Zimt-Karamell Popcorn

Ganz schlimmes Popcorn

Für mich gehört Popcorn zu jedem Kinobesuch dazu. Alleine der süßlicher leicht karamelliger Duft der am Nachmittag über dem Platz am Kino weht, versetzt mich irgendwie immer wieder in meine Kindheit. In unsere Kleinstadt gab es ein kleines Kino mit 2 Sälen, die haben immer selbst das Popcorn in einer dieser großen Maschinen hergestellt. Fasziniert stand ich mit großen Augen davor und schaute verzückt zu wie die gepoppten Körner wie wildgewordene Hummeln aus dem Kupferkessel rausschossen. Über die Jahre hat sich das leider geändert. Das Kino wurde größer und leider verschwand mit den alten Interieur auch die Popcornmachine.

Letztes Weihnachtsfest schleppte ich neben meinem Koffer auch ein Popcornmaker von meine Eltern nach Hause. Endlich konnte ich frisches Popcorn daheim zubereiten. Anlässlich des heutigen „Feiertags“ Halloween und den heute anstehenden Horrorfilm Abend gibt es ganz besonderes zweierlei Popcorn. Oder wie mein Testesser sagte ganz schlimmes und ganz, ganz schlimmes Popcorn.

Eigentlich ist das Popcorn ganz und gar nicht schlimm, sondern nur mit Karamell über zogen 😉 In der schlimmen Version besteht der Karamell aus Rohrzucker mit Zimt und Vanille gewürzt. Die ganz, ganz schlimme Version ist mit normalem Haushaltszucker, etwas mehr Salz und Vanille. Persönlich find ich die zweite Variante auch am besten.

Allerdings eine Warnung vorweg: die Schüssel ist ratzfatz leer! Wenn man die Schüssel alleine verputzt, kann es passieren, dass man selbst wie eine wilde Hummel auf Zucker durch die Wohnung flitzt.

Vorbereitung: Wie bei dem Bonbon-Rezept wird ein Zuckerthermometer benötigt. Zusätzlich habe ich noch einen kleinen bis mittelgroßen Topf mit schwerem Boden, einen Holzlöffel, eine leicht gefettete Schüssel, ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech und ein Becher mit Wasser incl. Backpinsel vor dem loslegen bereitgestellt.

Zimt-Karamell-Popcorn

  • 40g Popcorn
  • 100g Rapadura Vollrohrzucker
  • 200g Zucker
  • 75g Wasser
  • 28g Butter
  • ½ TL Vanillepaste
  • ½ TL Salz
  • ½ TL Natron

Vanille-Karamell-Popcorn

  • 40g Popcorn
  • 300g Zucker
  • 75g Wasser
  • 28g Butter
  • ½ TL Vanillepaste
  • 1 TL Salz
  • ½ TL Natron

Popcorn zubereiten. Mikrowellen-Popcorn geht natürlich auch, es sollte allerdings ohne zusätzlicher Geschmack, also “naturel” sein.

Zucker, Wasser, Butter, Vanillepaste und Salz in einem Topf geben und auf niedrige Hitze unter Rühren den Zucker auflösen. Kleiner Tipp:  ein tropfen Zuckersirup zwischen den Fingern reiben, so kann man ertasten ob der Zucker komplett aufgelöst ist. Der Vollrohrzucker wird etwas länger brauchen, als der haushaltsübliche Zucker.

Mit dem feuchten  Backpinsel den Zucker vom Topf-Rand entfernen. Das Thermometer am Topf anklemmen und die Hitze hochdrehen. Wenn der Thermometer 124°C anzeigt, den Topf vom Herd nehmen, Thermometer entfernen und zügig das Natron einrühren.

Das Popcorn in die gefettete Schüssel geben, mit dem Karamell übergießen und zügig aber vorsichtig vermengen. Auf das Backblech geben und ausbreiten. Abkühlen und aushärten lassen. Freunde einladen, DVD anschmeißen und saugeiles Popcorn genießen.

Wie lange sich das Popcorn hält kann ich leider nicht sagen. Denke aber Luftdichtverschlossen und gut vor Naschkatzen versteckt evtl. ein paar Tage 😉

Kürbis round up

In den letzten Tagen etwas ruhiger hier geworden. Aber keine Angst die Blogger-Blues hat mich nicht erwischt. Irgendwie verrinnt die Zeit wie Sand zwischen meinen Fingern. Kaum dreht man sich um und schwups ist der Tag verflogen, bis man es merkt ist die ganze Woche vorbei. Wirklich ruhig geht es bei mir daheim nicht wirklich zu, ich koche, teste verschiedene Rezepte oder koche einfach meine Lieblings Rezepte. In dieser Jahreszeit steht Kürbis sehr oft auf meinem Speiseplan. Bis vor ein paar Jahren war dies für mich undenkbar. Die Erinnerungen an süß-sauer eingelegten Kürbis meiner Oma verfolgten mich wie ein schlechter Traum und ließ mich bei der bloßen Erwähnung von Kürbis erschaudern. Zum Glück wird man älter und weiser.

