Herbstliche Käse-Spätzle

Wenn ich an Käsespätzle denke, denke ich automatisch an Almhütten, Schnee, Jagertee und Skifahren. Nun ja ich weiß ein bisserl stereotypisch, aber in jedem Ski-Urlaub wurde mindestens einmal Käse-Spätzle gefuttert. Wir haben zwar (zum Glück) noch keinen Schnee und die Sonne scheint fleißig (zumindest die letzten Tagen), aber die Temperaturen sinken schon zum Teil unter dem zweistelligen Bereich. Also erwachte meine Lust nach Käse-Spätzle. Habt ihr auch solche Gerichte, auf die ihr nur Saisonal Lust habt?

Jahrelang gab es bei mir immer nur Spätzle aus der Tüte. Hauptsächlich aus Faulheit. Die wenigen Male die ich versucht habe Spätzle von einem Brett zu schaben, habe ich immer die Küche und mich dermaßen eingesaut und aus dem Topf war nur noch ein Klumpen gekochten Teig herauszufischen. Also wieder zurück zu den Fertig-Spätzle. Irgendwann hatte ich mir eine Kartoffelpresse zugelegt und dachte man könnte damit doch bestimmt auch Spätzle „pressen“. Klappt auch, aber wieder waren ich und die Küche eingesaut. Die Kartoffelpresse hatte nicht nur unten, sondern auch seitlich Löcher. Anfang des Jahres habe ich auf Empfehlung eines Kollegen mir einen Spätzle-Shaker zugelegt. SUPER Ding! und das schöne ist die Küche bleibt auch sauber, sofern man vorm Schütteln nicht den Deckel vergisst 😉

Kuerbis-Kaese-Spaetzle

Für Käse-Spätzle nehme ich gerne einen Bergkäse, aber der war leider aus, also musste ich auf Parmesan und Old Amsterdam ausweichen. Mir persönlich hat es geschmeckt, besonders mit dem frischen Basilikum, anderen wird die Käsesorte bzw. Käseanteil evtl. zu dominant sein.

Kürbis-Käsespätzle

  • 50ml Wasser
  • 3 Eier (L)
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Rapsöl
  • 200g Mehl
  • 3-4 Frühlingszwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 250g Hokkaido (entkernt)
  • Salz & Pfeffer
  • 60g Parmesan
  • 40g Old Amsterdam
  • Semmelbrösel
  • Basilikum

Aus Wasser, Eier, Salz, Öl und Mehl den Spätzle-Teig zubereiten. In kochendes Wasser schaben/pressen/streichen.

Sobald die Spätzle oben schwimmen, mit einer Schaumkelle abschöpfen, gut abtropfen lassen und zur Seite stellen. Wiederholen bis der Teig aufgebraucht ist.

Die Frühlingszwiebel und Knoblauch in Scheiben schneiden. Den Hokkaido mit einer Küchenmaschine grob raspeln.

Zwiebeln und Knoblauch in einer Pfanne mit etwas Butterschmalz anbraten. Die Hokkaido-Raspeln dazu geben, alles gut verrühren und kurz mit anbraten.

Den Käse fein raspeln und zusammen mit den Spätzle in die Pfanne geben. Alles gut vermengen und mit Salz und Pfeffer würzen.

Die Käsespätzle in eine Auflaufform geben, mit etwas Semmelbrösel bestreuen und ca. 10 Minuten im Ofen bei 200°C gratinieren, bis der Käse geschmolzen ist.

Mit frischem Basilikum bestreuen und servieren.

Gulasch mit Kürbis

Das Laub beginnt sich langsam zu verfärben und wehmütig muss man sich eingestehen, dass der Sommer nun wirklich, schlussendlich vorbei ist. Im Herbst geht’s auf meinem Speiseplan oft deftig zu… Eintopf, Suppen, Braten und andere Schmorgerichte wie z.B. Gulasch. Gulasch gibt es auch in unzählichen Varianten und ich mag sie eigentlich fast alle, egal ob mit ohne Gemüse, Hauptsache würzig, deftig und lecker. Wenn ich Gemüse ins Gulasch tu, dann sind es meist Möhren oder Paprika. Diesmal war mir nach was anderes. Zudem ist auch gerade Kürbissaison.

Das Gulasch habe ich sehr spät abends (oder früh am Morgen) angefangen zuzubereiten und dann über Nacht ziehen lassen. Nun ja, die Nacht war sehr kurz, also hat es eigentlich nur 6 Std gezogen. Wer es „eilig“ hat, könnte aber auch sicherlich sich das ziehen sparen und nach dem anbraten gleich los schmoren. Ich habe das Gulasch ein bisserl zu lange geschmort, so das ein paar Fleischstücke fast wie „pulled pork“ auseinander gefallen sind, dies habe ich in dem Rezept bereits angepasst. Geschmacklich fand ich, hat die süße des Kürbis das würzige super komplementiert.

Gulasch mit Kürbis

  • 1-2 Zwiebeln (je nach Größe)
  • 1 große Knoblauchzehe
  • Butterschmalz
  • 500g Rinder Gulasch
  • Nolly Prat
  • 200ml Brühe
  • 200ml Rotwein (Zweigelt)
  • 1 Bouquet Garni (2 Lorbeerblatt, 3 Salbei-Blätter & ein Zweig Rosmarin)
  • 250g Hokkaido (gewürfelt)
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1 TL Harissa (Gewürzzubereitung)
  • Salz & Pfeffer
  • Ca. 50ml Rotwein

Die Zwiebeln in grobe Scheiben schneiden, den Knoblauch mit dem Messerrücken zerdrücken und in einem Topf mit etwas Butterschmalz glasig anbraten. Das Fleisch hinzugeben und unter Rühren anbraten.

Mit einem Schuss Nolly Prat ablöschen und den Bratensatz vom Boden lösen. Brühe, Wein und Kräuter hinzugeben und kurz ca. 5. auf köcheln lassen.

Den Herd ausschalten und über Nacht (bzw. 6 Std.) zeihen lassen

Das Gulasch zugedeckt auf niedrige Hitze ca. 1,5 Std köcheln lassen, bis das Fleisch weich ist und fast auseinander fällt. Das Ganze in einem Sieb geben, dabei den Sud auffangen und die Kräuter entfernen.

Den Topf zurück auf den Herd stellen und darin mit etwas Butterschmalz die Kürbiswürfen rösten. Das Fleisch dazu geben und ein/zwei Minuten mit rösten.

