Quark Grieß Schmarren

Quark-Grieß-Schmarren

Meine Affinität zu der Alpenküche ist euch vielleicht schon mittlerweile bekannt. Die Nummer eins unter meiner Kulinarische-Alpenrangliste ist der Kaiserschmarren. Nicht nur als Kind habe ich dieses Gericht geliebt, auch später war es auf der Hütte war es immer eine gute Grundlage vorm Jagertee. Das Einzige was ich nicht mag ist wenn im Kaiserschmarren Rosinen sind. Mit solch einer Extrawurst konnte ich mir zumindest (fast) immer sicher sein, dass der Schmarren frisch zubereitet wurde.

Kaiserschmarren ist zwar der Kaiser unter den Schmarren, aber es gibt auch unzählige Varianten wie z.B. Apfelschmarrn, Semmelschmarren oder auch Topfenschmarren. Da ich im Kühlschrank noch Quark hatte, gab es Quark-Grieß-Schmarren. Der Schmarren wird auch nicht in der Pfanne zubereitet, sondern im Ofen somit muss man sich kein Kopf um das Wenden machen 😉 Dazu gab es kein Apfelkompott, sondern selbstgemachte Apfelsauce mit Vanille mit ein paar frischen Apfelstücken. Eigentlich wollte ich die restlichen Amarena-Kirschen dazu essen, aber die wurden vom einen gewissen Testesser bereits vernichtet.

Quark-Grieß-Schmarren

Der Schmarren war schon recht lecker und wurde zu dritt fast restlos verputzt, aber mein Favorit bleibt der Kaiserschmarren aus der Pfanne. Natürlich ohne Rosinen 😉

Quark-Grieß-Schmarren (für 4 Personen)

  • 3 Eier (L)
  • 80g Zucker
  • 1 TL Vanillezucker
  • 400g Magerquark
  • 100g Hartweizengrieß
  • 4 EL Milch
  • Salz
  • Puderzucker

Die Eier vorsichtig trennen, es darf kein Eigelb in die Schüssel mit Eiweiß gelangen. Das Eiweiß bis zur Verwendung in den Kühlschrank stellen.

Das Eigelb zusammen mit dem Zucker und Vanillezucker in eine mittelgroße Schüssel geben und mit einem Schneebesen kräftig schlagen, bis die Masse hellgelb und cremig ist. Quark, Grieß und Milch dazu geben und gut unterrühren. Die Schüssel abdecken und 20 Minuten auf der Arbeitsplatte stehen lassen, damit der Grieß quellen kann.

Nach den 20 Minuten das Eiweiß aus dem Kühlschrank nehmen und mit eine Priese Salz mit Hilfe vom Handmixer steif schlagen. 1 EL vom Eiweiß unter dem Grießteig rühren und dann das restliche Eiweiß vorsichtig mit dem Schneebesen unterheben. Das Eiweiß wird dabei nicht zu 100% gleichmäßig verrührt. Der fertige Teig sollte eher marmoriert sein.

Ein tiefes Backblech (30x25cm) mit Backpapier auslegen und leicht einfetten. Den Schmarren aufs Blech geben, glatt streichen und 25-30 Minuten (Ober-/Unterhitze) im 180°C vorgeheizten Backofen gold-gelb backen.

Das Blech aus dem Ofen nehmen, ggf. vom Backpapier z.B. mit einem Kuchenspachtel lösen und mit zwei Gabeln in mundgerechte Stücke rupfen. Auf 4 Teller oder wie ich in eine Pfanne anrichten, ordentlich mit Puderzucker bestäuben und heiß servieren.

Rezept aus „meine gute Landküche (01/14)“

Haselnuss Rosmarin Topfbrot

Haselnuss-Rosmarin Topfbrot

Bread Baking Day #63 - Topfbrot/Bread in a pot (last day of submission Januar 5, 2014)Jeden Monat Zorra von „1x umrühren bitte aka kochtopf“ präsentiert „BBD – Breadbakingday„. Das Thema BDD #63 – Topfbrot wird diesen Monat von Sandra von „from-Snuggs-Kitchen“ gehostet. Die Zusammenfassung wird dann am 5. Januar, 2014 online gehen. Also wenn Du von Topfbrot begeistert bist, oder an verschiedene Rezepte interessiert bist, schau dann bei Sandra vorbei.

Every Month Zorra from „1x umrühren bitte aka kochtopf“ presents „BBD – Breadbakingday“. This month’s theme BDD #63 – Bread in a Pot is hosted by Sandra from  „from-Snuggs-Kitchen“. The roundup will be online on January 5, 2014. So if you are into bread baking in a crock pot/dutch oven etc. check it out.

Brot backen ist eine neues Interesse (Hobby wäre zu hoch gegriffen) von mir und Brot im Topf wollte ich schon immer mal ausprobieren. Allerdings scheiterte es einfach aus Mangel an einem geeigneten Topf. Bis jetzt. Dieses Jahr hatte der Weihnachtsmann einen schönen großen Gusseisern-Topf unter dem Weihnachtsbaum für mich da gelassen.  Yeah! Ich weiß zwar noch nicht wie ich das schwere Ding nach Hause bekomme, oder ob er in mein Koffer passt aber das ist ein Problem für einen anderen Tag. Heute wird Brot gebacken.

Bread baking is a newly found interest of mine and baking bread in a dutch oven was always on my „things-to-do-list“ but due to the lack of a dutch oven simply never happened. Until now. This Christmas Santa left me a nice big dutch oven under the Christmas tree. Yeay! I don’t quite know how I’m going to get the heavy thing home or if it will fit in my suitcase, but that’s a thing to worry about later. Now is the time to bake bread.

Das Rezept ist ein Hefebrot, ein bisserl Freestyle mit Rosmarin und ganzen Haselnüssen und die Methode abgeguckt von div. „no-knead“ Rezepte. Gebacken in ein 24cm Gusseisern-Topf. Das Brot ist so köstlich, eigentlich braucht es kein Belag, etwas Butter reicht vollkommen aus. Es passt auch wunderbar als Beilage zur Suppe oder um die Sauce von Teller auszusaugen. Geschmacklich und von der Konsistenz erinnert es mich sehr an Ciabatta.

The recipe is a basic yeast bread, a little freestyle with rosemary and whole hazelnuts. The method I copied from various „no-knead“ recipes and baked it in a 24cm cast-iron pot (dutch oven). The bread is so delicious, actually it does not need any topping, a little butter is totally sufficient. It also fits wonderfully as a side for soup or to mop up the sauce on the plate. The taste and the consistency of it reminds me very much of ciabatta.

Haselnuss Rosmarin Topfbrot

(Scrolldown for English)

Haselnuss-Rosmarin Topfbrot

  • 100g Haselnüsse
  • 500g Mehl
  • 1 Pk. Trocken Hefe
  • 1 ½ TL Salz
  • ½ TL Zucker
  • 2 TL fein gehackter frischer Rosmarin
  • 300-350 ml lauwarmes Wasser
  • Pflanzenöl

Die Haselnüsse in eine Pfanne ohne Fett anrösten, die Schale mit einem Küchentuch abrubbeln und abkühlen lassen.

Mehl, Hefe, Salz, Zucker, Rosmarin und die Haselnüsse gut vermischen. Das Wasser nach und nach mit einem Holzlöffel oder Spachtel unterrühren. Verrühren bis der Mehl komplett vermischt ist. Der Teig wird ziemlich klebrig sein. Gut mit Frischhaltefolie abdecken und Übernacht (16 Std.) bei Zimmertemperatur gehen lassen.

