbt und roch lecker nach Himbeeren. Die Wodka-Himbeeren wollte ich aber auch nicht einfach weg werfen. So habe ich ca. 100g Himbeeren mit 40g Zucker und 50ml Sahne aufgekocht, püriert und gesiebt. In der noch warmen Masse hatte ich dann 100g weiße Schoki geschmolzen. Das Ganze dann noch kurz aufgekocht und in einem steriles Glas eingefüllt und in den Kühlschrank gestellt. Der Alkohol ist beim Kochen zum größten Teil verdampft und die Himbeeren haben etwas an Aroma durch das Einlegen verloren, aber das Himbeerschokigemisch war super lecker. Das nächste Mal gibt es Himbeeren oder vielleicht Brombeeren ohne Alkohol und dann zum Frühstück auf Toast oder einfach pur direkt aus dem Glass.

Zurück zu den Macaron-Schalen. ICH LIEBE ES WENN EIN PLAN FUNKTIONIERT!

Aurélies Rezept und Anleitungen sind perfekt! So kamen meine Hellblauen-Schalen inkl. Perfekt geformter Fuß aus dem Backofen. Nach dem Abkühlen ließen sich auch 90% ohne zu brechen, leicht von dem Backpapier lösen.

Ich weiß Eigenlob stinkt, aber meine Macarons mit der Füllung waren echt der Hammer! 😀 Genau richtig mit eine Tasse Espresso nach einem wunderbaren deftigen Mahl von Kaninchen mit Knödel und super leckerer Rotweinsauce.

Und da es ja noch Februar ist, wird dies auch fix als mein zweiter Beitrag  zum „Cookbook of Colours“ eingereicht, auch wenn das Hellblau wieder durch Lebensmittelfarber erreicht wurde.
HighFoodality Blog-Event Cookbook of Colors

Battenberg goes Bavaria

Wenn der Kopf nicht zu Ruhe kommen will, backe ich gerne. Wiegen, messen, mischen und kneten hat für mich was meditatives, besonders Teig mit der Hand kneten. Die Küche sieht meist danach aus wie ein Schlachtfeld, aber während man wartet und bevor man ungeduldig vor der Ofentür lauert, kann man auch einfach alles in den Geschirrspüler schmeißen und ein Lappen (oder manchmal auch ein Putzeimer) zur Hand nehmen.

Das wichtigste und meist auch gute am Backen ist, man muss sich an die Zugaben bzw. Anweisungen des Rezeptes halten und schon Klappt es mit dem Brot oder Käsekuchen. Wenn man nichts vergisst oder überließt, was mir leider öfters passiert 😉 Wenn ich Glück habe ist es nicht so schlimm, oder ich hab die Zutaten doppelt und kann nochmal von vorne beginnen.

Dieses Wochenende bin ich wieder auf ein Rezept der Englischen Cuisine gestoßen. Und ja, die Englische Küche kann mehr als Minzsauce zur Lamm hervorbringen. Schon mal von Battenberg Cake gehört? Dieses Küchlein ist einer der Leckereien die oft zu nachmittags Tea serviert wird. In Kaffee und Kuchen stehen die Deutschen da auch nichts nach. Der Kuchen ist ein Biskuitkuchen mit Schachbrettmuster eingewickelt in Marzipan. Er wurde angeblich anlässlich der Hochzeit von Queen Victorias Enkelin mit Prince Louis of Battenberg kreiert.

Wenn man nicht glaubt, dass Engländer kochen kann, sollte einfach mal bei BBC-Food vorbei schauen. Dort habe ich auch ein bzw. mehrere Battenberg Cake varianten gefunden. Besonders angetan hat mich der Union Jack Battenberg angetan und hat mein Ehrgeiz geweckt. Nach stundenlanges muckeln (schneiden, streichen, kühlen und kleben) hatte ich ein Kuchen, der das Referenzmodel (fast) ähnlich aussah. Und der Geschmack? Keine Ahnung es war einfach nur pappsüß. Als Krönung hatte ich auch total klebrige Küche. Ich sagte ja beim Backen bin ich eine Sau in der Küche.  Tja, jetzt fristet mein hart erarbeitetes Kunstwerk sein Dasein im Mülleimer.

Naja gut, beim zusammenkleben der Einzelteile hatte ich schon eine Ahnung das das schief gehen wird, also habe ich das Union Jack Grundrezept doppelt angesetzt und habe einen (fast) klassischen Battenberg gebaut. Bei dem original Battenberg Cake wird die eine Hälfte des Teiges Pink eingefärbt, der fertige Kuchen dann mit Aprikosenmarmelade zusammen geklebt und mit weißem Marzipan umhüllt. Mein Battenberg habe ich anlässlich des Cookbook of Colours Event etwas abgewandelt und in den Bayrischen Farben hellblau eingefärbt. Den Marzipan habe ich auch kurzerhand mit weißer Schoko-Kuvertüre ersetzt, zum einen hatte ich kein weißes Marzipan und zum anderen mag ich Marzipan einfach nicht.

