QuickPress: Eierstich

 

Eierstich schnell gemacht…

2  Eier
125 ml Milch
Priese Muskatnuss
Priese Salz
Butter zum einfetten

Alles verrühren, in eine Mikrowellen geeignete, eingefettete Form füllen und 5 Min. (700W) in die Mikrowelle stocken lassen. Aus der Form stürzen, in Würfel schneiden und in die fertige Suppe geben.

Frankfurt Skyline

Frankfurt Teil 2

Wenn ich an Städtereisen denke, fallen mir Städte wie Berlin, München, Hamburg oder gar Köln ein. Jedes hat seine kulturellen, historischen oder kulinarischen Highlights die ein Besuch reizvoll macht. Aber Frankfurt? Diese Stadt würde ich eigentlich nicht zu meine Top-10 zählen. Aber ein Besuch der Buchmesse ist ein guter Grund die Reise zu verlängern und sich auch die Stadt anzuschauen. Im Beitrag Frankfurt Teil 1 habe ich bereits über meine Eindrücke der Buchmesse berichtet, heute in Teil 2 möchte ich euch noch kurz von dem Rest der Reise berichten.

Weiterlesen

Gebratene Nudeln mit Garnelen und Sesam

Zu Gast bei Luna’s Philosophy

Vor kurzem flatterte ein Hilferuf von Natalie (Luna’s Philosophy) in meinen virtuellen Briefkasten. Sie müsste eine Blogpause einlegen und damit ihr Blog nicht total verweist, hat sie gefragt ob ich nicht zu Gast bei Ihr sein möchte. Ohne zögern habe ich selbstverständlich ja gesagt! Und heute ist es soweit. Es gibt eine Variation meiner Lieblings-Speise: Gebratene Nudeln mit Sesam und Garnelen. Ein bisserl aufgeregt bin ich irgendwie schon. Ich habe noch nie einen „Gastbeitrag“ geschrieben. Wird es Natalie gefallen? Wird es ihre Leser gefallen? Wie ein guter Freund sagte „Don’t overthink it“ ;). Also dann mal los…

Weiterlesen

QuickPress: Spaghetti mit Sucuk

Bloggen braucht Zeit. Vor allem ist das Fotografieren, Bearbeiten der Fotos und besonders das Schreiben ziemlich aufwendig bzw. verschlingt gerne mal ein paar Stunden. Vom Herd, auf den Teller, in den Blog ist bei mir einfach nicht möglich…bis jetzt. 🙂

Ab sofort werde ich zusätzlich zu den „langen“ Blogbeiträgen eine neue Kategorie „QuickPress – auf den Teller, in den Blog“ einführen. QuickPress Beiträge sind Ideen, Serviervorschläge, oder kurze Memos die ich von Daheim oder Unterwegs ohne viel Brimbaborium poste. Sozusagen live gebloggt.

Weiterlesen

Fruehstuecksei mit Toast

Das perfekte Frühstücksei

Es ist Sonntag und das heißt im Hause Nachgekocht: es gibt Ei(er) zum Frühstück. Das sonntägliche Frühstücksei ist schon so eine Art Ritual geworden, welches bereits samstags mit dem Einkauf der frischen Eier vom kleinen Bauern aus der Eifel beginnt. Die Darbietungsform der Eier variiert, mal als Rührei, mal als Spiegelei, aber am häufigsten als gekochtes Ei. Das perfekt gekochte Frühstücksei (für mich) ist, wenn das Eiweiß fest und das Eigelb flüssig ist. Eier mit glibberigem, nicht festem Eiweiß oder hartes, womöglich noch trockenes Eigelb, gehört definitiv nicht zu dieser Definition.

Fruehstuecksei mit Toast

Beim Einzug von meinem Freund, präsentierte er ganz Stolz seine einzige Küchenmaschine: einen Eierkocher. Ein kleines blaues technisches Wunderwerk, mit dem man mit Hilfe von ein paar Tropfen Wasser und etwas Strom bis zu drei Eier in sämtliche Aggregat-Zustände versetzen kann. Das erstaunliche ist, solch ein Gerät hatte ich bis dato tatsächlich nicht in meinem Küchenfuhrpark. Genauer gesagt, habe ich noch nie einen Eierkocher bessessen, auch daheim wurden Eier mit der bewährten Topf-Wasser-Herd-Methode gekocht. Man soll ja offen für neues sein, also gab ich den kleiner Küchenhelfer eine Chance.