Den Teig auf eine gut bemehlten Fläche geben und 3-4 mal falten und zu einer Kugel formen. Die Schüssel auswaschen und gut bemehlen. Den Teig mit dem Teigschluss (Falten) nach Oben zurück in die Schüssel geben und abgedeckt an einem warmen Ort ca. 2 Stunden gehen lassen.

Den Gus-Topf einfetten , Deckel drauf legen und in den kalten Backofen stellen. Den Ofen auf 250°C (Umluft) aufheizen. Nach 20-30 Minuten den Brotteig in den Topf geben und den Deckel wieder auflegen. Die Ofentemperatur auf 230°C runter drehen und das Brot im verschlossen Topf 30 Minuten backen. Danach den Deckel entfernen und 10 Minuten weiter backen, bis das Brot goldbraun ist.

Das Brot vorsichtig aus dem heißen Topf nehmen und auf einem Gitter min 1 Std. auskühlen lassen.

Nachtrag: das Einfetten des Topfs ist nicht nötig.

Haselnuss Rosmarin Topfbrot Anschnitt

Hazelnut rosemary bread

  • 100g hazelnuts
  • 500g flour
  • 1 Pk. dry yeast
  • 1 ½ tsp salt
  • ½ tsp sugar
  • 2 tsp finely chopped fresh rosemary
  • 300-350 ml of lukewarm water
  • vegetable oil

Roast the hazelnuts in a dry frying pan, rub down the skins with a kitchen towel and let them fully cool.

Mix the flour, yeast, salt, sugar, rosemary and the hazelnuts together. Stir in the water little by little with a wooden spoon or spatula. Stir until the flour is completely absorbed. The dough will be quite sticky. Cover with cling film and leave to rise overnight (16 hours) at room temperature.

Put the dough on a well-floured surface and fold 3-4 times and shape into a ball. Wash the bowl and flour well. Put the dough with the fold on top back into the bowl, cover and leave in a warm place to rise for about 2 hours.

Grease the dutch oven, put the lid on and put it into the cold oven. Heat up the oven to 250 ° C (fan). After 20-30 minutes put the bread dough into the pot and replace the lid. Turn the oven temperature down to 230°C and bake the bread for 30 minutes. Then remove the lid and bake for further 10 minutes, until the bread is golden brown.

Carefully remove the bread from the hot pot and let cool on wire rack at least 1 hour.

Edit: Greasing the dutch oven is not needed.

Cranberry Mince Pies

Mini Cranberry Mincepies

Zu Weihnachten breite ich gerne auch Englische Spezialitäten zu. Letztes Jahr gab es z.B. Früchtekuchen (Fruitcake) und (fake) Mini-Christmas-Pudding-Pops. Dieses Jahr hatte ich eigentlich vor einen traditionellen Christmas Pudding zu zubereiten. Christmas Pudding ist ein gedämpfter Kuchen, nicht zu verwechseln mit Fruitcake, welcher am ersten Weihnachtstag serviert wird. Dieser reichhaltige Nachtisch ist recht aufwendig und braucht einige Zeit. Genauer gesagt wird er mindestens 5 Wochen vor Weihnachten, spätestens am letzten Sonntag im November an „Stir Up Sunday“ zubereitet und gut verpackt reifen lassen. Irgendwie ist mir die Zeit abhanden gekommen. Der letzte Sonntag im November, wurde schnell vom ersten Advent, dann zweiten, dritten und vierten Advent abgelöst und dann war es einfach zu spät. Diesen Plan muss ich erneut auf nächstes Jahr verschieben. Stattdessen habe ich eine andere englische weihnachtliche Spezialität für Dich: Mince Pies.

Der Name dieses Gebäcks ist etwas irreführend, er enthält zwar Mincemeat aber dieser wird nicht aus Fleisch, sondern aus Früchten zubereitet. Früher wurde zwar in dem Teig oder der Füllung noch Suet (Rinder Talg) verwendet, aber auch das wird heutzutage durch Butter oder vegetarische Alternativen ersetzt. Oft besteht die Füllung aus Apfel, Rosinen, Korinthen und Sultaninen, aber bisher gefällt mir die Cranberry Version von Nigella Lawson am besten.

Cranberry Mince Pies

Mini Cranberry Mince Pies (ca. 72 Stück) adaptiert von Nigella Lawson

Cranberry Mince Meat

  • 60ml Portwein
  • 80g dunkler Muscovado (dunkel brauner Rohrzucker)
  • 330 frische Cranberries
  • 1 TL Zimt
  • 1/2 TL Ingwer
  • 1/2 TL gem. Nelken
  • 100g Sultaninen
  • 75g getr. Cranberries
  • Abrieb & Saft einer 1/2 Orange
  • 20ml Bourbon (oder Cognac)
  • 1 TL Vanille Extrakt
  • 2 EL Reissirup (oder Honig)
  1. Den Portwein und Muscovado in einem mittelgroßen Topf unter gelegentliches Rühren erhitzen, bis der Zucker sich aufgelöst hat. Die frische Cranberries dazu geben und mit dem Port gut benetzen.
  2. Die Gewürze, Sultaninen, getr. Cranberries und Orangenabrieb und -saft dazu geben, alles gut vermengen und bei mittlere Hitze zum Köcheln bringen. Die Hitze runter drehen und ca. 20 Minuten simmern lassen, bis die Flüssigkeit von den Beeren absorbiert wurde und die Cranberries ganz weich sind.
  3. Bourbon, Vanille Extrakt und Reissirup unterrühren und vollständig abkühlen lassen.
  4. Das Mincemeat in eine Schüssel mit Deckel (oder Ziplock-Beutel) füllen und über Nacht im Kühlschrank durch ziehen lassen.

Mürbeteig

  • 120g Butter (kalt)
  • 120g Palmin
  • 300g Mehl
  • Priese Salz
  • Saft von 2 Orangen
  1. Die kalte Butter  und Palmin  mit der groben Reibe raspeln und zusammen mit dem Mehl und Salz zu feine Streusel verarbeiten. Den Orangensaft hinzufügen möglichst schnell zu einem Teig kneten. Den Teig in 3 Portionen teilen, jeweils mit Frischhaltefolie umwickeln und über Nacht in dem Kühlschrank kalt stellen.
  2. Einen der Teigportionen aus dem Kühlschrank nehmen und den Teig auf einer bemehlten Arbeitsplatte dünn ausrollen und ca. 5cm große Kreise ausstechen. Ebenso viel kleine Sterne, Herzchen oder ähnliches als Deckel ausstehen. Den übrigen Teig gut verkneten und zurück in den Kühlschrank legen.
  3. Die Mini-Muffinform ausfetten und die Kreise vorsichtig in die Mulden drücken. Ca. 1/2 TL Cranberry Mincemeat in die Mulden füllen und jeweils mit einem Stern (Herz usw.) bedecken.
  4. Den Backofen auf 200°C vorheizen und die Mince Pies ca. 20-25 Minuten goldgelb backen. Kurz in der Form abkühlen lassen und dann auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.
  5. Mit dem restlichen Teig wiederholen bis er (oder die Füllung) vollständig auf gebraucht ist. Die Mince Pies lassen sich auch gut einfrieren. Einfach nach dem Auftauen kurz auf backen. Am besten schmecken sie mir noch leicht warm 😉

 

Weiße Schokolade und Beeren Cookies

Egal welches ich Rezept ausprobiere, meine Cookies bekommen nie diese aufgeplatzte Oberfläche. Das Ärgert mich schon ein bisserl, denn im meinem Kopf habe ich das Bild von dem perfektem Cookie und der hat immer eine aufgeplatzte Oberfläche. Egal, eigentlich kommt es ja auf die innere Werte drauf an. Schmecken tun sie auf jeden Fall! Das Schöne an diesem Cookie-Rezept ist, dass man es nach Gusto immer wieder abwandeln kann. Einfach die weiße Schoki und getr. Beeren mit 100g der Lieblingszusätze (Früchte, Schokolade, Gummibeeren usw.) austauschen. So hat man immer wieder ein andere Sorte Cookie 😉

Wihte Chocolate Berry Cookies

White-Chocolate-Berry-Cookies (Adaptiert aus The Great Britisch Book of Baking)

Diese Cookies habe ich in einem mittel-großen Topf zusammen gerührt, da alle meine Schüsseln im Geschirrspüler waren. 😉 Ergibt ca. 16 Cookies.

