Haselnuss Rosmarin Topfbrot

Haselnuss-Rosmarin Topfbrot

Bread Baking Day #63 - Topfbrot/Bread in a pot (last day of submission Januar 5, 2014)Jeden Monat Zorra von „1x umrühren bitte aka kochtopf“ präsentiert „BBD – Breadbakingday„. Das Thema BDD #63 – Topfbrot wird diesen Monat von Sandra von „from-Snuggs-Kitchen“ gehostet. Die Zusammenfassung wird dann am 5. Januar, 2014 online gehen. Also wenn Du von Topfbrot begeistert bist, oder an verschiedene Rezepte interessiert bist, schau dann bei Sandra vorbei.

Every Month Zorra from „1x umrühren bitte aka kochtopf“ presents „BBD – Breadbakingday“. This month’s theme BDD #63 – Bread in a Pot is hosted by Sandra from  „from-Snuggs-Kitchen“. The roundup will be online on January 5, 2014. So if you are into bread baking in a crock pot/dutch oven etc. check it out.

Brot backen ist eine neues Interesse (Hobby wäre zu hoch gegriffen) von mir und Brot im Topf wollte ich schon immer mal ausprobieren. Allerdings scheiterte es einfach aus Mangel an einem geeigneten Topf. Bis jetzt. Dieses Jahr hatte der Weihnachtsmann einen schönen großen Gusseisern-Topf unter dem Weihnachtsbaum für mich da gelassen.  Yeah! Ich weiß zwar noch nicht wie ich das schwere Ding nach Hause bekomme, oder ob er in mein Koffer passt aber das ist ein Problem für einen anderen Tag. Heute wird Brot gebacken.

Bread baking is a newly found interest of mine and baking bread in a dutch oven was always on my „things-to-do-list“ but due to the lack of a dutch oven simply never happened. Until now. This Christmas Santa left me a nice big dutch oven under the Christmas tree. Yeay! I don’t quite know how I’m going to get the heavy thing home or if it will fit in my suitcase, but that’s a thing to worry about later. Now is the time to bake bread.

Das Rezept ist ein Hefebrot, ein bisserl Freestyle mit Rosmarin und ganzen Haselnüssen und die Methode abgeguckt von div. „no-knead“ Rezepte. Gebacken in ein 24cm Gusseisern-Topf. Das Brot ist so köstlich, eigentlich braucht es kein Belag, etwas Butter reicht vollkommen aus. Es passt auch wunderbar als Beilage zur Suppe oder um die Sauce von Teller auszusaugen. Geschmacklich und von der Konsistenz erinnert es mich sehr an Ciabatta.

The recipe is a basic yeast bread, a little freestyle with rosemary and whole hazelnuts. The method I copied from various „no-knead“ recipes and baked it in a 24cm cast-iron pot (dutch oven). The bread is so delicious, actually it does not need any topping, a little butter is totally sufficient. It also fits wonderfully as a side for soup or to mop up the sauce on the plate. The taste and the consistency of it reminds me very much of ciabatta.

Haselnuss Rosmarin Topfbrot

(Scrolldown for English)

Haselnuss-Rosmarin Topfbrot

  • 100g Haselnüsse
  • 500g Mehl
  • 1 Pk. Trocken Hefe
  • 1 ½ TL Salz
  • ½ TL Zucker
  • 2 TL fein gehackter frischer Rosmarin
  • 300-350 ml lauwarmes Wasser
  • Pflanzenöl

Die Haselnüsse in eine Pfanne ohne Fett anrösten, die Schale mit einem Küchentuch abrubbeln und abkühlen lassen.

Mehl, Hefe, Salz, Zucker, Rosmarin und die Haselnüsse gut vermischen. Das Wasser nach und nach mit einem Holzlöffel oder Spachtel unterrühren. Verrühren bis der Mehl komplett vermischt ist. Der Teig wird ziemlich klebrig sein. Gut mit Frischhaltefolie abdecken und Übernacht (16 Std.) bei Zimmertemperatur gehen lassen.

Den Teig auf eine gut bemehlten Fläche geben und 3-4 mal falten und zu einer Kugel formen. Die Schüssel auswaschen und gut bemehlen. Den Teig mit dem Teigschluss (Falten) nach Oben zurück in die Schüssel geben und abgedeckt an einem warmen Ort ca. 2 Stunden gehen lassen.

Den Gus-Topf einfetten , Deckel drauf legen und in den kalten Backofen stellen. Den Ofen auf 250°C (Umluft) aufheizen. Nach 20-30 Minuten den Brotteig in den Topf geben und den Deckel wieder auflegen. Die Ofentemperatur auf 230°C runter drehen und das Brot im verschlossen Topf 30 Minuten backen. Danach den Deckel entfernen und 10 Minuten weiter backen, bis das Brot goldbraun ist.

Das Brot vorsichtig aus dem heißen Topf nehmen und auf einem Gitter min 1 Std. auskühlen lassen.

Nachtrag: das Einfetten des Topfs ist nicht nötig.

