erdbeereis mit einem hauch minze

Erdbeereis mit einem Hauch Minze

Ich habe es getan! Seit über zwei Jahren liebäugelte ich mit einer richtigen Eis-Maschine, eine mit Kompressor. Jetzt kann ich endlich spontan Eis machen! Nie mehr den Kühl-Akku-Bottich min. 24 Std. vorher in mein kleines Gefrierfach zu stellen! Yeah! Der Sommer kann kommen, denn es gibt jede Menge Eis, Eis, Baby!

Seit die Eis-Liesel eingezogen ist, ist sie auch kaum zu ruhe gekommen. Vanilleeis, Mangosorbet, Melonensorbet, Zitronensorbet und Erdbeereis waren schnell gemacht und von uns fast noch schneller weggeloffelt. Und es stehen noch jede Menge andere Geschmacksrichtungen auf der To-Do-Liste.

Eigentlich ist Vanilleeis mein absoluter Favorit, aber da wir mitten in der Erdbeersaison sind und die Erdbeeren endlich nach Erdbeeren schmecken, gibt es heute Erdbeereis. Und weil ich mal wieder (wie jeden Sommeranfang) meine Frische-Minze-Phase habe, haben sich noch ein paar Minzeblättern zu den Erdbeeren gesellt.

Ich weiß noch nicht genau wo die Eis-Liese ihren festen Platz in meiner kleinen Küche bekommt, aber über den Sommer darf sie erst einmal auf den Küchentisch verweilen 🙂

erdbeereis mit einem hauch minze

Das Erdbeer-Eis basiert auf das Philadelphia-Style Vanille-Eis aus „The Perfect Scoop“ von David Lebovitz. Das Vanille-Eis wird ohne Eier, nur mit Sahne und Milch zubereitet und ist absolut köstlich! Die Erdbeeren habe ich im Ofen geröstet, dadurch werden sie nicht nur weich, sondern durch das Verdünsten des enthaltenen Wassers bekommen sie einen intensiveres Aroma. Ich habe nur ca. 6 große Minzblätter verwendet und er war im Eis geschmacklich nicht sehr dominant, die Minze hat lediglich für einen leichten frische Kick gesorgt.

Erdbeer-Eis mit einem Hauch Minze

  • 500g frische Erdbeeren, möglichst reife und aromatische Früchte
  • 25g Zucker
  • Saft einer 1/2 Limette
  • Minzeblätter (nach Geschmack)
  • 250g Sahne
  • 125ml Vollmilch (3,8%)
  • 1/2 Vanilleshote
  • 75g Zucker
  • Priese Salz
  • 1/2 TL Vanille-Extrakt

Die Erdbeeren waschen, vom Strunk befreien und in ca. 1cm dicke Scheiben schneiden. Mit dem Zucker (25g) mischen und in eine Ofenfeste-Form verteilen. Diese dann bei 200°C vorgeheizten Ofen (Ober-/Unterhitze) ca. 8 Minuten rösten.

Herausnehmen, etwas abkühlen lassen und mit dem Saft einer halben Limette pürieren. Die Minzeblätter waschen und fein hacken und unter die Erdbeeren rühren. Die Erdbeeren vollständig abkühlen lassen und in den Kühlschrank stellen.

125g von der Sahne zusammen mit der ausgekratzten Vanilleshote und Vanillemark, Zucker  und Salz in einem Topf geben und auf mittlere Hitze erwärmen bis der Zucker sich aufgelöst hat. Die Sahne sollte aber nicht zu kochen beginnen.

Die restliche Sahne mit der Milch und Vanilleextrakt mischen und zu der warmen Vanillesahne geben. Die Schüssel mit Frischhaltefolie abdecken und kaltstellten.

Wenn beide Mischungen Kühlschranktemperatur (4-6°C) haben, die Vanilleshote entfernen und gut vermischen. Die Eismasse in der Eis-Maschine nach Herstellerangaben zubereiten. Man kann das Eis auch ohne Eis-Maschine zubereiten, allerdings wird es dann nicht ganz so cremig.

milchreis gebacken

Milchreis nach Englischer Art

Milchreis ist mein Soulfood. Ist das Wetter bescheiden oder meine Laune im Keller, gibt es eigentlich nichts Schöneres als sich mit eine Schüssel warmen Milchreis in eine Decke eingehüllt die Welt sich selbst zu überlassen. Zum Glück sind aber solche Tage rar besäht und die Lust auf Milchreis ist nicht ausschließlich an solchen negativen Umständen gebunden.