  • 125g Butter
  • 50g Muscovado (heller)
  • 50g Zucker
  • 1 Ei (L)
  • 1/2 TL Vanille Extrakt
  • 175g Mehl
  • 1/2 TL Backpulver
  • 100g Lieblingszusätze z.B.
    • 40g getrocknete Beeren
    • 60g weiße Schokolade (grob gehackt)

Die Butter auf niedriger Hitze schmelzen und dann den Topf vom Herd nehmen. Beide Zuckersorten in die Butter einrühren. Hierzu habe ich einen flachen Schneebesen genommen. Das Ei verquirlen und zu der Butter geben. Alles gründlich verrühren. Den Schneebesen mit einem Holzlöffel austauschen. Mehl und Backpulver mischen und in drei Portionen in den Topf geben und zu einem Teig gut verrühren. Die Beeren und Schokolade gleichmäßig unterrühren.

Den Backofen auf 180°C (ober-unterhitze) aufheizen. Ein Backblech mit Backpapier aus legen und mit einem EL kleine Teigportionen mit genügend Abstand auf das Backblech geben. Am besten nicht zu viele Cookies auf ein Mal.

Die Cookies ca. 10 Minuten backen, bis die Oberfläche ganz leicht goldbraun sind backen. 5 Minuten auf dem Backblech lassen, bevor sie auf einem Kuchengitter vollständig abkühlen.

Lebkuchen Muffins

Foodblogger Adventswichteln Teil 2 – Lebkuchen Muffins

Vorab wünsche ich Dir einen schönen zweiten Advent! Heute möchte ich euch mein zweites Wichtelgeschenk aus meinem “Foodblogger Aventswichteln” Päckchen zeigen.

Wichtelgeschenk Nr. 2

Das kleine Cupcake Backbuch von Peggy Porschen ist wirklich zauberhaft. Schon beim ersten durchblättern haben mich von den 25 Cupcake-Rezepten einige sofort angelächelt wie „Erdbeere & Champagner“, „Schwarzwälder Kirsch“, „Salzkaramell“ oder „Cosmo“. Letztendlich habe ich mich für die Lebkuchen Cupcakes entschieden. So wegen Advent und Weihnachten und so 😉

Danke Carrie-Ann!

Lebkuchen Muffin

Das Rezept ist ausgelegt für 24 Cupcake, aber wer soll das bei mir alles essen? Die Freunde und Kollegen habe ich schon genug gemästet. Also habe ich das Rezept halbiert, es sind zwar immer noch 12 Stück, aber die bekomme ich schon noch los. Muffins sind wohl die buckelige Verwandtschaft der Cupcakes, aber ich fand die Muffins auch ohne Topping ganz köstlich.

Lebkuchen Muffin (aus Cupcake von Peggy Porschen)

  • 125ml Milch (3,8%)
  • Abrieb 1/2 Orange
  • 25ml Orangensaft
  • 75g brauner Zucker
  • Prise Salz
  • 150g heller Sirup (z.B. Grafschafter Karamell)
  • 75g Rübensirup
  • 2 TL Ingwer (gemahlen)
  • 2 TL Zimt
  • 1 TL gem. Piment (gemahlen)
  • 90g kalte Butter (gewürfelt)
  • 175g Mehl
  • 1 TL (6g) Backpulver
  • 1/2 TL Natron
  • 75g Eier (verquirlt)

In einem Topf Milch, Orangenabrieb, Orangensagt, Salz, Zucker, Sirup und die Gewürze gut mischen. Bei niedriger Hitze unter Rühren zum Köcheln bringen. Vom Herd nehmen und die kalte Butter einrühren.

In eine Schüssel Mehl, Backpulver und Natron vermengen und die etwas abgekühlte flüssige Masse gut unterrühren. Zum Schluss die Eier kräftig unterrühren. Den flüssigen Teig in die vorbereiteten Muffinförmchen zu ca. 3/4 füllen.

Im auf 175°C  (Ober-/Unterhitze) vorgeheizten Backofen ca. 25-30 Minuten backen, bzw. bis zur positiven Stäbchenprobe. Ca. 5 Minuten in der Form ruhen lassen und dann auf einem Kuchengitter vollständig abkühlen lassen.

Mit Puderzucker bestäuben oder auch mit den Lieblings-Frischkäse-Topping auf dressieren.

Bacon Cookies

Bacon Cookies

Die Besten Kekse Ever!!!

Ich bin ein absoluter Bacon Fan, eigentlich könnte mein Lebensmotto „Mit Speck, schmeckt alles besser“ sein. Okay, das war vielleicht ein bisserl übertrieben, aber Bacon muss man nicht nur zum Frühstück straight aus der Pfanne (oder Ofen) zu Toast und Rührei essen. Bacon im Salat oder der Quiche, Schweinefilet umhüllt mit Bacon, Bacon mit Grünkohl, Bacon auf der Pizza um einige Beispiele zu nennen. Bacon passt aber auch wunderbar zu süßem! Ich steh auf diesen funky Süß-Salziger-Geschmack. Letztes Jahr habe ich Bacon-Fudge gemacht und fand ihn echt klasse. Die meisten Testesser haben auch nicht sofort erkannt, was diese Knusperstückchen im Fudge sein sollten ;). Keine Angst so was verfüttere ich nicht an ahnungslose Vegetarier, so gemein bin ich wirklich nicht.

Vor ein/zwei Wochen auf der Suche nach Plätzchen und Avents-Inspiration bin ich auf Tidy Mom’s „Candied Bacon & Bourbon Chocolate Chip Cookies“ gestoßen. Da wusste ich sofort, das muss ich ausprobieren! Die Schokoladen-Drops habe ich weg gelassen, ebenso wie das Baconfett, nicht weil es eine Nummer zu heftig wäre, sondern weil ich sie schlicht weg nicht im Haus hatte. Bacon fat/grease, also das ausgelassene Fett bekommt man wenn man Bacon anbrät, aber ich hatte auch nicht so viel Bacon um die Fettmenge im Rezept auszubraten 😉 Das nächste Mal werde ich mich aber vorbereiten und fett (im Glas und hoffentlich nicht auf den Hüften) sammeln. Angeblich soll es die Cookies noch einen extra Kick geben.

Bacon Cookies

Diese Karnivoren-Cookies schmecken natürlich auch ohne Bacon. Soft aber mit einer krümeligen Textur. I Like!

Bacon Cookies (adaptiert von Tidy Mom)

  • 4 Scheiben Bacon
  • Ahorn-Sirup
  • 250g Mehl (550er)
  • 1 geh. TL (7g) Weinsteinbackpulver
  • 1/2 TL Salz
  • 150g Butter (Zimmertemperatur)
  • 70g brauner Zucker
  • 30g weißer Zucker
  • 1 Ei (L)
  • 1 TL Vanille Extrakt
  • 1 EL Bourbon (Jim oder Jack)

Backofen auf 200°C vorheizen. Den Bacon auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und von beiden Seiten ordentlich mit Ahornsirup bestreichen. 15-20 Minuten backen, bis der Bacon schon kross ist. Den Bacon dann auf Küchenkrepp vom überschüssigen fett befreien. Wenn der Bacon kalt ist, in eine Schüssel zerbröseln und zur Seite stellen.

