Auf den Curd gekommen

Meine Vorliebe für Lemon Curd ist euch vielleicht bekannt. Im letzten Post gab es zum Schoko-Schwarzbier-Kuchen ohne zu übertreiben ein göttliches Passionsfrucht Curd. Der Kuchen war schon so lecker, dass ich ihn gestern noch mal gebacken habe. Leider war der Passionsfrucht Curd schon weg gefuttert und ich hatte auch keine Früchte mehr, also habe ich fix mal ein Himbeer Curd zusammen gerührt. Himbeer und Schokolade passt ja schließlich auch sehr gut zusammen. Den Kuchen habe ich dann nicht in drei Durchgängen gebacken, sondern als Ganzes (Backzeit ca. 40 Minuten) und dann in zwei Teile geschnitten und mit dem Curd bestrichen. Sehr lecker, aber die Passionsfrucht Variante war einfach nicht zu toppen.

schokohimbeerkuchen2

Der Himbeer Curd war zu erwarten auch sehr schmackhaft, aber was mich an der Curd Produktion stört ist, das man je nach Menge sehr viel Eiweiß übrig hat. Natürlich könnte man Baisers, Macarons oder Angelcake daraus machen, aber wenn man schon ein Kuchen gebacken hat was will man mit noch mehr Süßkram. Eine andere Alternative ist wohl das Einfrieren. Mal sehn ob das funktioniert.

Eine andere Alternative ist wohl Curd ohne Ei zuzubereiten. Letzen Sommer gab es bei mir öfters Erdbeer Curd ohne Ei. Die Bindungsrolle übernimmt dabei die Speisestärke. Ob diese eierlose Variante sich dann noch Curd nennen darf, weiß ich nicht. Ehrlichgesagt hört sich eingedickter Fruchtbutterausstrich auch nicht soo schmackhaft an 😉 Was mit Erdbeeren funktioniert müsste doch auch mit Passionsfrüchte funktionieren, oder?

Passionsfrüchte (oder Maracuja) sind als Importfrüchte ganzjährig erhältlich, aber oft nicht immer im lokalen Supermarkt erhältlich. Ich habe zwar ein spezial Gemüsehändler der Passionsfrüchte eigentlich immer im Programm hat, aber ich schaffe es auch nicht immer dort hin um einzukaufen. Daher habe ich heute das eierlose Curd Experiment mit Maracujasaft gemacht. Vorweg es hat funktioniert und schmeckte auch sehr lecker. Jetzt kommt das Aber… Es schmeckt zwar wie Maracuja aber an die letzte (göttliche) Version kommt es nicht ganz ran. Ich bin mir nicht sicher ob am Saft lag oder dass ich keine Eier verwendet habe. Es ist ein bisserl vergleichbar mit Erdbeeren außerhalb der Saison. Sie schmecken wie Erdbeeren, aber erst in der Haupt-Saison sind sie wirklich gut. Der größte Nachteil am Saft ist, dass diese Säfte nur ca. 30% Fruchtanteil haben und auch dass diese oft mit Zucker versetzt werden. Die bessere Alternative zu frischen Früchten wäre wohl Püree oder Fruchtmark, aber den bekommt man noch schwieriger als die Früchte selbst.

passionscurd

Egal ob mit oder ohne Ei, mit Früchte oder Saft entscheidet selbst. Hier sind jedenfalls die Rezepte:

Himbeer Curd

  • 150g Himbeeren (TK)
  • 70g Zucker
  • 70g Butter
  • 3 Eigelb

Himbeeren, Zucker & Butter erhitzen bis der Zucker sich aufgelöst hat und die Himbeeren ganz weich sind. Durch ein Sieb passieren um die Kerne zu entfernen. Das Eigelb in einer (Metall)Schüssel schaumig schlagen. Die Himbeeren hinzufügen und gut unterrühren. Auf einem Topf mit köchelndes Wasser stellen und unter Rühren eindicken lassen. Beachte: der Curd dickt beim Abkühlen weiter nach.

Maracuja/Passionsfrucht Curd ohne Ei

  • 200ml Passionsfruchtsaft
  • 70g Zucker
  • 25g Speisestärke
  • 2 EL Zitronensaft
  • 35g kalte Butter, gewürfelt

Alles bis auf die Butter in einem Topf mischen und unter Rühren bei mittel-hoher Hitze aufkochen. Wenn es beginnt einzudicken, die kalte Butter hinzufügen und gut umrühren. Falls es zu dick wird, etwas Saft oder Wasser einrühren.

Viel Spaß beim Nachkochen

Schokolade und Passionsfrucht

Auf meiner Küchen To-Do-Liste steht schon länger Passionsfrucht Curd. Lemon Curd mag ich wirklich sehr, Erdbeer Curd ohne Ei auch, da kann wohl eine Passionsfrucht Variante doch nur super schmecken, oder? Gestern habe ich endlich Zeit gefunden den Curd zusammenzurühren. Da ich voller Tatendrang war und bei der Curd Produktion auch eine Menge Eiweiß übrig bleibt, hatte ich überlegt endlich meine Macaron-Backunterlage auszuprobieren. Die Zutaten hatte ich alle da, aber mir war irgendwie nicht nach Gebäck. Vielmehr hatte ich richtig Lust auf Kuchen und zwar auf Schokoladenkuchen. Außerdem für die Macaron Produktion schadet es nicht wenn das Eiweiß einen Tag „altert“.

Auf der Suche nach einem superduper Schokokuchenrezept bin ich bei Home&Woman auf einen Schokoladen-Guinness-Kuchen gestoßen. Ich hatte zwar kein Guinness, aber dafür Schwarzbier im Kühlschank. Kennt Ihr die Serie „2 Broke Girls“? Worum geht’s? Kurz gesagt: Max & Caroline sind total pleite, aber wollen ihr eigenes Cupcake Geschäft aufbauen. In einer Folge möchten die beiden Martha Stewart von ihr Vorhaben mit Max’s Spezial Cupcake überzeugen: dem „Beer Batter Maple Bacon Spring Break Cupcake“. Seit ich diese Folge gesehen hatte, wollte ich auch Bier in Cupcakes oder Kuchen ausprobieren. Allerdings verlangte das Home&Woman Rezept nach Griechischen Joghurt, welches ich nicht im Hause hatte, also Tante Google nach einem anderen Rezept gefragt. Freundlicherweise stellte Nigella Lawson ihr „Chocolate Guinness Cake“ zur Verfügung.