Tomatenmark und Harissa hinzufügen und alles gut verrühren, dabei den Bratensatz von Topfboden lösen. Ca. die Hälfte vom Sud und ein frischer Schuss (ca. 50ml) Rotwein hinzugeben. Aufkochen lassen und auf niedrige Hitze mit geschlossenem Topf köcheln lassen, bis der Kürbis weich ist.

Mit Salz und Pfeffer würzen und z.B. mit Spätzle servieren.

Gemüse Schnitzel

Das Schöne an Gemüse ist, es gibt immer wieder neue Arten oder Sorten, oder auch Zubereitungsmethoden zu entdecken. Mein Wochenende beginnt mittlerweile nicht erst völlig verschlafen Samstagsmittags, sondern zwischen 9 und 10 Uhr mit einem Besuch auf dem Wochenmarkt. Ich liebe es über dem Markt zu schlendern und dabei zu schauen, schnuppern und kosten. Manchmal entdecke ich auch den einen oder anderen Exoten. Mit Exoten meine ich keine Südländischen-Früchte, sondern alte oder unbekannte Sorten die man in einem Supermarkt fast nie in den Regalen finden wird. Aber mein „Exoten-Geheimtipp“ ist der türkische Supermarkt. Dort entdecke ich fast jedes Mal etwas mir unbekanntes, wie z.B. Grüne Mandeln oder getrocknete Aubergine. So wie auch bei diesem Besuch: Okra. Von Okra hab ich in diversen Blogs schon öfters gelesen, aber mir sind die Schoten irgendwie vorher nie über den Weg gelaufen.

Nun hatte ich Okra gekauft und kein Plan was ich damit machen sollte oder wie man es zubereitet. Also kurz im Netz gesucht. Man kann das Gemüse grillen, frittieren oder braten. Auf einer Seite hab ich gelesen, dass Okra schleimig werden kann, aber irgendwie konnte ich mir nicht vorstellen wie das aussehen sollte. Keiner der gefunden Rezepte hatte mich gepackt, also hab ich den Okra wieder in den Kühlschrank getan und mich dem Kohlrabi gewidmet.

Kohlrabi-Schnitzel

Von panierte Kohlrabi-Scheiben hab ich mal von einem Kollegen gehört, oder evtl. auch irgendwo gesehen/gelesen. Heute hatte ich genau darauf Lust. Im Schrank hatte ich noch Vollkorn-Semmelbrösel gefunden, also ran ans Werk. Während ich die Kohlrabi Scheiben vorkochte überlegte ich mir was ich dazu machen sollte. Ich hatte noch einige Tomaten zum verwerten… also wieso nicht auch gleich den Okra mit verarbeiten z.B. zu einer Salsa? Beim Rühren habe ich dann gemerkt was es mit dem „schleimig“ auf sich hat. Es zogen sich von Löffel Schleimfäden. Nach der Beigabe von etwas Essig hatte sich dann auch etwas verbessert. Im Nachhinein ist man schlauer, oder man liest sich die Tipps von erfahrene Okrasten durch. Um den Schleim vorzubeugen, die Schoten kurz in etwas Essigwasser blanchieren. Geschmacklich würde ich Okra zwischen Erbsen und Bohnen eintüten. Erinnern tun sie mich auch etwas an die grünen Mandeln.

Kohlrabi-Schnitzel mit Okra-Salsa

Paniert Kohlrabi-Scheiben mit Okra-Salsa (für 2 Personen)

  • 1 Kohlrabi
  • Mehl
  • 1 Ei (verquirlt)
  • Vollkorn Semmelbrösel
  • Parmesan
  • Salz & Pfeffer
  1. Kohlrabi schälen und in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden. In einem Topf mit kochendem Salzwasser ca. 10 Minuten vorkochen. Die Scheiben sollten nicht völlig durchgegart oder zu weich sein.
  2. Die Scheiben abschrecken und auf einem Küchenkrepp trocken tupfen.
  3. In drei flache Schüssel Mehl, Ei und Semmelbrösel verteilen. Den Parmesan, Salz und Pfeffer mit den Semmelbröseln vermischen.
  4. Die Kohlrabi Scheiben nacheinander in Mehl, Ei und Semmelbrösel wälzen. Dabei gut andrücken.
  5. In eine Pfanne Öl erhitzen und die Kohlrabi-Scheiben goldgelb ausbacken. Auf einem Küchenkrepp überschüssiges Fett aufsaugen lassen.

Okra-Salsa*

  • 1 kleine Zwiebel
  • 1/2 rote Chilischote
  • 2 kleine Tomaten
  • 6 Okra Schoten
  • Nolly Prat
  • 1 TL Himbeer-Essig
  • 1 EL Tomatenmark
  • Salz & Pfeffer
  • Basilikumblätter
  1. Zwiebel schälen und fein würfeln. Chili und Tomaten entkernen und fein würfeln. Stilenden vom Okra entfernen und in Scheiben schneiden*.
  2. Zwiebeln und Chili in einem Topf mit etwas Olivenöl anschwitzen. Tomaten und Okra hinzufügen, umrühren und mit einem Schuss Nolly Prat und Himbeeressig ablöschen.
  3. Tomatenmark unterrühren und kurz einköcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  4. Basilikumblätter in Streifen schneiden unter der Salsa rühren.

*Um den Schleimfaktor zu verhindern: die Okra-Schoten in Essigwasser blanchieren, oder 30 Minuten in Essig legen. Beides habe ich aber hier nicht gemacht, also „ohne Gewähr“.

I Want Candy

Ich weiß nicht wie es bei anderen Kochbegeisterten ist, aber in meiner Küche haben sich über die Jahre einiges an nützliches wie auch unnützliches Küchenzubehör angesammelt. Meine kleine Küche reicht kaum aus das alles zu beherbergen. Besonders die „Backabteilung“ freut sich stetigem Wachstum. Ich glaube ich habe fast mehr Backsachen, als ich Schuhe habe und davon habe ich auch eine Menge.

