Kuchen in Farbe und Bunt

Mein bester Freund hatte diese Woche Geburtstag. Vor einiger Zeit hatte ich ihn ein Geburtstagskuchen versprochen, nicht irgendeinen, sondern DEN Rainbow Cake. Dieser Kuchen ist auf Pinterest immer wieder der Renner und stand schon lange auf meiner „Nachback-Liste“. Seit dieses Wochenende kann ich sagen „Mission accomplished“ :). Eine Warnung vorweg…dieser Kuchen ist definitiv nichts für die „Schlanke Linie“, es enthält viieeeel, sehr viel Butter!!! und es braucht etwas Zeit. Also wenn Ihr euch der Rainbow-Challenge stellen wollt, dann nimmt euch min 4 (besser 5) Std. Zeit, vor allem wenn man wie ich nur eine Spring- bzw. Backform hat. Oder fragt in euren Freundes-/Bekanntenkreis nach Backformen.

Das Rezept für den „Super Epic Rainbow Cake“ stammt von Whisk Kid, auch einer der Foodblogs die ich regelmäßig lese. Als Kaitlin (aka Whisk Kid) 2009 über ihr Rainbowcake bloggte war sie ein Blogger Newbe und hätte sich nicht träumen lassen wie der Kuchen einschlug, geschweigen denn dass es fast ein halbes Jahr später eine Einladung in die Sendung von Martha Stewart nach sich ziehen würde. Da kann man nur sagen: Respekt!

Der Kuchen an sich ist nicht besonders schwer und mit den richtigen Lebensmittelfarben (z.B. Gelfarben von Milton) bekommt man auch super Farbergebnisse. Wie gesagt braucht der Teig part viel Zeit wenn man nur 1 Backform hat, denn die einzelnen Farben müssen auch separat (je 15 Min.) gebacken werden und in der Form (ca. 10 Min.) abkühlen. Das macht summa summarum 2,5 Std nur fürs Backen & Abkühlen.

Die Füllung & Frosting von Whisk Kid ist eine Swiss Meringue Buttercreme hierzulande auch Italienische Buttercreme genannt. Mit dieser „gekochten Buttercreme“ hatte ich so meine Probleme, sie wurde nach der Zugabe der Butter einfach nicht fest. Nach einer halben Stunde im Kühlschrank und unter der Zugabe von noch mehr Butter, sowie Puderzucker wurde sie endlich streichfest. Nach dieser Modifikation reichte die Menge auch aus für die Füllung und Guss.

Ich bin ja nicht so der Kuchenstreich Weltmeister, um die Glasur bzw. die Äußereschicht so glatt hinzubekommen habe ich nicht die Geduld. Also noch ein gute Portion Zuckerkonfetti auf den Kuchen drauf, um auch von den Bunten Kuchenkrümeln ab zu lenken und fertig ist die Geburtstagstorte 😀 Ich weiß eine vernünftige Crumbcoat und eine frische Portion Guss hätte das verhindert, aber nach gefühlten Stunden in der Küche war ich zu ungeduldig den Küchen noch so lange zu Kühlen (Gefrierfach war auch voll)  bis es fest ist und auf eine erneute Runde quirlen und mischen hatte ich ebenso wenig Lust. Schließlich wollte der Kuchen ja auch noch gegessen werden und zwar nicht als Mitternachtssnack. Dem Geburtstagskind und Mit-Kuchen-Esser sind die bunten Krümel im Guss nicht aufgefallen und werden es auch nie erfahren, außer die lesen jetzt das hier 😉

Amerikanische Kuchen und Torten Rezepte tendieren für den europäischen Geschmack doch sehr süß zu sein, also habe ich bei dem Teig die Zuckermenge reduziert zwar nur minimal (ca. 60g weniger) aber es war dann genau richtig. Die Buttercreme andererseits war schon sehr süß, aber da ich Unmengen von Zitronenkonzentrat (aus der Gelben Flasche) reingegeben habe, hat das die Süße etwas ausgeglichen. Ich würde Lügen wenn ich sagen würde der Kuchen ist nicht Süß, aber er war nicht zu süß, genau richtig. Allerdings durch die ganze Creme und besonders Butter ist die Torte sehr mächtig. Mein Kuchenstück habe ich in 2 Etappen gegessen. Diese kleine Torte (22 cm ø) reicht min. für 12 Portionen, wenn nicht sogar für 14. Also nicht so große Stücke abschneiden

