Omelett bei Mama

Die Prüfungen sind endlich geschafft!!! Kein Lernen oder irgendwelche Aufgaben abarbeiten mehr, zumindest nicht für die nächsten Wochen. Endlich habe ich wieder Zeit zum Kochen, Backen (also Küche einsauen) und bloggen.

Diese Woche darf ich meine Mamas neue/alte Küche einsauen ;). Nach wochenlangen Umbaumaßnahmen ist der Durchbruch zum Wohnzimmer fertig, die neuen Fliesen verlegt, sowie Fenster eingebaut. Entstanden ist es schöner, großer, offener WohnEssKüchen-Bereich. Was jetzt noch fehlt ist der neue Küchenblock/Frühstücktresen, aber das kommt bald nach. Ich bin richtig neidisch auf Mamas Küche. Riesig, Licht durchflutet, Funktionell, mit direkten Zugang zum Garten und immer Aufgeräumt. Der große, massiver Holztisch ist ins Wohnzimmer bzw. in den neu entstandenen Essbereich gewandert. Meine geliebte Küchenbank auch, aber Mama plant mein Lieblingsplatz zu Gunsten von Designmobilar auszutauschen :(. Mal sehn ob ich sie davon abbringen kann. Nun gut der Bezug passt nicht mehr, aber das kann man ja ändern.

Der Blick von meinem (neuen) Lieblingsplatz in die Küche:

Bei uns in der Familie ist die Küche eigentlich der Mittelpunkt eines Zuhauses, nicht nur weil dort gekocht und gegessen wird. Bei meiner Küche ist das leider nicht der Fall, es passt zwar (grade noch so) ein Tisch rein an dem 3-4 Personen sitzen können, aber mehr als Essen und Kochen natürlich tu ich da nicht. Bei meiner nächsten Wohnung wird das anders werden. Wie siehts bei euch aus? Nächste Woche

Das erste was ich in Mamas Küche zubereitet habe war ein Omelett. Keine große Kulinarische Herausforderung ober dennoch sehr lecker.

Zutaten:

  • Öl
  • Speckwürfel (ca. 2 EL)
  • Zwiebel (fein gewürfelt, ca. 1 EL)
  • Pilze
  • Pinienkerne (1 EL)
  • Rucola (ca. eine Handvoll)
  • 2-3 Eier
  • Schnittlauch
  • Oregano
  • Parmesan
  • Basilikum

Öl in eine mittlere-kleine Pfanne erwärmen und die Zwiebeln mit Speckwürfel anbraten. Die Pilze putzen und in Scheiben schneiden und mit anbraten. Bei mir hat ein großer Pilz gereicht. Die Scheiben sollten sich nicht überlappen, also genüg Platz in der Pfanne haben. Pinienkerne in die Pfanne geben. Die Kräuter waschen und klein hacken und zu den Pilzen geben. Den Rucola waschen, grob Zupfen und ebenfalls in die Pfanne verteilen. Die Eier mit Salz und Pfeffer leicht verquirlen und über den Pfanneninhalt gießen. Die Eier stocken lassen. Dann vom Herd nehmen, ein paar Raspel Parmesan darauf verteilen und in den Ofen geben bis das Ei vollständig gestockt ist. Auf ein Teller geben und einige Blätter frisches Basilikum darauf zupfen.

Alles Rhabarber, oder was?

Rhabarber das unbekannte Gemüse. Zumindest wusste ich nicht, dass es zu Gemüse und nicht Obst zählt. Aber eigentlich ist es ja auch wurscht (nicht wörtlich). Ich weiß nicht was mich dazu getrieben hat einige Stängel in meinem Einkaufswagen zu legen, vielleicht war es die Erinnerung an Omas Rhabarberkuchen (oder war es doch von meine Tante?). Jedenfalls dachte ich „nimm mal mit, dir fällt bestimmt was ein“. Und mir ist auch was eingefallen. Kennt Ihr Rhabarbershorle? Nee? Kannte ich bis gestern auch nicht,  es ist sehr lecker und erfrischend. Die Basis der Schorle ist ein Sirup. Rhabarber pur ist nicht sonderlich süß, sondern eher sauer aber Zucker bewirkt hier wahre Wunder ;).