Nigella`s Rezept ist ausgelegt für eine 23er Springform, aber ich hab die Menge für meine 18er Springform halbiert. Den Kuchen habe ich auch nicht als Ganzes gebacken und dann geschnitten, sondern in drei Portionen. Ich war mir auch nicht wirklich sicher ob Passionsfrucht Curd und Dunkelbier-Schokokuchen zusammen passt, aber es war eine Wucht. Meine Test-Esser waren auch von der Kombination, wie auch den Curd allein begeistert. Der Curd erinnert geschmacklich an den Überzug vom Solero-Eis und somit auch an Sommer. Durch den Curd bekommt der schwere Kuchen eine gewisse exotische sommerliche Leichtigkeit. Genau das richtige für alle die den Sommer herbei sehnen.

schokoladepassionsfrucht

Passionsfrucht Curd (adaptiert von Drizzel & Drip) Ergibt ca. 500ml

  • 10 Passionsfrüchte (ausgekratzt ca. 240g)
  • 150g Zucker
  • 6 Eigelb (L)
  • 1/2 Vanilleschote (ausgekratzt)
  • 120g kalte Butter (gewürfelt)

Passionsfruchtfleisch mit dem Zucker in einem Topf erhitzen, bis der Zucker sich aufgelöst hat und es kurz vor dem Kochen ist. Durch ein Sieb streichen, ggf. mehrmals um die Kerne zu entfernen.

In einer Metall Schüssel die Eigelb schaumig schlagen. Passionsfrucht in einem dünnen Strahl schnell unterrühren. Die Vanille unterrühren. Die Schüssel auf einem Topf mit köchelndem Wasser (Wasserbad) stellen und unter Rühren erwärmen. Nach und nach die kalte Butter hinzugeben. So lange erwärmen und rühren, bis die Masse eindickt. Beachte: der Curd dickt beim Abkühlen noch weiter nach. Für den Kuchen sollte der Curd eine festere Konsistenz haben.

Dunkelbier Schokoladen Kuchen

  • 125ml Schwarzbier
  • 125g Butter
  • 35g Kakao (kein Kaba)
  • 200g Zucker
  • 70g Saure Sahne
  • 1 Ei
  • 1/2 EL Vanille Extrakt
  • 140g Mehl
  • 1 1/4 TL Natron

Schwarzbier und Butter in einem weiten Topf erwärmen bis die Butter schmilzt. Den Topf vom Herd nehmen. Kakao und Zucker hinzugeben und gut verrühren.

In einer Schüssel die Saure Sahne, das Ei und Vanille Extrakt verrühren und unter Kakao-Butter-Bier-Masse rühren. Zum Schluss das Mehl mit dem Natron mischen und zu (flüssigen) Teig verrühren.

Den Teig abwiegen und die Menge durch 3 teilen. Einen Drittel in eine gefettete 18er Springform und 20 Minuten bei 180°C backen. 5 Minuten in der Form stehen lassen und dann vollständig auf einem Kuchengitter abkühlen lassen. Mit den 2 weiteren Portionen wiederholen.

Zusammenbau: den Boden auf einer Kuchenplatte o.ä. legen und mit dem Curd bestreichen zum Rand hin etwas dicker, da der Kuchen leicht gewölbt ist. Mit der zweiten Lage wiederholen. Deckel drauf und fertig. Ich finde der Kuchen kommt ganz gut ohne Deko aus, aber wer will kann noch etwas Puderzucker obendrauf sieben. Vom Curd wird auch etwas übrig bleiben, aber ich empfehle ihn einfach so weg zu löffeln oder zum Frühstück auf Toast zu genießen, statt die oberste Lage damit zu dekorieren.

Viel Spaß beim Nachbacken

Achso… wenn Ihr jetzt auch noch vom „Beer Batter Maple Bacon Spring Break Cupcake“ träumt schaut mal bei „Just Putzing Around the Kitchen“ vorbei.

Ohhh ein Schokohase

Frohe Ostern! Aus gegeben Anlaß gibt es heute einen Schoko(kuchen)hasen für euch :). Der ist zwar nicht so hübsch und von vorne ähnelt es eher einen Huhn, aber mein kleiner Neffe (2) hat es zumindest sofort als Hase erkannt und staunte mit einem leichten lispeln „Ohhh ein Schokohase“. Für Kuchenglasur und -deko habe ich einfach kein Händchen, da ist meine Schwester definitiv talentierter.

Eigentlich wollte ich für Ostersonntag einen Hefezopf oder Brioche backen, aber ich hatte nicht genügend Mehl oder Zeit zwischen Baggerschlüssel suchen, Einkaufen (Mehl vergessen), Gartenarbeit, Spielplatz, Rumtoben mit meinem Neffen, mit der Ritterburg spielen und Osterfeuer. Wieso Zeit so wichtig ist, könnt Ihr bei MissBoulette nachlesen. Also werde ich mir das Brioche-Abenteuer für ein rühigeren Tag aufheben.

Wenn Ihr jetzt schon keine Hasen & Co. mehr sehen könnt, den Rührteig kann man auch gut in jede andere Backform zubereiten. Das Rezept ist ausgelegt für einen Halb-Liter-Hase, für normale Backformgrößen sollte man die Menge entsprechend verdoppeln oder verdreifachen.

osterhase osterhase1

Schoko(kuchen)hase  – Form mit 0,5L Fassungsvermögen

  • 60g weiche Butter
  • 60g Zucker
  • 1 TL Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Ei
  • 2 TL Eierlikör
  • 40g gemahlene Kürbiskerne
  • 40g Mehl
  • 40g Speisestärke
  • 1 TL Backpulver (leicht gehäuft)

Die Zutenten sollten Zimmertemperatur haben. Alles der Reihe nach zu einem Rührteig verarbeiten.

Die Form einfetten, mit Mehl bestäuben, zusammenbauen und mit dem Teig befüllen. Ggf. noch mit einem Löffelstiel sichergehen, dass die Ohren auch ausgefüllt sind. Auf einem Backblech stellen und auf der unteren Schiene bei 160°C (Umluft) ca. 35 Minuten backen.

Den Kuchen in der Form etwas abkühlen lassen, vorsichtig aus der Form lösen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

Den „Boden“ abschneiden damit er sicher stehen kann und mit Schokolade glasieren oder mit Puderzucker betäuben.

