Unblogbar?

Unblogbar? Gibt’s nicht! Zumindest wenn es nach Melanie von Pimpimella geht. Gemeinsam mit Zorra von 1x umrühren bitte aka kochtopf verlangt Melanie, dass wir unsere tiefsten Kochpeinlichkeiten, Esskapaden, Unglücke, Unfälle, hässlichsten Foodfotos oder Zu-simple-to-verbloggen-Gerichte ans Tageslicht zerren und ins Rampenlicht zustellen. Kurzum es geht um Outtakes.

Blog-Event XC - Outtakes (Einsendeschluss 15. August 2013)

Outtakes habe ich einige auf Lager! Wenn ich mal den ganzen Prozess also vom Kochen bis hin zum fertigen Blogpost mal so geistig durch gehe, gibt es drei Hauptgründe wieso ein Gericht oder Rezept hier nicht verewigt wird:

1. ich schreibe nicht auf oder wiege nicht ab was ich koche.

2. das Foto ist einfach naja sagen wir mal bescheiden.

3. das Essen/Rezept ist einfach zu einfach.

Eigentlich gibt es noch mehr Gründe wie z.B. schmeckt nicht oder Blogunlust. Als vierter Grund könnte ich auch noch die Zeit aufführen. Das essen war lecker, das Bild ist okay geworden, aber irgendwie finde ich dann keine Zeit es zu verbloggen. Dann passiert es ganz schnell, dass ich in meine Zettelwirtschaft und Chaos das Rezept verlege. Hier mal einige Beispiele 😉

Mein heutiger Outtake ist auch gleich ein kleines Geständnis. Ich stehe auf Haferschleim! So jetzt ist es raus. Schon seit meiner Kindheit liebe ich Porridge (hört sich auch besser an als Haferbrei/-schleim)… zum Frühstück eine Schüssel warmes Ready Brek (Instant Porridge) zusätzlich noch mit Zucker bestreut und dabei Cartoons gucken, ach nee war dat schee. Cartoons gucke ich heute weniger, aber ab und an gibt es am Wochenende, oder wenn ich einen kleinen Seelentröster brauche eine Schüssel Porridge.

porridge

Porridge mit Banane

  • 200ml Milch (ich nehme gerne 3,8% Bio-Milch)
  • 20-30g Kölln Schmelzflocken (oder andere Instant-Flocken)
  • 1 reife Banane
  • Etwas Mascobado Zucker (oder anderen Zucker)

Milch und Schmelzflocken in einem Topf verrühren und kurz aufkochen. In eine Schüssel die Banane mit einer Gabel zerdrücken. Den Porridge unterrühren und mit dem Zucker bestreuen.

Wenn’s schnell gehen muss, kommt alles in eine Schüssel und dann in die Mikrowelle 😉

Minzsirup

Minzsirup

In einem meiner letzten Posts habe ich euch von meinem Zitronen-Minz-Limo erzählt. Die ganze Woche wollte ich Minze-Nachschub besorgen, aber alle Supermärkte, Bioläden usw. in meinem Umkreis haben einfach einen Minzengpass und somit musste ich bis zum Wochenende warten um auf dem Markt frische Minze zu kaufen. Vorsorglich habe ich dann 2 Bund Minze eingepackt. Statt den Eistee nochmal zu machen, hatte ich mich für Minzsirup entscheiden, in der Hoffnung er würde länger ausreichen. Naja, er hielt ganze 24 Stunden länger 😉

Die intensive Farbe kommt daher weil die Minze nicht ausgekocht wird, sondern komplett in dem Sirup landet.

minzsirup

Minzsirup (Adaptiert von Martha Stewart)

Ergibt ca. 300ml Sirup

  • 40 g Minzblätter
  • 250g Zucker
  • 250ml Wasser

Eiswasserbad

  1. Minze waschen, trocken schleudern, die Blätter abzupfen und in eine Schüssel geben.
  2. Zucker und Wasser in einem Topf auf kochen, bis sich der Zucker aufgelöst hat und etwas abkühlen lassen
  3. Die Minzblätter in sprudelndes Wasser kurz blanchieren und dann sofort ins Eiswasser geben.
  4. Die Minzblätter gut ausdrücken und zusammen mit den Zuckerwasser in ein Mixer geben und fein pürieren. Je feiner desto besser.
  5. Den Sirup in eine sterilisierte Flasche füllen und vollständig abkühlen lassen.

