Seelenfutter

In ganz großen Schritten naht die dunkle Jahreszeit oder wie es bei den Starks heißt „der Winter naht“. Winterzeit heißt für mich auch Seelenfutterzeit. Sabine von „Schmeckt nach mehr“ geht es genauso. Deswegen hat Sie einen Aufruf (Blog-Event) gestartet, in dem man seine kulinarischen Seelentröster preisgeben soll. Diesen Aufruf folge ich gerne…

Egal ob Seelenfutter, Seelentröster oder Soul-Food, bei mir hat es eigentlich immer etwas mit dem Gefühl von Heimat, Familie und Zuhause zu tun. Wenn ich schlecht gelaunt, kaputt von einem langen ätzenden Tag oder einfach nur melancholisch bin, das nass-kalte Wetter oder die dunkele Jahreszeit mich nervt, dann koche ich gerne Sachen die es auch in meiner Kindheit gab. Mein Seelentröster Nr. 1 ist Milchreis. Ganz nah dran kommen Porridge, Grießbrei und auch Vanillepudding. Wie ihr lesen könnt, ist mein Soul-Food sehr Milch lastig. Ich hab auch Herzhaftes auf diese Liste stehen, aber die sind ehr Seelenschmeichler. Wenn’s wirklich schlimm ist, dann hilft nur Milchreis nach Mamas Art. Sie ist nicht wirklich Figur freundlich, aber sooo gut.

milchreis

Das Geheimnis von Mamas Milchreis ist die geschlagene Sahne. Keine Ahnung ob sie das auch aus einem Brigitte Heft hat 😉

Milchreis (für 2 große Portionen)

  • 125g Milchreis
  • 1 Prise Salz
  • 2 EL selbstgemachter Vanille-Zucker
  • 500ml Milch (2,8%)
  • 100g Sahne

Bis auf die Sahne alles in einem Topf geben und zum Kochen bringen. Dann auf niedrige Hitze ca. 30-35 Minuten köcheln lassen bis der Reis weich ist und die Milch aufgesaugt hat.

Sahne schlagen und vorsichtig unter dem Milchreis heben.

Sahne lässt sich am besten schlagen wenn sie wirklich kalt ist. Sahne, Rührschüssel und Schneebesen ca. 10 Minuten vor Gebrauch in den Gefrierschrank stellen.

Milchreis mag ich am liebsten pur, warm und direkt aus dem Topf, aber mit Apfelsauce oder Apfel-Vanille-Zimt-Zucker ist es auch ganz köstlich.

Apfel-Vanille-Zimt-Zucker

  • 40g Apfelchips
  • 60g selbstgemachte Vanille-Zucker
  • Zimt

Apfelchips fein mahlen und mit dem Zucker mischen. Nach Belieben Zimt hinzufügen und alles Mischen. In einem trockenen Glas/Dose geben und luftdicht verschlossen an einem trockenen Ort aufbewahren.

Apfelchips kann man kaufen, aber am besten schmeckt der Zucker wenn man die Apfelchips selbst herstellt. Noch intensiver wird das Aroma, wenn man zusätzlich getrocknete Apfelschalen (natürlich gemahlen) hinzufügt. Also beim nächsten Apfelkuchen die Schalen nicht weg schmeißen 🙂

9 Gedanken zu “Seelenfutter

  1. Sabine schreibt:

    In Sachen Milchreis, Pudding oder Grießbrei als Seelenfutter kann ich nur sagen: Du bist nicht allein! 😉 Ich kenne sooo viele, denen es genauso geht. Komischerweise reicht mir heute die Erinnerung an diese süßen Sachen aus; ich bin eher zur herzhaften Fraktion gewechselt. Wobei ich sagen muss: Dieser Apfelzucker würde mich fast verführen … Danke für die Idee!

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  2. evazins schreibt:

    Echt lustig, wie unterschiedlich Geschmäcker sind. 🙂 Als Kind mochte ich Milchreis ganz gern, aber heute mag ich die meisten Sachen, die ich damals geliebt habe, überhaupt nicht mehr (Kroketten standen ganz oben auf der Liste…).
    Aber vielleicht hast du recht, das mit der geschlagenen Sahne werde ich mal testen!

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  3. cairnsbirdwing schreibt:

    Das ist mal echt gutes Seelenfutter. Milchreis gabs bei uns auch immer als ich noch klein war. Das werde ich mir für die nächsten Wochen mal auf meine Gute Laune Liste schreiben. Vor allem mit diesem herrlichen Zucker dazu.

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