Rezepte für Rhabarbersirup findet man u.a. bei den „Küchengötter„, beim „Kleinen Kuriositätenladen„, bei „Rock the Kitchen“ oder auch bei „Lecker“ nur um einige zu nennen. Die genannten Blogs/Seiten sind nicht nur wegen dem Sirup sehenswert. Die Rezepte sind im Grunde alle ähnlich mit kleine Abwandlungen oder andere Mengenangaben. Die Grundzutaten sind jedenfalls gleich: Rhabarber, Wasser, Zucker und Zitronensaft.

Meine Abwandlung:

350g Rhabarber (geputzt & geschnitten)

350ml Wasser

50g Himbeeren (TK)

175g Zucker

1/2 Vanille-Schote (ausgekratzt)

1/2 Zitrone, Saft (unbehandelt)

Sterilisierte Flasche

Den in Stücke geschnittenen Rhabarber mit dem Wasser in einen großen Topf geben. Ca. 20 min auf mittlere Hitze weich kochen. Nach 10-15 Minuten die Himbeeren hinzugeben und  weiter köcheln lassen. Den Rhabarber-/Hinübermuss in ein feinmaschiges Sieb oder Passiertuch abgießen und ausdrücken, den Saft auffangen und zurück in den (ausgespülten) Topf geben. Das Mus nicht weg werfen.

Den Zucker, Zitronensaft und die ausgekratzt Vanille in den Saft reinrühren und 5-10 Minuten weiter köcheln lassen (Lässt man es länger einkochen sollte es theoretisch dicker werden.). Den Sirup in eine sterilisierte Flasche abfüllen.

Für eine Rhabarberschorle einfach ein Schuss Sirup (ca. 1 fingerbreit) in ein großes Glas geben und mit Wasser oder Sprudel auffüllen. Schmeckt sicherlich auch mit Prosecco oder Sekt 😉

Das übriggebliebene Mus kann man auch weiterverwerten. Zum Beispiel als RhabarberHimberPancakes:

Zutaten:

100g Mehl

etwas/priese Backpulver

Prise Salz

Mus (ergibt ca. 145g)

1 Ei

20g Zucker

100ml Milch (+/-)

Alle Zutaten gut zu einem Teig verrühren. EL große Portionen in die Pfanne geben. Wenn die Ränder Bläschen schlagen, wenden. Ergibt ca. 10-12 Pancakes. Auf einem Teller legen und mit dem Rhabarber-Sirup übergießen und mit Himbeeren garnieren.

Die Farbe der Pancakes erinnert etwas an gebratenes Scheine-Fleisch, aber waren sie waren trotzdem sehr lecker… auch kalt 🙂

Weil alles Zusammen so wunderbar Rosa ist reiche ich mal meine Rhabarberschorle und vielleicht auch die Pancakes mit Sirup bei Uwe’s Blogevent „Cookbook of Colous“ ein. Der April ruft nach Rosa Gerichte und Getränke. Ich hab beides ;). Falls mein Beitrag es in die Top 3 schaft und da die Fotos nicht so opti sind, werde ich es zwangsweise nochmal machen müssen …ooh wie schade 😉

HighFoodality Blog-Event Cookbook of Colors

Die Fotos habe ich leider mit meinem Handy aufnehmen müssen, da ich meinen Fotoapparat mal wieder liegengelassen hatte, ich Trottel.

Eröffnung der Grillsaison

Seit ein/zwei Wochen ist der Frühling endlich da. Auf den Wiesen sieht man Krokusse und Daffodils (vergesse immer wie die auf Deutsch heißen) und Studenten, Familien und Sonnenhungrige dazwischen liegen. Die Temperaturen von fast 20°C (in der Sonne) sind ja auch verlockend. Für Shorts und Flipflops ist es zwar noch zu früh (und ja ich habe schon einige gesehen) aber pünktlich zur Sommerzeit haben wir vergangenes Wochenende endlich die Grillsaison eröffnet.

