Schokoladen Eis

Schokoladen Eis für Chocoholics

Eigentlich bin ich eher ein Wassereis-Fan oder wenn es Milcheis sein soll dann auf jeden Fall Vanille. Meine Beziehung zu Schokoladeneis würde ich als Lustvoll beschreiben, da ich richtig Lust auf Schokoeis haben muss, bevor ich mir eine Kugel oder Becher gönne 😉

So auch passiert, als ich das Bild von „Sex, Drugs, and Choc `N´ Roll“ Schokoladen Eis in dem Kochbuch „The Icecreamists“ gesehen habe. Sofort flammte die Schoko-Lust auf. Leider wie es bei Homemade Eis so ist, es daaaauert bis man es vernaschen kann. Aber es heißt ja auch Vorfreude ist die schönste Freude.

Bei der Zubereitung hatte ich auch eine Eingabe. In dem Buch „Das große Buch der Gewürze“ hatte ich eine Gewürzmischung mit Rosen, Pfeffer und Rosabeeren gebookmarked, welche sehr gut zu Brownies passen soll. Wieso nicht auch zu Schokoladeneis?

Schon von der ungefrorenen Masse war ich hin und wech. Die einzelnen Komponenten wie z.B. die Rosen konnte ich nicht rausschmecken, aber die Gesammtkomposition fand ich einfach köstlich. Als das Eis endlich fertig war… WOW. Man braucht nicht viel, ein Scoop reich schon und die Schokolust ist gestillt. Die Gewürzmischung gibt dem Eis auch noch einen besonderen Twist. Beim nächsten Mal werde ich das Eis evtl. in Eiswürfelbehälter einfrieren und dann noch mit Schokolade überzeihen. Die doppelte Schokodöhnung 😉

schokoladeneis

Gewürzmischung „Sweet Pink Pepper Mix“ (adaptiert von Gewürze)

  • 1 EL Langpfeffer
  • 1 EL Rosa Pfefferbeeren
  • 1/2 EL Cassia (Würzrinde/Zimtcassia)
  • 1 EL (gehäufter) Rosenblütenblätter
  • 6-8 grüne Kardamom samen

Alles zusammen möglichst fein mahlen. In einem Luftdichten Behälter aufbewahren.

Schokoladeneis

  • 100ml Sahne
  • 200ml Milch
  • 1 TL Gewürzmischung
  • 2 Eigelb
  • 85g Zucker
  • 30g Kakao (kein Kaba)
  • 115g Milchschokolade (feingehackt)

Sahne, Milch und Gewürzmischung erhitzen bis es dampft (nicht kochen).

Eigelb und Zucker mit einem Schneebesen cremig schlagen, bis die Farbe heller wird.

Die Sahnemilch vom Herd nehmen und den Kakao gut unterrühren. Die Schokolade in der warmen Milch schmelzen und unter Rühren langsam zu der Zucker-Ei-Masse hinzugeben.

Die Schokomasse zurück in dem Topf geben und unter Rühren auf niedrige Hitze eindicken lassen. Nicht kochen lassen. Die Konsistenz sollte ein etwas flüssiger Schokopudding ähneln.

Die Schokomasse wieder in eine Schüssel geben und min. 30 Minuten bei Zimmertemperatur abkühlen lassen und gelegentlich umrühren. Die Masse abdecken und in den Kühlschank für min. 6 Std. besser Übernacht geben. Die Masse sollte ca. 4-6°C haben, bevor man es in die Eismaschine gibt.

Die Schokomasse in die Eismaschine geben und nach Herstellerangaben rühren lassen. Wer eine superduper Kompressor-Eismaschine hat, könnte theoretisch danach loslöffeln. Solch eine habe ich leider nicht. Also die Masse in einen gefrierschrankgeeigneten Behälter mit Deckel geben und noch min. 2 Std. einfrieren. Richtig fest wurde das Eis bei mir allerding erst mit einer Übernachtung im Froster.

Schokoladenkuchen!

Es klingelt an der Tür.

„Hallo?“ rauscht es in der Gegensprechanlage.

„Überfallkommando!“

„Äh…okay. Kommt rein.“

So oder so ähnlich haben einige Freunde und ich einen lieben Freund zu einem nachträglichen Geburtstagsbesuch überfallen. Als eine kleine Entschädigung gab es natürlich auch Kuchen. Ich wüsste nicht genau ob das Geburtstagskind einen Lieblingskuchen hat, aber dachte mir mit Schokoladenkuchen liegt man eigentlich nie daneben.

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Der Plan war eigentlich einen Schokokuchen mit Erdbeer-Mascarponecreme-Füllung, aber die Erdbeeren habe ich am Tag zuvor vernascht und die Mascarpone war abgelaufen. Für einen mega aufwendigen Kuchen war die Zeit nach Feierabend auch einfach zu knapp. Auf der Suche nach Inspiration bin ich bei Donna Hay’s Seite gelandet, genauer gesagt bei Ihrem „four tier chocolate layer cake„. Das Rezept für ihren 4-lagigen Kuchen ist für eine (bzw. zwei) 12cm Backform ausgelegt. Ich habe den Kuchen in einem Schwung in eine 18cm Springform gebacken, da ich nur die eine Backform habe. Somit hatte der Kuchen dann „nur“ 2 Lagen. Der fertige Kuchen war oben auch gewölbt, aber den habe ich einfach wech gesäbelt und beim Anrühren der Frischkäsefüllung vernascht.