Milchreis in sämtliche Formen, könnte ich fast zu jeder Tageszeit verspeisen. Zum Kaffee z.B. gibt’s hier in Aachen Reisfladen. Ein Kuchen bestehend aus Hefeteig gefüllt mit Milchreis. Der Schmeckt wärm oder auch kalt ganz vorzüglich. In England wird Milchreis auch gerne im Ofen zubereitet, allerdings nicht als Kuchen, sondern vielmehr als eine Art Auflauf.  Die Zubereitung im Ofen dauert etwas länger als die Zubereitung im Topf auf dem Herd, allerdings erst im Ofen bekommt der Milcheis diese Karamell-Note und diese leckere zuckrige, karamellige Haut. Achtung! Dies ist nichts für die Schlanke Line 😉

ofenmilchreis

Milchreis nach englischer Art (für 2 Personen)

1 Auflauf bzw. Ofenfeste Form von ca. 0,5 L Inhalt

  • 225ml Vollmilch
  • 225ml Sahne
  • 1/2 Vanilleshote
  • 30g Zucker
  • 75g Milchreis
  • Muskat, frisch gerieben
  • ca. 1 TL Butter
  • 1-2 EL Brauner Zucker

Milch, Sahne und ausgekratzte Mark der Vanilleshote in einem Topf geben und bei mittlere Hitze zum Kochen bringen. Den Topf vom Herd nehmen und den Zucker und Milchreis hineinrühren.

Den Ofen auf 180°C vorheizen.

Die Auflaufform einfetten und die Milchmischung hineingeben. Muskat darüber reiben und die Butter in Flocken darauf verteilen.

Auf mittlere Schiene in den Ofen geben. Nach 15 Minuten die Temperatur auf 150°C reduzieren und eine Stunde backen. Den Braunen Zucker gleichmäßig auf den Milchreis verteilen und ca. 15 Minuten im Ofen (oder mit deinem Küchen-Flambierer) karamellisieren lassen.

Warm servieren. Ich mag den gerne pur, aber dazu passt auch Vanilleeis oder der Lieblings-Fruchtkompott sehr gut.

Quark Grieß Schmarren

Quark-Grieß-Schmarren

Meine Affinität zu der Alpenküche ist euch vielleicht schon mittlerweile bekannt. Die Nummer eins unter meiner Kulinarische-Alpenrangliste ist der Kaiserschmarren. Nicht nur als Kind habe ich dieses Gericht geliebt, auch später war es auf der Hütte war es immer eine gute Grundlage vorm Jagertee. Das Einzige was ich nicht mag ist wenn im Kaiserschmarren Rosinen sind. Mit solch einer Extrawurst konnte ich mir zumindest (fast) immer sicher sein, dass der Schmarren frisch zubereitet wurde.

Kaiserschmarren ist zwar der Kaiser unter den Schmarren, aber es gibt auch unzählige Varianten wie z.B. Apfelschmarrn, Semmelschmarren oder auch Topfenschmarren. Da ich im Kühlschrank noch Quark hatte, gab es Quark-Grieß-Schmarren. Der Schmarren wird auch nicht in der Pfanne zubereitet, sondern im Ofen somit muss man sich kein Kopf um das Wenden machen 😉 Dazu gab es kein Apfelkompott, sondern selbstgemachte Apfelsauce mit Vanille mit ein paar frischen Apfelstücken. Eigentlich wollte ich die restlichen Amarena-Kirschen dazu essen, aber die wurden vom einen gewissen Testesser bereits vernichtet.

Quark-Grieß-Schmarren

Der Schmarren war schon recht lecker und wurde zu dritt fast restlos verputzt, aber mein Favorit bleibt der Kaiserschmarren aus der Pfanne. Natürlich ohne Rosinen 😉

Quark-Grieß-Schmarren (für 4 Personen)

  • 3 Eier (L)
  • 80g Zucker
  • 1 TL Vanillezucker
  • 400g Magerquark
  • 100g Hartweizengrieß
  • 4 EL Milch
  • Salz
  • Puderzucker

Die Eier vorsichtig trennen, es darf kein Eigelb in die Schüssel mit Eiweiß gelangen. Das Eiweiß bis zur Verwendung in den Kühlschrank stellen.