Ich schloss das Gerät an, befüllte den Wasserdosierer für 3 weiche Eier (es gab weich, mittel und hart zur Auswahl), setzte die angepieksten Eier in die vorgesehene Eierablagevorrichtung und schaltete das Geträt ein. Als ein ohrenbeteubendes Geräusch in der Küche erklang, führ ich innerlich zusammen und schaute erschrocken nach der Quelle des Lärms. Die Eier waren fertig. Wer hätte gedacht, dass so was Kleines so laut sein kann. Die Eier noch schnell abgeschreckt, in die Eierbecher gesetzt und auf den wartenden Frühstückstisch gestellt. Irgendwie kam ich mir ein bisserl so vor wie ein Kind mit einem Ü-Ei. Spiel und Spaß in dem Sinne war nicht zu erwarten, aber die Spannung war da, ob das Ei meine Erwartungen erfüllen würde. Das hat es nicht 😦 Das Eigelb war zwar flüssig, aber das Eiweiß direkt darum auch.

Am nächsten Wochenende schielte ich zwar wieder auf den Topf, aber der Eierkocher bekam noch eine Chance, diesmal mit etwas mehr Wasser. Vielleicht war die angegebene Menge für L-Eier einfach zu wenig, oder ich zu blöd. Das Ergebnis: wieder Glibber im Ei. Ich fragte meinen Freund, da es schließlich sein Gerät war, ob die Eier immer so werden oder ob ich was falsch mache. Die Antwort: er hat damit nur hartgekochte Eier gemacht. Dann allerdings müsste man dann das Gerät in die Spüle stellen, weil es dabei tropft… Urm, nun ja.

Am darauffolgendem Wochenende habe ich das blaue Gerät einfach links liegengelassen und verwendete die gute alte Topf-Wasser-Herd-Methode. Nach sechs Minuten in leicht sprudelndem Wasser, hatte ich mein perfektes Frühstücksei. Natürlich kam die Frage wieso jetzt der Topf, schließen haben wir jetzt einen Eierkocher. Ich entgegnete, ich hatte es vergessen und aus Gewohnheit zum Topf gegriffen. Beim Frühstück habe ich dann gebeichtet, dass ich sein (jetzt unser) Eierkocher hasse. Hassen ist vielleicht ein zu starkes Wort, aber Glibber-Ei ist ja auch echt schei**. Still und leise verschwand das Wunderwerk der Technik aus unsere Küche.

Toast mit Sardellen und Eigelb

Super Kombination flüssiges Eigelb und Sardellen

 Wie kocht man nun das perfekte Frühstücksei?

Kommt auf die Größe an. Kleine Eier (S) 5 Minuten, Mittlere Eier (M) 5:30 Minuten und Große Eier (L) 6 Minuten. Es gibt auch XL Eier, diese dann weitere 30 Sekunden kochen. Dies sind zumindest meine jahrelange Topf-Wasser-Methode -Erfahrung 😉

  1. Wasser zum kochen bringen.

  2. Eier vorsichtig in den Topf legen & Hitze reduzieren. Das Wasser sollte dann nur noch leicht sprudeln und nicht heftig kochen.

  3. Eier-Uhr stellen.

  4. Eier abschrecken.

  5. Frühstücken.

 

Da wir schon mal bei dem Thema Eier kochen sind. Rund um das Ei gibt es auch ein paar Mythen bzw. Aberglauben, nein das ist auch nicht das richtige Wort, vielleicht passt Irrtümer besser.

  1. Braune Eier sind gesünder als weiße! Stimmt nicht. Die Farbe der Eierschale eines Eies hat keinen Einfluss auf dessen Geschmack, Nährstoffe oder Vitamine. Die braune Eier legende Hühnersorte wurde / wird von Bio-Erzeuger bevorzugt und weiße Eier legende Hühnersorten von der Massen/Industriellen Käfighaltern bevorzugt. Somit entstand die Assoziation Braun=Gesund. Wüsstet ihr, dass man am Ohrläppchen des Huhns erkennen kann, welche Farbe Eier sie legt. Ich auch nicht. Hühner haben Ohrläppchen? Wieder was dazugelernt 😉

  2. Eier muss man abschrecken! Jein. Das Abschrecken verbessert nicht die „Pell-Eigenschaft“, das hängt mit der Frische der Eier zusammen. Frische Eier lassen sich nicht so gut pellen wie ältere Eier. Wenn man (wie ich) allerdings weiche Frühstückseier bevorzugt,  sollten die Eier mit kaltem Wasser abgeschreckt werden damit das Eigelb nicht nachgart. Hartgekochte Eier die nicht sofort verzehrt werden, sollte man hingegen nicht abschrecken.