Haselnuss Rosmarin Topfbrot Anschnitt

Hazelnut rosemary bread

  • 100g hazelnuts
  • 500g flour
  • 1 Pk. dry yeast
  • 1 ½ tsp salt
  • ½ tsp sugar
  • 2 tsp finely chopped fresh rosemary
  • 300-350 ml of lukewarm water
  • vegetable oil

Roast the hazelnuts in a dry frying pan, rub down the skins with a kitchen towel and let them fully cool.

Mix the flour, yeast, salt, sugar, rosemary and the hazelnuts together. Stir in the water little by little with a wooden spoon or spatula. Stir until the flour is completely absorbed. The dough will be quite sticky. Cover with cling film and leave to rise overnight (16 hours) at room temperature.

Put the dough on a well-floured surface and fold 3-4 times and shape into a ball. Wash the bowl and flour well. Put the dough with the fold on top back into the bowl, cover and leave in a warm place to rise for about 2 hours.

Grease the dutch oven, put the lid on and put it into the cold oven. Heat up the oven to 250 ° C (fan). After 20-30 minutes put the bread dough into the pot and replace the lid. Turn the oven temperature down to 230°C and bake the bread for 30 minutes. Then remove the lid and bake for further 10 minutes, until the bread is golden brown.

Carefully remove the bread from the hot pot and let cool on wire rack at least 1 hour.

Edit: Greasing the dutch oven is not needed.

Grissini

Grissini

Weihnachten ist vorbei und in wenigen Tagen werden wir schon das neue Jahr 2014 begrüßen können. Silvester heißt nicht nur das neue Jahr steht vor der Tür, sondern auch für viele Partytime. Neben genügend Getränke, Luftschlangen und Konfetti, sollte es an keiner guten Party an Knabberkram fehlen. Egal ob die Party aus 200 oder nur 2 Personen besteht. Da habe ich heute genau das richtige für Dich: Grissini! Das Rezept ist wirklich einfach und nicht sehr aufwendig. Das schöne ist, Du kannst es ganz nach Deinem Gusto variieren, z.B. mit Rosmarin oder auch mit Parmesan überbacken. Ich habe mich für eine Brotgewürzmischung entschieden. Dazu am besten gleich dazu noch ein schneller Kräuterquark zum dippen zubereiten.

Grissini

Grissini (ca. 50 Stk.) adaptiert von Herbaria

  • 500g Mehl
  • 1 Pk. trocken Hefe
  • 2 TL Brotgewürz (Herbaria „Der Hofbäck“)
  • 1 TL Honig
  • 1/4 TL Salz
  • 150ml Walnussöl
  • 250ml lauwarmes Wasser

Die trockenen Zutaten gut vermischen. Honig, Öl und Wasser dazu geben und ca. 5 Minuten zu einem glatten Teig kneten. Mit einem Geschirrtuch abdecken und 30 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.

Vom Teig kleine Portionen (ca. 50) abstechen, zu dünne Stangen aus rollen und mit ca. 2cm Abstand auf einem mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Diese dann 10 Minuten gehen lassen.

Den Backofen auf 200°C (Umluft) vorheizen und die Grissini  ca. 10 Minuten goldbraun backen. Am besten immer nur ein Backblech füllen und backen. Während das erste Blech im Ofen ist, das zweite Blech vorbereiten und gehen lassen usw. Wer mag, kann die Grissinistangen vor dem Backen noch mit etwas Salz bestreuen.

Cranberry Mince Pies

Mini Cranberry Mincepies

Zu Weihnachten breite ich gerne auch Englische Spezialitäten zu. Letztes Jahr gab es z.B. Früchtekuchen (Fruitcake) und (fake) Mini-Christmas-Pudding-Pops. Dieses Jahr hatte ich eigentlich vor einen traditionellen Christmas Pudding zu zubereiten. Christmas Pudding ist ein gedämpfter Kuchen, nicht zu verwechseln mit Fruitcake, welcher am ersten Weihnachtstag serviert wird. Dieser reichhaltige Nachtisch ist recht aufwendig und braucht einige Zeit. Genauer gesagt wird er mindestens 5 Wochen vor Weihnachten, spätestens am letzten Sonntag im November an „Stir Up Sunday“ zubereitet und gut verpackt reifen lassen. Irgendwie ist mir die Zeit abhanden gekommen. Der letzte Sonntag im November, wurde schnell vom ersten Advent, dann zweiten, dritten und vierten Advent abgelöst und dann war es einfach zu spät. Diesen Plan muss ich erneut auf nächstes Jahr verschieben. Stattdessen habe ich eine andere englische weihnachtliche Spezialität für Dich: Mince Pies.

Der Name dieses Gebäcks ist etwas irreführend, er enthält zwar Mincemeat aber dieser wird nicht aus Fleisch, sondern aus Früchten zubereitet. Früher wurde zwar in dem Teig oder der Füllung noch Suet (Rinder Talg) verwendet, aber auch das wird heutzutage durch Butter oder vegetarische Alternativen ersetzt. Oft besteht die Füllung aus Apfel, Rosinen, Korinthen und Sultaninen, aber bisher gefällt mir die Cranberry Version von Nigella Lawson am besten.