Rezept von Whisk Kid

  • 226 g Butter, Zimmertemp.
  • 400g Zucker
  • 5 Eiweiß, Zimmertemp.
  • 2 TL Vanille-Extrakt
  • 375 g Mehl
  • 4 TL Backpulver
  • ½TL Salz
  • 350 ml Milch, Zimmertemp.
  • 6 versch. Lebensmittelfarben (z.B. Gelfarben von Wilton) Flüssig Farbe wird nicht knallig genug!

Ofen auf 180°C vorheizen und die Backform(en) fetten und auskleiden.
Mehl, Backpulver und Salz gut vermengen und zur Seite stellen. Butter mit dem Zucker cremig rühren und die Eiweiße nach und nach hinzufügen. Den Vanilleextrakt hinzugeben und rühren bis eine einheitliche Masse entsteht. Milch und Mehl abwechseln in zwei Teile hinzufügen. Alles gut verrühren. Wenn man keine Oberarme wie Conan der Barbar hat (oder bekommen will), würde ich ein Standmixer empfehlen, aber der elek. Handrührer tut es auch.

Den Teig gelichmäßig auf 6 Schüsseln aufteilen. Hierfür am besten den Teig wiegen und durch 6 Teilen, nicht zu vergessen das Gewicht der Schüssel vorher abzuziehen. Nun den Teig einfärben. Der gebackene Teig wird genauso Farbintensiv wie der ungebackene Teig sein, also am besten etwas Farbgel nach und nach bis zur gewünschten Farbintensität hinzufügen.

Den Teig in die Spring-/Backform (22 cm ø) geben und für 15 Min backen. Nach dem Backen die Teigplatten für ca. 10 Min in der Form auf einem Kuchengitter auskühlen lassen. Dann aus der Form entfernen, umdrehen und im Kühlschrank zum Abkühlen deponieren, bis man sich an den Zusammenbau macht.

Die Swiss Meringue Buttercreme habe ich auch nach dem Rezept von Whisk Kid gemacht, aber bei mir wollte es nicht ganz so funktionieren. Da ich auch eine etwas wilde Rettungsaktion gestartet hatte, habe ich natürlich nicht die Menge Puderzucker, Butter und Zitronenkonzentrat abgewogen. Jetzt fällt mir auch auf, dass es bei den Grammangaben kleine Unterschiede zwischen „Webseite“ und „Druckversion“ gibt. Wenn Ihr Amerikanische Cupmessbescher habt, verwendet diese und vielleicht klappt es besser als bei mir. Oder verwendet doch gleich eine ganz andere Füllung 😀

Wer sich jetzt an den Super Epic Rainbow Cake ran wagen will, HIER gibt es das Rezept und HIER auch eine schöne Bebildere Anleitung für die „gekochte“ Buttercreme.

Ich wünsch euch einen schönen Feierabend…

EDIT NACHTRAG 01.06.

Miss Blueberrymuffin sucht Rezepte unter dem Motto „Süß, lecker und ein bisschen zu bunt!„. Da ist diese Torte doch prädestiniert um dort mitzumachen, oder?