Woran erkennt man eigentlich frische Eier? Oder wie weiß man ob das Ei noch gut ist? Mit Hilfe der guten alten Wassermethode. Einfach ein großes Glas o.ä. mit kaltes Wasser füllen. Sinkt das Ei und bleibt flach auf dem Boden liegen, ist es frisch. Steht das Ei senkrecht auf dem Boden kann man es noch essen, allerdings dann zur Sicherheit als hartgekochtes Ei. Schwimmt das Ei, dann weg damit.  Je älter das Ei wird um so größer wird die Luftblase innerhalb des Eies. Ergo je größer die Luftblase, um so größer ist der Auftrieb.

  1. Eier müssen vorm kochen angepiekt werden! Nein. Ca. jedes zehnte Ei platzt beim kochen, egal ob man es anpiekst oder nicht.

 

 

 

Bücher Frankfurter Buchmesse

Frankfurt Teil 1 – Die Frankfurter Buchmesse

Freitag morgen hieß es „der frühe Vogel fängt den Wurm“. Der Wurm kam um 6 Uhr als großer gelber Reisebus daher, um uns nach Frankfurt zu chauffieren. Nach knapp 4 Stunden inkl. einem kurzen, etwas unbequemen Nickerchen kamen mein Freund und ich in einem leicht vernebelten Mainhattan an. Der erste Weg führte uns direkt zum Hotel, welches sich mitten unter den Hochhäusern befand. Genauer gesagt im 22 Stock. im Hochhaus direkt neben den Main Tower. Die kurze und schnelle Fahrstuhlfahrt war schon krass. Die Fahrstuhlkabine war komplett verglast und man konnte zusehen wie der Boden sehr schnell wegfällt. Auf das Zimmer und die beleuchtete Aussicht am Abend freute ich mich schon. Nach dem einchecken und einem schnellen Käffchen in der Freßgass, gings per pedes zur Buchmesse.

Frankfurter Messeturm

Die Frankfurter Buchmesse ist riesig! Nicht umsonst ist sie ja auch die größte Buchmesse der Welt. Dort findet man nicht nur deutsche Verlage und Händler sondern auch Aussteller aus über 100 Ländern verteilt auf 6 Hallen bzw. 12 Ebenen.

Für einen Foodblogger ist die Gourmet Gallery in Halle 3.1. natürlich Pflicht. Ich war noch nie auf der Buchmesse und auf was sich hinter der „Gourmet Gallery“ verbirgt war ich schon gespannt. Also ging es als erstes schnurstracks dort hin. Nun ja…es war kleiner bzw. anders als erwartet. Eine Bühne mit Showküche, ein kleiner Präsentations-/Disskussionsbereich, ein Anbieter von italienischen Produkten und 2 oder 3 Weinhändler und ein paar kleine Verlage z.B. esoterische Verlage die auf der Veggie-Welle schwimmen. Dazwischen eine Büchergalerie mit den neuesten Kochbüchern aus diversen Verlagen.

Die Showküche ist natürlich das Highlight der Gourmet Gallery. Besonders großen Andrang findet man wenn Prominente während einer Kochdemo ihr neustes Kochbuch vorstellen. So war es zumindest bei der Kochshow von der Fernsehköchin und Buchautorin Sarah Wiener. Ziemlich schnell bildete sich eine Traube von Kochbegeisterten um die Kochbühne, sodass ein durchkommen kaum noch möglich war. Frau Wiener kochte ein Kürbisgericht aus ihrem neuesten Kochbuch „Sarahs Kochbuch für das ganze Jahr“. Es duftete wirklich köstlich, aber in dem Genuss einer Kostprobe bin ich nicht gekommen. Dafür aber in den „Genuss“ einer typischen und eindringlichen „Indoktrinerungsversuch“ von Frau Wiener. Mit dem verbalen erhobenen Finger redete sich Frau Wiener fast in Rage. Kein Silikon! Kein Teflon! Nur emaliertes oder gusseisernes (Koch)Geschirr! Man will ja kein Gift im Essen haben! Die Themen Nachhaltigkeit, Saisonal, Regional und Ökologisch sind eine besondere Herzensangelegenheit von Frau Wiener. Dies hat man auch deutlich gemerkt an ihrem Plädoyer, über das eigene Essverhalten nachzudenken und welche Auswirkungen dies auf die Umwelt, Flora und Fauna hat. Dass die Art der Aufzucht, Anbaumethode oder Tierhaltung auf die Qualität des Produktes Auswirkung hat, sollte eigentlich jedem bekannt sein. Mit einigen Sachen stimme ich vollkommen mit Frau Wiener überein, z.B. Obst und Gemüse (beispielsweise Erdbeeren oder Spargel) nur während der Saison zu kaufen oder auf lokale und regionale Produkte zurück zu greifen. Nur mag ich die Art und Weise wie Frau Wiener dies mit erhobenen Zeigefinger propagiert nicht… Bevor ich mich auch gleich in Rage rede, zurück zur Messe 😉

Wieso besucht man eigentlich eine Messe? Es gibt eigentlich zwei Hauptgründe: Erstens sich über die neuesten Produkte und Trends zu informieren und zweitens das sogenannte Networking, sich mit Kollegen und Menschen der Branche zu treffen und sich auszutauschen.