Man kann den Sirup sofort verwenden oder eine Nacht im Kühlschrank ziehen lassen für ein intensiveres Aroma. Wer möchte kann die Minzblättchen mit einen feinen Sieb oder Kaffeefilter entfernen.

Der Sirup wurde auch wieder für Zitronen-Minze-Limo verwendet: 1 Liter Wasser mit 250ml Zitronensaftkonzentrat mischen. 2cl Minzsirup in einem Glas geben und mit dem Zitronenwasser auffüllen, ein paar Eiswürfel dazu und die Erfrischung genießen 😉

Auseinanderzieh-Brot

Heute kann ich etwas von meiner „Nachkoch-Liste“ streichen: Pull-Apart Bread. Bei Pinterest geistert dieses Brot schon ewig rum, mal in der süßen Variante mit Limette oder Zimt, mal in der Herzhaften Form mit Knoblauch, Kräuter und/oder Parmesan. In den deutschen Koch- und Backzeitschriften (siehe Lecker Bakery) ist dieses Schichten Gebäck es auch schon angekommen. Die süße Variante hat mich zwar auch angesprochen, aber aufgrund der aktuellen Grill-Hochsaison, habe ich mich für die herzhafte Variante mit Kräutern und Knoblauch entschieden.

pull apart bread

Brot backen kommt bei mir nicht so oft vor. Es dauert mir einfach oft zu lange und das Ergebnis ist meist so lala. Zu dem esse ich zuhause kaum Brot und wenn dann meistens Toastbrot. Dieses Pull Apart Bread ist wie die Engländer sagen würden „right up my alley“ so in etwa „genau mein Geschmack“ es ist fluffig, weich und voller Geschmack. Das Brot würde ich allerdings nicht am Tag vor einem wichtigen Meeting essen oder wenn man noch auf einer Feier will 😉 Wer will kann die Scheiben vorm Backen auch noch mit Parmesan bestreuen.

Kräuter-Knoblauch Auseinanderzieh-Brot für 20x11cm Kastenform (Adaptiert von Baked by Rachel)

  • 500g Mehl (812er)
  • 1 PK trocken Hefe
  • 1 EL Zucker
  • 1 1/4 TL Salz
  • 1 TL frischer Thymianblätter
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 EL Olivenöl
  • 2 EL Milch
  • 240ml lauwarmes Wasser
  • 5 g frische Basilikumblätter
  • 4 Knoblauchzehen
  • 2 EL Olivenöl

In der Schussel vom Standmixer Mehl, Hefe, Zucker, Salz, Thymian und 2 Knoblauchzehen gepresst vermengen. Mit dem Knethakenaufsatz unter rühren auf geringster Stufe Öl und Milch unterrühren. Langsam nach und nach das Wasser hinzugeben. Den Teig aus der Schüssel nehmen und auf der bemehlten Arbeitsfläche durchkneten. Sollte der Teig zu nass sein, noch etwas Mehl hineinkneten. Den Teig in einer leicht gefetteten Schüssel, abgedeckt gehen lassen bis sich das Volumen verdoppelt.

Die Basilikumblätter mit dem restlichen Knoblauch und Olivenöl in einem Blitzhacker zerkleinern. Den Teig aus der Schussel nehmen und zu einem 60x40cm Rechteck ausrollen. Den Teig mit den Pesto gleichmäßig bestreichen. Den Teig in 24 Quadrate teilen. Die Quadrate aufeinander Stapeln und in der leicht gefetteten Kastenbackform schichten. Bei der ersten und letzten Scheibe sollte die Bestrichene Seite nach innen zeigen. Das Brot 30-60 Minuten abgedeckt gehen lassen.

Den Backofen auf 175°C vorheizen und das Brot ca. 25-30 Minute backen. Sollte es vor Ablauf der Zeit zu dunkel werden, mit etwas Alufolie abdecken.