Wenn Ihr auch auf Süßes und Buntes seht, schaut bei Miss Blueberrymuffin’s Kitchen vorbei

Rhabarber-Erdbeercreme-Tarte

Gestern war mal wieder ein richtig schöner Sonntag, einen Sonnentag im wahrsten Sinne. Ausgeschlafen und ausgeruht habe ich mein Frühstücks Milchkaffee in der Sonne genossen und habe den Tag völlig stressfrei eingeleitet. Ich hatte auch so gute Laune, dass ich Lust hatte einen Kuchen zu backen. Naja, es wurde eine Tart, aber das ich ja auch ein Kuchen, nur auf Französisch. Und es gab wieder etwas mit Rhabarber mit Erdbeeren. Die Grundlage für die Tart stammte auch wieder aus der Mai „Living at Home“ Ausgabe, allerdings habe ich diesmal beabsichtigt kleine Änderungen vorgenommen. Eigentlich war die Tart als Nachtisch mit Vanilleeis vorgesehen, aber es wurde dann doch als Vor-Snack gereicht, da die Zeit einfach davon lief und das Essen später als gedacht gekocht wurde. Aber an einem Sonntag mit so schönem Wetter, lässt man sich auch nicht stressen.

Das Rezept von „Living at Home“ klang schon sehr gut, aber einfach Rhabarber auf einem Bisquitboden fand ich doch etwas langweilig und ich wollte unbedingt eine Erdbeer-Vanillecreme als Unterlage für den Rhabarber haben. Nach einem Blick in den Kühlschrank musste ich leider feststellen, dass ich für eine „echte“ Vanillecreme nicht genügend Eier hatte, also musste ich (leider) zu Puddingpulver zurückgreifen. Außerdem musste ich ja noch wählen gehen und wer will denn schon bei so tollem Wetter stundenlang in die Küche stehen 😉

Zutaten Boden

  • 50g gemahlene Mandeln (Original: 50g geröstete, gesalzene Macadamianüsse fein gehackt)
  • 220g Mehl
  • Prise Salz
  • 1 Eigelb
  • 175g Butter (kalt, in flocken)
  • 40g brauner Rohrzucker
  • 2 EL kaltes Wasser

Mandeln, Mehl, Eigelb, Butter, Zucker und Wasser zügig zu einem Teig verarbeiten. In Folie einwickeln und 1 Stunde in den Kühlschrank kalt stellen.

Zutaten Belag

  • 375g Erdbeeren
  • 1/4 L Milch
  • 40g Zucker
  • 2 Pk. Vanillepudding
  • 700g Rhabarber
  • 40g brauner Vollrohrzucker*
  • gehackte Mandeln

Erdbeeren putzen, klein schneiden und pürieren. Vanillepuddingpulver mit dem Zucker vermischen und mit 10-12 EL kalte Milch glattrühren. Die restliche Milch aufkochen und Puddingmix und Erdbeerpüree zugeben, unter Rühren kurz aufkochen. Von Herd nehmen und ca. 1 Min weiter kräftig rühren. Die Creme wird ziemlich fest werden. Abkühlen lassen.

Den Rhabarber putzen und in ca. 1 cm breite und ca. 4 cm lange Stückchen scheiden. Mit 60g Zucker vermengen und ziehen lassen. Austretendes Wasser abgießen.

Den Teig kurz kneten und auf der bemehlten Arbeitsfläche ausrollen. Die Tartform ausbuttern und mit Mehl bestäuben. Den Teig in die Form legen und leicht an die Seiten andrücken.

Die Erdbeer-Vanille-Creme nochmal gut durchrühren, auf den Teig verteilen und glatt streichen. Den Rhabarber auf die Creme verteilen und mit gehackte Mandeln und dem braunen Zucker bestreuen.

Bei 180°C ca. 50 Minuten backen. Die Tart abkühlen lassen, evtl. mit etwas Puderzucker bestäuben und mit eine Kugel Vanilleeis genießen.

Mal davon abgesehen, dass mein Rhabarber nicht so Rot war wie das gestylte Food-Foto, aber es war optisch trotzdem sehr ansprechend. Allerdings haben die Raupen zugeschlagen, bevor ich von dem ganzen (intakten) Tart ein Foto machen konnte. Von dem Boden war ich echt begeistert, der war knusprig, lecker, trocken aber nicht furztrocken und hat wie lecker Keks geschmeckt :D. Die Creme war auch gut, nicht überragend aber gut. Als „richtiger“ Pudding, also nur mit einer Packung Vanilliepudding-Fix bestimmt noch besser. *Ursprünglich habe ich nur 40g brauner Zucker verwendet, aber der Rhabarber war damit doch etwas zu sauer. Hier lieber etwas mehr verwenden. Insgesamt Experiment gelungen. Test-Esser Urteil: lecker. Aber was sollten die auch anders sagen… sonst hätte es keinen Abendessen gegeben. Was es zu essen gab, erzähl ich euch morgen.