Cranberry Mince Pies

Mini Cranberry Mince Pies (ca. 72 Stück) adaptiert von Nigella Lawson

Cranberry Mince Meat

  • 60ml Portwein
  • 80g dunkler Muscovado (dunkel brauner Rohrzucker)
  • 330 frische Cranberries
  • 1 TL Zimt
  • 1/2 TL Ingwer
  • 1/2 TL gem. Nelken
  • 100g Sultaninen
  • 75g getr. Cranberries
  • Abrieb & Saft einer 1/2 Orange
  • 20ml Bourbon (oder Cognac)
  • 1 TL Vanille Extrakt
  • 2 EL Reissirup (oder Honig)
  1. Den Portwein und Muscovado in einem mittelgroßen Topf unter gelegentliches Rühren erhitzen, bis der Zucker sich aufgelöst hat. Die frische Cranberries dazu geben und mit dem Port gut benetzen.
  2. Die Gewürze, Sultaninen, getr. Cranberries und Orangenabrieb und -saft dazu geben, alles gut vermengen und bei mittlere Hitze zum Köcheln bringen. Die Hitze runter drehen und ca. 20 Minuten simmern lassen, bis die Flüssigkeit von den Beeren absorbiert wurde und die Cranberries ganz weich sind.
  3. Bourbon, Vanille Extrakt und Reissirup unterrühren und vollständig abkühlen lassen.
  4. Das Mincemeat in eine Schüssel mit Deckel (oder Ziplock-Beutel) füllen und über Nacht im Kühlschrank durch ziehen lassen.

Mürbeteig

  • 120g Butter (kalt)
  • 120g Palmin
  • 300g Mehl
  • Priese Salz
  • Saft von 2 Orangen
  1. Die kalte Butter  und Palmin  mit der groben Reibe raspeln und zusammen mit dem Mehl und Salz zu feine Streusel verarbeiten. Den Orangensaft hinzufügen möglichst schnell zu einem Teig kneten. Den Teig in 3 Portionen teilen, jeweils mit Frischhaltefolie umwickeln und über Nacht in dem Kühlschrank kalt stellen.
  2. Einen der Teigportionen aus dem Kühlschrank nehmen und den Teig auf einer bemehlten Arbeitsplatte dünn ausrollen und ca. 5cm große Kreise ausstechen. Ebenso viel kleine Sterne, Herzchen oder ähnliches als Deckel ausstehen. Den übrigen Teig gut verkneten und zurück in den Kühlschrank legen.
  3. Die Mini-Muffinform ausfetten und die Kreise vorsichtig in die Mulden drücken. Ca. 1/2 TL Cranberry Mincemeat in die Mulden füllen und jeweils mit einem Stern (Herz usw.) bedecken.
  4. Den Backofen auf 200°C vorheizen und die Mince Pies ca. 20-25 Minuten goldgelb backen. Kurz in der Form abkühlen lassen und dann auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.
  5. Mit dem restlichen Teig wiederholen bis er (oder die Füllung) vollständig auf gebraucht ist. Die Mince Pies lassen sich auch gut einfrieren. Einfach nach dem Auftauen kurz auf backen. Am besten schmecken sie mir noch leicht warm 😉

 

gedeckter weihnachts tisch

Frohe Weihnachten!

Vor fast 10 Jahren bin ich aus dem Elternhaus 400km westlich zum Studieren gezogen, genauer in die schöne Kaiserstadt Aachen. Im Studium habe ich hier ganz wunderbare Menschen kennen gelernt und sie wurden über die Zeit im Studium und auch darüber hinaus zu meiner zweiten Familie fernab der Heimat. Jedes Jahr feiern wir zusammen auch ein vorgezogenes Weihnachtsfestessen. An diesem Tag wird zusammen gekocht, gegessen, getrunken, gequatscht und viel gelacht. Wie eigentlich sonst auch, nur mit den Unterschied, dass es 3 Gänge gibt, viel guten Wein und das wir festlich angezogen sind. Okay den guten Wein gibt es sonst auch 😉

Dieses Jahr haben wir beschlossen, dass es ganz klassisch Gans mit Rotkohl und Klöße geben soll. Als das Thema Gans auf den Tisch kam, mussten wir zwangsläufig an unsere erste und letzte Gans denken. Im Studium hatten wir uns so eine tiefgefrorenen polnische Hafermast Gans „gegönnt“. Es war eine beachtlich große Gans. Als wir die Füllung verdoppelten mussten, hätten wir stutzig werden müssen. Nach ein paar Stunden im Backofen und dem erwärmen den Rotkohl aus dem Glas und dem kochen der Klöße aus dem Kühlregal-Kloßteig. Saßen wir hungrig von dem herrlichen Duft in der Studentenbude gespannt um den Tisch. Hätten wir nicht massig von der selbstgemachten Semmelfüllung gehabt, wären wir auch hungrig wieder von Tisch aufgestanden. Das Vieh war so was von einer hohlen Gans, sie bestand eigentlich nur aus Knochen und Haut. Wäre die Füllung nicht gewesen, wäre die Gans beim Anschneiden bestimmt wie ein angestochener Luftballon durch die Küche gesaust. Seit dem Erlebnis gab es nie wieder Gans.