In einem Anflug von Wahn, habe ich von Lékué eine Silikon Backform für Cake Pops gekauft. Keine Ahnung wieso, da ich Cake Pops eigentlich total doof find und auch als Schnickschnack einstufen würde. Kuchenbällchen esse ich lieber ohne Stock, denn man kann sich danach genüsslich die Finger abschlecken. Außerdem hat man dann auch nicht das Problem sich „Stocknachschub“ zu besorgen. Wenn ich es mir recht überlege, habe ich die Form gekauft um bunte Kuchenbällchen für ein Polkadot Cake zu backen, welches ich natürlich bis heute nicht gemacht habe. Somit saß diese Backform original verpackt in meinem Regal. Bis jetzt…

Als mich diese Backform von seinem hohen Ross mich wieder höhnisch verspottete, hatte ich eine Idee. Wieso nicht das Ding als Lolli Pop Form verwenden. Klar hab ich irgendwo in meinem Fundus „spezielle“ Lolli-Formen, aber diese sind Flach. Ich wollte richtige kugelrunde Lollis. Also mit dem „I want candy“ Lied auf den Lippen tänzelte ich in meine Küche.

Lolli Pop

Das Passende Rezept habe ich in Gesine Bullock-Prado’s Kochbuch „Sugarbaby“ gefunden. Super Buch nicht nur für Zuckerkocheinstiger. Leider wird im dem Rezept (wie oft bei den Amerikanern) Corn Sirup verwendet. Dies soll sicherstellen, dass die Lollis nicht zerbröckeln, sondern schön glatt und einem Stück bleiben. Corn Sirup ist allerdings hier kaum bis überhaupt nicht aufzutreiben. Den bei Engländern beliebten „Golden Syrup“ kann man allerdings auch als Ersatz nehmen. Der ist zwar nicht in jedem Supermarkt erhältlich, aber man wird in Spezialitäten-Lädchen schon mal fündig.  Außerdem hatte ich den im Schrank, sowie ein Fläschen eingefärbtem Erdbeerextrakt aus dem Asia-Laden.

Die zweiteilige Cake Pop Form hat auf der einen Hälfte Löcher in dem die beigelegte Stöckchen passen. Also hab ich die Form auf einem Pralinengitter gestellt und diesen mittels Becher erhöht. Die Stöckchen habe ich in die Löcher gesteckt und etwas gekürzt. Beide Seiten der Form dann noch leicht ausgefettet. Mit der Form hat es alles erstaunlich gut geklappt, allerdings werden die Lollis ziemlich groß, so XXL groß.

Lolli Pop

XXL Lolli Pop (6 Stück)

Für das nachfolgende Experiment ist eine Sache unerlässlich: ein Zuckerthermometer.

  • 200g feinster Zucker
  • 140g Golden Syrup (90ml)
  • 60ml Wasser
  • 1 Spritzer Zitrone
  • 1/2 TL Erdbeerextrakt
  1. In einem kleinen bis mittleren Topf mit schwerem Boden Zucker, Golden Syrup, Wasser und Zitrone verrühren. Auf mittlere Hitze unter rühren erwärmen bis der Zucker sich aufgelöst hat. Die Seiten vom Topf mit einem feuchten Backpinsel bestreichen, um den evtl. anhaftenden Zucker zu entfernen. Macht man dies nicht, kann es passieren, dass die Zuckermasse kristallisiert.
  2. Aufhören zu rühren, Zuckerthermometer in den Topf klemmen und die Hitze hochdrehen. Den Sirup auf 149°C (300°F) auf kochen lassen.
  3. Sobald die Temperatur erreicht wird, den Topf vom Herdnehmen und den Erdbeerextrakt einrühren. Wenn Ihr einen anderen (farblosen) Extrakt verwendet, dann evtl. noch 1-2 Tropfen Lebensmittelfarbe hinzugeben.
  4. Vorsichtig den dickflüssigen Sirup in die vorbereitete Lolli-Form füllen. Der Sirup enthält noch einige Luftbläschen, also kurz warten und die Förmchen nachfüllen. Abkühlen lassen, bis die Zuckermasse nicht mehr fließt, dann die Cake Pop Form zusammen stecken und gut zusammendrücken. Die Form mit den Stöckchen nach oben auf einem Backblech geben und bei ca. 100°C im 10 Minuten Ofen erwärmen. Damit die Beiden Lolli-Hälften wieder zusammen „Schmelzen“.
  5. Vollständig auskühlen lassen und aus der Form lösen. Ein Lolli als Mikro in die Hand nehmen und “ Lolli pop, lolli pop, lolli pop, oh lolli lolli pop“ singen dabei durch die Wohnung tanzen 😉 Die anderen mit etwas Klarsichtfolie umwickeln.

Ich habe mich so über meinem Erfinderreichtum 😉 gefreut, da fand ich es weniger schlimm, dass der Golden Syrup in Geschmack der Lollis ziemlich dominant war. Golden Syrup schmeckt ein bisserl wie Zuckerwatte, es hat so eine leichte Karamell-Note. Leider kommt dies bei den Lollis ziemlich durch und der Erdbeergeschmack war ziemlich lasch. Beim nächsten Mal werde ich einen anderen Corn Sirup Ersatz versuchen und auch einen anderen Extrakt.

Weil diese Lollis so schon kugelrund sind, reiche ich die kurzerhand beim Blog-Event “Alles was rund ist” ein. Wolfgang von Kaquua Hausmanskost hat sich das tolle Thema ausgedacht, welches von der lieben Zorra auf Ihren Blog Kochtopf gehostet wird. Wenn ihr auch was einreichen wollt, oder neugierig was sich andere so kugelige haben einfallen lassen, dann klickt auf den Banner.

Blog-Event XCII - Alles was rund ist (Einsendeschluss 15. Oktober 2013)

Mangold Bacon Quiche

Quiche Lorrain habe ich das erste Mal vor zig Jahren auf einer Party gegessen und seitdem bin ich ein Quiche-Fan. Besonders im Spätsommer-/Herbst gehört Quiche auf meinem Speiseplan. Quiche Lorrain würde ich als entfernter französischer Verwandter vom Flammkuchen bezeichnet. Der Teig wird zwar nicht mit Hefe zubereitet und in der Füllung kommen Eier zum Einsatz, aber auch (Schinken)Speck und Zwiebeln. Genauso wie Flammkuchen kann man eine Quiche nach Gusto füllen, solange die Füllmenge also Eier/Sahne/Sonstwas-Ratio stimmt. Also gibt es heue eine Mangold-Bacon-Variation.

Mangold Bacon Quiche (24er Springform)

Teig (Quelle: Eric Lanard – „Tart It Up“)

  • 250g Mehl
  • 1 TL Salz
  • 150g kalte Butter, gewürfelt
  • 1 Ei, verquirlt
  • 1 EL Milch

Mehl und Salz in eine Schüssel vermengen. Die kalte Butter mit den Fingerspitzen mit dem Mehl verreiben, bis man Streuseln hat.