Das Eigelb zusammen mit dem Zucker und Vanillezucker in eine mittelgroße Schüssel geben und mit einem Schneebesen kräftig schlagen, bis die Masse hellgelb und cremig ist. Quark, Grieß und Milch dazu geben und gut unterrühren. Die Schüssel abdecken und 20 Minuten auf der Arbeitsplatte stehen lassen, damit der Grieß quellen kann.

Nach den 20 Minuten das Eiweiß aus dem Kühlschrank nehmen und mit eine Priese Salz mit Hilfe vom Handmixer steif schlagen. 1 EL vom Eiweiß unter dem Grießteig rühren und dann das restliche Eiweiß vorsichtig mit dem Schneebesen unterheben. Das Eiweiß wird dabei nicht zu 100% gleichmäßig verrührt. Der fertige Teig sollte eher marmoriert sein.

Ein tiefes Backblech (30x25cm) mit Backpapier auslegen und leicht einfetten. Den Schmarren aufs Blech geben, glatt streichen und 25-30 Minuten (Ober-/Unterhitze) im 180°C vorgeheizten Backofen gold-gelb backen.

Das Blech aus dem Ofen nehmen, ggf. vom Backpapier z.B. mit einem Kuchenspachtel lösen und mit zwei Gabeln in mundgerechte Stücke rupfen. Auf 4 Teller oder wie ich in eine Pfanne anrichten, ordentlich mit Puderzucker bestäuben und heiß servieren.

Rezept aus „meine gute Landküche (01/14)“

Matcha Jelly

Grüner Schleim aka Matcha Jelly

Okay dieser Post kommt heute recht spät online, aber manchmal fallen mir Sachen erst in den letzten Minuten wieder ein. Wie der Blog Event „Blogg den Suchbegriff!“ von Steffen und Kitty Wu bei „feed me up before you go-go„.  Ihr Blog feierte vor kurzem den 2 Blog-Geburtstag und zu diesem feierlichen Anlass riefen Sie Blogger auf ihre lustigsten und/oder kuriosesten Blogsuchbegriffe kulinarisch umzusetzen. Ziemlich witzige Idee find ich. Welche Suchbegiffe die anderen Blogger so verbloggt habt findest du wenn du auf den Banner clickst.

Blog-Event - Blogg den Suchbegriff (Verlängert bis zum 15. Januar 2014)

Meine Blogstatistik zeigt mir nicht nur wie oft Nachgekocht oder die einzelnen Blogposts aufgerufen wurden, sondern auch wie die Person auf meinem Blog gelandet ist. Ein Teil davon kommen über Suchmaschinen (meist Google) und dabei kann ich oft auch sehen mit welchen Suchbegriffen sie hier landen. Der größte Anteil der Suchbegriffe sind eher langweilig oder haben gefühlt zu 75% mit meiner Regenbogen-Torte zu tun wie z.B. „bunte Kuchen/Torte“, „amerikanische Kuchen“ oder auch „gay Torte“. Eigentlich wäre dies der perfekter Anlass für eine Neuauflage meines beliebtesten Blogbeitrages, aber nach dem Weihnachtsfressmarathon war mir ehrlichgesagt nicht nach Torte. Aufgeschoben ist aber nicht auf aufgehoben!

Von den übrigen 25% der Suchbegriffe hier ein paar von mir kommentierte Beispiele:

  • „wieso kann man sahne gekocht danach kalt aufschlagen“ – Das weiß ich leider auch nicht. Bei sachdienlichen Hinweise bitte melden.
  • „gans gerippe foto“ – Würde mich schon interessieren wieso man so was sucht…
  • „verbrannter zuckermasse“ – Kann ich, geht sehr schnell, schmeckt nicht
  • „englische short finger kuchen“ – Wohl eher was für Halloween. Shortbread-Kuchen ist aber eine gute Idee, danke hierfür!
  • „wie marzipan raspeln“ – Das geht mit fast jeder guten Reibe, allerdings klappt es am besten wenn der Marzipan kalt ist und nicht die Feinreibe (mit kleinen Löchern) verwenden.
  • „wie mache ich blauen wackelpudding“ – Die schelle Antwort: mit Lebensmittelfarbe. Mit Farbe und Geschmack? Blue Curacao verwenden.
  • „green smoothie wird braun“ – Das passiert wenn man z.B. Blaubeeren verwendet.
  • „reiche omas“ – ??? Definitiv Anführer der Kurios-Suchbegriff-Liste, aber wie soll ich das kulinarisch Umsetzen 😉