Minz-Zitronen-Limo

Bei so schönen (manchmal fast unerträglichen) warmen Temperaturen ist viel trinken angesagt. Bei über 30°C im Büro schaffe ich tatsächlich bis Feierabend auf meine 2 Liter Wasser zu kommen. Daheim geht das Wassersaufen auch weiter, allerdings ist Wasser pur auf die Dauer auch etwas langweilig. Daher pimp ich mein Wasser gerne mit einem Schuss Zitronensaft. Sauer macht lustig, aber zu viel kann man davon auch nicht trinken. Also war die logische Konsequenz Zitronensirup. Das bringt Geschmack ins Wasser und man verzieht auch nicht so das Gesicht beim Trinken. Letzten Winter habe ich meine Liebe zu frischen Pefferminztee mit Zitrone entdeckt. Im Sommer ist der auch sehr erfrischend, aber auf warme Getränke hat man nicht immer so die Lust. Außerdem welkt bzw. trocknet frische Minze bei diesem Temperaturen sehr schnell. Also musste eine Verwertungsmöglichkeit her wie z.B.  eine große Kanne Eisteekonzentrat 😉

zitronenminzlimo

Der Eistee oder Zitronen-Minz-Limo (wie auch immer man es nennen möchte), kam sehr gut an. Leider zu gut, so dass es ziemlich schnell wech gesüffelt wurde. Also ein Ideales Rezept wenn man Gäste z.B. zum Grillen eingeladen oder einen großen Getränke Spender hat. Leider weiß ich nicht mehr wo ich das original Rezept gefunden habe 😦 Die Menge reicht für ca. 2-3L Eistee/Limo aus.

Minz-Zitronen-Eistee/Limo

  • 40g frische Minzblätter (ca. 2/3 Bund)
  • 1 unbehandelte Zitrone (Bio)
  • 500ml Wasser
  • 100g Zucker
  • Zitronensaftkonzentrat (z.B. Hitchcock)
  • Wasser/Mineralwasser zum Aufgießen
  • Frische Minzzweige und Zitronenscheiben zum Dekorieren.

Die Minze waschen, trocken schleudern und die Blätter abzupfen. Die Stängel sollten man nicht verwenden, da dies sonst Bitter werden kann. Die Schale von der Zitrone mit einem Sparschäler dünn abschälen, möglichst ohne die weiße, bittere Haut. Minze, Zitronenschale zusammen mit ca. 100ml Wasser leicht zerstoßen um die Öle und Aromen freizusetzen.

In einem Topf das restliche Wasser mit dem Zucker auf Kochen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Vom Herd nehmen und die Minze, incl. Zitronenschale und Wasser unterrühren. Ziehen lassen bis sich das Ganze abgekühlt hat. Für einen intensiveren Minzaroma kann man es auch über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen. Die Minzeblätter und Zitronenschalen aus sieben.

Ein Minzweig zwischen den Händen zusammen klatschen und in eine Karaffe geben. Die Karaffe zur Hälfte mit dem Eistee füllen, Zitronen Scheiben hinzugeben, mit ca. 50ml Zitronensaftkonzentrat abschmecken und mit Wasser oder Sprudel auffüllen.

Steak aus dem Meer

Mein bester Freund ist ein Fischverschmäher. Sein Fleisch darf nie nach Fisch, Garnelen & Co. auf den Grill kommen, sonst wird er es einfach nicht essen. Seine Besserehälfte und ich versuchen ihn öfters von Fischiges zu überzeugen und langsam klappt es auch. Letztens habe für uns Mädels Jakobsmuscheln zubereitet (ihn zuliebe in der Pfanne) und zu unser und auch seinem Erstaunen hat er sie nicht nur probiert sondern auch Nachschlag genommen. Das Geheimnis lag wohl daran das die Muscheln nicht so fischig schmecken. Diese Eigenschaft haben auch andere Meeresgetiere wie z.B. Schwertfisch (Yumm!) oder auch Thunfisch.