Heute habe ich kein neues Kürbis Rezept auf Lager, sondern möchte eine Art Kürbis Round-Up machen.

Der erste richtiger Eisbrecher in Sachen Kürbis, war für mich die Kürbissuppe. Sozusagen Kürbis für Einsteiger. Meine liebste Variante ist eine mediterran angehauchte Version mit Tomate und Rosmarin. Das Rezept geht wirklich flott von der Hand und das schöne ist, der Ofen nimmt den Großteil der Arbeit ab. Zum Rezept hier klicken.

Eine andere und auch gehaltvollere Kürbissuppe ist die „Suppe im Kürbis“ mit Croutons, Sahne und Käse. Wie beim Vorgänger wird die Suppe auch im Ofen zubereitet. Zum Rezept hier klicken.

Nach der gehaltvollen Suppe gibt es jetzt etwas Leichtes: ein Salat mit Muskatkürbis und Topinambur. Zum Rezept hier klicken.

Kürbis eignet sich nicht nur als Hauptspeise, sondern auch als Beilage z.B. zu einer Mangold-Spinat-Quiche. Zum Rezept hier klicken.

Was sich bei der Suppe bewährt hat, kann bei Risotto für Faule auch nur recht sein: Gebackener Kürbis-Risotto mit Bacon. Zum Rezept hier klicken.

Das Mangold und Kürbis gut harmonieren sieht man auch bei dem Post „Entenbrust mit Kürbis und Mangold“. Zum Rezept hier klicken.

Herbst bedeutet auch Federweißer-Zeit, wieso nicht mal die traditionellen Flammkuchen mit Kürbis aufpeppen? Zum Rezept hier klicken.

Mit der Herbstzeit rückt auch die Ski-Saison immer näher. Ein Gericht welches ich immer mit Ski-Urlaub in Verbindung bringe ist Käsespätzle. Eine herbstliche Variante mit selbstgemachte Spätzle und Kürbis-Schnitzen habe ich vor kurzem hier verbloggt. Zum Rezept hier klicken.

Kochen bedeutet für mich auch experimentieren. Manche Experimente gehen schief, andere wiederum werden unerwartet köstlich. Wie auch meine experimentelle Kürbis-Tomaten-Basilikum-Gnocchi. Zum Rezept hier klicken.

kuerbisgulash

Last but not least, komme ich zu mein Kürbis-Liebling dieser Saison: ein herzhaftes Gulasch mit Kürbis. Ein gutes, herzhaftes, würziges Schmorgericht aufgepeppt mit der süßlich schmeckenden Kürbis wärmt von innen und schmeichelt die Seele, bei trüben Herbst Wetter. Zum Rezept hier klicken.

Das war mein kleiner persönlicher Kürbis Round-Up der (fast) letzten zwei Jahre hier auf dem Blog. Mittlerweile bin ich ein richtiger Kürbis-Fan geworden und freue mich wenn ich eine neue Art der Zubereitung bzw. Kombination finde. Eines fehlt noch auf diese Liste: ein amerikanischer Kürbis-Pie. Ich habe schon mal einen zubereitet, aber der schmeckte mir nicht so oder ich war noch nicht dafür bereit 😉 Über Tipps oder Hinweise zu schöne Kürbis-Rezepte würde ich mich auch sehr freuen.

Orangen- und Zitronenbonbons

Süsses oder Saures? Beides!

Nächste Woche ist Halloween. Wie mit Valentinstag, können die meisten nichts damit anfangen und in alter Scrudge-Manier schimpfen „Baaah Humbug“. Nun gut, bei Valentinstag stimme ich mit in den Chor ein, Halloween allerdings ist eine ganz andere Geschichte. Wie ihr vielleicht mitbekommen habt, ich bin halb Engländerin und die feiern u.a. Halloween (dafür kein St. Martin) Als Kind haben wir uns immer auf Halloween gefreut, so mit allem Drum und Dran! Naja, ganz so extreme wie bei dem Klischee-Amerikaner nun auch nicht, aber der Zuch durch die Gemeinde verkleidet als Vampir, Hexe oder Geist o.ä. war Pflicht. Wie bei St. Martin, gibt es zum „Trick-Or-Treating“ auch verschiedene Songs, mal anständig, mal unanständig z.B.