Ich hoffe Ihr hattet auch so einen schönen Sonntag und wünsche viel Spaß beim nachbacken 😀

Erdbeer-Bananen-Brot

Heute ein schneller und kurzer Post. Inspiriert von Prairiesummers und weil ich so viele reife Bananen über hatte, gibt es heute Erdbeer-Bananen-Brot. Die Erdbeeren mussten ja auch weg 🙂

Original Rezept

Zutaten:

  • 125g Butter
  • 3 reife Bananen
  • 150g Erdbeeren (in Scheiben)
  • 130g Vollrohrzucker (Muscovado)
  • ½ TL Natron
  • 1 ½ TL Backpulver
  • ½ TL Salz
  • 2 Eier
  • 180g Mehl
  • 1 TL Vanille Extrakt

Ofen auf 180g vorheizen. Bananen mit einer Gabel zerdrücken. Butter und Zucker in Standrührer cremig schlagen und Bananen hinzufügen. Weiter schlagen. Eier nacheinander hinzufügen. Weiter schlagen. Vanille Extrakt hinzufügen und in Teig einarbeiten. Erdbeeren vorsichtig unter heben und in eine gefettete Kasten-Backform geben. Für ca. 60 Minuten backen. Zahnstocher-Probe machen.

Serviervorschlag: mit einem klacks griechischer Joghurt bestreichen und etwas Zimt draufstreuen.

Fazit: Lecker, nicht zu süß, fluffig, saftig! Die Erdbeeren schmeckt man leider nicht so doll raus, aber es ist ja noch nicht wirklich Erdbeer-Saison.

Apple Crumble Sponge

Ein weiteres Buch meiner wachsenden Sammlung ist „Home Bake“ von Eric Lanlard. Ich bin auch sehr froh darüber, dass meine Schwester das Buch aus dem Regal zog, mir in die Handdrückte und sagte „mach mir mal das!“. Wenn mich die Backlust überkommt, nehme ich dies immer wieder gerne zur hand, entweder um mich zu inspirieren oder um gleich was daraus zu backen. Lanlard bietet eine sehr schone Auswahl, die sich nicht nur auf klassische Kuchen und Muffins beschränkt, sondern widmet auch Cheesecakes, Puddings und Meringues (Baiser) ein Kapitel (wenn auch nur kleines mit z.B. 8 Rezepten). Neben den schönen Bildern der Backergebnisse, lockern die teilweise eingesetzten Schritt-für-Schritt-Bilder das ganze Buch auf. Was mich besonders freut, ist dass die Mengenangaben auch in Gramm angegeben werden.

Apple Crumble Sponge, also eine englische Version des Apfelkuchens.

Zutaten Kuchen:

  • 100g weiche Butter (+ zum einfetten)
  • 100g Zucker
  • 2 Eier
  • 100g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 1 TL Zimt
  • 1 TL Vanille Extrackt (oder 1/2 Vanilleschote ausgekratzt)
  • 4 große Äpfel

Zutaten Streusel:

  • 125g Mehl
  • 50g brauner Zucker
  • 50g Butter
  • 1/2 TL Zimt
  • 50g Haferflocken

Ofen auf 180°C (160°C Umluft) vorheitzen. 22cm Springform ausbuttern.

Butter mit dem Handrührgerät oder Standrührer cremig rühren, den Zucker hinzugeben, bis alles schön fluffig ist. Die Eier nacheinander unter weiter rühren bei mittlere Geschwindigkeit hinzufügen. Mehl, Backpulver, Zimt vermengen und zu die Buttermasse geben. Vanille Extrakt vorsichtig unter den Teig heben.