 

Letztendlich habe ich mich für den Begriff „Grüner Schleim“ entschieden. Okay mal davon abgesehen, dass man in der Erkältungshaupsaison diesen Suchbegriff eher nicht mit Essen in Verbindung bringen möchte, lässt er doch einiges an Spielraum zu. Ein guter Schleimlieferant sind Okra, aber irgendwie konnte ich keine auftreiben. Grüne Smoothies passen optisch auch, aber hier gibt es schon einige im Blog. Nach einer Inspirations-Suche hatte ich einen passenden Kandidat: Wackelpudding! Für Wackelpudding ist man nie zu Alt oder zu Jung. Damit es nicht nach Kindergeburtstag anhört, verwende ich dann doch lieber den englischen Begriff Jelly.

Matcha Jelly

Matcha Jelly für 6 Personen (adaptiert von: SBS Food)

  • 2 gehäufte TL (ca. 10g) Matchapulver (z.B. Matcha Fuku)
  • 1 Pk. + 1/2 TL gem. Gelantine (+ 4 EL/60ml kaltes Wasser)
  • 200g Zucker
  • 600ml (125 & 475ml) Wasser

Den Matcha in 125ml heißes, aber nicht kochendes Wasser gut auflösen und zur Seite stellen.

In eine kleine Schale 4 EL/60ml kaltes Wasser geben und die Gelatine drüberstreuen, ggf. etwas verrühren und 10 Minuten ziehen lassen.

Zucker zusammen mit dem restlichen 475ml Wasser und Matcha in ein Topfgeben. Auf niedrige Hitze erwärmen (nicht kochen lassen) bis der Zucker sich aufgelöst hat, dabei gelegentlich umrühren.

Den Topf vom Herd nehmen und die aufgequollene Gelatine einrühren bis sich dieser aufgelöst hat. Die Flüssigkeit sollte aber nicht zu heiß sein, sonst klappt das nicht mehr mit dem Gelieren.

Die Mixtur auf 6 (100ml) Förmchen z.B. für Crème Brullée oder Auflauf und min. 4 Std. besser über Nacht in den Kühlschrank fest werden lassen.

Dazu passen Beeren oder Melone und etwas Sahne (flüssig).

Germknoedel mit Vanillesauce

Germknödel mit Vanillesauce

Besonders im Winter habe ich Sehnsucht nach den Bergen. Leider sind seit meinem letzten Besuch schon einige Jahre vergangen und jedes Jahr verspreche ich mir „nächstes Jahr“. Aus „nächstes Jahr“ wird es diesen Winter wieder leider nichts. Das nächste halbe Jahr steht bei mir einfach ziemlich viel an. Beruflich stehen ungewisse Veränderungen an und mein Studium will ich endlich diesen Sommer mit der Masterarbeit erfolgreich abschließen. Wie viel oder wenig ich zum Kochen und Bloggen komme kann ich leider nicht sagen, aber ganz aufhören werde ich wohl nicht, denn Kochen und Backen ist für mich ein Weg zum Entspannen. Nur allzu sehr ablenken darf ich mich nicht 😉

Wenn alles gut geht vielleicht belohne ich mich im Sommer mit eine Woche in den Bergen, denn auch ohne Schnee kann man es dort auch ganz gut aushalten 😉 Wenn ich an die Berge denke, denke ich natürlich auch an die Speisen die ich im Urlaub dort gerne gegessen habe, wie Kaiserschmarren oder eine zünftige Brotzeit oder auch Germknödel.