Wir sind jetzt älter und weiser und haben auch mittlerweile ein etwas größeres Budget als wir noch Studenten waren. Also wollten wir der Gans noch eine Chance geben.

Zwei Wochen vor dem Weihnachtsessen bestellte ich eine ganze Gans bei unserem vertrauten Geflügelhändler vom Markt für 6 Personen und nahm dann auch gleich 2kg Hühnerflügel und -unterschenkel für einen Fond mit. Nach dem ich die Hühnerteile und Gemüse, angebraten, eingekocht, abgeschöpft, geklärt und die Knochen abgepult hatte, kochte ich die Fond ein. Eigentlich wollte ich die 3 Liter auf 1 Liter reduzieren, aber ich würde mal wieder abgelenkt und so hatte ich dann nur noch ein halben Liter Fondkonzentrat. Im Kühlschrank wurde das Konzentrat zu einem festen Gelee, so ähnlich wie diese (sorry ekeligen) Knorr-Saucengelee-Päckchen.

Gans

Am Vortag vom dem Essen holten wir ein Prachtexemplar von über 4 Kg vom Markt ab. Dazu gesellte sich noch ein Kopf Rotkohl, anderes Gemüse und auch mehlig kochende Kartoffeln vom Klein-Bauern für die Klöße. Dieses Jahr sollte alles selbst gemacht sein. Nach einen Zwischenstopp beim Weinhändler, machten wir uns vollgepackt mit unserer Ausbeute und voller Vorfreude auf dem Heimweg. Um den Arbeitsaufwand am Festessenstag zu minimieren, fing ich gleich an den Rotkohl zuzubereiten, so dass er gut durchziehen konnte und nur noch erwärmt werden musste. Von dem „alles-selbst-zubereiten“ rückten wir dann doch etwas ab. Als Vorspeise würde es eine klare Suppe mit Gemüseeinlage und Markklößchen geben. Markklößchen kann man zwar auch selbst machen, aber darauf sind wir (zum Glück) nicht gekommen. Als Grundlage für die Consommé kam mein zuvor eingekochtes Fondkonzentrat zum Einsatz, also müssten wir für die Sauce auf fertigen Fond zurückgreifen. Auch der Aufwand vom Nachtisch wurde minimiert und es gab gekauftes Vanille-Eis, allerdings mit den vor Monaten selbsteingelegten Amarenakirschen.

Am Festessenstag traf ich am frühen Nachmittag im meiner Zweitküche ein und nach einem kleinen Frühstückssnack legten wir mit den Vorbereitungen los. Die Tafel wurde festlich eingedeckt, der Tannenbaum geschmückt und wir wendetet uns der Ganz zu. Während die Gans ein liebevolles Bad und Gewürzmassage bekam, bereitete ich mit Tatkräftiger Unterstützung eine herrlich duftende Maronen-Birnen-Füllung zu. Die vollgestopfte und zugenähte Ganz kam in den Ofen und wir stießen mit dem Ersten Prosecco auf einen schönen Abend an. Während der Vogel im Ofen war bereitete ich die Suppe vor. Das Gelee wurde mit 1 Liter Wasser in einem Topf aufgelöst. Die Möhren- und Laucheinlage wurden in feine Streifen geschnitten und mit den Markklößchen kurz vor dem Servieren in die heiße Brühe ziehen lassen. Easy peasy.

Tisch gedeckt

Nun kommen wir zum Hauptakt des Abends und somit auch zum lustigen Teil dieser Geschichte 😉

Während wir die Suppe löffelten, verfiel der Probekloß in seine Einzelteile. Nach Beigabe von etwas Gries und Kartoffelstärke zum Teig hielt der zweite Probekloß seine Form, aber der Semmelknödelmeister war noch nicht zu frieden. Es folgte eine weitere Ladung Stärke. Zudem hatten die Klöße nicht so die richtige Farbe, sie waren nicht goldgelb sondern ziemlich grau. Bei der Food-Fotografie wird dem Kartoffelwasser oft Kurkuma beigemischt, damit die Kartoffel die von uns gewohnte goldgelbe Farbe bekommen. Wir hatten kein Kurkuma, aber Safran. Hey, in der Not frisst der Teufel fliegen und wir färben das Kartoffelwasser mit etwas Safran. Aber nur weil Weihnachten ist.

Die Klöße wanderten für 20 Minuten in das goldgelbe Wasser. Leider hätte auch die ganze Tüte Safran und dazu noch ein Döschen Kurkuma nicht geholfen. Die Klöße blieben grau und erinnerten leicht an frische Zeitungspapierkleisterbällchen, mit dem man sicherlich eine gute Partie Squash hätte spielen können. Leider schmeckten sie auch so. Naja, nicht ganz so extrem, sie schmeckten eigentlich nur ziemlich fad und waren etwas zu fest. Unser Semmelknödelmeister war schon etwas geknickt. Aber die Sauce würde alles rausreißen!