In der Mitte eine Vertiefung drücken und darin die restlichen Zutaten geben. Wieder mit den Fingerspitzen alles zu einem glatten Teig formen.

Auf einer bemehlten Oberfläche den Teig 2-3 leicht kneten. Mit Frischhaltefolie umwickeln und min. 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

Die Arbeitsfläche bemehlen und die Teig ca. 6 cm größer als die Springform ausrollen. Damit man der Teig einfacher in die Springform bekommt, vorsichtig auf dem bemehlten Nudelhold aufwickeln und vorsichtig auf der gefetteten Springform ausrollen. Die Seiten vorsichtig andrücken, bzw. in Form drücken damit die Ränder gleichmäßig sind.

Den Boden vom Teig mehrmals mit einer Gabel einstechen. Den Teig für 15 Minuten in den Kühlschrank stellen, damit die Seiten beim Backen nicht zusammenschrumpfen.

In die Form auf den Teig ein Stück Backpapier geben (auch die Seiten sollten geschützt sein) und das Ganze mit Blindbackkugeln füllen. Wer keine Blindbackkugeln hat, weiße (trockene) Bohnen funktionieren auch.

Den Ofen auf 180°C vorheizen und den Boden 10-15 Minuten backen. Backpapier und Blindbackkugeln/Bohnen entfernen und die Backform wieder für ca. 10 Minuten in den Ofen geben, bis der Teig trocken ist und die Ränder leicht golden sind.

Den Quiche-Boden in der Backform lassen und die Füllung zubereiten.

Füllung:

  • 200g Mangold
  • 200g Bacon-Würfel
  • Hickory Rauch Salz & Pfeffer
  • 3 Eier
  • 200g Schmand
  • 80g Sahne
  • 90g Parmesan
  • 1 TL Rosmarin (frisch gehackt)
  • Prise Muskat

Mangold putzen und vom Stil befreien. Die Stiele in dünne Streifen schneiden, die Blätter in etwas gröbere Streifen schneiden.

Eine Pfanne erhitzen und die Mangoldstiele zusammen mit dem Bacon anbraten. Wenn der Bacon anfängt knusprig zu werden und bevor die Stiele anbrennen, die restliche Mangold hinzugeben. Alles kurz verrühren, mit Salz & Pfeffer würzen und vom Herd nehmen.

Eier, Schmand, Sahne, Parmesan und Rosmarin verrühren und mit etwas Muskat würzen.

Den Mangold & Bacon auf den Quiche-Boden Verteilen. Die Eier-Masse darüber gießen.

Bei 200° im vorgeheizten Backofen ca. 30 Minuten backen, bis die Füllung sich gesetzt hat und die Oberfläche goldbraun ist.

Lebenszeichen und Torte

Ist es wirklich schon fast vier Wochen her seit meinem letzten Post? Tatsächlich! Die letzten vier Wochen hatten es auch in sich! Falls Ihr euch fragt was los war, kann ich euch sagen nichts Schlimmes 😀 Ganz im Gegenteil. Okay, die üblichen Faktoren wie Arbeit und Studium (diese Woche die letzten Prüfungen, hoffentlich) haben zwar auch ihren Anteil gefordert, aber das ist ja um diese Zeit nichts Neues. Was wirklich Neues und Einmaliges war die Hochzeit meiner besten Freunde.

Eine kleine Warnung vorweg: dies wird ein ziemlich langer Post…

Letztes Wochenende war es endlich soweit und ich sage euch es war so ein toller, wunderschöner Tag!!! Ich kann es kaum in Worte fassen. Auch nicht, was alles so diese letzten Wochen los war.

Am Tag der Hochzeit war natürlich die Trauung das Highlight des Tages, aber mein ganz persönliches Highlight war, als ich den Beiden die Hochzeitstorte in der Garage des Restaurants präsentierte. Ja, ich hatte die bescheuerte Idee den Beiden mit einer mehrstöckigen Hochzeitstorte zu überraschen. OMG, was habe ich mir dabei nur gedacht. Naja, ganz so schlimm war es eigentlich auch nicht *versuchesrunterzuspielen*. Ich habe ziemlich lange überlegt ob ich es machen sollte oder nicht. Vor allem da der Vater des Bräutigams Konditormeister ist, aber irgendwann dachte ich wieso nicht. Schließlich hatten die beiden keine Torte eingeplant und eine Hochzeitsfeier ohne Torte geht ja mal gar nicht 😉

Nach reiflicher Überlegung und verdeckten Befragung nach den Vorlieben des Brautpaares, stand der grobe Plan fest: zwei Lagen aufgestapelt im Amerikanischen Stil mit einer fruchtigen Füllung. Deko und Optik war noch offen, alles nur kein Fondant- oder Marzipan-Überzug. Aus einem groben Plan wurde ziemlich schnell 2 Etagen Vanille-Kuchen gefüllt mit Erdbeercreme, die bis zum Zusammenbau im Froster verweilten. Da ich mir nicht sicher war, ob die zwei Lagen (15 & 20cm Durchmesser) für 50-60 Gäste ausreichen würden, kam noch eine dritte Lage mit Schokoladenkuchen und Himbeerfüllung dazu.

Eine Woche vor dem Stichtag habe ich das Brautpaar eingeweiht und zum „Cake-Testing“ eingeladen. Die Geschmacksrichtung und Kuchen wurden abgesegnet. Bis zu diesem Zeitpunkt war der „Stresslevel“ im grünen Bereich. Alles gut 😀 Am Tag vor der Hochzeit hatte ich frei, also auch genug Zeit für den geplanten Zusammenbau. Aufgestapelt, sollte allerdings erst Vorort werden, um so ein Gefahrenfaktor (der Transport) auszuschließen. Die Deko stand zwar nicht fest, aber das habe ich sportlich gesehen und habe mich auf eine spontane Eingebung verlassen.