Germknoedel

Germknödel habe ich noch nie selbst gemacht und wollte mir damit ein kleines Stück Bergefeeling nach hause holen. Ein passendes Rezept wurde schnell gefunden. Allerdings geht die Zubereitung der selbigen leider nicht so schnell von statten. Damit der Germknödel gut auf geht muss der Teig einige Zeit gehen. Bei mir hat es fast 2 Stunden gedauert bis das Volumen vom Teig sich verdoppelt hat. Dann nach den Formen der Knödel nochmal gehen. Also keine Schnelle Leckerei, sondern eher etwas für einen faulen Sonntag. Das Rezept habe ich halbiert und für einen oder zu zweit sind 6 wenn auch kleine Germködel immer noch zu viel. Die restlichen Knödel habe ich kurzer Hand einfach eingefroren. Schließlich kann man auch tiefgefroren Hefeteig kaufen. Mal schauen ob die nach dem Auftauen auch essbar sind.

Statt wie im Rezept die Germknödel zu Kochen habe ich sie gedämpft. Lecker waren sie schon, wenn vielleicht ein bisserl zäh. Ich weiß nicht ob es am Dämpfen lag, oder das ich den Teig vielleicht etwas zu viel geknetet habe. Vermutlich war die zweite Gärrunde nicht lang genug. Also definitiv kein schlechter Start, mit Verbesserungspotential. Dazu gab es natürlich selbst gemacht Vanillesauce. Zur Zwetschgenzeit hätte ich vielleicht noch die Füllung selbst gemacht, aber mit „Aachener Pflümli“ geht es auch ganz gut.

Germknoedel von Innen

Germknödel (Rezept nach Sarah Wiener: La Dolce Wiener)

  • 100ml Voll-Milch (3,8%)
  • 10g Hefe
  • 250 g Mehl
  • 30g Zucker
  • 1/2 Vanilleschote
  • 1/4 TL Salz
  • 1 Eigelb (L)
  • Abrieb von 1/4 Bio-Zitrone
  • 35g weiche Butter
  • Ca. 50-100g Zwetschgenmus (Aachener Pflümli)
  • 25g gem. Mohn
  • 25g Puderzucker
  • 6-8 EL geschmolzene  Butter

Die Milch erwärmen, aber nicht kochen. Die Hälfe in eine kleine Schüssel geben und darin die Hefe auflösen. 1 EL Mehl (von den 250g) abnehmen und unterrühren. Mit etwas Klarsichtfolie abdecken und 15 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.

Die andere hälfte der lauwarmen Milch mit dem Zucker, Vanillemark, Salz, Eigelb und Zitronenabrieb in eine Schüssel verrühren. Das Mehl zusammen mit der Hefe hinzufügen und verkneten. Die weiche Butter hinzufügen und zu einem glatten Teig verkneten. Die Schüssel abdecken und 1-2 Stunden an einem warmen Ort gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.

Den Teig durchkneten und in 6 gleich große Portionen teilen. Jeden Teigling  mit den Fingern zu einem flachen Teller formen und ½ EL Zwetschgenmus in die Mitte setzen. Die Seiten hochnehmen, zusammen drücken und den Knödel verschließen. Mit dem Verschluss nach unten auf ein bemehltes Brett setzen, abdecken und ca. 30-60 Minuten erneut gehen lassen, bis sich das Volumen fast verdoppelt hat.

In einem großen Topf  mit Dampfeinsatz etwas Wasser hineingeben und zum kochen bringen. Je nach Topfgröße so viel Knödel hinein geben wie es passt. Bedecke dabei, dass die Knödel etwas Platz benötigen. Deckel drauf legen und bei niedrige bis mittlere Hitze 20 Minuten dämpfen.

Puderzucker sieben und mit dem Mohn mischen. Die Germknödel auf ein Teller legen, mit ca. 1 EL Butter übergießen und mit dem Puderzucker-Mohn-Gemisch bestreuen. Zusammen mit der warmen Vanillesauce servieren.

Vanillesauce

  • 450ml Vollmilch
  • 1 Vanilleshote
  • 4 Eigelb (M)
  • 2 EL Zucker

Milch zusammen mit der ausgekratzten Vanillemark und Vanilleshote in einem Topf aufkochen. Vom Herd nehmen und 15 Minuten ziehen lassen.

In eine Schüssel die Eigelb mit den Zucker gut verrühren. Die Schüssel am besten auf einem feuchten Tuch stellen, damit die sie nicht weg rutscht. Die Vanille Milch unter ständigen rühren hinzugießen.

Die Sauce zurück in den Topf geben und unter rühren langsam erhitzen. Zu schnelles erhitzen kann dazu führen, dass das Eigelb stockt. Wenn die Sauce langsam eindickt vom Herd nehmen und in eine vorgewärmte Karaffe füllen und servieren.