Der Gänsefond wurde zusammen mit Weißwein und ein paar Knoblauchzehen eingekocht. Irgendwann bemerkte einer der Gäste, dass er die Gans nicht mehr sehen konnte. Das Licht im Backofen war ausgegangen. Kein Wunder, dass der Fond ewig brauchte zum einkochen. Die Sicherung vom Herd war rausgeflogen! Nach dieser kurzen Verzögerung ging die Küchenschlacht weiter. Für die Sauce hatte ich im Vorfeld schon Maronen mit Crème fraîche und etwas Fond püriert, diese fügte ich zu dem doch endlich reduzierten Fond hinzu und schmeckte ab. Nach einem kurzen aber lauten „Bähhh“ Ausruf eilten Saucenverkoster herbei, da sie Wissen dass ich bei Saucen ein bisserl Geschmackskritisch bin. Die Sauce landete dann doch unter Rühren in den Ausguss. Einen Plan B hatte ich nicht. Zum Glück nahm die Hausherrin den Saucenzepter in die Hand und zauberte eine schnelle Sauce aus dem angesammelten „Bratensaft“, etwas Brühepulver und vielleicht auch mit Hilfe von Soßenbinder oder einer Fixtüte, aber das war uns in diesem Augenblick egal. Die Gans war fertig und die Meute klapperte schon ungeduldig mit dem Besteck.

ganstisch

Die köstlich duftende Gans mit einer attraktiven Mallorca-Bräune wurde unter Applaus auf die festlich gedeckte Tafel getragen. So standen wir alle um dieses köstliche Federvieh und stritten uns darum wem die Ehre zuteil werden sollte die Gans zu tranchieren. Freiwillig wollte keiner, denn keiner wusste wie. Zu guter Letzt erbarmte sich der Hausherr und nahm die Klinge in die Hand. Er schnitt die rechte Keule am Gänserumpf mit einem scharfen Messer rundherum ein, schon mal ganz ein guter Anfang. Aber irgendwie kam er nicht weiter. Vielleicht kann man die Keule wie beim Hähnchen raus drehen, dachten wir uns. Keine gute Idee… die Unterkeule flog fast quer durch den Raum, als das Gelenk endlich nachgab. Okay, das Viech hat ja schließlich zwei Beine, vielleicht klappt es beim anderen Bein besser. Also die Gans gedreht und wieder von Vorne. Wieder mit dem gleichen Ergebnis. Als dann noch der Tisch vom Gänsebratensaft zu überschwemmen drohte, wurde die Gans ganz schnell zurück in die Küche getragen. Zudem wollten wir den restlichen Gästen das Anschauen vom Massaker Zerlegen ersparen und auch vor evtl. weitere umherfliegende Gänseteile schützen.

Mit Hilfe einer Geflügelschere wurde mit der Gans (hinter der verschlossenen Türe) kurzen Prozess gemacht. Die wehrte sich so heftig, dass sie aus lauter Panic uns die Maronenfüllung entgegenschleuderte. Nach einem kurzen Augenblick der Stille, konnten wir uns nicht mehr zurück halten und brachen in schallendes Gelächter aus. Leider war keiner, auch nicht der herbei geeilten restlichen Gäste so geistesgegenwärtig diesen grandiosen Augenblick fotografisch zu dokumentiert. Nach diesem kurzen, aber heftigen Lachanfall mit Tränen in den Augen wurde die restliche Füllung in eine Schüssel umgefüllt und die dann doch noch recht erfolgreich zerlegte Gans mit einem breiten Grinsen serviert.

gerippe

Die Gans war köstlich, saftig und einfach superb, die Maronen-Birnen-Füllung begeisterte und der Rotkohl auch. Die Klöße waren mit viel Sauce dann auch genießbar. Glücklich, satt und rundum Zufrieden, war es ein leichtes diese mehr oder weniger kleinen Katastrophen zu übersehen. Dieses Weihnachtsessen wird uns definitiv in Erinnerung bleiben!

Falls Du es bis zum Ende meiner Geschichte durchgehalten hast, bedanke ich mich recht herzlich für Dein Durchhaltevermögen 😀 Eigentlich hatte ich diesen Blogpost ganz anders geplannt… ein bisserl von dem Abend erzählen, mit „schöne“ Foodbilder untermalen und die Rezepte für dieses Festessen hier festzuhalten. Aber manchmal läuft es nicht so wie geplant und scheitert an solche Kleinigkeiten, wie eine fehlende Speicherkarte 😉 Dennoch hoffe ich, dass Dir meine Weihnachtsgeschichte gefallen hat. Die Rezepte für die Maronen-Birnen-Füllung und Rotkohl werden aber sicherlich noch ihren Weg hierhin finden.

Ich wünsche Dir von ganzem Herzen ein schönes, stressfreies und erinnerungswürdiges Weihnachtsfest!!!

cookie mix für ein cookie

Foodblogger Adventswichteln Teil 4 – Cookie 4 One

Advent, Advent ein Lichtlein brennt. Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier. Wenn das fünfte Lichtleich brennt hast du Weihnachten verpennt. Ich wünsche dir einen schönen 4. Advent!