Mehl, Weinsteinbackpulver und Salz gut mischen und zur Seite stellen.

Butter zusammen mit dem Zucker in der Schüssel vom Standmixer geben und mit dem Paddelaufsatz solange auf mittel-hohe Geschwindigkeit schlagen bis die Buttermasse cremig und sehr hell wird (min. 5 Minuten). Die Geschwindigkeit verringern, das Ei hinzufügen und gut verrühren lassen. Vanille Extrakt und Bourbon dazugeben. Bei laufender Maschine nach und nach das Mehlgemisch einrühren lassen. Zum Schluss den Bacon unterrühren.

Mit einem EL etwas Teig abstechen und zu Walnuss große Kugeln formen. Diese auf einem mit Backpapier ausgelegtem Backblech geben und etwas flach drücken. Wer flache Cookies haben möchte, die Kugeln entsprechend etwas flacher drücken.

Backofen auf 180°C vorheizen. Die Cookies 10 Minuten backen. Die Cookies sollten obenauf noch ziemlich hell sein. Auf einem Kuchengitter vollständig aus kühlen lassen.

Rezension: Leon. Baking & Puddings

Das dritte Buch dieser Woche welches ich euch vorstellen möchte ist LEON Baking & Puddings (Deutscher Titel: LEON Backen) von Claire Ptak und Henry Dimbleby.

Viele meine Kochbücher kaufe ich auf Englisch, besonders dann wenn das Original aus dem englischen Sprachraum stammt. Bei Amerikanischen muss man sich dann zwar mit Cup-Massen rum schlagen, aber ich habe ja zum Glück solche Messbecher und wiege die Zutaten dann ab. Das LEON Backing & Puddings stammt aus England, also bleibt das „umrechnen“ aus. In England werden zwar oft Gewichte und Maße in Pounds, Pints oder Inches verwendet, aber im Gegensatz zu Amerika ist das metrische Einheitssystem Standard.

Diese Rezension bezieht sich auf die englische Ausgabe LEON. Baking & Puddings. Einen Vergleich mit der deutschen Ausgabe kann ich leider nicht ziehen. Ob die deutsche Ausgabe auf den deutschen Markt angepasst wurde (insbesondere wichtig bei den Zutaten) oder nur übersetzt wurde kann ich leider nicht sagen.

Autoren

Das Duo Ptak und Dimbleby brachten September 2011 das dritte Buch der erfolgreichen Leon-Serie mit Leon Baking & Puddings in den Handel. Die Amerikanerin Claire Ptak ist die Bäckerin und Eigentümerin hinter dem bekannten East London’s Broadway Market Stand „Violet“. Ihre amerikanischen Wurzeln zeigen sich auch in ihre Cupcake, Whoppie Pies und andere süße Kreationen. Henry Dimbleby ist einer der Leon-Mitbegründer und der „Natural-Fast-Food“ Grundlage der Restaurants, sowie der Leon Kochbücher. Dieses „Backbuch“ legt seinen Augenmerk besonderen auf „Comfort-Food“ – Gerichte zum Verwöhnen, aber wartet auf mit viele Weizen-, Milch- und Zuckerfreie-Rezepte oder auch einige Vegane- oder Glutenfreie-Rezepte.

Optik

Das Cover ist ein richtiger Eyecatcher und erinnert an alte Werbe-Plakate im Stil der 60er Jahre: bunt und ein bisserl Retro. Bunt und fröhlich geht es auch im Innern des Kochbuchs weiter. Die Themen, Tipps oder andere Hinweise werden mit Stencils, Zeichnungen und Typografie gestalterisch unterstützt. Beim ersten durchblättern war ich echt angetan. Es macht Spaß die liebevollen Details zu entdecken und erzeugt durch die bunte, frische Aufmachung gute Laune und Lust die Rezepte nachzukochen.

Die Fotos wirken sehr persönlich und authentisch, nicht überstylt. Allerdings ist für mich kein erkennbarer Stil der Fotografin zu erkennen, ein durchgängiges Konzept leider auch nicht. Das ist per se nicht schlimm, in diesem Fall vielleicht auch gewollt. Persönlich finde ich, es macht den Eindruck als hätte es viele unterschiedliche Fotografen gegeben und das trägt beim genaueren Hinsehen ein bisserl zum chaotischen Eindruck bei, was sich leider auch durch das ganze Buch durchzieht.

Aufbau

Das Buch ist in drei Teilen aufgegliedert Einleitung, Jeden-Tag (Everyday) Rezepte und Rezepte für besondere Anlässe (Celebration), die jeweils noch weitere Unterteilung haben.

Das erste Teil vom Buch beginnt mit einer kurzen Einleitung von den Autoren. Auf den darauffolgenden 33 Seiten werden die verschiedenen Zutaten wie Mehl, Fette und Süßungsmittel (raffinierte und natürliche) vorgestellt. Weiter gehts mit Werkzeuge, Tipps und Techniken und wie man verschiedene Zutaten umgeht. Z.B. sehr schön Illustriert wie man eine Mango zubereitet oder eine Kokosnuss öffnet. Abschließend gibt es noch hilfreiche Hinweise „was tun wenn…“ oder wie man Schokolade richtig temperiert. Die Einleitung ist vor allem für Backanfänger sicherlich sehr hilfreich. Obwohl ich auch ein/zwei neue Tipps mitnehmen konnte. Man lernt nie aus…

Everyday – Die Bezeichnung „Everyday“ bezieht sich hierbei allerdings nicht auf den täglichen Verzehr, sondern darauf, dass diese Rezepte einfach gut in die „Alltags-Küche“ passen. Das Kapitel umfasst Rezepte für Frühstück, Power Snacks für zwischen durch, Tea-Time, Puddings, Kochen mit Kinder, Brot und herzhaftes, sowie Süßes. Das ist schon mal eine geballte Ladung! Beim Durchblättern der Rezepte wird der Amerikanische Einfluss sichtbar, nicht nur bei den Zuckermengen. Besonders auffällig finde ich der Einfluss bei den „Tea-Time“-Rezepte (Pecan Pie) oder auch in dem Pudding Kapitel. Der Kapitel-Titel „Puddings“ ist vielleicht für Deutsche ein bisserl irreführend, gemeint hier ist der Nachtisch und nicht Schoko-, Vanillepudding & Co. Engländer haben eine ganz besondere Beziehung zu Fools und Jellies, leider kommen diese mit jeweils nur ein Rezepte sehr kurz. Allerdings findet man wiederum auch die in England bekannten Klassiker wie Victoria Sponge, Fruit Cake, Scones, Crumbles und Spotted Dick.

Celebration – umfasst Rezepte für besondere Anlässe wie Ostern, Weinachten, Thanksgiving, Geburtstage oder auch Trauerfeiern. Aber auch diverse nationale und internationale Feiertage wie Rezepte für Bonfire Night, Wimbledon, Eid ul-Fitr oder auch Valentins-Tag und Halloween. Zum Schluss gibt es noch diverse süße und herzhafte Pie-Rezepte vom LEONs „Pie-Fest“. Im Vergleich zu den „Everyday-Rezepte“ fällt dieser Rezept-Teil deutlich kleiner aus.