Trick or treat, smell my feet, give me something good to eat! If you don’t, I don’t care. I’ll pull down your underwear!

Natürlich gab es auch Unmengen von Süßigkeiten! Meine Schwester und ich haben davon Wochen gezehrt, zumindest bis St. Martin. Es hat halt auch Vorteile wenn man zweisprachig aufwächst 😉 Somit komme ohne weitere Umschweife zu den eigentlichen Inhalt des Posts: Süßigkeiten! Genauer gesagt zum Süßigkeiten-Blog-Event von Annas „Himmlische Süßigkeiten„.

Blog-Event

Die XXL-Lollies wären dafür perfekt, aber die sind ja schon an Wolfgang gegangen. Zuerst wollte ich auch in die Richtung Lollies weiter experimentieren z.B. ein Zitronen-Lolly, aber ich hatte keine Lolly-Stengel mehr. Außerdem habe ich die letzten Lollies immer noch nicht vernascht. Dann viel mir das Rezept aus „Field Guide to Candy“ wieder ein: Lemon Drops.

Vor kochen mit Zucker braucht man keine Angst haben, wenn man ein bisserl vorsichtig ist und ein paar Dinge beachtet. Also nicht den Finger in den Topf stecken oder den Kochlöffel abschlecken bis der Zucker sich abgekühlt hat. Bevor es los geht räum ich alle Arbeitsflächen frei (ich hab eine ziemlich kleine Küche) und lege alle Gerätschaften bereit. Ich wiege alle Zutaten ab und stell sie mir bereit (Mise en place), bevor ich den Herd überhaupt an mache. Ganz wichtig ist ein Zuckerthermometer. Man kann zwar ähnlich wie bei der Gelierprobe mit einer Wasserprobe den Härtegrad vom Zucker testen, aber ein Thermometer ist genauer und zwischen lecker Bonbons und verbrannter Zucker braucht es nur Sekunden. Für Verarbeitung der Zuckermasse wird eine Marmorplatte empfohlen, aber es geht auch ohne, z.B. mit einem gefetteten Backblech.

drops

Bevor es los geht ein Warnhinweis vorweg: auf 149°C erhitzter Zucker ist verdammt heiß! Also erklärt die Küche als Gefahrenzone und verbannt alle Körperklause oder tobende Kinder (zumindest aus der Küche).

Die Gerätschaften:

  • Herd
  • Kleiner Topf mit schwerem Boden
  • Thermometer
  • Holzlöffel
  • Backpinsel & ein Becher mit Wasser
  • Mamorplatte oder Backblech
  • Schere
  • Teigspachtel oder Palette
  • Backtrennspray oder Öl
  • Waage und Esslöffel
  • Tiefer oder flacher Teller mit Puderzucker

Zitronen- und Orangen-Bonbons (Adaptiert von Field Guide to Candy by Anita Chu)

  • 200g Zucker
  • 1/2 TL Cream of tartar
  • 125ml Wasser
  • 1 PK. (5g) Zitronensäure
  • Ca. 5-10 Tropfen Zitronen- oder Orangenaroma
  • Gelbe Lebensmittelfarbpaste (z.b. Wilton)
  • Puderzucker

Schere, Marmorplatte oder Backblech mit Backpapier und Spachtel mit Backspray einfetten.

Zucker, Cream of Tartar und Wasser in einem Topf geben und auf niedrige Hitze unter Rühren den Zucker auflösen. Thermometer in den Topf klemmen, Hitze erhöhen und kochen lassen bis das Thermometer 149°C (Hard Crack) erreicht. Nicht rühren!

Topf sofort vom Herd nehmen, Thermometer entfernen und Zuckermasse auf das Backblech gießen. Vorsicht heiß!!! Zügig Lebensmittelfarbe, Zitronensäure und Zitronen- oder Orangenaroma darüber verteilen und mit einem Spachtel vermischen. Mit dem Spachtel die Zuckermasse weiter bearbeiten, bis der leicht abkühlt.

Mit Hilfe des Spachtels kleine Quadrate abstechen und mit Puderzucker bestäubte Händen zu Kugeln rollen. Alternativ: Zucker in Streifen schneiden zu einer Zigarre rolen und Stücken mit der Schere abschneiden. Zügig arbeiten. Wenn die warmen Zucker-Kugeln abflachen bzw. die Form nicht erhalten bevor sie komplett abkühlen, nochmal kräftig zwischen den Händen rollen. Die Bonbons in Puderzucker wälzen, damit sie nicht zusammen kleben.