Den Teig in die Springform geben und glatt streichen. Die Äpfel schählen und enternen, in dünne Scheiben schneiden und auf den Teig verteilen. Dabei einen Rand freilassen.

Für den Crumble/Streussel: alle Zutaten bis auf die Haferflocken in die Küchenmachine geben und kurz mixen. In eine Schussel geben und die Haferflocken einarbeiten. Oder alle Zutaten in eine Schussel mit der Hand zu einem Krümelteig vermengen.

Die Streussel auf den Kuchen verteilen und für 35 Minuten backen. Nach dem Backen 5 Minuten stehen lassen, bevor man ihn aus der Form nimmt. Mit Honig oder etwas warme vanille Sauce servieren, oder einfach pur und noch warm.

Insgesamt war der Kuchen sehr lecker, schön saftig, allerdings hat mir die Streuselschicht nicht ganz so gut gefallen. Beim nächsten Mal werde ich eine andere Streusel-Variante nehmen.

Cookies aus dem Glas

Eine liebe Freundin und Kommilitonin hat mir sehr in der Lernphase weiter geholfen. Ehrlich gesagt, ohne ihre Hilfe, wäre ich völlig aufgeschmissen gewesen. Als kleines Dankeschön hatte ich ihr ein „Gruß aus meiner Küche“ mitgebracht und zwar ein (selbst) fertig-gemischter Cookie-Mix. Es wäre ein leichtes gewesen die Cookies auch noch selber zu backen, aber ich fand sie Idee des Cookie Mix im Glas schön und is auch mal was anderes.

Der Aufkleber und die Rezeptkartevorlage stammt von Lecker.de – es gibt dort auch andere schöne Vorlagen. Leider habe ich keinen Farbdrucker, aber es geht auch ohne 🙂

Zutaten im Glas (von unten nach oben):

  • 395g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 1/2 TL Natron
  • 170g Schokolade (Drops oder grob gehackt)
  • 200g Cranberries
  • 75g brauner Zucker
  • 40g Kakao
  • 90g Zucker

Alle Zutaten in das Glas einschichten und gut runterdrücken. Nach dem Mehl und Kakao das Glas leicht auswischen. Das Glas ist von Buttlers umfasst 750ml.

Für die Cookies wird zusätzlich benötigt:

  • 40g Zucker
  • 175 Butter (weich)
  • 1 Ei
  • 1 EL Vanille Extrakt

Zubereitung:

Zutaten im Glas in eine Schüssel geben. Zucker, Butter, Ei und Vanilleextrakt hinzugeben und zu einem Teig verarbeiten.

Aus dem Teig kleine Kugeln formen und in ca. 4 cm Abstand auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Bei 190°C für 13-15 Minuten backen.

Ergibt 30 Stück

Tod durch Schokolade

Ich habe momentan nicht viel Zeit um zu Bloggen. Kochen tu ich schon, aber das ist nur die halbe Arbeit. Die andere Hälfte besteht aus Fotos machen, diese bearbeiten und auch Texte schreiben natürlich. Ach ja und während des Kochens oder Backens die Zutaten vor allem mengen aufschreiben. Meist scheitert ein Beitrag an genau dies. Aber ich habe doch etwas in Petto und möchte es euch nicht vorenthalten: Warme Schokoladen Fondants mit Orangenkompot im Glas

Die Amerikaner oder Engländer würde es „death by chocolate“ nennen, und was für ein schokoladiger süßer Tod es war! Warmer Schokokuchen mit flüssigem Kern…himmlisch! Eine Portion reicht um jeden Chocoholic sein fix für den ganzen Abend zugeben. Man kann sicherlich auf den Orangenkompot verzichten, aber es rundet das ganze hervorragend ab. Außerdem ist Schoki und Orange einer meiner Lieblings Combos.