Es war wirklich schön wieder auf der Dachterrasse (wenn auch nicht meine) mit Freunden zu sitzen, quatschen, leckeres Essen und den einen oder anderen Glas Wein in der Sonne zu genießen. Zu essen gab es natürlich Fleisch ;), ein frischer Salat und Kartoffelecken aus dem Ofen. Die Nackensteaks habe ich einen Tag vorher in Schwarz Bier ertränkt. Würzt wurde das mit selbst gemachten Bratkartoffelsalz. Leider habe ich das Rezept nicht mehr, bzw. finde es grad nicht, aber Angys Bratkartoffel – Gewürzsalz kommt in etwa hin, statt der Tomatenflocken hatte ich Paprikapulver verwendet. Das Fleisch war richtig zart und aromatisch. Erinnerte ein bisserl an Schweinebraten mit Biersauce.

Zutaten für 4-6 Personen. Kommt auf den Verhungerungsgrad und Menge der Salate an 😉

  • 1200g Nackensteaks (vom Schwein, Natur)
  • 2 EL selbst gemachter Bratkartoffelsalz (leicht gehäuft)
  • 1 TL Cayennepfeffer
  • 1-2 Zweige Rosmarin
  • 1 Flasche Schwarzbier (Ötti tut’s auch)

Das Fleisch waschen und trocken tupfen. Die Gewürze in eine Schüssel vermengen und die Scheiben damit einreiben und in eine ausreichend hohe Auflaufform geben. Den Rosmarin mit der Hand etwas zerdrücken und auf das Fleisch legen. Die ganze Flasche Bier über das Fleisch gießen, die Form abdecken und über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Auf den Grill damit und den Duft genießen bis das Fleisch auf dem Teller liegt.

 

Happy Grilling 😀

Frühstücksflocken als Dessert Snack

Als Kind habe ich Rice Krispies oder Coco-Pops zum Frühstück gern gegessen. Besonders toll war das „Snap-Crackle-Pop“ Geräusch wenn man die Milch über die Krispies gegossen hat und es auch weiter im Mund geknuspert hat. So ähnlich wie dieses MagicGum. Und die Coco Pops die die Milch lecker schokoladig machte…mmmh toll! Somit hatte ich wieder Coco Pops zuhause und habe mich nostalgisch samstagmorgens mit eine Schüssel vorm Fernseher gesetzt und Cartoons geguckt.

Als ich da saß, erinnerte ich mich daran, dass ich irgendwann vor Jahren mal „Rice Krispies Treats“ gemacht habe. Diese leckeren, klebrigen Ecken die eigentlich nur aus Rice Krispies, Butter und Marshmellows bestehen. Marshmellows hatte ich noch im Schrank, also fehlten noch die Rice Krispies. Diese zu bekommen hat sich als ziemlich schwierig herausgestellt. Coco Pops bekommt man dagegen an fast jeder Ecke. Man kann Rice Krispies Treats auch mit Coco Pops machen, aber ich wollte die ohne Schoki machen. Kennt Ihr das wenn man sich irgendwas in den Kopf gesetzt hat und es muss genau dass sein. Kompromisse werden dann nicht akzeptiert.

Einige Zeit später in einem größeren Supermarkt sind mir die original Rice Krispies über den Weg gelaufen. Mit einem innerlichen Freudentanz wanderte die Schachtel in meinen Einkaufswagen. Nun hatte ich endlich die Zutaten zu Hause, bloß wie ging das noch mal? Also Laptop hochgefahren, gesucht, gefunden, aufgeschrieben und in die Küche gehüpft.

Zutaten

  • 115g Butter
  • 280g Marshmellows (kleine)
  • 1/4 TL Salz
  • 170g Rice Krispies

Eine Backform (ca. 20cm) ausbuttern, bzw. mit Backpapier auskleiden. Das Backpapier sollte länger sein, als die Form hoch ist. Dann bekommt man die Treats besser aus der Form raus.