Ganze Lachsforelle ganz einfach

Mir fällt gerade auf, dass ich ja noch nichts wirklich Osterliches gepostet habe, keine bunten Eier, kein Hefegebäck, Osterlamm oder dergleichen. Aber wie heißt es so schön „better late, than never“…

Ich bin weder religiös noch gläubig, aber am Karfreitag gibt es bei meiner Familie traditionell Fisch. Das schöne daran ist, dass ich mich nicht darum kümmern muss. Hier führt meine Mama das Küchenregiment. Ich helfe zwar wirklich gerne aber ganzer toter kalter Fisch mit Kopf und Augen mag ich nicht so gerne anpacken. Das Beste ist, Mama bereitet ihn nicht nur zu sondern filetiert und nimmt ihn auseinander, so dass ich nur mein Teller hinreichen muss. Es ist ja nicht so, dass ich mich völlig aus der Küche verziehe aber es ist ja schön auch mal bekocht zu werden 😀

Ein ganzer Fisch wie eine Lachsforelle ist fast schon einfacher zuzubereiten als z.B. ein küchenfertiges Fischfilet. Die Garzeit ist zwar wesentlich länger aber die Gefahr den zu versauen ist eigentlich nicht so hoch. Ein Filet kann z.B.  ganz schnell trocken werden, aber Fisch im Bratschlauch oder in Alufolie gehüllt zubereitet gelingt eigentlich immer.

lachsforelle

Bei ganzen Fischen finde ich es oft schwierig einzuschätzen wie viel Fisch man z.B. für 4 Personen braucht. Mamas Tipp für 4 Personen einen 1/2 Meter 😉 welches ungefähr 1,5kg entspricht. Einfacher hingegen ist die Wahl der Gewürze und Kräuter: Salz, Pfeffer, Dill, Petersilie, Knoblauch und natürlich Zitrone. Bei der Zubereitung im Ofen darf auch Butter nicht fehlen.

IMG_0177

Ein genaues Rezept habe ich leider nicht für euch vielmehr eine Art „Gebrauchsanweisung“:

1 Lachsforelle (ca. 1,5kg)

Salz & Pfeffer

Dill & Petersilie feingehackt

Knoblauch

1-2 Bio Zitronen

Butter

Die Lachsforelle abspülen, trocken tupfen und auf ein langes Stück Alufolie legen. Das innere vom Fisch mit Salz, Pfeffer und den fein gehackten Kräuter würzen. Hier an besten noch ein paar helfende Hände dazu nehmen, sonst flutscht der Fisch von der Arbeitsfläche.

Den Knoblauch grob hacken und in den Fisch geben. Die Zitrone heiß abspülen, in Scheiben schneiden, halbieren und ebenfalls in den Fisch geben. Die Butter klein würfeln und ein paar in den Fisch und den Rest auf den Fisch verteilen.

IMG_0176

Die Alufoile zu einem Päckchen gut verschließen und bei 100°C ca. 2 Std in Backofen ziehen lassen. Wenn er noch nicht gar ist (Druckprobe) eine weitere 1/2 Std bei 150°C

Den Fisch vorsichtig aus der Folie heben. Den entstandenen Sud in einem Topf geben und mit einem guten Schuß Weißwein aufkochen. Sahne und noch ein paar Kräuter hinzugeben und abschmecken. Kurz köcheln lassen bis die etwas eindickt. Fertig.

Bei uns wurde die Lachsforelle mit Pellkartoffeln und Salat serviert. Falls was übrig bleibt, der Fisch schmeckt auch gut kalt zum Frühstück.

Ich wünsche euch schöne Feiertage und viel Spaß beim Nachkochen.

Rhabarber Toertchen mit Himbeersauce

Zweierlei aus Rhabarber

Jedes Frühjahr gibt es Sachen auf die ich mich besonders freue. Mal von wärmeren Teperaturen abgesehen, freue ich mich besonders auf saisonales Obst und Gemüse wie  Spargel, Neue Kartoffeln, Bärlauch, Erdbeeren und Rhabarber. Für Erdbeeren und Spargel aus Deutschland ist es noch zu früh, aber den ersten Rhabarber bekommt man bereits.

Rhabarber habe ich erst letztes Jahr für mich so richtig entdeckt. Zwar erstmal nur in süßer Form als Kuchen, Mus oder Sirup, aber vielleicht erweitert sich mein Repertoire diese Saison. Für ein bisserl Frühling im Glas habe ich den Rhabarber erst einmal wieder zu Sirup verarbeitet, diesmal jedoch mit etwas Minze. Das übriggebliebene Fruchtmus habe ich auch weiterverarbeitet, diesmal als Mousse für ein Törtchen, denn zum weg schmeißen fand ich es einfach zu schade. Ich liebe es wenn ein Plan funktioniert 😉

Rhabarber-Minz-Sirup

rhabarbersirup

  • 700g Rhabarber
  • 700ml Wasser
  • 12 g frische Minze (1 Pk)
  • 300g Zucker
  • 1 Zitrone, Saft
  • Sterilisierte Flasche

Den in Stücke geschnittenen Rhabarber mit dem Wasser in einen großen Topf geben. Ca. 20 Min. auf mittlere Hitze weich kochen. Nach 10-15 Minuten die Minze hinzugeben und  weiter köcheln lassen. Den Rhabarbermuss in ein feinmaschiges Sieb oder Passiertuch abgießen und ausdrücken, den Saft auffangen und zurück in den (ausgespülten) Topf geben. Das Mus nicht weg werfen!.

Den Zucker und Zitronensaft in den Saft rein rühren und 5-10 Minuten weiter köcheln lassen (Lässt man es länger einkochen sollte es theoretisch dicker werden.). Den Sirup in eine sterilisierte Flasche abfüllen.

 

Der Sirup kommt auch zum Einsatz bei den Törtchen. Diese bestehen aus einem Mandel Joconde Boden, Rharbarber-Mousse, getoppt mit einer Himbeersoße. Da ich manchmal Imperfektion auch ganz schön finde, habe ich etwas von der Soße die Seiten vom Törtchen runterlaufen lassen, anstatt eines sauberen Spiegels.

rhabarbertoertchen1

Rhababer-Himbeer-Moussetörtchen (6 Portionen)

Boden: Mandel Joconde von Berry Lovely
Die Menge reicht für 1 Backblech. Den restlichen Boden lässt sich auch Prima einfrieren.