Cranberry Mince Pies

Mini Cranberry Mincepies

Zu Weihnachten breite ich gerne auch Englische Spezialitäten zu. Letztes Jahr gab es z.B. Früchtekuchen (Fruitcake) und (fake) Mini-Christmas-Pudding-Pops. Dieses Jahr hatte ich eigentlich vor einen traditionellen Christmas Pudding zu zubereiten. Christmas Pudding ist ein gedämpfter Kuchen, nicht zu verwechseln mit Fruitcake, welcher am ersten Weihnachtstag serviert wird. Dieser reichhaltige Nachtisch ist recht aufwendig und braucht einige Zeit. Genauer gesagt wird er mindestens 5 Wochen vor Weihnachten, spätestens am letzten Sonntag im November an „Stir Up Sunday“ zubereitet und gut verpackt reifen lassen. Irgendwie ist mir die Zeit abhanden gekommen. Der letzte Sonntag im November, wurde schnell vom ersten Advent, dann zweiten, dritten und vierten Advent abgelöst und dann war es einfach zu spät. Diesen Plan muss ich erneut auf nächstes Jahr verschieben. Stattdessen habe ich eine andere englische weihnachtliche Spezialität für Dich: Mince Pies.

Der Name dieses Gebäcks ist etwas irreführend, er enthält zwar Mincemeat aber dieser wird nicht aus Fleisch, sondern aus Früchten zubereitet. Früher wurde zwar in dem Teig oder der Füllung noch Suet (Rinder Talg) verwendet, aber auch das wird heutzutage durch Butter oder vegetarische Alternativen ersetzt. Oft besteht die Füllung aus Apfel, Rosinen, Korinthen und Sultaninen, aber bisher gefällt mir die Cranberry Version von Nigella Lawson am besten.

Cranberry Mince Pies

Mini Cranberry Mince Pies (ca. 72 Stück) adaptiert von Nigella Lawson

Cranberry Mince Meat

  • 60ml Portwein
  • 80g dunkler Muscovado (dunkel brauner Rohrzucker)
  • 330 frische Cranberries
  • 1 TL Zimt
  • 1/2 TL Ingwer
  • 1/2 TL gem. Nelken
  • 100g Sultaninen
  • 75g getr. Cranberries
  • Abrieb & Saft einer 1/2 Orange
  • 20ml Bourbon (oder Cognac)
  • 1 TL Vanille Extrakt
  • 2 EL Reissirup (oder Honig)
  1. Den Portwein und Muscovado in einem mittelgroßen Topf unter gelegentliches Rühren erhitzen, bis der Zucker sich aufgelöst hat. Die frische Cranberries dazu geben und mit dem Port gut benetzen.
  2. Die Gewürze, Sultaninen, getr. Cranberries und Orangenabrieb und -saft dazu geben, alles gut vermengen und bei mittlere Hitze zum Köcheln bringen. Die Hitze runter drehen und ca. 20 Minuten simmern lassen, bis die Flüssigkeit von den Beeren absorbiert wurde und die Cranberries ganz weich sind.
  3. Bourbon, Vanille Extrakt und Reissirup unterrühren und vollständig abkühlen lassen.
  4. Das Mincemeat in eine Schüssel mit Deckel (oder Ziplock-Beutel) füllen und über Nacht im Kühlschrank durch ziehen lassen.

Mürbeteig

  • 120g Butter (kalt)
  • 120g Palmin
  • 300g Mehl
  • Priese Salz
  • Saft von 2 Orangen
  1. Die kalte Butter  und Palmin  mit der groben Reibe raspeln und zusammen mit dem Mehl und Salz zu feine Streusel verarbeiten. Den Orangensaft hinzufügen möglichst schnell zu einem Teig kneten. Den Teig in 3 Portionen teilen, jeweils mit Frischhaltefolie umwickeln und über Nacht in dem Kühlschrank kalt stellen.
  2. Einen der Teigportionen aus dem Kühlschrank nehmen und den Teig auf einer bemehlten Arbeitsplatte dünn ausrollen und ca. 5cm große Kreise ausstechen. Ebenso viel kleine Sterne, Herzchen oder ähnliches als Deckel ausstehen. Den übrigen Teig gut verkneten und zurück in den Kühlschrank legen.
  3. Die Mini-Muffinform ausfetten und die Kreise vorsichtig in die Mulden drücken. Ca. 1/2 TL Cranberry Mincemeat in die Mulden füllen und jeweils mit einem Stern (Herz usw.) bedecken.
  4. Den Backofen auf 200°C vorheizen und die Mince Pies ca. 20-25 Minuten goldgelb backen. Kurz in der Form abkühlen lassen und dann auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.
  5. Mit dem restlichen Teig wiederholen bis er (oder die Füllung) vollständig auf gebraucht ist. Die Mince Pies lassen sich auch gut einfrieren. Einfach nach dem Auftauen kurz auf backen. Am besten schmecken sie mir noch leicht warm 😉