Das erste richtige Problem tauchte 2 Tage vor dem Zusammenbau auf. Meine Bestellung an Cakeboards und Stapelelementen war immer noch nicht angekommen. Ein Anruf bei dem Shop brachte Klarheit. Alles was ich bestellt hatte, war nun doch nicht auf Lager und würde erst NACH der Hochzeit ankommen. *ARRRGGH* Tief durchgeatmet und auf in den nächsten Bastelladen. Dort habe ich mich mit Rundholzer, Fotoschaumstoffpapen, Gewebeband, Klebefolie und Bastel-Holz-Platten eingedeckt. Die Fotopapen hatte ich dann passend zu jeder Lage zugeschnitten und mit Alufolie bezogen. Voila Cakeboards 😉

Handyimpressionen von dem Projekt „Hochzeitstorte“

An dem Tag vor der Hochzeit, nach Erfüllung der letzten Trauzeugen-Vorbereitungspflichten, wurde die Torte mit Tatkräftiger Unterstützung meiner Eltern zusammen gebaut. Die aufgetaute Erdbeer(Butter)creme musste nochmal in die Küchenmaschine aufgerührt werden. Zunächst sah es so aus, als ob sie futsch wäre und ich die nochmal machen müsste, aber sie kam nach einer gefühlten Ewigkeit doch zusammen. YEAH!

Die Deko-Idee kam uns auch ziemlich schnell. In meinem Backfundus hatte ich noch weißen und gelben Fondant und Blümchenausstecher. Perfekt, schließlich sind die Lieblingsblumen der Braut Gänseblümchen. Also während ich spachtelte, stachen meine tapferere Helferlein gefühlte Millionen von mini Blümchen aus. Alle Schichten wurden auf dressiert, mit einer Crumbcoat bestrichen und wieder in den Kühlschrank gestellt. Währenddessen habe ich Unmengen an Buttercreme zusammengerührt. Die drei Kuchenteile habe ich dann mit der Buttercreme grob verspachtelt. Uns gefiel der rustikaler Look so gut, dass ich mir das glatt streichen gespart habe. Aus den gekauften Rundholzern wurden dann noch die Träger-Stäbe gesägt und auch gleich in die unteren Lagen versenkt. Auf den Transportboxplatten transportbereit kamen die drei Teile Übernacht in den leer geräumten Kühlschrank zurück. Vorsorglich wurde auch noch eine „Werkzeug-Tasche“ für den Zusammenbau gepackt.

Das zweite Problem war allerdings die Träger- bzw. Bodenplatte. Das Restaurant konnte mir hier leider nicht mit einer großen Kuchenplatte aushelfen, also wurde aus der Holzplatte, Schaumstoffpape, Folie und Gewebeband eine Bodenplatte (DANKE HEIKO!!) gebastelt.

Zur Feier am Abend brachten meine Eltern die Tortenteile und mein Werkzeug. Über mein Abendkleid habe ich eine Schurze gezogen und in der (Lager)Garage hinterm Restaurant auf Getränke-Kisten die Torte gestapelt, verklebt und die letzten Blümchen zusammen mit meinen Eltern angebracht. Das werde ich glaub ich nie vergessen, wie wir in einer schummerigen Garage in Abendkleidung um diese Torte hockten. Dieser einmalige Augenblick wurde kurzerhand von dem Fotografen Frank Kind festgehalten. Ganz lieben Dank an dieser Stelle an Frank!

Da ich ein bisserl Angst hatte, dass die Torte nicht den kurzen Weg zur Feierlocation überleben wurde, habe ich das Brautpaar kurzer Hand in die Garage geführt. Ich glaube die waren ein bisserl erstaunt was sie dort in der Garage vorfanden und haben sich auch sehr gefreut.

Unter ganz großes Herzklopfen habe ich um Mitternacht die Torte in den Festsaal hereingetragen. Leider war ich danach nicht ganz fähig Fotos zu machen, aber unter den gegebenen Umständen… 😉

So, das war meine Geschichte zu meiner ersten und vorerst letzten Hochzeitstorte. Diese Woche heißt es noch Büffeln, dann ab nächste Woche kann ich endlich wieder meine Leidenschaft frönen und mich ausführlich um mein Blog kümmern.

Die Rezepte…

Vanillekuchen (White Cake gefunden bei Martha Stewart)

Für die Torte habe ich das Rezept 2-mal zubereitet. Das einfach Rezept ergibt zwei Kuchen mit 15cm & 20cm Durchmesser. Diese habe ich dann noch nach dem Abkühlen geteilt.

  • 390g Mehl
  • 1 Pck. Backpulver
  • 1/2 TL Salz
  • 250ml Milch
  • 1 EL Vanilleextrakt
  • 205g Butter (Zimmertemperatur)
  • 200g Zucker
  • 5 Eiweiß (L, Zimmertemperatur)
  1. Die Backformen-Böden mit Backpapier auslegen und diesen mit Butter einfetten. Die Formen mit Mehl bestäuben.
  2. Mehl, Backpulver und Salz in eine Schüssel vermengen.
  3. Milch und Vanilleextrakt in eine Tasse vermischen.
  4. Die Butter in dem Standmixer ca. 3 Minuten cremig schlagen
  5. Zucker stetig und langsam hinzugeben und weiterschlagen bis die Masse hell und fluffig ist.
  6. Die Geschwindigkeit reduzieren und abwechselnd in drei Portionen Mehl- und Milchgemisch hinzufügen. Nach jeder Addition gut verrühren.
  7. In einer weiteren Schüssel das Eiweiß steif schlagen. 1/3 davon unter den Teig rühren, den Rest vorsichtig unterheben.
  8. Den Teig in die vorbereiteten Backformen füllen. Die Formen leicht auf die Arbeitsplatte klopfen und ggf. entstandene Lufttaschen zu entfernen.
  9. Bei 170°C ca. 35-45 Minuten backen, bis zur positiven Stäbchenprobe und die Oberfläche beim leichten andrücken zurück springt.
  10. Ca. 15 Minuten in der Form abkühlen lassen, dann auf einem Kuchengitter stürzen und das Backpapier entfernen. Nochmal umdrehen und vollständig abkühlen lassen.

Erdbeerbuttercreme (Adaptiert von Lick The Bowl Good)

Diese Buttercreme ist zwar mächtig, aber im Gegensatz zur deutschen Buttercreme schmeckt sie ziemlich leicht. Für die Torte habe ich das folgende Rezept 2-mal zubereitet. Etwas davon ist auch übriggeblieben.