  • 75g Marzipan
  • 25g Gemahlene Mandeln
  • 100g Zucker
  • 2 Ei-gelb
  • 1 Ei
  • 4 Eiweiß
  • 65g Mehl

Den Backofen auf 200°C vorheizen und das Backblech mit Backpapier auslegen.

Marzipan, Mandeln und die Hälfte des Zuckers mit den Händen verkneten. In einer kleinen Schüssel die Eigelb und Das Ei verquirlen. Die Eier nach und nach langsam mit dem Mandel-Marzipan verkneten. Mit einem Handmixer die Masse cremig rühren.

In einer weiteren Schüssel das Eiweiß steif schlagen. Wenn es schäumig wird, langsam den restlichen Zucker hinzufügen bis das Eiweiß steif ist. Vorsichtig unter der Marzipanmasse unterheben. Das Mehl darüber sieben und ebenfalls vorsichtig unterheben.

Den Teig gleichmäßig auf das Backblech verteilen und glatt streichen. Ca. 8 Min goldbraun backen. Auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

Mit einem Dessert-Ring Böden ausstechen. Die nicht benötigten Böden einzeln einwickeln und einfrieren.

Die Dessert-Ringe auf einem Blech oder Teller geben und in jedem Dessert-Ring ein Boden rein legen.

Rhababer-Himbeer-Mousse (adaptiert von Lisa Kochen&Backen)

  • 200g RhababerMinz-Muss (Stengel entfernt)
  • 6 EL Rhababer-Sirup
  • 100g Himbeeren(TK)
  • 6 Bl. Gelatine
  • 100g weiße Schokolade
  • 3 Eiweiß
  • 105g  Zucker
  • 250g Sahne

Das vom Sirup übriggebliebene Rhabarbermuss von den Minzstengel befreien und mit dem Sirup und Himbeeren pürieren.

Die Gelatine in kaltes Wasser einweichen.

Die Schokolade klein hacken und über dem heißen Wasserbad schmelzen.

Das Fruchtpüree erwärmen (nicht kochen) und die ausgedrückte Gelatine darin auflösen. Die geschmolzene Schokolade untermengen. Etwas abkühlen lassen.

Währenddessen das Eiweiß steif schlagen, dabei den Zucker langsam einrieseln lassen. Das steife Eischnee unter das Schoko-Fruchtpüree heben. Die Sahne steif schlagen und unterheben.

Die Mousse auf in die Dessert-Ringe füllen und min. 2 Std., besser Übernacht in den Kühlschrank stellen.

  • 300g Himbeeren (TK)
  • 100ml Rhabarber-Sirup
  • 6 Blatt Gelatine

Die Himbeeren mit dem Sirup weich kochen und durch ein Sieb passieren um die Kerne zu entfernen. Die Gelatine in kaltes Wasser einweichen, auspressen und in den warmen Himbeeren auflösen.

Die Törtchen aus den Dessert-Ringe auslösen und die Himbeersauce auf die Törtchen Löffelweise geben. Ca. 1/2-1 Stunde in den Kühlschrank geben bis der Spiegel fest ist.

Krustenbraten

Es ist zwar immer noch kalt draußen, aber ich halte an meine „Frühlingsgefühle“ fest und habe gute Laune. Meine gute Laune hat mich auch heute morgen aus dem Bett und auf den Markt getrieben um frisches Gemüse für den heutigen Festschmaus zu besorgen: Krustenbraten mit Dunkelbiersauce und selbstgemachte Semmelknödel. Normalerweise passt Krustenbraten eher in die Herbst/Wintermonate, aber durch die Beigabe von Bärlauch zu den Semmelknödel und die dazu gereichten glasierten Möhrchen, habe ich beschlossen, dass es ein Frühlingsmenü ist. Außerdem haben wir ja noch keine 15-20°C draußen 😉

Krustenbraten mit Biersauce ist zwar ein traditionelles Bayrisches Gericht, aber es hat bei uns in Aachen schon fast eine eigene Geschichte. Nun das ist vielleicht etwas Übertrieben, aber das Gericht hat seit meinem Studium hier einen festen Platz auf der Speisekarte und war auch immer ein besonderer Anlass die Freunde und Kommilitonen zusammen zu trommeln.

Seit je her ist mein BBF (Bayrischer-Bester-Freund) Michi für die Knödel zuständig, egal ob Kartoffel oder Semmelknödel. Ein genaues Rezept hat er eigentlich nie, aber ich habe ihn heute mal genauer über die Schulter geguckt und ihn Bärlauch statt Petersilie zum verarbeiten gegeben. Leider war nicht genug Milch zum einweichen da, aber ein Knödelmaster 😉 weiß sich zu helfen. Die fertigen Knödel waren wirklich Saulecker! Wer allerdings nicht so sehr auf den Geschmack von Knoblauch steht, sollte sich mit dem Bärlauch zurückhalten.

wpid-IMG_0171.jpg

Wer hier in NRW Krustenbraten oder Schweinebraten mit Schwarte kauft, sollte darauf achten, dass es nicht gepökelt ist. Diesen Fehler haben wir auch schon mal gemacht und waren etwas enttäuscht als der Braten dann wie Kassler und nicht wie Schweinebraten geschmeckt hat.

Beim Krustenbraten habe ich mir Hilfe von der LandfrauenKüche geholt. Aber die angegebenen 2,5-3 Std. sind definitiv zu lang. Meine Sauce würde auch ziemlich dickflüssig (siehe Bild), also etwas mehr Fleisch-/Gemüsebrühe zum nach gießen bereithalten. Ein weiter Tipp: zum einschneiden der Schwarte braucht man ein wirklich scharfes Messer! Dabei aber nicht in das Fleisch oder zu Tief in den Speck schneiden.

image

Krustenbraten mit Dunkelbiersauce (adaptiert: LandfrauenKüche)

  • 1,5kg Krustenbraten (Schweinebraten mit Schwarte)
  • 300g Möhren
  • 200g Sellerie
  • 3 Zwiebeln
  • 3EL Schweineschmalz
  • 1 TL Zucker
  • 2 Zweig Rosmarin
  • 2-3 Zweige glatte Petersilie (etwas weniger als ein 1/2 Bund)
  • 3 EL Tomatenmark
  • 1/2L Fleisch oder Gemüsebrühe (ggf. etwas mehr zum nach gießen)
  • 1/8L Dunkelbier
  • 2 EL  Honig
  • Für die Sauce zusätzlich noch Fleisch-/Gemüsebrühe oder Wasser & Dunkelbier

Den Backofen auf 160°C vorheizen.