Bei folgendem Rezept ist es wichtig gute Schokolade mit 70% Kakaoanteil (z.B. von Lindt) zunehmen. Die ist zwar etwas teurer aber es lohnt sich. Die Fondants kann man auch einen Tag vorher zubereiten und gekühlt lagern bis man sie vernaschen will. Das folgende Rezept wurde für 4 Personen in 250ml große Weckgläser zubereitet. Die Menge reicht aber bestimmt auch für 6 Personen in kleinere Backformen (z.B. Dariolform). Ich habe die Weckgläser verwendet, weil ich die hatte und auch weil ich den Orangensalat direkt auf die Fondants im Glas serviert hatte. Perfekt um auf dem Sofa beim Film gucken zu servieren und spart auch Abwasch. Dekorativer ist es sicherlich die Fondants aus der Form zu lösen und auf einem Teller mit dem Orangenkompot drapieren.

Orangenkompot

  • 5 Orangen (Bio)
  • 200ml Orangensaft (abgetropft)
  • 1 kl. Chilischote (optional)
  • 50ml Apfelsaft
  • Stärke zum Binden

Orangen mit einem Messer von der Schale und weiße Haut befreien. Ein Sieb auf eine Schüssel legen und über dem Sieb die Filets (vorsichtig) aus den Orangen schneiden und abtropfen lassen. Der austretende Saft soll dabei aufgefangen werden. Die Reste, also die Orangentrennhäute über die Schüssel bzw. Sieb gut ausdrücken. Wenn in dem Saft etwas weiße Haut verirrt hat, noch mal sieben, die Filets vorher aber raus nehmen oder ein anderes Sieb verwenden. Insgesamt soll der abgetropften Saft 200ml ergeben, ggf mit etwas 100% Orangen(Direkt)saft auffüllen. Den Saft mit der längs aufgeschnittenen Chilischote in einem Topf geben und aufkochen, vom Herd nehmen und 5 Minuten bei geschlossenem Deckel ziehen lassen. Erneut sieben und aufkochen. Etwas (Mais)Stärke ca. ½ TL in etwas kaltem Wasser anrühren. Ein Stamperl bzw. Schnapsglas eignet sich dazu gut. Unter Rühren dem Orangensaft hinzugeben, bis die Sauce sich leicht bindet. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen. Apfelsaft hinzugeben und verrühren. Die Orangenfilets vorsichtig unterheben. Bis zum Servieren kühl stellen. Wer eine feste Orangenmasse möchte kann auch etwas gemahlene Gelatine verwenden. Ein viertle bis halbes Tütchen sollte reichen.

Schokoladen Fondants

  • 125g Butter + Butter zum Einfetten
  • 1 EL Kakaopulver (echter zum Backen, kein Trinkkakao) + Extra zum Bestäuben
  • 125g Edelbitter Schokolade (70%)
  • 60g Zucker
  • 3 Eier (M)
  • 2 Eigelb (M)
  • 100g Mehl (gesiebt)

Ofen auf 200°C vorheizen. 4 Weckgläser ausbuttern und leicht mit Kakaopulver abstäuben.

Die Butter zusammen mit der Schokolade in einem Wasserbad schmelzen. Währenddessen in eine Schüssel die Eier mit dem Zucker auf schlagen bis die Masse heller und luftig wird. Die geschmolzene Butterschokomasse hinzugeben (ggf. etwas abkühlen lassen, damit die Eier nicht stocken) und vorsichtig das Mehl und den gesiebten Kakao unterheben.

Die Masse auf die vier Weck-Gläser verteilen, die werden ca. halb voll. Auf einem Backblech stellen und für ca. 20 Minuten in den Ofen. Wenn man andere Formen wie Dariolform oder ein Muffin-Blech verwendet verkürzt sich die Backzeit. Wenn die Oberfläche fest bzw. knusprig anfühlt sollten sie fertig sein. Zur Sicherheit kann man auch einen „Test-Fondant“ zubereiten. Wenn der Kern nicht mehr flüssig ist, ist der Fondant dann ein kleiner Schokokuchen …auch sehr lecker 🙂

Die Fondants werden noch warm, aber nicht direkt aus dem Ofen serviert, also etwas abkühlen lassen. Man will man ja auch nicht, dass die Gäste sich an den Gläsern oder an den flüssigen Schokokern verbrennen. In die Gläser, auf die Fondants das Orangenkompot verteilen.