Die neuesten Produkte und Trends im Bereich Kochen, Backen und Genuss fand ich in der Ebene der Halle 3 unter der Gourmet Gallery. Die großen und kleinen Verlage präsentierten eine Vielzahl von aktuellen Kochbüchern und informierten über demnächst Neuerscheinungen aus ihrem Herbstprogramm. Besonders auffällig war, das sich das Trend-Thema Vegetarisch und Vegan durchweg durch alle Verlage zog. Bei den Neuerscheinung in dem Backbereich zum Beispiel ist das Thema Vegan stark vertreten. Allgemein erlebt das Thema Vegan einen ganz großen Hype, nicht zuletzt durch medial stark vertretene Kochbuch Autoren wie Attlia Hildmann oder Björn Moschinski. Allerdings habe ich das Gefühl dieser Hype erlebt gerade seinen Zenit und der Nachfolger steht bereits in den Startlöchern: Paleo. Dies wird auf der Buchmesse bereits als der neue Mega-Trend angekündigt. Paleo bezeichnet sich auch als Steinzeitdiät nach dem Low-Carb-Prinzip. Diese „Ernährungsform“ verzichtet u.a. auf Milch, Milchprodukte, Getreide, Getreideprodukte und industrielle verarbeitete Produkte wie Zucker oder Fertiggerichte. Beide „Ernährungsformen“ haben nach durchblättern einiger Kochbücher sehr schmackhafte Gerichte zu bieten, aber mich nur auf diese Weise zu ernähren kann ich mir nicht vorstellen. Ob ein Paleo-Buch es in meine Kochbuchsammlung schafft, wage ich noch zu bezweifeln. Aber man sollte niemals nie sagen 😉

Meine „Kochbuchwunschliste“ ist gefühlt 10 Seiten länger als vor der Messe. Zum Glück dürfen die ausgestellten Bücher nur am Sonntag auf der Messe verkauft werden, sonst wäre ich sicherlich mit langen Affenarmen zurück nach Aachen gekehrt. In den nächsten Wochen und Monaten werden sicherlich einige von der Liste mein Regal füllen, die ich euch dann auch ein bisserl näher vorstellen möchte.

Der für mich schönste Teil der Buchmesse war das sogenannte Networking. Bisher habe ich noch keine anderen Foodblogger im „Reallife“ kennengelernt. Der Kontakt und Austausch verlief bisher ausschließlich virtuell über die Blogs oder Social Media. Am Nachmittag habe ich (dank Facebook und Erkennungszeichen) Isabella von Bella Kocht, Jeanette von Cuisine Violette, Nadine von Sweet Pie und Petra von Obers Trifft Sahne auf einen Kaffee getroffen. Es war wirklich sehr schön andere Foodblogger live und in Farbe kennen zulernen. Lieben Dank Ladies! Am späten Nachmittag trafen sich die Bloggerladies und weitere wunderbare Food-Bloggerinnen wie Julia von The Cookingknitter, Silvia Caetano von Volle Lotte und Elena von Elena isst um 17:30 in der Gourmet Gallery zum „Kochen mit Wodka“. Claudia von Dinner um Acht hat in Zusammenarbeit mit der Buchmesse im Vorfeld zu Ehren des Ehrengastes Finnland das Blogevent „Kochen mit Wodka“ ausgerichtet. Der Hauptgewinn: eine 60 min-Kochshow in der Showküche der Gourmet Gallery zusammen mit Claudia.