Selerie, Möhren, Zwiebeln putzen, schälen und grob würfeln. Die Schwarte mit einem scharfen Messer rautenförmig einschneiden. Dabei nicht in das Fleisch schneiden! Mit Salz und Pfeffer einreiben und in einem Bräter auf der Fleischseite im Schweineschmalz anbraten. Das Gemüse dazugeben und kurz mit rösten.

Die Kräuter waschen, trocken schütteln, ggf. grob zerteilen und mit in dem Bräter geben. Das Tomatenmark ebenfalls in den Bräter geben und kurz rösten. Mit der Fleischbrühe ablöschen. Den Braten auf mittlere Schiene ca. 2 Stunden in den Ofen geben.

Schwarzbier mit dem Honig mischen. Nach 1 Stunde die Schwarte mit dem Dunkelbier-Honig mehrmals übergießen. Nach einer weiteren 1/2 Std. wiederholen. Bei jedem Vorgang die Flüssigkeit im Gemüse überprüfen, ggf. etwas Brühe nach gießen.

Den Braten aus dem Bräter nehmen und auf einem Rost im Ofen warm halten. Die Kräuterzweige aus dem Gemüse entfernen und das Ganze pürieren und durch ein feines Sieb in einem Topf streichen. Wenn die Sauce zu dick ist, mit Wasser oder Fleischbrühe und Dunkelbier strecken und aufkochen, ggf. nochmal durch ein Sieb streichen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Semmelknödel mit Bärlauch

  • 6-7 Brötchen vom Vortag
  • 200ml warme Milch
  • 1 Zwiebel
  • Ein Klacks Butter
  • 50ml Dunkelbier
  • 3 Eier
  • Bärlauch ca. 1/2 Bund
  • Salz, Pfeffer, Muskat (frisch gerieben)

Die Brötchen würfeln und in eine große Schüssel geben. Die Milch erwärmen (nicht kochen) und darüber gießen. Das ganze dann 20 Minuten quellen lassen.

Die Zwiebel fein würfeln und in etwas Butter glasig andünsten und mit dem Dunkelbier ablöschen. Etwas abkühlen lassen und mit den Brötchen gut vermengen. Ca. 10 Minuten Stehen lassen.

Die Eiern und den Bärlauch zu der Brötchenmasse geben gut durchkneten. Mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Die Masse dann weitere 10 Minuten ruhen lassen.

Mit angefeuchteten Händen 5-6 Knödel formen. In einem großen Topf reichlich Wasser zum Kochen bringen und Salz hinzugeben. Die Knödel dann im siedenden Wasser 20 Min. ziehen (nicht kochen!) lassen.

Die Knodel abgießen und etwas ausdapfen lassen. Sofort servieren.

Glasierte Möhren (adaptiert von Lecker.de)

  • 1 Bund Möhren (möglichst kleine)
  • 1 EL Butter
  • 1 TL Zucker

Die Möhren vom Grünzeug befreien, dabei etwas Grün stehen lassen. Gut waschen und schälen.

Salzwasser zum Kochen bringen und darin die Möhren darin ca. 8 Minuten kochen. Herausnehmen und abtropfen lassen.

Die Butter in einer Pfanne schmelzen und mit dem Zucker bestreuen und kurz karamelisieren lassen. Die Möhren in der Pfanne schwenken. Servieren.

Viel Spaß beim Nachkochen

Frühling?!

Wie so viele lechze ich nach dem Frühling, nach warme Sonnenstrahlen, Blümchen und Knospen die ihre Köpfe langsam recken und natürlich auch frisches Frühlingsgemüse und Obst. In einer Zeitschrift habe ich den Spruch „Frühling ist, wenn man beschließt, dass es jetzt so weit ist!“. Alles klar, es ist soweit! Prompt wurde ich mit Sonnenstrahlen belohnt. Die gute Sonnenbrille wurde entstaubt und kam wieder zum Einsatz. Es ist zwar noch nicht frühlingshaft Warm, aber schon mal ein Anfang. Den Frühling habe ich auch bei dem Gemüsehändler meines Vertrauens gefunden: Bärlauch. Er ist zwar aus Frankreich importiert aber ich konnte nicht wiederstehen.

Zur Feier des Tages gab es dann eine Frühlings-Blätterteig-Tart mit Lauch, Bacon, Ziegenfrischkäse und natürlich auch Bärlauch.

fruehlingstart

Frühlings-Blätterteig-Tart für 4-6 Personen

  • 1 Pk Frischer Blätterteig (275g)
  • 2 Stangen Lauch (ca. 300-400g)
  • 1 T Olivenöl
  • Salz & Pfeffer
  • 4 Streifen Bacon
  • 6 Blätter frischer Bärlauch
  • 2-3 Ziegenfrischkäse-Taler (ca. 50g)

Den Blätterteig längs halbieren und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Die Seiten des Teiges in 1cm Abstand vom Rand einritzen und umklappen. Den Teig gleichmäßig mit einer Gabel einstechen.

Den Lauch putzen und die weißen/hellgrünen Enden in Ringe schneiden. Diese in einer Pfanne mit Olivenöl sautieren, bis der Lauch weich ist. Mit Salz und Pfeffer würzen. Den Lauch aus der Pfanne nehmen und auf einem Küchenkrepp abkühlen lassen.

Den Bacon ohne Zusatz von Öl anbraten, bis dieser leicht braun wird. Auf einem Küchenkrep das überschüssige Fett entfernen und in Streifen schneiden.

Den Bärlauch waschen und in grobe Streifen schneiden und auf den Blätterteig verteilen, den Rand dabei frei lassen. Darüber den Lauch und  Bacon verteilen. Zum Schluss den Ziegenfrischkäse zerbröckeln und oben auf die Tarts verteilen.

Die Tarts bei 180°C (oben/unter Hitze) ca. 20 Min backen bis der Blätterteig goldbraun ist. Am besten schmeckts frisch aus dem Ofen, aber lauwarm oder auch kalt schmeckts sehr gut.