Beim Transport sollte man auch vorsichtig sein, vor allem wenn der Kuchen nicht nach dem Zusammenbau gut durchgekühlt wurde. Die oberste Lage kann leicht verrutschen, also vorsichtig mit Gas & Bremse 😉

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Schokoladenkuchen mit Schokoladenfrischkäsecreme

Schokoladenkuchen

  • 125ml Wasser
  • 60g Butter
  • 2 EL Kakaopulver (nicht Kaba)
  • 150g Mehl
  • ½ TL Natron
  • 200g Zucker (fein)
  • 1 Ei (L)
  • 60ml Buttermilch
  • ½ TL Vanillepaste

Den Ofen auf 150°C vorheizen.

Wasser, Butter und Kakaopulver in einem Topf geben und auf mittlere Hitze rühren bis die Butter vollständig geschmolzen ist.

Mehl, Natron und Zucker in eine Schüssel verrühren. Die Kakaomasse mit einem Schneebesen unterrühren. Ei, Buttermilch und Vanillepaste dazugeben und alles gut verrühren.

Die Masse in eine leicht gefettete 18cm Springform geben. Bei 150°C ca. 60 Minuten oder bis zur positiven Stäbchenprobe backen. Den Kuchen noch 5 Minuten in der Form ruhen lassen und dann auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Schokoladenfrischkäsecreme

  • 50g weiche Butter
  • 250g Frischkäse (z.B. Philadelphia)
  • 160g Puderzucker (gesiebt)
  • 30g Kakaopulver
  • Prise Salz
  • 1 TL Vanillepaste

Butter mit Frischkäse mit einem Standmixer cremig rühren (ca. 6 Minuten). Puderzucker, Kakaopulver, Salz nach und nach hinzufügen und weitere 6 Minuten rühren lassen. Zum Schluss die Vanillepaste unterrühren.

Zusammenbau

Die Oberfläche vom Kuchen begradigen (gewölbten Deckel vorsichtig abschneiden) und vorsichtig in zwei gleichgroße Scheiben teilen. Die unter Scheibe auf einem Kuchenteller legen und großzügig (ca. 2/3) mit der Schokocreme bestreichen. Die zweite Lage vorsichtig auf die Creme legen, zurechtrücken und leicht andrücken. Die restliche Creme auf die 2. Lage verteilen und mit Schokospäne dekorieren. Mindestens 1 Std. kalt stellen.

Stachelbeeren und Brot

In meiner Kindheit gab es bei meiner Tante oft Stachelbeerenmarmelade. Sie hatte 3-4 große Büsche mit grüne und rote und daraus wurde literweise Kompott, Gelee oder Marmelade gekocht. Dazu gab es dann auch immer frisch gebackene Stuten (süßes Weißbrot) aber für mich dann ohne Rosinen.

Ich weiß nicht warum, aber Stachelbeeren haben nie ihren Weg in meine Küche gefunden. Als ich diese frischen Stachelbeeren bei meinem Gemüsehändler sah, machte es „bling“ und ich wusste, dass ich daraus ein Chutney machen wollte. Eigentlich zum letzten Grillen, aber ich hatte einfach keine Zeit. Ehrlich gesagt kann man sich sicherlich was besseres Vorstellen als bei 30°C sich in die Küche zu stellen und zu kochen. Aber nach einer Woche „kalten Küche“ hat es mich in die Finger so gejuckt, dass ich mich gestern Abend um 9 noch an den Herd gestellt habe. Dabei rausgekommen ist ein feiner süß-saurer aromatischer Chutney. Dieser Chutney passt wunderbar zu Kurzgebratenem oder zu Käse oder auch auf ein Turkey-Sandwich.

gooseberrychutney

Im Kühlschrank hatte ich Roast Turkey Aufschnitt, Chutney auch, aber was fehlte war Brot. Ich wollte schon lange mit dem Brotbacken anfangen, aber habe ich oft einfach keine Geduld dazu. Zu meinem Glück bin ich auf ein tolles Brot-Rezept für Faule wie mich gestoßen: Irish Soda Bread. Gefunden in mein Buchregal in „Bread Revolution“ von Duncan Glendinning & PatrickRyan. Das Rezept ist so einfach und innerhalb von 35-40 komplett fertig, je nachdem wie schnell man die Zutaten abwiegt 😉

sodabread

Stachelbeer Chutney (gefunden bei Chef Heidi Fink) Menge ausreichend für ca. ein 250ml Glass

50g (Dark) Muscovado Zucker

100g Zucker

1/4 TL Salz

75ml Mangoessig (oder Weißwein Essig)

75ml Wasser

2 Pimentkörner

4 grüne Kardamom Kapseln

1/4 TL Cassia geschrotet (Gewürzrinde/Zimtkassie)

300g Stachelbeeren (geputzt)

Zucker, Salz, Essig und Wasser in einem mittelgroßen Topf geben und gut verrühren. Die Gewürze grob mörsern, in einen Teebeutel (oder ähnliches) geben und mit in dem Topf geben. Den Topf zum Kochen bringen und 3-5 Minuten kochen lassen.