Das vierte und letzte Geschenk von Carrie-Ann zum Foodblogger-Adventswichteln ist eine One-Cookie-Backmischung. Eine super Idee, vor allem wenn spät abends Lust auf eine Cookie hat und kein ganzes Blech voll backen will. Leider war es auch genau das der Fall und bis ich an einem Foto vom fertigen Cookie gedacht hatte, waren nur noch Krümel Übrig 😉

Leider habe ich kein Rezept für Dich, aber mit dieser Cookie 4 One Idee werde ich (nach Weihnachten) experimentieren.

An dieser Stelle noch mal einen ganz lieben Dank an mein Wichtel. Und einen ganz dicken Dank an Sandra. Nächstes Jahr gerne wieder!!!

Ich wünsche Dir noch schöne und stressfreie letzte Tage vorm Fest!

1 cookie mix

 

Makronen mit Schokolade

Makronen

Meine Mutter fragt mich jedes Jahr was für Plätzchen ich auf dem Naschteller haben mochte und jedes Jahr wünsche ich mir dieses fluffiges Eiweißgebäck mit Mandeln und Schokolade. Die Weihnachtsbackwahn-Saison habe ich mit Makronen eröffnet und schließe sie wieder mit Makronen. Langsam reicht’s ja auch 😉

Da diese Plätzchen nicht so lange halten, werden die bei uns erst kurz vor Weihnachten gebacken. Theoretisch haben die Kekse eine Haltbarkeit von ca. 2 Wochen, aber bei mir keine 2 Tage 😉

makronen

Makronen

  • 150g Mandeln (gestiftet)
  • 4 Eiweiß
  • 200g feinster Zucker
  • 100g Schokolade (85% Kakaoanteil, grob gehackt)

Die Mandeln ohne Fett in eine Pfanne leicht goldbraun anrösten und abkühlen lassen.

Das Eiweiß auf höchster Geschwindigkeit steif schlagen und dann langsam den Zucker rein rieseln lassen. Solange weiter schlagen bis der Zucker sich aufgelöst hat und eine feste Meringue entsteht.

Vorsichtig die Mandeln und Schokolade unterheben. Mit einem Esslöffel kleine Portionen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backbleck geben und bei 150° ca. 25-30 Minuten trocken lassen. Falls sie noch etwas feucht sind, nach ein bisserl länger trocknen lassen. Kurz auf dem Backblech lassen, dann auf einem Kuchengitter vollständig abkühlen lassen.

Bade Gugli und Body Scrub

Heute gibt es eine Premiere hier auf Nachgekocht. Es gibt nichts zu essen! Ich bin nicht in den Hungerstreik getreten oder faste noch vor Weihnachten, sondern habe aus Lebensmittel  für meine geheime Wichtelpartnerin kleine Wellnessgeschenke zusammengerührt. Diese Wellnessgeschenke sind auch super Last-Minute-Geschenke für die Mutti, Schwester, Beste-Freundin oder die liebste Nachbarin!

Orange-Bade-Gugli

Orangen-Bade-Gugli (9 Stück) (Quelle Mein schönes Land)

Tipp: Kakaobutter bekommt man z.B. im Bio-Laden von Rapunzel Naturkost. Als Alternative könnte man evtl. Kokosöl verwenden, das müsste ich mal testen. Bei dem Aroma-Öl darauf achten, dass es sich um Ätherisches Öl für kosmetische Anwendung handelt. Nicht das Öl für die Duftlampe verwenden! Zitronensäure bekommt man in den meisten Backabteilungen meist in der Nähe der Geliermittel.

  • 60g Natron
  • 30g Zitronensäure
  • 50g Speisestärke (Maisstärke)
  • 1 Msp. Kurkuma (für die Farbe)
  • 60g Kakaobutter
  • 5-10 Tropfen ätherisches Orangen-Öl (für kosmetische Anwendung geeignet)

In eine kleine Schüssel Natron, Zitronensäure, Speisestärke und Kurkuma gut mischen und zur Seite stellen.

Die Kakaobutter in einem Wasserbad schmelzen und das Orangen-Öl darunter mischen.

Unter Rühren nach und nach die trockene Mischung zu der Kakaobutter hinzufügen. Alles zu einer halbflüssigen Masse gut verrühren.

Die Masse in einem Spritzbeutel geben und in die Gugli-Form füllen. Übernacht in dem Kühlschrank aushärten lassen.

Anwendung: Ein Bad einlassen, 1 Orangen-Bade-Gugli hinein schmeißen, es sich sprudelnd auflösen lassen und entspannen.

Zitrone Olivenoel Bodyscrub

Zitronen-Olivenöl-Body Scrub (für 2 Gläser)

Tipp: Keine Zeit zum trocknen der Zitronenschale? Man kann auch getrocknete Schalen kaufen z.B. von Spice Island (gefunden im Edeka).