Viel Spaß beim Nachkochen

Blog (Wander) Award

Kennt Ihr noch Kettenbriefe? Antworte X Fragen; wünsche X Wünsche und leite dies an X Person weiter, dann gehen deine Wünsche in Erfüllung. Unter den (Food)Blogs nennt sich dies Blog Award. Im Gegensatz zu nervige Kettenbriefe haben diese Blog Awards das Ziel Blogger unter einander zu vernetzen und auch euch die Chance etwas mehr über mich (außerhalb meiner Küche) zu verraten. Da mache ich doch gerne mit und bedanke mich ganz herzlich bei Schokostück aka Christina & Benjamin von Blogauchocolat.com für die Auszeichnung.

bestblogaward

Natürlich kommt mit solch einem Award auch Pflichten bzw. Regeln:

Nominiert werden Blogs mit weniger als 200 Followern. Diese Aktion soll Blogger untereinander verknüpfen. Jeder Blogger, der diesen Award erhalten hat, muss sich in einem Post mit dem Bildchen des Best Blog Awards beim Verleiher bedanken, 11 Fragen beantworten und wiederum 20 Blogs nominieren.

20 Lieblings-Blogs zu nominieren ist nicht schwer, aber 20 Blogs mit unter 200 Followern, die diesen Award noch nicht bekommen haben wird schwierig. Die „Weiterreichen-Regeln“ war auch der Hauptpunkt, wieso ich mir so lange mit diesem Post Zeit genommen habe. Vieler meiner Lieblingsblogs haben mehr als 200-Follower und ich war mir nicht sicher ob die sich über diesen Wanderpokal freuen würden. Mir ist auch aufgefallen, dass ich nirgends auf meinem Blog eine Art „Blogroll“ habe, das wird aber bald nachgeholt. Nun erst mal zu den Fragen…

1. Was magst du beim Kochen lieber: Nachtisch oder deftige Gerichte?

Beim Essen bin ich ehr der deftige Typ und ziehe Knabberzeug der Schoki vor. Aber nach einem richtig deftigen Essen gehört auch etwas Süßes, oder? Beim Kochen habe ich da allerdings keine Präferenz, obwohl ich momentan lieber backe als zu kochen.

2. Was ist dir wichtiger bei einer Person: die Persönlichkeit oder die Erscheinung?

Die Persönlichkeit! Was auch sonst 😉

3. Wann hast du den Blog gegründet?

Januar 2012. Ich war eine Woche Zuhause, mir war langweilig und Uwe von Highfoodality hat sein Jahres Event „Cookbook of Colors“ gestartet. Das war der Anreiz wieder ein Blog zu starten. Nachgekocht ist mein 3. oder 4. Blog. Die anderen Blogs haben nicht lange überlebt, aber mit dem Thema Essen habe ich meine Nische gefunden und denke dass es Nachgekocht noch eine Weile weiter gibt. Auch wenn ich nur noch ein Mal die Woche etwas „verblogge“.

4. Welche Person hat dich bisher inspiriert, in dieser Welt mit etwas Neuem anzufangen?

In der Blogg-Welt inspirieren mich viele andere Blogger kulinarisch neue Sachen auszuprobieren, sowie auch meine wachsende Kochbuch-Sammlung(Sucht). Aber generell in meinem Leben? Ganz klar meine Mutter! Danke Mama, für alles!

5. Verfolgst du viele Blogs?

Oh ja und nicht nur Foodblogs. Manchmal verliere ich schon den Überblick und schaffe(vergesse) es dort regelmäßig vorbei zu schauen – ein Grund mehr endlich mein Blogroll in Angriff zu nehmen.

6. Kochst du lieber selbst oder lässt du dich gerne bekochen?

Man könnte sagen, da ich Single bin das ich gezwungenermaßen selbst kochen muss, aber so ist es nicht. Ich koche einfach sehr gerne, denn beim Kochen, Backen usw. kann ich mich austoben und auch sehr gut abschalten.  Regelmäßig werden Freunde und Familie bekocht, entweder bei mir Daheim oder in deren Küche.  Manchmal ist es aber auch sehr schön bekocht zu werden. Besonders wenn die Person mir eine Freude machen will und selber daran spaß hat. Es muss dabei auch nicht aufwendiges sein. Am schönsten ist allerdings das gemeinsame Kochen und Backen, evtl. noch mit einem Gläschen Prosecco 😉

7. Welches Buch liest du momentan?

Diverse Kochbücher 😉 Ich habe vor kurzem „Avanced Bread and Pastry“ erstanden. Dies ist kein Standard Kochbuch, sondern ein Lehrbuch welches sich an den professionellen Bäcker/Patissier richtet. Ich will kein Bäcker o.ä. werden, aber ich möchte einfach mehr über das Handwerk von Brot, Gebäck und Kuchen wissen und mehr als nur „nachkochen“ 😉

Ansonsten bin ich eine totale Leseratte und verschlinge förmlich Bücher (hauptsächlich auf Englisch). Momentan „Sacre Bleu: A Comedy d’Art“ von Christopher Moore.

8. Welches Kleidungsstück hat bisher am längsten in deinem Schrank überlebt?

Schwer zu sagen, ich habe letztens eine Menge ausgemistet. Aber von meinem langen schwarzen Kleid, welches ich vor mehr als 10 Jahren auf dem Winterball vom Ruderverein getragen habe, konnte ich mich doch nicht trennen obwohl es längst nicht mehr passt.

9. Was ist dein Lieblingsrezept?

Pasta mit Scampi(Gambas/Meeresfrüchte), Olivenöl, Knoblauch und Salbei

10. Welche Eigenschaften einer Person sind dir in einer Freundschaft wichtig?

Ich kann nicht genau sagen, bzw. nur eine Eigenschaft nennen, es ist vielmehr eine Kombination aus mehren die eine Freundschaft ausmachen. Es beginnt allerdings mit Vertrauen…

11. Was ist dein Lieblingsfilm?

Das fünfte Element. Die Musik, die Schnitte, der Humor und Bruce! Toll, Super Toll!

Nun möchte ich den Pokal weiterreichen an Blogs die ich bei Facebook folge, die dort weniger als (oder knapp über) 200 Followern haben:

Cafe da Nysa, il mondo die selezione, …like a piece of New York Cheesecake…, Chaosqueen’s Kitchen, Bushcooks Kitchen, Vom Windbeutel Verweht, Bambi Backt, Himbeerschoko, Frl. Moonstruck kocht, delicious housewife, LUStFeed me up before you go-go, Fräulein Fröhlichs little Bakery, Nathalies Textstube, Heikes Blog, … Ich bin mir nicht sicher ob die Nominierten sich freuen und den WanderAward weiter reichen, aber an dieser Stelle einen kleinen Dank an euch für den täglichen/wöchentlichen/monatlichen Lesestoff & Inspiration auch wenn ich oft nur still mitlese und nicht kommentiere.