Thunfisch mag ich sehr gerne, egal ob aus der Dose (im Eigenen Saft ohne Delphin) oder roh in Sushi. Mit Thunfisch Steaks allerdings konnte ich mich aber lange Zeit nicht wirklich anfreunden. Ich wusste einfach nicht wie man es zubereitet und hab es immer gut durchgebraten. Es schmeckte zwar okay, aber erinnerte doch sehr an das Dosenerzeugnis. Richtig zubereitet, also von jeder Seite nur kurz angebraten und gut gewürzt habe ich die Steaks aus dem Meer für mich wieder entdeckt.

tunasteak

In Spanien bei meinem Lieblings-Strandrestaurant wird der Thunfisch immer mit ganz viel Knoblauch serviert. Wer abends noch was vor hat oder am nächsten Tag ein Meeting hat, sollte den Knoblauch vielleicht nicht essen, aber ganz darauf verzichten würde ich nicht. Gerade das in Olivenöl angebratenem Knoblauch passt perfekt dazu. Als Beilage hab es Blattspinat mit Dicke Bohnen und ein Avocado-Gurken-Salat. Leider hatte ich keine frischen Kräuter mehr, aber es hat trotzdem geschmeckt 🙂

Ein Rezept mit Mengenangaben habe ich nicht für euch, da ich bei meine Großeltern keine Waage gefunden hab 😉 Also eine kurze Beschreibung meiner Zubereitung:

Für die Spinat-Dicke-Bohnen-Beilage die Dicke Bohnen blanchieren, etwas abkühlen lassen und von der Gummihaut befreien. Eine Zwiebel feinwürfeln und in etwas Olivenöl anschwitzen. Die Dicke Bohnen und Spinat dazugeben. Mit Salz und Pfeffer und einem Spritzer Zitrone abschmecken.

Die Avocado und Gurke würfeln und vermengen. Noch etwas feingewürfelte Gemüsezwiebel untermischen. Ebenfalls mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken und noch ein Spritzer Olivenöl untermengen.

Das Thunfischsteak trockentupfen und in etwas Olivenöl jede Seite ca. 2 Minuten scharf anbraten. Den Fisch aus der Pfanne nehmen und in dem restlichen Olivenöl den geschnittenen Knoblauch kurz anbraten. Den Knoblauch mit dem Öl auf den Thunfisch verteilen.

Sonnen Melone

Neben eine Flasche Wasser findet ihr in meiner Strandtasche auch immer Obst, insbesondere irgendeine Art Melone. Leicht gekühlt und vorgeschnitten ist Wassermelone, Honigmelone oder Cantaloupe der perfekte Strand-Snack. Nicht zu süß und einfach erfrischend lecker. Als Kind mochte ich die Kerne der Wassermelone nicht, aber damit kann man super ein Kerneweitspuck-Wettbewerb veranstalten 😉

strand

Beim Einkaufen entdeckte ich eine leuchtend gelbe Wassermelone. Die musste natürlich mit. Wie ich später raus fand, wird die gelbe Wassermelone wird auch Ananasmelone genannt. Der Name kommt aber nur wegen der schönen gelben Farbe. Geschmacklich hat sie nichts mit der Ananas zu tun, schmeckt eigentlich wie die Rote, aber irgendwie leicht anders (aber vielleicht bilde ich mir das nur ein). Die gelbe Melone hat auch weniger Kerne als der bekannte Bruder.

Am besten schmeckt die Melone pur. Wer die süße intensivieren möchte, streut einfach eine Prise Salz über die aufgeschnittene Melone. Mmmh herrlich 😀

gelbemelone

Herrlich erfrischend besonders an solche heißen Sommertage wie heute ist ein Drink aus Wassermelone. Plus die Finger bleiben sauber. Das Rezept ist ganz einfach. Für 2-3 Gläser eine ¼ Melone würfeln. Die Würfel 1-2 Std. einfrieren. Zusammen mit den Saft einer ½ Zitrone und eine Prise Salz pürieren. Wer kein Fruchtfleisch mag oder die wenigen Kerne stört, kann das Püree auch durch ein Sieb geben. Sofort servieren. Pur, mit Eis, mit Sprudelwasser, mit oder ohne Alkohol ist euch überlassen. Ich wollte in meinem Melonendrink eigentlich etwas Minze hinzugeben, aber Opa hat den versehentlich entsorgt.

Die pürierte Melone hält sich auch nicht lange, also nicht zu viel machen oder am besten gleich wech süppeln 😉 Man kann das Melonenpüree auch einfrieren und es dann z.B. als natürlicher Slush genießen. Alternative für Erwachsene: gefrorenen Melonenpüree in ein Glas geben und mit Prosecco auffüllen. Oder für die ganz großen unter uns ein Cocktail: Ein Glas zur Hälfte mit gefroren Melonenpüree füllen. Einige Blätter Minze dazu geben (vorher etwas zwischen den Händen „klatschen“ um die ätherischen Öle zu lösen) 2 CL Wodka drüber geben und mit kaltes Mineralwasser ausfüllen.