In einem Topf die Butter auf mittlere Hitze schmelzen, bis sie Braun wird. Dauert ca. 5 Minuten. Dabei immer gut umrühren. Den Topf vom Herd nehmen und die Marshmellows hinzugeben. Die Wärme der Butter sollte ausreichen, falls nicht, den Topf zurück auf den Herd bei niedriger Hitze schmelzen lassen bis die Masse glatt ist. Die Rice Krispies und das Salz hinzugeben, vorsichtig aber schnell unterheben. Sofort in die Form geben und glatt streichen. Ein Stück gefettetes Backpapier kann helfen, dann einfach mit den Händen in die Form drücken. Kalt stellen, bis die Massen fest ist. Aus der Form nehmen und in Quadrate schneiden.

Nomm, crunsh, nomm

 

Mangold-Spinat-Quiche mit Kürbispüree

Trotz meteorologischen Frühlingsanfangs gibt es heute eine Kombination aus Herbst-/Wintergemüse.

Kürbispüree (für 2 Pers.):

  • 1 kl. Hokkaido (ca.400g)
  • 1/2 Kartoffel (ca. 50g, geschält)
  • 1 Tomate (aus der Dose, enthäutet)
  • Salz & Pfeffer
  • Paprikapulver
  • ein Schuss Milch
  • ein kleines Stückchen Butter
  • Salbei-Olivenöl

Wie bei der Zubereitung meiner Kürbissuppe wird der Kürbis hier gebacken und nicht gekocht.

Vom Kürbis vorsichtig den Deckel abschneiden (nicht weg werfen) und die Samen auskratzen. Falls man beim ersten Schnitt den Kürbis nicht „geöffnet“ hat, nicht schlimm. Einfach ein Kreis in der Fläche bis zu den Samen einschneiden. Was man rausgeschnitten hat, klein schneiden und wieder in den Kürbis geben. Kartoffel grob würfeln und mit der Tomate in den Kürbis geben. Deckel drauf, in eine ofenfeste Form geben und für ca. 40 min im Ofen bei 200°C ausbacken.

Das Kürbisfleisch von der Schale lösen bzw. auskratzen, in eine Schüssel/hohes Gefäß geben und alles mit dem Pürierstab bis zum gewünschten Grad pürieren. Mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver abschmecken. Ein Klacks Butter und evtl. ein Schuss Milch unterrühren.

Das Salbei-Olivenöl ist eigentlich nur Salbei ganz fein gehackt (z.B. in einem Kräuterhäcksler) und mit Olivenöl vermischt. Ein klecks auf dem Kürbispüree geben. Wenn man das Püree als Beilage zum Quiche serviert, kann die Menge (je nach Portionsgröße) auch für 4 Portionen reichen.

Mangold-Spinat-Quiche (für 4-6 Personen)

  • 300g Mangold
  • Olivenöl
  • 1 Knoblauchzehe
  • 230g Spinat (frisch, küchenfertig)
  • 70g Feta (Ziegenkäse)
  • 50g Parmesan (frisch gerieben) + Extra zum Überbacken
  • 3 Eier
  • 1 Msp. Muskat
  • Salz & Pfeffer
  • Blätterteig, frisch (Ø 23cm)
  • Butter/Fett für die Form

Mangold waschen und putzen. Die weißen Stile in Streifen schneiden, bissfest blanchieren und abtropfen lassen. Rest des Mangolds ebenfalls in Streifen schneiden. Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und die plattgedrückte Knoblauchzehe kurz anbraten, Spinat in die Pfanne geben bis er leicht zusammenfällt. Den Spinat mit den Mangoldstielen in eine Schüssel geben, die Knoblauchzehe heraus fischen und dazu pressen. Die Mangoldstreifen ein paar Minuten in der gleichen Pfanne dünsten und zum Spinat geben.

Den Feta zerbröckeln und mit dem grob geriebenem Parmesan zum Gemüse geben, mit Muskat, Salz und Pfeffer würzen und alles gut durchmischen. Die Eier hinzugeben und nochmals gut vermengen.