Last but not least, der Index und davon gibt es gleich zwei. Der Rezepte-Index wird in verschiedenen Kategorien wie „gute Kohlenhydrate & Zucker“, sowie Weizen-, Gluten- oder Milch-Frei unterteilt. Dabei werden die Rezept-Titel alphabetisch sortiert. Im Haupt-Index findet man nicht nur die Gerichte, sondern natürlich auch die Haupt-Zutaten alphabetisch aufgelistet.

Rezepte

Zu jedem Rezept gibt es ein Bild vom fertigen Kuchen oder Gericht. In wenigen Fällen z.B. bei der Tarte Tatin wird auch die Zubereitung mit Fotos unterstützt. Jedes Rezept wird in ein von drei Schwierigkeitsstufen eingeteilt, sichtbar mit einem ( bzw. zwei oder drei) Löffel dargestellt. Des Weiteren werden Weizen-, Gluten- und Milchfreie, sowie Vegetarische Rezepte durch verschiedene Kennzeichnungen auf einem Blick erkennbar. Tipps, Zusatzinformation oder Alternativen werden mit einem kleinen Vögelchen hervorgehoben. Zudem gibt es kleine Hinweise zum Ursprung vom Rezept oder Feiertrag oder auch Anekdoten von Henry und Claire, welches das ganze einen gewissen persönlichen Touch gibt.

Nachgemacht & Nachgebacken

„Bar of Good Things“

Powerbar

Alle Rezepte habe ich daraus natürlich nicht nachgebacken bzw. nachgekocht, aber das werde ich aber wahrscheinlich auch nicht. Ich bin nicht so der Müsli-Typ, also fallen die Granolas schon mal flach und Marmelade mag ich auch nicht. Letztendlich habe ich mich für die Powerbar „Bar of Good Things“ entschieden. Was mich an dem Rezept gereizt hat war, dass ich so was noch nicht gebacken habe und auch die Zusammenstellung der Zutaten und Gewürze wie Sesam, Cumin, Ingwer, Nüsse und Trockenfrüchte hat mich neugierig gemacht. Auffällig an diesem Rezept sind die für mich „Exotischen“-Zutaten wie Yacon-Sirup, Brown Rice-Sirup und Tahini.

Tahini (Sesampaste) kenne ich zwar und weiß auch woher ich den beziehen kann (Bio- oder Türkischer-Supermarkt), aber es ist kein fester Bestandteil meiner Küche. Rice-Sirup kannte ich bis dato nicht und habe ich auch im Bio-Supermarkt entdeckt. Da man diesen z.B. beim Backen wie Honig einsetzen kann, bin ich mir sicher, dass ich auch hierfür eine weitere Verwendung finden werde. Einen positiven Nebeneffekt im Vergleich zu andere Süßungsmittel soll Rice-Sirup durch die enthaltenen langkettigen Mehrfachzuckern haben. Angeblich lassen diese den Blutzuckerspiegel nach dem Verzehr nicht so rasant ansteigen. Welches bei Powerbars keine so schlechte Idee ist.

Der große Unbekannter in diesem Rezept ist der Yacon-Sirup. Das wird wahrscheinlich auch so bleiben, denn dieses Süßungsmittel fällt unter der Novel Food Verordnung und muss somit in der EU als Lebensmittel zugelassen werden. Stevia hat es auch geschafft, mal sehn wann dieser Sirup bzw. die Yacon-Wurzel nachzieht. Viele online Shops behelfen sich damit, dass sie den Sirup als Badezusatz oder allgemein nicht als Lebensmittel anbieten. Aber mit durchschnittlich 5€/100g wahrlich kein Schnäppchen. Im Rezept wird auch darauf hingewiesen, dass man den Sirup auch mit dem Reis-Sirup ersetzen kann. Es ist zwar passend zum LEON „natürliches“ Motto (vermutlich) „gesunde“ Süßungsmittel zu verwenden, aber so seltene Zutaten Yacon-Sirup zu verwenden, die wahrscheinlich mit einem enormen Aufwand ex-/importiert werden müssen, halte ich für recht fraglich.

Das Rezept selbst ist sehr verständlich aufgebaut und leicht zu folgen. Allerdings auf das Vorheizen des Ofens zu Beginn der Zubereitung habe ich unterlassen, da mein Ofen keine 20 Minuten braucht um auf 110°C vorzuheizen. Ich kann keine 110°C genau einstellen also hab ich es auf ca. 120°C ober-/Unterhitze eingestellt. Das Mischen der Zutaten ging recht flott und nach 20 Minuten hatte ich es in eine 20×20 und nicht wie im Rezept angegebene 30x20cm Backform gedrückt. Zur Unterstützung beim fest drücken habe ich ein Kuchenheber verwendet, da ich keine abgewinkelte Palette habe. Das Ganze wird dann für insgesamt 2 Std. in dem Ofen gebacken bzw. getrocknet. Nachdem Abkühlen dann in Handliche Riegel geschnitten. Das Rezept sagt man sollte es in 8 Stücke teilen, aber ich fand sie etwas zu groß, obwohl meine Backform schon kleiner war als im Rezept angegeben.

Auf den Geschmack besonders wegen der Gewürze war ich gespannt… Nach dem ersten kosten würde ich es als interessant beschreiben, aber irgendwie nicht meins. Auch mein Testesser war nicht so überzeugt, aber das lag eher am Sesam. Ich denke ein bisserl mehr Süße hätte die Riegel geschmacklich gut getan, aber ob man das dann noch als „gesund“ bezeichnen würde… Ich fand auch der Cumin hat suboptimal gepasst und kandierter Ingwer wäre bestimmt schmackhafter als gemahlener Ingwer. Fazit: Interessant, ausbaufähig, muss ich aber so nicht nochmal haben. Die Reste haben die Kollegen bekommen 😉

Spotted Dick

Spotted Dick

Als zweites Rezept habe ich mich für den „Spotted Dick“ entschieden. Dieses Gericht ruft oft pubertäres Kichern hervor, dabei ist Dick ein klassischer englischer Name. „Tom, Dick and Harry“ wird bei uns verwendet wie „Meier, Müller, Schmitt“, quasi als Synonym für Jedermann. Steamed Puddings (gedämpfter Pudding) sind auch eine typisch britische Nachspeise. Das „Spotted“ bezieht sich dabei auf die enthaltenen Rosinen. Die Zubereitung ist ähnlich der Zubereitung von Serviettenknödel. Eine Herausforderung war in diesem Rezept „vegetable suet“. Suet ist eigentlich Talg bzw. Nierenfett vom Rind, welches in England oft in Christmas Puddings oder Mincemeatfüllung von Pies Verwendung findet. Vegetable suet könnte man mit vegetarischer Schmalz übersetzten, aber dies ist hierzulande oft gewürzt und man kann es auch nicht wirklich gut raspeln. Am nächsten kommt Palmin dem Veggi Suet. Dieser kann man raspeln und kann auch super zum Backen verwendet werden.

Die Zubereitung ist ziemlich einfach. Im Rezept steht zwar nur man soll einfach Alles vermischen, vermutlich ist veggie Suet in England bereits oft fertig geraspelt erhältlich. Ich bin auch nicht so der Fan von Rosinen, also hab ich diese mit getrockneten Cranberries ersetzt. Das „mixed spice“ habe ich mit gemahlenem Zimt und Piment ersetzt.