Mit diesem herrlichen Glas Melone möchte ich mit euch auf meinem 200stn Blogpost anstoßen und mich ganz herzlich bei euch fürs lesen und die lieben Kommentare bedanken! Nach 1,5 Jahren bin ich mit meinem kleinen Blog ganz glücklich, obwohl ich manchmal schwächel aber der vergangene Urlaub hat richtig gut getan und ich bin voll motiviert für die nächsten 100 😉 Prost auf Euch!

Hähnchen mit Heidelbeeren zugedeckt

Es ist Heidelbeersaison. Bis September kann man diese leckeren blauen Beeren frisch auf den Tisch genießen. Egal ob pur zwischendurch genascht oder als Eis oder als kleine Törtchen oder in Smoothies ich mag diese Beeren in fast jede Form. Auf die Idee Blaubeeren auch in einem Herzhaften Gericht zu verarbeiten bin ich noch nicht gekommen, bis mir das heutige Rezept in dem Buch „Essbar – Rest(e)loses Kochvergnügen“ von Usch von der Winden über den Weg gelaufen ist. Das Kochbuch kann ich jedem empfehlen der eine Resteverwertung sucht oder wissen will was man z.B. mit dem Drumherum vom Gemüse anstellen kann. Beispielsweise Pesto aus Radieschenblättern.

blueberry chicken

Hähnchenbrustfilet mit würziger Heidelbeerdecke (für 4 Personen)

  • 4 Hähnchenbrustfilets
  • 1 TL Lang-Pfeffer
  • 5 Wacholderbeeren
  • 1 Zweig Rosmarin (+ extra zum dekorieren)
  • 5 EL Rapsöl
  • Salz
  • 200g Crème fraiche
  • 2 cl Wodka
  • 1 Bio-Zitrone
  • 150g Heidelbeeren

Backofen auf 175°C vorheizen.

Hähnchenbrüste vorbereiten. Langpfeffer und Wacholder im Mörser fein zerstoßen. Die Rosmarinnadeln abzupfen, fein hacken und zusammen mit den gemörserten Gewürzen mit dem Öl vermischen.

Eine feuerfeste Form mit etwas von dem Gewürz-Öl einstreichen. Die Hähnchenfilets in die Form legen, mit dem restlichen Öl bepinseln und mit Salz bestreuen. Die Form für 15 Minuten in den Backofen geben. Die Oberseite sollte nicht roh sein.

Crème fraiche und Wodka vermischen, Abrieb und Saft der Zitrone dazugeben und gut vermengen. Die Crème auf die Hähnchenfilets geben und darauf die Heidelbeeren verteilen. Wieder für 10 Minuten in den Ofen geben.

Fazit: Geschmacklich interessant. Die Gewürze und Crème fraiche Kombi hat mir sehr gut gefallen. Das Ganze dann zusammen mit den Heidelbeeren? Ich kann mich noch nicht entscheiden ob sehr lecker oder nur okay. Kennt Ihr das? Probiert es mal aus. Würde mich über eure Meinung freuen.

English Version

It’s blueberry season. Until September you can enjoy these delicious fresh berries. Weather as a snack between meals or as ice-cream or as small tarts or in smoothies I like these berries in almost any form. The idea of using ​​blueberries in a hearty dish was new to me until I found today’s recipe in the cookbook „Essbar – Rest(e)loses Kochvergnügen“ of Usch von der Winden. The cookbook I would recommend to anyone who’s looking for creative ways to use leftovers or who want to know want to do with the trimmings of vegetables. For example, pesto made from radish leaves.

Chicken breast with spicy blueberry ceiling (for 4 people)

  • 4 chicken breast fillets
  • 1 teaspoon of long pepper
  • 5 juniper berries
  • 1 sprig rosemary (+ extra for decoration)
  • 5 tablespoons canola oil
  • Salt
  • 200g crème fraiche
  • 2 cl vodka
  • 1 organic lemon
  • 150g blueberries

Preheat oven to 175 ° C.