Die Stachelbeeren hinzufügen erneut aufkochen lassen und dann bei niedrige bis mittlere Hitze 25-30 Minuten köcheln lassen. Zwischen durch die weichen Stachelbeeren zerdrücken und umrühren.

Den Gewürzbeutel vorsichtig ausdrücken und entfernen. Den Chutney in ein sterilisiertes Glass füllen und fest verschließen. Im Kühlschrank aufbewahren. Ob der Chutney sich wirklich 6 Wochen hält, kann ich noch nicht bestätigen 😉

Irish Soda Brot (Menge für 20cm Kastenform)

250g Mehl Type 812

1/2 TL Salz

1 TL Zucker

1 TL Natron

250ml Milch (3,5%)

2,5 TL Rapsöl

2,5 TL Rotwein Essig

In einer Schüssel Mehl, Salz, Zucker und Natron vermischen. Eine Mulde hinein drücken und Milch, Öl und Essig hinzufügen und alles gut verrühren. Der Teig wird flüssiger sein, ähnlich wie Kuchenteig.

Die Backform leicht einfetten und den Teig einfüllen. Bei 200°C ca. 35 Minuten oder bis zur positiven Stäbchenprobe backen. Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen. Die Kruste wird nach dem Abkühlen weicher werden.

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English Version

In my childhood my aunt often made gooseberry jam. She had 3-4 large bushes with green and red gooseberries, and each season made gallons of stewed fruit, jelly or jam. In Addition she always fresh baked sweet white bread and for me extra without raisins. Fresh sweet bread and gooseberry jam… nomnom.

I do not know why, but gooseberries have never found their way into my kitchen until today. When I saw these fresh gooseberries from my greengrocer it went „bling“ and I knew I wanted to make chutney out of it. I intended actually to make it for the last barbecue, but I simply had no time. Honestly, I can imagine something better than to stand in the kitchen at 30 ° C and cook. But after a week of „cold kitchen“ I got the itch so that last night at 9 pm I fired up the stove. Out came a fine aromatic sweet and tart chutney. This chutney fits perfectly with fried meats or cheese or even a turkey sandwich.

I had roast turkey in the fridge, chutney too, but what was missing? Bread! I’ve wanted to start with the bread baking for a long time, but I often just have no patience for it. Luckily, I found a great bread recipe for the lazy like me: Irish Soda Bread. The recipe I found on my book shelf in the cookbook „Bread Revolution“ by Duncan Glendinning and Patrick Ryan. This recipe is so simple and can be completely finished within 35-40 minutes, depending on how fast you weigh the ingredients 😉

Gooseberry chutney (adapted from Chef Heidi Fink) amount sufficient for approx 250ml Glass

  • 50g (dark) muscovado sugar
  • 100g sugar
  • 1/4 tsp salt
  • 75ml mango vinegar (or white wine vinegar)
  • 75ml water
  • 2 allspice berries
  • 4 green cardamom pods
  • 1/4 teaspoon crushed cassia (bark spice / Cassia)
  • 300g gooseberries (cleaned)

Add sugar, salt, vinegar and water in a medium saucepan and mix well. Crush the spices coarsely with a pestle, put in a tea bag (or similar) and add to the pot. Bring to a boil and cook for 3-5 minutes.
Add the gooseberries, again bring to a boil and then let simmer for 25-30 minutes at low to medium heat. Mash and stir the soft gooseberries.

Squeeze the spice bag carefully and discard. Pour the chutney into a sterilized glass and seal it. Store up to 6 weeks in the fridge. If the chutney can really be stored six weeks, I cannot confirm yet 😉

Irish soda bread (20cm loaf tin)

  • 250g flour type 812
  • 1/2 tsp salt
  • 1 tsp sugar
  • 1 tsp bicarbonate of soda
  • 250ml milk (3.5%)
  • 2.5 tsp canola oil
  • 2.5 tsp red wine vinegar

In a bowl, combine flour, salt, sugar and baking soda. Make a well in the dry mix and add milk, oil and vinegar. Mix well. The batter will be liquid, like cake batter.

Lightly grease the loaf tin and pour in the batter. Bake at 200 ° C for about 35 minutes or until the toothpick comes out clean. Cool on a wire rack. The crust will be soft after cooling.

Hitzefrei

Die letzten zwei Tage waren wahrlich Sommerlich, für manche vielleicht zu Sommerlich 😉 Ich gebe zu das Arbeiten im überhitzen Büro war nicht einfach, alles war ein bisserl langsamer und die hohe Luftfeuchtigkeit mache mir auch zu schaffen. Aber morgens raus gehen ohne Jacke, meine Sommerschuhe ausführen und abends noch lange draußen sitzen, hat mir gefehlt. Das einzige worüber ich wirklich zu meckern habe ist, dass ich das Wetter nicht auf meiner Dachterrasse unterm Sonnenschirm mit einem leckeren Eistee genießen konnte, denn zum Wochenende stehen „nur“ 20°C und Regen auf dem Plan. Also wurde die Gelegenheit genutzt und gleich wieder gegrillt. Ich hoffe nur, dass das jetzt nicht der Sommer war und wir uns noch auf ein paar sommerliche Tage und Grillabende freuen können 🙂

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Gegrillt wurden wieder Nackensteaks. Diese „Trockenmarinade“ ist schnell zusammen gemixt, wenn man alle Zutaten Zuhause hat. Die Steaks werden einfach von beiden Seiten damit eingerieben und kurz mariniert. Der „Rub“ ist süß aber spicy. Für meinen Geschmack würde ich das nächste mal allerdings etwas mehr Salz hinzufügen, dann muss ich nicht so viel nachwürzen. Ein bisserl Cumin würde sich auch gut in der Mischung machen.