Das Rezept ist laut Angaben für 4-6 Personen, aber ich wollte nicht so viel machen hinterher schmeckt es meine Testesser und mir wieder nicht so, also habe ich die Mengen halbiert. Den Teig habe ich zu einer Rolle geformt, in Frischhaltefolie gewickelt und dann mit einem Geschirrtuch zu einem riesen Bonbon verpackt. Diese Päckchen wurden dann 2 Std. in siedendes Wasser gekocht. Entweder war meine Rolle zu dick oder ich habe es nicht oft genug gedreht oder doch zu locker verpackt, denn nach den zwei Stunden war er noch ein bisserl matschig. Also wieder eingepackt und für ca. eine 1/2 Std. zurück in dem Topf. Die Rolle habe ich in Scheiben geschnitten und mit Golden Sirup garniert. Dieser Nachtisch wird oft auch mit Vanillesauce serviert.

Optisch war mein Spotted Dick etwas dunkler als auf dem Foto im Kochbuch, in etwa wie dunkles Marzipan. Geschmacklich war ich allerdings sehr angetan. Die Gewürze und Cranberries passen super zusammen und auch in die (fast) vorweihnachtliche Jahreszeit. Es war auch nicht zu süß, daher passte der zusätzlicher Löffel Golden Sirup perfekt. So ein gekochter Kuchen kann ganz schön schwer werden. Ich denke auch das halbe Rezept gut für 4 Personen ausreichen, besonders wenn man das noch mit Vanillesauce serviert. Fazit: lecker, gerne wieder.

Fazit

Ich bin zwiegespalten. Das Buch ist fröhlich, amüsant und bunt gefüllt. Allerdings auf dem zweiten (genaueren) Blick, wirkt es sehr unruhig und zusammenhangslos zusammengewürfelt. Mit den Kategorien bzw. Unterkapitel wird zwar versucht ein roten Pfaden zu weben, aber beim Durchblättern finde ich ihn einfach nicht. Was mich Stört ist der Titel. Ich finde es etwas verwirrend, denn dieses Genussbuch ist eigentlich kein „Backbuch“. Natürlich werden viele der Rezepte im Backofen Zubereitet, aber vom Titel her hätte ich z.B. nicht erwartet auf drei Granola (Müsli) Rezepte zu stoßen oder auch auf Granita (Eis). Was ich ein bisserl schade find, dass man nicht mehr typisch englische, schottische, walisische oder irische Rezepte verwendet hat. Es gibt wirklich wunderbare Back- und Nachtisch-Rezepte aus Groß Britannien, die sicherlich interessanter sind als Pancakes, Smores oder Crème Bruelée. Mal ab von diesen Kritikpunkte gibt es einige interessante Rezepte die ich sicherlich noch ausprobieren werde z.B. Turkish Delight (nomnom), Guinness Malt Cake oder Grüner-Pfeffer-Eis. Jedoch fehlt mir persönlich der „Wow-Faktor“… been there done that 😉 Kaufempfehlung? Bedingt. Am besten selbst mal durchblättern.

Leon. Baking and Puddings

Claire Ptak & Henry Dimbleby

Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
Verlag: Octopus Publishing Ltd. (12. September 2011)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 184091579X
ISBN-13: 978-1840915792
Größe und/oder Gewicht: 20,3 x 26,1 cm

Das war mein dritter Beitrag zur „2. Blogger-Themenwoche JEDEN TAG EIN BUCH„. Wenn Du Lust hast zu entdecken was andere Blogger diese Woche vorstellen, click auf das Bild.

JEDEN TAG EIN BUCHLogo von Ariane Bille

Hinweis: Dieses Buch habe ich selbst erworben. Texte und Bilder (bis auf das Logo) sind von mir erstellt und spiegeln meine persönliche Meinung wieder. Für diese Rezension oder die Verlinkung zu Händler erhalte ich weder vom Verlag, Unternehmen noch PR-Agentur eine entgeltliche oder materielle Gegenleistung.

Rezension: Shortbread

Heute möchte ich euch ein kleines Backbuch vorstellen: Shortbread von Lucia und Theresa Baumgärtner. Auf 64 Seiten mit 28 Rezepten zeigt das Mutter-Tochter-Team wie vielseitig Shortbread sein kann. Krümelig, süß, dekadent oder herzhaft alles ist vertreten. Bekannte Klassiker wie Shortbread-Fingers findet man ebenso, wie unter dem Pinterest-Junkies bekannte Millionaire’s shortbread mit Karamell und Schokolade, genauso wie überraschend herzhafte Varianten wie „Salt-kissed Parmesan Bites“.

Das Shortbread Backbuch ist einer der kleinsten Bucher in meiner stetig wachsenden Sammlung. Mit einer große von 177x160x12 mm passt das Büchlein perfekt in die Hosen- bzw. Handtasche. Es hat die perfekte Größe als Geschenkmitbringsel oder als Teil eines Geschenkkorbes für Shortbread-Liebhaber. Jedes Rezept wird auf einer Seite dargestellt und trotz kleinem Format in ausreichend große gut zu lesende Schrift. Begleitet werden die Rezept von schöne und sehr ansprechende Bilder vom Backresultat begleitet, die Lust machen die Rezepte sofort auszuprobieren. Einige der Bilder könnt ihr auf Theresas Blog www.theresa.lu sehen.

Apfel Shortbread

Ich bin auch ein Fan von Shortbread, besonders der klassischen Finger-Form der „True Highland Shortbread“. Was ich daran so liebe? Dieses feinkrümelige, buttrige Gebäck überzogen mit Zucker der dem auf der Zunge schmelzendem Keks noch einen zuckerigen crunch verleiht. Himmlisch. Das Geheimnis des original Shortbread, wie diese wunderbar krümelige Textur haben Lucia und Theresa für uns entdeckt: Reismehl. Reismehl bekommt man z.B. im Bio-Laden oder man ersetzt es mit Kartoffelmehl

Das Zubereiten der „True Highland Shortbread“ geht schnell von der Hand. Wenn ihr wie ich immer sehr warme Hände habt, dann würde ich den Teig mit einer Küchenmaschine oder mit einem Edelstahl Teigmischer verarbeiten. Der Teig ist sehr krümelig und nicht zu einfach zu einem halbwegs festen Teig zu verarbeiten, da man die Kekse aber im einer Backform (ich 20x20cm) bäckt ist es nicht so schlimm. Nach dem backen ist die Keksmasse noch sehr weich, schnell noch mit Zucker bestreuen und in „Fingers“ schneiden. Das Shortbread war so schnell weg, da konnte ich noch nicht mal ein Foto davon machen 🙂

Eine Möglichkeit Shortbread abzuwandeln ist z.B. Rosen oder Lavendel mit zu verarbeiten. Das Rezept für Lavendel-Herzchen (Lavender Hearts) habe ich etwas abgewandelt und anstatt Lavendel getrockneten Apfelschalen verwendet. Die waren sehr lecker und bröselig, aber kamen an die Highlands nicht ran.

Mr Fox's Savory Shortbread

Das Shortbread nicht immer nur süß sein muss, zeigen Rezepte wie „Mr. Fox’s Savory Shortbread“ mit Thymian, Parmesan und Mandeln oder „Blue Stilton Shortbread“. Stiltonkäse ist mir persönlich eine Nummer zu heftig, also probierte ich Mr. Fox Rezept. Die gehackten Mandeln habe ich mit Cashewkerne mit ausgetauscht und nach dem backen die noch warmen Shortbread-Scheiben mit grobem Meersalz bestreut. Nach dem ersten Biss ist mein salziges Herz ist höher gehüpft… genau mein Ding! Feinkrümelig, mit einer angenehmen Parmesan und Kräuternote.

Fazit: Ein tolles kleines Backbuch für alle Shortbread-Liebhaber. Auch super für kleine Wichtelaktionen 😉 Übrigens Theresa hat auf ihrem Blog auch noch die ihre 10 besten Shortbread-Tricks zusammengefasst.