Komplett aushärten lassen, bevor man sie in einem Bonbon-Glas oder sonstiges Gefäß gibt, da man sonst am nächsten Tag nur noch ein riesen Klumpen Zucker im Glas hat. Das da wieder raus zu bekommen ist nicht so einfach, sag ich euch. 😉

Tart Tatin Surprise

Tart Tatin Surprise ist genial. Woher das Gericht kommt oder wer es erfunden hat weiß ich nicht, aber diese Kombination mit Karamell und Herzhaftem find ich super. Ich habe es schon öfters gegessen, allerdings noch nie selbst zubereitet. Wieso auch, wenn die beste Freundin das so gut kann. Leider war besagte Freundin nicht zur Stelle, also musste ich selber ran 😉 . Da ich es mir ab und an gerne einfach mache, habe ich fertigen Blätterteig verwendet. Vor ein paar Monaten habe ich tatsächlich Blätterteig selbstgemacht. Es ist nicht wirklich schwer, nur sehr zeitaufwendig, aber es lohnt sich. Selbstgemacht schmeckt 100.000 Mal besser als gekaufter!

Tart Tatin Surprise

Tart Tatin Surprise (für 2) (20cm Backform)

  • ca. 400-500g Drillinge
  • 7-8 Kirschtomaten
  • 2 Schalotten
  • 25g Zucker
  • 25g Butter
  • 4-6 Salbei Blätter
  • Salz & Pfeffer
  • 1 PK. frischer Blätterteig

Drillinge putzen und halbieren. Kirschtomaten waschen und trocknen. Schalotten schälen und vierteln.

Zucker in einem Topf mit schwerem Boden geben und auf mittlere Hitze schmelzen. Wenn der Zucker sich goldfarbend färbt vom Herd nehmen und rasch die Butter hinzufügen und gut umrühren. Das Karamell in die Backform gießen. Wenn sich Butter und Zucker nicht 100% vermischen nicht schlimm, der Zucker schmilzt im Ofen wieder.

Zuerst die Salbeiblätter in das Karamell legen, dann darauf die Kartoffeln mit der Schnittfläche nach unten dicht an dicht platzieren und dazwischen die Tomaten und Schalotten verteilen. Mit Salz & Pfeffer würzen.

Vom Blätterteig ein Kreis ca. 1-2 cm größer als die Backform ausschneiden, auf die Kartoffeln legen und die Ränder behutsam zwischen Form und Kartoffeln drücken.

In den auf 200°C vorgeheizten Backofen ca. 25-30 Minuten backen, bis der Blätterteig goldbraun ist. Aus dem Ofen nehmen, kurz ruhen lassen und dann auf einem Teller stürzen. Am einfachsten geht das, wenn man den Teller auf der Form legt und dann schnell umdreht 😉 Noch ein paar frische Salbeiblätter drauf verteilen und sofort servieren.

Involtini mit experimentelle Gnocchi

Manchmal überkommt es mich und meine Küche verwandelt sich nicht nur in ein Schlachtfeld, sondern in ein Experimental-Labor. An solchen Tagen werden eigentlich keine Kochbücher oder Blogs durchgeforstet, sondern die Schränke und der Kühlschrank. Was ich dort finde, landet erst einmal auf meinem Küchentisch. Meine Testesser kenn mich schon so gut, wenn sie verschiedene (zusammenhangslose) Zutaten den Küchentisch belagern sehen, fragen sie gleich was es heute zu „testen“ gibt 😉

Ein Plan gibt es eigentlich nicht, nur eine vage Vorstellung. Manchmal kommt was Tolles dabei raus, manchmal ist das Ergebnis… nun ja, sagen wir mal am Ende vom Rezept würde „Unter Rühren in den Ausguss gießen“ stehen 😉 Solche Tage stehen unter dem Motto „Der Weg ist das Ziel“.

Diesmal landeten auf meinem Küchentisch ein Hokkaido, Gemüsezwiebeln, Basilikum, Äpfel, getrocknete Tomaten, Walnüsse, Cashewkerne, Quitten, Parmesan, Suppengemüse und eine Flasche Rotwein. Beim Blick auf das Suppengemüse und den Rotwein fiel mir Susannes Jus-Paste ein, also fielen die erst einmal weg. Der zweite Blick blieb beim Hokkaido hängen. Die erste Überlegung ging in Richtung Pie oder Muffins, aber auf was Süßes hatte ich dann doch keine Lust. Im Froster hatte ich noch Schellfisch da würde Kürbispüree doch super passen.