Spicy Steak Rub (adaptiert von USA-Kulinarisch) Ausreichend für 10-12 Nackensteaks

  • 120g Muscovado Light (Unrafinierter Zucker)
  • 1 EL Knoblauchpulver
  • 1 EL Senfpulver
  • 1 EL Paprikapulver (Edel Süß)
  • 1/2 EL Iberico Paprikapulver (spanischer geräucherter Paprikapulver)
  • 1/2 EL Chili (gecrusht)
  • 3 TL Kräuter der Provence
  • 1 1/2 TL Cheyenne Pfeffer
  • 1 TL Hickory Rauchsalz

Alles gut vermischen. Die Steaks von beiden Seiten damit gut einreiben und etwas ziehen lassen.

Den Rest in eine luftdichte Dose aufbewahren.

Endlich wieder grillen!

So lange war das Wetter schlecht, oder ich hatte einfach keine Zeit, aber dieses Wochenende wurde endlich wieder gegrillt!!! Ich habe schon von leckeren Steaks mit Marinade, knackige Salate und erfrischende Weinshorle geträumt. Komme was wolle, sagte ich mir, es wird am Wochenende gegrillt!

Wettertechnisch fing der Sonntag in Aachen so lala an, aber um die Mittagszeit klarte es auf und die Sonne zeigte sich. Leider nur für ein paar Stunden. Während ich die Marinade ansetzte und zusammen mit Judith die Salate zubereitete, zog sich der Himmel zu und es fing leicht an zu tröpfeln. Aber das war mir egal! Ich wollte Fleisch vom Grill!!! Ich hätte mich auch bei strömenden Regen an den Grill gestellt. Aber Regen & Feuer bzw. Elecktro-Grill ist keine gute Kombi.  Zum Glück für den Elekrogrill blieb es dann doch trocken. Der Wolkenschleier wollte sich zwar nicht ganz verziehen, aber es war trocken, warm und hellgenug für die Sonnenbrille ;).

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Das Schwein würde in einer Honig-Senf-Whiskey- Marinade gebadet und durfte einige Stunden im Kühlschrank sich darin suhlen. Alleine schon der Duft der sich auf die Terrasse verteilte als die Steaks auf den Grill gelegt wurden, sagte mir dass es lecker sein wird! Und das war es! Saulecker! Das Fleisch war super zart und sehr aromatisch. Die Komposition der Zutaten zusammen mit dem leicht angekohlten Fleisch war super. Die erste Ladung wanderte ohne Deckel auf den Kugelgrill, die zweite Ladung mit. Die zweite Runde war eigentlich fast noch besser. Das Raucharoma ein tick intensiver.

Dazu gab es Baguette, Nudelsalat und ein Fleischsalat mit den vom Frühstück übriggebliebenen Weißwuscht. Ach ja Saucen eigentlich auch, aber das Fleisch war so saftig und aromatisch, dass ich sie weggelassen habe. Glückselig schlürfte ich meinen Radler (Alster für die Nordlichter unter uns) und genoss die restlichen Stunden vom Wochenende.

Honig-Senf-Marinade (inspiriert von Katha Kocht) für 6-8 Nackensteaks

  • 4 EL Senf (mittelscharf)
  • 150ml Öl (Sonnenblumen oder anderes geschmacksneutrales)
  • 2 EL Paprikapulver, Rosenscharf
  • 1 gehäufter EL Blütenhonig (fester)
  • Salz & Pfeffer
  • 75ml Whisky

Den Senf in einer großen Auflaufform geben und langsam das Öl unter Rühren dazugießen. Weiterrühren bis alles gut vermischt ist. Paprikapulver, Salz und Pfeffer unterrühren. Honig dazu geben und alles zur einer dicken Masse rühren. Zum Schluss den Whisky einrühren. Abschmecken, ggf. noch etwas Salz oder Honig hinzugeben.

Die Nackensteaks in der Marinade wenden und in der Auflaufform legen. Alles sollte mit der Marinade leicht bedeckt sein. Min. 2 Stunden, besser 4 Stunden (oder mehr) im Kühlschrank marinieren lassen.

Freunde einladen, Grill anschmeißen und den Tag oder Abend genießen.