 

Matcha Trueffel

Weiße Schokoladen Matcha Trüffel

Na, was hat der Nicolaus Dir heute Nacht in deinen Stiefel gesteckt? Vielleicht ein Döschen Matcha?

Matcha mag ich ganz gerne. Die Verwendung hat sich bei mir allerdings bisher eigentlich nur auf Tee, Matcha Latte oder in Smoothies beschränkt, aber Matcha kann mehr. Bei TeeGschwendner habe ich Matcha Fuku der speziell sich fürs Kochen und Backen eignet entdeckt. Eigentlich wollte ich Matcha-Eis machen, aber ich bin in Trüffellaune 😉

Matcha Trueffel

Matcha Trüffel (gefunden bei Delicooks)

  • 150g Weiße Kuvertüre
  • 15g Kakaobutter
  • 50ml Sahne
  • 1 gehäufter TL (5g) Matcha Kuku
  • 150g Weiße Kuvertüre
  • 10g Kakaobutter

In einem Wasserbad die Schokolade und Kakaobutter schmelzen. Die Sahne erwärmen (aber nicht kochen) und mit dem Matcha verrühren.

Die Matchasahne mit der Schokolade gut verrühren, mit etwas Frischhaltefolie (direkt auf der Masse) abdecken und über Nacht zeihen bzw. fest werden lassen.

Am nächsten Tag kleine Kugeln formen und ca. 1/2 Stunde in den Kühlschrank stellen.

Währenddessen Weiße Kuvertüre mit Kakaobutter schmelzen. Die Kugeln mit Schokolade überziehen, auf einem Pralinengitter legen und in Kühlschrank fest werden lassen. Optional: die Kugeln mit etwas Matcha bestäuben/dekorieren.

Oh du fröhliche… Blogevent *click*

Simone von Ofenlieblinge sucht für ihr Blog-Event „Oh du fröhliche“ weihnachtliche Lieblinge. Dies Matcha Trüffel haben definitv das Zueg dazu 😉

Schokoladen Orangen Trueffel

Schoko-Orange Trüffel mit Biss

Trüffel, Praline oder Konfekt erleben wie Kekse, Plätzchen oder Cookies zu Weihnachten Hochkonjunktur.

Aber wann ist ein Trüffel ein Trüffel oder eine Praline eine Praline? Was ist dann eine Trüffel-Praline? Und was ist mit den eckigen? Ist das dann Konfekt oder auch eine nur eine Praline oder doch Trüffel? Eigentlich auch egal, wenn es schmeckt, oder?

Schoko Orange Trueffel

So jetzt genug der Fragen, kommen wir zum Star dieses Beitrages: die Schokoladen-Orangen-Trüffel mit einem Hauch Schärfe. Schokolade mit Orange ist einer meiner Lieblings Kombinationen, seit ich das erste Mal Sprengel Vollmilch-Orange gekostet habe. Leider gibt es diese Schokolade überhaupt nicht mehr 😦 Zartbitter ist zwar ein super Begleiter für Orange, aber ich bin ein Vollmilch-Girl 😉 Allerdings bei diesen Trüffel ist Zartbitter-Schokolade eine sehr gute Wahl!

Schoko Orange Trueffel

Schokoladen-Orangen-Trüffel mit Cheyenne-Pfeffer (adaptiert von About.com Candy)

Tipp: wer es gerne feurig mag kann auch etwas mehr Cheyenne-Pfeffer verwenden. Statt einer Zimtstange werde ich das nächste Mal Zimtblüten nehmen, oder etwas gem. Zimt.