Während ich den Kürbis klein schnitt, fiel mein Blick auf die getrockneten Tomaten. Tomaten und Kürbis passen in Suppe gut zusammen, wieso nicht auch im Püree. Mit den fein gehackten getrockneten Tomaten gesellte sich das Basilikum zu dem pürierten Kürbis und etwas Olivenöl und Milch. Tja… das Resultat war toll schmeckender Kleister. Für ein fluffiges Püree fehlte wohl Kartoffel oder ich hätte den Kürbis durch die Kartoffelpresse und nicht mit dem Pürierstab bearbeiten sollen.

Kurz überlegte ich aus dem Kleister ein Pesto zu machen, aber die Milch im Püree passte da nicht ganz. Aus der Basis könnte man aber bestimmt noch ein Teig, Kuchen oder Brot zubereiten. Meine Wahl fiel schließlich auf Gnocchi. Wenn Gnocchi-Experten das Rezept sehen werden die bestimmt die Hände über den Kopf zusammenschlagen, aber das ist mir egal. Sie waren lecker und mutierten nach dem Kochen nicht zu Patexbällchen.

Zu den Gnocchi gesellten sich dann noch Puten Involtini gefüllt mit Mozzarella. Auf Fisch hatten meine Testesser und ich doch keine Lust. Als Deko und zusätzlicher Farbtupfer habe ich noch die Teller mit kleinen Feldsalatblättchen drapiert. Gekocht und gegessen wurde nicht bei mir dabeim, also konnte ich auch nicht wirklich ausgedehnt knipsen 😉

Experimentelle Kürbis-Tomaten-Basilikum-Gnocchi

  • 350g Hokkaido, entkernt
  • 50g getrocknete Tomaten
  • 25g Basilikum
  • 2 EL Olivenöl
  • 50ml Milch
  • Salz und Pfeffer
  • 1 Eigelb
  • 100g Spätzle-Pasta Mehl (+ Extra für die Arbeitsfläche)
  • 50g Mehl

Kürbis in gleich große Würfel schneiden und in einem kleinen Topf mit ca. 100ml Wasser weich dünsten. Wenn der Kürbis weich ist pürieren (besser durch eine Kartoffelpresse drücken). Getrocknete Tomaten und Basilikum fein hacken und zusammen mit dem Olivenöl und der Milch mit den Kürbis gut verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Etwas abkühlen lassen.

Das Eigelb hinzugeben und verrühren. Dann mit dem Spätzlemehl und Weizenmehl zu einem Teig verkneten.

Die Arbeitsplatte gut mit Spätzlemehl bestreuen. Etwas vom Teig abnehmen und auf der Arbeitsplatte zu einer Zigarre rollen. Die Zigarre in gleichgroße Stückchen schneiden und daraus die Gnocchi formen. Wiederholen bis der Teig aufgebraucht ist.

Die Gnocchi in einem Topf mit kochendem Salzwasser geben und abschöpfen sobald sie an der Oberfläche schwimmen.

In einer Pfanne etwas Butter schmelzen  und die Gnocchi darin schwenken.

Puten Involtini

  • 4 Putenschnitzel
  • 1 Pk. Büffelmozzarella (Ca. 125g)
  • 4 Blatt Salbei
  • 12 Scheiben Pancetta (z.B. 1 PK. Recla Südtiroler Pancetta)

Die Putenschnitzel zwischen Folie platt klopfen. 1 Scheibe Mozzarella und ein Blatt Salbei auf je ein Schnitzel legen und zu einer Roulade zusammen rollen. Dabei vor dem Einrollen die Seiten einschlagen, damit der Mozzarella beim Braten nicht herausläuft. Die Pancetta-Scheiben übereinanderlappen und die Rouladen damit einwickeln.

Rundherum kross anbraten und bei 200°C ca. 10 Minuten im Ofen zu Ende garen.

World Bread Day

Today is „World Bread Day“! Seven years ago Zorra started this blog event, in which 113 bloggers followed her call. Last year 343 Bloggers from across the globe participated. This year’s goal is 365. Let’s hope this works out!

So what is the idea behind „World Bread Day“ blog event? Besides bringing bloggers (food & non-food alike) and bread baking enthusiasts together, the real idea is to honor our „daily bread“. Not in the biblical sense, but to show that in every culture bread is essential and that it has a history of its own. Most of us take bread for granted, but not everyone in the world has our near unlimited possibilities. So bake bread and spear a minute or two to think about how lucky we are.