Fa Fa Falafel

Ich habe noch nie Falafel gegessen und wusste auch nicht wirklich was das sein sollte. Ich hatte immer irgendetwas mit Blätterteig vor Augen, ähnlich wie Börek, aber jetzt weiß ich besser 😉 Einer meiner Testesser hat immer zu von Falafel geschwärmt und neugierig wie ich bin begab ich mich auf die Suche nach Falafel. Zumindest Virtuell, für einen Kurz Urlaub nach Israel wo diese frittierten Kichererbsen Bällchen ein Nationalgericht sind, hatte mein Budget nicht gereicht. Es gibt zwar im Bio-Laden Falafel-Mix welches bestimmt auch okay ist, aber das wäre ja schummeln. Also begann die Reise mit einem Suchauftrag bei Google. Sucht man nach Falafel bekommt man fast 2,5 Mio. Treffer, ergänzt man die Suche noch mit dem Wort „Rezept“ schränkt sich das Ergebnis immerhin auf ca. 268.000 Treffer ein. Aber wieso in die Ferne schweifen, wenn die Antwort so nahe liegt?

Vor kurzem habe ich das tolle Kochbuch „Das große Buch der Gewürze“ gekauft, weil ich gerne neue Gewürze und vor allem Gewürzmischungen probiere. In diesem besagten Kochbuch unter dem Stichwort Cumin (Kreuzkümmel) fand ich das heutige Falafel Rezept. Rezept gefunden, aber was isst man dazu? Solo mit Dipp fand ich langweilig, Pommes fand ich irgendwie nicht passend, also wieso nicht wie in Israel in einem Pita-Brötchen mit Salat? Aus der Falafel Aktion wurde eine richtige Kochaktion, neben frische Pitas, Salt und Dipp gab es auch noch mit Tomaten gefüllte Aubergine. Ein durchweg Vegetarisches Essen. Falafel werden nicht nur gerne von Vegetariern oder Veganern gegessen, sondern kann auch sogar bei Fleischfans punkten. Zudem sind die auch wunderbar für alle die mit Gluten so ihre Probleme haben.

falafel

Falafel ca. 15 Stk. (Quelle: Das große Buch der Gewürze)

  • 250g getrocknete Kichererbsen
  • 1/2 rote Zwiebel (gehackt)
  • 2 (kl.) Knoblauchzehen (gehackt)
  • 1/2 Bund Petersilie (gehackt)
  • 50ml Wasser
  • 1/2 TL Natron
  • 1 TL Koriandersamen
  • 1 TL Cumin
  • 1/2 TL Pimentkörner
  • Salz & Pfeffer
  • Weißer Sesam
  • Öl für die Fritteuse

Die Kichererbsen in eine Schale geben mit Wasser bedecken und 8-12 Std einweichen. Gut abtropfen und in einer Küchenmaschine mit der Zwiebel, Knoblauchzehen und Petersilie pürieren, dabei das Wasser und Natron hinzugeben. Ggf. etwas mehr Wasser hinzugeben wenn die Masse zu trocken ist, aber nicht zu viel sonst kann man keine Bällchen daraus formen.

Koriandersamen, Cumin und Piment in eine Pfanne rösten bis sich ein angenehmer Duft in der Küche verbreitet. Aufpassen das die Gewürze nicht anbrennen. Abkühlen lassen und in einem Mörser mahlen. Die Gewürze mit der Kichererbsenmasse gut verrühren und mit Salz & Pfeffer abschmecken.

Esslöffel große Portionen abstechen, zu Kugeln formen (am besten mit angefeuchtete Hände) und in dem Sesam wälzen.

Das Öl auf 170°C erhitzen und portionsweise ca. 3-5 Minuten je nach Größe goldbraun frittieren. Auf einem Küchenkrepp abtropfen lassen und ggf. im Ofen warm halten bis alle frittiert sind.

Noch ein/zwei Tipps am Rande… man muss nicht zwingend eine Küchenmaschine besitzen, aber die Kichererbsen mit einem Pürierstab zu bearbeiten ist sehr mühselig, vor allem wenn man wie ich die doppelte Menge macht. Außerdem wird die Masse nicht ganz so fein, schmecken tut’s aber dennoch sehr sehr lecker. Die meisten Falafel-Rezepte kommen ohne Sesammantel daher, schmecken bestimmt auch aber er hat wirklich gut gepasst und hat ordentlich zur Crunchyness beigetragen 😉 Dazu gab’s auch natürlich Sauce bzw. Dips einmal Zaziki (gekaufter) und Jogurt- Tahini-Dipp aus 200g Jogurt, 4 EL Tahini, Saft einer 1/2 Zitronen, etwas Cumin und Salz & Zucker. Bei Facebook hatte ich die Frage gestellt „Falafel fritieren oder backen?“. Ganz klare Aussage: fritieren. Beim nächsten mal werde ich einen Vergleich zwischen Öl-Friteuse, Heißluft-Friteuse und Ofen machen. Denke aber die Öl-Friteuse wird die Nase vorn haben.

Pita – Brot (Quelle: Chefkoch) Reicht aus für 10 Pitas

  • 300 ml Wasser, lauwarmes
  • 1 Pck. Hefe (Trockenhefe)
  • 1 TL Salz
  • 450g Mehl

Wasser, Hefe, Salz und Mehl vermischen und gut durchkneten. Ca. 45 Minuten gehen lassen.

Aus dem Teig 10 runde, flache, ca. 0,5 cm dicke Stücke formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. 5 Minuten gehen lassen

Im vorgeheizten Backofen bei 225°C ca. 10 Minuten backen (bis die Pita-Brote eine schöne Farbe haben).