Autor: Lucia & Theresa Baumgärtner
Veröffentl: 18 Jun 2013
64 Seiten, gebunden
ISBN-10: 3799503781
ISBN-13: 978-3799503785
8,99 €

Das war mein zweiter Beitrag zur „2. Blogger-Themenwoche JEDEN TAG EIN BUCH„. Wenn Du Lust hast zu entdecken was andere Blogger diese Woche vorstellen, click auf das Bild.

JEDEN TAG EIN BUCH

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Hinweis: Dieses Buch habe ich selbst erworben. Texte und Bilder (bis auf das Logo) sind von mir erstellt und spiegeln meine persönliche Meinung wieder. Für diese Rezension oder die Verlinkung zu Händler erhalte ich weder vom Verlag, Unternehmen noch PR-Agentur eine entgeltliche oder materielle Gegenleistung.

Rezension: Das Brotbackbuch

Zum „World Bread Day“ habe ich mich das erste Mal an ein Brot mit Sauerteig versucht. Das Ergebnis war ganz lecker, aber das Innenleben („Krume“ genannt) war doch recht Kompakt. Also wollte ich mehr über die Kunst des (Heim) Brot Backens lernen und habe mir „Das Brotbackbuch“ von Lutz Geißler zur Unterstützung besorgt. Das möchte ich euch heute vorstellen. Das Brotbackbuch aus Sicht einer Brot-Back-Anfängerin 😉

Zunächst kurz zum Autor.

Lutz ist kein gelernter Bäcker oder Kochbuch Autor, sondern ist Hauptberuflich Diplom-Geologe. Vor einigen Jahren, genauer 2009 begann er über seinen Hobby das Brotbacken auf Plötzblog zu Bloggen. Über die Jahre ist Lutz sein Blog zu die Anlaufstelle im Netz für Brotbackbegeisterte geworden. Dass Lutz kein gelernter Bäcker ist, merkt man beim lesen seines Blogs oder Buch überhaupt nicht. Was man allerdings merkt, ist dass er über jahrelange Erfahrung verfügt und kann dies auch kreativ in seinen selbstentwickelten Rezepten umsetzten. Egal ob Brot, Brötchen, mit oder ohne Sauerteig man spürt deutlich seine Begeisterung und Liebe zu dem traditionellen Brotback-Handwerk.

Optik

Das Format ist perfekt für die Küche, nicht zu groß oder zu klein, man könnte es fast als handlich beschreiben. Das Cover kommt ohne Schnickschnack daher und wirkt sehr sympathisch ehrlich. Verglichen mit den hochglanz gestylten Bücher sieht das Cover vielleicht ein bisschen altbacken aus, aber es ist ja auch mehr als „Show & Tell“. Es ist ein „Handwerksbuch“ was sich besser auf die Arbeitsplatte macht, als auf dem Couchtisch. Auch der eine oder andere Griff mit bemehlten Handen wird vom griffigen Papier verziehen.

In den Rezept-Bildern ist das Brot der Star, auf Dekorationselemente wurde größtenteils verzichtet. Unterstütz werden die Rezepte bzw. Arbeitsschritte nicht nur von Bildern sondern auch von Zeichnungen. Überschriften und wichtige Angaben werden in verschiedene Brauntöne abgesetzt/hervorgehoben. Sehr praktisch sind auch die zwei Bändchen z.B. zum Markieren des Lieblingsbrotes.

Aufbau

Das Buch ist grob in drei Teile aufgeteilt: Ein kurzes Intro mit „Tipps für den Start“, die 41 Rezepte aufgeteilt in drei Schwierigkeitsstufen und einen sehr ausführlichen Informationsteil „Alles rund ums Brot“. In vielen „Fachbüchern“ kommt der theoretischer Teil meist zuerst und ich war zunächst ein bisserl verwundert, dass es in diesem Buch andersrum ist. Aber wie Lutz in dem Vorwort empfehlt „[…] Anfängern, mit dem Rezeptteil des Buches zu beginnen, also einfach loszubacken […]“. Frei nach dem Motto „Übung macht den Meister“ und mit diesem „Hands-On Approach“ lernt man doch am besten ein „Handwerk“.

Ich habe mich trotzdem erst einmal mit der Theorie beschäftigt, denn ich wollte ja mehr übers Brot backen wissen. In dem Informationsteil wird ausführlich die verschiedenen Schritte des Backens erklärt, die Arbeitsschritte mit Erklärung der Fachbegriffe, welches Zubehör man braucht und Alternativen beschrieben wenn man die nicht hat, Materialkunde (Mehl, Hefe, andere Zutaten), Teigführung inkl. Anleitung zum Herstellen eines eigenen Sauerteiges und wie man dieses pflegt, wie man den Teigsteuert und zum Schluss das richtige Kneten und Formen (Wirken) des Teiges. Unterstützt werden die Texte durch Beispiel-Bilder und dazu noch mit praktischen Tipps von Lutz ergänzt. Weitere Tipps gibt es natürlich auf dem Plötzblog oder auch auf der Seite zum Brotbackbuch.

Hört sich nach einer Menger Theorie an, aber ich fand es trotzdem sehr interessant und zum teil hilfreich. Die Texte sind zwar verständlich und ansprechend geschrieben, überhaupt nicht Oberlehrerhaft mit gehobenen Zeigefinger, aber zum Teil war ich nach dem Lesen immer noch etwas verwirrt. Besonders wenn es darum geht die Theorie in die Praxis umzusetzen.

Die Rezepte

Zu jedem Rezept gibt es ein Bild vom Brot oder Brötchen, was ich für mich als Anfänger besonders hilfreich finde. Alle Rezepte haben den gleichen Aufbau: Kurze Information zum Brot, eine kurze Übersicht der wichtigsten Arbeitsschritte mit Angaben der Zeiten und Temperaturen, die Zeiten insgesamt, Infos und Zutaten, sowie eine ausführliche Anleitung.  Die Zutaten sind dann meist noch unterteilt in Vorteig und Hauptteig. Hilfreich zum Planen sind auch die Angaben der absoluten Vorbereitungszeit und Zubereitungszeit am Backtag. Da Bilder mehr als 1000 Worte sagen, gibt es zu jedem Rezept eine Zeichnung wie die Teiglinge einzuschneiden sind. Sehr praktisch!

weizenmischbrot

Nachgemacht & Nachgebacken

Da ich ein Brot sozusagen von „scratch“ also Beginn an backen wollte, habe ich zunächst nach Lutz Anleitung einen eigenen Sauerteig hergestellt. Über den Verlauf von 5 Tagen wurde der Sauerteig alle 24 Std. mit Mehl und Wasser gefüttert und durchgerührt. Nach zwei Tagen roch es leicht nach Essig, aber das verflog wieder. Nach 5 Tagen war der Sauerteig fertig und roch angenehm säuerlich. Er hatte keine Frisur und winkte auch nicht fröhlich aus der Schüssel, also hat alles prima geklappt. Von dem Sauerteig nimmt man einen Teil ab und kultiviert diesen als seinen Anstellgut. Ein Teil von dem restlichen Sauerteig habe ich dann direkt in einem Brot verbacken. Den Rest hätte man z.B. einfrieren können, aber ich hab es dann doch entsorgt.

Als erstes Brot habe ich mich für das Weizenmischbrot II entschieden. Das Rezept wird zwar unter denen „mit etwas Erfahrung“ gelistet, aber ich wollte ja umbedingt den angezogenen Sauerteig verarbeiten. Aber zunächst brauchte ich ein bisserl Mathe. Zum Glück werden die Zutaten-Mengen auch in % angegeben, somit konnte ich mit Hilfe des guten alten Dreisatzes ausrechnen wie viel Sauerteig ich benötigte. Da der Sauerteig (noch) nicht genügend Treibkraft hatte, habe ich Lutz Rat befolgt und die Hefemenge etwas erhöht.