Der erste Platz ging an Claudia von „Food with a View“ für ihren Beitrag „Sienipullat mit Lakritz-Wodka-Sahne und Brombeer-Chutney„. Ich bin ein totaler Fan von Claudias Blog, nicht nur wegen ihren super schönen Food-Fotos, sondern wegen ihre kreativen vegetarischen Gerichte. Was soll ich zum dem Event sagen? Kurzgesagt: Claudia und Claudia rockten die Showküche! Auch Probleme mit der Boosttaste vom Herd „Röstaromen können vegetarische Gerichte gut vertragen…“ oder dem wiederspenstigen Hightech Wasserhahn konnte die beiden Powerfrauen nicht aus dem Konzept bringen. Es hat sehr viel Spaß gemacht den beiden zuzuschauen und zuzuhören. Die Show war definitiv persönlicher, authentischer und unterhaltsamerals die Show von Frau Wiener. Aber vielleicht bin ich da ein bisserl voreingenommen 😉 Die Zuschauer durften nicht nur zuschauen und mitlachen, sondern wurden auch sehr gut mit Wodkakostproben und den leckeren Sienipullat belohnt. Die Foodblogger konnte man bei den Kostproben auch sofort erkennen. Bevor die Proben degustiert wurden, wurde alles fotografisch festgehalten 😉 Die Sienipullat (gebratene Pilzbällchen) zusammen mit dem Chutney und der Lakritz-Wodka-Sahne-Sauce war sehr, sehr deliziös! Ich bin zwar kein Lakritzfan, aber die Geschmackskombination von Pilzen, Sauce und Chutney war bombe. Die Pilzbällchen werde ich bestimmt bald nachkochen.

Leider hat der lange Tag seinen Tribut verlangt, so dass wir kurz nach der Show uns auf dem Weg zum Hotel aufmachten. Ich wäre gerne noch etwas länger geblieben, aber ich war einfach geplättet. Zum Glück wartete ein tolles Hotelzimmer auf meinen Freund (der tapfer alles mitgemacht hat) und mich und keine lange Busreise. Die kam dann am nächsten Tag…

Was wir sonst so in Frankfurt gesehen und erlebt haben, zeige ich euch dann in „Frankfurt Teil 2“.

Veränderung die das Leben so mit sich bringt…

Puuuh, kaum zu glauben wie schnell die Zeit so vergeht. Eigentlich wollte ich mir nur eine kurze Auszeit nehmen, ein/zwei Wochen oder so. Tja, daraus sind jetzt etwas über zwei Monate geworden und ich hab es kaum gemerkt. Naja, das stimmt nicht ganz. Oft habe ich an mein kleinen Blog und auch an euch gedacht, aber zum Laptop hochfeuern und in die Tasten zu hauen ist es irgendwie nicht gekommen. Wie heißt es so schön „time flies when you are having fun“ oder auch wenn man einfach anderweitig beschäftigt ist.

In den letzten Monaten gab es einige Veränderungen bei mir. Beginnen wir mal mit einer traurigen Nachricht. Mir sind meine liebsten Testesser weg gelaufen! Ich habe sie nicht mit Kochexperimente vergraulet oder versucht sie zu vergiften, ich habe nichts mit ihrem Verschwinden zu tun. Ehrlich! Die beiden haben sich (voraussichtlich) für 1 Jahr auf Weltreise abgesetzt. Das ist zwar schon Anfang Juli passiert, aber ohne die Testerbasis fiel das Experimentieren in der Küche etwas spartanischer aus. Ich vermisse sie sehr, aber zum Glück gibt es selbst im Dschungel Internet. Was die beiden auf ihrer Weltreise erleben könnt ihr auf planetmj.wordpress.com nachlesen.

Die zweite große Veränderung betrifft mein Herz, aber auch mein Wohnraum und somit indirekt das Bloggen. Mein Freund ist bei mir eingezogen 😀 Dem Umzug war eine recht große Aufräum- und Ausmist-Aktion vorangegangen. Es ist schon erstaunlich was sich alles in so eine kleine Wohnung ansammeln und verstecken kann. Neben säckeweise Kleidung (und auch Schuhe), sind auch 3 große Kisten Deko und Nippes, sowie 5 Kisten Bücher an den Mann bzw. Frau gebracht worden. Nach dem Ausmisten und Umzug, war Möbelrücken angesagt. Viele Möbel sind nicht dazu gekommen, einige wurden einfach ausgetauscht oder verkauft/entsorgt. Leider musste ich im Zuge des Zusammenziehens mein Fototisch/-ecke opfern. Diese 3 Monate alten Fotos aus dem „Behind the Scenes“ sind somit auch nicht mehr aktuell… Ein Ersatz gibt es noch nicht, aber ein paar Ideen, bis dahin wir Improvisiert 🙂

Eigentlich wollte ich nur sagen, es wird bald wieder nachgekocht 😀 Morgen noch nicht, denn es geht zur Frankfurter Buchmesse. Ich bin schon gespannt und werde berichten. Vielleicht sieht man sich dort…