In matters of bread baking I´m a real novice. I´ve baked baguettes, yeast bread or quick breads like soda bread but that’s about it. Here in Germany we have such a rich variety of bread types, which not only comes from the different type of grains which are cultivated here or the long tradition of the bakers’ guild, but also lies in our history. Germany or Germania to that time existed of many small states and each state had their own tradition of baking bread. The most important person in every town or village was the miller (German Müller). This doesn’t just explain why Müller (Mueller) is the most common surname in Germany but also shows the significance of bread.

To honor this day, I broadened my bread experience and made my first sourdough bread.

Roggenmischbrot

My favorite bread is rye bread. I think there is nothing better than fresh rye bread spread with a little butter and salt. Nomnom. So that was my choice for my first sourdough (levain) bread. In my favorite bakers book „Bouchon Bakery“ I found what I was looking for. While reading the thorough information about making bread, I thought why not go the whole mile and start the levain from scratch. Well that was the initial plan. Because I am quite lazy and got a little intimidated, I ended up buying dried sourdough starter and followed the recipe on the back of the packet. Well nearly, by mistake I swapped the amounts of whole rye flour and wheat flour. It also turned out a bit dark, inside a bit dense, but was still edible and quite tasty. Using store-bought sourdough and making a rye bread in less than 3 hours seems to me just a step-up from using a ready bread-mix, but hey it’s a start. Isn’t that also what this „World Bread Day“ is about, to set one’s wits onto bread baking? So in order to learn more about this, I bought me a new cookbook dedicated to making bread 🙂 And now my first homemade real sourdough is bubblingaway in the kitchen.

If you’re interested in the recipe I used, here it is…

Rye Bread | Roggenmischbrot

  • 20g fresh yeast (frische Hefe)
  • 100ml hand warm water (handwarmes Wasser)
  • 500g whole rye flour (Roggenvollkornmehl)
  • 250g wheat flour (Weizenmehl 1050)
  • 100g dried whole rye sourdough (Vollkorn-Roggen-Sauerteig, getrocknet)
  • 2 tsp. Salt (2 TL Salz)
  • 500ml hand warm water (handwarmes Wasser)

Dissolve the yeast in 100ml hand warm water. Mix the flour, sourdough and salt in a large mixing bowl. Add the yeast and remaining water, mix until the dough starts to come together, then turnout on the floured workspace and with floured Hands need, approx. 10 minutes.

Cover the dough with a slight damp cloth and let it rest about 25 minutes. Give it a quick need and form it to a loaf, cover again and let it rest in a warm place (28°C) for about 35 minutes.

Fill a deep oven pan with water, put it in the oven and preheat the oven to 250°C. Transfer the loaf to a baking sheet and quickly close the oven door. After 15 minutes open the door to vent the steam and turn the heat down to 190°C. If required carefully fill the pan with additional water. Back for 55 Minutes. After 45 minutes open the oven door to vent again, and keep it ajar with a wooden spoon. Turn the heat down to 160°C.

Let the fresh loaf cool down at least 1 hour before cutting off your first slice.

Belper Knolle

Was ist eine Belper Knolle? Das fragte ich mich auch, als ich von dieser Käse Spezialität aus der Schweiz auf diverse Blogs las. Bei meinen Beutestreifzüge durch diverse Lebensmittel-, Feinschmecker- oder Käsegeschäfte fand ich diesen ominösen Käse einfach nicht und habe die Knolle ziemlich schnell vergessen. In Vorbereitung auf eine Geschäftsreise nach München, erinnerte ich mich wieder an diesen Hartkäse mit Pfeffer- & Salzmantel.

Leider war die Zeit viel zu kurz und von der bayrischen Landeshauptstadt habe ich nicht viel gesehen. Allerdings hatte ich es tatsächlich kurz vor Ladenschluss auf dem Viktualienmarkt geschafft, um einer dieser Schweizer Käse-Trüffel zu ergattern. Bei dem Preis von fast 10€ schluckte ich ganz kurz, aber im Vergleich zu einem echten Trüffel ein ziemliches Schnäppchen. Der Käsehändler war super nett und erzählte meinem Kollegen von der vermeintlichen Erfindung dieser Knolle. Ich bekomme es nicht mehr ganz zusammen nur so viel, bei der Herstellung von Frischkäsebällchen soll wohl eine hinter dem Regal gerutscht sein und erst Wochen später wurde dieser wiedergefunden. Der Finder stellte (todesmutig) fest, dass es ganz köstlich war.

Egal ob die Geschichte stimmt oder nicht, die Belper Knolle ist wirklich ganz köstlich. Am besten auf Pasta mit Olivenöl.