Das Rezept verlangt nach blaue Lebensmittelfarbe und bei Uwe’s Bloge-Event sollte man möglichst keine verwenden, aber in ein Battenberg gehört nu mal Lebensmittelfarbe, sonst wäre es ja kein Battenberg, sondern nur ein Sponge Cake mit Hülle 😀

Bavaria Battenberg Zutaten:

  • 175g weiche Butter
  • 175g Zucker
  • 3 Eier (L)
  • 175g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 1/2 TL Vanille Extrakt (Oetker Backaroma)
  • Blaue Lebensmittelfarbe.
  • Lemoncurd (zum kleben)
  • 200g weiße Schokolade

Den Ofen auf 190°C vorheizen und eine rechteckige Backform (ca. 20cm) mit Back-Alufolie in zwei gleichgroße  Segmente teilen (siehe Bild) und ggf. mit etwas Butter ausfetten.

Die Butter zusammen mit dem Zucker weich schlagen, bis es fluffig ist. Die Eier nach einander hinzufügen, also jedes Ei einzeln und nacheinander gut einrühren. Das hinzugeben, am besten auch nicht alles auf einmal. Den Vanille-Extrakt nicht vergessen. Wenn der Teig schön cremig aussieht, abwiegen und die Hälfte in eine neue Schussel geben.

Jetzt zum schwierigen Teil: das Einfärben. Hier gilt weniger ist mehr, also Tröpfchenweise hinzugeben, bis zur gewünschten Farbe. Wenn man zu wenig oder zu viel hinzugibt, kann der Teig grün werden. Ich habe die Gel-Farben von Milton verwendet. Zu dem „Royal-Blau“ habe ich auch etwas Lila verwendet, damit der Teig nicht so einen Grünstich bekommt.

Den gefärbten und ungefärbten Teig in die vorbereitete Backform geben und für 35-40 Minuten backen, bzw. bis die Oberfläche golden-braun ist und die Zahnstockerprobe sauber aussieht. Den Kuchen aus dem Ofen raus nehmen und 5 Minuten in der Form abkühlen lassen, dann auf ein Kuchengitter vollständig abkühlen lassen.

Jetzt zum Zusammenbau. Wenn nötig den Deckel abschneiden, damit man eine gerade Oberfläche bekommt. Beide Kuchen sollten gleich hoch sein. Da der blaue Teig nicht wirklich goldbraun wird, sondern eher grünbraun, empfiehlt es sich die äußere „Haut abzuziehen“. Die Kuchenteile mit der Innenseite aufeinander legen und die Seiten abschneiden. Die Breite sollte dann der Höhe entsprechen, damit das Schachbrettmuster passt. Nach dem trimmen den Kuchen der Länge nach halbieren und in das Muster sortieren.

In einem Topf ein paar EL Lemoncurd erwärmen. Soviel um den ganzen Kuchen zu bestreiben. Die Innenseiten (nicht Außenseiten) der Kuchen teile mit dem warmen Curd bestreichen und zusammen kleben. Ich habe das Ganze dann in etwas Alufolie gewickelt und in den Kühlschrank gestellt. In einem Wasserbad die Weiße-Schoki schmelzen.

Den gekühlten Kuchen auf ein mit Backpapier oder Alufolie aus gelegter Teller (Brett) legen und mit der abgekühlten Schokolade bestreichen. Festwerden lassen. Tea aufsetzen und die Gesichter der Gäste beobachten wenn man den Battenberg anschneidet. Ach ja, Kaffee passt dazu natürlich auch 😉 Der Kuchen ist (nicht nur durch die ganze Schoki) süßlich (typisch englisch), aber der Lemoncurd verleiht das ganze eine zitronige Note.

Bei diesen beiden Kuchen ist auch einiges an Kuchenresten angefallen. Was tun damit? Wech schmeißen? Nein, Rumkugeln machen!

So, lieber Uwe, das wäre meine Einreichung für Februar: Hellblau. Ich fühle mich richtig befreit und muss mich nicht mehr verrückt machen, ob ich was passendes finde. Aber warte… nächsten Monat ist Blau angesagt *neeeeiiiin*. Na, dann gibts halt die Fotos vom Rosenmontag 😉

HighFoodality Blog-Event Cookbook of Colors