Prepare chicken breasts. Finely crush the long pepper and juniper in a mortar. Pluck off the rosemary and chop finely. In a small bowl mix the rosemary, spices and oil.

Brush an ovenproof dish with a little of the spice-rich oil. Place the chicken fillets in the dish, brush with the remaining oil and sprinkle with salt. Put the dish for 15 minutes in the oven. The top should not be raw.

Mix the crème fraiche and vodka, add the zest and juice of the lemon and blend it well. Cover the chicken fillets with the cream and then add the blueberries. Put the dish back into the oven for approx. 10 minutes.

Conclusion: The taste was interesting. The spices and crème fraiche combination I really liked. The whole thing together with the blueberries? I still cannot decide if it’s delicious or just okay. Do you have that sometimes, too? Please give it a try. I’d love to hear your opinion.

Spanisches Schwein und Nudeln die aussehen wie Reis

Habt Ihr schon mal Jamon Ibérico bzw. Ibérico-Schinken gegessen? Ich sag’s euch ein genuss!!! Spanischer Serrano-Schinken gehört schon seit ich denken kann als Mitbringsel in den Urlaubskoffer. Aber für eine Scheibe Jamon Ibérico de Bellota würde ich den sofort eintauschen! Der Geschmack ist unglaublich lecker und das Fett schmilzt förmlich auf der Zunge!

Bei meinen Großeltern gibt es momentan auch ein richtiger Hype um das Iberico-Schwein. Serrano ist fast out. In jedem Supermarkt oder Markthalle wird er angepriesen. Umso erfreuter war ich beim Einkaufen nicht nur den Schinken entdeckte, sondern auch Presa de Iberico. Das Fleisch aus dem Nacken ist dunkelrot und hat ähnlich wie Wagyurind eine tolle Marmorierung. Es hat ein tollen Eigengeschmack und schmeckt herrlich nussig. Nicht zu vergleichen mit dem „normalen“ Schweinefleisch den man bei uns kennt. Die dünnen Scheiben habe ich einfach in etwas Olivenöl angebraten und mit etwas Salz und Pfeffer gewürzt.

iberico schwein

Zum Schwein gab es dann noch Tomatennudeln. Die Nudeln die wie Reis aussehen kennt man in Griechenland unter den Namen Kritharaki, in Italien unter Pagani und in Spanien zu finden unter dem Namen Pasta Piñones. Ich hab diese Nudeln auf der Suche nach Reis in dem Vorratsschrank meiner Großeltern gefunden 😉 Leider hatte ich keine frischen Kräuter aber denke Basilikum oder auch Salbei würde sich ganz gut dazu machen.

Nudeln die aussehen wie Reis

Pasta piñones con tomate y pimiento (Nudeln die aussehen wie Reis mit Tomate und Paprika)

  • 1 Tasse Pasta Piñones
  • 2 Flaschen-Tomaten
  • ½ rote Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • ½ große Paprika
  • Salz & Pfeffer
  • Spritzer Zitronensaft

Die Pasta Piñones nach Packungsangabe bissfest kochen und gut abtropfen.

Die Tomaten häuten (10 Sek ein Topf mit kochendes Wasser geben und dann in kalten Wasser abschrecken), entkernen und in feine Würfel schneiden. Zur Seite legen.

Die Zwiebel fein würfeln. Den Knoblauch mit dem Messerrücken zerdrücken und zusammen mit den Zwiebeln in etwas Olivenöl anbraten. Die Tomaten dazugeben und etwas mit brutzeln lassen. Die Paprika putzen, entkernen und ebenfalls würfeln. Zu den Tomaten in die Pfanne geben. Wenn die Paprika weich (aber nicht zu weich) sind, die Nudeln dazugeben und alles gut verrühren. Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken.

 

Sommer, Sonne, Strand und Meeresgetier

Die vergangenen Tage habe ich mir nicht nur eine Online-Auszeit genommen, sondern habe mich in einen Flieger gesetzt, der mich ans Meer geflogen hat. Genauer gesagt an die Costa del Sol zu meinen Großeltern und etwas Neumodisches wie Internet gibt’s bei denen nicht 😉 Nur Sonne, Strand und Meer.