Waffeln aus dem Ofen

Spontane Lust auf Waffeln

Gestern hatte ich spontan Lust auf frische Waffeln. Ich hatte die Wahl zwischen Kaufen oder selber machen. Naja, da war die Entscheidung eigentlich nicht so schwierig. Ein Waffeleisen habe ich sogar im Küchenführpark, aber ich wollte keine flachen Herzchen Waffeln, sondern diese dicken nach Belgische-Art. Innen fluffig und außen knusprig. Wenn ich etwas nicht will, dann auch den ganzen Tag nicht 😉 Zum Glück habe ich irgendwann mal spontan beim Kaffeeröster eine Silikon-Waffel-Backform käuflich erworben und bemerkenswerterweise noch nie verwendet. Ich war echt gespannt, ob das hinhaut. Zur Not hatte ich ja noch das Herzchen Eisen im Schrank.

Waffeln aus dem Ofen

Fazit: Mit der Silikonform hat es erstaunlicherweise richtig gut geklappt. Die Waffeln waren ziemlich schmackhaft… Aber an Waffeln aus einem richtigen Waffeleisen Belgischer-Art kommen die nicht ganz heran. Das liegt einfach daran, dass an den heißen Platten der Zucker karamellisiert und die Waffel viel knuspriger wird.

In dem Waffelteig habe ich dunklen Muscovado-Zucker verwendet. Diesen leicht karamell, malzigen Geschmack mag ich sehr. Wenn du keinen Muscovado daheim hast, dann kannst du es auch mit normalem Zucker ersetzen.

Waffeln aus dem Ofen

Ofen Waffeln

  • 275g Mehl
  • 50g Zucker
  • 50g dunkler Muscovado
  • 1 TL Backpulver
  • 1/2 TL Natron
  • 1/4 TL Salz
  • 150ml Milch
  • 125g Butter (geschmolzen)
  • 2-3 Eier*

In eine Schüssel alle trockenen Zutaten (Mehl bis Salz) mischen. Die übrigen Zutaten hinzufügen und das ganze kräftig zu einem glatten Teig rühren.

Den Backofen auf 220°C (Ober/Unterhitze) vorheizen.

Den Teig in die Waffel-Form füllen, ca. 1 EL pro Herz/Segment und ca. 10 Minuten auf mittlere Schiene backen. Aus der Form lösen und ggf. noch 2-3 Minuten ohne Form in den Ofen zum nachbräunen geben.

Mit Puderzucker bestreuen und mit einem großen Glas eiskalter Milch genießen.

Wer es nicht schafft alle Waffeln aufzufuttern, die kann man wohl auch ganz gut einfrieren und dann toasten. Ausprobiert habe ich das allerdings nicht 😉

*Für diese Waffeln habe ich kleine Eier (Eier von Junghennen) verwendet. Bei „normalen“ Hühnereiern würde ich zunächst nur zwei Eier in den Teig geben. Wenn der Teig zu fest ist, dann ein drittes Ei oder mit etwas mehr Milch strecken.

 

Spicy gewuerztes Popcorn

Popcorn muss nicht immer nur süß sein…

Neulich beim ausmisten meiner Küche fielen mir einige Schätzchen in die Hände, nicht nur von Essbarer-Natur, sondern auch längst vergessene Backformen und Küchengerätschaften wie z.B. meine Popcorn-Maschine. Letztes Jahr habe ich die Maschine von meiner Mutter geklaut geschenkt bekommen. Daraufhin wanderte sie für einige Zeit in meinem Schrank bis zur Karamell-Popcorn Aktion und verschwand danach wieder in den unendlichen Weiten meiner Küche ;). Fast hätte ich sie wieder vergessen, aber ich habe ja mit den „Inventarzettel“ im Schrank diesbezüglich vorgesorgt. Die dazu passende ungeöffnete Tüte Popcorn-Kerne entdeckte ich in die hinterste Vorratsschrank-Reihe (hinter den ganzen Nudeln). Nachdem die halbe Packung als „normales“ süßes Popcorn weggemampft wurde (daran war ich nicht alleine beteiligt!), wurde mir das ganze Süßkram ein bisserl langweilig.

Vor ein paar Jahren hat mein Bester-Freund Marshmallow-Popcorn für die Mikrowelle aus Amerika mitgebracht. Alle fanden das Popcorn scheußlich, aber ich fand es einfach nur genial. Dieses buttrige, salzige und zugleich süße Popcorn hat mir so gut geschmeckt, dass ich die ganze Schüssel alleine weggemampft hatte. Leider gibt es das Zeug nicht hier 😦 aber die Erinnerung daran steuerte meine Suche nach alternative Popcorn Geschmacksrichtungen. Ein „Copycat“-Rezept für Mallow Magic hatte ich leider nicht gefunden, aber das Party Popcorn von Nigella Lawson.