Tartform ausbuttern und mit dem Blätterteig auskleiden. Die Mangold-Spinat-Masse auf den Teig geben und für 30 Minuten bei 200°C in den Ofen geben. Nach 20 Min zusätzlich etwas Parmesan über die Quiche geben.

Quiche aus der Form nehmen und vierteln, ggf. achteln für den Großen und kleinen Hunger.

Wenn man keine Tartform mit herauslösbaren Boden hat, kann man die Quiche auf ein Teller stürzen … Teller drauf legen, umdrehen, Teller auf dem Quiche Boden legen und wieder umdrehen 🙂

Tod durch Schokolade

Ich habe momentan nicht viel Zeit um zu Bloggen. Kochen tu ich schon, aber das ist nur die halbe Arbeit. Die andere Hälfte besteht aus Fotos machen, diese bearbeiten und auch Texte schreiben natürlich. Ach ja und während des Kochens oder Backens die Zutaten vor allem mengen aufschreiben. Meist scheitert ein Beitrag an genau dies. Aber ich habe doch etwas in Petto und möchte es euch nicht vorenthalten: Warme Schokoladen Fondants mit Orangenkompot im Glas

Die Amerikaner oder Engländer würde es „death by chocolate“ nennen, und was für ein schokoladiger süßer Tod es war! Warmer Schokokuchen mit flüssigem Kern…himmlisch! Eine Portion reicht um jeden Chocoholic sein fix für den ganzen Abend zugeben. Man kann sicherlich auf den Orangenkompot verzichten, aber es rundet das ganze hervorragend ab. Außerdem ist Schoki und Orange einer meiner Lieblings Combos.

Bei folgendem Rezept ist es wichtig gute Schokolade mit 70% Kakaoanteil (z.B. von Lindt) zunehmen. Die ist zwar etwas teurer aber es lohnt sich. Die Fondants kann man auch einen Tag vorher zubereiten und gekühlt lagern bis man sie vernaschen will. Das folgende Rezept wurde für 4 Personen in 250ml große Weckgläser zubereitet. Die Menge reicht aber bestimmt auch für 6 Personen in kleinere Backformen (z.B. Dariolform). Ich habe die Weckgläser verwendet, weil ich die hatte und auch weil ich den Orangensalat direkt auf die Fondants im Glas serviert hatte. Perfekt um auf dem Sofa beim Film gucken zu servieren und spart auch Abwasch. Dekorativer ist es sicherlich die Fondants aus der Form zu lösen und auf einem Teller mit dem Orangenkompot drapieren.

Orangenkompot

  • 5 Orangen (Bio)
  • 200ml Orangensaft (abgetropft)
  • 1 kl. Chilischote (optional)
  • 50ml Apfelsaft
  • Stärke zum Binden

Orangen mit einem Messer von der Schale und weiße Haut befreien. Ein Sieb auf eine Schüssel legen und über dem Sieb die Filets (vorsichtig) aus den Orangen schneiden und abtropfen lassen. Der austretende Saft soll dabei aufgefangen werden. Die Reste, also die Orangentrennhäute über die Schüssel bzw. Sieb gut ausdrücken. Wenn in dem Saft etwas weiße Haut verirrt hat, noch mal sieben, die Filets vorher aber raus nehmen oder ein anderes Sieb verwenden. Insgesamt soll der abgetropften Saft 200ml ergeben, ggf mit etwas 100% Orangen(Direkt)saft auffüllen. Den Saft mit der längs aufgeschnittenen Chilischote in einem Topf geben und aufkochen, vom Herd nehmen und 5 Minuten bei geschlossenem Deckel ziehen lassen. Erneut sieben und aufkochen. Etwas (Mais)Stärke ca. ½ TL in etwas kaltem Wasser anrühren. Ein Stamperl bzw. Schnapsglas eignet sich dazu gut. Unter Rühren dem Orangensaft hinzugeben, bis die Sauce sich leicht bindet. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen. Apfelsaft hinzugeben und verrühren. Die Orangenfilets vorsichtig unterheben. Bis zum Servieren kühl stellen. Wer eine feste Orangenmasse möchte kann auch etwas gemahlene Gelatine verwenden. Ein viertle bis halbes Tütchen sollte reichen.