  • Zitronenschale von 2 unbehandelten Zitronen
  • 300g grobes Meersalz.
  • Olivenöl

Zitronen mit einem Sparschäler schälen. Die Schalen trocknen, entweder ein paar Stunden bei niedriger Temperatur im Backofen oder bei Zimmertemperatur 1-3 Tage. Die getrockneten Zitronenschalen (nicht zu fein) zerkleinern und mit dem groben Salz mischen. In sterilisierte Gläser, am besten mit einem Bügelverschluss, geben und Esslöffeweise Olivenöl hinzufügen. Das Salz sollte benetzt sein, aber nicht im Öl schwimmen.

Anwendung: In der Dusche den Körper mit dem Scrub abreiben, danach das Salz abduschen und sich abtrocknen.

Zucchini Spaghetti

Zucchinispagetti und Belper Knolle

Vor ein paar Tagen habe ich bei Astrid ihr „Fast food, fast post“ mit Zucchini-Spaghetti mit geschmelzten Tomaten und Parmesan gesehen. Zur Zucchini-Hochernte hab es Zucchini in jeglicher Form fast täglich, so dass ich zum Ende der Saison Zucchini nicht mehr sehen konnte. Aber als ich Astrids hübsch angerichtetes Türmchen sah, hatte ich wieder richtig Lust Zucchinipasta.

Zucchini Spaghetti

Zucchinispagetti mit Belper Knolle

  • 1 Zucchini
  • 1/2 EL Butter
  • 1 Knoblauchzehe
  • 3 Salbeiblätter
  • 4 Cherrytomaten
  • 1 kleine Frühlingszwiebel
  • Ein Schuss Weißwein
  • Salz & Pfeffer
  • Belper Knolle

Die Zucchini mit einem Spiralschneider in Spagetti schneiden. Die Frühlingszwiebel putzen, das weiße Ende in ringe schneiden, das Grüne Ende grob schneiden. Den Knoblauch grob hacken. In einer Pfanne die Butter schmelzen, wenn’s knistert, Knoblauch, das weiße Ende der Frühlingszwiebel und Salbei dazu geben. Die Tomaten halbieren, ebenfalls mit in die Pfanne geben und kurz andünsten lassen. Die Zucchini dazugeben. Wenn’s wieder brutzelt mit etwas Weißwein ablöschen und kurz einkochen lassen. Die Zucchini sollten weich sein, aber noch biss haben. Alles auf einem Teller drapieren, mit dem restlichen Sud übergießen und ordentlich Belper Knolle drüber hobeln.

Jammie Dodger

Foodblogger Adventswichteln Teil 3 und Jammie Dodgers

Ich wünsche Dir einen schönen 3. Advent. In 9 Tagen ist es endlich soweit und in 12 Tagen wieder alles vorbei 😉

Da wir ja den dritten Adventssonntag haben, möchte ich euch heute das dritte Geschenk aus meinem Foodblogger Adventswichtel Päckchen von Carrie-Ann zeigen.

marmelade

Die selbstgemachte Erdbeer-Vanille-Marmelade ist wirklich sehr lecker und kam genau passend zu meinem Weihnachtsbackwahn. Letztes Jahr Weihnachten gab’s hier überhaupt keine Kekse, Plätzchen oder Pralinen, also musste ich dies Jahr etwas nachholen.

Seit meiner Kindheit sind Jammie Dodgers einer meiner Lieblingskekse. Zu Weihnachten kennt man diese Kekse hierzulande auch als Spitzbuben, also Mürbeteigplätzchen mit Marmelade dazwischen. Ich könnte sie allerdings das ganze Jahr über essen, nicht nur zu Weihnachten. Dem originalen Jammies gibt es leider nicht im deutschen Handel, aber bei jeder Köln Shoppingtour ist „The English Shop“ ein gesetzter Stopp! Neben englische Schokolade und andere Spezialitäten wandert immer ein Päckchen Jammies mit in die Tüte. Diese horte ich dann Daheim und teile mit niemand!

Es ist noch nicht der perfekte Jammie Klon, aber es geht definitiv in die richtige Richtung…

Jammie Dodger

Jammie Dodgers Klone / Spitzbuben

  • 50g gemahlene Haselnüsse
  • 250g Mehl
  • Priese Salz
  • 80g Zucker
  • 180g kalte Butter (gewürfelt)
  • 1 Ei (L)
  • 1 (200ml) Glas selbstgemachter Erdbeer-Vanille-Marmelade oder andere Lieblingsmarmelade

Die Haselnüsse ohne Fett in einer Pfanne goldbraun rösten. Immer ein Auge darauf haben, denn die Nüsse gehen von goldbraun-duftend sehr schnell zu schwarz-verbrannt. Die Nüsse zum schnellen abkühlen auf einem Blech o.ä. verteilen.

In der Schüssel vom Standmixer (mit Paddelaufsatz) die Haselnüsse mit restlichen Zutaten (außer der Marmelade) geben und zu einem Teig verkneten. Wenn der Teig nicht zusammen kommt ggf. noch mal kurz mit den Händen verkneten. Den Teig in Frischhaltefolie einwickeln und für min. 2 Stunden, besser über Nacht in den Kühlschrank legen.