Etwas abkühlen lassen, aufschneiden, füllen und genießen

Pimp your Brotzeit

Ich hoffe Ihr hattet ein schönes Wochenende und konntet die Sonnenstrahlen genießen. Falls ihr von dem unfassbaren Hochwasser betroffen seid, hoffe ich dass es euch gut geht und wünsche ich euch viel Kraft und Durchhaltevermögen! Die Sonne habe ich zwar gesehen,  aber das Wochenende habe ich nicht mit Grillen oder Relaxen verbracht, sondern bei meiner Schwester mit Tapete abkratzen, Spachteln und Streichen. Bei uns besteht die typische Baustellen-Verpflegung neben Kaffee und Wasser (und das Feierabendbierchen), typischerweise aus belegten Mett- oder Käse-Brötchen.

Ich steh ja total auf Sandwiches. Ich weiß nicht ob es an meine englischen Wurzeln liegt, oder weil man sie mit einer Hand essen und mit der anderen z.B. ein Buch halten oder die Maus bedienen kann. Sandwiches oder wie in Deutschland besser bekannt als belegte Brote, kommen oft langweilig daher. Schnell ein paar Scheiben Brot mit Butter beschmiert und meist mit Käse oder Wurst getoppt…fertig ist die Stulle. Dass die gute alte Stulle auch abwechslungsreich und überhaupt nicht langweilig sein muss, zeigt das im Hädecke Verlag erschiene Kochbuch „Sandwiches, Panini, Smørrebrød und belegte Brote“ von Katja Briol & Klaus Arras.

SandwichesUndCo

Auf insgesamt 72 Seiten zeigen Katja & Klaus wie schön und pfiffig die Stulle daher kommen kann. Ja klar gibt es auch „Wurstbrot“, aber es kommt nicht nur auf die Wurst oder den Belag an, sondern auch auf das ganze Drumherum. Angefangen beim Brot, über den Aufstrich, bis hin zu den Details die das Ganze noch geschmacklich und optisch abrundet. Das Kochbuch enthält verschiede Cremes wie z.B. Kichererbsen- oder Avocadocreme, ein Rezept für Blitzmayo, zwei Chutneys und 28 Variationen von Belegtebrote aufgeteilt in Fleisch, Fisch, Käse und Vegetarisch/Vegan. Das einzige Manko an diesem Kochbuch ist, dass die „Sandwiches“ also belegte Toastbrote getoastet werden. Da kommt bei mir wieder die Engländerin durch und die will ihre Sandwiches am liebsten mit wabbliges Toastbrot, ungetoastet natürlich.

Als ich das Kochbuch das erste Mal durchblätterte, stellte ich mir kurz die Frage ob man wirklich ein Kochbuch für belegte Brote braucht. Aber nach dem zweiten & dritten durchblättern würde ich die Frage mit JA beantworten. Wenn man Inspiration für Kanapees, Fingerfood, Häppchen oder Buffets sucht oder man seine Brotzeit etwas aufpimpen mochte, kann ich das Kochbuch wirklich nur empfehlen. Ich denke für den nächsten Mädelsabend werde ich zum Prosecco mal ein paar Schnittchen wie „Surf ‚N‘ Turf-Bread“(Rinderfilet & Garnelen), „Strammer Max“  (Wachtelei mit Serranoschinken) oder Crostini Fagioli (Spinat & weiße Bohnen) reichen. Wenn ihr ein bisserl mehr vom Buch sehen wollt und einige Rezeptbeispiele sucht, schaut mal bei „Mizzis Küchenblock“ (Hädekes Genussblog) unter der Rubrik „Nachgekocht“ vorbei.

Die „Surf & Turf-Schnitte“ hat mich auch für mein Abendbrot inspiriert. Wieso habe ich eigentlich nicht früher mal Fleisch & Fisch in einem Gericht kombiniert? Also präsentiere ich euch heute stolz den ultimativen „Surf & Turf-Toasty“ für einen kracher Start in den Tag oder als Grundlage für eine lange Nacht 😉

surfnturftoasty

Für den ultimativen „Surf & Turf-Toasty“ braucht man Avocadocreme, 2-3 scheiben knuspriges  Bacon und Nordseekrabben und auch ein englischer Muffin oder sonstige Brotunterlage.

Avocadocreme (Adaptiert von „Sandwiches, Panini, Smørrebrød und belegte Brote“): 1 Avocado mit 1 kleine Knoblauchzehe pürieren. 1-2 EL Jogurt hinzufügen. Alles gut verrühren und mit Zitrone, eine Prise Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken. Wer hat/mag kann wie im Kochbuch statt schwarzem Pfeffer 1 TL rosa Pfeffer verwenden. Die Menge reicht für 4 Toasties.

Bacon: ich bevorzuge die etwas dickeren Scheiben und bereite sie am liebsten im Ofen zu. So werden sie knuspriger und das fett spritzt nicht durch die ganze Küche. In der Pfanne geht’s allerdings schneller.

Zusammenbau: auf eine Hälfte des getoasteten englischen Muffin (Weizen Toasties) Avocadocreme verteilen, darauf den Bacon, darauf etwas Avocadocreme als Klebemasse für die Nordseekrabben. Noch etwas frischen Schnittlauch oder Basilikum (mir war nach Salbei) darauf verteilen. Fertig.