Schokoladen Fondants

  • 125g Butter + Butter zum Einfetten
  • 1 EL Kakaopulver (echter zum Backen, kein Trinkkakao) + Extra zum Bestäuben
  • 125g Edelbitter Schokolade (70%)
  • 60g Zucker
  • 3 Eier (M)
  • 2 Eigelb (M)
  • 100g Mehl (gesiebt)

Ofen auf 200°C vorheizen. 4 Weckgläser ausbuttern und leicht mit Kakaopulver abstäuben.

Die Butter zusammen mit der Schokolade in einem Wasserbad schmelzen. Währenddessen in eine Schüssel die Eier mit dem Zucker auf schlagen bis die Masse heller und luftig wird. Die geschmolzene Butterschokomasse hinzugeben (ggf. etwas abkühlen lassen, damit die Eier nicht stocken) und vorsichtig das Mehl und den gesiebten Kakao unterheben.

Die Masse auf die vier Weck-Gläser verteilen, die werden ca. halb voll. Auf einem Backblech stellen und für ca. 20 Minuten in den Ofen. Wenn man andere Formen wie Dariolform oder ein Muffin-Blech verwendet verkürzt sich die Backzeit. Wenn die Oberfläche fest bzw. knusprig anfühlt sollten sie fertig sein. Zur Sicherheit kann man auch einen „Test-Fondant“ zubereiten. Wenn der Kern nicht mehr flüssig ist, ist der Fondant dann ein kleiner Schokokuchen …auch sehr lecker 🙂

Die Fondants werden noch warm, aber nicht direkt aus dem Ofen serviert, also etwas abkühlen lassen. Man will man ja auch nicht, dass die Gäste sich an den Gläsern oder an den flüssigen Schokokern verbrennen. In die Gläser, auf die Fondants das Orangenkompot verteilen.

Die Gläser gute Freunde in die Hand drücken, genießen und über den Aktion reichen Sonntagsfilm lästern.

Massaker im Büro

Note to my mental self: Dein Frühstücks-Smoothie nicht in einer Glas Flasche auf dem Schreibtisch neben dem Telefon stehen lassen!

Oh man, hab mich wirklich darauf gefreut, einen halben Liter leckeres Obst und ich Trottel schmeiß die Flasche um. Und die Sauerei erst. Habe bestimmt eine halbe Stunde gebraucht um alles weg zu wischen. Naja gut, zumindest duftet mein Büro jetzt nach Citrus-Frische und ich glaub so sauber war der Boden schon lange nicht mehr 😉

Wer sich dafür interessiert was alles in dem Smoothie drinne war:

  • viele 😉 Schattenmorellen (TK)
  • 1 Banane
  • 100g Mango (TK)
  • 2 EL Kölln Instant Flocken
  • Wasser

Rote Bete mal anders

Kennt ihr Bioliese? Bioliese ist ein Lieferdienst oder besser ein Obst- und Gemüse-Abo, die jede Woche frisches bio Obst und Gemüse nach Hause liefert. Diesen Freitag habe ich meine erste Probelieferung „Obst&Gemüse-Liese“ bekommen. Das meiste Obst und Gemüse ist von lokalen Anbauern, aber die grüne Kiste enthält auch saisonale Exoten wie Bananen oder Mangos. Die sog. Abo-Liesen werden von der Bioliese zusammengestellt und man kann bis zu 3 Tage vor der Lieferung den Inhalt der Kiste ändern. Beispielsweise gab es diese Woche Rote Beete, wenn man keine Rote Bete mag, kann man dies aus dem Einkaufskorb entfernen und etwas anderes aus dem Sortiment hinzufügen.