Spicy gewuerztes Popcorn

Das Rezept von Nigella verwendet neben Butter, Zucker, Salz, Paprika und Zimt auch noch Cumin. Ich habe momentan ein ziemliches Fable für dieses Gewürz, besonders in Grillmarinaden oder auch herzhafte Saucen auf Tomaten- oder Rotweinbasis, also war es klar, dass ich dieses Rezept ausprobieren musste. Ganz ohne Änderung ging es aber auch nicht, den Zimt habe ich z.B. weg gelassen weil ich es nicht so vertrage und auch die angegebene Menge von 4 TL Salz ist definitiv zu viel und das Popcorn nicht genießbar. Das sage selbst ich als ausgesprochener Salzig-Esser…

Wenn man die Menge an Butter, Zucker und Salz als Basis nimmt, dann kann man das Popcorn ganz nach seinem Gusto würzen. Ich habe auch mit anderen Gewürzen wie grünes Paprikapulver, Rauchsalz oder Curry experimentiert. Die Mischung mit Paprika und Cumin fand ich schon ganz gut, aber die perfekte Lieblingsmischung habe ich noch nicht gefunden. Die Testesser fanden fast alle Varianten nicht so gut, aber das war zu erwarten… bleibt mehr für mich 😉

Nicht jeder hat vielleicht eine Popcorn-Maschine daheim, aber es gibt auch ungewürztes Popcorn für die Mikrowelle oder man bringt die Popcorn-Kerne in einem großem Topf mit etwas Öl zum aufpoppen. Den Deckel nicht vergessen, oder Kescher und Schutzbrille bereithalten…

Gewürztes Popcorn

  • Popcorn
  • 3 EL Butter
  • 3 TL Zucker
  • 1/2 TL Salz
  • 1 TL Paprika (Edelsüß)
  • 1 TL gem. Cumin

Popcorn nach Packungs- bzw. Herstellerangabe (Mikrowelle, Topf oder Maschine) zubereiten.

Die Butter schmelzen, dann mit Zucker, Salz und den restlichen Gewürzen gut verrühren.

Die gewürzte Butter rasch unter Rühren über das Popcorn geben, weiter rühren bis alles (einigermaßen) gleichmäßig verteilt ist. Nicht zu viel Butter auf einem Mal dazu geben, da man sonst zu viele „Gewürzklumpen“ bekommt. Alternativ: Popcorn in eine große Papiertüte geben, Gewürzbutter dazu und ordentlich schütteln schake it like a polariod picture

Schatzsuche im Vorratsschrank – DauereventNachdem ich meine Küche ausgemistet hatte, habe ich kurz darauf bei Susanne (Magentratzerl) entdeckt, dass sie bei Zorra (Kochtopf) ein Blog-Event zum Thema „Schatzsuche im Vorratsschrank“ ausrichtet. Perfektes Timing, oder? Leider habe ich es zeitlich einfach nicht geschafft etwas zu verbloggen. Aber zum Glück gibt’s nicht nur beim Fußball Verlängerung 😉 Susanne hat ihr Event kurzerhand zu einem Dauerevent „Schatzsuche im Vorratsschrank“ verwandelt… 😀

Ingwer Limo / Ginger Beer

Ingwer-Limo bzw. Ginger-Beer selbst gemacht

Ich muss mich ran halten. Wieso? Weil heute der „Einsendeschluss“ von Simones von der S-Küche Blogevent „Zisch! Erfrisch mich!“ welches gleichzeitig das 100(!) Blogevent welches bei Zorra (Kochtopf) gehostet wird. Puh was für ein Satz, aber ich hab keine Zeit darüber jetzt zu grübeln… In meinem letzten Post habe ich beiläufig die Ingwer-Limo erwähnt, was ich eigentlich schon längst hier verbloggt haben wollte, aber wie es manchmal so ist … man schieb es so lange vor sich her, bis es fast so spät ist 😉

Blog-Event C - Zisch! Erfrisch mich! (Einsendeschluss 15. Juli 2014)

Okay, Ingwer-Limo Rezepte gibt es im Netz viele und mal ehrlich das gekaufte Ginger-Ale ist auch nicht schlecht, also wieso sollte man das selber machen? Weil wegen halt … nee wegen dem Geschmack natürlich! Gekauftes ist oftmals einfach nur süß. Versteht mich nicht falsch ich mag das, aber wenn es dann hier doch mal über 27°C werden sollte, dann brauche ich was richtig Erfrischendes. Selbstgemachte Ingwer-Limo ist genau das! Zitronig, prickelnd, frisch, mit einem leicht scharfen Abgang. Und wenn man dann noch Limetten und Wodka daheim hat, dann kann man sich auch einen richtig guten Moscow Mule mixen…