  • 450g Butter
  • 112g Frischkäse
  • 275g Zucker
  • 80g Wasser
  • 5 Eiweiß (L)
  • 1/8 TL Cream of Tartar
  • 1 EL Vanillepaste
  • 150g Erdbeerpüree (gesiebt, aus ca. 250g Erdbeeren)
  1. Butter und Frischkäse cremig schlagen und an einem kühlen Ort zur Seite stellen.
  2. Eiweiß mit Cream of Tartar im Standmixer auf mittlere Geschwindigkeit schaumig schlagen
  3. Zucker und Wasser in einem Topf geben und auf mittlere Hitze, unter Rühren den Zucker auflösen. Ohne rühren den Sirup auf 118°C erhitzen.
  4. Kurz vor Erreichen der Temperatur, die Geschwindigkeit vom Standmixer erhöhen und das Eiweiß Steif schlagen bis sich weiche Spitzen bilden.
  5. Den heißen Sirup langsam in einem Strahl (über die Seiten der Rührschüssel) zu dem Eiweiß hinzufügen während die Maschine weiterschlägt.
  6. Die Maschine ca. 3-5 Minuten weiterschlagen lassen, bis sich die Masse abgekühlt hat. Die sollte ca. Handwarm sein.
  7. Die Geschwindigkeit reduzieren und Löffelweise die Butter/Frischkäse hinzufügen. Wenn die Masse aussieht als würde sie nicht zusammen kommen. WEITER RÜHREN!
  8. Zum Schluss die Vanillepaste und dann nach und nach das Erdbeerpüree hinzufügen.
  9. Es kann passieren, dass die Buttercreme wieder aussieht, als würde sie sich trennen. WEITER RÜHREN!!!
  10. Bis zur Verwendung kühl stellen. Wenn man Sie einfriert, bei Zimmertemperatur auftauen lassen und kurz in dem Standmixer aufschlagen.

Schokoladenkuchen (gefunden bei Smittens Kitchen)

Okay, jetzt habe ich hier ein kleines Gedächtnis-Problem. Auf meinem Schmierzettel stehen zwei verschiedene Mengenangaben. Zum einen die unteren, zum anderen diese Mengen mal 3. Ich kann mich echt nicht mehr erinnern, ob ich die unten stehende Menge zwei-mal gebacken habe oder die original Mengen von Smittens Kitchen 2-mal gebacken habe. Herausgekommen ist jedenfalls 2x 25cm = 4 Lagen… Leider habe ich beim Teilen einer Portion mich völlig verschnitten, somit hatte die letzte Torten-Schicht nur 3 Lagen.

  • 133g Mehl
  • 83g Zucker
  • 42g Kakao
  • 1 TL Natron
  • 120g Buttermilch
  • 122g Butter
  • 1/4 TL Salz
  • 1 Ei (L)
  • 120ml Kaffee (Zimmertemperatur)
  1. In der Schüssel vom Standmixer Mehl, Zucker, Kakao, Natron und Salz mischen.
  2. Butter und Buttermilch hinzufügen und unter niedrige Geschwindigkeit gut vermischen. Die Geschwindigkeit erhöhen und 2-3 Minuten rühren bis die Masse leicht und fluffig ist.
  3. Ei und Kaffee zusammen verquirlen und in drei Portionen hinzufügen. Nach jeder Beigabe gut verrühren lassen.
  4. Bei 170°C ca. 40 Minuten bzw. bis zur positiven Stäbchenprobe backen lassen. Kurz in der Form abkühlen lassen, dann auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.

Himbeercurd (Adaptiert aus meinem Curd-Vergleich) Ausreichend für 2 Lagen

  • 150g feinster Zucker
  • 350g Himbeerpüree (aus ca. 500g TK-Himbeeren, gesiebt)
  • 5 Eigelb (L)
  • 2 (Voll)Eier (L)
  • 150g kalte Butter
  1. Zucker mit dem Himbeerpüree erhitzen bis der Zucker sich aufgelöst hat.
  2. Das Eigelb und Vollei in einer (Metall)Schüssel schaumig schlagen.
  3. Die Himbeeren langsam hinzufügen und gut unterrühren.
  4. Die Schüssel auf einem Topf mit köchelndem Wasser stellen und unter Rühren eindicken lassen.
  5. Die Schüssel vom Topf nehmen und die kalte Butter Stückchenweise unterrühren. Beachte: der Curd dickt beim Abkühlen weiter nach.

Buttercreme (Überzug) 2x das Rezept vom Schachbrettkuchen.

  • 5 Eiweiß
  • 200g feinster Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 342g weiche Butter
  1. In der Schüssel vom Standmixer Eiweiß und Zucker mischen. Dann über einem Wasserbad mit einem Schneebesen weiter rühren bis der Zucker sich vollständig aufgelöst hat und die Zuckereimasse handwarm ist. Habt Ihr Bedenken wegen ungekochtes Eiweiß, die Masse auf 72°C erhitzen.
  2. Die Zuckereimasse mit dem Standmixer (Schneebesenaufsatz) so lange auf hoher Geschwindigkeit schlagen, bis sich das Volumen vervierfacht hat und die Masse sich abgekühlt hat.
  3. Die weiche Butter Esslöffelweise hinzufügen.
  4. Sieht es aus als wenn die Buttercreme sich trennt, einfach weiterschlagen, die kommt dann nach ein paar Minuten wieder zusammen.

In dieser Hochzeitstorte wurde insgesamt über 2,4 KG Butter,  35 Eier und 1,6 KG Zucker verarbeitet. Man mag sich die Menge an Kalorien kaum aus malen 😉

Mamas Käsekuchen

Ich habe Lust auf Käsekuchen, keinen Cheesecake, sondern auf den Käsekuchen den meine Mama immer macht. Leider wohnt meine Ma 400km weit weg, also muss ich den selber backen. Also Mama angerufen und nach den Zutaten (ich stand gerad im Supermarkt) und Rezept gefragt. Dann meinte sie ich sollte mal googlen „ich nimmer jetzt immer das Rezept von Biolek, aber tu etwas Zitronenabrieb ran“. Okaaay… *hrumpf*. Na gut dann gibt’s my take on Mamas Biolek Käsekuchen 😉

Kaesekuchen mit Blaubeeren

Käsekuchen ohne Boden (Adaptiert von Alfred Biolek) für 18cm Springform

Zutaten:

  • 80g Butter (Zimmertemperatur)
  • 2 Eier
  • 400g Magerquark
  • 120g Zucker
  • 45g Speisestärke
  • 1 TL Vanillepaste
  • ½ TL Backpulver
  • Abrieb ½ Zitrone
  • Größe Handvoll Blaubeeren
  1. Den Backofen auf 180°C vorheizen. Eine 18er Springform mit Backpapier auslegen.
  2. Die Eier trennen und das Eiweiß steif schlagen.
  3. Eigelb, Butter, Quark, Zucker, Speisestärke, Vanillepaste und Backpulver in eine Schüssel gut verrühren.
  4. Den Eischnee vorsichtig unterheben.
  5. Die Hälfte vom Teig gleichmäßig in die Form verteilen. Auf den Teig die Blaubeeren verteilen, dabei den Rand frei lassen und den restlichen Teig darüber geben.
  6. Im Backofen ca. 1 Stunde backen und in der Form auskühlen lassen.