Sandwiches, Panini, Smørrebrød und belegte Brote

Katja Briol, Klaus Arras

Verlag:  Hädecke
ISBN 978-3-7750-0652-1
1. Auflage, Gebunden, 72 Seiten, 39 Farbfotos

Wildpfirsich und Rhabarber

Die Rhabarbersaison ist voll im Gange. Eigentlich wollte ich letztes Wochenende keinen Rhabarber kaufen, aber der sah am Bio-Marktstand von einem kleinen Hofladen so wunderbar tief rot aus, dass ich einfach nicht wiederstehen konnte. Ich hatte zwar kein Plan was ich damit anstellen wollte, Crumble hatte ich schon verbloggt, Sirup auch. Vielleicht mal ein Chutney als Beilage zu Fleisch? Wie gesagt kein Plan. Also lag der bis heute Abend in meiner Küche rum. Da ich momentan wenig Zeit habe (Arbeit, Studium, Sonne) und mich ärgern würde, wenn ich diese schönen Stängel wech schmeißen müsste, habe ich heute wieder Rhabarber-Sirup gemacht. Weil ich auch noch einige Wildpfirsiche hatte kamen die direkt mit in den Kochpott.

pfrisichrhabarbersirup

Wie gesagt habe ich momentan wenig Zeit daher nur ein kurzer Post und hier gleich das Rezept:

Wildpfirsich-Rhabarber-Sirup

  • 250g Rhabarber (Gewürfelt)
  • 450g Wildpfirsich
  • 700ml Wasser
  • 250g Zucker
  • Saft 1/2 Zitrone
  • 1/2 Vanilleshote

Rhabarber gründlich waschen (abziehen nicht nötig), die Enden abschneiden und würfeln. Die Pfirsiche vom Stein befreien und klein schneiden. Beides ein einem ausreichen großen Topf mit dem Wasser geben. 30 Minuten auf mittlere Hitze weich kochen. Den Brei in ein Passiertuch geben und gut ausdrücken. Bei mir ergaben sich 500ml. Wenn ihr weniger habt, passt die Zucker Menge an.

Den Saft zurück in den (ausgespülten!) Topf geben, mit dem Zucker und der ausgekratzten Vanilleshote verrühren. Auf mittlere Hitze ca. 10-15 Minuten köcheln lassen. Ggf. nochmal durch ein feines Sieb gießen und in Sterilisierte Gläser abfüllen.

Für einen Sommerlichen Drink… ein Schuss Sirup in ein Glas geben, dazu etwas trockenen Weißwein und Mineralwasser im 1:1 oder 2:1 Verhältnis geben. Auch lecker ohne Weißwein 😉 Ich mag mein Sirup süß, aber denke auch mit weniger Zucker würde er ganz gut schmecken.

Ich wünsche euch schon mal ein schönes Wochenende.

English Version

The rhubarb season is in full swing. Actually I didn’t want to buy a rhubarb last weekend, but the rhubarb sold at the stall form a small farm shop looked so wonderfully deep red that I just couldn’t resist. Although I had no idea what I wanted to do with it, crumble I already blogged, syrup also. Maybe a chutney as an accompaniment to meat? As I said, no idea. So the rhubarb sat in my kitchen, until this evening. Since I currently have little time (work, study, sun) and would it would greatly annoy me if I had to throw these beautiful stems. I made ​​rhubarb syrup again. Because I still had some wild peaches they also landed directly into the cooking pot.

As I said I currently have little time, therefore, only a short post and the recipe right here:

Wild peach and rhubarb syrup

  •      250g rhubarb (diced)
  •      450g Wild Peach
  •      700ml water
  •      250g sugar
  •      Juice 1/2 lemon
  •      1/2 vanilla bean

Thoroughly wash the rhubarb, cut off the ends and dice. Free peaches from their stones and also dice. Put both a sufficient large pot with the water. Cook on medium heat for about 30 minutes until soft . Empty into a chessecloth and squeeze out the liquids. For me, it was about 500ml. If you have less or more, readjust the amount of sugar.

Pour the juice back into the (rinsed!) saucepan, stir in the sugar and the scraped vanilla pod. Simmer for about 10-15 minutes on medium heat. If necessary pour through a fine sieve and then pour into a sterilized bottle.

For a sommer drink … add a shot of syrup into a glass top with a little dry white wine and mineral water in 1:1 or 2:1 ratio. Its also delicious without white wine;) I like my syrup sweet, but I think with less sugar it would taste very good.

Hope you have a nice weekend!

Kaffeeklatsch am Sonntag

Heute zeigt 3sat im Rahmen ihres Thementages „Kaffeehaus G’schichten“ den ganzen Tag Berichte und Sendungen rund ums Kaffee. Eigentlich auch nicht verwunderlich, da Kaffee noch vor Bier das Liebste-Getränk der Deutschen ist.  Schon im 17 Jhd. wurden Damen aus gutem Hause zum Kaffeekränzchen eingeladen, da es sich für Frauen ja auch nicht schickte in den öffentlichen Kaffeehäusern dieses anregendes Heißgetränk zu konsumieren. Sozusagen als Pendant zum Männer Stammtisch. Ich weiß nicht ob heutzutage immer noch das Kaffeekränzchen oder Kaffeeklatsch mit festen Mitgliedern und Termine zelebriert werden, vielleicht noch unter ältere Generationen. Sonntags zum Kaffee & Kuchen einzuladen oder eingeladen zu werden ist aber was Feines. Ich finde es hat nichts mit Spießigkeit zu tun, denn wer isst nicht gerne mal ein schönes Stück Kuchen zum Kaffee in gesellige Runde und die Männer sind dabei natürlich auch herzlich willkommen 😉