Mit den richtigen Zutaten schmecken die einfachsten Gerichte doch am besten. Das heutige Gericht ist so einfach, dass es ohne Rezept aus kommt… gekochte Spagetti in etwas erwärmtes Olivenöl mit frischen Knoblauch und Basilikum schwenken und eine 1/4 Knolle pro Portion/Person darüber raspeln. Leckerschmecker!

Nach München werde ich bestimmt bald wieder reisen, aber nicht um mich mit Belper Knolle einzudecken. Ich habe vor ein paar Tagen diesen an der heimischen Käsetheke gesichtet 😀

JEDEN TAG EIN BUCH Logo gestaltet von Ariane Bille

2. Blogger-Themenwoche: Jeden Tag ein Buch

Im Juli rief Astrid von „Arthurs Tochter Kocht“ die erste Blogger-Themenwoche „Jeden Tag ein Buch“ ins Leben. Egal ob Food-, DIY, Kunst-, oder Sonst-Was Blog, jeder konnte Mitmachen, solange es sich bei den Buchrezensionen um ein „Genussbuch“ handelte.

Die Blogger-Themenwoche geht vom 11.-17. November in die zweite Runde und ich werde diesmal auch dabei sein. Jeden Tag ein Buch ist eine echte Kampfansage, aber zum Glück keine Pflicht. Welche oder wie viele Genussbücher ich in dieser Woche euch vorstellen möchte, weiß ich noch nicht genau, aber 1 wird es mindestens geben 🙂

Wenn du auch mitmachen möchtes oder einfach neues Genuss(lese)futter brauchst, click auf das BILD.

Jeden Tag ein Buch

Ich bin schon sehr gespannt welche Schätzchen die versammelte Bloggerschaft vorstellen wird, sehr zum Leidweisen meines Bücherbillys.

 

Seelenfutter

In ganz großen Schritten naht die dunkle Jahreszeit oder wie es bei den Starks heißt „der Winter naht“. Winterzeit heißt für mich auch Seelenfutterzeit. Sabine von „Schmeckt nach mehr“ geht es genauso. Deswegen hat Sie einen Aufruf (Blog-Event) gestartet, in dem man seine kulinarischen Seelentröster preisgeben soll. Diesen Aufruf folge ich gerne…

Egal ob Seelenfutter, Seelentröster oder Soul-Food, bei mir hat es eigentlich immer etwas mit dem Gefühl von Heimat, Familie und Zuhause zu tun. Wenn ich schlecht gelaunt, kaputt von einem langen ätzenden Tag oder einfach nur melancholisch bin, das nass-kalte Wetter oder die dunkele Jahreszeit mich nervt, dann koche ich gerne Sachen die es auch in meiner Kindheit gab. Mein Seelentröster Nr. 1 ist Milchreis. Ganz nah dran kommen Porridge, Grießbrei und auch Vanillepudding. Wie ihr lesen könnt, ist mein Soul-Food sehr Milch lastig. Ich hab auch Herzhaftes auf diese Liste stehen, aber die sind ehr Seelenschmeichler. Wenn’s wirklich schlimm ist, dann hilft nur Milchreis nach Mamas Art. Sie ist nicht wirklich Figur freundlich, aber sooo gut.

milchreis

Das Geheimnis von Mamas Milchreis ist die geschlagene Sahne. Keine Ahnung ob sie das auch aus einem Brigitte Heft hat 😉

Milchreis (für 2 große Portionen)

  • 125g Milchreis
  • 1 Prise Salz
  • 2 EL selbstgemachter Vanille-Zucker
  • 500ml Milch (2,8%)
  • 100g Sahne

Bis auf die Sahne alles in einem Topf geben und zum Kochen bringen. Dann auf niedrige Hitze ca. 30-35 Minuten köcheln lassen bis der Reis weich ist und die Milch aufgesaugt hat.

Sahne schlagen und vorsichtig unter dem Milchreis heben.

Sahne lässt sich am besten schlagen wenn sie wirklich kalt ist. Sahne, Rührschüssel und Schneebesen ca. 10 Minuten vor Gebrauch in den Gefrierschrank stellen.

Milchreis mag ich am liebsten pur, warm und direkt aus dem Topf, aber mit Apfelsauce oder Apfel-Vanille-Zimt-Zucker ist es auch ganz köstlich.

Apfel-Vanille-Zimt-Zucker

  • 40g Apfelchips
  • 60g selbstgemachte Vanille-Zucker
  • Zimt

Apfelchips fein mahlen und mit dem Zucker mischen. Nach Belieben Zimt hinzufügen und alles Mischen. In einem trockenen Glas/Dose geben und luftdicht verschlossen an einem trockenen Ort aufbewahren.