Dieser BlogAwadrd geistert in der Blogoshähre auch in einer anderen Form in Form von 3X11 „Erzähle 11 Dinge über dich, beantworte 11 Fragen und stellt 11 neue Fragen an 11 bzw. 20 Lieblings-Blogs mit weniger als 200 Followern.“ Wie z.B. auf einem meiner Liegblings-Blog „Le Bonheur Gouteux„. Claudia hat den Pokal einfach an alle Leser mit nach folgenden Fragen weitergereicht… Also Claudia da du schon den Wanderpokal bekommen hast, gibt es hier meine Antworte 😉

1. Was ist das erste von Dir selbst gekochte Gericht, an das Du Dich erinnerst? Ist es Dir gelungen?

Das ist schon lange her… ich war 10 oder 12 und es waren Brownies aus einem mini Kochbuch für Kinder, wie die Brownies wurden weiß ich nicht mehr, aber das Kochbuchlein habe ich immer noch.

2. Für wen würdest Du gern mal eine aufwendige Vorspeise zubereiten?

Weiß nicht. Freiwillige vor?

3. Was fällt Dir zur Kombination Käse und Schokolade ein?

Ekel, Grauen, Übelkeit?

4. Dein lustigster Schiefgeher in der Küche?

Das Klostein-Hähnchen. Ich hab Zitronensalz bei IKEA (fragt nicht) gekauft und ein Brathühnchen damit eingerieben. Es hat 1a so geschmeckt wie Klostein riecht.

5. Hast Du schon mal ein Reiseziel nach der Landes- oder Regionalküche ausgewählt?

Noch nie, aber eine Kulinarische Reise durch Asian würde mich reizen.

6. Auf welches Frühlingsgemüse freust Du Dich am meisten?

Bärlauch

7. Gibt es eine Zubereitungstechnik, die Du noch nie ausprobiert hast, aber an die Du Dich in nächster Zeit heranwagen willst?

Sous Video würde ich gern mal ausprobieren, weil so viele davon Berichten und ich neugierig bin. Aber denke nicht, dass ich es in der nächsten Zeit dazu kommen wird, da ich das Geld für das Equipment dann doch lieber in einen neuen Herd investieren möchte.

8. Wenn Du einen berühmten historischen oder noch lebenden Koch oder Köchin Deiner Wahl nach einem Küchengeheimnis befragen könntest, wer würde es sein und was würdest Du ihn oder sie fragen?

Heston Blumental würde ich gern mal über die Schulter schauen und ihn über „Essen mit allen Sinne“ ausquetschen.

9. 20.000 Meilen unter dem Meer. Was würdest Du Jules Verne in dieser Tiefe servieren?

Ein Essen oder Dessert welches an frische Luft und/oder Sonne erinnert z.B. ein Mousse-Törtchen mit Limette, Mango und Maracuja-Spiegel, aber definitiv kein Fisch 😉

10. Hütest Du alte Familienrezepte?

Hüten nicht, lebendig halten in dem die gekocht, weitergegeben und weiterentwickelt werden.

11. Wo auch immer Du lebst: Welches aus Deiner Sicht regionale Produkt ist Dir das liebste?

Hört man Aachen, denken die meisten an Printen. Als zugezogene find ich Lebkuchen-Ähnliches-Gebäck passt eigentlich nur in die Weihnachtszeit. Viel interessanter finde ich Monschauer Senf und Plum’s Kaffee, die ich auch gerne als Genschenke mit in die Heimat nehme. Aus meiner Heimat (Celle) ist die Rohe-Roulade mein liebstes Regional-Produkt.

Okay, in diesem Post ging es ja sehr viel um mich und es gab nichts neues aus meiner Küche, aber ich möchte mich auch gerne bei euch fürs lesen, komentieren oder einfach nur vorbei schauen bedanken und schenke euch den „BBF-Award“ 😉 Ich wünsch euch noch einen schönen rest Sonntag.

bestblogfolloweraward

Eine wärmende Suppe bring Kraft

Diese Woche kam das böse weiße Zeug zurück 😉 Besonders heftig war es am Dienstag. Es schneite ununterbrochen frei nach Forest Gump: Schnee von oben, Schnee von der Seite, Schnee von unten, Schnee… Am Mittwochmorgen war alles vorbei. Die Welt war ganz ruhig, die Sonne schien aus einem wunderschönen blauen Himmel und brachte den Schnee zum Glitzern. So mag ich das. Leider hatte ich keine Zeit um raus zu gehen und zu Fotografieren 😦 Stattdessen habe ich mich wieder an meinem Schreibtisch geschnallt und war für mein Studium fleißig. Normalerweise gibt’s bei mir in diesen Situationen was Schnelles & Einfaches wie Spaghetti oder fertig Pizza. Aber mir war nach Suppe und wenn man mal von der Kochzeit (man muss ja nicht neben dem Herd stehen) absieht ist diese Suppe sehr einfach und vor allem gibt einem Kraft wenn es kalt und grau ist (so wie heute)

kraftsuppe

Kraftsuppe mit Rindfleisch (2-3 Portionen)

  • 500g Suppenfleisch (Brust mit Knochen)
  • 1 Bund Suppengemüse (2 Möhren, Sellerie, Lauch)
  • 1 Bouquet Garni (Lorbeer, Thymian, Salbei)
  • 2 Piment Kerne
  • 1 TL Pfefferkörner
  • 1/2L Fleischbrühe (oder Rinderfond)
  • 1/2 L Wasser
  • 1 Pastinake
  • Suppennudeln
  • Salz & Pfeffer
  • Petersilie

Das Suppenfleisch in einem großen Topf geben. Vom Suppengemüse eine Möhre zur Seite legen. Das restliche Suppengemüse putzen, grob zerkleinern und zum Suppenfleisch geben. Das Kochfeld einschalten und das Gemüse & Fleisch kurz anrösten. Kräuter und Gewürze dazugeben und mit Fleischbrühe und Wasser ablöschen. Auf niedriger Hitze ca. 1-1,5 Std. simmern lassen.