  • 75ml Sahne
  • 1 Bio-Orange
  • 1 Stange Zimt
  • 150g Zartbitter (min. 70%)
  • 1/8 TL Cheyenne-Pfeffer
  • Kakaopulver

Sahne zusammen mit der dünn abgeschälten Orangenschale und Zimtstange in einem kleinen Topf geben und auf niedriger Hitze zum Köcheln bringen.

Gleichzeitig die Schokolade in einem Wasserbad schmelzen

Die aromatisierte Sahne durch ein Sieb zu der geschmolzenen Schokolade geben und gut umrühren. Mit Frischhaltefolie abdecken, die Folie direkt auf die Schokoladen-Masse legen und über Nacht (nicht im Kühlschrank) stehen lassen.

Am nächsten Tag ist die Schokoladen-Masse fest, sollte aber nicht zu hart sein. Die Masse mit einem Messer in Quadrate schneiden und mit Kakao bemehlte Hände zu Kugeln rollen. Am besten Handschuhe verwenden. Die noch „weichen“ Trüffel in Kakao wälzen.

Die Trüffel im Kühlschrank gut verschlossen sind min 1. Woche haltbar. Allerdings bei Zimmertemperatur entwickeln sie das beste Aroma. 1-2 Pralinen aufgelöst in eine heiße Tasse Milch mit etwas Honig ist auch eine feine Sache

Marzipan Apfel Konfekt

Marzipan-Apfel-Konfekt

Meine Wichtelpartnerin Sandra von Topfschlacht hat letzten Sonntag ihr Erstes von vier kleinen Wichtel-Geschenke ausgepackt. Darin war Marzipan-Apfel-Konfekt und das Rezept möchte ich euch auch nicht vorenthalten.

Marzipan Apfel Konfekt

Marzipan-Apfel-Konfekt (adapiert von LandIdee)

  • 200g Marzipan
  • 40g Apfelchips
  • 150g Puderzucker
  • 50g getrocknete Beeren (oder Rosinen)
  • 50g Mandeln, gehackt
  • 2cl Amaretto
  • 200g Zartbitter Kuvertüre

Marzipan raspeln, Apfelchips zerbröseln und mit alle anderen Zutaten, bis auf die Schokolade zu einem Teig verkneten. Haselnuss bis Walnuss große Kugeln rollen. Vor dem Schokolieren habe ich die Kugeln noch ca. 1 Std. in den Kühlschrank gestellt.

Die Schokolade über ein Wasserbad schmelzen. Die Kugeln mit Schokolade überziehen und auf einem Pralinengitter oder einem mit Backpapier ausgelegtem Backblech setzen. Wenn die Schokolade ausgehärtet ist, die Pralinen in kleine Pralinen-Manschetten setzen, oder einfach in Cellofantütchen füllen.

Muesli Verwertung

Ich bin ja nicht so der Frühstückstyp. Morgens muss es einfach schnell gehen. Außer am Wochenende wenn ich Zeit habe dann Frühstücke ich gerne lang und ausgiebig. Als Kind hab ich gerne Cereal, Weetabix oder Porridge vor der Schule gegessen. Aber ein Fan von Müsli war ich eigentlich nie. Es kommt ab und an vor, da hab ich richtig Japp drauf. Dann kaufe ich wieder eine Packung, obwohl ich genau weiß, dass die restliche Packung dann Wochen(Monate)lang in meiner Küche rum steht. Tja, was tun mit dem restlichen Müsli. Na klar, Kekse backen! 😉

Muesli Kekse

Muesli-Kekse (adaptiert von Taste.com)

  • 250g Ovomaltine Crisp Müsli
  • 70g Mehl (405)
  • 100g Butter (geschmolzen)
  • 40g Honig (flüssig)
  • 1 Ei (L)
  • 25g Backfeste Schokodrops

Müsli und Mehl in einer Schüssel mischen.

Geschmolzene Butter, Honig und Ei verquirlen und zusammen mit den Schokodrops mit dem Müsli gut vermischen. 15 Minuten stehen lassen.

Von der Masse löffelweise abstechen walnussgroße Kugeln formen. Wer lieber etwas flachere Kekse möchte, sollte die Kugeln etwas flach drücken.

Die Kekse auf ein bzw. zwei mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzten und bei 175°C (Ober-/Unterhitze) 15 Minuten backen.

Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.