Optisch erinnerte der Käsekuchen mich ziemlich an so einen Chinesischen Faltenhund. Ich habe die Backform aus Reflex eingefettet und vermute das ist die Ursache für entstehenden die „Röllchen“ war. Dieser Käsekuchen hatte aber eine unwiderstehliche Innere- Schönheit. Locker fluffig cremig lecker!!! Die Blaubeeren passten auch ganz wunderbar. Wer keine Blaubeeren hat, kann z.B. auch Kirschen oder wie Biolek Aprikosen nehmen.

Flammkuchen mit Kürbis

Es ist Spätsommer und das bedeutet Land auf Land ab finden Vielerorts die Weinfeste statt. Ich mag diese Zeit, mit etwas Wehmut wird der Sommer verabschiedet, aber dafür wird man mit Neuen Wein und neues saisonales Gemüse belohnt. Ich habe zwar keine Ahnung von Wein, aber freue mich immer jedes Jahr auf Federweißen oder Federroten. Und was schmeckt besser dazu als Flammkuchen? Flammkuchen mit dem eigenen Gemüse 🙂

Der klassische Flammkuchen ist ein dünner Hefe-Teig belegt mit Zwiebeln und Speck auf einer Sauerrahmcreme. Ich mag den Klassiker auch, aber mir war einfach nicht nach Zwiebeln. Diese Woche habe ich meine ersten (und einzigen 😦 ) Hokkaido Kürbisse geerntet und fand Kürbis passt doch auch ganz gut auf Flammkuchen. Das Rezept ist ausgelegt für ein Backblech und man bekommt damit auch drei Kerle und zwei Mädels satt. Ich fands wirklich sehr lecker und die Meute war auch ganz happy 😉

flammkuchen

Kürbis-Lauch-Flammkuchen für 4-6 Personen

  • 400g Mehl
  • 1 Pck. Trockenhefe
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Zucker
  • 225ml lauwarmes Wasser

Die trockenen Zutaten gut mischen. Das Wasser hinzugeben und zu einem Teig verkneten. In eine leicht gefettete Schüssel geben und abgedeckt 30 Minuten gehen lassen.

Auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche den Teig nochmal kurz durchkneten und auf Backblechgröße ausrollen. Den Teig auf dem mit Backpapier ausgelegten Backblech legen. Oder gleich auf dem Backblech aus rollen 😉

  • 100g Schmand
  • 150g Frischkäse
  • Ca. 200g Hokkaido entkernt
  • 4-5 Radieschen
  • 80g Lauch, geputzt
  • 50g gewürfelten (Roh)Schinken
  • Ca. 75-100g in Kräuteröl eingelegten Feta*

Schmand und Frischkäse gut vermischen und den Teig damit bestreichen. Es kann sein dass etwas vom Schmand-Frischkäse übrig bleibt, einfach auf dem Tisch mit zum fertigen Flammkuchen stellen.

Den entkernten Hokkaido in ca. ½ cm (gleichmäßig) dünne Streifen schneiden. Die Radieschen putzen und ebenfalls in Scheiben schneiden. Den geputzten Lauch in Ringe schneiden.  Den Teig mit dem Hokkaido, Radieschen, Lauch und Schinken belegen, den Feta darüber zerkrümeln und mit etwas Salz und Pfeffer würzen.

Im vorgeheizten Ofen bei 220°C (Ober-/Unterhitze) ca. 20 Minuten backen.

Zusammen mit Federweißen an die hungrige Meute verfüttern 😉

*Feta kann man auch super selbst einlegen. 20g Kräuter (z.B. Rosmarin, Thymian, Schnittlauch, Basilikum) feinhacken und 3-4 grob gewürfelter Knoblauchzehen zusammen mit 400ml Olivenöl in einem Topf geben und auf niedrige Hitze auf 80°C (Thermometer verwenden) erhitzen und vollständig abkühlen lassen. 1 Pck. Feta grob würfeln und abwechseln mit dem Kräuteröl in einem (sterilisiertes) Schraubglas füllen. 1-2 Tage ziehen lassen.

Angel Cake und Passionsfrucht Curd

Vor ein paar Wochen habe ich Passionsfrüchte im Angebot gesehen und habe sofort zugeschlagen, denn so oft laufen diese frischen Früchtchen mir nicht über den weg. Außerdem konnte ich dann wieder eine ordentliche Menge an Orangen-Maracuja-Sirup fabrizieren. Tja, manchmal kommt es anders als man plant.  Kennst du das Tupper-Problem? Ein Haufen Schüssel/Dosen und keine passende Deckel? So ähnlich geht es bei mir mit meinen Fläschen. Entweder sind die Flaschen „besetzt“ oder ich find zum verrecken die Deckel nicht mehr. Also wurde aus dem Sirup nichts und habe mich kurzfristig zugunsten des Passionsfrucht Curd um entschieden.

Schon war das nächste Problem am Start. Was mache ich mit dem ganzen Eiweiß? Eine Lösung wäre ein Voll-Ei Curd oder eine Voll-Ei-Eigelb-Mischform gewesen, aber da fiel mir was Besseres ein. Kuchen!  Dieser Sagen umwobener Amerikanischer Kuchen der eigentlich fast nur aus Eiweiß besteht. Für diesen Angel Food Cake gibt es auch spezielle Backformen und manche sagen es klappt nur mit diesen Backformen, ansonsten fällt er zusammen und hat dann die Konsistenz einer Gummisohle. Nun gut, in meinem Backformensortiment ist so was noch nicht eingezogen, aber der Abstand vom Rand zur Mitte entspricht ungefähr dem Durchmesser meiner großen Muffin-Form. Okay, Rezept gesucht, Zutaten zurecht gestellt und wenn’s nichts wird, konnte ich trotzdem wieder was von meiner Backliste streichen.