Ich mag keine Rote Bete aber hatte die nicht rechtzeitig aus mein Körbchen entfernt. Nun kam neben Karotten, Feldsalat, Avocado, Mandarinen, Wilde Mango und Bananen auch etwas über 500g Rotebeete. Die Bioliese legt im Körbchen auch Rezeptvorschläge bei, aber ich war auch nicht so experimentierfreudig, um ein Auflauf oder ähnliches aus den Rüben zu machen. Kuchen ist da aber eine ganz andere Geschichte. Rote Bete Schoko Kuchen. Mit Kuchen und Schokolade kann man eigentlich nichts falsch machen, so machte ich mich ans Werk.

Das Rezept habe ich von Tiger in a jar, allerdings habe ich weniger Zucker verwendet. Das „Zubereitungs-Video“ ist definitiv Anschauens wert. Einer der schönsten Arten Essen zu filmen die ich schon lange nicht gesehen habe.

Zutaten:

  • ca. 500g Rote Bete
  • 225g Butter
  • 180g Brauner Zucker
  • 3 Eier
  • 120g Zartbitter Schokolade
  • 1 TL Vanille Extrakt
  • 240g Mehl
  • 2 TL Natron (gestrichene TL)
  • 1/4 TL Salz
  • Puderzucker zum bestäuben

Rote Bete waschen und kochen bis sie weich sind, pellen und ggf mit etwas Wasser pürieren. vollständig abkühlen lassen.

170g Butter mit dem Zucker cremig schlagen. Eier nach einander hinzufügen und gut ein arbeiten. Die Schokolade mit der restlichen Butter schmelzen und glatt rühren. Etwas abkühlen bevor man es zu der Buttermasse hinzufügt.

Schokolade, Rote Bete Püree und Vanille Extrakt hinzufügen und zu einer cremigen Masse rühren. Mehl, Natron und Salt gut mischen und nach und nach zu der Schoko-Bete-Masse zufügen. Alles gut mischen bis ein glatter Teig entsteht.

Eine Springform ausfetten und Teig einfüllen, glatt streichen und bei ca. 200°C 40 Min backen, bzw. so lange bis es die Zahnstocher-Probe besteht. Wenn die Kuchen Oberfläche zu dunkel wird mit Backpapier abdecken und weiter backen.

Auf ein Kuchengitter abkühlen und mit Puderzucker bestäuben. Schmeckt besonders gut noch warm, mit selbstgemachtes (oder gekaufter) Vanille Eis. Falls ich jemals wieder Rote Bete im Haus habe, werde ich das nächste mal vor dem Backen noch Schokostücken in den Teig mischen. Das macht es auch noch schokoladiger 🙂

Wichtiger Hinweis: beim Verarbeiten von Rote Bete Handschuhe verwenden und kein weißes T-Shirt an haben!

My Green Monster

Man sollte eigentlich 5 Portionen Gemüse und 3 Portionen Obst an einem Tag zu sich nehmen. Obst kann man schon schaffen, aber mit dem Gemüse wird’s schwer (zumindest bei mir). Die Lösung? Ab in den Mixer!

Zutaten für ein kleines Glass:

  • 1/2 reife Banane
  • 1-2 große Handvoll kernlose Trauben
  • 1-2 große Handvoll junger frischer Spinat (Küchenfertig)

Wem der Smoothie zu dick ist, kann es mit kaltem Wasser auffüllen. Ein/Zwei Eiswürfel helfen, wenn die Zutaten nicht aus dem Kühlschrank kommen. Durch die reife Banane braucht man auch kein zusätzlichen Zucker. Und nein, den Spinat schmeckt man nicht! Es schmeckt einfach nach Banane mit Trauben 😀

Salbei-Pesto-Baguette

Ich habe gestern es endlich geschafft ein Rezept „nachzukochen“ was schon länger auf meinem To-Koch bzw. To-Back-Liste steht und zwar Pesto-Brot.  Und da es diese Woche auch so viel Suppe gab, darf eigentlich ein gutes Stück Baguette nicht fehlen.

