Viva España

Ich habe ganz schön lange hier nichts mehr gebloggt, fast 2 Wochen. Das lag nicht daran, dass ich nicht gekocht und gegessen habe, oder das ich keine Lust mehr habe, sondern weil ich nicht im Land war :). Vielleicht sollte ich mehr Posts vorschreiben und die dann automatisiert freigeben, aber das klappt momentan nicht. Grund dafür ist, dass ich meistens spontan irgendwas in der Küche zaubere und dann darüber berichte. Ich plane nicht die Woche oder Monat was ich wann blogge, geschweige denn Koche. Aber vielleicht sollte ich das mal versuchen, vielleicht auch nicht, mal sehen.

Jedenfalls, ich war wieder in Spanien und ich liebe das Land! Nicht nur wegen dem Wetter, Meer und Strand, sondern auch wegen den Menschen, die Lebensart, das Temperament und natürlich auch dem Essen. Wenn man an spanisches Essen denkt, denkt man meistens an Paella. Ich finde das auch sehr lecker, egal ob die traditionell Valenzianische Variante (ohne Fisch) oder die „Paella de turistas“ (Touristen-Paella) mit Fisch. Oft denkt man, dass diese mit Safran zubereitet wird und obwohl Safran in Spanien sehr günstig ist, wird es mit Lebensmittelfarbe „Colorante alimentario“ gelb gefärbt. Ich habe auch überlegt mir etwas davon mit zunehmen, aber was soll ich damit ich habe mich lieber für den Safran entschieden.

Hier in Deutschland kostet 0,1g ca. 3€ in Spanien bekommt man 0,5g für den gleichen Preis. Auf der Vielzahl der Wochenmärkte oder in den großen Markthallen bekommt man es evtl. noch etwas günstiger.

Ein anderes Gewürz findet man auch sehr oft in seinem Essen und zwar Cumin, besonders in Verbindung mit Fleisch. Cumin ist euch vielleicht etwas besser unter Kreuzkümmel bekannt, nicht mit normalem Kümmel zu verwechseln. Kreuzkümmel ist bei uns auch im Supermarkt erhältlich, aber oft nur in gemahlener Form. Das Gewürz in dieser Form finde ich etwas schwierig zu dosieren und es duftet auch nicht so aromatisch als frisch gemörserter Cumin.

BILD

Safran und Cumin sind auch die Aromageber für mein heutiges Rezept: Cumin-Safran-Brot. Brot selber machen geht eigentlich sehr einfach, nur braucht es etwas Zeit. Folgendes Rezept braucht ca. 3 Std. Durch die verwendetet Menge Safran ist es auch nicht „günstig“, aber versuch mal Safran-Brot beim lokalen Bäcker zu bekommen. Außerdem man backt es nicht jeden Tag oder jede Woche 😉 Das Rezept stammt aus Bistro Cooking von Patricia Wells, gefunden bei Labellecuisine.com. Ursprünglich wurde das Brot als Ergänzung zu Bouillabaisse (Fisch-Suppe) kreiert, aber es passt auch wunderbar zu einem Teller mit Schinken, Käse und Aioli, oder zu Tapas oder einfach in gutes Olivenöl getunkt.

Zutaten für 1 Laib

310ml lauwarmes Wasser

1 Pk. Trocken-Hefe

1 TL Zucker

280 – 315g Mehl

1 TL Cumin (Kreuzkümmel), frisch gemahlen

0,1g Safran-Fäden (entspricht 1 Pk.)

2 TL Meersalz

175g Pasta-Mehl

In eine große Schüssel Wasser, Hefe, Zucker und 140g Mehl gut mischen und ca. 10 Minuten stehen lassen.

In einem Mörser das Cumin, die Safran-Fäden und Meersalz  fein zerstoßen und gut unter dem Hefe-Gemisch rühren. Der Teig sollte jetzt schön gelb sein.

Nach und nach das Pasta-Mehl zu dem Gemisch geben und unterrühren. Wenn alles gut vermischt ist ca. 140g Mehl hinzugeben bis es zu einem Teig zusammen kommt.

Den Teig aus der Schüssel nehmen und auch einer bemehlten Oberflache kneten und dabei zusätzlich mehr hinzugeben, bis der Teig nicht mehr klebt. Weiter kneten bis der Teig schön glatt und geschmeidig ist, ca. 10 Min.

Den Teig zu einer Kugel formen und in eine mit etwas Olivenöl gefettete Schüssel geben, abdecken und 1 Std. bei Zimmertemperatur gehen lassen. Der Teig sollte ca. die doppelte Größe haben.

Das Backblech/Backpapier mit etwas Pasta-Mehl bestreuen. Den Teig aus der Schüssel nehmen, zu einer Kugel formen und auf dem Backblech mit einem Küchentuch abgedeckt wieder ca. 1 Std gehen lassen.

Den Backofen auf 190°C vorheizen und das Brot auf mittlere Schiene ca. 40 Min. backen.

Auf einem Kuchengitter abkühlen lassen, bevor man es anschneidet.

¡Buen provecho! Und viel Spaß beim Nachkochen

 

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