Das Fleisch aus dem Topf nehmen und die Suppe durch ein Sieb gießen. Das Fleisch herauslösen, klein schneiden und zurück in die Suppe geben. Die Suppennudeln in einem zweiten Topf nach Packungsangabe kochen.

Die zur Seite gelegte Möhre und Pastinake mir einem Julienne-Schneider in Steifen hobeln. Die Brühe kurz erhitzen, die Möhre und Pastinake hinzugeben und ca. 4 Minuten köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Suppennudeln in einem Suppenteller geben, die Suppe darauf und mit etwas frische Petersilie garnieren.

Viel Spaß beim Nachkochen

Cupcakes mit Hütchen

Wie so of habe ich Etwas gesehen und dachte cool DAS will ich auch. Und dann hab ich es vergessen. Heute erinnerte ich mich wieder daran „Hey, da war doch was… wo hatte ich es nochmal gesehen?“. Wahrscheinlich bei Pinterest oder doch irgendwo im World Wide Web? Gesucht & gefunden. Diesmal hatte ich die richtigen Suchbegriffe und binnen ein paar Minuten hatte ich es gefunden. Das ist nicht immer der Fall, ich sag nur „Lost in Space“ 😉 Was habe ich nochmal gesucht…? Ach ja „dipped Cupcakes“. Dies sind Cupcakes mit einem Schokoüberzug – genannt Hi-Hat Cupcakes und erinnern mich an etwas aus meiner Kindheit.

hihatcupcake2

Bei uns kam im Sommer regelmäßig ein Eiswagen vorbei. Gibt es die eigentlich noch? Neben leckere Slushies war das Softeis mit Erdbeer oder Schokoüberzüg mein Favorite. Diese Hi-Hat Cupcakes mit der in Schoko getauchtes Topping sehen dem so ähnlich, das musste ich unbedingt ausprobieren.

Gefunden habe ich die Idee (natürlich) bei Pinterest. Aber wie so oft musste ich erst einmal einige Seiten durch klicken um an die Quelle zu kommen, aber manch mal ist der Weg das Ziel 😉 Ursprünglich stammt die Idee (zumindest in dieser Geschichte) wohl aus „Cupcakes!“ von Elinor Klivans, die wiederum von Martha Stewart in ihrer „Martha Stewart Show“ gebacken wurden, die wiederum von der Cake-Pop-Erfinderin Bakerella mit einem schönen Bilder-How-To ergänzt würde, die wiederum bei Pinterest fleißig gepinnt wurden. Und jetzt hier…

hihatcupcake3

Ich hab mich nur der Idee und dem How-To bedient, denn die amerikanischen Rezepte sind mir oft zu süß. Das Topping habe ich zuerst mit einer Lochtülle aufdressiert, aber ein Schokobrauner-Überzug würde doch sehr an etwas anderes ähneln 😉 Also habe ich dann nach 3 Cupcakes zu einer Sterntülle gewechselt. Das Schöne an Überzogene Cupcakes ist, das man beim Transport keine sehr großen Sorgen um das Topping machen muss.

hihatcupcake

Die Cupcake-Basis ist angelehnt an Schwarzwälder-Kirsch Cupcakes, also eine Schoko-Basis mit Schattenmorellen.

Schoko-Kirsch-Muffin für ca. 12 Stück (adaptiert von Sweet Cupcake)

  • 30g Sucant (Voll-Rohrzucker)
  • 45g Zucker
  • 50g Butter
  • 1 Ei
  • 100g Apfelmus
  • 200g Mehl
  • 30g Kakao (nicht Kaba)
  • 2TL Backpulver
  • 1Prise Salz
  • 8 EL (120ml) Milch
  • 12 Kirschen (TK, angetaut)

Butter mit dem Zucker schaumig schlagen.Das Ei hinzufügen und weiter schlagen bis alles gut vermischt ist. Anschließend das Apfelmus einrühren.

Mehl, Kakao, Backpulver und Salz vermischen und die Hälfte nach und nach hinzugeben. Die Milch unterrühren und dann das restliche Mehlgemisch. Nach Bedarf etwas mehr Milch oder Mehl hinzufügen.

Den Teig in die vorbereiteten Muffinförmchen füllen. Je eine Kirsche auf die Förmchen verteilen und leicht eindrücken, nicht versenken. Bei 180°C (Ober-/Unterhitze 15-20 Minuten backen.

5 Min. in der Form lassen und dann auf einem Kuchengitter vollständig abkühlen lassen.

Ital. Meringue Topping

Das Rezept habe ich aus 130 Gramm Liebe (sehr zu empfehlen!) Allerdings reicht die angegebene Menge für mehr als 12 Cupcakes. Ich würde schätzen Mindestens 30. Also seit gewarnt 😉 Oder sucht im Netz nach einer alternative. Auch ein Standrührgeräht ist sehr zu empfehlen, außer man hat sehr gute Oberarme. Wichtig hierbei ist auch ein Zuckerthermometer.

  • 405g feinster Zucker
  • 200g Eiweiß (ca. 6 L Eier)
  • 110ml Wasser

75g Zucker mit dem Eiweiß in einem Standrührgerät zu festem Ei-Schnee schlagen.

330g Zucker mit dem Wasser zum Kochen bringen. Wenn die Temperatur exact 118°C hat, vom Herd nehmen und in einem dünnen Strahl unter rühren (hohe Geschwindigkeit) zum Ei-Schnee hinzugeben.

Die Maschine ca. 30-40 Minuten bei mittlerer Geschwindigkeit weiter laufen lassen, bis die Meringue abgekühlt ist.

In einem Spritzbeutel mit Stern- oder Lochtülle geben und die Muffins aufdressieren. Ca. 15 Minuten in den Gefrierschrank geben.

Schoko-Überzug

  • 200g Zartbitter Schokolade (70%)
  • ca. 10g Palmin (festes Pflanzenfett)

Schokolade mit dem Fett schmelzen. In einem kleinem aber Hohem Gefäß gießen.

Die Cupcakes einzeln aus dem Froster nehmen, in die Schokoglasur tauchen, abtropfen lassen und kurz wieder in den Froster stellen. Wenn die Schokolade hart ist aus dem Froster nehmen und genießen. Vermutlich bleibt der Überzug etwas glänzend wenn man es bei Zimmertemperatur hart werden lässt. Aber ich war nicht so geduldig.

Viel Spaß beim Nachbacken.