Wie Du am Bild sehen kannst, sind sie sehr wohl (auch ohne Spezial-Form) ganz gut geworden. Die Mini Angel Food Cakes haben nicht die typische Muffin Form, da ich meine neue Mini-Törtchen-Förmchen (8cm Ø) eingeweiht habe 😉

Passionsfrucht Curd als Topping draufgeschmiert und schon konnten diese Küchlein vernascht werden. Der Kuchen ist wirklich was ganz anderes. Irgendwie wie Schokokuss als Kuchen. Der Testesser war begeistert, auch ohne Curd.  Ich fand es sagen wir mal Interessant, aber Begeisterungsstürme oder eine übermäßige Speichelproduktion hat es bei mir nicht ausgelöst. Versteh mich nicht falsch, er war wirklich lecker, aber ich steh einfach mehr auf Schokokuchen 😉

Angel Food Cake (9 x 8cm Ø Kuchen)

  • 150g Zucker
  • 80g Mehl
  • 6 Eiweiß (Zimmertemperatur)
  • ½ TL warmes Wasser
  • ¼ TL Salz
  • ½ TL „Cream of tartar“ (oder Weinstein-Backpulver)
  • ½ TL Vanille Extract
  1. Die Hälfte vom Zucker (75g) mit dem Mehl 3 mal sieben.
  2. Eiweiß mit dem Wasser auf niedrige Geschwindigkeit schaumig schlagen.  Am einfachsten ist man verwendet einen Standmixer, aber einen Handmixer geht auch.
  3. Salz, Cream of Tartar und Vanille Extrakt hinzufügen und auf höchste Geschwindigkeit schlagen bis sich weiche Spitzen bilden. Der Eischnee sollte noch nicht 100% steif sein.
  4. Dann Esslöffelweise den restlichen Zucker hinzugeben, nach jeder Zugabe gut vermischen lassen. Den Eischnee so lange schlagen bis die Masse fest und glänzend wird. Die Masse sollte wie eine Meringue aussehen.
  5. Mehl-Zucker nach und nach (ca. in 6 Portionen) vorsichtig unter die Eiweiß-Masse heben.
  6. Den Teig in einem Spritzbeutel geben und die (ungefettete) Törtchen/Muffinform zur Hälfte max. 2/3 füllen. Vorsichtig mit einem Zahnstocher durch die gefüllten Förmchen gehen und ggf. entstandene Luftblasen zu entfernen.
  7. Im vorgeheizten Ofen bei 160°C ca. 25-30 Minuten backen. Die Küchlein sind fertig wenn sie leicht goldbraun sind. Der Teig sollte zurück springen wenn man ihn leicht eindrückt.
  8. Aus dem Ofen nehmen und auf dem Kopf gestellt auf einem Kuchengitter oder umgedrehte Wassergläser balancieren und 1 Std. auskühlen lassen.
  9. Die Küchlein vorsichtig mit einem Messer aus der Form lösen.
  10. Passionsfrucht Curd auf die Küchlein streichen, Kaffee in die Lieblings-Tasse gießen und genießen.

Rezept gefunden bei Delish.com

Marsala-Kirschen und Amaretto-Ersatz

Es ist Sommer, aber ich denke schon mal an Weihnachten. Ich weiß ein bisserl bekloppt, aber wie heißt es so schön „gut Ding will Weile haben“. Wie ich jetzt darauf komme? Sybille von Tomatenblüte hat ihr Rezept für Amarenakirschen verraten und das wollte ich auch unbedingt ausprobieren. Also letzten Samstag ab zum Markt und dort ein Kilo feinste Kirschen erstanden. Zum Glück war ich an dem Tag so beschäftigt und unterwegs, sonst hätte ich wahrscheinlich alle Kirschen so wech genascht. Am Sonntag habe ich mich dann an Sybilles Rezept gemacht und stellte fest ich habe ja gar kein Amaretto im Haus.  Das passiert wenn man sich keinen Einkaufszettel schreibt *argl*. Und nu? Tja, dann musste ich mich wohl zusammen reißen und Montag Amaretto besorgen.

Kennt Ihr das? Man hat sich geistig auf etwas eingestellt und dann klappt es nicht. Man hibbelt durch die Küche/Wohnung und es muss auf Teufel komm raus was geschehen. So gings mir Sonntag. Diese Kirschen ließen mir keine Ruhe. In meiner kleinen Bar entdeckte ich eine Flasche Marsala. Das müsste doch auch gehen, dachte ich mir. Ist zwar kein Amaretto, aber in der Kirschsauce beim Cheesecake-to-go hat es ja auch geschmeckt. Da die Flasche schon halb leer war, habe ich dann nur das halbe Rezept gemacht.

Die restlichen Kirschen hätte ich dann theoretisch genüsslich verspeisen können, aber mir ist was anderes eingefallen. Ich war sozusagen „on a roll“. Letzten Weihnachten habe ich Amaretto für den Bratapfel-Kit doch selber hergestellt. Also schnell den Amaretto angerührt und die andere Hälfte der Kirschen verarbeitet.

Fazit: Was schmeckt besser? Schwer zu sagen, wir haben ja noch nicht Weihnachten 😉 Natürlich habe ich beim Kochen etwas genascht und beide für sehr lecker befunden, allerdings für mich hat die Masala-Variante momentan seine Nase vorn. Nächstes Wochenende werde ich meine Testesser die Kirschen und ein Bottich selbst gemachter Vanilleeis vorsetzen und denen die Entscheidung überlassen 😉

Wenn du jetzt das Rezept für die Amarenakirschen suchst, schau mal bei Sybille vorbei (hier click). Für die Marsalakirschen einfach den Amaretto 1:1 mit Marsala austauschen. Falls du mal kein Amaretto im Haus hast, dann schau mal hier weiter unten. Der selbstgemachte Amaretto ist eigentlich sofort trinkbar, aber lässt man es ein paar Tage stehen soll er laut Kommentare „nachreifen“. Mandelessenz habe ich übrigens in unserem heimischen Asia-Markt gefunden.

Selbstgemachter Amaretto (ca. 900ml) (Adaptiert von allrecipes.com)

200g Zucker, 100g brauner Zucker und 250ml Wasser in einem Topf mischen und auf mittlere Hitze erwärmen bis sich der Zucker aufgelöst hat. Dabei gelegentlich rühren. Kurz aufkochen lassen und dann 30 Minuten abkühlen lassen.

500ml Wodka, 1,5 EL Mandelessenz und 2 TL Vanilleextrakt  mit dem Zuckerwasser gut vermischen. In eine Sterilisierte Flasche füllen.