Apfelchips kann man kaufen, aber am besten schmeckt der Zucker wenn man die Apfelchips selbst herstellt. Noch intensiver wird das Aroma, wenn man zusätzlich getrocknete Apfelschalen (natürlich gemahlen) hinzufügt. Also beim nächsten Apfelkuchen die Schalen nicht weg schmeißen 🙂

Homemade Chewy Bagels

Ein großer Traum von mir ist es mal nach New York zu reisen. Keiner der anderen Amerikanischen Metropolen oder Sehenswürdigkeit reizen mich mehr. Vielleicht habe ich eine zu romantische Vorstellung der Stadt aus Film und Fernsehen, aber dieser multikultureller Schmelztiegel ist einfach faszinierend: Little Italy, China-Town, Manhattan mit der „to-go“ Mentalität, Urban Gardening, Food Trucks oder Dinner Clubs. Kulinarisch ist diese Stadt bestimmt auch ein riesen Abenteuer. Ein zwei New Yorker Spezialitäten haben es ja auch zu Weltruhm gebracht wie Hot Dogs, NY Cheesecake oder auch Bagels. So kann man sich auch ein bisserl NY nachhause holen.

Wie richtige New York Bagels schmecken, kann ich nicht sagen, aber ich mag Bagels. Nicht diese „staubtrockene“ Weißbrot-Kringel, sondern diese chewy (kauige) Sorte, am liebsten frisch aus dem Ofen oder nochmal getoastet. Dabei müssen die noch nicht mal dieses charakteristische Loch in der Mitte haben. Bagels sind im Grunde genommen nichts anderes als Weizenmehl mit Hefe, Zucker und Salz, aber das Geheimnis liegt in der Mehlsorte und das sie vor dem Backen kurz in siedendes Wasser gekocht werden. Somit bekommen sie diesen „Chewy Charakter“ den ich so mag.

bagel

Wie für viele einfache Sachen, gibt es zig Rezepte. Allerdings sind die Grundkomponenten/mengen mehr oder weniger eigentlich immer gleich. Das heutige Rezept habe ich bei „Sophisticated Gourmet“ gefunden.

Ergibt 8 Bagels

  • 1 Pk. trocken Hefe (15g)
  • 1,5 TL Zucker
  • 125ml + 200ml lauwarmes Wasser
  • 500g Mehl (812er)
  • 1,5 TL Salz

Trockenhefe und Zucker in einem Glas mit 125ml lauwarmen Wasser geben. Nicht rühren und 5 Min stehen lassen. Danach alles verrühren.

Mehl in der Schüssel vom Standmixer geben und mit dem Salz vermischen. Standrührer mit Knethaken bestücken und unter niedrige Geschwindigkeit zuerst das Hefe-Wasser hinzugeben und die Hälfte vom Wasser (100ml) hinzugeben und alles rühren lassen. Das restliche Wasser bei Bedarf nach und nach hinzugeben. Ich hatte ca. 50ml über.

Wenn der Teig gut vermischt ist und am Knethacken hängt, aus der Schüssel nehmen und auf einer bemehlten Arbeitsfläche ca. 5-10 Minuten kneten bis der Teig, glatt und elastisch ist. Der Teig sollte sich feucht aber nicht klebrig anfühlen. Ggf. noch etwas Mehl nachkneten.

Den Teig in eine leichtgefettete Schüssel geben und mit einem angefeuchteten Küchentuch abdecken und ca. 60 Minuten (bzw. bis sich das Volumen verdoppelt hat) an einem Warmen Ort gehen lassen.

Den Teig „zurück schlagen“ (also einmal drauf hauen) und wieder 10 Minuten stehen lassen.

Den Teig aus der Schüssel nehmen und in 8 Portionen teilen. Aus den Teilchen Kugeln formen, auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech leicht flachdrücken und mit einem bemehlten Finger ein Loch in die Mitte drücken. Das Blech mit dem leicht feuchten Küchentuck abdecken und erneut 10 Minuten stehen lassen.

Währenddessen ein großen Topf mit Wasser zum Kochen bringen. Die Bagels dann in dem Wasser ca. 30-60 Sekunden je Seite ziehen lassen. Je länger, umso „Kauiger“ werden die Bagels.

Wenn die Bagels ein Topping haben sollen, z.B. Sesam oder Mohn, dann die noch feuchten Bagels in das Topping tauchen.

Die feuchten Bagels auf Küchenkrepp abtropfen lassen und dann wieder auf das Backblechgeben.

Den Backofen auf 200°C vorheizen und die Bagels ca. 15-20 Minuten backen, bis sie gold-braun sind. Etwas abkühlen lassen und nach Herzenslust belegen.