Auf der gut bemehlten Arbeitsfläche den Teig dünn (ca. 3-5mm) ausrollen und mit einem runden Ausstecher (ca. 5cm) Kreise ausstechen. Bei der Hälfe der Kreisen Herzchen oder ähnliches ausstechen. Da dieses Ausstechen etwas dauert, habe ich den Teig halbiert und die eine Hälfte während der Bearbeitung in den Kühlschrank gelegt. Wenn der Teig zu warm wird, lässt er sich nicht gut verarbeiten. Der Ausstechüberschuss habe ich dann zu einer Kugel geknetet und kurz in den Froster gelegt, während ich die andere Hälfte bearbeitet habe.

Die Kekse vorsichtig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und im vorgeheizten Ofen bei 180°C ca. 10 Minuten backen. Die Keksteile sollten leicht goldbraun sein. Vorsicht die werden schnell zu dunkel.

Währenddessen die Marmelade in einem Topf geben und bei mittlere Hitze erwärmen. Die noch warmen Keks-Unterteile (ohne Motiv) mit ca. 1 TL der Marmelade bestreichen, dabei die Ränder auslassen. Ein Keksdeckel (mit Motiv) draufsetzen und leicht andrücken. Füllt sich das Motiv nicht, kann man das vorsichtig mit Marmelade auffüllen bevor die Marmelade abkühlt.

Die Kekse auf einem Kuchengitter vollständig abkühlen lassen. Wer mag kann sie noch mit Puderzucker bestreuen.

Nachgebacken: Toast ohne Toaster

Nach dem ganzen Süßkram, brauchte ich zwischendurch eine Käsestulle und zwar mit selbstgebackenem Brot.

Meine allerersten Brotbackversuche begannen mit einer Fertigbackmischung. Nach und nach gab es dann den einen oder anderen Hefe-Brot nach Rezept. Vor kurzem zum „World Bread Day“ habe ich meine ersten Gehversuche mit Sauerteig bestritten und war angefixt. Mit Hilfe von Lutz „Das Brotbackbuch“ habe ich sogar begonnen meinen eigenen Roggen-Sauerteig zu ziehen. Das erste Brot war geschmacklich top und meine Brust schwellte vor Stolz. Vor lauter Euphorie besorge ich mir gleich auch noch zwei Gärkorbchen. Wie es manch mal so ist, kam mir Zeit und andere Projekte in die Quere und mein mühsam gezogener Sauerteig ging über den Jordan 😦

Sollte das nun das Ende meiner Brotbacklaufbahn sein? Nein! Die liebe Eva eilte zu Hilfe und sendete mir ein etwas von Ihrem Sauerteig zu. Eva, nochmal ganz lieben Dank! Vor 6 Monaten habe ich auf Evas Blog „Kochpoetin – In jedem Gericht ein Gedicht“ ihr Roggenmisch-Toast bewundert und ausgestattet mit Evas Roggensauer war für mich klar das muss ich nachbacken! Außerdem steh ich total auf Toast 😀

Sauerrteig Toast

Das Roggensauer wanderte gut vermischt mit Roggenvollkornmehl und Wasser für 18 Std. in eine abgedeckte Schüssel. Ein Teil davon wanderte in sauberes Marmeladenglas für das nächste Brot. Weil ich faul bin und Eva schon vor dem klebrigen Teig warnte landeten der Sauerteig und die weiteren Zutaten in den Standmixer. Danach füllte ich den Teig in eine Schüssel mit Deckel um und ließ ihn 3 Stunden verschlossen gehen. Kurz vor Ende der Ruhezeit wurde ich zu meinen Testessern zum Essen gerufen, also packte ich die Kastenform und Teig ein und nahm ihn mit.

Der Backofen in meiner Zweit-Küche ist vielleicht ein paar Jahre jünger als meiner und hat immerhin ein Fenster, aber meiner ist eindeutig nicht so zickig. So saß ich abgelenkt (vollgefressen mit Gulasch) im Wohnzimmer  und merkte nicht wie dunkel das Brot schon wurde. Zuhause habe ich so eine halboffene Küche (Durchgang ohne Tür) und hätte es riechen können, bevor das Brot anbrennt. Hätte, hätte… Fahrradkette. Über dem toll aufgegangen Brot zog sich eine eindeutig verkohlte schwarze Schicht. Nach einer 3/4 Std. konnte ich es nicht mehr aus halten und schnitt das Laib in der Mitte durch. Und freute mich total! Die verbrannte Kruste war mir in dem Augenblick total egal. Das Brot duftete trotzdem herrlich und hatte eine tolle Krume! Außerdem Toast kann man auch super ohne Kruste essen. Die erste Scheibe nur mit etwas Butter war einfach himmlisch. Geschmacklich top! Leicht säuerlich, total aromatisch, perfekt für Käsebrot!

Das Rezept findet ihr hier bei der Kochpoetin. Eva ist auch eine begeisterte Tortenbäckerin und verzückt ihre Leser (und mich) momentan mit Kunstwerke aus „ph10“ von Piere Hermé.