Ingwer Limo / Ginger Beer

Die nachfolgende Limo wird mit Hefe zugesetzt und braucht min. 12 Stunden (bis zu 48 Std. je nach Wetter) bis sie fertig ist, also nichts für eilige. Die Hefe sorgt für die Blubberblasen (Kohlensäure). Naja, die einzelligen Pilze b̶̶a̶̶k̶̶t̶̶e̶̶r̶̶i̶̶e̶̶n̶  fressen den Zucker und spalten diese in Kohlensäure und Alkohol. Da bei der Limo-Herstellung die Gärzeiten so gering sind, liegt der Alkoholgehalt für gewöhnlich unter 1%. Ungefähr wie ein Alkoholfreies-Bier.

Bevor es losgeht, sollte man bzw. Frau ein paar Sachen beachten. Die Hefe ist auch nach den 12-48 Std. weiter aktiv, also die Ingwer-Limo nicht in Glasflaschen aufbewahren, da diese Platzen könnten. Zum anderen sollte man die Limo im Kühlschrank lagern. Bei niedrigen Temperaturen stellt die Hefe ihre Aktivität ein, sie stirbt nicht und wird weiterhin kleine Mengen an Kohlensäure produzieren, aber nicht so viel dass die (Plastik) Flasche explodiert. Kommt die Limo wieder auf Zimmertemperatur wird wieder kräftig Blubberblasen produziert.

Im Gegensatz zum Heim-Bier-Brauen braucht man für Limo kein Gäreimer oder andere Utensilien, lediglich eine 2 L Plastik-Flasche z.B. von Coca-Cola. Austrinken, gut ausspülen und schon kann es losgehen…

Ingwer-Limo

  • 5cm frischer Ingwer
  • 250ml Wasser + Wasser zum auffüllen
  • 130g Zucker
  • 1/8 TL Salz
  • 75ml Zitronensaft (ca. 2-3 Zitronen)
  • 1/8 TL Trockenhefe* (Champagner-Hefe)

*Bezüglich der Hefe. Ich habe wie im Rezept vorgeschlagen Champagner-Hefe (online erhältlich) verwendet. Es funktioniert wohl auch mit der „normalen“ Trockenhefe die man zum Brotbacken nimmt, kann aber evtl. einen „Hefe-Beigeschmack“ hinterlassen. Wie heißt es so schön kann, muss aber nicht.

Den Ingwer fein reiben. Hierzu habe ich einfach die „feine Seite“ (die mit den kleinen Löchern) von mein Hobel verwendet. Mit einer Ingwerreibe geht’s auch, aber dauert seeehr viel länger.

Wasser und Zucker in einem Topf unter Rühren erhitzen bis der Zucker sich aufgelöst hat. Salz und Ingwer hinzugeben und auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. Die Zitrone hinzufügen und das Ganze in eine 2 L Plastikflasche füllen. Die Flasche bis ca. 3 cm unter dem Flaschenrand mit Wasser auffüllen. Kurz schütteln und kosten. Nach Belieben ggf. etwas Zucker hinzufügen.

Die Hefe in die Flasche geben, fest verschießen und gut schütteln. Die Flasche jetzt min. 12 Std. bis ca. 48 Std. stehen lassen und die Hefe arbeiten lassen. Wenn es warm ist geht’s natürlich schneller, aber nicht die Flasche in die Sonne stellen! Fertig ist die Limo wenn die Flasche sehr fest ist und beim Drücken kaum nachgibt.

Die Flasche zu Sicherheit am besten im Spülbecken (oder draußen) vorsichtig öffnen. Ein Glas mit Eiswürfel füllen, etwas Minze zugeben (optional) und durch ein feinmaschiges Sieb mit der Limo übergießen. Die Flasche im Kühlschrank lagern. Hat die Limo nach der ersten Kostprobe nicht genug Kohlensäure, einfach ein paar Stunden bei Zimmertemperatur stehen lassen. Die Limo ist ca. 2 Wochen im Kühlschrank (!) haltbar. Aber an sehr heißen Tagen hält sie sich wahrscheinlich nicht länger als 2 Tage 😉

Das Rezept stammt aus „Getränke naturrein & hausgemacht“ von Emma Christensen, erschienen im DK-Verlag.