Wenn ich in Spanien bin dominiert Fisch und anderes Meeresgetier meinen Speiseplan. Direkt am Meer mit einer leichten Meeresbriese und den Blick aufs unendlich Blaue schmeckt es mir einfach besser. Besonders gerne esse ich Langusten, Gambas, Garnelen oder Scampi. Im Salat, als Hauptspeise, gepult oder ungepult, vom Grill oder als Pil Pil einfach nur herrlich. Ich weiß man kann sich heutzutage nicht sicher sein, ob die Viecher nicht doch irgendwo aus Indonesien eingeflogen wurden, aber wenn man morgens die kleinen Fischerbote beim rausfahren beobachten kann und die frischen Meeresgetier in den Markthallen sieht, ist dieser Gedanke ganz fern. Schmecken tut’s mir jedenfalls 100-mal besser als die tiefgefroren Scampi die man zuhause bekommt.

Gambas

Nach einem relaxten Tag am Strand, ist dieser einfache Salat perfekt um den Sonnenuntergang und lauen Sommerabend zu genießen. Dazu noch etwas frisches Baguette, ein Schälchen Aioli und ein spritziger Sommerwein und alles ist gut 😉

Zutaten:

  • Rotezwiebel
  • Knoblauchzehe
  • Gambas (geputzt)
  • Zitrone
  • Grüner Spargel
  • Landgurke
  • Radieschen
  • Pflücksalat Mix
  • Salz & Pfeffer
  • Weißer Balsamico & Olivenöl

Die Zwiebel in Scheiben schneiden und zusammen mit der mit dem Messerrücken leicht zerdrückten Knoblauchzehe in etwas Olivenöl anbraten. Die Gambas dazu geben und gar braten. Mit den Saft einer oder halben Zitrone ablöschen. Etwas abkühlen lassen und pulen.

Die Enden vom Grünen Spargel abschneiden und in etwas Salzwasser bissfest garen. Abkühlen lassen und dritteln.

Die Gurke schälen und in Scheiben schneiden. Die Radieschen putzen und in Scheibenschneiden. Zusammen mit dem Salat auf einem Teller anrichten. Mit etwas Salz und Pfeffer würzen und mit Balsamico und Olivenöl anmachen. Den Spargel und Gambas darauf verteilen.

scampisalat

Cold brew coffee

Ich bin wie fast jeder Engländer ein Tee-Trinker – am liebsten Schwarzer mit Milch und Zucker.  Morgens brauche ich aber Kaffee. An (besser gesagt hinter) meine Bürotür hängt ein Warnschild „Don’t talk to me before 8 or coffee“ 😉 Das Schild ist ein kleiner Scherz unter Kollegen. So schlimm bin ich eigentlich nicht, aber erst mit einer schonen heißen Tasse Kaffee kann der Tag richtig beginnen.

In einem Forum auf Coursera bin ich auf „cold brew coffee“ gestoßen. Kalter Kaffee ist eigentlich nicht mein Ding, aber bei cold brew coffee beschreibt nur die Zubereitung. Statt den Kaffee mit heißem Wasser aufzugießen und wenige Minuten später eine dampfende Tasse schwarzes Glück zu genießen, wird der gemahlene Kaffee mit kaltem Wasser vermischt einige Stunden stehen gelassen, gefiltert und raus kommt ein starker Kaffee-Konzentrat. Der soll auch angeblich bis zu 4 Wochenhaltbar sein, kann ich aber noch nicht bestätigen. Wenn man einen Kaffee will, einfach ein Teil Konzentrat mit 2 Teile heißem Wasser aufgießen.

Und wieso sollte man das machen? Dieser kalt gefilterte Kaffee hat angeblich weniger Säuren und Bitterstoffe, aber behält dabei noch die schönen Kaffee-Aromen und soll auch noch süßlicher schmecken. Da ich immer Milch noch in mein Kaffee kippe, um die Bitterstoffe zu dämpfen, fand ich diese Aussage sehr interessant. Also ab in die Küche…

Eine Anleitung und Rezept habe ich bei Espresso-Blog.de gefunden. Dort findet Ihr auch eine ausführlich bebilderte Anleitung.