Zunächst wurde ein Autolyseteig („Kleberteig“) aus Weizenvollkornmehl und Wasser angesetzt der 30 Minuten ziehen sollte. Währendessen habe ich alle anderen Zutaten abgewogen und bereitgestellt. Das wir in Deutschland zig Mehlsorten haben, ist wirklich toll, aber macht das Leben manchmal nicht wirklich einfacher, denn diese Vielfalt bekommt man selten in einem Laden angeboten. In dem Brotbackbuch greift Lutz immer wieder zu Roggenmehl 1150. Das hatte ich leider nicht, also habe ich es mit 995er ersetzt.

Bei der Stückgäre also der letzte „Aufgeh-Durchgang“ kommt der Teigling ins Gärkörbchen. Ich hab leider (noch) kein Gärkörbchen, also hab ich den Teigling in eine bemehlte Schüsse gegebenl. Naja, die Schüssel war wohl nicht so wirklich gut geeignet, denn das Brot ließ sich nicht auf das Blechstürzen, blieb hängen und fiel somit wieder platt zusammen. Okay, dann halt nochmal ohne Schüssel gehen lassen und dann nach Anleitung weiter gebacken. Nach einer gefühlten Ewigkeit (ca. 1 Std.) konnte ich das frische Brot anschneiden. Die ganze Mühe hat sich gelohnt! Das Brot war sau lecker, viel besser als mein erster Versuch und definitiv auch besser als aus irgendeiner Brotbackfabrik. Er ist zwar nicht so gut aufgegangen (was nicht am Rezept lag) und die Krume war auch ziemlich fein porig, aber dennoch war das Brot nicht zu sehr kompakt (also keine Türstopperqualitäten 😉 )

Fazit

Mit Brotbacken stehe ich nicht mehr ganz auf Kriegsfuß und das habe ich „Das Brotbackbuch“ zu verdanken. Angfänglich hat mich das ganze „Fachvokabular“ und die langen Vorbereitungs- und Zubereitungszeiten ziemlich abgeschreckt, aber mit den ersten eigenen Resultaten hat mich der Ehrgeiz gepackt. Wie es mit meinem gezogenen Sauerteig weitergeht, weiß ich noch nicht genau, auf jeden Fall werde ich mich durch Das Brotbackbuch durchbacken und Mehlnachschub bei der Mühle bestellen. Kaufempfehlung? Für ambitionierte Brotbäcker, die nicht nur Rezepte nach-backen wollen Definitiv! Nicht nur für Brot-Back-Anfänger.

»Am wichtigsten für das Brotbacken ist, trotz aller Planung und Erfahrung, immer noch das Lernen aus Versuch und Irrtum. Misserfolg ist der beste Lehrmeister.«

Lutz Geißler

In diesem Sinne, auf zum nächsten Brot…

Das Buch könnt Ihr direkt bei Lutz oder auch hier im Online-Shop des Ulmer-Verlages bestellen.

Das Brotbackbuch. Grundlagen & Rezepte für ursprüngliches Brot. Lutz Geißler. 2013. 272 S., 118 Farbfotos, 114 Zeichnungen, geb. ISBN 978-3-8001-7957-2. € 24,90

Das war meine erster Beitrag zur „2. Blogger-Themenwoche JEDEN TAG EIN BUCH„, ins Leben gerufen von Astrid von “Arthurs Tochter Kocht”. Euch wirklich jeden Tag dieser Woche ein Genussbuch vorzustellen werde ich nicht schaffen, aber das ist zum Glück kein Muss. Mit Machen kann übrigens jeder egal ob Food-, DIY-, Kunst-, oder Sonst-Was-Blog, solange es sich bei den Buchrezensionen um ein “Genussbuch” handelte. Wenn Du Lust hast zu entdecken was andere Blogger diese Woche vorstellen, click auf das Bild.

JEDEN TAG EIN BUCH

Logo entworfen von Ariane Bille

Hinweis: Dieses Buch habe ich selbst erworben. Texte und Bilder (bis auf das Logo) sind von mir erstellt und spiegeln meine persönliche Meinung wieder. Für diese Rezension oder die Verlinkung zu Händler erhalte ich weder vom Verlag, Unternehmen noch PR-Agentur eine entgeltliche oder materielle Gegenleistung.

Omas Schlupfapfelkuchen

Sind wir nicht alle ein bisserl werbegeschädigt? Wenn ich an Kuchen und Besuch denke singe ich immer in meinem Kopf „Hätte ich dich heute erwartet…“. Nun ja, der Besuch wurde erwartet und es wurde auch Kuchen gebacken. Diesmal habe nicht ich gebacken, sondern meine liebste Testesserin hat eingeladen und gebacken. Da sie gefühlt Kiloweise Äpfel vom letzten Heimatbesuch nach Aachen geschleppt hat, gab es natürlich Apfelkuchen, genauer „Omas Schlupfkuchen“. Als ich sie fragte woher das Rezept  stammt, gespannt auf die Geschichte hinterm Namen und Rezept, entgegnete sie nur „keine Ahnung, das hieß so“. Das habe ich einfach so hingenommen, denn muss wirklich jedes Rezept eine Geschichte haben, vor allem wenn es einfach schmeckt?

Omas Schlupfapfelkuchen

Omas Schlupfapfelkuchen (17-20cm Springform)

  • Ca. 400g Äpfel geschählt und entkernt (Ca. 2 Boskop oder andere säuerliche)
  • 2 TL Vanillezucker
  • 2 Eier (L)
  • 70g Zucker
  • 150g Mehl
  • 1 TL Weinsteinbackpulver
  • 4 EL Öl
  • Vanillezucker & Priese Zimt zum bestreuen
  1. Äpfel schälen und in grobe Stücke schneiden, ggf. mit etwas Zitronensaft beträufeln damit sie nicht braun werden und mit 2 TL Vanillezucker vermsichen.
  2. Eier zusammen mit dem Zucker schaumig rühren. Mehl und Backpulver mischen und nach und nach zur Zuckerei-Masse hinzufügen. Zum Schluss das Öl kräftig unterschlagen.
  3. Backform mit Backpapier auslegen, etwas ausfetten und den Teig einfüllen. Die Äpfel auf dem Teig geben und leicht eindrücken. Etwas Vanillezucker und Zimt darüber streuen.
  4. Bei 200°C (Ober-/Unterhitze) im vorgeheizten Backofen ca. 60 Minuten backen. Fertig ist der Kuchen wenn der Teig zwischen die Äpfel hervor „geschlupft“ ist und goldbraun ist. Falls der Teig oder Apfelstücke vor Ende der Backzeit schon braun werden, mit etwas Backpapier abdecken.
  5. 15 min. in der Form abkühlen lassen, bevor man die Springform entfernt. Vor dem Servieren vollständig abkühlen lassen und mit etwas Puderzucker garnieren.

Seit einem Monat schmückt Persis Event-Banner „Veräppelt“ meine Sidebar. Ich habe lange hin und her überlegt womit ich Persis eine Freude machen kann, aber irgendwie ist mir die Zeitdavon gelaufen… Zum Glück ist auf gute Freunde verlass und mit freundlicher Unterstützung reiche ich „Omas Schlupfkuchen“ ein. Falls das Glück auf meine Seite ist, teile ich auch mit meiner liebsten Testesserin, versprochen!

Keks unterwegs