Die Gläser gute Freunde in die Hand drücken, genießen und über den Aktion reichen Sonntagsfilm lästern.

Rote Bete mal anders

Kennt ihr Bioliese? Bioliese ist ein Lieferdienst oder besser ein Obst- und Gemüse-Abo, die jede Woche frisches bio Obst und Gemüse nach Hause liefert. Diesen Freitag habe ich meine erste Probelieferung „Obst&Gemüse-Liese“ bekommen. Das meiste Obst und Gemüse ist von lokalen Anbauern, aber die grüne Kiste enthält auch saisonale Exoten wie Bananen oder Mangos. Die sog. Abo-Liesen werden von der Bioliese zusammengestellt und man kann bis zu 3 Tage vor der Lieferung den Inhalt der Kiste ändern. Beispielsweise gab es diese Woche Rote Beete, wenn man keine Rote Bete mag, kann man dies aus dem Einkaufskorb entfernen und etwas anderes aus dem Sortiment hinzufügen.

Ich mag keine Rote Bete aber hatte die nicht rechtzeitig aus mein Körbchen entfernt. Nun kam neben Karotten, Feldsalat, Avocado, Mandarinen, Wilde Mango und Bananen auch etwas über 500g Rotebeete. Die Bioliese legt im Körbchen auch Rezeptvorschläge bei, aber ich war auch nicht so experimentierfreudig, um ein Auflauf oder ähnliches aus den Rüben zu machen. Kuchen ist da aber eine ganz andere Geschichte. Rote Bete Schoko Kuchen. Mit Kuchen und Schokolade kann man eigentlich nichts falsch machen, so machte ich mich ans Werk.

Das Rezept habe ich von Tiger in a jar, allerdings habe ich weniger Zucker verwendet. Das „Zubereitungs-Video“ ist definitiv Anschauens wert. Einer der schönsten Arten Essen zu filmen die ich schon lange nicht gesehen habe.

Zutaten:

  • ca. 500g Rote Bete
  • 225g Butter
  • 180g Brauner Zucker
  • 3 Eier
  • 120g Zartbitter Schokolade
  • 1 TL Vanille Extrakt
  • 240g Mehl
  • 2 TL Natron (gestrichene TL)
  • 1/4 TL Salz
  • Puderzucker zum bestäuben

Rote Bete waschen und kochen bis sie weich sind, pellen und ggf mit etwas Wasser pürieren. vollständig abkühlen lassen.

170g Butter mit dem Zucker cremig schlagen. Eier nach einander hinzufügen und gut ein arbeiten. Die Schokolade mit der restlichen Butter schmelzen und glatt rühren. Etwas abkühlen bevor man es zu der Buttermasse hinzufügt.

Schokolade, Rote Bete Püree und Vanille Extrakt hinzufügen und zu einer cremigen Masse rühren. Mehl, Natron und Salt gut mischen und nach und nach zu der Schoko-Bete-Masse zufügen. Alles gut mischen bis ein glatter Teig entsteht.

Eine Springform ausfetten und Teig einfüllen, glatt streichen und bei ca. 200°C 40 Min backen, bzw. so lange bis es die Zahnstocher-Probe besteht. Wenn die Kuchen Oberfläche zu dunkel wird mit Backpapier abdecken und weiter backen.

Auf ein Kuchengitter abkühlen und mit Puderzucker bestäuben. Schmeckt besonders gut noch warm, mit selbstgemachtes (oder gekaufter) Vanille Eis. Falls ich jemals wieder Rote Bete im Haus habe, werde ich das nächste mal vor dem Backen noch Schokostücken in den Teig mischen. Das macht es auch noch schokoladiger 🙂

Wichtiger Hinweis: beim Verarbeiten von Rote Bete Handschuhe verwenden und kein weißes T-Shirt an haben!