Ich habe selten gemahlenen Kaffee im Haus, weil ich zuhause nicht so viel Kaffee trinke und der gemahlene Kaffee würde zu sehr an Aroma verlieren bis ich es aufbrauche. Ganze Kaffee-Bohnen hingegen habe ich für diverse Anwendung eigentlich immer auf Vorrat. Eine elektr. Kaffeemühle habe ich auch, aber die wurde damals eher für Kräuter und Gewürze angeschafft 😉

Schritt 1: 100g Kaffeebohnen mahlen.

Schritt 2: Kaffee mit 500ml Wasser aufgießen und umrühren.

Schritt 4: Min. 12 Stunden bei Zimmertemperatur ziehen lassen.

Schritt 3: Filtern und abfüllen.

Das Kaffee-Konzentrat soll angeblich antibakterielle Wirkung haben, aber ich habe vorsichtshalber die Flasche sterilisiert.

Schritt 4: Kostprobe.

Fazit:

Mmh? Weniger Bitterstoffe habe ich jetzt nicht bemerkt, schmeckt nicht anders als heiß gebrühter. Vielleicht lag es auch an der Bohnensorte, oder an dem Röst- oder Mahlgrad, oder ich eigne mich nicht als Kaffeeverkoster… wer weiß. Cold Brew Coffee ist für mich kein Ersatz für meine Kapselmaschine (ich weiß Umweltsau, Teuer usw.), aber hätte ich die Maschine nicht wäre es definitiv eine alternative für gefriergetrocknetes Kaffeegranulat. Für Getränke wie Frappé oder Eiskaffee ist es bestimmt super oder als Basis für Kaluah.

Das Konzentrat ist bestimmt nicht nur für Kalte-Coffee-Drinks interessant. Besonders in Desserts kann ich mir die Verwendung sehr gut vorstellen, z.B. Mousse, Eis oder Kuchen. Oder auch in der Sauce zu Fleisch. Mal sehen was mir da noch einfällt.

coldbrew

English Version

Like many English I’m a tea drinker – preferably black tea with milk and sugar. But in the morning I need coffee. On (or rather behind) my office door hangs a warning „Do not talk to me before 8 or coffee“;) The sign is a little joke among colleagues. I’m not that bad actually, but only with a hot cup of coffee the day can begin properly.

In an online forum on Coursera I came across „cold brew coffee.“ Cold coffee is not really my thing, but cold brew coffee only describes the preparation. Instead of infusing the coffee with hot water and enjoy a few minutes later, the ground coffee is mixed with cold water allowed to stand for several hours and filtered. Out comes a strong coffee concentrate. Which can allegedly be stored up to four weeks? If you want a cup of coffee, just mix one part concentrate with 2 parts hot water.

And why would you want to wait several hours for a cup of coffee? This cold-filtered coffee has supposedly less acids and bitter substances, but still retains the nice coffee flavors and will also taste even sweeter. Since I pour milk in my coffee to dampen the bitters, I found this statement very interesting. So off to the kitchen…

A recipe and instructions I found at Espresso Blog.de. There you will find detailed illustrated instructions (in German).

I rarely buy ground coffee, because at home I don’t drink that much coffee and ground coffee would lose too much of its aroma. Whole coffee beans on the other hand I have for various uses almost always in my cupboard. I also have an electric coffee grinder, which I originally purchased for herbs and spices.

Step 1: grind 100g coffee beans.

Step 2: Put the coffee in a jar and pour in 500ml water. Stir.

Step 4: Leave at room temperature for 12 hours.

Step 3: Filter and bottle.
(The coffee concentrate is said to have an antibacterial effect, but as a precaution I sterilized the bottle.)

Step 4: Tasting.

Conclusion:

Hmm? Less bitterness? I didn’t notice any difference to hot brewed coffee. Maybe it was the type of bean, or to the roasting or grinding degree, or I’m not a good coffee taster … who knows. Cold brew coffee for me is not a replacement for my capsule machine (I know environment disaster, expensive, etc.), but if I didn’t have the machine it would definitely be an alternative for freeze-dried coffee. It’s probably great for drinks such as iced coffee or frappe or as a basis for Kaluah.

The concentrate is not only interesting for cold coffee drinks. I can imagine the use especially in desserts, as chocolate mousse, ice cream or cake. Or in a sauce to accompany meat. Let’s see what I can come up with… 😉