Ursprünglich wollte ich das Rezept für Pesto-Brot von The Italien Dish zubereiten, aber der Teig dauerte mir zu lange ca. 5-6 „Ruhezeit“. So habe ich das Pesto von dort „genommen“, allerdings hatte ich kein Basilikum mehr und habe Salbei verwendet. Das Rezept für das Baguette stammt von The Frugal Girl, allerdings etwas modifiziert. Wie viele amerikanische Rezepte sind die Mengenangaben in Cups, Ounces usw. Ich habe Cup-Messbecher und für die Ounce und co. Umrechnung ist die Seite USA Kulinarisch sehr hilfreich. Wer auch Cup-Messbecher hat und dieses Brot auch nachbacken will, sollte bei The Frugal Girl für die originalen Angaben vorbei schauen. Sie hat dort auch alles ausführlich Fotografiert 🙂

Frisch aus dem Ofen

Zutaten  Salbei-Pesto

  • 30g Pinienkerne
  • 1 Knoblauchzehe (mittel-groß)
  • 1 Bund Salbei
  • 30g Parmesan (Stück, frisch gerieben)
  • 2 EL Olivenöl

Den Knoblauch zusammen mit der Hälfte der Pinienkerne und des Salbeis hacken (am besten mit einem Wiegemesser). Die restlichen Pinienkerne und Salbei nach und nach hinzugeben und hacken. Den Parmesan hinzufügen und mit dem Olivenöl gut mischen.

Wer sich die Handarbeit sparen will. Kann auch das Pesto in einem Kräuter-Häcksler (also kleine Küchenmaschine) zubereiten. Knoblauch, Salbei und Pinienkerne bis zur gewünschten Konsistenz zerkleinern. Parmesan und Olivenöl dazu geben und mischen.

Man kann auch die doppelte Menge machen. Was überbleibt in einem sterilisiertes Marmeladenglas geben und mit Olivenöl auffüllen.

Zutaten Baguette

  • 200g Mehl
  • 100g Nudelmehl (type 550)
  • 1 TL Salz
  • 1 EL Zucker
  • 1 Pk. Trockenhefe
  • 240ml warmes Wasser (ca. 50°C)

In einer Schüssel ca. 100g Mehl und das Nudelmehl mit Salz, Zucker und Hefe gut vermengen. Wasser hinzufügen und mit einem Handmixer (oder Standmixer) mit Knethacken ca. 3 Minuten kneten. Das restliche Mehl langsam hinzugeben und weiter kneten bis ein weicher Teig entsteht.

Jetzt zum spaßigen Teil: Den Teig ca. 3-5 Minuten auf der bemehlten Arbeitsfläche weich und elastisch klopfen. Ist der Teig zu klebrig, etwas Mehl hinzufügen. Ist der Teig trocken und bröckelig, etwas Wasser hinzufügen.

Den Teig zurück in die Schüssel geben und abgedeckt ca. 45-60 Minuten aufgehen lassen.

Den Teig aus der Schüssel nehmen und in ein längliches Rechteck (nicht zu Dünn) ausrollen. Die Länge entspricht die Länge des späteren Baguettes. Den Teig mit dem Pesto bestreichen (die Ränder Frei lassen und auf rollen. Die Enden nach unten einschlagen. Die Teigrolle mit der Naht nach unten auf ein gefettetes Backblech legen und mit einem nassen Geschirrtuch abdecken und nochmal ca. 30-45 (bis ca. doppelte Größe) gehenlassen.

Den Backofen auf 200°C vorheizen. Mit einem scharfen Messer 3-4 Mal diagonal (nicht zu tief) anritzen. Wer möchte kann das Baguette auch mit etwas Eiweiß bestreichen. Ab in den Ofen damit und ca. 20 Minuten backen bis das Baguette gold-braun ist. Abkühlen lassen, anschneiden, genießen. Auch lecker: eine Scheibe vom noch warmen Baguette abschneiden und mit etwas Butter und eine Prise Fleur de Sel genießen.

Das Baguette hält 1-2 Tage, aber lässt sich aber auch gut einfrieren.