Um diesen Sonntag (der heute seinen Namengerecht wird) zu zelebrieren gab es meinen Lieblingskuchen: Erdbeerkuchen natürlich mit Biskuit und Pudding. Normalerweise nehme ich zum Kuchen backen gerne eine kleine 18 cm Backform, aber für Erdbeerkuchen dann doch lieber etwas größer NJAM 😀 Das Rezept habe ich bei „Frag Mutti“ gefunden und habe die Menge für eine 26er Form verwendet, aber der Boden war ganz schon dick. Fast dicker als die Erdbeerschicht. Ich mag’s lieber wenn der Boden etwas dünner ist. Beim nächsten Mal werde ich das Rezept auf 2 Eier „umrechnen“ und evtl. größere Erdbeeren. Ich habe zwar zig verschiedene Backformen, aber keine „Tortenboden-Form“, also habe ich eine Springform verwendet. In den Kommentaren stand, man sollte die Form nicht einfetten und somit sollte sich beim Backen automatisch einen Rand bilden (weil er fest klebt), aber anscheinend ist die Anti-Haftbeschichtung bei meiner Springform noch super in intakt. Mein Boden hatte wohl deswegen auch keinen erhöhten Rand oder Mulde. Wer einen „sauberen“ Erdbeerkuchen will, sollte beim Belegen einen Tortenring verwenden. Ich habs aus Mangel an einem nicht getan, aber ich finde so sieht er noch ein bisserl rustikaler aus 😉

erdbeerkuchen

Biskuitboden für Erdbeerkuchen

  • 3 Eier (L)
  • 90g Zucker
  • 1 TL Vanillezucker
  • 90g Mehl

Die Eier trennen. Eiweiß und Zucker mit dem Handrührer steif schlagen bis sich spitzen bilden. Die Eigelbe verquirlen und auf niedrige Stufe unter das Eiweiß rühren. Das Mehl auf die Masse sieben und mit einem Schneebesen unterheben.

Den Boden der Springform mit Backpapier auslegen und den Teig geleichmäßig einfüllen und glatt streichen.

20-30 Minuten auf unterste Schiene bei 175°C backen. Nach 20 Minuten nachschauen ob er nicht zu dunkel wird, ggf. mit einem Zahnstocher kontrollieren (Stäbchenprobe) ob das Biskuit schon fertig ist.

Wünsche euch einen sonnigen Sontag!

English Version

Today 3sat (German TV station) shows as part of their theme day „Coffee Tales“ the whole day reports and broadcasts about coffee. This is actually not really surprising, since coffee is the favored drink of the Germans even before beer. In the 17th century women from good situated houses were offen invited for tea parties (in Germany called Kaffekraenzchen).  In that time it was frowned upon or not appropriate for a lady to be seen in a public coffee house and to consume this stimulating hot drink. The “Kaffeekranzchen” were sort of like a counterpart to the men`s “Stammtisch”. I’m not sure if the tea party with its fixed members and scheduled dated is still celebrated today, maybe with some older generations. But to invite or get invited on Sundays for coffee & cake is something nice. I don’t think it is old-fashioned… well who doesn’t like to eat a nice piece of cake with coffee in nice company and men of course are also welcome 😉

To celebrate this Sunday (today it’s consistent with its namesake) I baked my favorite cake: strawberry cake with sponge and custard. Normally I like to bake a cake in small 18 cm baking pans, but for strawberry cake I prefer slightly larger pans 😉 MORE CAKE! The recipe for the sponge cake I found at „Frag Mutti“ (ask mom). I used the amount recommended for a 26cm baking pan, but the finished sponge was quite high. Almost thicker than the strawberry layer. I like it better when the ground is slightly thinner. Next time I’ll convert the recipe down to 2 eggs and possibly use larger strawberries. Although I have dozens of different baking pans, I don’t have a „pie crust“ shape, so I used a springform pan. In the comments someone said, you should not grease the mold and there would automatically form an edge (because its stuck to the sides) while baking, but apparently the non-stick coating of my springform pan is obviously still in great shape. That’s probably why my sponge had no raised edges. If you want a „clean“ strawberry cake, you should use a cake ring for assembling the topping. I didn’t have one handy, but I like it when it looks a little bit rustic ;).

erdbeerkuchen2

Biscuit base for strawberry cake

  • 3 eggs (L)
  •  90g sugar
  • 1 teaspoon vanilla sugar
  • 90g flour

Separate the eggs. Beat egg whites and sugar with hand mixer until stiff peaks form. Whisk the egg yolks and stir into the egg whites on low setting. Fold in the flour with a whisk.
Line the bottom of the springform pan with baking paper and pour in the batter evenly and smooth.
Bake for 20-30 minutes at 175 ° C on the bottom rack until its light brown. Check after 20 minutes if it is not too dark, possibly with a toothpick to see if the sponge is ready.